Unser „Tor zur Welt“ feiert Geburtstag: Die Schleuse Neuer Hafen in Bremerhaven wurde vor 20 Jahren eröffnet. Das muss gefeiert werden!

Am Sonnabend, 12. Juli, lädt die Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter/Neuer Hafen BEAN von 11 bis 16 Uhr zu einer stimmungsvollen Geburtstagsfeier direkt an der Schleuse ein, die die Weser mit dem Hafen im Herzen Bremerhavens verbindet. Für stimmungsvolle Klänge wird Jan-Hendrik Ehlers am Akkordeon sorgen, es wird herzliche Geburtstagsgrüße geben und einen ganz besonderen Auftritt: Ulli Keller, der singende Schleusenwärter, ist ebenfalls mit dabei. Die Schiffergilde bietet zum Schleusengeburtstag Rundfahrten mit dem Börteboot an.

Skipper sind eingeladen, Kurs auf den Neuen Hafen zu nehmen

Die Veranstalter hoffen auf zahlreiche Gäste – an Land und auf dem Wasser. Skipper und Wassersportvereine im gesamten Weserrevier sind eingeladen, an diesem Wochenende Kurs auf den Neuen Hafen zu nehmen und gemeinsam auf zwei Jahrzehnte Schleusengeschichte anzustoßen.

Melf Grantz: Wichtige Rolle für den Tourismus

„Dank der Schleuse wird unser Hafen belebt und zur Attraktion nicht nur für Seglerinnen und Segler, sondern auch für Einheimische, Touristinnen und Touristen. Auch die Ansiedlung vom „Im Jaich“ und der Marina wären ohne die Schleuse nicht möglich gewesen, die heute eine große touristische Bereicherung darstellen. Die Schleuse wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle für die Stadt und den Wassersport spielen – allen Beteiligten danke ich deshalb von Herzen für ihr Engagement“, so Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz.

Mehr als 5.000 Schleusungen im Jahr

Die Schleuse Neuer Hafen wurde 2005 als eine der ersten Investitionen in die Bremerhavener Havenwelten realisiert. Heute passieren sie jährlich fast 10.000 Schiffe – vom Sportboot bis zur Berufsschifffahrt. Mehr als 5.000 Schleusungen pro Jahr. „Grund genug, dieses technische und touristische Meisterstück Bremerhavens gebührend zu feiern“, urteilt Nils Schnorrenberger, der Geschäftsführer der BEAN. „Die Schleuse gehört zweifelsohne zu den Attraktionen der Havenwelten.“

Hier arbeiten besondere Schleusenwärter

Die Schleuse Neuer Hafen gilt nicht nur wegen ihrer Technik mit Sektortoren und Drehbrücken als besonders, sondern auch wegen ihrer Schleusenwärter: Ehemalige Kapitäne, Zöllner oder auch Wasserschutzpolizisten bedienen aus ihrem verglasten Turm die Tore – Humor, Leidenschaft und die Liebe zur Seefahrt eint sie alle. Zehn Männer arbeiten im Schichtdienst, damit von April bis Oktober täglich von 6 bis 22 Uhr geschleust werden kann. Von binnen nach buten (vom Hafen auf die Weser) zur vollen Stunde, umgekehrt jederzeit.

Plattdeutsche Ansage als Markenzeichen

„De Slüüs geiht glieks op – un desterwegen: All Lüüd fix runner vunne Brüch!“ Die Durchsage auf Platt an die Schaulustigen, dass sich die Tore gleich öffnen, gehört zu den Markenzeichen der Schleuse Neuer Hafen. Sportboote und Arbeitsschiffe nutzen den kostenfreien Service. Die Schleuse pumpt das Wasser nicht, sondern öffnet die Tore, um den Wasserstand von der Weser zum Hafen auszugleichen. Je nach Tide dauert der Schleusenvorgang zehn bis 20 Minuten. „Die Schleuse sorgt für Leben im Hafen“, sagt Rüdiger Magowsky, Hafenmeister der Lloyd-Marina. Und seine Gäste lobten stets den guten Service.

Obwohl die Schleuse Neuer Hafen oft als „Sportbootschleuse“ betitelt wird, kann sie alle Schiffe aufnehmen, die in die 50 x 14 Meter große Schleusenkammer passen. In all den 20 Jahren dürfte kein Schiff häufiger den Dienst in Anspruch genommen haben als das Ausflugsschiff „Geestemünde“ für seine „Dicke-Pötte-Tour“ auf der Weser und die beinahe täglich stattfindenden Seebestattungen.

Die erste Schleuse wurde 1852 eröffnet – darum war sie besonders

Als der Neue Hafen von Bremerhaven 1852 eröffnet wurde, sorgte dessen Dockschleuse weltweit für Aufsehen. Sie konnte nur geöffnet werden, wenn der Wasserstand im Hafen und auf der Weser gleich hoch war. 85 Jahre war sie in Betrieb, dann wurde sie zugeschüttet und später im Zweiten Weltkrieg zerstört. 

Die neue Schleuse Neuer Hafen wurde 2003 in Auftrag gegeben als Bestandteil der Havenwelten. Ihr Bau hat rund 50 Millionen Euro gekostet.

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Blumen im Bürgerpark erfreuen Menschen und Insekten

Auch in diesem Jahr flossen wieder 1.500 Euro in die Bepflanzungen der Beete im Bürgerpark. Darüber freuen sich (von links) Sören Spaude, Ute Rößler, Sabine Kranz, Iris Willumeit und Leroy Czichy.
©Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Mehr als 100.000 Euro sind in all den Jahren aus dem Lotteriespar-Zweckertrag zur Verfügung gestellt worden.

Auch in diesem Jahr flossen wieder 1.500 Euro in die Bepflanzungen der Beete im Bürgerpark. Bei einem Treffen vor Ort informierten sich Iris Willumeit (Leiterin der Filiale am Hauptbahnhof) und Sören Spaude (Leiter der Filiale am Hauptbahnhof) bei Leroy Czichy (kaufmännischer Amtsleiter des Gartenbauamtes), Ute Rößler (technische Amtsleiterin des Gartenbauamtes) sowie Sabine Kranz (stellvertretende Pflegebezirksleiterin) über die durchgeführte Pflanzaktion.

Im Bürgerpark wurden in diesem Jahr insgesamt 8.500 Sommerblumen gepflanzt. Bei den bunten Blumen handelt es sich um Eisbegonien, Edellieschen, Löwenmäulchen und Studentenblumen.

Ob Taschenlampentour, Pop-up-Workshop oder Nachtlager auf Samoa: Das Klimahaus Bremerhaven bringt die große Welt in die Ferien

Kinder und Jugendliche, die in den Sommerferien daheim bleiben können trotzdem auf eine attraktive Weltreise gehen: sie kommen einfach ins Klimahaus Bremerhaven. Dort versprechen zwei verschiedene Kinderführungen, ein Bastelworkshop, und ein besonderes Übernachtungsangebot den Kleinen viel Spaß und neue Erkenntnisse.

Kinderführungen um die Welt
Es gibt ganz schön viel zu sehen und zu verstehen bei der „Reise“ um die Welt, da lohnt sich besonders für die Kleinen eine Führung. Kindgerecht vermitteln die Scouts die Zusammenhänge vom Klima und den Lebensverhältnissen auf dem achten Längengrad. Zwei Formate werden angeboten: Bei der „Taschenlampenführung“ geht es am 5. Juli exklusiv von 18 bis 21.30 Uhr durch die Reisestationen. Im schmalen Scheinwerferlicht wird die Aufmerksamkeit besonders geschärft. Vier Euro kostet das Programm zuzüglich Eintritt. Es richtet sich an Kinder von sechs bis zehn Jahren, die in Begleitung einer Aufsichtsperson teilnehmen.
Einen spielerischen Zugang vermittelt die „Entdeckungsreise“ am 24. Juli von 11 bis 12.30 Uhr. Das Programm richtet sich an Kinder von sechs bis zehn Jahren, die im Besitz eines Ferienpasses sein müssen.

Klimatiere in Klappkarten basteln
An Kinder von zehn bis 15 Jahren, die Freude an ungewöhnlichen Bastelaktionen haben, richtet sich der „Kreativ-Workshop“ am 9. Juli im Klimahaus Bremerhaven. Zusammen mit der mehrfach ausgezeichneten Illustratorin, Autorin und Papierexpertin Antje von Stemm verarbeiten die Teilnehmenden die aktuelle Sonderausstellung KLIMA_X und entwickeln eigene Klappkarten. Zunächst geht es gemeinsam in die Ausstellung, danach wird das Gesehene mit künstlerischen Mitteln verarbeitet. Im Zentrum werden die sogenannten „Klimatiere“ stehen. Dazu zeichnen die Kinder ihre Ideen aufs Papier, schneiden, falten, kleben und zaubern so individuelle Pop-up-Karten. Diese Werke werden dann zum Abschluss des Workshops als „Mini-Pop-up-Ausstellung“ den Eltern präsentiert. Der Workshop findet vom 10 bis 14.30 Uhr in der FRoSTA-Kochschule im Klimahaus statt. Er wird sowohl am 9. als auch am 10. Juli angeboten und kostet 5 Euro zuzüglich Eintritt. Anmeldeschliss ist der 2. Juli.

Im Klimahaus übernachten
Mal eine Nacht auf Samoa verbringen? In Alaska oder auf der Polarstation der Antarktisforscher? Diese Wahl hat, wer am Freitag, 11. Juli für ein ganz besonderes Programm ins Klimahaus kommt: „Nachts im Klimahaus“ führt zunächst im Dämmerlicht als Entdeckungsreise durch die verschiedenen Klimazonen, dann gibt es ein zünftiges Abendbrot für alle. Und dann wird das Nachtlager aufgeschlagen. Am nächsten Morgen beschließt ein gemeinsames Frühstück das ungewöhnliche Programm. „Nachts im Klimahaus“ startet um 18 Uhr und endet um 9 Uhr am 12. Juli, es kostet 69 Euro. Kinder kommen am besten in Begleitung einer Aufsichtsperson. Mitzubringen sind eine Taschenlampe, Isomatte, ein Schlafsack, das Schlafzeug sowie die benötigten Kosmetikartikel und Handtücher. Anmeldeschluss ist der 30. Juni.

Weitere Infos zu den Veranstaltungen stehen auch unter www.klimahaus-bremerhaven.de/veranstaltungen. Anmeldungen zu den Programmen sind ab sofort online, per Mail an info@klimahaus-bremerhaven.de oder telefonisch unter 0471 – 902030 – 95 möglich.

Was ist aus unserem Erholungsort geworden?

Wer in den letzten Monaten den eigentlich sogenannten „Gesundheitspark Speckenbüttel“ in Bremerhaven besucht hat, konnte kaum glauben, was sich dort abspielt. Ein Ort, der einst für Ruhe, Naturverbundenheit und Erholung stand, ist inzwischen vielfach zum Schauplatz massiver Vermüllung geworden. Picknickdecken werden ausgebreitet, es wird gegessen, gelacht – und dann? Alles bleibt liegen. Mülltüten, Plastikgeschirr, Flaschen, Essensreste. Ein Bild des Schreckens, das mit jedem weiteren Besuch schwerer zu ertragen ist.

Wo einst Spaziergänge zur Erholung beitrugen, schrecken heute viele Menschen zurück. Der Park ist für viele nicht mehr das, was er einmal war. Es macht betroffen und wütend zugleich. Zeugen berichten, dass es sich bei den Verursachern häufig um Gruppen mit Migrationshintergrund handelt, die sich regelmäßig zu Sit-Ins treffen. Dabei ist es völlig gleich, woher jemand stammt – Respekt vor öffentlichem Raum und ein verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Mitmenschen sollten selbstverständlich sein.

Besonders bitter: Es scheint, als würden Ordnung und Sauberkeit hier einfach aufgegeben. Es braucht dringend und regelmäßigere Kontrollen durch das Ordnungsamt. Es braucht Strafen, Aufklärung, Präsenz – kurzum: ein deutliches Zeichen, dass dieses Verhalten nicht länger geduldet wird.

Früher war der Speckenbütteler Park ein Vorzeigeort der Stadt – sauber, gepflegt und einladend für Jung und Alt. Heute stehen viele kopfschüttelnd vor überquellenden Mülltonnen oder Müllbergen im Gebüsch. Gesundheit geht anders!

Werftquartier Bremerhaven beim Bundeskongress präsentiert

Beim Bundeskongress „Tag der Regionen“ des Bundesbauministeriums in Bremerhaven hat die Stadt das städtebauliche Projekt „Werftquartier“ präsentiert.

„Der Kongress war ein voller Erfolg mit vielen hoch spannenden Vorträgen rund um das Thema der resilienten und krisenfesten Region. Das Werftquartier, das aus dem ehemaligen Gelände der Seebeck-Werft ein nachhaltiges, klimaneutrales Quartier machen wird, passte da hervorragend rein“, so Grantz.

Gemeinsam mit der Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bremens Bausenatorin Özlem Ünsal begrüßte Grantz die Teilnehmer in Bremerhaven. Er betonte, dass Bremerhaven inzwischen eine Stadt ist, die es versteht, dem Strukturwandel zu begegnen – sei es im Fischereihafen, der sich vom ehemaligen Standort der Hochseefischerei zum Standort der Lebensmittel- und Tiefkühlindustrie gewandelt hat, bei der Transformation zur Stadt der Wissenschaft, dem Werftquartier oder der Innenstadt, in der gerade mit dem „Novo Bremerhaven“ der Dritte Ort geplant wird. „Bremerhaven hat viel Expertise. Gleichzeitig war der Bundeskongress eine wunderbare Gelegenheit, sich mit anderen Städten und Regionen auszutauschen und von ihnen zu lernen“, so Grantz. Der Stand der Stadt Bremerhaven sei von vielen Besucherinnen und Besuchern interessiert angesteuert worden. „Vor allem die gemischten Wohnformen und die Nachhaltigkeitsaspekte im Werftquartier waren für die Besuchenden von Interesse. Begrüßt wurde außerdem mehrfach, dass die Planungen von Beginn an auch die Infrastruktur und nicht einfach „nur“ Gebäude in idealer Wasserlage beinhalten.“ Besonders erfreulich sei auch die Rückmeldung vieler Teilnehmer gewesen, dass Bremerhaven der bisher schönste Standort für den Kongress war, der regelmäßig in unterschiedlichen Städten stattfindet. „Bremerhaven hat sich als Tagungsort hervorragend präsentiert, das ist ein tolles Signal, das bundesweit ausstrahlt“, so der OB abschließend.

Das Geschichtenrad der Stadtbibliothek ist wieder auf Tour

Jutta Witthinrich ist ehrenamtlich in den Sommermonaten mit dem Geschichtenrad am Holzhafen unterwegs. ©Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Mit Bilderbüchern, Sitzkissen und vielen Geschichten im Gepäck hält das rote Lastenrad bei gutem Wetter jeden Dienstag um 16.00 Uhr am Holzhafen in der Nähe des Ernst-Barlach-Hauses (Am Holzhafen 8).

Im Kamishibai, einem japanischen Papiertheater, werden passend zu jeder Geschichte Bildkarten gezeigt. Das Holztheater, in das die Bildkarten eingeschoben werden, macht das Vorlesen und Erzählen besonders lebendig.

Bei schlechtem Wetter bleibt das Geschichtenrad allerdings zu Hause.

Das Projekt wird in diesem Jahr aus Mitteln der Ursula-Wulfes-Stiftung finanziert.

Wenn das Klima aus der Karte springt

Pop-up-Workshop mit Antje von Stemm: Kinder gestalten eigene 3D-Karten zur Ausstellung KLIMA_X

An Kinder von zehn bis 15 Jahren, die Freude an ungewöhnlichen Bastelaktionen haben, richtet sich der „Kreativ-Workshop“ am 9. Juli im Klimahaus Bremerhaven. Zusammen mit der mehrfach ausgezeichneten Illustratorin, Autorin und Papieringenieurin Antje von Stemm verarbeiten die kleinen Künstler die aktuelle Sonderausstellung KLIMA_X und entwickeln eigene Klappkarten. Zunächst geht es gemeinsam in die Ausstellung, danach wird das Gesehene mit künstlerischen Mitteln verarbeitet. Im Zentrum werden die sogenannten „Klimatiere“ stehen. Dazu zeichnen die Kinder ihre Ideen aufs Papier, schneiden, falten und kleben und zaubern mit Unterstützung individuelle Pop-up-Karten. Diese Werke werden dann zum Abschluss des Workshops als „Mini-Pop-up-Ausstellung“ den Eltern präsentiert. Der Workshop findet vom 10 bis 14.30 Uhr im Klimahaus statt und wird sowohl am 9. als auch am 10. Juli angeboten. Er kostet 5 Euro zuzüglich Eintritt.

Antje von Stemm hat sich als Autorin diverser Pop-up-Bücher, Wimmelbücher, Sachbücher und Adventskalender einen Namen gemacht. Für ein Pop-up-Buch zum Selberbasteln bekam sie unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Der Workshop für Kinder gehört zum Rahmenprogramm der faszinierenden Sonderausstellung „KLIMA_X“, die noch bis November 2025 Klimakommunikation und die daraus resultierenden Emotionen vorstellt.

Verkaufsoffene Sonntage in den Havenwelten von Bremerhaven

Sonntags shoppen gehen? In den Havenwelten von Bremerhaven ist das vom Sommer bis in den Herbst hinein an jedem Wochenende möglich – und zur SAiL öffnen auch die Geschäfte im Columbus-Center sowie viele in der Fußgängerzone in der Bremerhavener Innenstadt.

Die Regularien erlauben es dem Einzelhandel, bis zu viermal im Jahr sonntags zu öffnen. Sogar 20 Mal darf das „Mein Outlet“ öffnen. Möglich ist das, weil das Einkaufszentrum inmitten der vom Tourismus geprägten Havenwelten liegt. Insgesamt 20 verkaufsoffene Sonntage wurden beantragt und genehmigt – vom 29. Juni bis zum 26. Oktober ist das Outlet täglich geöffnet, sonntags von 12 bis 17 Uhr. 

Center-Manager Ralf Steinebrunner betont, dass die verkaufsoffenen Sonntage zur Tourismusstrategie gehören. „Das Mein Outlet & Shopping-Center ist wesentlicher Bestandteil der Havenwelten, wir müssen den Vergleich mit den anderen Attraktionen nicht scheuen“, sagt er.  Die Havenwelten sind Ziel von Tagesgästen aus der Region und den Urlaubern von der Küste.

Zur SAiL hat sich die Verkaufsmannschaft in der gesamten Bremerhavener Innenstadt entschlossen, die Geschäfte am Sonntag, 17. August, zu öffnen.

Auch am Weinfest auf dem Theodor-Heuss-Platz (22. September) und zum Laternenfest in den Havenwelten (9. November) finden verkaufsoffene Sonntage in der Bremerhavener Innenstadt statt.

Der Magistrat der Stadt Bremerhaven hat am Freitag, dem 6. Juni 2025, während einer Feierstunde in der Aula der Heinrich-Heine-Schule die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2024 geehrt.

Über die Auszeichnung „Sportlerin des Jahres 2024“ konnte sich Fußball-Nationalspielerin Giovanna Hoffmann (RB Leipzig) freuen, der Titel „Mannschaft des Jahres 2024“ ging an die Hip-Hop-Weltmeisterinnen Undercover (TSG/Tanzschule Beer).

Insgesamt wurden an dem Abend 127 Bremerhavener Sportlerinnen und Sportler gewürdigt, die bei Deutschen Meisterschaften, Europameisterschaften oder Weltmeisterschaften einen der ersten drei Plätze im Jahr 2024 belegen konnten. „Sie alle sind großartige Botschafterinnen und Botschafter der Stadt Bremerhaven gewesen“, sagte Stadtrat Ralf Holz, Dezernent für das Amt für Sport und Freizeit, in Richtung der Geehrten.

Darüber hinaus wurden auch sechs „stille Helfer“ ausgezeichnet, die immer für ihren Sport und ihren Verein im Einsatz waren – ohne eine Vorstandsfunktion auszuüben. Auch acht Sportfunktionärinnen und -funktionäre, die mehr als 15 Jahre ehrenamtliche Vorstandstätigkeiten in Vereinen geleistet haben, standen an diesem Abend im Mittelpunkt.

Seit mehr als 160 Jahren auf See im Einsatz: Die Seenotretter aus Bremerhaven

Zehn Meter hohe Wellen, Orkanböen, Temperaturen um den Gefrierpunkt – die „Hermann Rudolf Meyer“ fährt raus, wenn an Land sicherheitshalber die Rollläden runtergelassen werden.  Der Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist in Bremerhaven stationiert und markiert damit gleichzeitig die Gründungphase der maritimen Hilfsorganisation vor 160 Jahren. In der Seestadt gab es bereits einen Verein zur Rettung Schiffbrüchiger, bevor die DGzRS gegründet wurde.

„Wie viele Menschen in Seenot wir von hier aus schon gerettet haben?  Ganz ehrlich, keine Ahnung“, sagt Timo Wieck und zuckt mit den Schultern. Der 1. Vormann der „Hermann Rudolf Meyer“ sitzt mit seinem roten Overall und der Kaffeetasse in der Hand im Kommando-Stuhl auf der Brücke des Seenotrettungskreuzers.

Er blickt über das sonnenglitzernde Wasser des Vorhafens an der Fischereihafen-Doppelschleuse. Von diesem Liegeplatz startet das 23 Meter lange Schiff zu seinen Einsätzen auf der Außenweser und in der Deutschen Bucht. Gerade erst haben sie eine leckgeschlagene Motoryacht vor dem sicheren Untergang bewahrt. „Jede Schiffshavarie verläuft anders. Ein Bild können wir uns immer erst vor Ort machen und dann ist jeder hier an Bord voll dabei. Für eine Strichliste ist da keine Zeit. Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz.“

Zwei Wochen rund um die Uhr im Dienst

Vier Männer sind auf dem Seenotrettungskreuzer im Einsatz und das rund um die Uhr im Zwei-Wochen-Wechsel. Geht über die Rettungsleitstelle See in Bremen ein Notruf ein, muss alles blitzschnell gehen. „In zwei bis drei Minuten sind wir tagsüber startklar“, nickt Timo Wieck. „Brücke besetzen, Landstromverbindung kappen, Maschine hochfahren, Leinen los, Deck klarmachen – wir sind an Bord ein eingespieltes Team und arbeiten Hand in Hand.“ Nachts kann es schon mal fünf Minuten dauern. „Dann müssen die Jungs ja erst mal die Augen aufmachen und in ihre Overalls springen“, schmunzelt der 1. Vormann. Er selber hat das Funkgerät und das Telefon immer griffbereit neben seiner Koje liegen.

„Hektik können wir hier nicht gebrauchen“

Olaf Eimert ist in diesen Momenten der „Zündfunke“. Der Maschinist an Bord sorgt für einen möglichst schnellen Start des Schiffdiesels. Unten im Maschinenraum blitzen die Armaturen, Leitungen und Motoren. Selbst der beidseitige Stahlhandlauf an der steilen Treppe von Deck hierunter hat keinen einzigen Fleck. Feuerwehreinsatz mit festem Handgriff am Stahlrohr und Runterrutschen an der Treppe? „Nein“, schüttelt der Maschinist den Kopf. „Immer alles ganz in Ruhe und Stufe für Stufe die Treppe runter, selbst im Einsatz. Hektik können wir hier nicht gebrauchen.“ Der blitzeblanke Maschinenraum hat neben der guten Materialpflege einen ganz anderen und vor allem wesentlichen Grund.

„Sobald der Schiffsdiesel läuft, bin ich mit oben an Deck. Da wird jede Hand gebraucht. Die Maschine wird von der Brücke aus überwacht. Wenn da zum Beispiel ein Ölleck angezeigt wird, muss ich hier runter und sofort sehen, wo der Ölaustritt ist“, erklärt Olaf Eimert. „Da ist keine Zeit, erstmal schlau mit dem Putzlappen in der Hand auf die Suche zu gehen.“ 23 Knoten Fahrt macht die „Hermann Rudolf Meyer“ bei Vollgas, gut 43 Stundenkilometer. „Für ein 29 Jahre altes Schiff ist das ordentlich.“

Verletzte und Kranke auf Fracht- oder Kreuzfahrtschiffen, Maschinenschäden, auf Grund gelaufene Segelschiffe – wenn die „Hermann Rudolf Meyer“ mit rauschender Bugwelle auf die Weser raus jagt, kommt es auf Geschwindigkeit an. „Je eher wir am Einsatzort sind, desto besser. Nicht jeder Mensch kommt mit Notfallsituationen gleich klar. Wenn in steiler Brandung bei Sturm eine havarierte Segelyacht auf der Sandbank langsam in Stücke zerschlagen wird, da klammert sich der Skipper schon mal am Mast fest und will unter keinen Umständen loslassen“, erzählt Timo Wieck, der seit 2002 bei der DGzRS aktiv ist. Aber auch für solche Situationen hat die DGzRS im Laufe der vergangenen 160 Jahre eine Lösung entwickelt: das Tochterboot.

Wer nicht mehr aufpasst, macht Fehler“

Am Heck eines jeden Seenotrettungskreuzers liegt dieses Mini-Einsatzboot parat und kann blitzschnell ins Wasser gelassen werden. Mit nur 80 Zentimeter Tiefgang und der leistungsstarken Maschine kommt das Boot mit seinen zwei Mann Besatzung fast überall hin. „Da pflücken wir im Ernstfall auch schon mal jemanden direkt vom Mast, wenn es nicht anders geht“, so der 1. Vormann. Was sich wie ein Spaziergang anhört, erfordert Mut, Umsicht, Entschlossenheit und Erfahrung. „Nur Routine brauchen wir hier nicht. Wer nicht mehr aufpasst, macht Fehler und das kann auf dem Meer fatal sein.“

Die Ausbildung zum Seenotretter dauert zwei Jahre

Sebastian Kernich ist aktuell dabei, diese Erfahrungen zu machen – als sogenannter „Laufbahner“. Am Ende der zweijährigen Ausbildung ist der 28-Jährige ein vollwertiges Mitglied der DGzRS. Ein Jahr hat er bereits hinter sich. „Rettungssanitäter, Schiffspatent, Nautik, Funk, Schiffskenntnisse von A bis Z – da ist jede Menge“, zählt er auf. An diesem Vormittag hat er sich intensiv der Pflege des Tochterbootes „Christian“ gewidmet. Kein Wunder, immerhin ist Kernich im Einsatzfall der Schiffsführer des Mini-Rettungskreuzers. Wenn er das nicht macht, kümmert er sich um die Aktualisierung von Seekarten des teils tückischen Weserreviers, Tauwerk an Deck oder auch mal das Essen in der Kombüse. Aktuell hat Maschinist Eimert das übernommen: „Immer reihum, immer reihum – hier macht jeder fast alles“, lacht er und rührt das China-Geschnetzelte im Topf ein letztes Mal um.

Es ist Mittagszeit auf der „Hermann Rudolf Meyer“. Alle kommen in der kleinen Messe am Mehrzwecktisch zusammen. „Wenn wir Verletzte an Bord nehmen, liegen die hier auf dem Tisch und werden medizinisch versorgt“, erzählt Timo Wieck. „In der Seefahrt und speziell bei der Seenotrettung ist alles immer praktisch. Hauptsache, wir erreichen unser Ziel.“ Bei der DGzRS ist das seit 160 Jahren die Rettung von Menschen aus Seenot und Bremerhaven hat dabei neben Emden schon vor der Gründung der eigentlichen Gesellschaft im Jahr 1865 eine maßgebliche Rolle gespielt.

Selbstlose Männer steigen bei tosender See ins Ruderboot

Bereits 1864 gab es in der Seestadt einen Bootsschuppen mit Ruderrettungsboot, in dem selbstlose Männer bei tosendem Sturm rausgerudert sind, um unter Einsatz ihres eigenen Lebens Menschen aus Seenot zu retten. Der nachfolgende Backstein-Bootsschuppen von 1917 neben dem heutigen Liegeplatz der „Hermann Rudolf Meyer“ zeugt davon – bewegte Küstengeschichte zum Anfassen, die ihre Wurzeln in der Gründung des bremischen Vereins zur Seenotrettung im Jahr 1863 hat. Macht es stolz, für eine solche Organisation zu arbeiten, die sich ausschließlich über Spenden und gesellschaftlichen Einsatz finanziert? Timo Wieck überlegt, setzt kurz die Gabel mit dem dampfenden Essen ab. „Diesen Job hier macht man nicht, weil man stolz ist, sondern weil man davon überzeugt ist.“

Vor gut einem Jahr durfte das Radio Bremerhaven Team auf dem Seenotrettungskreuzer Hermann Rudolf Meyer mitfahren: