Aktuelle Forschung und faszinierende Zukunftsvisionen aus der Luftfahrt: „Die DLR_Raumfahrt_Show: Eine Zeitreise in die Zukunft“ kommt am Donnerstag, den 8. Oktober und am Freitag den 9. Oktober 2026 in den Fischbahnhof (Am Schaufenster 6) nach Bremerhaven. Auf Einladung des Referates für Wirtschaft, Tourismus und Wissenschaft und die Erlebnis Bremerhaven (Gesellschaft für Touristik, Marketing und Veranstaltungen mbH) bietet die Show spannende Einblicke in die Welt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR).
Die interaktive Wissenschaftsshow des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) bringt aktuelle Forschung und faszinierende Zukunftsvisionen in den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr auf die Bühne. Über 80.000 Kinder bundesweit hat die Wissenschaftsshow bereits begeistert und lädt im Jahr 2026 erneut zum Staunen und Entdecken ein.
Lust auf „EINE ZEITREISE IN DIE ZUKUNFT“? Unter diesem Motto lädt die DLR_Raumfahrt_Show zu einem faszinierenden Ausflug in die Welt von morgen ein. Werden irgendwann Menschen auf dem Mars leben oder in Weltraum-Hotels Urlaub machen? Neben solchen Fragen geht es in der Show des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt auch um künftige Flugzeuge und andere spannende Forschungsprojekte und Visionen.
Das 90-minütige interaktive Bühnenprogramm richtet sich am 8. Oktober und 9. Oktober 2026 vormittags jeweils um 9.00 Uhr sowie um 11.30 Uhr an Schulklassen der Stufen vier bis sechs.
Am Freitag, dem 8. Oktober 2026, sind Familien mit Kindern ab neun Jahren um 16.30 Uhr angesprochen.
Einlass jeweils 30 Minuten vorher, die Show dauert ungefähr 90 Minuten.
Das Stadtarchiv Bremerhaven lädt zu einer Reihe historischer Stadtrundgänge ein. Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals, der Europäischen Mobilitätswoche und des Jubiläumsprogramms „100 Jahre Stadtarchiv Bremerhaven“ stehen Brücken, Archivgeschichte und das jüdische Leben im Mittelpunkt.
Die Veranstaltungen richten sich an Geschichtsinteressierte und bieten Einblicke in die vielschichtige Geschichte der Seestadt.
Die Stadtrundgänge im Überblick:
1. NetzWERKE: Geschichte der Brücken in Bremerhaven
Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals 2026 steht das Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ am Sonntag, dem 13. September 2026, in der Zeit von 15.00 bis 17.30 Uhr im Mittelpunkt. Experten wie Heiner Behrens (BEAN), Andreas Geywitz (Bauordnungsamt), Dr. Dirk J. Peters (Industriearchäologe), Helmut Seger und Dr. Julia Kahleyß (Stadtarchiv) führen durch die faszinierende und teilweise problematische Geschichte der Bremerhavener Brücken. Von historischen Dreh- und Klappbrücken bis zu modernen Technikdenkmalen wird der Wandel vom Arbeitshafen zum heutigen Erlebnisquartier „Havenwelten“ anschaulich dargestellt.
Treffpunkt: Alte Geestebrücke
Teilnahme ohne Anmeldung möglich.
2. „Auf den Spuren des Stadtarchivs durch Bremerhaven“ – Historische Fahrradtour
Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche und des Jubiläums „100 Jahre Stadtarchiv Bremerhaven“ lädt Dr. Julia Kahleyß für Montag, den 21. September 2026, in der Zeit von 13.00 bis 15.00 Uhr zu einer Fahrradtour ein. Die Route führt zu historischen Standorten des Stadtarchivs, die im 20. Jahrhundert wechselten. Einige dieser Orte existieren heute nicht mehr oder haben sich stark verändert. Die Tour zeigt, wie eng Archivgeschichte mit der Stadtgeschichte Bremerhavens verwoben ist.
Maximal 20 Personen können an der Veranstaltung in Kooperation mit dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Bremerhaven) teilnehmen.
Treffpunkt: Klußmannstraße 7, Geestemünde (neben dem ehemaligen Polizeirevier)
3. Der jüdische Friedhof: Zeugnis des jüdischen Lebens in Bremerhaven
Mircea Ionescu (Menorah – Liberale jüdische Gemeinde Bremen/Bremerhaven) führt am Dienstag, dem 6. Oktober 2026, in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr über den jüdischen Friedhof in Bremerhaven, einen der ältesten erhaltenen Friedhöfe der Stadt. Der Rundgang beleuchtet die historische und aktuelle Bedeutung des Friedhofs als „Haus der Ewigkeit“ (Bet Olam) oder „Haus des Lebens“ (Bet Chajim). Diese Veranstaltung ist der erste Teil einer Reihe zum jüdischen Leben in Bremerhaven.
Vom 4. bis 13. September laden die Marketinginitiative Bremerhavener Quartiere (MBQ) und ihre Mitgliedsorganisationen zur Aktion „Bremerhaven lokal erleben“ ein. In fast 60 Geschäften, Gastronomiebetrieben und weiteren Akteuren aus sieben Stadtteilen warten besondere Angebote, Aktionen und ein Gewinnspiel auf die Besucherinnen und Besucher.
