Im Rahmen der diesjährigen europäischen Impfwoche von Sonntag, dem 27. April, bis Samstag, den 3. Mai 2025, ruft das Gesundheitsamt Bremerhaven alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihren Impfstatus zu überprüfen und mögliche Impflücken zu schließen.
Viele Erwachsene unterschätzen die persönliche Gefährdung ihrer Gesundheit durch Infektionserkrankungen wie beispielsweise Diphtherie und Tetanus. Kinder sollten insbesondere über einen vollständigen Masernschutz verfügen. Ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger sollten vor Gürtelrose oder einer Pneumokokken-Erkrankung geschützt sein.
Die Rückkehr von Krankheiten, die in Deutschland bereits nahezu ausgerottet schienen, zeigt, wie wichtig ein flächendeckender Impfschutz für die Gesundheit der gesamten Bevölkerung ist. Zum Beispiel wurden zuletzt immer wieder Fälle von Masern, Röteln und sogar Diphtherie registriert – Krankheiten, die durch umfassende Impfprogramme weitgehend unter Kontrolle gebracht worden waren. Doch die Impfmüdigkeit und unvollständige Impfserien haben dazu geführt, dass diese Erreger wieder vermehrt zirkulieren und in einigen Regionen Deutschlands zu Ausbrüchen geführt haben. Der aktuelle Masernausbruch in den USA ist ein weiteres Beispiel.
„Viele Menschen unterschätzen die Gefahr, die von vermeintlich ‚verschwundenen‘ Krankheiten ausgeht“, mahnt Stadträtin Andrea Toense (Dezernentin für Gesundheit). „Die Impfungen bieten nicht nur persönlichen Schutz, sondern verhindern auch die Weiterverbreitung von Erregern und schützen somit die Gemeinschaft als Ganzes – besonders vulnerable Gruppen wie Neugeborene, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.“
Was zu tun ist:
Impfstatus überprüfen: Ein Blick in den Impfpass kann schnell verraten, ob alle Impfungen aktuell sind. Der aktuelle STIKO-Impfkalender kann hier Klarheit geben. Bei Unsicherheiten hilft der Hausarzt oder die Hausärztin weiter.
Fehlende Impfungen nachholen: Viele Impfungen können bereits bei der nächsten Arztpraxis unkompliziert und schnell durchgeführt werden.
Kinder schützen: Eltern sollten sicherstellen, dass ihre Kinder alle empfohlenen Kinderimpfungen erhalten, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern.
Gemeinsam informieren: Freundinnen und Freunde, Familienmitglieder und Kolleginnen und Kollegen dazu ermutigen, ebenfalls ihren Impfstatus zu prüfen und mögliche Lücken zu schließen.
„Impfungen gehören zu den größten Errungenschaften der modernen Medizin“, so Toense abschließend. „Lassen Sie uns nicht riskieren, diese Erfolge aufs Spiel zu setzen.“
Auf diese Zusage, sagt die Schiffsmanagerin der SAiL, sei sie schon stolz: Das traditionsreiche Segelschulschiff „Corsaro II“ der Italienischen Marine wird am internationalen Windjammerfestival SAiL Bremerhaven vom 13. bis 17. August 2025 teilnehmen. Die italienische Botschaft hat die schnittige Yacht nun angemeldet.
Komplett aus Mahagoni und Teak gebaut
Die „Corsaro II“ ist ein echtes Schmuckstück der klassischen Yachtbaukunst und ein schwimmendes Symbol für nautische Exzellenz. „Sie zählt zu den elegantesten Seglern ihrer Klasse“, weiß Julia Baecher, denn sie ist die Schiffsmanagerin der Erlebnis Bremerhaven GmbH, der kommunalen Gesellschaft für Touristik, Marketing und Veranstaltungen, die die SAiL organisiert. Die „Corsaro II“ wurde 1960 vom renommierten New Yorker Studio Sparkman & Stephens im Auftrag der italienischen Marine als schneller und wendiger Zweimaster entworfen und vollständig aus Mahagoni und Teak gebaut.
60 Kadetten gehen im Sommer auf Reisen
Mit einer Länge von 20,9 Metern, einer Breite von 4,7 Metern, einem Tiefgang von 2,9 Metern und einem 24 Meter hohen Hauptmast trägt die „Corsaro II“ eine Segelfläche von 205 Quadratmetern. Bis zu 16 Personen finden an Bord Platz – insbesondere Kadetten der italienischen Marineakademie in Livorno. Jedes Jahr gehen 60 von ihnen mit der „Corsaro II“ auf See und nehmen während des Sommers an Regatten und maritimen Veranstaltungen in Europa teil. Auf der Yacht zu segeln, ermöglicht den Kadetten einen intensiveren Kontakt mit dem Meer, der Navigation und dem Wetter – bevor sie ihren Dienst auf einem grauen Kriegsschiff antreten.
Schulschiff mit Geschichte – und Zukunft
Seit ihrer Indienststellung vor bald 65 Jahren ist die „Corsaro II“ nicht nur Ausbildungsstätte, sondern immer auch stolze Botschafterin Italiens. Sie nahm an prestigeträchtigen transozeanischen Rennen teil und ist gern gesehener Gast bei internationalen Segel-Festivals. Ab Anfang Juli segelt die Crew von Frankreich bis Dänemark alle vier Regatten der Sail Training International mit, um dann von Esbjerg Kurs auf die Wesermündung zu nehmen. „Viele Schiffe segeln von dort direkt weiter zu uns“, sagt Baecher. Die SAiL in Bremerhaven besucht die „Corsaro II“ das erste Mal „und daher freuen wir uns besonders“.
