Bereits zum 23. Mal findet der swb-Drachenboot-Cup im Schaufenster Fischereihafen statt. Am Sonnabend, 14. Juni, wird das Hafenbecken zur Wettkampfzone, wenn Fun-, Sport- und Schülerteams um die Plätze wetteifern. Die Rennen finden dieses Jahr gesammelt an einem Tag statt und werden vom Kanu-Verein Unterweser ausgerichtet.
Trommelschläge und Fan-Gesänge
Bunt, turbulent und laut – dieser Dreiklang bestimmt seit jeher den swb-Drachenboot-Cup im Schaufenster Fischereihafen, bei der in verschiedenen Renn-Klassen spannende Wettstreite über 250 Meter und optional über die Strecke einer Seemeile (rund 1,85 Kilometer) geliefert werden. Für die Zuschauer ist es zwischen 10 und 17 Uhr mindestens ein genauso spaßiges wie spannendes Erlebnis wie für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Wasser, die begleitet von rhythmischen Trommelschlägen und frenetischen Fan-Gesängen mit Muskelkraft und Rudertaktik die zwölfeinhalb Meter langen Boote durchs Hafenbecken treiben.
Handwerkertag beim Bauernmarkt am Hafen
Zum dritten Mal in diesem Jahr findet das SonntagsVergnügen mit dem Bauernmarkt am Hafen statt. Der Fokus des Marktes richtet sich am Sonntag, 15. Juni, auf das traditionelle Handwerk. Handwerker präsentieren eigens hergestellte Produkte und mit etwas Glück führen einige Handwerker Ihre Kunst auch für die Besucher vor.
Des Weiteren erwartet die Besucherinnen und Besucher eine große Auswahl an Käse, Wurstspezialitäten, frisches Obst und ein buntes Sortiment von Händlern aus der Region. Wer das Mittagessen ins Schaufenster verlegen möchte, hat die Wahl: Bratwurst mit Pommes, Fischspezialitäten – oder doch Cheesy Pasta? Die Marktstände sind von 10 bis 17 Uhr aufgebaut. Auch die anliegenden Restaurants sind geöffnet.
Was die ehrenamtlichen Liaisons bei der SAiL 2025 in Bremerhaven bewegt
Was treibt diese Leute eigentlich dazu, Urlaub zu nehmen, um als Ehrenamtliche die Segelschiffe bei der SAiL 2025 in Bremerhaven zu betreuen? Dazu noch ohne Bezahlung. „Es ist der am schlechtesten bezahlte 24-Stunden-Job der Welt“, lacht André Benthien, der die Arbeit der so genannten Liaisons koordiniert. „Aber der schönste.“ Zur SAiL 2025 vom 13. bis 17. August freuen sich 20 freiwillige Helfer auf diese wohl einzigartige Aufgabe.
Für Iris Henkel, die vor 20 Jahren bei der SAiL 2005 in Bremerhaven heftig und nachhaltig vom Sail-Virus befallen wurde, war es der Beginn einer Liebesbeziehung. „Für mich ist das besser als ein Wellness-Urlaub“, sagt sie über ihre Arbeit als ehrenamtliche Helferin. „Mich macht das total glücklich.“
Foto: Holger Martens
Es war Liebe auf den ersten Blick
Vor ihrem Debüt in der Seestadt hatte sie bereits Gelegenheit, auf einem Großsegler beim Tall Ship Race mitzusegeln. „Ich mag Menschen, ich mag Schiffe, ich mag Internationalität“, war eine Erkenntnis aus dieser Zeit. Da war es nur noch ein kleiner Schritt, als ehrenamtliche Schiffsbetreuerin in Bremerhaven anzuheuern. „Es entscheidet sich sehr schnell, ob das etwas für einen ist“, erinnert sie sich. „Für mich war es Liebe auf den ersten Blick.“
So vereinen sich bei der 56-Jährigen zwei Bedeutungen des Wortes Liaison. Was im Französischen so viel wie Affäre oder Liebesbeziehung bedeutet, beschreibt im englischen Sprachgebrauch jemanden, der die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Menschen oder Institutionen fördert, die Kommunikation in Gang hält und zum gegenseitigen Verständnis beiträgt.
