DLRG Statistik 2024: Mindestens 411 Menschen in Deutschland ertrunken

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat im vergangenen Jahr 411 tödliche Unglücke in den Gewässern verzeichnet. Das sind 31 Todesfälle mehr als im Jahr zuvor. Die Organisation für Wasserrettung stellte zum dritten Mal in Folge einen Anstieg bei der Zahl der Ertrunkenen in Deutschland fest. „Damit zählt diese Statistik erstmals seit 2019 wieder mehr als 400 Opfer“, sagte DLRG Präsidentin Ute Vogt und fügte hinzu: „Dieses Ergebnis sensibilisiert hoffentlich möglichst viele Menschen für die bevorstehende warme Jahreszeit.“ Eltern kleiner Kinder will die DLRG in den kommenden Monaten auf besondere Gefahren aufmerksam machen.

Knapp die Hälfte (48%) der tödlichen Unfälle ereignete sich in den drei Sommermonaten ab Juni. Besonders viele Menschen ertranken im heißen Monat August: 80 Opfer bedeuteten eine Zunahme von 33 Personen gegenüber dem Vorjahresmonat. Mehr Todesfälle in einem Monat (117) erfasste die DLRG zuletzt im August 2020. Auch in den ersten Monaten des Jahres war die Zahl der Menschen, die im Wasser ihr Leben verloren, größer. Im Herbst und im Winter kamen hingegen weniger Menschen zu Tode.

Mehr Unfälle in Fließgewässern

Rund 90 Prozent der Fälle ereigneten sich in Binnengewässern. Während die DLRG in Seen und Teichen (146) sechs Todesfälle weniger verzeichnete, stieg die Anzahl derer, die in einem Fließgewässer tödlich verunglückten. 2024 ertranken in Flüssen und Bächen 161 Menschen (2023: 147). „Die Flüsse, aber auch alle anderen unbewachten Gewässer sollten möglichst gemieden werden. Am sichersten ist das Baden und Schwimmen dort, wo Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer im Notfall direkt vor Ort sind“, rät die Präsidentin der DLRG.

Mit 30 Opfern (2023: 27) kamen erneut etwas mehr Menschen in Nord- und Ostsee ums Leben. Die allermeisten davon – 27 Frauen und Männer – verstarben in der Ostsee. „Das ist ein trauriger Rekord für dieses Gewässer in unserer Statistik. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der tödlichen Unfälle in der Ostsee verdoppelt“, berichtete Ute Vogt und ergänzte: „Dennoch ist die Freizeit an den Küstenstränden während der Bademonate besonders sicher.“ Das liegt unter anderem daran, dass während der Badesaison von Anfang Mai bis Ende September allein von der DLRG rund 6.000 ehrenamtliche Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer im Einsatz sind und an sieben Tagen in der Woche Badestellen bewachen. Sie waren 2024 in fast 300 Fällen rechtzeitig zur Stelle und verhinderten Schlimmeres.

Viele ältere Menschen verunfallen

An den Küsten, aber auch andernorts kamen insbesondere mehr ältere Menschen ums Leben. Während sich unter Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bis Anfang 50 weniger Todesfälle ereigneten, häuften sich diese darüber hinaus jedoch deutlich. Rund 60 Prozent der Opfer bekannten Alters waren älter als 55 Jahre. „Hitze und auch der Sprung ins Kühle Wasser können den Körper sehr belasten und zu gesundheitlichen Problem führen, die schnell lebensgefährlich werden. Angesichts weiter steigender Temperaturen im Zuge der klimatischen Veränderungen wird die Wahrscheinlichkeit solcher Unfälle womöglich noch zunehmen“, sagte Ute Vogt und mahnte ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen zu besonderer Vorsicht.

Unter Kindern bis zehn Jahren kam es zu 14 tödlichen Unglücken. Mindestens acht Jungen und Mädchen waren im Alter bis fünf Jahre (2023: 10); sechs Kinder waren zwischen sechs und zehn Jahre (2023: 7) alt. Hinzu kommen jedes Jahr Ertrinkungsunfälle, die nicht tödlich enden, aber lebenslange Folgen für die Opfer haben. Auch zu Hause, insbesondere in der Badewanne, passieren immer wieder Unglücke.

Kampagne mahnt Eltern zur Vorsicht

Außerhalb der eigenen vier Wände verunglücken Kinder nicht nur in Schwimmbädern oder an Badeseen. Unfälle ereignen sich oft dort, wo Eltern weniger damit rechnen: im Gartenteich, im Planschbecken oder im Bach hinter dem Spielplatz. Die Werbeagentur Grabarz & Partner will dazu beitragen, dass sich alle Eltern dieser Gefahren bewusst sind. Die Kreativen aus Hamburg entwickelten mit der DLRG hierzu eine Kampagne, die in den kommenden Monaten bundesweit für Aufmerksamkeit sorgen soll. „Wir alle wissen viel zu wenig, welche Gefahren in Gewässern lauern können. Vor allen Dingen da, wo man nicht damit rechnet – in flachen Gewässern zum Beispiel, die völlig harmlos wirken. Diese Fakten dramatisiert unsere Kampagne eindrücklich“, sagte Ralf Heuel, Geschäftsführer Kreation und Partner bei Grabarz & Partner.