Ein maritimer Höhepunkt für Bremerhaven
Mit ihrer Teilnahme an der SAIL reiht sich die „Corsaro II“ in eine Flotte internationaler Großsegler ein – 16 Nationen haben inzwischen ihre Teilnahme zugesagt. Zu dem Windjammerfestival in den Havenwelten und im Fischereihafen von Bremerhaven werden 250 Schiffe erwartet sowie rund 1,2 Millionen Besucher.
Diese Staatsgäste haben zugesagt
Aushängeschilder des Windjammer-Festivals sind die segelnden Staatsgäste – die Marine-Schulschiffe. Peru kommt erstmals mit der Viermastbark „Union“, Mexiko segelt mit der „Cuauhtémoc“ nach Bremerhaven, aus Uruguay kommt der Dreimast-Schoner „Capitan Miranda“, aus dem Sultanat Oman die „Shabab Oman II“, die Deutsche Marine hisst die Segel der „Gorch Fock“. Zugesagt hat auch die Königliche Marine der Niederlande für ihre Stagsegelketsch „Urania“ und Frankreich für die „Belle Poule“. Es wird voll werden in den Häfen zur SAiL 2025 in Bremerhaven, „aber für Staatsschiffe haben wir immer einen Platz frei“, sagt die Schiffsmanagerin.
Sie war eine wichtige ökologische Basis in der Nordsee und gilt seit gut 100 Jahren als ausgerottet: die Europäische Auster. Das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) setzt sich für die Wiederansiedlung der Muschel ein. Im Rahmen eines aufwendigen Projektes werden rund drei Millionen Austern in der Deutschen Bucht ausgewildert.
Austernbänke an der deutschen Nordseeküste – bis in die 1920er-Jahre hinein war das durch die Europäische Auster selbstverständlich. Dann brachen die Bestände durch die Überfischung zusammen. Die Austernbänke waren größtenteils zerstört und damit auch eine Lebensgrundlage der Fischer und der Natur.
„Durch ihren Aufbau haben die Austern große Riffe gebildet. Auf alten, abgestorbenen Austern siedeln sich neue Muscheln an. Das ergibt dann über die Jahre ein besonderes Biotop, in dem sich viele Tier- und Pflanzenarten ansiedeln“, erklärt Dr. Bernadette Pogoda, Meeresbiologin am AWI. Sie kümmert sich um die Wiederansiedlung der Europäischen Auster in der Nordsee.
Dr. Bernadette Pogoda, Meeresbiologin am AWI, engagiert sich für die Wiederansiedlung der Europäischen Auster in der Nordsee. Foto: Jonas Wresch
Ein Test – 200.000 Austern werden ausgesetzt
Das Projektgebiet liegt gut 20 Kilometer westlich der Insel Borkum im Meeresschutzgebiet „Borkum Riffgrund“. Zunächst wurden hier als Test rund 200.000 junge Austern ausgesetzt, um zu sehen, wie die Tiere reagieren und ob eine Wiederansiedlung möglich ist. Mit Steinschüttgut wurden dafür im Jahr 2020 zwei künstliche Riffe aufgebaut. „Diese Riffe sind gut 70 Zentimeter hoch und liegen in rund 25 Meter Wassertiefe“, erklärt Bernadette Pogoda. „Da es ja keine alten Austernriffe mehr gibt, mussten wir einen Untergrund schaffen, auf dem die Tiere sich verankern können.“
Durch Wasserproben hat das AWI geprüft, ob die Austern sich vermehren und Larven im Meer rund um das Testgebiet zu finden sind – mit Erfolg. Nun ist das Projekt in der nächsten Phase. Insgesamt drei Millionen junge Austern werden bis Ende 2025 von den Bremerhavener Forschern am Borkum Riffgrund ausgesetzt. Die Tiere stammen aus einem niederländischen Zuchtbetrieb. Finanziert und unterstützt wird das Gesamt-Projekt „Europäische Auster“ vom Bundesamt für Naturschutz. Der Aufbau einer eigenen Austernzuchtanlage auf Helgoland, der Riffaufbau, das Auswildern der Austern und die Forschung kosten rund acht Millionen Euro.
Eine Kinderstube für viele Fischarten
„Wir freuen uns sehr, dass die erste Austern-Ansiedlung erfolgreich war. Wir haben damit eine echte Chance, in der Deutschen Bucht wieder Riffe mit Europäischen Austern aufzubauen“, betont Bernadette Pogoda. „Die Muschelriffe sind Kinderstube für viele Fischarten und damit auch ein Jagdgebiet für Räuber. Außerdem siedeln sich hier Pflanzen wie Seeanemonen an“. Für die weitere Auswilderung der Europäischen Auster sollen zusätzliche Stein-Riffe aufgeschüttet werden.
Bis in der Deutschen Bucht wieder Riffe auf natürlichem Wege durch die Europäische Auster entstehen, dauert es noch einige Jahre. Trotzdem ist die hier ausgestorbene Muschelart aber schon zu sehen. Der Bremerhavener Zoo am Meer hat zusammen mit dem AWI ein Aquariumbecken mit der Auster besetzt, um auch hier das Wachstum der Art zu beobachten.
