Maritime Tage: 330.000 Besucher

Bild: Hannes Volkmar

Alles anders, aber genauso gut: Die Maritimen Tage in Bremerhaven haben trotz Hitze und kleinerer Veranstaltungsfläche rund 330.000 Menschen an den Neuen Hafen, den Deich und die Weser gelockt. „Wir haben ein fröhliches und friedliches Fest erlebt, wie wir es in der Stadt kennen“, fasst Bürgermeister Torsten Neuhoff die „fünf tollen Tage“ zusammen. Zum Stadtjubiläum 2027 soll eine „Lütte Sail“ gefeiert werden.

Und so sind die Maritimen Tage vom 12. bis 16. August verlaufen:

Die Schiffe Mehr als 40 Schiffe unter Segel, Motorkraft oder Dampf waren von Mittwoch bis Sonntag die Hingucker im Neuen Hafen. Besonders faszinierten die gerade frisch aus der Werft gekommene „Alexander von Humboldt 2“ sowie die spanischen Traditionsschiffe mit dem Weltumsegler-Nachbau „Nao Victoria“ und dem ehemaligen Frachtsegler „Pascual Flores“, das Feuerschiff „Elbe 1“ und die „Schulschiff Deutschland“. Kritik, im Hafen seien zu wenige Schiffe, weist Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, zurück. „Leider haben drei große Schiffe ihre Teilnahme kurz vor der Veranstaltung abgesagt, weil sie in die Werft müssen. Aber die Kajen, die wir nutzen können, haben wir voll belegt.“ Sieben Schiffe waren regelmäßig zu Fahrten auf der Weser unterwegs – zu den Törns der Großsegler „Gulden Leeuw“, „Wylde Swan“ und „Großherzogin Elisabeth“ kamen Fahrten mit Plattbodenschiffen, Kutter und Speedboot – etwa 3000 Passagiere sind mitgefahren. Da sind die Passagiere der „Dicke-Pötte-Tour“ und der Hafenrundfahrt noch nicht einmal mit eingerechnet. Die marode Grube-Kaje und der gesperrte Verbindungskanal sind der Grund, weniger Platz für Schiffe zu haben. Die sonst eher seltene Möglichkeit, sich an Bord eines Arbeitsschiffes wie der „Franzius Plate“ oder eines Traditionsseglers umzusehen und mit den Besatzungen ins Gespräch zu kommen, zeichnen die Maritimen Tage aus. So wurden rund 20.000 „Sehleute“ in den fünf Tagen beim Open Ship gezählt. Vor den beiden Großseglern bildeten sich immer wieder längere Warteschlangen, um an Bord gehen zu können.

Wie die Besucher das veränderte Konzept der Maritimen Tage annehmen „war für uns ein wenig der Blick in die Glaskugel“, sagt Gerber. Dass trotz der Hitze -insbesondere am Freitag – gut 330.000 Menschen ums Hafenbecken bummelten oder an der Wasserkante unterwegs waren, wertet er als großen Erfolg. Die Besucherströme entlang der Wasserkante wurden anhand anonymer Signale von Mobiltelefonen erfasst, das System war erstmals zur SAIL vor einem Jahr eingesetzt worden. Eine geringe Ungenauigkeit bleibt, weil nur Personen gezählt werden, die ein Handy dabeihaben. Im Durchschnitt blieb jeder Besucher knapp zwei Stunden.

Zu den notwendig gewordenen Änderungen des Veranstaltungsendes bereits um 22 Uhr gab es auch Diskussionen, sagt Gerber. Dieser Punkt war ein wichtiger Bestandteil der kurzfristig notwendig gewordenen Anpassung des Sicherheitskonzepts, ohne das die Maritimen Tage nicht genehmigt worden wären. „Es war ein guter Kompromiss“, Schausteller und Gäste hätten sich darauf eingestellt. Gerber kündigt an, dass es nach Abschluss der Maritimen Tage – wie immer – eine Nachbesprechung mit den Sicherheitsbehörden geben wird. Die jetzt gesammelten Erfahrungen mit den neuen Rahmenbedingungen werden maßgeblich sein bei der Beurteilung, unter welchen Voraussetzungen im kommenden Jahr eine Verlängerung der Öffnungszeiten möglich ist.

Der Mittwoch hat am letzten Tag der Sommerferien einen sehr guten Start hingelegt mit 85.000 Besuchern. Am Donnerstag und Freitag machte sich die Hitze bemerkbar, aber an beiden Tagen kamen trotzdem noch jeweils mehrere zehntausend Besucher an den Hafen. „Am Freitag hat der sehr gut besuchte Abend den schwachen Tag noch gerettet“, sagt Gerber. Das Wochenende mit „echtem norddeutschen Sommerwetter“ habe dann den erhofften Schub beschert mit mehr als 100.000 Besuchern am Sonnabend, für den heutigen Sonntag kalkulieren wir zurückhaltend mit 70.000 Gästen. Insgesamt 290.000 Besucher wurden bis Sonntagmittag gezählt.

Das Wochenende hat die Bilanz der Schausteller gerettet, nachdem die Umsätze in der Hitze vom Freitag weit hinter den Erwartungen geblieben waren. Durch die Sperrungen und Umleitung konnte nur eine wesentlich kleinere Veranstaltungsfläche genutzt werden. „Die Maritimen Tage 2026 waren kompakter“, sagt Gerber. Die erforderlich gewordene räumliche Konzentration rund um den Neuen Hafen sei gerade von Schaustellern, aber auch vielen Besuchern gelobt worden: das Gelände sei nicht mehr so weitläufig.

Der Umzug des Freibeuterdorfes an den Kaiserhafen wurde von vielen Besuchern positiv aufgenommen, das Deutsche Schifffahrtsmuseum hat mit freiem Eintritt, längeren Öffnungszeiten und einem besonderen Programm eine kreative Antwort gefunden, die belohnt wurde: Fast 4000 Besucher wurden bis Sonntagmittag im Museum und auf der Wissenschaftsmeile gezählt. Auch das Street-Food-Festival war wieder ein Garant.

Die Stimmung der Maritimen Tage 2026 war aus polizeilicher Sicht fröhlich und friedlich. Die Polizei hatte wenig zu beanstanden und musste nur selten eingreifen, berichtet Polizeioberrat Stefan Wiebe, Leiter der Abteilung Süd. Die Arbeit der Polizisten war „veranstaltungstypisch“– darunter ein Schwimmer im Neuen Hafen und eine Hand voll Diebstähle. Die Parkhäuser waren am Mittwoch und am Wochenende ab mittags voll, insgesamt war die Verkehrssituation aber zu keiner Zeit überlastet.

Die Sanitätsdienste vom Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe melden bis auf einen Fall keine besonderen Vorkommnisse. Donnerstag und Freitag wurden einige Patienten mit Kreislaufproblemen behandelt, ein Besucher ist am späten Freitag auf dem Wein-Deck gestürzt und wurde mit Verletzungen in eine Klinik gefahren. Die Rettungskräfte loben zwei Besucher, die Erste Hilfe leisteten.

Die Pontonbrücke hat die Bewährungsprobe nicht nur bestanden, sondern übererfüllt, sagt Gerber. Die Wegeführung hat hervorragend funktioniert, die Sicherheitskräfte mussten nur wenig einschreiten. Das Sicherheitsrisiko zu minimieren und eine Großveranstaltung zu organisieren, sei geglückt, sagt Bürgermeister Neuhoff. „Wir haben die Herausforderung gemeistert.“ Gerber: „Wir haben immer darüber gesprochen, welche Auswirkungen die gesperrten Brücken über dem Verbindungskanal auf die Großveranstaltung haben. Jetzt können wir sagen: viel weniger als befürchtet. Das Konzept ist aufgegangen.“

Die Maritimen Tage endeten jeden Abend um 22 Uhr. Deshalb luden mehrere Kneipen in der Alten Bürger am Freitag und Sonnabend mit Livemusik und DJs zu den „Harbor After Hours“ ein, auch das Neus-Festival für elektronische Musik zog dann dorthin um. „Es war ein überwältigender Erfolg, geradezu sensationell“ sagt Jens Rillke, Quartiersmeister für die Alte Bürger. „Das hatte Straßenfest-Charakter.“ Rillke schlägt vor, die Alte Bürger in den kommenden Jahren in das Konzept der Maritimen Tage einzubinden. Der Andrang war an beiden Abenden so groß, dass Bereitschaftspolizei die Straße gesperrt habe, berichtet Wiebe.

Die Maritimen Tage 2026 waren die Blaupause für die kommenden Jahre – so lange, bis der Verbindungskanal und die Grube-Kaje saniert sind. Neuhoff setzt darauf, dass der Senat am Dienstag den Weg freimacht für die ersten Arbeiten. „Für die touristische Zukunft Bremerhavens ist es wichtig, so schnell wie möglich beginnen zu können. Das sei nicht nur für die SAIL 2030 die Voraussetzung, sondern auch für die zentralen Attraktionen wie den Zoo am Meer, das Klimahaus, das Deutsche Auswandererhaus und auch das Deutsche Schifffahrtsmuseum existenziell, sagt Neuhoff. „Wir setzen alles daran, schnellstens mit den Arbeiten beginnen zu können und das muss auch das Land wollen. Alles andere wäre zum Schaden der Stadt.“

Neuhoff und Gerber kündigten an, allen Bremerhavenern und Besuchern der Stadt zum Stadtjubiläum 2027 eine „Lütte Sail“ zum Geschenk zu machen: Sie soll vom 11. bis 15. August 2027 stattfinden. Sie schränkten allerdings ein: „Wir müssen in den kommenden Wochen und Monaten die jetzt gemachten Erfahrungen auswerten und dann entscheiden, wie eine Lütte Sail 2027 aussehen kann. Jetzt geht es erst einmal ans Aufräumen. „Mein Dank gilt der hervorragenden Arbeit des Teams und allen Helferinnen und Helfern aus der Stadt und der Region, ohne die dieses wunderbare Fest nicht möglich gewesen wäre“, so Michael Gerber abschließend.

Quelle: Erlebnis Bremerhaven

Vorfreude auf 200 Jahre Bremerhaven: Erste Jubiläumsartikel zu den Maritimen Tagen erhältlich

„Geburtstagsgeschenke“: Im historischen Bahnwaggon am Neuen Hafen startet der Verkauf von Jubiläums-T-Shirts und -Caps. Foto: Knoke_Erlebnis Bremerhaven

Obwohl es bis zum großen Stadtjubiläum im Jahr 2027 noch einige Monate dauert, wächst die Vorfreude auf 200 Jahre Bremerhaven bereits. Zu den Maritimen Tagen präsentiert das Projektbüro Stadtjubiläum der Erlebnis Bremerhaven GmbH die ersten offiziellen „Geburtstagsgeschenke“.

Erstmals erhältlich sind T-Shirts und Caps mit dem Jubiläumslogo. Die T-Shirts tragen das Logo auf der Vorderseite sowie die Markenbotschaft „Unsere Welt. Unsere Stadt. Unser Bremerhaven“ auf dem Rücken. Angeboten werden die T-Shirts für 20 Euro und die Caps für 15 Euro bei einem Sonderverkauf im historischen Bahnwaggon am Neuen Hafen. Dort verteilt die Erlebnis Bremerhaven täglich von 11 bis 20 Uhr auch kostenlos acht verschiedene Geburtstags-Sticker sowie vegane Gummibärchen im Jubiläumsdesign.

Zudem erhalten Besucherinnen und Besucher im Bahnwaggon einen ersten Einblick in die geplante Jubiläumskampagne. Dort wird das erste von insgesamt vier Plakatmotiven ausgestellt. Ab September sollen diese Motive an 75 Stellen in Bremerhaven und der Region auf den besonderen Geburtstag aufmerksam machen und die Vorfreude weiter steigern.

„200 Jahre Bremerhaven sind ein Geburtstag, den wir mit der ganzen Stadt feiern wollen. Mit den ersten T-Shirts, Caps und Stickern wird das Jubiläum jetzt langsam sichtbar und greifbar“, betont Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Benthe Stolz, Leiterin des Projektbüros Stadtjubiläum, ergänzt: „Und natürlich darf bei einem Geburtstag auch etwas Süßes nicht fehlen. Deshalb verschenken wir zu den Maritimen Tagen Jubiläums-Gummibärchen.“

Der Anlass für die Feierlichkeiten liegt fast zwei Jahrhunderte zurück: Am 11. Januar 1827 kaufte der Bremer Bürgermeister Johann Smidt dem Königreich Hannover ein Stück Land an der Wesermündung ab, um dort einen neuen Hafen für Bremen anzulegen – es war die Geburtsstunde Bremerhavens.

Genau 200 Jahre später wird dieser Geburtstag nicht nur an einem einzelnen Tag begangen: Das gesamte Jahr 2027 steht im Zeichen des Stadtjubiläums. Mit zahlreichen Veranstaltungen, Aktionen und Projekten soll die Geschichte Bremerhavens ebenso im Mittelpunkt rücken wie die Gegenwart und die Zukunft der Seestadt.

Bremerhavener KI‑Roboter erhält EU‑Förderung im Rahmen von INSPIRES

Noch steht „Pepper“ in einem Informatik-Labor der Hochschule. Timo Schön (von links) Niklas Nakotte, Florian Bartels und Prof. Dr. Thomas Umland können ihn aber bereits beschäftigen. Foto: Brockmann_Erlebnis Bremerhaven GmbH

Eine internationale Jury des EU‑Projekts INSPIRES hat das gemeinsame Vorhaben der Hochschule Bremerhaven und des Kreuzfahrtterminals Bremerhaven Cruise Ports für eine Förderung ausgewählt. Das Projekt erhält 15.000 Euro, um einen KI‑gestützten Besucherservice zu entwickeln. Kern des Vorhabens ist der humanoide Roboter „Pepper“, rund 1,20 Meter groß, der künftig Kreuzfahrtgäste begrüßen, informieren und das Terminalpersonal entlasten soll.

Im zweiten deutschen Förderaufruf bewarben sich acht Kooperationen um zwei Förderungen à 15.000 Euro. Neben Bremerhaven wurde ein Projekt aus Baden‑Württemberg ausgewählt, das CO₂‑Fußabdrücke von Hotels und Reiseverläufen automatisiert berechnet.

„Pepper“ wurde an der Hochschule Bremerhaven technisch modernisiert und mit aktueller KI verbunden. Das Team um Prof. Dr. Thomas Umland und vier Informatik‑Studierende entwickelte eine feste Persönlichkeit: Der Roboter soll ausschließlich als Experte für Bremerhaven und das Kreuzfahrtterminal auftreten. Er kann sich frei im Terminal bewegen, Gäste aktiv ansprechen und über sein Display Informationen oder QR‑Codes zu Sehenswürdigkeiten und Angeboten anzeigen.

Im Terminal könnte „Pepper“ Wege erklären, beim Einchecken unterstützen oder individuelle Stadtrouten empfehlen – in vielen Sprachen. Der Einsatz ist für den Sommer geplant, gefolgt von einer Testphase von sechs bis acht Monaten. Erste Erfahrungen wurden beim „Tag der Informatik“ gesammelt.

Der Terminalbetreiber Global Ports Holding, weltweit größter Betreiber von Kreuzfahrtterminals, sieht Potenzial für einen internationalen Einsatz. Geschäftsführer Timo Schön betont, dass der Roboter echte Unterstützung im Groundhandling bieten könne.

INSPIRES fördert insgesamt 60 Projekte in sechs europäischen Ländern und unterstützt kleine und mittlere Tourismusunternehmen bei Digitalisierung, Diversifizierung und Inklusion. Die Erlebnis Bremerhaven GmbH ist Leadpartner und koordiniert die Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus Deutschland, Belgien, Bulgarien, Finnland, Polen und Spanien. Die Abschlusskonferenz findet Herbst 2027 in Bremerhaven statt.

6 Monate HBO Max in Deutschland: Ein echtes Streaming-Schwergewicht! Unsere Bilanz.

von Hannes Volkmar

Am 13. Januar 2026 war es endlich so weit: Warner Bros. Discovery brachte seinen Premium-Streamingdienst HBO Max offiziell nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Zuvor gab es jahrelang Lizenzdeals mit Sendern wie Sky, doch mit dem eigenständigen Start hat sich die deutsche Streaming-Landschaft grundlegend verändert. Nun, genau ein halbes Jahr später, ziehen wir Bilanz. Hat sich der Wechsel gelohnt?

Hier ist unser ausführlicher Rückblick auf 6 Monate voller Blockbuster, Serien-Highlights und technischer Spitzenklasse.

Serien-Futter: Von brandneuen Hits bis zu zeitlosen Klassikern

Das Herzstück von HBO Max sind und bleiben die Serien. Wer dachte, man hätte nach all den Jahren schon alles gesehen, wurde in den letzten sechs Monaten eines Besseren belehrt.

  • Die neuen Highlights: Ganz vorne mit dabei ist das gefeierte Medizin-Drama The Pitt mit Noah Wyle, das zum Deutschlandstart direkt exklusiv einschlug. Auch absolute Megahits wie die postapokalyptische Serie The Last of Us ziehen die Zuschauer im Full-HD- und 4K-Stream in ihren Bann.
  • Die ewigen Klassiker: Was HBO Max von vielen Konkurrenten unterscheidet, ist die schiere Masse an Meilensteinen der TV-Geschichte. Ob The Sopranos, The Wire, Game of Thrones oder Succession – das Archiv ist eine wahre Goldgrube für Binge-Watcher.

Großes Kino für zu Hause: DC-Kult und brandaktuelle Schocker

Auch bei den Spielfilmen schöpft der Dienst aus den Vollen des riesigen Warner Bros. Backkatalogs. Die Mischung aus Nostalgie und topaktuellen Releases funktioniert hervorragend.

  • Frische Film-Highlights: Gruselfreunde kamen in den letzten Monaten voll auf ihre Kosten. Neben der kompletten The Conjuring-Reihe punktet der Dienst mit topaktuellen Exklusivtiteln. Der hochgelobte Mystery-Thriller Weapons landete bereits kurz nach dem Kinostart im Abo, und ganz aktuell sorgt die blutige Horror-Komödie They Will Kill You (unter anderem mit Zazie Beetz) für maximalen Nervenkitzel auf der heimischen Couch.
  • Der DC-Katalog & Superman: Comic-Fans sind hier im Paradies. Nahezu das gesamte DC-Universum ist abrufbar. Ein ganz besonderes Highlight, das man unbedingt hervorheben muss: Die legendären Superman-Filme mit Christopher Reeve. Diese Klassiker in moderner 4K-Streaming-Qualität zu sehen, lässt das Herz jedes Filmfans höher schlagen.

Die versteckte Superkraft: Erstklassige Dokumentationen

Was HBO Max neben Fiktion besonders ausmacht, sind die wirklich gelungenen Dokumentationen. Wo andere Plattformen oft auf reißerische True-Crime-Fließbandware setzen, liefert HBO Max tiefgründige, investigative und handwerklich meisterhafte Dokus. Von packenden Gesellschaftsporträts bis hin zu popkulturellen Analysen – die Dokumentarsparte ist für viele Abonnenten mittlerweile der heimliche Hauptgrund für das Abo.

Bild- und Tonqualität: Dolby Vision als echtes Premium-Plus

Ein Punkt, der Cineasten besonders begeistert, ist die technische Umsetzung im Premium-Tarif. Während andere Streaming-Riesen wie Disney+ in den vergangenen Monaten Features wie Dolby Vision und Dolby Atmos zunehmend umgebaut, in teurere Tarife verbannt oder teils ganz gestrichen haben, zieht HBO Max hier alle Register.

Unser Fazit zur Technik: Das Bild via Dolby Vision ist schlichtweg hervorragend. Knackige Kontraste, perfekt abgestimmte Schwarzwerte und eine brillante Farbpalette bieten ein echtes Heimkino-Erlebnis. Wer die passende Hardware besitzt, bekommt hier aktuell eines der besten Streaming-Bilder auf dem Markt geliefert.

Fazit nach 6 Monaten

Der Start von HBO Max in Deutschland war überfällig – und er hat geliefert. Die Kombination aus hochkarätigen HBO-Originals, dem gigantischen Warner-Filmarchiv und einer unschlagbaren Bildqualität dank Dolby Vision macht den Dienst schon nach einem halben Jahr zu einem absoluten Must-have für Serien- und Film-Gourmets.

Bremerhaven schaut hinter die Kulissen der Polizei

Am Samstag, 27. Juni, haben mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher den Tag der offenen Tür am neuen Polizeirevier Geestemünde besucht. Die Polizei Bremerhaven hatte den Neubau an der Georgstraße 122–124 im Oktober 2025 bezogen und den alten Standort an der Riedemannstraße aufgegeben. Wegen zahlreicher Anfragen aus der Bevölkerung wurde nun erstmals ein Einblick in den laufenden Betrieb ermöglicht.

Zwischen 10 und 16 Uhr führten Polizeibeamte Gruppen durch ausgewählte Bereiche des Gebäudes. Aufgrund sicherheitsbedingter Begrenzungen kam es zu längeren Wartezeiten. Besonders interessiert zeigten sich die Gäste an der Arbeit der Wache, den Abläufen bei Notrufen sowie den Sicherheitsmerkmalen und der minimalistischen Ausstattung der Kurzgewahrsamszellen.

Im Außenbereich präsentierte die Polizei verschiedene Einsatzfahrzeuge, darunter ein Motorrad, ein Gefangenentransporter sowie ein Spezialfahrzeug der Brandursachenermittler. Mitarbeitende erklärten Funktionen und beantworteten Fragen. Große Aufmerksamkeit erhielt die Vorführung der Diensthundeführer: Schutzhunde demonstrierten Unterordnung, das Stellen eines Täters und einen geschützten Biss. Einige Tiere zeigten zudem ihre Fähigkeiten beim Aufspüren von Rauschgift.

Am Stand der Einstellungsberater informierten sich zahlreiche Besucher über Voraussetzungen für den Polizeiberuf und konnten Ausrüstung testen. Die Präventionsabteilung gab Hinweise zum Schutz vor Kriminalität und verteilte Comichefte zur Verkehrserziehung. Das Deutsche Rote Kreuz Bremerhaven unterstützte die Veranstaltung mit Sanitätsdienst, Rettungswagen sowie Getränken und Kühlpacks.

Volker Ortgies, Direktor der Ortspolizeibehörde Bremerhaven, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz und dankte allen Beteiligten für die Unterstützung bei hohen Temperaturen.

Quelle: Polizei Bremerhaven

Bremerhavener Matjestage erwarten 50.000 Gäste vom 10. bis 12. Juli

Vom 10. bis 12. Juli 2026 finden im Schaufenster Fischereihafen die Bremerhavener Matjestage statt. Erwartet werden rund 50.000 Besucherinnen und Besucher. Das Hafenfest verbindet frischen Matjes, Live-Musik, Kunsthandwerk, Familienaktionen und das US‑Car‑Treffen „Fish & Cars“.

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Im Mittelpunkt steht der „Nieuwe Haring“ aus den Niederlanden. In der Matjespagode zeigt Filetiermeister Lammert Wiersema aus Groningen die traditionelle Verarbeitung des jungen Herings. Der Matjes wird direkt „vom Messer“ serviert.

Ein Höhepunkt folgt am Sonntag um 13:34 Uhr: Das Matjesbrötchen wächst erneut um einen Meter und erreicht 34 Meter Länge. Der Verkauf erfolgt durch den Bremerhavener Matjesorden vor Fiedlers Fischmarkt. Der Erlös geht an das Herzenswunsch-Hospizmobil des DRK Bremerhaven.

Auf dem Marktplatz sorgen stündlich wechselnde Kochshows, Live‑Räuchervorführungen und Matjes‑Spezialitäten für ein kulinarisches Programm. Der Fischbahnhof feiert seinen 30. Geburtstag mit einer Fotoausstellung und drei Kochshows. Für die Zuschauer gibt es kostenfreie Pulled-Heringsbrötchen mit karamellisierten Zwiebeln und Salicorne. Zudem lädt die FBG drei Gäste ein, das komplette Menü zu genießen.

Neu sind fünf geführte „Matjes-Touren“ am Sonnabend und Sonntag. Die 90‑minütigen Führungen kosten 15 Euro und verbinden Hafenhistorie, Fischfang, Verarbeitung und Verkostung. Stationen sind u. a. die Matjespagode und Fiedlers Fischmarkt 1906.

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Für Urlaubsatmosphäre sorgen Sand, Strandkörbe, Liegestühle und Cocktails am Wasser. Auf zwei Bühnen treten fünf Shantychöre und mehrere Live‑Bands auf. Musikproduzent Rob Hardt gestaltet am Freitag die „Sommernacht am Hafen“ bis 22 Uhr. Die Band „Heat“ spielt am Sonnabend ab 19 Uhr. Am Sonntag endet das Programm mit einem Rudelsingen Open Air ab 16:30 Uhr.

Familienangebote umfassen Bastel‑ und Experimentieraktionen der Phänomenta, die Recycling‑Werkstatt der „Tigertatze“, Walking Acts, Kinderschminken und Luftballonmodellage. Am Sonnabend ist der Wissenskiosk des Universum Bremen vor Ort, am Sonntag das Spielmobil.

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Beim US‑Car‑Treffen „Fish & Cars“ werden am Sonnabend und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr über 150 amerikanische Klassiker präsentiert.

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Die Matjestage gehen auf ein Fest zurück, das am 11. Juli 1992 erstmals rund um die Packhalle IV stattfand. Heute zählen sie zu den beliebtesten norddeutschen Hafenfesten. Gefördert wird die Veranstaltung durch den Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds.

Öffnungszeiten 2026: Freitag, 10. Juli: 15–22 Uhr Samstag, 11. Juli: 11–22 Uhr Sonntag, 12. Juli: 11–18 Uhr

Ort: Schaufenster Fischereihafen Bremerhaven

200 Tage bis 200 Jahre: Bremerhaven startet Countdown ins Jubiläumsjahr

Ab sofort wird rückwärts gezählt. Exakt 200 Tage vor ihrem 200. Geburtstag hat die Stadt Bremerhaven am Freitag, 26. Juni, den offiziellen Countdown zum Jubiläumsjahr 2027 gestartet. Im Deutschen Schifffahrtsmuseum kamen dazu rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft zusammen. Ihre Botschaft: In dieser Stadt steckt mehr Kraft, als mancher glauben mag.

„Unsere Welt, unsere Stadt, wird 200 Jahre alt. Deshalb wird 2027 ein Jahr für alle, denen Bremerhaven nicht egal ist“, lautet die Botschaft von Stadtrat Maximilian Charlet , mit der die Stadtgesellschaft auf das Jubiläum eingestimmt werden soll.

„Bremerhaven hat sich seit 1827 immer wieder neu erfunden. Unsere Geschichte ist geprägt von Mut, Tatkraft und dem Willen, Herausforderungen anzunehmen. Auf diese Geschichte können wir stolz sein. Gleichzeitig wollen wir das Jubiläumsjahr nutzen, um den Blick nach vorne zu richten“, sagt Charlet.

Als „Weltstadt mit Ecken und Waterkant“ positioniert die vom Kreativen Aufbruch entwickelte Marken- und Jubiläumskampagne Bremerhaven selbstbewusst und weltoffen. Deren Bedeutung leitet sich nicht aus ihrer Größe ab, sondern aus ihrer Haltung, ihrer Geschichte und ihren internationalen Verbindungen. „Kantig-ehrlich, wertschätzend, durchhaltefähig und weltoffen, das ist Bremerhaven“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, der kommunalen Gesellschaft für Touristik, Veranstaltungen und Stadtmarketing. Bremerhaven ist eine Stadt mit maritimen Wurzeln, industrieller Stärke und globaler Perspektive. „Unsere Geschichte verbindet uns mit allen Kontinenten. Unsere Häfen, unsere Wissenschaft und unsere Wirtschaft tun das bis heute. Genau daraus entsteht unser Selbstverständnis als Weltstadt.“

„Bremerhaven ist uns nicht egal“, sagt Niklas Piatkowski vom Kreativen Aufbruch. Dieser Satz bildet den emotionalen Kern der Kampagne. Er richtet sich an die Menschen der Stadt ebenso wie an ehemalige Bremerhavenerinnen und Bremerhavener, an Unternehmen, Vereine, Fachkräfte, Studierende und alle, die sich mit Bremerhaven verbunden fühlen.

„Das Jubiläum soll nicht nur ein Geburtstag sein. Es soll ein gemeinsames Bekenntnis zu unserer Stadt werden“, sagt Benthe Stolz, die bei der Erlebnis Bremerhaven das Stadtmarketing leitet und damit mit ihrem Team auch das Projekt zum 200. Stadtgeburtstag.

Ab Juli wird das Jubiläum im Stadtbild sichtbar. Mit einer groß angelegten Plakatkampagne beginnt die öffentliche Kommunikation für das Festjahr 2027. Sie rückt eine Stadt in den Mittelpunkt, die selbstbewusst an sich glaubt. Benthe Stolz: „Wir nehmen den Geburtstag zum Anlass zu zeigen, worauf wir stolz sein können und wie viel Kraft in dieser Stadt steckt.“ Das Jubiläum soll ein Bekenntnis zur Stadt werden.

Gerber lädt dazu ein, Mitglied im „Weltclub 200“ zu werden. Der Club soll Menschen, Unternehmen, Vereine und Institutionen zusammenbringen, die das Jubiläum aktiv unterstützen und Teil des Geburtstagsjahres werden möchten. Der eigentliche Geburtstag wird am 11. Januar 2027 mit einem Staatsakt im Bremerhavener Stadttheater gefeiert. An diesem Tag vor dann genau 200 Jahren unterzeichnete Bremens Bürgermeister Johann Smidt den Vertrag mit dem Königreich Hannover, ein Stück Land an der Mündung der Geeste in die Weser zu kaufen –  groß genug, um dort den „Bremer Haven“ zu gründen, den Ursprung der heutigen Stadt Bremerhaven. 

Das Jubiläumsjahr soll vor allem ein Fest von und für Bremerhavenerinnen und Bremerhavener werden. Insgesamt stellt das Land Bremen rund 1,4 Millionen Euro zur Verfügung, um Projekte und Ideen aus der Stadtgesellschaft zu fördern. Mehr als 100 Vorhaben wurden bis jetzt einem eigens eingerichteten Kuratorium vorgestellt – und wer eine Idee hat für das Geburtstagsjahr, kann sie immer noch anmelden und mitmachen. Im September kommt das Gremium ein letztes Mal zusammen, um das Programm für 2027 abzuschließen.

Die eingereichten Ideen spiegeln die Vielfalt der Stadt wider: Sie reichen von Konzerten und Kulturveranstaltungen über Nachbarschaftsfeste und Sportangebote bis hin zu Graffiti-Projekten und maritimen Aktionen auf dem Wasser. „Ziel ist es, dass sich die Stadtgesellschaft ihren Geburtstag selbst gestaltet“, sagt Charlet.

Am 1. Mai 2027 lädt die Stadt Bremerhaven dazu zu einem großen Bürgerfest auf den Konrad-Adenauer-Platz in Geestemünde ein. Vereine, Verbände, Initiativen und Kulturschaffende gestalten gemeinsam ein Fest für die ganze Stadt. Ziel des Jubiläumsjahres ist es, nicht nur auf die vergangenen 200 Jahre zurückzublicken, sondern vor allem die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, die Bremerhaven heute prägen.

Charlet und Gerber präsentierten schließlich ein Ereignis, für das Bremerhaven seit Jahrzehnten steht, das begeistert und mit dem sich die gesamte Bevölkerung identifiziert: Zum 200. Geburtstag der Stadt wird im August 2027 eine „Lütte SAiL“ gefeiert. „Das ist unser Geschenk und soll die Begeisterung für Schiffe, Hafen und Seefahrt erneut in die Stadt tragen“, sagen sie.

200 Jahre nach ihrer Gründung stellt sich Bremerhaven als die größte Stadt an der deutschen Nordseeküste als weltoffener Wissenschaftsstandort, bedeutender Hafen, Kulturstadt und liebenswerter Ort das – und als Stadt, die allen Grund hat, ihren Geburtstag zu feiern, weil sie geprägt ist von Aufbruch, Wandel und Mut, immer wieder neue Wege zu gehen.

200 Jahre Weltstadt Bremerhaven mit Ecken und Kanten. Volle Kraft voraus seit 1827.

www.Bhv-200.de

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Wolt startet in Bremerhaven: Jetzt liefern auch die Lieblingsrestaurants direkt nach Hause

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Kennt ihr das? Ihr wollt etwas zu essen bestellen, öffnet die üblichen Apps – und es ist immer dasselbe. Döner hier, Bowls da und Pizza, wirklich viel Pizza. Aber manchmal hat man einfach Lust auf etwas richtig Gutes. Einen saftigen Burger von B‑Burger BAR, ein echtes Baguette von Monsieur Crouque, Leckeres von Grosch oder Spezialitäten vom besten Italiener der Stadt, La Piazza. Genau das geht jetzt.

Die lokale Handelsplattform Wolt ist heute in Bremerhaven gestartet und ermöglicht Bestellungen bei fast 50 Partnern aus Gastronomie und Handel. Zum Start sind sowohl lokale Favoriten wie Pizzaria Dolce Vita, Servus, Casper David & Co. als auch bekannte Ketten wie McDonald’s, Loco Chicken und Subway vertreten. Das Angebot soll kontinuierlich erweitert werden. Die Lieferzeit liegt bei rund 35 Minuten, geliefert wird in die Innenstadt, nach Lehe, Geestemünde und bis nach Wulsdorf.

Über die Wolt‑App oder die Webseite können Nutzer Speisen von Restaurants sowie Produkte von Händlern wie dem EDEKA Center Streubel bestellen. Für Gastronomen und Einzelhändlern bietet Wolt eine digitale Verkaufsfläche, um neue Kunden zu erreichen – ohne eigenen Online‑Shop, Bezahlsystem oder Lieferservice.

Zum Start in Bremerhaven kündigt Wolt zudem Vergünstigungen auf Liefergebühren sowie weitere Aktionen und Rabatte an. Neukund:innen erhalten in der ersten Woche bei ausgewählten Partnern beispielsweise zwei Gerichte zum Preis von einem.

Mit „Wolt for Work“ bietet das Unternehmen außerdem einen Service für Firmen an. Unternehmen können ihren Mitarbeitenden künftig bezuschusste Essensbestellungen ermöglichen – etwa für gemeinsame Mittagessen im Büro, die Versorgung im Home‑Office oder für Snacks und Bürobedarf. Die Abrechnung erfolgt zentral über ein festgelegtes Budget mit monatlicher Übersicht und klaren Richtlinien.

Wir haben den neuen Lieferservice heute selbst getestet und bei unserem Stammrestaurant bestellt. Die Lieferung kam pünktlich an, und das Essen hatte die gewohnte Qualität – genauso, wie man es dort erwartet.

Zum Start von Wolt in Bremerhaven, verlosen wir 3 Gutscheine a 30 €! Wer gewinnen möchte, füllt bitte unser Formular aus:

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Nimmst du teil?(erforderlich)

Teilnahme bis Sonntag, 21.06.2026, 15h

Teilnahmebedingungen – Radio Bremerhaven – Wir informieren kostenlos

Mehr Infos: Bremerhaven | Wolt Lieferung | Essen, Restaurants, Supermärkte und Geschäfte | Wolt

Hitzeaktionstag am 11. Juni 2026: Informationen und praktische Tipps zum Schutz vor Hitze

Stephanie Johannsen vom Gesundheitsamt Bremerhaven (links) und Rieke Kupfer, Gesundheitsfachkraft im Quartier, werben für den Hitzeaktionstag 2026 im Seniorentreffpunkt Altbürgerhaus. Foto: Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Am Donnerstag, 11. Juni 2026, findet der bundesweite Hitzeaktionstag statt. Auch Bremerhaven beteiligt sich daran und informiert über gesundheitliche Risiken durch hohe Temperaturen sowie über geeignete Schutzmaßnahmen.

Heiße Tage und längere Hitzeperioden nehmen infolge des Klimawandels zu. Hohe Temperaturen können insbesondere für ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen, Säuglinge, Schwangere und Kinder zur Belastung werden. Auch Wohn- und Arbeitsbedingungen sowie fehlende kühle Rückzugsorte können das Risiko erhöhen.

Stadträtin Andrea Toense, Dezernentin für Gesundheit, Umwelt und Klima, betont die Bedeutung frühzeitiger Aufklärung über gesundheitliche Risiken und Schutzmöglichkeiten.

Zum Hitzeaktionstag bieten die Gesundheitsfachkräfte im Quartier der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Bremerhaven eine Informationsaktion an. Sie findet am Donnerstag, 11. Juni 2026, von 9.00 bis 12.00 Uhr im Seniorentreffpunkt Altbürgerhaus im Stadtpark Lehe statt. Besucherinnen und Besucher erhalten dort praktische Hinweise zum Schutz vor Hitze – sowohl für sich selbst als auch für Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn oder betreute Personen.

Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören unter anderem ausreichendes Trinken, das Vermeiden körperlicher Anstrengung während der heißesten Tageszeit, das Kühlen von Wohnräumen sowie besondere Aufmerksamkeit gegenüber gefährdeten Personen.

Weitere Informationen zum Umgang mit Hitze bietet der Hitzeknigge der Stadt Bremerhaven: https://radiobremerhaven.com/wp-content/uploads/2026/06/hitzeknigge-2024_final.pdf

Stadt honoriert Gewinner des vierten Bremerhavener Sanierungspreises ALTwieNEU

Am Donnerstag, den 4. Juni 2026, hat die Stadt Bremerhaven die Gewinnerinnen und Gewinner des vierten Bremerhavener Sanierungspreises ALTwieNEU geehrt. Stadtrat Maximilian Charlet, Dezernent für den Bereich Bau, übergab die Urkunden und eröffnete die Ausstellung zu den Sanierungsprojekten im Foyer des Technischen Rathauses an der Fährstraße.

„Ich bin begeistert von den vielseitigen Bewerbungen und der Kreativität, die die Saniererinnen und Sanierer bei der Modernisierung ihrer Immobilien einfließen ließen“, sagte Stadtrat Charlet. „Mit diesem Wettbewerb bringen wir zum Ausdruck, welch hohen Stellenwert die Altbausanierung für unsere Stadt besitzt. Wer einen Altbau sensibel modernisiert, bewahrt nicht nur kulturelles Erbe, sondern leistet zugleich einen aktiven Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen“, so Charlet.

Den ersten Platz vergab die Jury gleich zweimal: Sowohl Umbau und Aufstockung eines Bunkers aus dem Jahr 1943 als auch die denkmalgerechte Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses aus dem Jahr 1892 begeisterte die Jury gleichermaßen.

Zum Umbau/Aufstockung des Bunkers Am Leher Tor 8 befand die Jury, dass aus einem ungenutzten Hochbunker durch eine zweigeschossige Aufstockung ein skulptural wirkender Solitär geschaffen wurde. Im Bunker wurden Fensteröffnungen hergestellt und neben der Haustechnik auch ein Atelier untergebracht. Der Neubau wurde auf die Grundfläche der ehemaligen Bunkeranlage aufgesetzt und mit vielfältigen Energieerzeugungs- und Energiesparmaßnahmen ausgeführt. Durch den Anbau eines Aufzugs wurde Barrierefreiheit geschaffen. Der Hochbunker ist trotz Umbau als solcher innen und außen noch klar ablesbar und vom Bestand abgesetzt. Die Jury sieht in diesem Objekt ein gelungenes Beispiel dafür, wie aus einem leerstehenden schwierigen Zweckbau mit viel Engagement und qualitätsvoller Bauwerksgestaltung ein Wohngebäude mit hohem Wiedererkennungswert wird. Die Bauleute Britta Plönges und Klaus Kanngeter freuten sich sichtlich über den verdienten ersten Platz.

Das denkmalgeschützte Mehrfamilienhaus an der Potsdamer Straße 1 wurde umfassend denkmalgerecht saniert und mit zwei Anbauten versehen. Beim zweigeschossigen Anbau des Wintergartens wurde laut Jury die Formensprache der Fassade des Haupthauses weitergeführt und der Technikanbau in Holzrahmenbauweise vom Bestand und der ersten Erweiterung gestalterisch abgesetzt. Durch den Einbau eines Aufzuges werden die Obergeschosse barrierefrei erschlossen. Eine Innendämmung bzw. technische und konstruktive Änderungen passen das Gebäude an die heutigen energetischen und gestalterischen Anforderungen an. Auch hier ist sich die Jury einig, dass das Projekt auf vorbildliche Weise zeigt, wie dies auch durch sensiblen Umgang mit dem Bestand, bei dem der Charakter des Hauses erhalten bleibt, gelingen kann. Die Bauleute Susanne Suffrian-Rehrbehn und Dieter Rehrbehn freuten sich über den Erfolg bei diesem Wettbewerb und den damit verbundenen ersten Platz.

Den dritten Preis erhielt eine Stadtvilla aus den 1930er Jahren in der Hohenstaufenstraße 22 als ein gelungenes Beispiel dafür, wie durch geringe bauliche Eingriffe ein Bestandsgebäude an die aktuellen Lebenszyklen der Bewohnerinnen und Bewohner angepasst werden kann und gleichzeitig durch qualitätsvolle Einbauten eine moderne Gestaltung geschaffen wird. Für drei junge Paare ließ sich der Wunsch nach einem gemeinschaftlichen Wohnen auf drei Ebenen realisieren.

Neben der Kategorie „Ein-/Mehrfamilienhäuser“ gab es die Möglichkeit, sich mit einem „Sonderbau“ zu bewerben. Das „findus“ bewarb sich mit der sanierten Immobilie in der Bürgermeister-Smidt-Straße 218 als Café und Backstube und erhielt eine Anerkennung. Nach einem Leerstand von über zehn Jahren wurden zwei Gewerbeeinheiten zusammengelegt und wiederbelebt. Die Jury erkennt die Veränderung hin zu einer individuell erleb- und erkennbaren flexiblen Gewerbeeinheit an, bei welcher das Café in das Viertel ausstrahlt und als Vorbild dienen kann, wie ressourcenschonend und mit geringen konstruktiven Veränderungen ein lebendiger moderner Treffpunkt entsteht.

Die Jury – bestehend aus Oberbürgermeister, Baudezernent, Vertretenden des Bauordnungsamtes und des Stadtplanungsamtes sowie der Architektenkammer Bremen, der Kreishandwerkerschaft und des Bremer Energie-Konsens – legte bei Ihrer Entscheidung die folgenden Kriterien zu Grunde:

  • Qualitätsvolle Bauwerkgestaltung
  • Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz
  • Zeitgemäße Gestaltung der Wohnungsgrundrisse / Anpassung an Lebenszyklen
  • Funktionalität / Barrierefreiheit
  • Energetische Aspekte

Alle elf Projekte, die in die Endrunde des Wettbewerbs gekommen sind, präsentieren sich in einer Ausstellung im Foyer des Technischen Rathauses (Fährstraße 20), die während der Öffnungszeiten bis zum 3. Juli 2026 besucht werden kann. Während der Langen Nacht der Kultur am Samstag, den 13. Juni 2026, haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich die Ausstellung von 18.00 bis 22.00 Uhr anzuschauen.

Das Bürgerbüro Altbauten organisierte die Vergabe des Bremerhavener Sanierungspreises ALTwieNEU. Als zentrale Anlaufstelle für all diejenigen, die Altbauten in der Stadt Bremerhaven besitzen oder erwerben möchten, bietet das Bürgerbüro Altbauten Hilfe an. Es vermittelt die notwendigen Kontakte, wenn es um Fragen von Fördermöglichkeiten oder Maßnahmen zur Energieeinsparung geht. Das Bürgerbüro Altbauten ist unter der Telefonnummer 590-3204 zu erreichen.

Auf der Internetseite des Bürgerbüros Altbauten (www.buergerbuero-altbauten.de) sind alle Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern des vierten Bremerhavener Sanierungspreises ALTwieNEU dargestellt. Eine Broschüre zum Bremerhavener Sanierungspreis 2026 steht als Download bereit. In Papierform ist diese Broschüre im Technischen Rathaus erhältlich.

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