Vielfalt des lokalen Handels
„Mit ,Bremerhaven lokal erleben‘ möchten wir zeigen, wie vielfältig der lokale Handel und die Gastronomie in den Quartieren unserer Stadt sind“, erklärt Stephan Schulze-Aissen, Vorsitzender der MBQ. Besonders freue ihn, dass sich so viele Unternehmen beteiligen: „Gemeinsam können wir sichtbar machen, was Bremerhaven vor Ort zu bieten hat und warum es sich lohnt, lokal zu kaufen.“
Foto: Brockmann_Erlebnis Bremerhaven
Auch Einzelhändler Tim Grundmann aus der Oberen Bürger, Sprecher der Innenstadt-Kaufleute und Betreiber von Seaside Sneaker im Columbus Shopping Center, betont die Stärken des stationären Handels: persönliche Beratung, Service, eine familiäre Atmosphäre und die Möglichkeit, Produkte direkt auszuwählen und zu vergleichen. „Es ist wichtig, Flagge zu zeigen“, sagt er. „Einkaufen vor Ort ist mehr als der reine Kauf eines Produktes. Gute Beratung, persönlicher Kontakt und Service machen den Unterschied.“
Gewinnspiel: Drei Sticker führen in den Lostopf
In allen teilnehmenden Geschäften erhalten Kundinnen und Kunden Aktionskarten. Wer drei Sticker sammelt, kann seine vollständig beklebte Karte abgeben und am Gewinnspiel teilnehmen.
Zu gewinnen sind Preise im Gesamtwert von mehr als 2.000 Euro. Zu den Hauptgewinnen zählen:
ein 250-Euro-Gutschein von Betten Aissen
100-Euro-Gutscheine von Seaside Sneaker, Baier-Optik Juwelier Rauscher-Hillje und Karl Lorenzen Weine & Spirituosen
zwei Shoppingbags des Mein Outlet & Shopping-Centers mit Waren im Wert von jeweils über 400 Euro
Zusätzlich werden weitere Gutscheine für Einzelhandel, Gastronomie und Reisen, Überraschungstüten, Wein sowie Stadtjubiläum-Fan-Pakete der Erlebnis Bremerhaven GmbH verlost.
„Die Beteiligung zeigt, dass die Idee von den Unternehmen in den Quartieren mitgetragen wird“, sagt Laura Schumacher von der Erlebnis Bremerhaven GmbH, die die Geschäfte der MBQ führt. Wichtig sei gewesen, keine reine Rabattaktion zu schaffen: „‚Bremerhaven lokal erleben‘ soll Menschen neugierig machen, Geschäfte neu oder wiederzuentdecken und bewusst zu erleben, was persönliche Beratung, Gastronomie und inhabergeführter Handel vor Ort leisten.“
Auftakt: Weinfest in der Innenstadt
Den Start markiert vom 4. bis 6. September das traditionelle Weinfest auf dem Theodor-Heuss-Platz, verbunden mit einem verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt. Jan Ahlfeld, Dock IV, Jacques’ Wein-Depot, Ludwig von Kapff, Winzerkind, Werft Events und das Weingut Runkel präsentieren ihre Angebote rund um das Denkmal von Stadtgründer Johann Smidt. An allen drei Tagen gibt es Livemusik.
Foto: Radio Bremerhaven / Hannes Volkmar – Foto wurde mit KI bearbeitet
Aktionen in den Quartieren
Nach dem Innenstadt-Auftakt richtet sich der Blick verstärkt auf die Quartiere. Die Aktion soll zeigen, dass interessante Geschäfte und gastronomische Angebote im gesamten Stadtgebiet zu finden sind.
Finale: Energie- und Klimastadttag
Der Abschluss folgt am 13. September beim Energie- und Klimastadttag im Schaufenster Fischereihafen. Gleichzeitig öffnen die Geschäfte in Bohmsiel und im Fischereihafen zum verkaufsoffenen Sonntag.
Botschaft
Die Aktion spannt einen zehntägigen Bogen durch die Stadt – vom Weinfest über Quartiersaktionen bis zum gemeinsamen Finale im Süden Bremerhavens. Die zentrale Aussage: Wer vor Ort einkauft, erhält nicht nur Waren, sondern trifft Menschen, bekommt Beratung, entdeckt Neues, genießt Gastronomie und stärkt lebendige Quartiere.
Ein Stück deutscher Leuchtturmgeschichte mitten in Bremerhaven: André Kroboth, Leuchtturm-Botschafter des Warnemünder Leuchtturms, besuchte jetzt den haventurm als erhaltenen Turmkopf des ehemaligen Leuchtturms Großer Vogelsand auf dem Gelände des havenhostel Bremerhaven.
Gemeinsam mit Volker Siemers erhielt Kroboth von Jens Grotelüschen, Geschäftsführer des havenhostel und Vorsitzender des Fördervereins Maritimer Denkmalschutz e. V., einen besonderen Einblick in die Geschichte, Technik und Zukunft dieses außergewöhnlichen maritimen Denkmals.