Als lokaler Ansprechpartner an Bord
Im Fall der ehrenamtlichen Schiffsbetreuer geht es vor allem darum, den Crews der von ihnen betreuten Schiffe behilflich zu sein: Beim Landgang, bei der Vermittlung eines Arzttermins, beim Shopping, beim Sport oder einem Museumsbesuch. Doch auch bei Fragen der Müllentsorgung, der Frischwasserbeschaffung oder Problemen mit dem Zoll sind die Liaisons erste Ansprechpartner. „Und wenn irgendetwas Technisches kaputt geht“, sagt Iris Henkel, „dann muss ich eben jemanden besorgen, der das reparieren kann.“ Alles getreu ihrem Motto: „Ich liebe es, Probleme zu lösen!“
Der Crashkurs Arabisch als sechste Sprache
Seit ihrem ersten Liaison-Job in Bremerhaven hat die gebürtige Hamburgerin mehr als 30 Mal als ehrenamtliche Schiffsbetreuerin gearbeitet: In Amsterdam und Den Helder, Kristiansand und Bergen, in Aarhus, beim Hafengeburtstag in Hamburg und der Hanse-Sail in Rostock. So ganz nebenbei haben sich dabei auch ihre Fremdsprachenkenntnisse erweitert. Neben Englisch und Dänisch, was sie fließend spricht, reicht es auch in Holländisch, in Norwegisch und Französisch zumindest für einen Smalltalk. Und da Iris Henkel sich vor einiger Zeit auch noch einen Crashkurs in Arabisch gegönnt hat, wird sie neben der „Alexander von Humboldt II“ noch die „Shabab Oman 2“, das Segelschulschiff aus dem Sultanat Oman, während der SAiL in Bremerhaven betreuen.
Verglichen mit der erfahrenen Iris Henkel ist der Bremerhavener Andreas Bauhammer noch ein absoluter Frischling in der Liaison-Szene. Der 28-Jährige wird bei dem Großseglertreffen vom 13. bis 17. August zum ersten Mal als Schiffsbetreuer an den Start gehen. „Ich habe keine Ahnung, was mich da erwartet“, sagt der Experte für Sicherheitstechnik, der sich für diese Zeit Urlaub von seinem Arbeitgeber in Bremen genommen hat. Grundsätzlich gehe es wohl darum, die Crewmitglieder des ihm zugeteilten Schiffes so gut zu betreuen, dass sie bald wiederkommen möchten, glaubt er: „Die SAiL lebt doch davon.“
Foto: Donsbach / Erlebnis Bremerhaven
Zur SAiL sind rund 800 ehrenamtliche Helfer im Einsatz
Um ein Festival wie die SAiL mit 250 teilnehmenden Schiffen und rund 3000 Crewmitgliedern überhaupt stemmen zu können, ist die Erlebnis Bremerhaven GmbH als Ausrichterin des Windjammertreffens auf viele ehrenamtliche Helfer angewiesen – rund 800 werden es in diesem Jahr wieder sein, und die meisten von ihnen nehmen sogar Urlaub, um dabeisein zu können. „Uns macht das stolz, wie die Bremerhavener ihre SAiL feiern und uns bei der Organisation unterstützen“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH.
Beste Voraussetzungen für die Karriere als Liaison
Schiffe begleiten den aus Süddeutschland stammenden Bauhammer schon seit seiner Jugend. Mit 15 Jahren hat er seinen Segelschein auf dem Bodensee gemacht und auch die Abschlussfahrt seiner Schule zum Ijsselmeer in Holland hinterließ bleibenden Eindruck. „Mich hat es immer zum Meer gezogen“, sagt er und verknüpfte diese Sehnsucht nach dem Abitur mit einem Studium in Bremerhaven. Auch das ehrenamtliche Engagement ist für Bauhammer nichts Neues. So engagiert er sich auf den Museumsschiffen „Grönland“ und „Astarte“ und mischt auch bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG mit. Ein Hang zum Ehrenamt und die Liebe zur See: beste Voraussetzungen also für die Karriere als Liaison.
