Neues Jubiläumsbüro soll Ideen aus der Stadt sichtbar machen

Das Beratungsbüro für das Bremerhavener Stadtjubiläum 2027 hat in der H.-H.-Meier-Straße 6 seine Arbeit aufgenommen. Die großen gelben Lettern „200 BHV“ an den Schaufenstern weisen auf den bevorstehenden 200. Stadtgeburtstag hin. Das Büro dient als zentrale Anlaufstelle für alle, die eigene Projektideen für das Jubiläumsjahr entwickeln und umsetzen möchten.

Projektleiterin Benthe Stolz und ihr Team beraten Interessierte, unterstützen bei der Antragstellung und begleiten Vorhaben bis zur möglichen Förderung. Für Projekte aus Wirtschaft, Tourismus, Kultur, Wissenschaft und den Quartieren stehen insgesamt 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Der aktuelle Förderaufruf läuft bis zum 30. April, ein weiterer ist für September angekündigt.

Bürgermeister Torsten Neuhoff informierte sich vor Ort über die Arbeit des neuen Büros und äußerte die Hoffnung auf zahlreiche Veranstaltungen in allen Stadtteilen im Jahr 2027. Unterstützung erhält das Beratungsbüro vom Kreativen Aufbruch Bremerhaven, der Kommunikation und Marketing für das Jubiläum mitgestaltet.

Zu den ersten konkreten Projektideen gehören zwei geplante Veranstaltungen des Kulturvereins Heidjer Butjer. Für Ende August oder Anfang September 2027 ist ein Open-Air-Kino auf dem Platz der Kinderrechte vorgesehen, der Eintritt soll frei sein. Außerdem soll das „Leherheider Lichterfest“ am 30. Oktober 2027 erweitert werden – unter anderem durch Lichtinstallationen, künstlerische Beiträge und Mitmachaktionen.

Das Beratungsbüro bietet montags und donnerstags individuelle Gesprächstermine an, die vorab gebucht werden können. Zusätzlich ist das Team per E-Mail und telefonisch erreichbar. Antragsberechtigt sind alle Personen und Institutionen mit Sitz in Bremerhaven, die ihre Projekte eigenständig umsetzen möchten. Ziel des Jubiläumsjahres ist es, neben großen Veranstaltungen vor allem viele kleinere Aktionen in den Stadtteilen zu ermöglichen.

Alle Infos zum Stadtjubiläum und Terminbuchung: www.bremerhaven-erleben.de/stadtjubilaeum oder bei der Erlebnis Bremerhaven im Projektbüro: Tel.: 0471/80936651, E-Mail: Ideen@stadtjubilaeum.de

Eine grüne Oase für Bremerhaven: Der HavenPARK kommt

Auf dem Gelände des ehemaligen Finanzamts an der Columbusstraße entsteht in Bremerhaven eine neue naturnahe Parkanlage: der HavenPARK. Ziel des Projekts ist es, die Innenstadt klimatisch zu stärken, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und einen neuen öffentlichen Treffpunkt zu schaffen. Entwickelt wird der Park als sogenannter PikoPark im Rahmen des Förderprogramms „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen (NKK)“. Im Mittelpunkt stehen entsiegelte Flächen, natürliche Materialien und vielfältige Lebensräume für Pflanzen und Tiere.

Mehr als 600 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich am Beteiligungsverfahren. Rund 70 Prozent der Befragten sprachen sich für mehr Grün und Bäume aus, 63 Prozent für begehbare Grünflächen. Diese Anforderungen flossen in den Vorentwurf ein. In einer Juryentscheidung wurde der Name HavenPARK mit großer Mehrheit ausgewählt, um den Bezug zum Hafen und zur Stadtidentität herzustellen.

Der Entwurf sieht eine klar gegliederte, zugleich offene Parkanlage vor. Entlang der Columbusstraße entsteht ein leichter Wall als räumliche Fassung und Schutz. Unterschiedliche Baumstrukturen sollen eine grüne Kante zur Umgebung bilden und das Stadtklima verbessern. Im Inneren sind eine offene Wiesenfläche, Aufenthaltsbereiche, Rückzugsorte sowie eine Obstwiese vorgesehen. Naturnahe Elemente wie Mulden zur Regenwasserversickerung, Lesesteinhaufen, Trockenmauern und Benjeshecken sollen die Biodiversität fördern. Ein geschwungener Hauptweg verbindet die Fläche, ergänzt durch kleinere Aufenthaltsnischen. Zur Keilstraße hin bleibt der Park bewusst offen und durchlässig.

Der Baubeginn ist für 2026 geplant. Die Bauzeit wird auf sieben bis acht Monate geschätzt. Für die Umsetzung stehen rund 775.000 Euro aus Bundes- und kommunalen Mitteln des Programms „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ zur Verfügung.

McDonald’s in der Stresemannstraße feiert Wiedereröffnung – Familienfest am Samstag

Außenansicht eines McDonald's Restaurants mit zahlreichen Tischen und Bänken im Freien.
Außenbereich McDonald’s mit Holz-Möbeln.

Nach vierwöchigem Komplettumbau und einer Investition im siebenstelligen Bereich öffnet das McDonald’s‑Restaurant in der Stresemannstraße in Bremerhaven wieder seine Türen – größer, moderner und deutlich leistungsfähiger als zuvor. Bereits am Donnerstagabend wurde der neue Standort im Rahmen einer offiziellen Eröffnungsfeier vorgestellt. Eingeladen waren die beteiligten Handwerksunternehmen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung der Stadt Bremerhaven.

Von Hannes Volkmar

✨ Familienaktion am Samstag

Am morgigen Samstag steht das Restaurant ganz im Zeichen der Familien. Zwischen 14:00 und 18:00 Uhr lädt das Team besonders Kinder und Eltern ein, den modernisierten Standort kennenzulernen. Für die kleinen Gäste gibt es ein buntes Programm:

  • Kinder-Schminken
  • Glücksrad mit kleinen Gewinnen
  • Ballon-Modellage durch eine Künstlerin

Damit soll die Wiedereröffnung nicht nur gastronomisch, sondern auch als kleines Nachbarschaftsfest gefeiert werden.

🏗️ Umbau: Vier Wochen, neue Technik und deutlich mehr Platz

Der Umbau dauerte rund vier Wochen und umfasste nahezu alle Bereiche des Restaurants. Laut Betreiber wurde ein siebenstelliger Betrag investiert. Zu den größten Veränderungen gehören:

  • Zweite Drive‑Thru‑Spur für schnellere Abläufe
  • Deutlich vergrößerte Terrasse
  • Doppelt so große Küche mit neuer Technik
  • Neu gestaltete Sozialräume für die Mitarbeitenden
  • Erneuerte Elektroverteilung
  • Komplett vergrößerte Lobby im aktuellen McDonald’s‑Design
  • Mehr Sitzplätze und erstmals ein McCafé

Mit der neuen Küche und dem überarbeiteten Servicebereich soll das Restaurant spürbar schneller werden – ein Punkt, der besonders im Drive‑Bereich zuletzt immer wieder für Wartezeiten gesorgt hatte.

🚗 Mehr Tempo, mehr Komfort, mehr Angebot

Durch die zweite Drive‑Spur und die erweiterten Kapazitäten will das Team künftig auch zu Stoßzeiten zuverlässiger und schneller bedienen. Gleichzeitig bietet der modernisierte Gastraum mehr Aufenthaltsqualität – vom McCafé bis zu zusätzlichen Sitzplätzen für Familien und Gruppen.

(v.l.n.r,) Steffen Blcok, Operations Manager), Timo Reimann, Betreiber und Xaver Fischer, eRsaturantleiter

🎈 Das Kinderfest zur Wiedereröffnung läuft morgen als eigener Programmpunkt und richtet sich klar an Familien. Zwischen 14:00 und 18:00 Uhr.

Stadtrat Günthner lädt zu Dialog-Tour mit prominenten Gästen ein

Unter dem Titel „Martin Günthner im Gespräch mit…“ lädt der Dezernent für Soziales, Arbeit, Jugend, Familie und Frauen zu insgesamt 15 Gesprächsrunden an verschiedenen Orten in Bremerhaven ein.

Vorbild hierfür ist die erfolgreiche Gesprächsreihe in den Seniorentreffpunkten zum Thema „Gesund und sicher älter werden in Bremerhaven“, die der für Seniorinnen und Senioren zuständige Stadtrat Günthner mit Stadträtin Andrea Toense (Dezernentin für Gesundheit, Klima und Umwelt) durchgeführt hat.

„Wir wollen dieses offene Format fortsetzen und haben dafür spannende Gäste gewonnen. Wichtig ist uns dabei, dass über alles gesprochen werden kann – ob schiefe Gehwegplatten am Neuen Hafen oder fehlende Bänke in der Innenstadt, ob Investitionen in unsere Häfen oder die Zusammenarbeit zwischen Bremen und Bremerhaven, wir scheuen uns nicht vor dem Austausch“, so Günthner.

Den Auftakt macht am Mittwoch, dem 18. Februar 2026, in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr der amtierende Präsident des Bundesrates, Dr. Andreas Bovenschulte, Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, im Seniorentreffpunkt Ernst-Barlach-Haus (Am Holzhafen 8).

Dabei wird es nicht nur um die Bundesratspräsidentschaft und die neue 2-Euro-Bremerhaven-Münze gehen, sondern auch um Investitionen in die Häfen und alle weiteren Themen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmern besprechen möchten.

Im Jahresverlauf folgen weitere bekannte Persönlichkeiten, darunter Bürgermeister Torsten Neuhoff, Stadträtin Andrea Toense, Stadtrat Prof. Dr. Hauke Hilz sowie der Jazz-Musiker Jörg Seidel.

Die Gespräche finden bewusst in den Nachmittagsstunden statt und führen an gut erreichbare Orte im gesamten Stadtgebiet. Neben dem Stadttheater oder dem Haus am Blink stehen vor allem etablierte Begegnungsstätten für ältere Menschen auf dem Programm, darunter das Altbürgerhaus, das Wulsdorper Seniorenhus sowie der Seniorentreffpunkt in Grünhöfe oder die Kogge in Lehe.

„Mir ist wichtig, dass wir dorthin gehen, wo die Menschen sich wohlfühlen und wo man sich unkompliziert begegnen kann“, erklärt Martin Günthner die Idee hinter der Tour. „Ob bei einer Tasse Kaffee oder einfach in entspannter Runde – ich möchte, dass wir uns Zeit nehmen zuzuhören und direkt vor Ort über das zu sprechen, was Bremerhaven bewegt.“

Die Veranstaltungsreihe läuft zunächst bis November 2026.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Termine im Überblick:

• Mittwoch, 18. Februar 2026, 14.00 bis 16.00 Uhr: Dr. Andreas Bovenschulte (Präsident des Senats) – Ernst-Barlach-Haus.

         • Montag, 2. März 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Stadträtin Andrea Toense – Altbürgerhaus.

• Mittwoch, 11. März 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Stadtrat Prof. Dr. Hauke Hilz – Seniorentreffpunkt Ankerplatz.

• Dienstag, 14. April 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Dr. Andreas Bovenschulte (Präsident des Senats) – BEW Haus am Blink.

• Mittwoch, 29. April 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Bürgermeister Torsten Neuhoff – Altbürgerhaus.

• Mittwoch, 6. Mai 2026, 14.00 bis 16.00 Uhr: Stadträtin Andrea Toense – Wulsdorper Seniorenhus.

• Mittwoch, 27. Mai 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Jazz-Musiker Jörg Seidel – Wulsdorper Seniorenhus.

• Mittwoch, 10. Juni 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Bürgermeister Torsten Neuhoff – BEW Heidjertreff.

• Dienstag, 30. Juni 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Jazz-Musiker Jörg Seidel – Seniorentreffpunkt Grünhöfe.

High Swing Bremerhaven: Vorverkauf startet vorzeitig

Für die neue High‑Swing‑Schaukel auf dem Dach des Atlantic Hotels Sail City beginnt der Ticketverkauf früher als geplant: Betreiber bungee.de hat den Vorverkauf bereits geöffnet. Buchungen sind online über bremerhaven-erleben.de sowie direkt über bungee.de möglich; zusätzlich werden Gutscheine angeboten.

Eröffnung und Standort

Die Schaukel soll am 5. April 2026 auf der Plattform des Sail‑City‑Hochhauses in rund 86 Metern Höhe in Betrieb gehen. Geschaukelt wird über dem Weserdeich mit Blick über Stadt, Häfen und bis zur Nordsee. Die Anlage ist nach Angaben der Veranstalter die zweite ihrer Art in Deutschland.

Preise, Dauer und Kapazität

Der Einstiegspreis beträgt 29,90 Euro und beinhaltet den Zugang zur Plattform. Jede Fahrt dauert fünf Minuten. Betreiber und Veranstalter rechnen perspektivisch mit rund 10.000 Gästen pro Jahr. Zum Start ist der Betrieb zunächst an den Wochenenden geplant; perspektivisch soll die Schaukel täglich bis in die Abendstunden geöffnet werden.

Sicherheit und Teilnahmebedingungen

Die Schaukel basiert auf einer speziell berechneten Gerüstkonstruktion, die ohne dauerhafte Eingriffe in das Gebäude auskomme, so die Veranstalter. Geschultes Personal und moderne Sicherheitsgurte sollen ein sicheres Erlebnis gewährleisten; ein Absturz sei ausgeschlossen. Die Teilnahme ist ab 12 Jahren möglich; Minderjährige benötigen eine schriftliche Genehmigung eines Erziehungsberechtigten. Das Maximalgewicht liegt bei 118 Kilogramm. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine normale körperliche Gesundheit. Die Anlage ist grundsätzlich bei jeder Witterung geöffnet, sofern sicheres Schaukeln möglich ist.

Bedeutung für den Tourismus und Begleitangebot

Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, wird mit den Worten zitiert: „Die High‑Swing‑Schaukel ist ein echter Gewinn für die touristische Reichweite und das Image der Stadt.“ Nach dem Erfolg der High‑Swing‑Schaukel in Berlin, wo jährlich rund 30.000 Menschen über dem Alexanderplatz schaukeln, habe bungee.de deutschlandweit nach neuen Standorten gesucht und sich für das Sail‑City‑Hochhaus entschieden. Auf der ITB in Berlin Anfang März sollen Fachbesucher die Attraktion zusätzlich per VR‑Brille digital erleben können.

Das Klimahaus Bremerhaven geht als 2-Euro-Botschafter auf die Reise

Offizielle Münze für das Bundesland Bremen vorgestellt

Von heute an prägt das Klimahaus Bremerhaven das Bild einer offiziellen 2-Euro-Münze. Die feierliche Präsentation des neuen Geldstücks fand auf Landesebene heute in der Wissens- und Erlebniswelt im Beisein des Bremer Finanzsenators Björn Fecker statt. „Die neue Münze freut mich sehr“, betonte Björn Fecker. „Als Mitglied des Senats begrüße ich es, dass mit der Münzserie regionale Besonderheiten der Länder gewürdigt werden. Das Klimahaus ist ein herausragender Wissensort und so ein hervorragender Botschafter für das Land Bremen.“ Anwesend war auch Torsten Neuhoff, Bürgermeister und Kämmerer der Stadt Bremerhaven. Er betont: „Das Klimahaus steht wie kaum ein anderer Ort für globale Zusammenhänge, Verantwortung und den Blick über Grenzen hinweg. Dass dieses Motiv ausgerechnet im Jahr der Bundesratspräsidentschaft Bremens auf einer 2-Euro-Münze erscheint, passt auch zur Botschaft des Tages der Deutschen Einheit: Zusammenhalt, Offenheit und gemeinsames Handeln in einer vernetzten Welt. Damit wird Bremerhaven mit einer Haltung sichtbar, die weit über die Stadt hinausweist. Als Bremerhavener Bürgermeister erfüllt es mich mit großem Stolz, dass unsere Stadt auf diese Weise ganz buchstäblich in die Portemonnaies der Bürgerinnen und Bürger wandert.“ Begeistert zeigte sich Ingrid Hayen, Geschäftsführerin Klimahaus Bremerhaven: „Es ist eine große Ehre für uns, das Bundesland Bremen repräsentieren zu dürfen. Wir haben damit die Chance, das Bundesland und seine besucherstärkste Attraktion in ganz Deutschland und sogar Europa bekannter zu machen“.

Hintergrund: Die Bundesrat-Serie
Anlass dieser besonderen Würdigung ist der turnusgemäße Wechsel der Präsidentschaft im Bundesrat und die damit verbundene Ausgabe einer besonderen Gedenkmünze: Seit dem 1. November 2025 hält das Bundesland Bremen den Vorsitz der Länderkammer und hatte daher das Vorschlagsrecht für ein Münzenmotiv. In Bremen entschied man sich für ein Wahrzeichen der Schwesterstadt an der Weser. Die Münze erscheint in einer Auflage von 30 Millionen Exemplaren und ist im Euro-Raum als offizielles Zahlungsmittel anerkannt. Sie ist Teil der Reihe „Bundesländer II“, bei der jährlich ein Land durch ein prägnantes Wahrzeichen auf einer 2-Euro-Gedenkmünze gewürdigt wird.

Andreas Retzlaff, Präsident der Hauptverwaltung in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt der Deutschen Bundesbank, ergänzt: „Zu den Aufgaben der Bundesbank gehört unter anderem die Bargeldversorgung. Als regionale Hauptverwaltung freuen wir uns, in diesem Rahmen auch an der Ausgabe der neuen Bremer 2-Euro-Gedenkmünze mitwirken zu können und so das Land als Teil unseres Geschäftsbereichs noch sichtbarer zu machen.“

Von der Vision zum Design
Das Design der Münze ist das Ergebnis eines anspruchsvollen Künstlerwettbewerbs, der im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen durchgeführt wurde. Aus sieben vorliegenden Motivvorschlägen wählte die Jury – in der unter anderem ein Bildhauer, eine Numismatikerin und ein Designer vertreten waren –den Entwurf des erfahrenen Stahlgraveurs und Münzgestalters Bodo Broschat aus Berlin. Da für ihn ein Vor-Ort-Besuch nicht möglich war, ließ er sich von Urlaubsfotos seines Sohnes inspirieren.

Sein Entwurf rückt ein Ensemble aus Klimahaus, Glasbrücke und Hotelkomplex in den Mittelpunkt, über den die Jury befand: „Der schiffsartige Eindruck der Architektur, die zwei Möwen am Himmel sowie die Andeutung des Hafens verbildlichen stark und anschaulich Bremen als Wissenschaftsstandort am Meer. Die Modellierung der Münze ist handwerklich zugleich präzise und plastisch. Beeindruckende Lichtverläufe lassen die Materialität der gebauten Klimahüllen spürbar werden.“ Der Künstler selbst ließ sich eher von der Bedeutung des Klimahauses als Plattform der öffentlichen und medialen Debatte um Klimawandel und Nachhaltigkeit leiten, sieht in dem Motiv eine Arche und mag deren Symbolik von Hoffnung und Rettung.

Verfügbarkeit im Klimahaus
Besucher des Klimahauses Bremerhaven können die neue Münze ab sofort und solange der Vorrat reicht als Teil ihres Wechselgeldes an der Eintrittskasse erhalten. In den Prägequalitäten „Stempelglanz“ und „Polierte Platte“ ist das Geldstück in kleiner Auflage im Klimahaus-Shop erhältlich. Dort haben Sammler darüber hinaus die Möglichkeit, den Komplettsatz aller fünf deutschen Prägeanstalten in limitierter Auflage zu erwerben.

Weitere Infos
• www.klimahaus-bremerhaven.de/klimahaus-muenze
 https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/bargeld/euro-muenzen/2-euro-gedenkmuenzen/2-euro-gedenkmuenzen-599196
• https://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Briefmarken-Sammlermuenzen/briefmarken-sammlermuenzen.html
• https://shop.muenze-deutschland.de/

Erlebnis Bremerhaven modernisiert Wohnmobilstellplätze

Erlebnis Bremerhaven hat seine beiden Wohnmobilstellplätze an der Doppelschleuse und am Fischkai umfassend modernisiert. Das kommunale Unternehmen investierte rund 350.000 Euro in neue Stromsäulen, ein Schrankensystem mit Kennzeichenerkennung und Bezahlautomaten, um Komfort und Service für Gäste zu erhöhen.

Kern der Modernisierung sind 29 neue Stromsäulen, die jeweils bis zu vier Wohnmobile gleichzeitig mit Energie versorgen können. Der Stromverbrauch jedes Fahrzeugs wird künftig individuell ermittelt statt pauschal abgerechnet. Platzwart Frank Sleine betont, dass dies gerechter sei, da einige Fahrzeuge dauerhaft Strom ziehen, andere sich teilweise über Solaranlagen versorgen.

Das neue Schrankensystem mit Kennzeichenerkennung ermöglicht Online-Anmeldungen und Vorabreservierungen. Bezahlt wird bargeldlos an einem Terminal; spontane Anreisen bleiben möglich, solange Stellplätze frei sind und die Schranke öffnet.

Beide Plätze zusammen bieten 110 Parkplätze. Der Stellplatz an der Doppelschleuse ist ganzjährig geöffnet, der Fischkai öffnet wieder im März. Pro Jahr werden rund 23.000 Übernachtungen verzeichnet; für die Hauptsaison von Mai bis Oktober rechnet Platzwart Sleine mit ausgebuchten Plätzen.

Für die Modernisierung wurden etwa 1,6 Kilometer Kabel verlegt. Die Arbeiten dauerten mehrere Monate und wurden auf der CMT in Stuttgart präsentiert.

Geschäftsführer Michael Gerber sieht in der Modernisierung einen Beitrag, Bremerhaven als maritimes Reiseziel attraktiver zu machen. Durch das digitale System kann Erlebnis Bremerhaven künftig Daten zu Herkunft, Reisedauer und Personenzahl im Reisemobil auswerten; bisher wurden Strichlisten geführt.

Das Statistische Landesamt Bremen meldete für das erste Halbjahr 2025 einen Anstieg der Übernachtungen auf Campingplätzen und in Ferienwohnungen um 20,7 Prozent, was den Trend zum Urlaub mit dem Wohnmobil unterstreicht.

Als nächster Schritt ist laut Projektleiter Thorsten Mävers die Modernisierung der Duschen und WC-Anlagen geplant. Erlebnis Bremerhaven will zudem zusätzliche Services prüfen, etwa die Möglichkeit, Brötchen online zu bestellen.

Stadtentwicklung digital erleben: Neues 3D-Tool macht das Werftquartier sichtbar

Mit einer neuen interaktiven 3D-Anwendung steht für das Stadtentwicklungsprojekt Werftquartier Bremerhaven ab sofort eine digitale Plattform zur Verfügung, die Einblicke in Planung und Entwicklung des Quartiers auf anschauliche und transparente Weise ermöglicht.

„Mit der neuen 3D-Anwendung machen wir Stadtentwicklung transparent und verständlich“, sagt Oberbürgermeister Melf Grantz. „Das Werftquartier ist eines der zentralen Zukunftsprojekte Bremerhavens. Umso wichtiger ist es, dass Bürgerinnen und Bürger die Planungen nachvollziehen können und eine klare Vorstellung davon bekommen, wie sich dieses Quartier entwickeln wird.“

Die Anwendung verfolgt das Ziel, komplexe Planungsinhalte verständlich aufzubereiten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie schafft eine gemeinsame visuelle Grundlage, um Entwicklungen nachvollziehbar darzustellen und die Kommunikation rund um das Werftquartier zu unterstützen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten damit die Möglichkeit, sich frühzeitig und kontinuierlich über den Stand des Projekts zu informieren.

Zentrales Element ist die interaktive 3D-Ansicht des Werftquartiers, die das geplante Quartier räumlich in seine Umgebung einbettet. Durch das Drehen und Zoomen des Modells werden Lage, Struktur und Dimensionen anschaulich nachvollziehbar. Auch die Nähe zur Bremerhavener Innenstadt wird dabei deutlich sichtbar.

Ergänzt wird die 3D-Darstellung durch thematische Karten, etwa zu Verkehrsführung, öffentlichem Personennahverkehr und Radwegen. Eine Vorher-Nachher-Ansicht verdeutlicht zusätzlich den Wandel des Areals und macht die Vision des Werftquartiers transparent nachvollziehbar.

Die Plattform ist als dynamisches Instrument angedacht, das sich parallel zum Fortschritt des Projekts weiterentwickeln kann. Neue Inhalte und Planungsstände können so kontinuierlich ergänzt werden, sodass das Tool den gesamten Entwicklungsprozess des Werftquartiers begleitet und dauerhaft eine verlässliche Informationsquelle bleibt. „Das digitale Modell wächst mit dem Projekt mit und wird uns über viele Jahre hinweg dabei unterstützen, Planung, Fortschritt und Perspektiven offen zu kommunizieren“, so Oberbürgermeister Melf Grantz.

Das Tool ist nun unter www.werftquartier-bremerhaven.de öffentlich einsehbar und erlebbar.

Das Datum für die nächste SAIL in Bremerhaven steht

Das Organisationskomitee für die SAIL Bremerhaven 2030 kam bereits jetzt erstmals zusammen, um die Aufgaben abzustimmen. Die ersten Vorbereitungen für das Festival laufen an. Foto: Helmut Gross_Erlebnis Bremerhaven

Das Datum steht fest, die Vorfreude kann beginnen: Die SAIL Bremerhaven 2030 wird vom 14. bis 18. August 2030 gefeiert und bringt wieder Schiffe, Crews und Gäste aus aller Welt in Bremerhaven zusammen. Die ersten Vorbereitungen beginnen bereits jetzt.

Das Organisationskomitee des internationalen Windjammertreffen unter Vorsitz von Oberbürgermeister Melf Grantz und Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren ist heute (16.01.) erstmals wieder zusammengekommen – um für 2025 Bilanz zu ziehen und über erste Vorbereitungen zu sprechen. „Nach zehn Jahren Pause hat die SAIL Bremerhaven 2025 im vergangenen August mehr als 1,3 Millionen Menschen auf und am Wasser zusammengebracht. An diesen Erfolg will Bremerhaven 2030 natürlich anknüpfen“, sagt Grantz.

Von Haaren: Auf diese Leistung sind wir stolz

Die internationalen Großsegler und ihre Crews bildeten das Herz der SAIL 2025. Fünf Tage lang drehte sich alles um die Schiffe, internationale Begegnungen und die besondere Kameradschaft auf dem Wasser und entlang der Kajen, „auf diese Leistung können wir alle in Bremerhaven stolz sein“, meint von Haaren.

Die SAIL ist ein nationales Ereignis

Die Auswertungen der Erlebnis Bremerhaven GmbH haben ergeben, dass die SAIL Bremerhaven 2025 ein nationales Ereignis gewesen ist. In den Medien sind zum Festival 1859 Beiträge veröffentlicht worden, die 27 Millionen Menschen erreicht haben. In den sozialen Medien stand der offizielle Kanal der SAIL Bremerhaven 2025 allein mit einer Reichweite von 1,7 Millionen Menschen für einen außerordentlichen Erfolg. Diese Zahlen sind auch für 2030 schon bedeutend, um Sponsoren für das Festival zu werben, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der kommunalen Gesellschaft für Touristik, Veranstaltungen und Stadtmarketing. Allein der PR-Wert der Berichterstattung lag bei 1,2 Millionen Euro, so die Ergebnisse einer erstmals in Auftrag gegebenen Cross-Media-Analyse.

Die Stimmung an der Weser und in den Häfen wurde von Besucherinnen, Besuchern und Teilnehmenden als offen, entspannt und verbindend beschrieben, ein Fest, das Menschen aus aller Welt zusammenbrachte. Ein absolutes Highlight war die SAIL-In Parade, bei der hunderte Schiffe in Bremerhaven einliefen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm an der Parade an Bord der „Gorch Fock“ teil, ein Moment, den 45.000 Menschen an den Deichen verfolgten und zusätzlich 169.000 live im Fernsehen miterlebten. Insgesamt berichteten sechs Fernsehsender live aus Bremerhaven. 

Lob für die Atmosphäre des Festivals

Während der Veranstaltung kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Im Organisationskomitee äußerten sich die Sicherheitskräfte noch einmal sehr lobend und beschrieben eine Veranstaltungsatmosphäre, wie sie in den vergangenen Jahren selten erlebt wurde: freundlich, gemeinschaftlich und außergewöhnlich sauber. Zur SAIL gehörten während der fünf Tage mehr als 300 Programmpunkte.

Die SAIL 2025 wird voraussichtlich auch finanziell eine „Punktlandung“ gewesen sein. Bei einem Etat von mehr als 3 Millionen Euro ist über die vier Jahre der Vorbereitungszeit und nach der Veranstaltung selbst lediglich ein Mehrbedarf von 3000 Euro aufgelaufen, so Gerber. Die finalen Abrechnungen der Großveranstaltung werden derzeit abgeschlossen. Dieses Resultat sei der Unterstützung des Landes und der Sponsoren, den freiwilligen Helferinnen und Helfern und vor allem den Besuchern der SAIL zu verdanken, urteilt der Oberbürgermeister. Als besonderen Erfolg wertet Stadtverordnetenvorsteher von Haaren die verkauften Törns auf einem Segelschiff auf der Weser. So gut wie jede der mehr als 100 Fahrten war ausverkauft.

Erlebnis Bremerhaven erhält Auftrag für die Organisation

Die vielen Fans der SAIL können sich nun den Termin für 2030 bereits vormerken: Das Windjammertreffen findet vom 14. bis 18. August 2030 statt – fünf Tage, an denen Bremerhaven erneut Schiffe, Crews und Besucherinnen und Besucher aus aller Welt willkommen heißt. Die Arbeit dafür beginnt: Das Organisationskomitee – ihm gehören neben anderen Vertreter der Häfen und der Schifffahrtsverwaltung, der Marine, Sicherheitsbehörden und Hilfseinrichtungen an – ist erstmals zusammengekommen. Mit Unterstützung der Erlebnis Bremerhaven wird der Magistrat bei der Landesregierung nun den Antrag stellen, das Festival auch 2030 wieder finanziell zu unterstützen und so erst zu ermöglichen. Das Finanzamt hat die SAIL Bremerhaven bereits als gemeinnützig anerkannt. „Die Erlebnis Bremerhaven erhält den Auftrag, das Festival zu organisieren und auszurichten“, sagt Grantz.

Auswärtiges Amt lädt Staatsschiffe ein

Die SAIL Bremerhaven 2030 wird wieder nach der Hansesail in Rostock und vor der SAIL in Amsterdam stattfinden. So ergeben sich für Veranstalter und Schiffe große Synergie. Die Schiffsmanagerin der Erlebnis Bremerhaven, Julia Baecher, wird bereits Ende Januar an der Konferenz der Organisation Sail Training International in Bordeaux teilnehmen, um die Kontakte zu den Windjammern zu pflegen und schon den Hinweis zu geben: Merkt Euch die fünf Tage im August 2030 im Kalender vor. Im kommenden Jahr sollen die Staatsschiffe aus aller Welt auch wieder mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der Marineattachés in den Botschaften nach Bremerhaven eingeladen werden. Und auch das Bundespräsidialamt bekommt den freundlichen Hinweis, dem künftigen Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin für den 14. August 2030 einen Termin in den Kalender zu notieren. Traditionell übernehmen das Staatsoberhaupt oder der Bundeskanzler die Schirmherrschaft der SAIL, die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier endet 2027.