Schon die Dimensionen des erhaltenen Turmkopfes hinterließen Eindruck: Rund 15 Meter hoch und breit, vier Geschosse und etwa 300 Tonnen Stahl machen deutlich, welche technische Leistung hinter dem einstigen Leuchtturm in der Elbmündung stand.
„Auf Bildern wirkt er bereits gewaltig, doch wenn man direkt davorsteht, werden seine Dimensionen noch viel eindrucksvoller“, beschreibt André Kroboth seinen ersten Eindruck.
Einer der modernsten Leuchttürme seiner Zeit
Der Große Vogelsand wurde 1973/1974 errichtet und galt mit Baukosten von rund 15 Millionen D-Mark als einer der teuerste und modernste Leuchttürme Deutschlands. Rund 39 Meter über der Wasserlinie erhob sich das Bauwerk einst über der gefährlichen Sandbank Großer Vogelsand in der Elbmündung.
Der Leuchtturm war für seine Zeit technisch außergewöhnlich ausgestattet. Mehrere Präzisionssektorenfeuer, eine Drehoptik und eine Gürtellinse machten ihn gleichzeitig zum Leit-, Warn- und Orientierungsfeuer für die Schifffahrt. Bei Nebel sorgten mächtige Nebelhörner für zusätzliche Sicherheit.
Der der Turm verfügte über großzügige Unterkünfte für Wartungspersonal, Sanitärbereiche sowie Räumlichkeiten, die im Notfall auch Schiffbrüchigen Schutz bieten konnten. Die elektrische und Wärmeversorgung wurde durch drei Blockheizkraftwerke sichergestellt. Der Turm hatte als einziger Deutscher Leuchtturm einen Hubschrauberlandeplatz, der dem Turm die spezielle Silouette gibt.
1998 wurde das Leuchtfeuer außer Betrieb genommen. Statt jedoch vollständig verschrottet zu werden, konnte zumindest der gewaltige Turmkopf gerettet werden. Seit 2010 befindet er sich in Bremerhaven auf dem Gelände des havenhostel.
Bereit für den Aufstieg (v.l.): Volker Siemers, André Kroboth und Jens Grotelüschen
Geschichte wird in den leeren Räumen wieder lebendig
Von der ursprünglichen Inneneinrichtung ist heute nur noch wenig erhalten. Doch während des Rundgangs vermittelten Jens Grotelüschen und Volker Siemers, der die Rettung und Dokumentation des Turmkopfes von Beginn an begleitet hat, einen Eindruck davon, wie das Leben und die Technik im Großen Vogelsand einst ausgesehen haben.
Vom ehemaligen Maschinenraum über die Unterkünfte bis zu den Bereichen der Leuchtfeuertechnik erschloss sich Etage für Etage die Geschichte des Bauwerks.
Besonders eindrucksvoll war für Kroboth der Aufstieg bis auf das ehemalige Hubschrauberlandedeck in rund 15 Metern Höhe. Dort sind bis heute Teile der technischen Einrichtungen zu erkennen – darunter Komponenten des aufwendigen Brandlöschsystems, das für mögliche Zwischenfälle bei Hubschrauberlandungen vorgesehen war.
„Durch die Erzählungen von Jens und Vossi erwachten die leeren Räume Stück für Stück wieder zum Leben“, berichtet Kroboth.
Vom Großen Vogelsand zum „haventurm“
Doch bei dem Besuch ging es nicht nur um die Vergangenheit. Im Fokus stand auch die Frage, wie dieses einzigartige maritime Denkmal für kommende Generationen erhalten und wieder erlebbar gemacht werden kann.
Die Vision des Fördervereins Maritimer Denkmalschutz ist ambitioniert: Der erhaltene Turmkopf soll langfristig wieder auf einen neu errichteten Schaft gesetzt werden. Als rund 39 Meter hoher „haventurm“ könnte das historische Bauwerk damit annähernd zu seiner ursprünglichen Höhe zurückfinden.
Geplant ist, den Turm nicht nur als Denkmal zu erhalten, sondern ihn für Menschen zugänglich zu machen. Denkbar sind eine Aussichtsplattform mit Blick über Bremerhaven und die Wesermündung, Ausstellungsflächen zur Geschichte der Leuchttürme und der maritimen Navigation sowie eine Erlebnisgastronomie.
„Unser Ziel ist nicht, den Großen Vogelsand einfach nur zu konservieren“, sagt Jens Grotelüschen. „Wir möchten seine Geschichte wieder sichtbar und erlebbar machen. Dieser Turmkopf ist ein außergewöhnliches Zeugnis deutscher Leuchtturm- und Schifffahrtsgeschichte. Die Vorstellung, ihn eines Tages wieder in seiner ursprünglichen Dimension erleben zu können, treibt uns an.“
Gleichzeitig ist allen Beteiligten bewusst, welche Herausforderungen mit einem solchen Projekt verbunden sind. Einen rund 300 Tonnen schweren historischen Turmkopf auf einen neuen Schaft zu setzen und anschließend dauerhaft und sicher für Besucher zugänglich zu machen, erfordert erhebliche technische, organisatorische und finanzielle Anstrengungen.
„Ein Leuchtturm, der auf sein zweites Leben wartet“
Für André Kroboth war der Besuch deshalb weit mehr als die Besichtigung eines stillgelegten Leuchtturms.
