Verleihung des Kinder- und Jugendrechtepreises in Bremerhaven

Vier Projekte werden am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, um 16.00 Uhr mit dem Kinder- und Jugendrechtepreis der Stadt Bremerhaven ausgezeichnet – verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 450 Euro.

Die öffentliche Verleihung findet in der Freizeitstätte Lehe-Treff, Eupener Straße 3 B, statt und bildet den Auftakt zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

Es wurden Bewerbungen von Kindertagesstätten, Schulen, Jugendverbänden und vielen weiteren engagierten Einrichtungen eingereicht. Eine Jury aus Mitgliedern des Unterausschusses „Kinder und Jugend in Beteiligungsprozessen“ hat daraus vier herausragende Projekte ausgewählt. Im Mittelpunkt: kreative Ideen, die Kinder- und Jugendrechte nach vorne bringen und echte Mitbestimmung ermöglichen.

Folgende Projekte haben den Preis erhalten:

Kreisjugendwerk der AWO Bremerhaven – „Selbstorganisierte Gestaltung des Jugendraums“:

Das Kreisjugendwerk der AWO überzeugte die Jury mit einem von Jugendlichen selbstorganisierten Projekt aus der Jugendverbandsarbeit. Auf Initiative der Jugendgruppe wurde der Gruppenraum neu geplant und umgestaltet, außerdem haben die Jugendlichen auch einen Aufräum- und Putzplan aufgestellt. Nun gibt es für die Jugendgruppe einen gemütlichen Rückzugsort in einem vorher wenig genutzten Raum.

Schule am Leher Markt – „Wahl der Schulsprecherinnen bzw. Schulsprecher“:

Die Schule am Leher Markt konnte die Jury auf Grund der kreativen Durchführung der Wahl der Schulsprecherinnen und Schulsprecher beeindrucken. Die Wahl wurde schulübergreifend vorbereitet und durchgeführt. Es wurde ein Wahlkampf organisiert, Wahlhelferinnen und Wahlhelfer geschult, die Schülerzeitung „Der PappFisch“ (2024 mit dem Kinder- und Jugendrechtepreis ausgezeichnet) berichtete über die Wahl, und im Matheunterricht wurden die Stimmen ausgezählt.

Ein gelungenes Projekt, das zeigt: Auch eine vorgeschriebene Wahl kann unter Beteiligung der Schülerinnen und Schüler durchgeführt werden.

AWO-Kita Ferdinand-Lassalle-Straße – „Kinderparlament“:

Die Kita wurde von der Jury für ihre besonders kindgerechte Beteiligung ausgezeichnet. Jeden Freitag trifft sich eine Gruppe von Kindern, die über aktuelle Themen der Kita spricht. Dabei können die Kinder selbst entscheiden, wie etwa das Wochenprogramm oder das gemeinsame Frühstück gestaltet werden sollen. Alle Kinder dürfen teilnehmen, die Erwachsenen unterstützen bei der Umsetzung.

Aktionsbündnis Weltkindertag in Grünhöfe – „Kinderrechte sichtbar machen“

Mit einem Sonderpreis würdigt die Jury das langjährige Engagement zahlreicher Einrichtungen im Ortsteil Grünhöfe. In Kitas, Schulen, im Jugendtreff und im Familienzentrum werden Kinder- und Jugendrechte täglich gelebt – unter anderem durch Kinderkonferenzen und Jugendbeteiligung. Der Weltkindertag bildet die sichtbare Spitze dieses kontinuierlichen Prozesses: Einmal im Jahr werden die vielfältigen Beteiligungsprojekte gebündelt und gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Familien öffentlich gemacht. Beim Fest in Grünhöfe kommen mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher zusammen. Dieses starke Netzwerk, das Kinderrechte ganzjährig verankert und am Weltkindertag sichtbar macht, wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.