Wasser, Wind und Wellen als ein Motiv des Lebens
Wasser, Wind und Wellen sind auch für die gebürtige Bremerin Christine Mielsch ein durchgehendes Motiv in ihrem Leben. Nachdem sie Hamburg zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht hatte, war die heute 65-Jährige seit 1992 freiberuflich als Übersetzerin und Dolmetscherin mit den Arbeitssprachen Russisch und Englisch tätig. „2004 bekam ich auf dem russischen Großsegler ,Mir‘ bei einem Drei-Tages-Törn auf die Nordsee zum ersten Mal Schiffsplanken unter die Füße“, erzählt sie, „die Verwirklichung eines alten Traums.“ Mit ihren Sprachkenntnissen und ihrem Kommunikationstalent wurde sie schnell zu einer wichtigen Verbindungsperson zur „Mir“.
An Bord des imposanten Schulschiffs kam Christine Mielsch zur Sail 2005 nach Bremerhaven, wo sie als Bindeglied zu den Liaisons fungierte. Drei Jahre später, bei der „Lütten Sail“ 2008, schnupperte sie dann selbst zum ersten Mal in die Aufgaben einer ehrenamtlichen Schiffsbegleiterin hinein, 2010 stieg sie „als vollwertige Liaison“ in die Szene ein und blieb der Seestadt fortan auch bei den maritimen Festen zwischen den nur alle fünf Jahre stattfindenden SAiLs treu. „Wenn ich die Gangway hochgehe, fällt alles von mir ab“, sagt die ausgebildete Gästeführerin, die sehr bald als Projekt-Koordinatorin auch in Hamburg eine Liaison-Organisation für die Großsegler aufbauen half.
Foto: Hanna Karstens-Quabbe
Wie Hamburg von Bremerhaven noch lernen kann
„Ich studiere gewissermaßen Problemlösungen“, sagt sie. „Dabei geht es vor allem darum, Ruhe zu bewahren und unerschütterlich zu bleiben.“ Trainiert werden diese Fähigkeiten seither auch beim Hafengeburtstag in Hamburg, wo Christine Mielsch ein Heimspiel hat und wo die Resonanz mit 1,2 Millionen Besuchern mit der Gästeerwartung zur SAiL Bremerhaven identisch ist.
Und auch sonst müsse sich die kleinere Seestadt im Vergleich mit der Elb-Metropole keineswegs verstecken. „Bremerhaven verfügt mit dem Neuen Hafen, der Seebäderkaje und dem Kaiserhafen über ein super Gelände, einen idealen Rundkurs“, sagt Christine Mielsch. Alles sei zu Fuß ohne Anstrengung zu erkunden. Außerdem punkte die Organisation mit einladender Sauberkeit. „Da wuseln die Einsatzkräfte schon am frühen Morgen vor den Schiffen herum. Wenn die ersten Besucher kommen, ist alles gepflegt und geräumt.“ Dickes Lob von einer, die weiß, wovon sie spricht: „Das bekommt Hamburg nicht hin.“
Der Bremerhavener Schüler Jizhe Ma hat mit 34 von 40 Punkten die Silbermedaille errungen. Die Ehrung der 77 besten Nachwuchsmathematikerinnen und Nachwuchsmathematiker Deutschlands fand am Montag, dem 26. Mai 2025, an der Universität Göttingen statt.
Die Senatorin für Kinder und Bildung, Sascha Karolin Aulepp, gratuliert dem Gewinner herzlich. „Jizhe Mas Erfolg zeigt eindrucksvoll, wie viel Potenzial in unseren Schülerinnen und Schülern steckt. Die Mathematik-Olympiade fordert nicht nur mathematisches Wissen, sondern auch Durchhaltevermögen und Kreativität – Eigenschaften, die für die Zukunft unseres Landes entscheidend sind. Wir sind stolz, dass ein junger Bremerhavener dieses hohe Niveau erreicht und damit ein Vorbild für andere ist. Solche Erfolge bestärken uns darin, die mathematische Bildung im Land Bremen weiter zu fördern und junge Talente gezielt zu unterstützen.“
Auch Stadtrat Prof. Dr. Hauke Hilz (Dezernent für Schule und Kultur) gratuliert Jizhe Ma anlässlich des zweiten Platzes, den der Schüler auch im vergangenen Jahr bei der Mathematik-Olympiade erreicht hatte. „All das zeigt, über welch herausragenden Fähigkeiten Jizhe Ma verfügt“, stellt Hilz heraus. „Der Erfolg zeigt, was in unseren Bremerhavener Schülerinnen und Schülern steckt und welch großartige Arbeit die Kolleginnen und Kollegen am Lloyd Gymnasium leisten“, ergänzt der Schuldezernent.
Die Bundesrunde mit rund 200 Teilnehmenden markiert den Höhepunkt des bundesweiten Wettbewerbs, an dem sich aus rund 200.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die besten Talente qualifizieren. In zwei anspruchsvollen Klausuren mit jeweils drei komplexen Aufgaben bewies Jizhe Ma sein herausragendes mathematisches Können.
Eine vollständige Liste aller Preisträgerinnen und Preisträger sowie weitere Informationen gibt es unter https://mo2025.de/.
Der Magistrat der Stadt Bremerhaven hat in seiner heutigen Sitzung, am 4. Juni 2025, das mögliche Ansinnen des Landes Niedersachsen und der Gesundheitsbehörde Bremen, im Gebäude des ehemaligen AMEOS-Klinikums Bremerhaven-Mitte eine Maßregelvollzugseinrichtung unterzubringen, einstimmig abgelehnt.
„Obgleich ich die Notwendigkeit und Bedeutung von Einrichtungen des Maßregelvollzugs grundsätzlich anerkenne, bewerte ich die Standortwahl in einer verantwortungsbewussten Gesamtabwägung als vollkommen ungeeignet, da die Auswirkungen auf das städtische Umfeld viel zu gravierend sind. Ich freue mich, dass der Magistrat meiner Auffassung vollumfänglich gefolgt ist“, so die Stadträtin Andrea Toense, Dezernentin für Gesundheit. Insbesondere die Nähe des vorgesehenen Standorts zu Schulen, Kindergärten und weiteren sensiblen Einrichtungen wie auch die zentrale Lage im Umfeld eines dicht besiedelten Wohnumfelds sprächen gegen eine Umsetzung des Projekts.
„Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner unserer Stadt haben für uns oberste Priorität. Daher halten wir die Ansiedlung eines Maßregelvollzugs an diesem Standort aus stadtplanerischer und sozialer Sicht für nicht vertretbar“, ergänzt Bürgermeister Torsten Neuhoff.
Der Magistrat nimmt mit Verwunderung die Aussage von Gesundheitssenatorin Bernhard zu ihren Bedenken zum Standort zur Kenntnis. Stadträtin Toense war am 20. Mai von einer Mitarbeiterin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz (SGFV) schriftlich über das Ansinnen des Landes Niedersachsen informiert worden. In dem Schreiben wurde sie lediglich gebeten, mitzuteilen, wer innerhalb des Magistrats für die Angelegenheit zuständig sei. „Von der senatorischen Behörde wurden in diesem Schreiben allerdings keinerlei Bedenken mitgeteilt, vielmehr wurde darauf hingewiesen, dass auch das Land Bremen von Plätzen innerhalb der Maßregelvollzugsanstalt des Landes Niedersachsen profitieren könnte“, erklärt Toense. Als erste Reaktion hatte Toense den Magistrat bereits in der vergangenen Sitzung am 21. Mai über die stadtbedeutende Angelegenheit mündlich informiert.
„Der heutige Beschluss beinhaltet nach interner gründlicher Abwägung auch die klare Erwartungshaltung, dass Bremen nicht länger über das ehemalige Ameos-Klinikum als Standortoption für den Maßregelvollzug nachdenkt und keine weiteren Gespräche führt“, so Toense abschließend.
Die Kita, die erstmals 1978 eröffnet wurde, präsentiert sich nach 23-monatiger Bauzeit als inklusiver Lern- und Lebensort, der konsequent auf die Bedürfnisse der Kinder, ihrer Familien sowie des pädagogischen Personals zugeschnitten ist. Rund 4,3 Millionen Euro hat die Stadt in die Neugestaltung investiert – mit sichtbarem Erfolg: Auf etwa 1.500 Quadratmetern Nutzfläche und einem ebenso großen Außenspielbereich (dessen Erneuerung bereits in Planung ist) wurde eine Umgebung geschaffen, die Vielfalt wertschätzt und ganzheitliches Lernen ermöglicht.
Die Kita Columbus-Center orientiert sich am Situationsansatz und legt ihre Schwerpunkte auf Bewegungsförderung, Sprach- und Literacy-Erziehung, Inklusion sowie interkulturelle Bildung. Das neue Raumkonzept unterstützt diese Ausrichtung gezielt: Zwei Bewegungsräume bieten Platz zur körperlichen Entfaltung, eine kindgerechte Bücherecke lädt zum Lesen und Zuhören ein, vier Differenzierungsräume fördern individuelles und inklusives Lernen.
Auch für die rund 35 pädagogischen Fachkräfte wurden moderne Arbeitsbedingungen geschaffen. Neue Personalräume ermöglichen Rückzug, Planung und digitale Dokumentation in professionellem Rahmen.
Die Einrichtung bietet Platz für insgesamt 140 Kinder – verteilt auf sechs Kita-Gruppen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren (darunter drei Gruppen mit besonderem Förderbedarf) sowie zwei Krippengruppen für Kinder ab acht Wochen.
Stadtrat Martin Günthner, Dezernent für Jugend, Familie und Frauen, betont die Bedeutung der Investition: „Mit der Wiedereröffnung der Kita Columbus-Center setzen wir ein starkes Zeichen für frühkindliche Bildung, Inklusion und Chancengleichheit in Bremerhaven. Es geht nicht nur um neue Räume, sondern um neue Möglichkeiten für jedes Kind – unabhängig von Herkunft, Sprache oder individuellen Voraussetzungen. Die Kita wird zu einem Ort, der Teilhabe ermöglicht und Entwicklung fördert – ein echtes Zukunftsprojekt für unsere Stadt.“
Das Amt für Straßen- und Brückenbau hat seine Arbeiten beendet, so dass ab sofort die Anbindung Deichsfeld genutzt werden kann.
„Ich freue mich, dass wir eine weitere Zugangsmöglichkeit zum Radverkehrsnetz geschaffen haben. Der Fahr(G)Rad8 ist eine attraktive Nord-/Südverbindung, die von Radfahrenden als Alternative zu den stark belasteten Hauptverkehrsstraßen Am Lunedeich und Weserstraße genutzt wird. Die Anbindungswege sind wichtig, denn diese gehören zu einer komfortablen Routenverbindung dazu“, äußert sich Stadtrat Maximilian Charlet (Dezernent für Bau und das Stadtplanungsamt) zur neu entstanden Zuwegung.
Finanziert wird diese Maßnahme durch das Sonderprogramm „Stadt und Land“. Mit einer 90-prozentigen Förderung beteiligt sich der Bund an den Kosten, um die Weiterentwicklung des Radverkehrs im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 zu unterstützen.
Bremerhaven setzt weiter Maßstäbe im barrierefreien Tourismus: Die Seestadt wurde zum dritten Mal in Folge mit dem bundesweit anerkannten Qualitätssiegel „Tourismusort – Barrierefreiheit geprüft“ ausgezeichnet. Die Grundlage für diese Auszeichnung ist die erfolgreiche Rezertifizierung von insgesamt 35 touristischen Angeboten nach den Kriterien des bundesweiten Systems „Reisen für Alle“.
Bereits 2019 war Bremerhaven als erste Stadt in Deutschland mit diesem Siegel ausgezeichnet worden. Seither konnten Stadt und touristische Partner das Niveau nicht nur halten, sondern in Teilen sogar ausbauen. Die Auszeichnung ist jeweils drei Jahre gültig und wurde nach Prüfung durch unabhängige Fachleute erneut bestätigt. Zwei Prüfer:innen waren dafür mehrere Tage in Bremerhaven unterwegs, führten Interviews, begutachteten vor Ort barrierefreie Maßnahmen – und griffen auch zum Zollstock, um Details wie Türbreiten oder Rampenneigungen nachzumessen.
Barrierefreiheit- ein Mehrwert für alle
„Das Zertifikat ‚Reisen für Alle‘ ist eine Auszeichnung, auf die wir sehr stolz sind“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. „Sie steht für unser gemeinsames Engagement, allen Gästen – unabhängig von Einschränkungen – ein unbeschwertes Urlaubserlebnis zu ermöglichen. Barrierefreiheit bedeutet Teilhabe und ist ein echter Mehrwert für alle.“
Foto: Brockmann_Erlebnis_Bremerhaven
Denn nicht nur Menschen mit Behinderungen profitieren von einem barrierearmen Umfeld: Auch ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen oder Reisende mit großem Gepäck genießen die komfortableren Zugänge und durchdachten Angebote. Und Barrierefreiheit liefert nicht nur Gästen Vorteile, sondern allen Bremerhavener:innen. „Automatiktüren, moderate Rampen, Sitzbänke im öffentlichen Raum, mobile Rampen im Einzelhandel, Stille Stunden – das kommt uns allen zugute“, sagt Tanja Albert, Projektleiterin bei der Erlebnis Bremerhaven.
Folgende Betriebe und Einrichtungen in Bremerhaven tragen das Kennzeichen „Reisen für Alle“:
Beherbergungsbetriebe: Atlantic Hotel am Flötenkiel, Atlantic Hotel Sail City, Best Western Plus Hotel Bremerhaven, City Hotel, Havenhostel, Hotel Adena, Hotel Amaris, Hotel Haverkamp, Im Jaich Boardinghouse, Im Jaich Hotel, Nautic Hotel, Nordsee Hotel Bremerhaven City, Nordsee Hotel Bremerhaven-Fischereihafen, The Liberty
Gastronomiebetriebe: Pier 6, Quartier 159, Rüssel, Villa Seebeck
Museen und Erlebniswelten: Deutsches Auswandererhaus, Deutsches Schifffahrtsmuseum (erstmals zertifiziert), Historisches Museum Bremerhaven, Klimahaus, Zoo am Meer
Weitere Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote: Brötchengeber, Eisarena, Fischbahnhof, Fischkochstudio, Stadthalle, Stadttheater (Großes Haus)
Diese Angebote sind sogenannten „Urlaubsinspirationen“ zugeordnet, die eine gezielte Orientierung ermöglichen. Tanja Albert betont: „Die Gäste lieben diese Mehrwerte. Viele wählen gezielt zertifizierte Anbieter, weil sie dadurch verlässliche Informationen und Komfort für ihren Aufenthalt gewinnen.“
Auch Kleinigkeiten machen den Unterschied
Auch Prüferin Marina Rochel zeigt sich begeistert: „Ich entdecke bei jedem Besuch neue Maßnahmen. Bremerhaven ist ein Paradebeispiel für barrierefreien Tourismus.“ Selbst Kleinigkeiten – wie eine gut lesbare Speisekarte, eine kleine Rampe oder ein kostenloser Brillenverleih – können dabei den entscheidenden Unterschied machen.
Foto: Brockmann_Erlebnis_Bremerhaven
Mit dieser dritten erfolgreichen Rezertifizierung stärkt Bremerhaven weiter sein Ziel, attraktiv für barrierefreies Reisen zu sein – und unterstreicht eindrucksvoll: Qualität und Teilhabe gehen hier Hand in Hand.
Mit knatterndem Zweitakt-Sound, türkisfarbener Karosserie und pink-gelbem Verdeck zieht er alle Blicke auf sich.
Der Goliath war früher im Einsatz für den Obst- und Gemüsehändler Heinz Stubbe – heute ist er unser rollendes Museums-Maskottchen.
Als Früchte Express flitzte er einst durch Lehe – jetzt bringt er Geschichte direkt ins Stadtbild.
Direktor Dr. Kai Kähler schwärmt: Eine knatternde Zeitreise – mit Kultfaktor 100%!
Fotografen gehen in die Hocke, Passanten winken – Goli ist schon jetzt ein Star auf drei Rädern.
Friedrich Ruge, dessen Familie das Fahrzeug jahrzehntelang pflegte, sagt lachend: Wir haben damit nicht wirklich Obst ausgefahren – es war eher ein Herzensprojekt.
Dank liebevoller Restaurierung und der Unterstützung des Förderkreises sowie der Kulturstiftung der Weser-Elbe-Sparkasse fährt der Goli nun in eine neue Zukunft.
Das Video seiner ersten Fahrt begeistert bereits tausende – Bremerhaven liebt seinen Oldtimer!
Jetzt live erleben am Historischen Museum – und selbst spüren, wie Geschichte rollt.
Ein großes Aufgebot an Einsatzkräften von Polizei und Zoll hat am Mittwoch, 14. Mai, in Bremerhaven Verkehrskontrollen vorgenommen. Der Fokus lag auf Fahrzeugführenden, die im Verdacht standen, ein Kraftfahrzeug unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln wie Drogen, Alkohol oder Medikamenten zu führen. Die Kontrollen waren Teil der 8. Bremer Aktionswoche „Drogen im Straßenverkehr“ (DiS).
Während der Aktion in Bremerhaven wurden 261 Personen in insgesamt 212 Fahrzeugen kontrolliert; die meisten davon an der großen Kontrollstelle vor der Eis-Arena im Stadtteil Lehe.
Foto: Polizei Bremerhaven
66 kontrollierte Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer gaben Urinproben für Drogenschnelltests ab. 17 Personen wurde aufgrund des Verdachts der Betäubungsmittel- oder Alkoholbeeinflussung im Straßenverkehr eine Blutprobe entnommen.
Foto: Polizei Bremerhaven
Besonders negativ fiel hierbei ein 44-jähriger Verkehrsteilnehmer auf. Während einer mobilen Kontrolle im Bereich Fischereihafen machte er einen Atemalkoholtest. Das Ergebnis: Ein Wert im Bereich der absoluten Fahruntüchtigkeit. Die Beamten brachten den Mann für eine Blutentnahme zur Großkontrollstelle. Hier fiel ein zusätzlicher Urin-Vortest positiv auf Kokain aus. Daraufhin stellte die Polizei den Führerschein des 44-Jährigen sicher. Er erhielt eine Strafanzeige.
Foto: Polizei Bremerhaven
Ein anderer Autofahrer wurde im Bereich Pferdebade angehalten und kontrolliert. Der 23-Jährige Fahrer zeigte körperliche Auffälligkeiten, sodass auch er einen Drogenvortest abgab. Dieser schlug positiv auf Opioide an. Die Beamten ordneten eine Blutentnahme an und stellten seinen Führerschein sicher.
Des Weiteren fertigten die Einsatzkräfte in fünf Fällen Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, viermal wegen Urkundenfälschung, zweimal wegen Verstößen gegen das Waffengesetz sowie jeweils einmal wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Fahrenlassens ohne Fahrerlaubnis. Neun unterschiedliche Verkehrsverstöße wurden mit Ordnungswidrigkeitenanzeigen geahndet und fünf Fahrzeug-Mängelberichte geschrieben.
Foto: Polizei Bremerhaven
Die Kontrollmaßnahmen, stationär und auch mobil, wurden von spezialisierten Polizistinnen und Polizisten auch aus anderen Bundesländern in Zusammenarbeit mit Bremerhavener und Bremer Polizeikräften sowie dem Zoll durchgeführt. Beteiligt war zudem die Staatsanwaltschaft. Der Bremerhavener Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) übernahm den Aufbau der Kontrollstelle und versorgte die Einsatzkräfte. Das Deutsche Rote Kreuz stellte einen Sanitärcontainer zur Verfügung.
Foto: Polizei Bremerhaven
Alkohol, Drogen und Co. führen zu deutlichen Reaktionsverzögerungen. Deshalb gilt: Wer sich unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln ans Steuer oder an den Lenker setzt, gefährdet sich und andere. Die Folgen sind nicht selten Unfälle – im schlimmsten Fall mit Schwerstverletzten. Dementsprechend hat der Gesetzgeber das Fahren unter Alkohol und Drogen unter Strafe gestellt, die hohe Bußgelder und auch den Entzug der Fahrerlaubnis nach sich ziehen können.
Stadträtin Andrea Toense, Dezernentin für das Gesundheits- und Umweltschutzamt, freut sich gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Institutionen, dass bis heute zwei Trinkbrunnen in Bremerhaven realisiert werden konnten.
Einweihung von zwei neuen Trinkwasser-Zapfstellen im Stadtzentrum. Im Bild (von links): Niels Jagsch, Abteilungsleiter Umweltschutzamt, Stadträtin Andrea Toense, Ralf Focken, Marvin Pretsch und Axel Siemsen, swb.
Bereits im Jahr 2023 konnte eine erste Zapfstelle mit Fördermitteln des Landes Bremen an der Großen Kirche errichtet werden, der zweite Trinkbrunnen ging im Laufe des Jahres 2024 am Neuen Hafen mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) durch den Projektträger a tip: tap e.V., Berlin, an den Start. Bundesweit konnten sich Kommunen und Wasserversorgungsunternehmen um die Finanzierung von einem von 51 öffentlichen Trinkbrunnen bewerben. Sowohl die Stadtgemeinde Bremen als auch Bremerhaven haben für jeweils eine Zapfstelle den Zuschlag erhalten.
„Die Schaffung der Trinkbrunnen und die Bereitstellung von kostenlosem Trinkwasser im öffentlichen Raum stellt eine wichtige Maßnahme im Rahmen des Hitzeschutzaktionsplanes der Seestadt Bremerhaven dar“, erläutert die Stadträtin.
Nach der Winterpause konnten im April 2025 beide Zapfstellen wieder in Betrieb genommen werden. Gerade an stark frequentierten Orten, wie an der Großen Kirche und am Neuen Hafen, sind derartige Zapfstellen ein wichtiges Signal an die Menschen. Denn es geht hier immerhin um ein seit langem gefordertes Menschenrecht nach kostenlosem Zugang zum Trinkwasser.
„Wir streben den weiteren Ausbau im öffentlichen Raum an“, so Andrea Toense. „Daneben gibt es aber bereits heute zahlreiche Einrichtungen in Bremerhaven, die sogenannte Refill-Stationen sind und kostenfreies Leitungswasser für mitgebrachte Trinkgefäße anbieten.“ Weitere Informationen dazu sind unter https://refill-deutschland.de zu finden.