„Für mich war es eine unglaubliche Besichtigung eines ehemaligen Leuchtturms, der bereits vor der Verschrottung gerettet wurde und nun auf sein zweites Leben wartet“, fasst er seine Eindrücke zusammen. „Es bleibt sehr spannend, wie die Geschichte dieses wundervollen Leuchtturms weitergeht.“
Mit dem geplanten haventurm könnte aus dem geretteten Stück Technikgeschichte künftig ein neuer maritimer Anziehungspunkt für Bremerhaven entstehen – und zugleich ein weithin sichtbares Zeichen dafür, dass maritime Geschichte nicht nur bewahrt, sondern auch neu erzählt werden kann.
Der Große Vogelsand in Zahlen
• Baujahr: 1973/1974
• Ursprüngliche Turmhöhe: ca. 39 Meter über der Wasserlinie
• Feuerhöhe: 39 Meter
• Reichweite: weiß 19 bis 26 Seemeilen, rot 9 bis 12 Seemeilen
• Außerdienststellung des Leuchtfeuers: 1998
• Turmkopf in Bremerhaven: seit 2010
• Gewicht des erhaltenen Turmkopfes: ca. 300 Tonnen
• Höhe und Breite des Turmkopfes:jeweils ca. 15 Meter
• Baukosten: rund 15 Millionen D-Mark
• Besonderheit: Der Große Vogelsand galt zu seiner Zeit als einer der teuersten und modernsten Leuchttürme Deutschlands.
Alles anders, aber genauso gut: Die Maritimen Tage in Bremerhaven haben trotz Hitze und kleinerer Veranstaltungsfläche rund 330.000 Menschen an den Neuen Hafen, den Deich und die Weser gelockt. „Wir haben ein fröhliches und friedliches Fest erlebt, wie wir es in der Stadt kennen“, fasst Bürgermeister Torsten Neuhoff die „fünf tollen Tage“ zusammen. Zum Stadtjubiläum 2027 soll eine „Lütte Sail“ gefeiert werden.
Und so sind die Maritimen Tage vom 12. bis 16. August verlaufen:
Die Schiffe Mehr als 40 Schiffe unter Segel, Motorkraft oder Dampf waren von Mittwoch bis Sonntag die Hingucker im Neuen Hafen. Besonders faszinierten die gerade frisch aus der Werft gekommene „Alexander von Humboldt 2“ sowie die spanischen Traditionsschiffe mit dem Weltumsegler-Nachbau „Nao Victoria“ und dem ehemaligen Frachtsegler „Pascual Flores“, das Feuerschiff „Elbe 1“ und die „Schulschiff Deutschland“. Kritik, im Hafen seien zu wenige Schiffe, weist Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, zurück. „Leider haben drei große Schiffe ihre Teilnahme kurz vor der Veranstaltung abgesagt, weil sie in die Werft müssen. Aber die Kajen, die wir nutzen können, haben wir voll belegt.“ Sieben Schiffe waren regelmäßig zu Fahrten auf der Weser unterwegs – zu den Törns der Großsegler „Gulden Leeuw“, „Wylde Swan“ und „Großherzogin Elisabeth“ kamen Fahrten mit Plattbodenschiffen, Kutter und Speedboot – etwa 3000 Passagiere sind mitgefahren. Da sind die Passagiere der „Dicke-Pötte-Tour“ und der Hafenrundfahrt noch nicht einmal mit eingerechnet. Die marode Grube-Kaje und der gesperrte Verbindungskanal sind der Grund, weniger Platz für Schiffe zu haben. Die sonst eher seltene Möglichkeit, sich an Bord eines Arbeitsschiffes wie der „Franzius Plate“ oder eines Traditionsseglers umzusehen und mit den Besatzungen ins Gespräch zu kommen, zeichnen die Maritimen Tage aus. So wurden rund 20.000 „Sehleute“ in den fünf Tagen beim Open Ship gezählt. Vor den beiden Großseglern bildeten sich immer wieder längere Warteschlangen, um an Bord gehen zu können.
Wie die Besucher das veränderte Konzept der Maritimen Tage annehmen „war für uns ein wenig der Blick in die Glaskugel“, sagt Gerber. Dass trotz der Hitze -insbesondere am Freitag – gut 330.000 Menschen ums Hafenbecken bummelten oder an der Wasserkante unterwegs waren, wertet er als großen Erfolg. Die Besucherströme entlang der Wasserkante wurden anhand anonymer Signale von Mobiltelefonen erfasst, das System war erstmals zur SAIL vor einem Jahr eingesetzt worden. Eine geringe Ungenauigkeit bleibt, weil nur Personen gezählt werden, die ein Handy dabeihaben. Im Durchschnitt blieb jeder Besucher knapp zwei Stunden.