Die Wall GmbH hilft dabei, die Botschaft der Kampagne zu verbreiten. Zum Start am Donnerstag (13.3.) spielt das Unternehmen mit Sitz in Berlin die Motive bereits auf 260 digitalen Werbeflächen im Hamburger Stadtgebiet aus. Bis Ende August sollen insgesamt über 7.000 Werbeflächen in mindestens 13 Großstädten genutzt werden. „Die DLRG leistet nicht nur im Bereich der aktiven Wasserrettung, der Bewachung von Badestellen und in der Schwimmausbildung wertvolle Arbeit für das Gemeinwesen, sondern ebenso durch ihre wichtige Präventionsarbeit. Diese unterstützen wir als Partner im Rahmen der bundesweiten Kampagne und werden sie breit in Deutschland sichtbar machen“, so die Leiterin Corporate Communications & Affairs der Wall GmbH, Frauke Bank. Und weiter: „Wir hoffen, dass die von der Agentur Grabarz & Partner für die DLRG eindrücklich gestalteten Motive noch mehr Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein bei Eltern und betreuenden Personen bewirken, um Todesfälle an und in Gewässern, insbesondere von Kindern, zu verhindern.“

Mehr Informationen zum Thema der Kampagne finden sich auf dlrg.de/ertrinken-verhindern

Über die DLRG

Die DLRG als private Wasserrettungsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Hierfür klären ihre ehrenamtlich Aktiven über Wassergefahren auf, bringen Menschen das Schwimmen bei und bilden sie im Rettungsschwimmen aus. Zudem wachen fast 49.000 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer jährlich 2,7 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Sie engagieren sich darüber hinaus in der örtlichen Gefahrenabwehr und bilden Einheiten der rund 100 DLRG Wasserrettungszüge für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Die DLRG zählt derzeit über 600.000 Mitglieder. Mehr als 1,3 Millionen Förderinnen und Förderer unterstützen die lebensrettende Arbeit mit Spenden. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Bild: DLRG – Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Werder Bremen und die SAiL: Zwei starke Partner

Freuen sich über die Partnerschaft: Dr. Ralf Meyer vom SAiL-Organisationskomitee, die Spieler Marco Friedl und Keke Topp sowie Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH.

 Ein starker Partner der SAiL in Bremerhaven: Fußball-Bundesligist Werder Bremen unterstützt das internationale Windjammer-Festival, das vom 13. bis 17. August in Bremerhaven stattfindet. Werder-Kapitän Marco Friedl und Mittelstürmer Keke Topp haben stellvertretend für die Mannschaft im Weserstadion die offizielle SAiL-Flagge in Empfang genommen. „Wir freuen uns über diese sportliche Partnerschaft und heißen Werder an Bord willkommen“, sagt Dr. Ralf Meyer, der die Geschäfte des SAiL-Organisationskomitees führt. Werder Bremen bedankte sich im Gegenzug mit einem Trikot mit der Rückennummer 25 und dem Spielernamen „SAiL“.

Zur SAiL in Bremerhaven werden vom 13. bis 17. August mehr als eine Million Besucher in den Häfen erwartet. Angemeldet haben sich zu dem Festival 250 Schiffe aus aller Welt, darunter die Segel-Schulschiffe aus Peru, Mexiko und dem Königreich Oman. „Die SAiL verbindet wie der Fußball die Völker der Welt“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Deshalb sei der Traditionsclub von der Weser ein perfekter Partner für die Veranstaltung.

Zu den Heimspielen im Weserstadion läuft bereits seit Saisonbeginn das offizielle SAiL-Video und auch Bandenwerbung soll Lust machen, das maritime Festival zu besuchen.  Der SVW hat bereits zugesagt, zu kommen.

Foto: Ralf Masorat/Erlebnis Bremerhaven Gmbh

Das „Kino im Hafen“ sagt Tschüss – Neues Open-Air-Kino-Format geplant

In Anbetracht der langen Tradition der Veranstaltung fiel die Entscheidung des Kulturamtes nicht leichtfertig, dass das „Kino im Hafen“ künftig nicht mehr stattfinden wird. „Die Gründe dafür sind vielschichtig und im Zusammenhang zu sehen: Neben zurückgehenden Publikumszahlen, die sich auch bereits vor Corona abzeichneten, sind wir in der Planung der Veranstaltung mit anhaltend steigenden Kosten konfrontiert und das bei sinkenden finanziellen Mitteln“, so Dorothee Starke, Leiterin des Kulturamtes. „Umso schmerzlicher sind vor diesem Hintergrund auch die vergangenen zwei Jahre gewesen, in denen das ‚Kino im Hafen‘ aufgrund extremer Wetterereignisse gar nicht oder nur teilweise stattfinden konnte.“

Weiter erklärt die Amtsleiterin: „Das Veranstaltungskonzept vom ‚Kino im Hafen‘ ist aus heutiger Perspektive in seinen besonderen Anforderungen zu unflexibel und entspricht mit seinem extrem aufwändigen Aufbau nicht mehr den Vorstellungen von Nachhaltigkeit. Dennoch fiel uns diese Entscheidung nicht leicht und wir hoffen daher, dem Bremerhavener Sommer mit einem neuen Veranstaltungsformat einen neuen Höhepunkt hinzuzufügen. Wir danken allen, die in all den Jahren mit großem Engagement und Herzblut das Kino im Hafen mitgestaltet haben“, so Dorothee Starke.

Auch zukünftig soll es ganz besondere Open-Air-Kino-Momente in der Stadt geben. Das Kulturamt plant, mit dem neuen Veranstaltungskonzept „Nachtflimmern – Filme in der Stadt“ im gesamten Stadtgebiet kleine bis große Kinoerlebnisse unter freiem Himmel zu ermöglichen.

Dabei sind alle Menschen in Bremerhaven dazu eingeladen sind, selbst Orte für die Veranstaltungsreihe vorzuschlagen und das Programm mitzugestalten. Von einer Gartenanlage, einem Innenhof eines Mehrfamilienhauses bis hin zu freien Gewerbeflächen sind den Möglichkeiten erstmal keine Grenzen gesetzt.

„Mit der neuen Veranstaltungsreihe ‚Nachtflimmern – Filme in der Stadt‘ möchte das Kulturamt neue und auch ungewöhnliche Orte in Bremerhaven über ein ganz besonderes Ereignis erfahrbar machen“, erklärt Stefanie Dunkel, Mitarbeiterin im Kulturamt und Verantwortliche für das Konzept. „Neben einer großen zentralen Veranstaltung sollen auch kleinere Veranstaltungen an unterschiedlichen und überraschenden Orten stattfinden und eine neue Perspektive abseits der bekannten Orte auf die Stadt ermöglichen. Das Programm selbst möchten wir dann wiederum gemeinsam mit den Menschen und passend zum Ort gestalten und diese in Einklang bringen.“ Gleichzeitig sollten auch die Gegebenheiten vor Ort in die Planung einbezogen werden: So könne eine Hauswand zur Leinwand und Treppenstufen zu einer Tribüne werden, während eine örtliche Gaststätte das Publikum versorge. „Wir denken hier von ganz Klein bis ganz Groß und freuen uns auf alle Vorschläge aus der Stadt“, sagt Stefanie Dunkel.

Geplant sind bis zu fünf Veranstaltungstermine in einem Zeitraum von ca. zwei Wochen von Ende August bis Anfang September 2025. Interessierte können sich ab sofort und bis zum 17. März 2025 beim Kulturamt mit ihren Vorschlägen und Ideen melden, entweder per Mail an  stefanie.dunkel@magistrat.bremerhaven.de oder telefonisch unter  0471 5903495.

Weniger Gäste und Übernachtungen in Bremerhaven

Bremerhaven konnte im Tourismusjahr 2024 nicht an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Die Zahlen für das vergangene Jahr hat das Statistische Landesamt veröffentlicht. Demnach sank die Zahl der Übernachtungen in der Stadt gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent. Die Zahl der Ankünfte sank um 6,3 Prozent.  „Wir haben uns natürlich mehr erhofft“, sagt Oberbürgermeister Melf Grantz. Denn Bremerhaven habe große Potenziale im Städte- wie im Kreuzfahrttourismus. Insbesondere der neue Betreiber des Kreuzfahrtterminals verspreche mehr Anläufe in 2025. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Erlebnis Bremerhaven GmbH ist auch wegen der SAiL sicher: „2025 wird deutlich besser werden.“

Ein schwieriges Jahr

Die Aufholjagd nach den beiden Corona-Jahren ist vorerst abgebremst. 429.540 Menschen aus dem In- und Ausland haben im vergangenen Jahr die Beherbergungsbetriebe der Seestadt zur Übernachtung genutzt. Sie blieben annähernd zwei Tage, dieser Wert ist seit Jahren stabil. Entsprechend beläuft sich die Zahl der Ankünfte auf 231.024 Menschen. Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr 2019 notierten die Statistiker 465.252 Übernachtungen und 252.683 Ankünfte. Diese Zahlen waren 2023 annähernd wieder erreicht worden.

Je nach Übernachtungsart zeigen sich deutliche Unterschiede. Die Hotels waren schlechter gebucht als im Vorjahr. Mit einer Auslastung von 37, 4 Prozent wurde – abgesehen von den beiden Corona-Jahren – der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht.

Dem stand im Bereich der Ferienwohnungen und des Campings ein Plus von 18,9 % bei den Ankünften gegenüber. Zu diesem Sektor wird laut Statistischem Landesamt auch das (Seemanns-)heim gezählt. Für die beiden von der Erlebnis Bremerhaven GmbH betriebenen Reisemobilstellplätze kann ein ähnliches gutes Jahr wie 2023 bilanziert werden. 22.436 Übernachtungen wurden an den Stellplätzen am Fischkai und an der Doppelschleuse notiert. Zwischen Mai und Oktober waren die Plätze beinahe durchgehend ausgebucht.

Michael Gerber ist seit April 2024 Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, der kommunalen Gesellschaft für Tourismus, Veranstaltungen und Marketing, und er hat bereits festgestellt. „Das Verhalten der Touristen hat sich geändert, unsere Gäste sind preisbewusster.“ Das habe sich auch bei den rund 4,9 Millionen Tagesgästen in der Stadt gezeigt. Und festzustellen sei das auch im Bereich der Geschäftsreisenden, sagt Piet Rothe, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga. „Wir haben die Verluste im Geschäftsreisebereich nicht touristisch kompensieren können“, sagt Gerber.

Grantz betont: „Es fehlt in der Stadt ein preisbewusstes Angebot für junge Reisende, Familien und Gruppen. Das Jugendgästehaus, das seinerzeit für 60.000 Übernachtungen in diesem Bereich gesorgt habe, fehle in Bremerhaven. „Wir werden deshalb ein neues Angebot für diese Zielgruppe etablieren“, so Grantz. Insbesondere für die Bustouristik, ein Markt der derzeit in Bremerhaven unterrepräsentiert sei, wäre das wichtig. Überhaupt brauche es Bewegung im Übernachtungssektor. „Die Zahl der zusätzlichen Hotelbetten steigt beispielsweise in Bremen stetig an. Wir brauchen auch in Bremerhaven weitere Hotels, um als Standort attraktiv zu bleiben“, so der Oberbürgermeister.

Wie eng die Tourismuszahlen in Bremerhaven auch mit dem niedersächsischen Küstertourismus zusammenhängen, zeigte sich bereits im ersten Halbjahr 2024. In jedem der ersten sechs Monate des Jahres verzeichnete die niedersächsische Nordseeküste einen spürbaren Rückgang der Gästezahlen im Vergleich zum sehr guten Jahr 2023.

Bei der Aufenthaltsdauer der Besucher mache sich auch die Schwäche der Innenstadt bemerkbar, sagt Gerber: „Zu den zentralen touristischen Qualitäten von Reisezielen zählt noch immer das Shopping-Erlebnis.“ Grantz ergänzt: „Das zeigt einmal mehr wie wichtig und richtig unsere Investitionen und Planungen für eine Neuausrichtung der Innenstadt sind.“  Das sei auch für Bremerhaven als Reiseziel von Bedeutung, vervollständigt Gerber.

Hervorragende Zahlen zum Jahresende

Bei den Buchungen im Bremerhavener Reisejahr 2024 waren nur zwei Monate erfolgreicher als im Vorjahr, erst zum Jahresende hat eine Aufholjagd eingesetzt. „Im November und Dezember lagen die Buchungszahlen deutlich über dem Vorjahr“, sagt Gerber. Der Bremerhavener Weihnachtsmarkt sei inzwischen Ziel für auswärtige Gäste, vor allem aber sei das Plus von 14,4 % im Dezember bei den Ankünften auf die inzwischen ganzjährig stattfindenden Abfahrten von Kreuzfahrtschiffen zurückzuführen. Allein im Dezember wurden am Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven mehr als 20.000 Urlauber abgefertigt. „Viele Passagiere reisen einen Tag früher an und übernachten in der Stadt“, sagt Rothe. Der Kreuzreisemarkt sei für Bremerhaven von großer Bedeutung. Das spiegele sich auch in den Zahlen bei Ankünften und Übernachtungen. Am Kreuzfahrtterminal wurden 2024 rund 30.000 Urlauber weniger gezählt als im Vorjahr.

Positive Entwicklungen bei internationalen Gästezahlen

Bei den internationalen Gästezahlen konnte Bremerhaven trotz des leichten Rückgangs stabile Ergebnisse erzielen. Mit 21.477 Ankünften aus dem Ausland muss zwar ein Rückgang von 7 Prozent notiert werden im Vergleich zum Vorjahr, aber dafür blieben die, die kamen, länger in der Stadt: 46.876 Übernachtungen bedeuten einen Rückgang von nur einem Prozent. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 2,2 Tagen.

Besonders hervorzuheben sind die Trends aus den einzelnen Quellmärkten:

  • Der niederländische Markt blieb mit 3.165 Ankünften und einem Rückgang von 4,4 % im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die Zahl der Übernachtungen stieg jedoch um 4,8 % auf 6.086.
  • Aus Dänemark kamen 2024 insgesamt 1.999 Gäste nach Bremerhaven, was einem minimalen Rückgang von 0,3 % entspricht. Die Zahl der Übernachtungen sank um 7 % auf 3.694.
  • Besonders hervorzuheben sind die Zahlen aus den USA: Die Ankünfte gingen zwar um 4,6 % zurück (1.484), aber die Zahl der Übernachtungen stieg um beeindruckende 35,5 % auf 6.226. Mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 4,2 Tagen erreichten die USA einen Spitzenwert. Dies zeigt sich besonders durch die Wirkung des US-Advisory Boards, das im Herbst 2024 in der Seestadt stattfand. Das Event für die US-Reisebranche trägt dazu bei, Bremerhaven als wichtiges Ziel für amerikanische Reisende zu positionieren.
  • Polen ist seit 2023 ein neuer Markt für Bremerhaven, der aktiv bearbeitet wird. Die Ankünfte aus Polen stiegen um 16,4 % auf 1.430, auch die Übernachtungen legten um 29,3 % auf 3.279 zu.

Erlebnis Bremerhaven GmbH stärkt den Vertrieb

Untätig waren die Touristiker 2024 nicht. Sie warben in Kooperationen wie der Tourismus Agentur Nordsee (Tano) für die Seestadt und waren auf Messen im In- und Ausland aktiv mit ihren attraktiven Kernthemen Wissens- und Erlebniswelten, Fischerlebnis und Hafenerlebnis. Gerber kündigt aber Umstrukturierungen an: „Wir werden unseren Vertrieb ausbauen und wollen stärker als bisher das Bus- und Gruppenreisegeschäft für Bremerhaven beleben.“ Einen weiteren Schwerpunkt legt er auf die stärkere Entwicklung Bremerhavens als Reiseziel jenseits von Großveranstaltungen wie den Maritimen Tage oder der SAiL alle fünf Jahre. Gerber: „Unsere Destination muss noch bekannter werden. Wir wollen mehr Menschen für Bremerhaven begeistern.“ Mit den Einnahmen aus der Citytax seien verlässliche Voraussetzungen geschaffen, kräftig die Werbetrommel für Bremerhaven zu rühren.

Auch wenn die Bilanz für 2024 nicht gut sei, so arbeite das Team der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft aber engagiert an einer neuen Ausrichtung, mehr Gäste in die Stadt zu holen, so Grantz. „Wir sind stetig dabei, unsere Arbeit zu hinterfragen und die Erlebnis Bremerhaven ist auf einem guten Weg“, so Grantz. Außerdem erhalte die Erlebnis Bremerhaven GmbH einen eigenen Internet-Auftritt für die touristische Präsenz der Stadt. 

Grantz und Gerber sind überzeugt, dass die Zahlen für 2025 deutlich besser ausfallen werden – nicht zuletzt auch wegen der SAiL vom 13. bis 17. August und den erwarteten 1,2 Millionen Besuchern in der Stadt. „Die Hotels sind bereits nahezu ausgebucht“, sagt Rothe. Das Fazit von Grantz und Gerber fällt deshalb auch positiv aus: „Ein tolles Jahr liegt vor uns.“

Bild: Anna Ściwiarska Erlebnis Bremerhaven

Neue Info-Tafeln mit Details aus dem Hafen

Container-Aussichtsturm an der Nordschleuse ab 1. März wieder geöffnet

Neue Infotafeln: Techniker Sven Bade (links) und Geschäftsführer Michael Gerber von der Erlebnis Bremerhaven GmbH bauen die neuen Schilder an. Copyright: Helmut Gross Erlebnis Bremerhaven

In Bremerhaven ist der beliebte Container-Aussichtsturm an der Nordschleuse ab Sonnabend, 1. März, wieder für Besucher geöffnet. Die Erlebnis Bremerhaven GmbH hat die Winterpause genutzt, die Infotafeln auf dem Turm zu erneuern. Beim Rundblick über den Hafen können Touristen wie Einheimische ab sofort verblüffende Details aus dem Überseehafen erfahren.

Bremerhavens „Tor zur Welt“ – das ist die Nordschleuse, ausgezeichnet als „historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst“. Sechs Jahre lang bauten bis zu 1000 Arbeiter daran und das, was sie so besonders macht, liegt unter Wasser. Oder haben Sie gewusst, dass der Auto-Terminal so groß ist wie 350 Fußballfelder? Dass die Lloyd Werft einst das größte Trockendock der Welt unterhielt und dass in Bremerhaven schon 150 Jahre vor der SAiL die prächtigsten Tiefwasser-Segelschiffe gebaut wurden?

„Der Container-Aussichtsturm ist für den Bremerhaven-Tourismus von großer Bedeutung“, sagt Michael Gerber, der Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Rund 100.000 Menschen besuchen die Plattform in 12,5 Metern Höhe jedes Jahr und geben ihr im Internet Bestnoten – der Eintritt ist frei und die Eindrücke inmitten des Hafens sind außergewöhnlich.  „Für viele unserer Gäste gehört der Besuch zu einem Ausflug nach Bremerhaven dazu“, sagt Gerber. Aber der Turm klärt nun auch über eine Besonderheit im kleinsten Bundesland auf, die kaum jemand weiß, der nicht aus Bremen oder Bremerhaven kommt: dass das Überseehafengebiet zur Stadt Bremen gehört und der Aussichtsturm somit mitten in der Stadt Bremen steht.

Der Container-Aussichtsturm wurde 1979 als Spende von 30 Hafenunternehmen gebaut. „Der Turm ist uns zwar längst lieb, aber ihn zu pflegen und zu erhalten auch teuer“, sagt Gerber. Denn mittelfristig müssen das Stahlgerüst saniert und die zwölf Seecontainer erneuert werden.

Häfen: Oberbürgermeister Melf Grantz mahnt gemeinsame Strategie an

Bild: Radio Brremerhaven

„Die deutschen Häfen stehen vor der Herausforderung, ihre Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Kontext zu sichern und auszubauen. Als Oberbürgermeister von Bremerhaven möchte ich unterstreichen, wie entscheidend es für die Zukunft unserer Häfen ist, dass wir eine gemeinsame, starke Hafenstrategie für Deutschland verfolgen“, so Grantz.

Eine Strategie, die auf Vertrauen, Zusammenarbeit und dem Respekt für die jeweiligen Stärken der Hafenstandorte basiert, sei dringend notwendig. „Unsere Häfen tragen alle zum wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes bei: Wilhelmshaven hat sich als starker Partner im Bereich des Containerumschlags etabliert, während Bremerhaven sich als führender Hafen für den Automobilumschlag einen hervorragenden Ruf in der Welt erarbeitet hat. Diese Kernkompetenzen und Alleinstellungsmerkmale gilt es zu wahren und weiterzuentwickeln“, so Grantz.

Er betont: „Wir sollten uns auf Transparenz, Offenheit und den respektvollen Umgang miteinander besinnen – Werte, die uns als Hanseaten seit Jahrhunderten gute Ratgeber sind. Unsere Vision muss es sein, den Hafenstandort Deutschland als Ganzes zu stärken und international wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Grantz abschließend.

Der Magistrat fährt mit: cambio bringt E-CarSharing nach Bremerhaven

cambio eröffnet die erste elektrische CarSharing-Station in Bremerhaven. An der Station Stadtverwaltung in der Hinrich-Schmalfeldt-Straße stehen ab sofort zwei Opel Corsa Electric Long Range zur Verfügung. Die beiden E-Autos sind über die cambio-App buchbar. Die Station wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Bremerhaven realisiert, der die Fahrzeuge künftig auch für dienstliche Fahrten nutzen wird. Insgesamt betreibt cambio in der Seestadt nun 19 Autos an fünf Stationen.

Claus Polansky, Magistratsdirektor der Stadt Bremerhaven, betont den Mehrwert der neuen Station: „Für uns als Stadt ist es wichtig, Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung zu übernehmen. Die beiden Elektrofahrzeuge sind eine attraktive neue Mobilitätsoption für unsere Mitarbeitenden und alle Menschen in Bremerhaven. Die Station Stadtverwaltung ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie gemeinsames Handeln die Verkehrswende voranbringen kann.“

Auch Fleming Erdwiens, Standortmanager bei cambio, hebt die Bedeutung dieser Zusammenarbeit hervor: „Wir freuen uns sehr, den Menschen in Bremerhaven die ersten elektrischen CarSharing-Autos anbieten zu können. Die positive Einstellung des Magistrats zum CarSharing hat uns die Entscheidung für die Station leichtgemacht. Gemeinsam wollen wir Elektromobilität aus der Nische in den Alltag bringen. Die Corsa Electric sind dafür optimal, da sie Elektroautos mit großer Reichweite und tollem Fahrgefühl sind, in denen sich auch E-Auto-Einsteiger*innen sofort zurechtfinden.“

2024 waren 20 Prozent aller neu angeschafften Fahrzeuge bei cambio Bremen mit Elektroantrieb ausgestattet. Im laufenden Jahr soll bereits jedes dritte Fahrzeug elektrisch sein. Ziel des Unternehmens ist es, bis 2035 in allen Fahrzeugklassen ausschließlich E-Autos in die Flotte aufzunehmen.

cambio ist zuversichtlich, mit den neuen Fahrzeugen noch mehr Bremerhavener*innen von dem CarSharing-Angebot in der Seestadt überzeugen zu können. „Aktuell sind es knapp 700, das ist schon toll,“ sagt Fleming Erdwiens. „Wir sind letztes Jahr in Bremerhaven um 13 Prozent gewachsen. Das zeigt, dass immer mehr Menschen und Unternehmen CarSharing als flexible und wirtschaftliche Alternative zum eigenen Auto entdecken. Denn CarSharing lohnt sich, auch finanziell: Bei bis zu 14.000 Kilometern im Jahr ist CarSharing nachweislich günstiger als ein eigenes Auto.“

Um Interessierten in Bremerhaven die Möglichkeit zu geben, CarSharing einmal auszuprobieren, bietet cambio Neueinsteiger*innen bis Ende März ein besonderes Angebot. Für die ersten drei Monate der Mitgliedschaft wird ihnen im günstigen Aktiv-Tarif die monatliche Gebühr von 11 Euro erlassen. Ein Wechsel in einen grundgebührfreien Tarif ist bei dem Unternehmen jederzeit möglich.

Über cambio
cambio ist bundesweit mit über 145.000 Kund*innen einer der größten stationsbasierten CarSharing-Anbieter in Deutschland. Über 41.000 Kund*innen hat das Unternehmen bereits im Nordwesten Deutschlands, mit Standorten u.a. in Bremerhaven, Bremen, Oldenburg, Delmenhorst, Leer und Wilhelmshaven Wer bei cambio angemeldet ist, kann deutschlandweit auf mehr als 6.000 CarSharing-Autos zugreifen.

Ziel des Unternehmens ist es, nachhaltige Mobilität und eine Alternative zum eigenen Pkw anzubieten. An festen Stationen, verteilt im Stadtgebiet, können Autos für eine Stunde oder mehrere Wochen gebucht werden. Abgerechnet wird nach gebuchter Zeit und gefahrenen Kilometern. Kraftstoff und Versicherung sind stets inklusive. Dadurch ist CarSharing für alle, die bis zu 14.000 km im Jahr fahren, günstiger als ein privater PKW. In Bremen ersetzt ein cambio-Auto 13 private Pkw. CarSharing hat nachweislich einen verkehrsentlastenden Effekt und ist ein wichtiger Baustein im Mobilitätsmix.

Bundespräsident Steinmeier kommt zur SAiL

Er kommt: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zugesagt, zur SAiL nach Bremerhaven zu kommen. Das deutsche Staatsoberhaupt wird das Windjammer-Festival am 13. August 2025 eröffnen und an Bord der „Gorch Fock“ die Parade der einlaufenden Großsegler abnehmen. Das teilten Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz und Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren während einer Veranstaltung für Sponsoren der SAiL mit.  Die griffen für den guten Zweck noch einmal tief in die Tasche.

Im Fischbahnhof im Schaufenster Fischereihafen kamen am Mittwochabend rund 150 Gäste aus Politik, Verwaltung und vor allem: der Wirtschaft zusammen. „Mit unserem Sponsorenabend möchten wir Danke sagen für die großartige Unterstützung“, sagte Grantz, der Vorsitzender des SAiL-Organisationskomitees ist. Das Windjammer-Festival mit erwarteten 1,2 Millionen Besuchern und 250 Segelschiffen zu veranstalten, kostet mehr als drei Millionen Euro. Eine Million Euro gibt das Land Bremen als Zuschuss, knapp eine Million Euro werden erwirtschaftet und als Sach- oder Geldleistungen kommen durch Sponsoring noch einmal knapp eine Million Euro zusammen. „Ohne Sponsoren wäre die SAiL nicht auf die Beine zu stellen“, so Grantz.  „Ich bin sehr dankbar, dass die Bereitschaft, uns zu unterstützen, auch in wirtschaftlich nicht gerade einfachen Zeiten noch immer so groß ist.“  

Mehr als 80 große und kleine Sponsoren

Künstler Dirk Böhling führte durch einen kurzweiligen Abend und präsentierte gar einen von ihm verfassten Sponsoren-Song mit dem Refrain: „SAIL 2025 – ohne euch Sponsoren wären wir verloren! SAIL 2025 – würd‘ es euch nicht geben, wär kein Wind im Segel!“ Hauptsponsor des Windjammer-Festivals ist Aida Cruises. Insgesamt engagieren sich rund 40 Großsponsoren und noch einmal so viele kleinere für die SAiL. Es gehe aber nicht nur um große Schecks und hohe Summen, so Grantz. „Das Sponsoring ist sehr vielfältig und reicht von Freigetränken über die Müllentsorgung bis zur Unterstützung beim Aufbau, Lebensmittel-Spenden und sogar 3000 T-Shirts für die Trainees auf den Schiffen.“   

Der Oberbürgermeister sagte, er sei dem Organisationskomitee dankbar für die Arbeit und der Beteiligung beinahe aller Einrichtungen und Organisationen in der Stadt an dem einzigartigen Festival. Als Beispiel erwähnte er das Technische Hilfswerk: Das sei während der SAiL „mit 50, 60 Leuten im Einsatz. Ehrenamtlich. Die nehmen alle Urlaub. Das ist großartig.“   

Gastgeber für Besucher aus aller Welt

Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren sagte, dass er als oberster Repräsentant der Stadt zwar jede Menge Termine während der fünf Festival-Tage habe, sich aber wie wohl jeder Bremerhavener freue, Gastgeber für Schiffe und Besucher aus aller Welt zu sein. „Die Unterstützung, die wir bei der SAiL erfahren – von den vielen Vereinen und Verbänden bis eben zu den Sponsoren – ist großartig. Ihnen sage heute schon gerne ,Herzlichen Dank dafür‘“.

Steinmeier nimmt Parade ab

Er verfolge bereits gespannt das „Puzzle“, für alle Schiffe den passenden Liegeplatz in den Häfen zu finden, sagte von Haaren. Im August wird erstmals die „Union“ aus Peru in Bremerhaven zu Gast sein, Mexiko schickt die „Cuauthémoc“, der Oman hat gerade zugesagt, mit seinem Schulschiff an der SAiL teilzunehmen. Der Bundespräsident wird am Mittwoch, 13. August, gegen Mittag die Parade der einlaufenden Schiffe auf der Weser abnehmen und im Anschluss an der Seebäderkaje die SAiL offiziell eröffnen. Steinmeier war bereits zu den Maritimen Tagen 2021 in Bremerhaven zu Gast und damals begeistert von der Atmosphäre.

„SAIL 2025“ meistbietend versteigert

„SAIL 2025“ – dieser Schriftzug in großen Lettern stand jahrelang am Freigebiet in Bremerhaven. Künftig wird er vor Hotels und Restaurants zu sehen sein. Sebastian Gregorius, Bremerhavens letzter vereidigter Fischauktionator, griff zum Sponsorenabend noch einmal zum Hammer, um den Schriftzug meistbietend für den guten Zweck zu versteigern.  4200 Euro kamen so noch einmal insgesamt zusammen, die an die Seemannsmission gehen. Ersteigert wurde der Schriftzug für 2500 Euro durch den Hotel- und Gaststättenverband Dehoga, die damit bis zur SAiL vor den Betrieben werben möchten. Außerdem legten drei private Spender noch einmal 1700 Euro obendrauf, wenn sie nach der SAiL die Anfangsbuchstaben ihrer Nachnamen „S“, „L“ und „A“ bekommen –  abgemacht!

Gestaltungsgremium verpasst Projekt „Wulsdorfer Mitte“ letzten Feinschliff

Die „Wulsdorfer Mitte“ mit Blick Richtung Innenstadt. Von rechts kommend stößt die Lindenallee auf die Weserstraße.

Nachdem die Gremien der Dieckell Wulsdorf GmbH & Co. KG dem Projekt im vergangenen Jahr zugestimmt und der Investor erste Architekturentwürfe vorgestellt hatte, haben nun Fachleute im Rahmen eines Gestaltungsgremiums die Pläne begutachtet.

Das Gremium unter Vorsitz des Bremer Architekten Michael Frenz traf sich am 5. und 17. Februar 2025, um gemeinsam mit Vertretern der Dieckell-Gruppe als Investor einen kritischen Blick auf die Entwürfe des Architekturbüros JPS – Architekten & Ingenieure zu werfen.

Neben Michael Frenz gehörten auch Oliver Platz, der Präsident der Architektenkammer Bremen, Oberbürgermeister Melf Grantz, Bürgermeister Torsten Neuhoff und zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus den beteiligten Ämtern der Stadtverwaltung dem Gremium an.

Auf einer brachliegenden Fläche an der Kreuzung Weserstraße/Lindenallee sollen insgesamt rund 100 neue Wohnungen sowie ein Lidl-Markt mit rund 1.400 Quadratmeter Verkaufsfläche und ein Rossmann-Drogeriemarkt (etwa 700 Quadratmeter Verkaufsfläche) einschließlich der notwendigen Pkw-Stellplätze entstehen.

Das Bebauungskonzept sieht vor, den Lidl-Markt an der Weserstraße anzuordnen und die Wohnungen in Form eines L-förmigen Gebäudeschenkels sowie eines freistehenden Solitärs oberhalb des Lidl-Marktes zu platzieren. Der freistehende Solitär verfügt über sieben Geschosse und korrespondiert mit dem gegenüberliegenden Hochhaus. „Dieses Gebäudeensemble markiert den Verkehrskontenpunkt Weserstraße/Lindenallee und schafft somit eine neue Mitte in Wulsdorf“, so der Vorsitzende des Gestaltungsgremiums, Michael Frenz.

Rahmen der Beratungen des Gestaltgremiums wurde neben der Höhenstaffelung der einzelnen Gebäudekörper insbesondere auch der Erdgeschosszone entlang der Weserstraße besondere Beachtung geschenkt. An dieser Stelle schlagen die Architekten auf Rat des Gestaltgremiums vor, zwei zusätzliche Einzelhandelsflächen mit einer Größe von jeweils 80 Quadratmetern sowie großzügige Eingangsbereiche für die Wohnungen in den Obergeschossen anzuordnen.

Für beide Aspekte, die Höhenstaffelung des Gebäudeensembles als auch der Umgang mit der erdgeschossigen Lage an der Weserstraße, haben die Architekten nach Auffassung des Gestaltgremiums gelungene und angemessene Lösungen erarbeitet und vorgeschlagen.

„Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass es sich lohnt, ein Gestaltungsgremium einzuberufen“, so Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz abschließend. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir den Stadtteil Wulsdorf damit nach vorne bringen werden und freue mich auf die Umsetzung des Projekts.“

„Das im Gestaltungsgremium entwickelte Ergebnis ist der bestmögliche Kompromiss, der sich hervorragend in den städtebaulichen Plan einfügt“, ergänzt Bürgermeister Neuhoff, Dezernent für das Stadtplanungsamt.

Während derzeit die Leitungen auf der westlichen Seite der Weserstraße verlegt werden, sollen nach Angaben von Dieckell-Geschäftsführer Andreas Külken im April die bauvorbereitenden Arbeiten auf dem Grundstück beginnen. Die Fertigstellung der „Wulsdorfer Mitte“ ist für Ende 2027 geplant.

©Büro JPS – Joost Philipps Tepe – Architekten & Ingenieure

TV-NEWS: Heidi kommt zurück!

RTL und SRF bringen Neuauflage des Klassikers auf die Bildschirme

145 Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Romans von Johanna Spyri, schlagen RTL und SRF ein neues Kapitel in der Geschichte von „Heidi“ auf. Die beliebte Figur, die Generationen von Kindern und Erwachsenen weltweit in ihre Herzen geschlossen haben, erhält eine moderne Neuauflage im historischen Kontext. Die neue Adaption wird nicht nur die zeitlosen Abenteuer der jungen Heidi in den Schweizer Bergen erzählen, sondern auch ihren Weg zur jungen Frau. Hinter der Entwicklung und Produktion der Heidi-Serie stehen DCM Schweiz und GAUMONT; die Serie wird bei RTL Deutschland und dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) zu sehen sein.

Hauke Bartel, Bereichsleiter Fiction bei RTL Deutschland: „‚Heidi‘ ist eine der bekanntesten und beliebtesten Figuren der Weltliteratur, die Generationen von Zuschauerinnen und Zuschauern begeistert hat. Wir legen die klassische Geschichte neu auf und erzählen darüber hinaus die Entwicklung eines Mädchens zur jungen Frau: Eine moderne Adaption, die sowohl die Magie der Schweizer Berge als auch Heidis bewegenden Lebensweg neu erlebbar macht. Wir freuen uns auf dieses erste gemeinsame Projekt mit dem SRF als Senderpartner.“

Baptiste Planche, Leiter Fiktion bei SRF: „Wir freuen uns sehr darauf, die urschweizerische Geschichte von Johanna Spyris ‚Heidi‘ in einer zeitgemäßen Serie weiterzuerzählen. Dank der Kooperation von SRF mit RTL können wir dem Publikum in der Schweiz und international hochwertige Unterhaltung für die ganze Familie bieten.“

Christoph Daniel, Partner und Produzent bei DCM: „Es ist für uns eine große Freude, den weltweit bekannten Klassiker ‚Heidi‘ neu auf die Bildschirme bringen zu dürfen. Die bewegende Geschichte schlägt, genau wie das gesamte Team, eine wunderbare Brücke zwischen den Schweizer Alpen und Deutschland. Wir freuen uns sehr auf dieses gemeinsame Abenteuer.“

Sabine de Mardt, Geschäftsführerin und Produzentin GAUMONT: „In großer Erzähltradition treffen sich 130 Jahre Gaumont, 145 Jahre ‚Heidi‘ und bald 200 Jahre Johanna Spyri. Es könnte kaum einen besseren Zeitpunkt geben, um Heidis zeitlose Geschichte zum ersten Mal weiterzuerzählen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit RTL, SRF sowie DCM Schweiz.“

Foto: SRF