Im Zoo-Aquarium blüht bereits eine Anemone
„Korallenriffe kennt jeder, aber dass es vor nur 100 Jahren hier in der Nordsee direkt vor der Haustür auch Riffe gegeben hat – das wissen die Wenigsten“, sagt die Direktorin des Zoos, Dr. Heike Kück. Zusammen mit den Muscheln, Plattfischen und anderen Lebewesen hat sich seit Projektbeginn 2020, wie ein kleines Unterwasserparadies, schon ein vielfältiges Biotop im Nordsee-Aquarium gebildet. Der beste Beweis: Zwischen den Austern wächst eine Seeanemone. Heike Kück: „So wie dieses Mini-Riff hier aussieht, haben früher auch die Austern-Riffe in der Nordsee ausgesehen.“
„Bühne frei“ für Fisch und Meeresfrüchte ist auch das Motto der 35. Fischparty, die in Bremerhaven bis zum Sonntag gefeiert wird. 50.000 Besucher werden dazu im Schaufenster Fischereihafen erwartet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Vielfalt, Qualität und Nachhaltigkeit sowie natürlich der Genuss von frischem Fisch. Vorträge von Wissenschaftlern und Forschern der Thünen-Institute und des Alfred-Wegener-Instituts widmen sich Themen wie nachhaltiger Fischerei, Zertifizierungen durch MSC und ASC sowie der Frage, wie Fischkonsum umweltbewusst gestaltet werden kann.
Sie waren einst das Rückgrat des Hafens, heute sind sie technische Denkmäler mit Charakter: In der neuen Vier-Kräne-Tour des „BremerhavenGuide“ werden vier eindrucksvolle Hafenkräne vorgestellt, die einst für den Güterumschlag unverzichtbar waren und nun als markante Zeugnisse der Industriekultur faszinieren. Die Tour lädt alle Interessierten zur Entdeckungsreise durch die Hafengeschichte der Seestadt ein – multimedial, kostenlos und jederzeit per App abrufbar.
Industriegeschichte hautnah – digital vermittelt
Die Tour ist Teil der offiziellen Bremerhaven-App „BremerhavenGuide“ und richtet sich sowohl an Gäste als auch an Einheimische. Wer die Tour startet, begibt sich auf eine informative Reise zu vier Kränen am Neuen Hafen, im Museumshafen und an der Geeste. „Jeder dieser Kräne steht stellvertretend für eine Epoche der Hafenentwicklung“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Die kommunale Gesellschaft für Touristik, Marketing und Veranstaltungen hat die Tour konzipiert. „Die Kräne erzählen nicht nur von technischer Raffinesse, sondern auch vom Wandel einer Stadt, deren Identität eng mit dem Hafen verknüpft ist.“
Holzstuhl, Fußraste, ein Hebel – so simpel geht es heute nicht mehr zu in den Steuerständen der Kräne. Foto: Dr. Lars Kröger_ DSM
Vier Kräne – vier Geschichten
Halbportalkran (1925): Gebaut in Bremerhaven, war der Kran wie Dutzende baugleiche bis 1977 im Einsatz. Heute steht er als Wahrzeichen und letzter seiner Art in der Stadt im Museumshafen und erinnert an die Blütezeit der Stückgutverladung.
Dampf-Rangier-Kran (1939): Ein seltenes Exemplar mit Dampfantrieb und 360-Grad-Drehung. Ursprünglich auf einer Yachtwerft genutzt, gehört er heute zu den Exponaten des Deutschen Schifffahrtsmuseums.
Kiesverladekran (1959): Am Nordende des Neuen Hafens zeugt der „Grube-Kran“ von der Industriegeschichte des Areals. Der Kran hat 50 Jahre lang dort Sand und Kies umgeschlagen und war bis 2009 in Betrieb.
Werftkran (1956): Der Drehkran der einst renommierten Rickmers Werft konnte Lasten bis zu 20 Tonnen heben und steht noch immer am Geesteufer als Symbol für Bremerhavens große Werfttradition. Weil die Kaje marode ist, soll der Kran bald gedreht und auf ein neues Fundament gesetzt werden.
Ein neuer Blick auf alte Riesen
Die Vier-Kräne-Tour vereint Hintergrundinformationen mit anschaulicher Technikgeschichte. Die App bietet dabei nicht nur deutsche, sondern auch englische Inhalte – ideal für internationale Gäste. „Mit der Tour möchten wir historische Infrastruktur erlebbar machen und ein neues Bewusstsein für die Bedeutung dieser stillen Zeitzeugen schaffen“, so Gerber.
Die Tour ist ab sofort kostenlos im „BremerhavenGuide“ verfügbar – einfach App herunterladen, Tour auswählen und Bremerhavens Industriegeschichte entdecken. Die offizielle City-App hat sich als einer der beliebtesten Stadtführer etabliert. Sieben Rundgänge durch Bremerhaven begleitet sie digital mit Text, Audio, Foto und Videobeiträgen. Für ein barrierefreies Hörerlebnis stehen die Texte als Audio-Dateien in der App zur Verfügung. Eine interaktive, digitale Stadtkarte zeigt die Positionen der Sehenswürdigkeiten sowie den Weg dorthin.
Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite der Stadt Bremerhaven:
Electronic Arts hat auf der Star Wars Celebration Japan das neue rundenbasierte Singleplayer-Taktikspiel Star Wars Zero Company vorgestellt, das von Bit Reactor in Zusammenarbeit mit Respawn Entertainment und Lucasfilm Games entwickelt wird. In Star Wars Zero Company übernehmen Spieler:innen die Rolle von Hawks, einem früheren Offizier der Republik, der einen Elitetrupp anführt. Erzählt wird dabei eine düstere und authentische Geschichte in den Wirren der Klonkriege. Die Kompanie Null ist eine unkonventionelle Gruppe von Profis aus allen Teilen der Galaxis, die ihre Differenzen beilegen müssen, um nahezu Unmögliches zu leisten und einer wachsenden Bedrohung entgegenzutreten, die die Galaxis verschlingen wird, wenn sich ihr niemand in den Weg stellt.
Den offiziellen Trailer zur Ankündigung von Star Wars Zero Company gibt es hier:
„Unsere Vision für Star Wars Zero Company beruht auf Säulen des Gameplay-Designs, die die immersive Galaxis von Star Wars mit spannendem, rundenbasierten Taktik-Gameplay verbinden“, so Greg Foertsch, CEO und Creative Director bei Bit Reactor. „Wir wollen ein Spiel mit einer originalen Star Wars-Geschichte aus der Zeit der Klonkriege liefern, in dem die Entscheidungen der Spielenden bedeutsam sind, mit rundenbasierten taktischen Kämpfen sowie einer zugänglichen und filmischen Präsentation.“
„Wir bei Lucasfilm Games sind große Taktik-Fans und wollten schon lange so ein Spiel machen“, sagt Douglas Reilly, General Manager und Vice President bei Lucasfilm Games. „In wirklich guten Taktikspielen geht es immer um bedeutsame Entscheidungen, und wir sind sicher, dass wir mit Bit Reactor das richtige Team ausgewählt haben, um ein fesselndes und innovatives Spiel zu entwickeln, das Star Wars gerecht wird.“
In Star Wars Zero Company begeben sich Spieler:innen auf eine Reise mit taktischen Operationen und Untersuchungen durch die gesamte Galaxis. Zwischen den Missionen bauen Spielende eine Operationsbasis auf und betreiben ein Netzwerk von Informanten, um den Gegnern der Kompanie Null immer einen Schritt voraus zu sein. Spieler:innen können ihren eigenen Trupp von rekrutierten Mitgliedern erstellen und anpassen, während sie daneben eine Vielzahl neuer, vorgefertigter Star Wars-Charaktere kennenlernen.
Aussehen und Kampfklasse von Hawks können vollständig individualisiert werden, und für rekrutierte Mitglieder steht eine Auswahl originaler Star Wars-Charakterklassen und -Spezies zur Verfügung. Spieler:innen können Aussehen, Ausrüstung und Fähigkeiten von Truppmitgliedern aus einer Vielzahl von Charakter-Archetypen anpassen, darunter Klonsoldaten, Astromechs und sogar ein Jedi. Im Einsatz bauen die Mitglieder der Kompanie Null persönliche Beziehungen auf und schalten so mächtige Kampfsynergien frei, die entscheidend im Kampf sein können. Aufgrund der nahezu endlosen Möglichkeiten und zahlreichen Begegnungen, bei denen das Schicksal der Galaxis auf dem Spiel steht, müssen Spielende sich intensiv vorbereiten, geschickte Strategien planen und ihren Trupp richtig zusammenstellen, um erfolgreich zu sein.
Star Wars Zero Company erscheint 2026 auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S.
Die Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven (Stäwog) hat gemeinsam mit den Partnern Stadtbibliothek und dem Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) sowie den Verantwortlichen in Magistrat und Politik erste Erkenntnisse aus der Fertigstellung der Machbarkeitsstudie für das ehemalige Karstadt-Areal vorgestellt.
„Wir haben Erkenntnisse gewonnen, wie wir einen Ort in der Innenstadt schaffen könnten, der diese belebt und an dem sich alle Generationen und gesellschaftliche Gruppen treffen, begegnen und wohlfühlen“, fasst Oberbürgermeister Melf Grantz zusammen. Bürgermeister Torsten Neuhoff ergänzt: „Aus stadtplanerischer Sicht brechen wir alte Strukturen auf und betreiben dringend notwendige Stadtreparatur.“
Seit Ende des Jahres 2024 hat die Stäwog die Machbarkeitsstudie in mehreren Workshops und Gruppentreffen mit den potentiell Beteiligten erarbeitet. „Geleitet hat die Studie die Expertin für Dritte Orte, Julia Bergmann“, erklärt Sieghard Lückehe, Geschäftsführer der Stäwog. Der Auftrag der Stadt an ihre Gesellschaft war, eine attraktive Verbindung zwischen Havenwelten und Innenstadt zu entwickeln, mit einem nachhaltigen Konzept für einen lebendigen Ort, der langfristig und verlässlich Leben in die Innenstadt bringt. „Wichtig war außerdem, dass der Dritte Ort gleichermaßen für Bremerhavenerinnen und Bremerhavener sowie für Gäste attraktiv ist“, so Lückehe. Grantz ergänzt: „Wir wollen die Stärken und Partner Bremerhavens nutzen, um ein echtes Leuchtturmprojekt entstehen zu lassen.“
Das könnte insbesondere durch die Wahl der Beteiligten gelingen. „Unser Alleinstellungsmerkmal in Bremerhaven ist die Zusammensetzung der Partner, die künftige Mieter des neuen Gebäudes werden könnten“, betont Bergmann. So sei es bundesweit einzigartig, dass eine Stadtbibliothek und das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) gemeinschaftlich einen Ort betreiben, an dem sich Bürgerinnen und Bürger, Gäste, aber auch Touristinnen und Touristen treffen, austauschen und bilden können. „Die Angebote werden überwiegend kostenlos nutzbar sein“, so Bergmann. Oliver Engelhardt, Mitglied der Geschäftsführung im DJH-Landesverband Unterweser-Ems, erklärt: „Als anerkannte außerschulische Lernstandorte Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) teilen unsere Jugendherbergen die Werte Chancengleichheit, Inklusion, Kultur, Information, Wissen und Nachhaltigkeit mit der Stadtbibliothek. Das macht eine mögliche Zusammenarbeit am Standort Bremerhaven – neben den hervorragenden Bildungsangeboten etwa durch das Klimahaus in Bremerhaven – so spannend.“ Paula Sophie Prüßner, Leiterin der Bremerhavener Stadtbibliothek, ergänzt: „Wir haben beide das Ziel, mit unserer Programmarbeit und unseren erlebnispädagogischen Bildungsangeboten soziales Engagement zu fördern und die Demokratie zu stärken. Die Stadtbibliothek ist bereits jetzt ein wichtiger Ort für die Stadtgesellschaft und wir haben den Anspruch mit unseren Angeboten und Services aktiv zum Gemeinwohl beizutragen.“
Quelle: Gerber Architekten
Auch architektonisch sollen sich diese Werte widerspiegeln. „Wir werden das Gebäude von innen heraus entwickeln und optimal auf die Nutzungsmöglichkeiten abstimmen“, erklärt Björn Grote, Projektleiter der Stäwog. Entsprechend sei das Bielefelder Architektenbüro Baulampe mit der Entwicklung eines Innenraumkonzeptes beauftragt worden. „Das Gebäude soll lichtdurchflutet, mit hohen, luftigen Räumen sein, die zum Ankommen und Verweilen einladen, ebenso aber auch Lust aufs Entdecken machen“, erklärt Architekt Mario Nolle. Im Erdgeschoss sollen deshalb neben der Gastronomie und der Rezeption bereits Bereiche für ein MINT-Labor und ein Geschichtenlabor untergebracht sein. „Das Gebäude soll so aufgebaut sein, dass man von jedem Stockwerk aus Blickbeziehungen in das nächste Stockwerk herstellen kann“, so Nolle weiter. Neben einer Familien- und einer Jugendbibliothek im ersten Obergeschoss soll es dort Platz für Do-It-Yourself-Labore geben. Im zweiten Obergeschoss soll die Erwachsenenbibliothek mit entsprechenden Lerninseln entstehen sowie ein Veranstaltungssaal und der Stadtbalkon, eines der Highlights.
Die Zimmer der möglichen Jugendherberge würden darüber in einem „Turm“ mit drei weiteren Ebenen untergebracht werden, der gleichzeitig eine architektonische Spannung zum dahinterliegenden Columbus-Center darstellt. Das erläuterte Julian Döneke von Gerber Architekten, deren Aufgabe die Übertragung der Nutzerinnen-Anforderung in eine mögliche Gebäudeform war. „Eine dreistöckige Scholle mit dreistöckigem Turm wäre eine Möglichkeit, das Gebäude wäre zur neuen Sichtachse offen ausgerichtet und würde so zur Belebung beitragen“, so Döneke.
„Die Architekten haben deutlich aufgezeigt: Wir müssen neue Wege gehen, wenn wir erfolgreich sein wollen“, erklärt Oberbürgermeister Melf Grantz. Dass selbst Teile des ehemaligen Karstadt-Gebäudes nicht für die Zukunft nutzbar seien, habe die Machbarkeitsstudie ebenfalls deutlich aufgezeigt. „Das Gebäude zu erhalten ist nicht möglich und würde auch keine Zeit- oder Kostenersparnis bringen“, so Grantz.
Der Oberbürgermeister bezeichnet die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie als äußerst gelungen und bedankt sich bei den Beteiligten ausdrücklich für die bisher geleistete Arbeit. „Sie ist jetzt Grundlage für die nächsten Schritte. Wir wollen das Projekt in einem Integrierte-Projekt-Allianz-Verfahren weiterentwickeln und realisieren. Im ersten Schritt werden wir dafür einen Teilnahmewettbewerb für die Architektenleistungen auslösen. Im weiteren Verlauf des Verfahrens werden kreative, gestalterische Lösungsansätze eines der Auswahlkriterien für das künftige Planerteam sein“, so Grantz. Ziel sei, bis Ende 2029, wenn der Mietvertrag der Stadtbibliothek im Hanse Carré ausläuft, das neue Gebäude fertiggestellt zu haben. Das sei zwar sehr ambitioniert, aber Lückehe ergänzt: „Wir haben mit dem IPA-Verfahren bei den Schulneubauten sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn wir dieses Projekt auch so angehen, werden ab Anfang 2026 bereits die ausführenden Unternehmen mit am Tisch sitzen. Die Erarbeitung eines straffen Zeitplans wird dann eine der wichtigsten Aufgaben sein.“
Neuhoff erklärt: „Wir versetzen die Stäwog in die Lage, die Planungen sowie das Gebäude vorzufinanzieren. Über die Mietzahlungen refinanziert sich das Projekt am Ende der Laufzeit. Das ist ein deutlicher Vorteil zur Zusammenarbeit mit privaten Investoren.“
Die Bürgerinnen und Bürger erhalten beim nächsten Bürgerdialog am Donnerstag, dem 24. April 2025, um 18.30 Uhr im Deutschen Auswandererhaus die Möglichkeit, sich die Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie erläutern zu lassen. „Wir freuen uns auf rege Beteiligung“, so Grantz.
Mithilfe der Haushaltsmittel aus der Sicherheits- und Sauberkeitsoffensive in Höhe von 35.000 Euro konnten die EBB mehrere Elektro-Geräte anschaffen. „Diese sind deutlich leiser und leichter in der Handhabung und ermöglichen eine effizientere Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erklärt Stadtrat Hans-Werner Busch, Dezernent für die EBB.
Neben den Kehrmaschinen, die für die Reinigung der Straßen eingesetzt werden, nutzt die EBB zur Reinigung von kleinteiligen oder schwer zugänglichen Flächen wie etwa Parkplätze, neben Besen und Schaufel vor allem Laubgebläse und Motorsensen. Diese werden, sobald sie nicht mehr nutzbar sind, ab sofort durch Elektromodelle ersetzt. „Die sind nicht nur umwelt- und bedienfreundlicher, sondern auch zeitsparend“, so Busch. Die Elektrogeräte benötigten beispielsweise keinen langen Startvorgang und müssten nicht vor Ort betankt werden. Zusätzlich seien die Reinigungsteams jeweils mit einer E-Wildkrautbürste und einem E-Handsauger ausgestattet worden. „Wildkrautbürsten werden dort eingesetzt, wo der Einsatz einer selbstfahrenden Kehrmaschine nicht möglich ist. Handsauger werden auf Untergründen gegen Littering (z.B. Zigarettenkippen, Taschentücher etc.) eingesetzt, auf denen man nicht Fegen kann, wie zum Beispiel Kies oder Rasen“, erklärt Busch.
Die Ausstattung der Reinigungsteams mit Elektrohandmaschinen, die auf die unterschiedlichen Einsätze spezialisiert sind, ermögliche eine ganzheitliche Reinigung des Einsatzortes betont Busch. „Die Maschinen sind klimafreundlich und geräuscharm. Dadurch ist ein Einsatz in der Innenstadt und auch am Wochenende möglich.“
Die Innenstadt liegt dem Dezernenten besonders am Herzen: „Um das Abfallaufkommen in der Innenstadt am Sonntag durch zu früh herausgestellte Abfallbehälter und Säcke zu entlasten, wurde im Einvernehmen mit der Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft (BEG) die Abfallabfuhr in 2025 von Montag auf den Dienstag verschoben. Weiterhin wurden von der EBB insgesamt 4 Elektrokehrmaschinen in 2024 beschafft, um die Anforderungen der Innenstadt und der touristischen Gebiete zu erfüllen, aber natürlich auch, um die CO2-Bilanz zu verbessern.“ Die Maschinen haben als weiteren Vorteil ein leichteres Gewicht. Zwei dieser Multifunktionsgeräte werden daher im Winterdienst auf Radwegen eingesetzt, weil sie die Fahrradwege schonen, die häufig mit Gehwegplatten gepflastert sind. Die Maschinen wurden als Ersatz für verbrauchte Dieselmaschinen beschafft. Dabei konnten Zuschüsse des Bundes genutzt werden.
Harry Potter Cast (von links nach rechts): John Lithgow (Credit: Jessica Howes), Janet McTeer (Credit: Andrew Crowley), Paapa Essiedu (Credit: Ruth Crafer), Nick Frost (Credit: Lee Malone), Luke Thallon (Credit: Phil Sharp), Paul Whitehouse (Credit: Mike Marsland).
Die ersten Rollen in der Neuverfilmung von Harry Potter als HBO Original-Serie sind besetzt. John Lithgow, Janet McTeer, Paapa Essiedu, Nick Frost, Luke Thallon und Paul Whitehouse übernehmen Rollen.
Der mit sechs Emmys®, zwei Tony Awards®- und einem Laurence Olivier Award prämierte sowie für einen BAFTA und zweifach für einen Oscar® nominierte John Lithgow spielt Albus Dumbledore
Die Tony®-, Golden Globe®-, und Olivier Award-Gewinnerin sowie für einen Emmy® und zweifach für einen Oscar® nominierte Janet McTeer spielt Minerva McGonagall
Der für einen Emmy®, einen Olivier Award und zwei BAFTAs nominierte Paapa Essiedu spielt Severus Snape
Der für einen BIFA-nominierte Nick Frost spielt Rubeus Hagrid
Alle vier werden Teil des Hauptcasts sein.
Zudem wurden weitere wiederkehrende Rollen bekannt gegeben: Luke Thallon wird als Quirinus Quirrell zu sehen sein, der fünffache BAFTA-Gewinner Paul Whitehouse als Argus Filch.
„Wir freuen uns die Besetzung von John Lithgow, Janet McTeer, Paapa Essiedu, Nick Frost, Luke Thallon and Paul Whitehouse als Dumbledore, McGonagall, Snape, Hagrid, Quirrell and Filch bekannt zu geben,“ so Francesca Gardinier, Showrunner und Executive Producer, und Mark Mylod, Executive Producer und Regisseur mehrerer Episoden. „Wir sind begeistert, so außergewöhnliche Talente gewonnen zu haben und können es kaum erwarten zu sehen, wie sie diese geliebten Figuren zu neuem Leben erwecken.“
Die Serie wird eine originalgetreue Adaption der erfolgreichen Harry-Potter-Buchreihe von J.K. Rowling, die auch als Executive Producer fungiert. Dank eines talentierten Casts und zahlreicher fantastischer Details lässt die Serie ihre Zuschauer die magische Welt von Harry Potter in all ihren Facetten neu erkunden und verzaubert so eine neue Generation von Fans gleichermaßen wie treue Anhänger.
Max, der Streamingdienst von Warner Bros. Discovery, wird die Serie in allen Märkten, in denen der Dienst zum Serienstart verfügbar ist, exklusiv auf Abruf anbieten. Dazu gehören auch kommende Regionen wie der deutschsprachige Raum, die Türkei, Großbritannien und Italien. Die beliebten Filme bleiben weiterhin das Herzstück der Harry Potter-Welt und sind ebenfalls weltweit verfügbar.
Geschrieben wird die Serie von Executive Producer Francesca Gardiner, Mark Mylod wird ebenfalls als Executive Producer fungieren und mehrere Episoden der Serie inszenieren. Produziert wird sie für HBO in Zusammenarbeit mit Brontë Film and TV und Warner Bros. Television. Weitere Executive Producer sind zudem J.K. Rowling, Neil Blair und Ruth Kenley-Letts von Brontë Film and TV sowie David Heyman von Heyday Films.
Wenn man bereits als 5-Jähriger lieber einem frisch gefangenen Kabeljau in die Augen sieht als einem Teddybären, dann ist der Berufsweg eindeutig bestimmt. Fischmeister André Vogt ist gelebtes Meer und steht für die Fischvielfalt im Bremerhavener Fischereihafen als deutsches Fisch- und Lebensmittelzentrum. Für das kommende Osterfest hat er die sorgfältige Fischauswahl im Blick.
Einen Schwertfisch sieht man nicht alle Tage
Das frische Eisbett in der Auslage im Schaufenster Fischereihafen spricht Bände. Mehr als 20 verschiedene Fischsorten und Meeresfrüchte liegen hier. Jeden Tag kommen Interessierte in Fiedlers Fischmarkt Anno 1906 – und sei es nur, um zu gucken und zu staunen. „Das hier ist Schellfisch, hier haben wir ganzen Lachs, da drüben liegt Rotbarsch und das hier ist ein Schwertfisch – wie man deutlich sieht“, zwinkert André Vogt seinen Kunden über den Tresen zu, während er den gut 40 Kilogramm schweren Fisch hochhält.
Fotos werden gemacht und erstaunte Kommentare abgegeben. „Die Leute sehen ja heutzutage nicht mehr so oft einen ganzen Fisch“, sagt André Vogt. „Was sie kennen, ist das fertige Filet und da sind ja keine Flossen mehr dran.“ Er selber ist schon mit 17 Jahren das erste Mal mit einem Fischdampfer zur Fangfahrt ausgelaufen. Vor der schottischen Küste war das, im Jahr 1981, als es die DDR noch gab.
„Gebürtig komme ich aus Rostock, aus einer alteingesessenen Fischerfamilie“, erzählt er. Großvater, Vater, Brüder, die Nachbarn im Mehrfamilienhaus und gefühlt die gesamte Straße – irgendwie waren sie alle Fischer oder hatten mit Fisch zu tun. Andere Kinder haben auf der Straße gespielt – André Vogt hat mit dem Filettiermesser das fachgerechte Zerteilen eines Fischs geübt. Dafür ist er selbst in den Sommerferien jeden Tag von Rostock nach Warnemünde gefahren, hat dort auf einem Kutter bei der Fischverarbeitung geholfen.
Fischmeister André Vogt vor dem Fischdampfer ‚Gera‘ im Bremerhavener Fischereihafen, bekannt für seine Fischvielfalt und Expertise. Foto: Erlebnis Bremerhaven_Helmut Stapel
Wichtig: das richtige und scharfe Messer
„So schwer ist das mit dem Filetieren gar nicht. Man muss nur das richtige und vor allem scharfe Messer haben und abhängig vom Fisch an der richtigen Stelle entlang der Hauptgräte schneiden“, erklärt der Fischmeister. Dass dabei sein kleiner Finger wie ein charmanter Enterhaken ein bisschen zur Seite steht, stört ihn nicht. „Naja, da habe ich mal reingeschnitten und die Sehne erwischt. Das Leben an der Küste ist hart“, sagt er und lacht unbeschwert.
Mit seinem gestreiften Fischerhemd und dem meeres-rauen Tonfall ist André Vogt längst zu einem Bremerhavener Original geworden. Heimweh zur Ostsee hat er nicht – und das aus gutem Grund. „Gleich hier vorn liegt ja der Fischdampfer „Gera“, das ist der letzte Seitenfänger Deutschlands. Das Museumsschiff hat den Heimathafen Rostock. Wenn ich ein bisschen Ostsee spüren will, setze ich mich einfach vors Schiff auf den Poller“, zuckt er mit den Schultern.
Bremerhaven: Hauptstadt der Fischstäbchen
Seiner Sehnsucht nach Meer und Fisch kann André Vogt im Fischereihafen von Bremerhaven ohnehin mehr als gerecht werden. Welthauptstadt der Fischstäbchen – so wird die größte deutsche Stadt an der Nordsee gern genannt. Ganz gleich, in welchem europäischen Land Fischstäbchen zubereitet werden: Sie wurden höchstwahrscheinlich in Bremerhaven produziert. Der Iglo-Konzern und die Frosta AG stellen allein jeden Tag mehr als sieben Millionen Fischstäbchen her. Hinzu kommt die Produktion von Tiefkühl-Fertiggerichten ebenfalls für Kunden in ganz Europa. Das Unternehmen Deutsche See als Manufaktur für Frischfisch gilt als der größte Fisch-Großhändler Deutschlands und die „Nordsee“ betreibt ihre Restaurantkette von hier aus. Mehr als 9000 Menschen arbeiten im Bremerhavener Fischereihafen als einem der Dreh- und Angelpunkte für die deutsche Fisch- und Lebensmittelindustrie.
Ein Einkaufstipp zum Osterfest
Liebt Fisch und das Meer: Fischmeister André Vogt präsentiert im Eisbett Schwertfisch, Rotbarsch und Schellfisch. Foto: Helmut Stapel_Erlebnis Bremerhaven
André Vogt hat inzwischen den Fisch im Eisbett wieder geordnet und neues Eis aufgefüllt. Fisch, betont er, muss immer frisch sein und gibt auch gleich die Einkauf-Tipps für das Osterfest mit auf den Weg. „Die Augen beim Frischfisch sollten leicht glasig sein und die Kiemen rot. Drückt man auf das Fleisch, muss es wieder hochkommen und nicht eingedellt bleiben“, betont er. „Ostern ist eine gute Gelegenheit, nach der Winterpause mal wieder den Grill anzuwerfen. Ein kurz angegrilltes Thunfischsteak oder marinierte Garnelen – das schmeckt garantiert.“
Und abgesehen vom Grillvergnügen, welchen Fisch schätzt André Vogt besonders? Da überlegt der Fischmeister nicht lange. Er rückt seine schwarze Kappe auf dem Kopf zurecht und grinst schelmisch wie ein kleiner Junge: „Kabeljau, was denn sonst?“
„Rolling home“: Nach sechs Monaten auf See ist die „Alexander von Humboldt II“ am Freitag in ihren Heimathafen Bremerhaven zurückgekehrt. Für welche ehrenvolle Aufgabe sich die „grüne Lady“ dort herausputzt, signalisiert eine riesige Fahne am Heck mit der Aufschrift „Sail 2025 Bremerhaven“. Das spektakuläre Windjammerfestival findet vom 13. bis 17. August in der Seestadt statt und die „Alex“ wird die Einlaufparade der imposanten Flotte als Flaggschiff anführen.
Die Botschafterin Bremerhavens auf den Weltmeeren ist auf der Heimreise kräftig durchgeschüttelt worden, als sie sich im Februar durch einen heftigen Atlantiksturm kämpfen musste. „Zwischen den Bermudas und den Azoren ist das Schiff in schweres Wetter geraten“, berichtet Jürgen Hinrichs, Vorstand der Deutschen Stiftung Sail Training, dem Betreiber der „Alex 2“. Für die 16- bis 19-jährigen Trainees an Bord sei das eine abenteuerliche Bewährungsprobe gewesen, für die ehrenamtliche Stammcrew dagegen Segleralltag.
Neuer Hafen- Alex 2 kommt aus der Karibik zurück
11.4.14 Foto Scheer
Jürgen Hinrichs
Zu Ostern im Heimathafen
Ein paar kleinere Schäden wie zerrissene Segel konnten noch während der Fahrt geflickt werden. Was darüber hinaus für die Reparaturen nötig ist, stand schon bereit, als das Schiff am Nachmittag bei einem Reparaturbetrieb im Fischereihafen festmachte. Eine Woche lang wird sie dort liegen, dann verholt die Bark an ihren Stamm-Liegeplatz in den Neuen Hafen, von wo aus sie über Ostern zu mehreren Tagestörns ausläuft. Danach geht es dann zum ersten großen Törn in Richtung London.
Auf See als schwimmendes Klassenzimmer
Seit Mitte Oktober 2024 war das Segelschiff unter der Charter des im kanadischen Nova Scotia beheimateten „West Island College international“ als schwimmendes Klassenzimmer unterwegs gewesen. Eine Kooperation, die sich bereits seit fünf Jahren bewährt und die der Stiftung die Auslastung des Windjammers in den Wintermonaten sicherstellt. Die Trainees bekommen dabei die Gelegenheit, unter fachkundiger Leitung Hochseesegeln auf Traditionsschiffen zu betreiben und dabei auch viel beschworene soziale Kompetenzen in Sachen Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und gegenseitige Rücksichtnahme zu erlernen. Allesamt prägend für die Charakterbildung der jungen Menschen.
Seite an Seite mit dem Bundespräsidenten
Für die Sommersaison und die Sail 2025 in Bremerhaven läuft sich die Crew nach dem England-Abstecher bereits beim Hamburger Hafengeburtstag warm, wo das Schiff mit den markanten grünen Segeln am 11. Mai die Auslaufparade anführen wird. Dass die „Alexander von Humboldt II“ zum Flaggschiff der Sail berufen wurde, nennt der Stiftungsvorsitzende Hinrichs eine große Ehre: „Da nimmt man nicht jeden“, sagt er. Für die 2011 in Dienst gestellte „neue Alex“ ist es nach 2015 zwar schon die zweite Sail-Teilnahme, doch dieses Mal führt sie die beeindruckende Flotte von 250 Schiffen aus aller Welt zum ersten Mal an. Während sich die Windjammer am 13. August in der Außenweser versammeln, fährt Bundespräsident Walter Steinmeier, der Schirmherr der Veranstaltung, der Flotte an Bord des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ entgegen um dann Seite an Seite mit der „Alexander von Humboldt II“ in Richtung Bremerhaven zu laufen.
Erwartet werden mehr als eine Million Besucher
Nach dem wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 ausgefallenen Großseglertreffen und zehn Jahren Sail-Abstinenz erwarten die Organisatoren während der Festtage in der größten deutschen Stadt an der Nordseeküste über eine Million Besucher. Sämtliche Programminfos unter sail-bremerhaven.de.
Segeltörn Alexander von Humboldt 2 im Juli 2024 in Ostsee und Nordsee von Göteborg nach Edinburgh fotografiert am 20.06.2024 in auf dem Meer. Foto: Maurizio Gambarini/FUNKE Foto Services