Zu den notwendig gewordenen Änderungen des Veranstaltungsendes bereits um 22 Uhr gab es auch Diskussionen, sagt Gerber. Dieser Punkt war ein wichtiger Bestandteil der kurzfristig notwendig gewordenen Anpassung des Sicherheitskonzepts, ohne das die Maritimen Tage nicht genehmigt worden wären. „Es war ein guter Kompromiss“, Schausteller und Gäste hätten sich darauf eingestellt. Gerber kündigt an, dass es nach Abschluss der Maritimen Tage – wie immer – eine Nachbesprechung mit den Sicherheitsbehörden geben wird. Die jetzt gesammelten Erfahrungen mit den neuen Rahmenbedingungen werden maßgeblich sein bei der Beurteilung, unter welchen Voraussetzungen im kommenden Jahr eine Verlängerung der Öffnungszeiten möglich ist.
Warten auf die Sonnenfinsternis am Willy-Brand-Platz Foto: Hannes Volkmar
Der Mittwoch hat am letzten Tag der Sommerferien einen sehr guten Start hingelegt mit 85.000 Besuchern. Am Donnerstag und Freitag machte sich die Hitze bemerkbar, aber an beiden Tagen kamen trotzdem noch jeweils mehrere zehntausend Besucher an den Hafen. „Am Freitag hat der sehr gut besuchte Abend den schwachen Tag noch gerettet“, sagt Gerber. Das Wochenende mit „echtem norddeutschen Sommerwetter“ habe dann den erhofften Schub beschert mit mehr als 100.000 Besuchern am Sonnabend, für den heutigen Sonntag kalkulieren wir zurückhaltend mit 70.000 Gästen. Insgesamt 290.000 Besucher wurden bis Sonntagmittag gezählt.
Das Wochenende hat die Bilanz der Schausteller gerettet, nachdem die Umsätze in der Hitze vom Freitag weit hinter den Erwartungen geblieben waren. Durch die Sperrungen und Umleitung konnte nur eine wesentlich kleinere Veranstaltungsfläche genutzt werden. „Die Maritimen Tage 2026 waren kompakter“, sagt Gerber. Die erforderlich gewordene räumliche Konzentration rund um den Neuen Hafen sei gerade von Schaustellern, aber auch vielen Besuchern gelobt worden: das Gelände sei nicht mehr so weitläufig.
Foto: Hannes Volkmar
Der Umzug des Freibeuterdorfes an den Kaiserhafen wurde von vielen Besuchern positiv aufgenommen, das Deutsche Schifffahrtsmuseum hat mit freiem Eintritt, längeren Öffnungszeiten und einem besonderen Programm eine kreative Antwort gefunden, die belohnt wurde: Fast 4000 Besucher wurden bis Sonntagmittag im Museum und auf der Wissenschaftsmeile gezählt. Auch das Street-Food-Festival war wieder ein Garant.
Die Stimmung der Maritimen Tage 2026 war aus polizeilicher Sicht fröhlich und friedlich. Die Polizei hatte wenig zu beanstanden und musste nur selten eingreifen, berichtet Polizeioberrat Stefan Wiebe, Leiter der Abteilung Süd. Die Arbeit der Polizisten war „veranstaltungstypisch“– darunter ein Schwimmer im Neuen Hafen und eine Hand voll Diebstähle. Die Parkhäuser waren am Mittwoch und am Wochenende ab mittags voll, insgesamt war die Verkehrssituation aber zu keiner Zeit überlastet.
Die Sanitätsdienste vom Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe melden bis auf einen Fall keine besonderen Vorkommnisse. Donnerstag und Freitag wurden einige Patienten mit Kreislaufproblemen behandelt, ein Besucher ist am späten Freitag auf dem Wein-Deck gestürzt und wurde mit Verletzungen in eine Klinik gefahren. Die Rettungskräfte loben zwei Besucher, die Erste Hilfe leisteten.
Die Pontonbrücke hat die Bewährungsprobe nicht nur bestanden, sondern übererfüllt, sagt Gerber. Die Wegeführung hat hervorragend funktioniert, die Sicherheitskräfte mussten nur wenig einschreiten. Das Sicherheitsrisiko zu minimieren und eine Großveranstaltung zu organisieren, sei geglückt, sagt Bürgermeister Neuhoff. „Wir haben die Herausforderung gemeistert.“ Gerber: „Wir haben immer darüber gesprochen, welche Auswirkungen die gesperrten Brücken über dem Verbindungskanal auf die Großveranstaltung haben. Jetzt können wir sagen: viel weniger als befürchtet. Das Konzept ist aufgegangen.“
Foto: Carmen Lindemann_Erlebnis Bremerhaven
Die Maritimen Tage endeten jeden Abend um 22 Uhr. Deshalb luden mehrere Kneipen in der Alten Bürger am Freitag und Sonnabend mit Livemusik und DJs zu den „Harbor After Hours“ ein, auch das Neus-Festival für elektronische Musik zog dann dorthin um. „Es war ein überwältigender Erfolg, geradezu sensationell“ sagt Jens Rillke, Quartiersmeister für die Alte Bürger. „Das hatte Straßenfest-Charakter.“ Rillke schlägt vor, die Alte Bürger in den kommenden Jahren in das Konzept der Maritimen Tage einzubinden. Der Andrang war an beiden Abenden so groß, dass Bereitschaftspolizei die Straße gesperrt habe, berichtet Wiebe.
Die Maritimen Tage 2026 waren die Blaupause für die kommenden Jahre – so lange, bis der Verbindungskanal und die Grube-Kaje saniert sind. Neuhoff setzt darauf, dass der Senat am Dienstag den Weg freimacht für die ersten Arbeiten. „Für die touristische Zukunft Bremerhavens ist es wichtig, so schnell wie möglich beginnen zu können. Das sei nicht nur für die SAIL 2030 die Voraussetzung, sondern auch für die zentralen Attraktionen wie den Zoo am Meer, das Klimahaus, das Deutsche Auswandererhaus und auch das Deutsche Schifffahrtsmuseum existenziell, sagt Neuhoff. „Wir setzen alles daran, schnellstens mit den Arbeiten beginnen zu können und das muss auch das Land wollen. Alles andere wäre zum Schaden der Stadt.“
Foto: Hannes Volkmar
Neuhoff und Gerber kündigten an, allen Bremerhavenern und Besuchern der Stadt zum Stadtjubiläum 2027 eine „Lütte Sail“ zum Geschenk zu machen: Sie soll vom 11. bis 15. August 2027 stattfinden. Sie schränkten allerdings ein: „Wir müssen in den kommenden Wochen und Monaten die jetzt gemachten Erfahrungen auswerten und dann entscheiden, wie eine Lütte Sail 2027 aussehen kann. Jetzt geht es erst einmal ans Aufräumen. „Mein Dank gilt der hervorragenden Arbeit des Teams und allen Helferinnen und Helfern aus der Stadt und der Region, ohne die dieses wunderbare Fest nicht möglich gewesen wäre“, so Michael Gerber abschließend.
„Geburtstagsgeschenke“: Im historischen Bahnwaggon am Neuen Hafen startet der Verkauf von Jubiläums-T-Shirts und -Caps. Foto: Knoke_Erlebnis Bremerhaven
Obwohl es bis zum großen Stadtjubiläum im Jahr 2027 noch einige Monate dauert, wächst die Vorfreude auf 200 Jahre Bremerhaven bereits. Zu den Maritimen Tagen präsentiert das Projektbüro Stadtjubiläum der Erlebnis Bremerhaven GmbH die ersten offiziellen „Geburtstagsgeschenke“.
Erstmals erhältlich sind T-Shirts und Caps mit dem Jubiläumslogo. Die T-Shirts tragen das Logo auf der Vorderseite sowie die Markenbotschaft „Unsere Welt. Unsere Stadt. Unser Bremerhaven“ auf dem Rücken. Angeboten werden die T-Shirts für 20 Euro und die Caps für 15 Euro bei einem Sonderverkauf im historischen Bahnwaggon am Neuen Hafen. Dort verteilt die Erlebnis Bremerhaven täglich von 11 bis 20 Uhr auch kostenlos acht verschiedene Geburtstags-Sticker sowie vegane Gummibärchen im Jubiläumsdesign.
Zudem erhalten Besucherinnen und Besucher im Bahnwaggon einen ersten Einblick in die geplante Jubiläumskampagne. Dort wird das erste von insgesamt vier Plakatmotiven ausgestellt. Ab September sollen diese Motive an 75 Stellen in Bremerhaven und der Region auf den besonderen Geburtstag aufmerksam machen und die Vorfreude weiter steigern.
„200 Jahre Bremerhaven sind ein Geburtstag, den wir mit der ganzen Stadt feiern wollen. Mit den ersten T-Shirts, Caps und Stickern wird das Jubiläum jetzt langsam sichtbar und greifbar“, betont Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Benthe Stolz, Leiterin des Projektbüros Stadtjubiläum, ergänzt: „Und natürlich darf bei einem Geburtstag auch etwas Süßes nicht fehlen. Deshalb verschenken wir zu den Maritimen Tagen Jubiläums-Gummibärchen.“
Der Anlass für die Feierlichkeiten liegt fast zwei Jahrhunderte zurück: Am 11. Januar 1827 kaufte der Bremer Bürgermeister Johann Smidt dem Königreich Hannover ein Stück Land an der Wesermündung ab, um dort einen neuen Hafen für Bremen anzulegen – es war die Geburtsstunde Bremerhavens.
Genau 200 Jahre später wird dieser Geburtstag nicht nur an einem einzelnen Tag begangen: Das gesamte Jahr 2027 steht im Zeichen des Stadtjubiläums. Mit zahlreichen Veranstaltungen, Aktionen und Projekten soll die Geschichte Bremerhavens ebenso im Mittelpunkt rücken wie die Gegenwart und die Zukunft der Seestadt.
Die historischen Bremer Weserlastkähne aus dem 17. Jahrhundert haben nach 19 Jahren ihren Standort gewechselt, um zeitgemäß in 3D dokumentiert zu werden. Forschende des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) bereiteten im Juli über mehrere Tage mehr als 400 Holzkomponenten der beiden Lastkähne für den Transport vor. Die Teile wurden „markiert, fotografiert, fachgerecht verpackt“ und anschließend zur Fachfirma Denkmal3D nach Vechta gebracht.
Unter wissenschaftlicher Aufsicht von Dr. Mike Belasus vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung erhielten die Holzkomponenten zunächst eine reversible Kennzeichnung und wurden systematisch inventarisiert. Danach folgte eine umfassende fotografische Dokumentation. Diese bildet die Grundlage für die nun anstehende digitale 3D‑Vermessung und die wissenschaftliche Auswertung.
Dr. Mike Belasus (Mitte) und Dr. Ferderic Theis (rechts) sichten die Holzkompontenten. Credit: DSM / Annica Müllenberg
Nach ihrer Ankunft in Vechta wurden die Hölzer in vorbereitete Frischwasserbecken gelegt, um eine konservatorisch geeignete Zwischenlagerung sicherzustellen. Inzwischen ist das Dokumentationslabor eingerichtet, und die Arbeiten an den Schiffsteilen haben begonnen. Vor dem Scannen mit einem Streifenlichtscanner werden die Hölzer gereinigt, damit „alle Details in der Aufnahme sichtbar“ werden. Parallel dazu nehmen Fachleute Proben von Abdichtungsmaterialien, möglichen Farbresten und weiteren erhaltenen Stoffen. Diese können Hinweise auf Bau- und Wirtschaftsweisen der historischen Schiffbauer liefern. Ablagerungen zwischen den Komponenten könnten zudem Aufschluss über frühere Ladungen geben. Dendrochronologische Proben sollen Informationen über Alter, Nutzungsdauer und Herkunft der verwendeten Bäume liefern.
Dr. Belasus wird die detaillierte Erfassung und Dokumentation der Holzkomponenten bis Jahresende abschließen. Die erhobenen Daten bilden die Grundlage für eine interdisziplinäre Auswertung nach internationalen Standards der Schifffahrtsarchäologie. Die hochauflösende 3D‑Vermessung soll einen wichtigen Beitrag zur Erforschung und langfristigen Sicherung dieses maritimen Kulturguts leisten.
Die Ergebnisse der Untersuchungen werden nach Abschluss der Arbeiten öffentlich präsentiert. Das DSM kooperiert dabei mit mehreren nationalen und internationalen Partnern, darunter das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung, Denkmal3D, die School of Mechanical and Materials Engineering des University College Dublin sowie die Landesarchäologie Bremen. Das Projekt wird durch die Kulturstiftung der Länder sowie die Karin und Uwe Hollweg Stiftung gefördert.
Noch steht„Pepper“ in einem Informatik-Labor der Hochschule. Timo Schön (von links) Niklas Nakotte, Florian Bartels und Prof. Dr. Thomas Umland können ihn aber bereits beschäftigen. Foto: Brockmann_Erlebnis Bremerhaven GmbH
Eine internationale Jury des EU‑Projekts INSPIRES hat das gemeinsame Vorhaben der Hochschule Bremerhaven und des Kreuzfahrtterminals Bremerhaven Cruise Ports für eine Förderung ausgewählt. Das Projekt erhält 15.000 Euro, um einen KI‑gestützten Besucherservice zu entwickeln. Kern des Vorhabens ist der humanoide Roboter „Pepper“, rund 1,20 Meter groß, der künftig Kreuzfahrtgäste begrüßen, informieren und das Terminalpersonal entlasten soll.
Im zweiten deutschen Förderaufruf bewarben sich acht Kooperationen um zwei Förderungen à 15.000 Euro. Neben Bremerhaven wurde ein Projekt aus Baden‑Württemberg ausgewählt, das CO₂‑Fußabdrücke von Hotels und Reiseverläufen automatisiert berechnet.
„Pepper“ wurde an der Hochschule Bremerhaven technisch modernisiert und mit aktueller KI verbunden. Das Team um Prof. Dr. Thomas Umland und vier Informatik‑Studierende entwickelte eine feste Persönlichkeit: Der Roboter soll ausschließlich als Experte für Bremerhaven und das Kreuzfahrtterminal auftreten. Er kann sich frei im Terminal bewegen, Gäste aktiv ansprechen und über sein Display Informationen oder QR‑Codes zu Sehenswürdigkeiten und Angeboten anzeigen.
Im Terminal könnte „Pepper“ Wege erklären, beim Einchecken unterstützen oder individuelle Stadtrouten empfehlen – in vielen Sprachen. Der Einsatz ist für den Sommer geplant, gefolgt von einer Testphase von sechs bis acht Monaten. Erste Erfahrungen wurden beim „Tag der Informatik“ gesammelt.
Der Terminalbetreiber Global Ports Holding, weltweit größter Betreiber von Kreuzfahrtterminals, sieht Potenzial für einen internationalen Einsatz. Geschäftsführer Timo Schön betont, dass der Roboter echte Unterstützung im Groundhandling bieten könne.
INSPIRES fördert insgesamt 60 Projekte in sechs europäischen Ländern und unterstützt kleine und mittlere Tourismusunternehmen bei Digitalisierung, Diversifizierung und Inklusion. Die Erlebnis Bremerhaven GmbH ist Leadpartner und koordiniert die Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus Deutschland, Belgien, Bulgarien, Finnland, Polen und Spanien. Die Abschlusskonferenz findet Herbst 2027 in Bremerhaven statt.
Am Samstag, 27. Juni, haben mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher den Tag der offenen Tür am neuen Polizeirevier Geestemünde besucht. Die Polizei Bremerhaven hatte den Neubau an der Georgstraße 122–124 im Oktober 2025 bezogen und den alten Standort an der Riedemannstraße aufgegeben. Wegen zahlreicher Anfragen aus der Bevölkerung wurde nun erstmals ein Einblick in den laufenden Betrieb ermöglicht.
Tag der offenen Tür am 27.06.26 am Polizeirevier Bremerhaven-Geestemünde. Foto: Polizei Bremerhaven
Zwischen 10 und 16 Uhr führten Polizeibeamte Gruppen durch ausgewählte Bereiche des Gebäudes. Aufgrund sicherheitsbedingter Begrenzungen kam es zu längeren Wartezeiten. Besonders interessiert zeigten sich die Gäste an der Arbeit der Wache, den Abläufen bei Notrufen sowie den Sicherheitsmerkmalen und der minimalistischen Ausstattung der Kurzgewahrsamszellen.
Foto: Polizei Bremerhaven
Im Außenbereich präsentierte die Polizei verschiedene Einsatzfahrzeuge, darunter ein Motorrad, ein Gefangenentransporter sowie ein Spezialfahrzeug der Brandursachenermittler. Mitarbeitende erklärten Funktionen und beantworteten Fragen. Große Aufmerksamkeit erhielt die Vorführung der Diensthundeführer: Schutzhunde demonstrierten Unterordnung, das Stellen eines Täters und einen geschützten Biss. Einige Tiere zeigten zudem ihre Fähigkeiten beim Aufspüren von Rauschgift.
Foto: Polizei Bremerhaven
Am Stand der Einstellungsberater informierten sich zahlreiche Besucher über Voraussetzungen für den Polizeiberuf und konnten Ausrüstung testen. Die Präventionsabteilung gab Hinweise zum Schutz vor Kriminalität und verteilte Comichefte zur Verkehrserziehung. Das Deutsche Rote Kreuz Bremerhaven unterstützte die Veranstaltung mit Sanitätsdienst, Rettungswagen sowie Getränken und Kühlpacks.
Foto: Polizei Bremerhaven
Volker Ortgies, Direktor der Ortspolizeibehörde Bremerhaven, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz und dankte allen Beteiligten für die Unterstützung bei hohen Temperaturen.
Vom 10. bis 12. Juli 2026 finden im Schaufenster Fischereihafen die Bremerhavener Matjestage statt. Erwartet werden rund 50.000 Besucherinnen und Besucher. Das Hafenfest verbindet frischen Matjes, Live-Musik, Kunsthandwerk, Familienaktionen und das US‑Car‑Treffen „Fish & Cars“.
Im Mittelpunkt steht der „Nieuwe Haring“ aus den Niederlanden. In der Matjespagode zeigt Filetiermeister Lammert Wiersema aus Groningen die traditionelle Verarbeitung des jungen Herings. Der Matjes wird direkt „vom Messer“ serviert.
Ein Höhepunkt folgt am Sonntag um 13:34 Uhr: Das Matjesbrötchen wächst erneut um einen Meter und erreicht 34 Meter Länge. Der Verkauf erfolgt durch den Bremerhavener Matjesorden vor Fiedlers Fischmarkt. Der Erlös geht an das Herzenswunsch-Hospizmobil des DRK Bremerhaven.
Auf dem Marktplatz sorgen stündlich wechselnde Kochshows, Live‑Räuchervorführungen und Matjes‑Spezialitäten für ein kulinarisches Programm. Der Fischbahnhof feiert seinen 30. Geburtstag mit einer Fotoausstellung und drei Kochshows. Für die Zuschauer gibt es kostenfreie Pulled-Heringsbrötchen mit karamellisierten Zwiebeln und Salicorne. Zudem lädt die FBG drei Gäste ein, das komplette Menü zu genießen.
Neu sind fünf geführte „Matjes-Touren“ am Sonnabend und Sonntag. Die 90‑minütigen Führungen kosten 15 Euro und verbinden Hafenhistorie, Fischfang, Verarbeitung und Verkostung. Stationen sind u. a. die Matjespagode und Fiedlers Fischmarkt 1906.
Für Urlaubsatmosphäre sorgen Sand, Strandkörbe, Liegestühle und Cocktails am Wasser. Auf zwei Bühnen treten fünf Shantychöre und mehrere Live‑Bands auf. Musikproduzent Rob Hardt gestaltet am Freitag die „Sommernacht am Hafen“ bis 22 Uhr. Die Band „Heat“ spielt am Sonnabend ab 19 Uhr. Am Sonntag endet das Programm mit einem Rudelsingen Open Air ab 16:30 Uhr.
Familienangebote umfassen Bastel‑ und Experimentieraktionen der Phänomenta, die Recycling‑Werkstatt der „Tigertatze“, Walking Acts, Kinderschminken und Luftballonmodellage. Am Sonnabend ist der Wissenskiosk des Universum Bremen vor Ort, am Sonntag das Spielmobil.
Die Matjestage gehen auf ein Fest zurück, das am 11. Juli 1992 erstmals rund um die Packhalle IV stattfand. Heute zählen sie zu den beliebtesten norddeutschen Hafenfesten. Gefördert wird die Veranstaltung durch den Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds.