Wer ist Luigi Mangione? discovery+ streamt True-Crime-Doku ab 24. März

Who is Luigi Mangione, wer ist Luigi Mangione? discovery+ geht dieser Frage nach und strahlt die True-Crime-Dokumentation, über Luigi Mangione, dem mutmaßlichen Attentäter auf den CEO von UnitedHealthcare, ab 24. März in deutscher Erstausstrahlung aus.

Das einstündige Special versucht die Beweg- und Hintergründe von Luigi Mangione aufzudecken sowie dessen Lebensweg nachzuzeichnen, um zu verstehen, was ihn hinter Gitter gebracht hat. Zu Wort kommen zahlreiche Experten, darunter der ausführende Produzent Dan Abrams, der Kriminologe Casey Jordan, der NYPD-Chief of Detectives Joseph Kenny sowie Eric Adams, Bürgermeister von New York City.

Gestützt mit Einblicken in die digitalen Archive, einschließlich der Online-Postings und Reddit-Diskussionen, geben die Personen, die Mangione nahestehen, einen umfassenden Einblick in seine Persönlichkeit, seine gesundheitlichen Probleme sowie chronischen Schmerzen und ermöglichen so ein tieferes Verständnis seiner psychischen Verfassung, die zu dem mutmaßlichen Verbrechen führte.

WHO IS LUIGI MANGIONE ist in Deutschland und Österreich ab Montag, 24. März auf discovery+ verfügbar.

„Mit Dir, Lili Marleen“ – eine Hommage zum 120. Geburtstag von Lale Andersen

Zu Ehren von Lale Andersen hat das Kulturamt Bremerhaven die Sängerin Anne Haentjens mit ihrem Lale-Andersen-Programm ins Theater im Fischereihafen, Am Schaufenster 6, eingeladen.

Die berühmteste Bremerhavenerin, Lale Andersen, geborene Liese-Lotte Helene Berta Bunnenberg, wäre in diesem Jahr 120 Jahre alt. Bekannt wurde sie einst vor allem mit ihrer Interpretation des um die Welt gegangenen Liedes „Lili Marleen“.

Am 23. März 1905 kam Lale Andersen im heutigen Bremerhaven-Lehe zur Welt. Noch sehr jung heiratete sie den Bremerhavener Kunstmaler Paul Ernst Wilke, den sie dann, wie auch die drei gemeinsamen Kinder, verließ, um in Berlin als Schauspielerin Karriere zu machen. Schon bald gastierte sie als Liselotte Wilke im Berliner „Kabarett der Komiker“ und auf anderen Kabarettbühnen Berlins mit Hafenliedern und Chansons. Große Beachtung fanden in der Presse ihre Interpretationen von Songs aus der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill.

Vordergründig, hintersinnig, leidenschaftlich, frech, frivol und anspruchsvoll – so stellten sich die frühen Chanson-Programme von Lale Andersen dar. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich Lale Andersen auf der Nordseeinsel Langeoog nieder und erlebte mit ihrer Interpretation der deutschen Version des Liedes „Ein Schiff wird kommen“ ein sensationelles Comeback. 1961 produzierte sie eine Langspielplatte mit plattdeutschen Volksweisen u.a nach Texten von Klaus Groth und Theodor Storm mit Titeln wie „Mien Jehann“, „Lütt Matten de Haas“, „Över de stillen Straten“, „Dat du mien Leevsten büst“. Am 29. August 1972 starb Lale Andersen in Wien und wurde, ihrem Wunsch entsprechend, auf Langeoog beigesetzt.

Am Klavier begleitet von Sven Selle, gibt Anna Haentjens in ihrer Hommage mit Liedern und biografischen Texten Einblicke in das Leben der Sängerin, wobei sie auch auf die Geschichte des Liedes „Lili Marleen“ eingeht.

Über Anna Haentjens sagte Norbert Schultze, der Komponist des Liedes „Lili Marleen“: „Den unverwechselbar persönlichen Interpretations-Stil der schlaksigen, lächelnden, blonden Lale Andersen hat sich die kleine, quirlig-drahtige Anna Haentjens souverän angeeignet und die Gefahr des Kopierens geschickt umschifft – eben, weil sie so anders ist und ein eigenes Charisma besitzt.“

Tickets gibt es ab 24,20 Euro unter https://www.tif-bremerhaven.de/.

Klimaschutzaktion „Earth Hour“ – Bremerhaven setzt ein Zeichen

Am Samstag, dem 22. März 2025, findet in der Zeit von 20.30 bis 21.30 Uhr unter dem Motto „Licht aus. Stimme an.“ die nächste Earth Hour statt.

Dann wird wieder weltweit in der jeweiligen Zeitzone für eine Stunde das Licht ausgeschaltet, um gemeinsam ein starkes Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen.

Auch Bremerhaven soll in diesem Jahr wieder dabei sein und eine Stunde lang die Beleuchtung ausgewählter Gebäude für eine Stunde ausschalten, um ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz zu setzen. Der Magistrat setzt sich daher dafür ein, dass zur Earth Hour 2025, am 22. März 2025, von 20.30 bis 21.30 Uhr Ortszeit die Außenbeleuchtung an wichtigen Gebäuden, insbesondere im Bereich Alter/Neuer Hafen für eine Stunde abgeschaltet wird.

Umweltdezernentin Andrea Toense ruft die Bremerhavenerinnen und Bremerhavener ebenfalls zur Teilnahme auf: „Nach einem weiteren Jahr der Extreme, von neuen Temperaturrekorden bis zum Hochwasser, ist die Earth Hour 2025 ein wichtiger Moment, um mehr Klimaschutz einzufordern. Darüber hinaus ist die Earth Hour in einem Jahr voller Krisen, Konflikte und Kriege, in dem sich auch das politische Klima verändert hat, wichtiger denn je, um gemeinsam ein Zeichen für eine starke Demokratie zu setzen.“

Der WWF ruft in diesem Jahr bereits zum 19. Mal zur Earth Hour auf. Mittlerweile findet die „Stunde der Erde“ auf allen Kontinenten statt. In den vergangenen Jahren nahmen tausende Städte in 192 Ländern teil – allein in Deutschland mehr als 550 Städte und Gemeinden.

Nähere Informationen gibt es unter https://www.wwf.de/earth-hour.

Hugh Grant ehrt Stephen Frears mit Bremer Filmpreis 2025

Foto : BU Stephen Frears erhält den Bremer Filmpreis der Sparkasse Bremen (v.l.n.r: Sparkassen Vorstand Klaus Windheuser, Laudator Hugh Grant, Preisträger Stephen Frears, Festivalleitung Matthias Greving und Ilona Rieke

Stephen Frears erhält den Bremer Filmpreis der Sparkasse Bremen

Im Rahmen der Filmfest-Gala am 19. März verlieh die Sparkasse Bremen in Kooperation mit dem Filmfest Bremen den Bremer Filmpreis 2025 an den preisgekrönten britischen Regisseur Stephen Frears für sein filmisches Gesamtwerk. Überreicht wurde die mit 8.000 Euro dotierte  Auszeichnung von Klaus Windheuser, Vorstandsmitglied der Sparkasse Bremen, und Matthias Greving, Festivalleiter des Filmfests, im großen Saal des Theaters am Goetheplatz. Die Laudatio hielt kein geringerer als Hugh Grant, mit dem Frears sowohl in der TV Serie „A Very British Scandal“ als auch in „Florence Foster Jenkins“ zusammengearbeitet hat:
“I know three German words – and they are beautiful words: Kartoffel, Strumpfhose, Hähnchen. Genauso wunderschön wie diese Worte ist auch Stephen Frears. Oder zumindest genauso einzigartig. Ich bin nicht hier, um Ihnen zu sagen, dass er ein großartiger Regisseur ist. Denn das wissen Sie bereits. Wichtiger ist: Er ist ein sehr, sehr ungewöhnlicher Mensch. Manche nennen ihn „exzentrisch“, andere „seltsam“. Ich nenne ihn einen raving lunatic… Am Set ist er zugleich furchteinflößend und fürsorglich. Er baut einen auf – nur um Sekunden später mit einem trockenen Kommentar alles einzureißen. Man muss ihn lieben, aber vorsichtig. Unsere Freundschaft? Ein ständiger Schlagabtausch aus Ironie, Beleidigungen in höflichem Tonfall und kreativen Chaos. Und genau deshalb bin ich hier: Um Stephen Frears zu feiern – den Wahnsinnigen, den Geschichtenerzähler, den Freund.“ Nachdem er sich für diese Ehrung bedankte, wunderte er sich zunächst darüber, dass die Deutschen offenbar eine Vorliebe dafür haben, ihre Trophäen in Tierform zu vergeben: „Was habt ihr nur immer mit den Tieren? In Berlin bekomme ich Bären, in Bremen einen Hund …“ Und zum Abschluss richtete Frears eine Botschaft an alle jungen Filmemacher im Saal: „Haltet das europäische Kino am Leben. Seid der Selenskyj des Films!“

„Stephen Frears ist einer der einflussreichsten, produktivsten und vielseitigsten Regisseure Europas. Sein Werk umfasst über 70 Filme in den unterschiedlichsten Genres, darunter sozialrealistische Dramen, Komödien, Neo-Western, historische Dramen, Thriller und Literaturverfilmungen. Seine Filme thematisieren oft gesellschaftliche und politische Fragen, doch im Mittelpunkt steht stets der Mensch – in all seiner Komplexität und Widersprüchlichkeit. Besonders in der Darstellung vielschichtiger Frauenrollen und tragischer Antihelden zeigt sich Frears’ außergewöhnliches Gespür für Nuancen sowie seine einfühlsame, präzise Regie. Dadurch gelingt es ihm immer wieder, Filme zu schaffen, die gesellschaftlich relevant sind und zugleich tief berühren.“ so Klaus Windheuser bei der diesjährigen Preisverleihung an Stephen Frears. Für Festivalleiter Matthias Greving war es eine besondere Ehre den preisgekrönten Regisseur nach Bremen zu holen: „Wir heute einen Filmemacher, dessen Werk von tiefem Humanismus geprägt ist: Stephen Frears. In seinen Filmen – ob über Königinnen oder Gangmitglieder – interessiert ihn vor allem der Mensch als handelndes Wesen. Sein Blick ist scharf, aber nie zynisch, seine Figuren komplex, aber stets glaubwürdig. Für dieses außergewöhnliche Schaffen erhält er den Bremer Filmpreis. Sein jüngstes Werk bestätigt einmal mehr die Qualität und den Anspruch, die wir heute auszeichnen. Doch wir würdigen sein Lebenswerk nicht nur mit dieser Ehrung, sondern auch mit einer umfassenden Retrospektive. Sie gibt uns die Gelegenheit, seine Filme noch einmal in ihrer ganzen Tiefe zu erleben – ein beeindruckendes Panorama seines Schaffens. Mit beeindruckender Konsequenz hat Frears über Jahrzehnte eine Filmkultur mitgestaltet, die sich bewusst von Hollywoods Einfluss emanzipiert hat. Gemeinsam mit Regisseuren wie Ken Loach und Peter Greenaway gehört er zu den prägenden Köpfen des New British Cinema, das seit den 1970er Jahren das britische Kino neu definiert hat. Doch es ist nicht nur sein Werk, das uns inspiriert. Es ist auch seine Bescheidenheit, die ihn umso einnehmender macht. Ohne große Worte, ohne laute Gesten, aber mit unerschütterlicher Überzeugung hat er das Kino bereichert.“
Die Sparkasse Bremen und das Filmfest Bremen ehren mit dieser Auszeichnung Filmschaffende von internationalem Rang, die mit ihrem Werk das Kino nachhaltig geprägt haben. Damit reiht sich Frears in eine beeindruckende Liste von Preisträgern ein, zu der bereits Namen wie Lars von Trier, Agnès Varda, Tilda Swinton, Nina Hoss, Caroline Link, Hape Kerkeling, Aki Kaurismäki oder zuletzt John Malkovich gehören. Der mit 8.000 EUR dotierte Preis wird seit 1999 von der Sparkasse Bremen verliehen, seit 2019 in Kooperation mit dem Filmfest Bremen.

„Der Fall Gisèle Pelicot“

discovery+ zeigt bewegende Doku ab 20. März

Fast ein Jahrzehnt lang wurde Giséle Pelicot von ihrem Ehemann Dominique Pelicot unwissentlich unter Drogen gesetzt und von ihm und zahlreichen anderen Männern missbraucht. Der anschließende Gerichtsprozess wurde auf Gisèles eigenen Wunsch hin öffentlich geführt, um die Verantwortung für die Vergewaltigung eindeutig dem Täter zuzuweisen und nicht auf das Opfer abzuwälzen. Ihr Mut und ihre Offenheit, der Welt ihre entsetzliche Geschichte zu offenbaren, haben sie zu einer Ikone der Frauenbewegung gemacht. Im Dezember 2024 verurteilte das französische Gericht Dominique Pelicot zur Höchststrafe von 20 Jahren Gefängnis.

Die gut einstündige Dokumentation „Der Fall Gisèle Pelicot„, die ab 20. März beim Streamingdienst discovery+ in Deutschland und Österreich zu sehen ist, beleuchtet die Verbrechen aus psychologischer, juristischer und kultureller Sicht. Zu Wort kommen sowohl diejenigen, die jeden Tag des Prozesses im Gerichtssaal verbrachten, als auch diejenigen, die den Prozess aus der Ferne verfolgten sowie Personen aus der Gemeinde Mazan, in der die Pelicots einen scheinbar idyllischen Lebensabend verbrachten.

Der Film wirft die Frage auf, wie es möglich war, dass solche Verbrechen so viele Jahre lang nicht öffentlich gemacht wurden, was dies für die Wahrnehmung sexueller Übergriffe in Frankreich und im Rest der Welt bedeutet und welche schwierigen Fragen sich Männer über moderne Männlichkeit stellen müssen.

Warner Bros. Discovery zeigt „Der Fall Gisèle Pelicot“ in Deutschland und Österreich ab Donnerstag, 20. März, beim Streamingdienst discovery+. Am Donnerstag, 29. Mai, ist der Film um 20:15 Uhr dann auch bei TLC im Free-TV zu sehen.

Die „Bremerhaven-Straßenbahn“ ist in Bremen unterwegs

So mancher Pendler würde sich freuen, wenn die Straßenbahn von Bremen bis nach Bremerhaven fährt. Doch das aktuelle Modell der Bremer Straßenbahn namens „Nordlicht“ mit der Nummer 3225 verlässt seine gewohnten Routen nicht. Stattdessen macht es in einem neuen, maritimen Design auf Deutschlands größte Stadt an der Nordseeküste aufmerksam: Bremerhaven.

Straßenbahn fährt zwei Jahre lang

Unter anderem wird die Straßenbahn auf der Linie 6 eingesetzt: Neben dem Bremer Flughafen zählt auch der Hauptbahnhof zu ihren Haltestellen – Orte, an denen sich besonders viele Touristen aufhalten. Bremen und Bremerhaven sehen sich jedoch nicht als Konkurrenten im Kampf um Besucher. Unter dem gemeinsamen Slogan „Zwei Städte. Ein Land.“ kooperieren sie bereits seit 1999 und nutzen Synergien, sich als attraktive Tourismusdestination zu vermarkten. Doch nicht nur Touristen sollen angesprochen werden – auch Bremerinnen und Bremer werden durch eindrucksvolle Motive der Havenwelten und des Fischereihafens für einen Tagesausflug oder ein Wochenende an der Küste begeistert. Mindestens zwei Jahre lang bleiben die Folien mit den Bremerhavener Motiven auf der Bahn, die auf allen Strecken in der Hansestadt eingesetzt wird. 

Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz ist bei der Straßenbahn-Rundfahrt mit geladenen Gästen begeistert: „Wir freuen uns über jeden Gast aus unserer Schwesterstadt Bremen. Die Bremerhaven-Straßenbahn ist eine wundervolle Idee von der Erlebnis Bremerhaven und den beteiligten Attraktionen, auf die Seestadt Bremerhaven aufmerksam zu machen.“

Gemeinsamer Auftritt als starke Marke

Bereits in der Vergangenheit gab es eine Bremer Straßenbahn im Klimahaus-Design. Nun haben sich das Klimahaus, der Zoo am Meer, das Deutsche Schifffahrtsmuseum, das Deutsche Auswandererhaus und die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft mit der Erlebnis Bremerhaven zusammengeschlossen, um gemeinsam auf knapp 37 Metern Bahnlänge für den lohnenden Ausflug nach Bremerhaven zu werben. Auch die Hafengesellschaft Bremenports ist mit ihrem Logo auf der Straßenbahn vertreten. „Wir präsentieren uns gemeinsam als starke Marke“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. „Der Besuch unserer Museen und Erlebniswelten, das Schaufenster Fischereihafen und auch die Überseehäfen sind immer tolle Ziele – nicht nur für Bremer.“

Thorsten Harder, technischer Vorstand der Bremer Straßenbahn AG, ergänzt, dass er sich über die neue Kooperation freut: „Die SAiL-Stadt Bremerhaven mit ihren vielen spannenden und sehenswerten Attraktionen ist nun auf einer Bremer Straßenbahn präsent – und damit noch sichtbarer im Stadtbild Bremens.“

DLRG Statistik 2024: Mindestens 411 Menschen in Deutschland ertrunken

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat im vergangenen Jahr 411 tödliche Unglücke in den Gewässern verzeichnet. Das sind 31 Todesfälle mehr als im Jahr zuvor. Die Organisation für Wasserrettung stellte zum dritten Mal in Folge einen Anstieg bei der Zahl der Ertrunkenen in Deutschland fest. „Damit zählt diese Statistik erstmals seit 2019 wieder mehr als 400 Opfer“, sagte DLRG Präsidentin Ute Vogt und fügte hinzu: „Dieses Ergebnis sensibilisiert hoffentlich möglichst viele Menschen für die bevorstehende warme Jahreszeit.“ Eltern kleiner Kinder will die DLRG in den kommenden Monaten auf besondere Gefahren aufmerksam machen.

Knapp die Hälfte (48%) der tödlichen Unfälle ereignete sich in den drei Sommermonaten ab Juni. Besonders viele Menschen ertranken im heißen Monat August: 80 Opfer bedeuteten eine Zunahme von 33 Personen gegenüber dem Vorjahresmonat. Mehr Todesfälle in einem Monat (117) erfasste die DLRG zuletzt im August 2020. Auch in den ersten Monaten des Jahres war die Zahl der Menschen, die im Wasser ihr Leben verloren, größer. Im Herbst und im Winter kamen hingegen weniger Menschen zu Tode.

Mehr Unfälle in Fließgewässern

Rund 90 Prozent der Fälle ereigneten sich in Binnengewässern. Während die DLRG in Seen und Teichen (146) sechs Todesfälle weniger verzeichnete, stieg die Anzahl derer, die in einem Fließgewässer tödlich verunglückten. 2024 ertranken in Flüssen und Bächen 161 Menschen (2023: 147). „Die Flüsse, aber auch alle anderen unbewachten Gewässer sollten möglichst gemieden werden. Am sichersten ist das Baden und Schwimmen dort, wo Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer im Notfall direkt vor Ort sind“, rät die Präsidentin der DLRG.

Mit 30 Opfern (2023: 27) kamen erneut etwas mehr Menschen in Nord- und Ostsee ums Leben. Die allermeisten davon – 27 Frauen und Männer – verstarben in der Ostsee. „Das ist ein trauriger Rekord für dieses Gewässer in unserer Statistik. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der tödlichen Unfälle in der Ostsee verdoppelt“, berichtete Ute Vogt und ergänzte: „Dennoch ist die Freizeit an den Küstenstränden während der Bademonate besonders sicher.“ Das liegt unter anderem daran, dass während der Badesaison von Anfang Mai bis Ende September allein von der DLRG rund 6.000 ehrenamtliche Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer im Einsatz sind und an sieben Tagen in der Woche Badestellen bewachen. Sie waren 2024 in fast 300 Fällen rechtzeitig zur Stelle und verhinderten Schlimmeres.

Viele ältere Menschen verunfallen

An den Küsten, aber auch andernorts kamen insbesondere mehr ältere Menschen ums Leben. Während sich unter Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bis Anfang 50 weniger Todesfälle ereigneten, häuften sich diese darüber hinaus jedoch deutlich. Rund 60 Prozent der Opfer bekannten Alters waren älter als 55 Jahre. „Hitze und auch der Sprung ins Kühle Wasser können den Körper sehr belasten und zu gesundheitlichen Problem führen, die schnell lebensgefährlich werden. Angesichts weiter steigender Temperaturen im Zuge der klimatischen Veränderungen wird die Wahrscheinlichkeit solcher Unfälle womöglich noch zunehmen“, sagte Ute Vogt und mahnte ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen zu besonderer Vorsicht.

Unter Kindern bis zehn Jahren kam es zu 14 tödlichen Unglücken. Mindestens acht Jungen und Mädchen waren im Alter bis fünf Jahre (2023: 10); sechs Kinder waren zwischen sechs und zehn Jahre (2023: 7) alt. Hinzu kommen jedes Jahr Ertrinkungsunfälle, die nicht tödlich enden, aber lebenslange Folgen für die Opfer haben. Auch zu Hause, insbesondere in der Badewanne, passieren immer wieder Unglücke.

Kampagne mahnt Eltern zur Vorsicht

Außerhalb der eigenen vier Wände verunglücken Kinder nicht nur in Schwimmbädern oder an Badeseen. Unfälle ereignen sich oft dort, wo Eltern weniger damit rechnen: im Gartenteich, im Planschbecken oder im Bach hinter dem Spielplatz. Die Werbeagentur Grabarz & Partner will dazu beitragen, dass sich alle Eltern dieser Gefahren bewusst sind. Die Kreativen aus Hamburg entwickelten mit der DLRG hierzu eine Kampagne, die in den kommenden Monaten bundesweit für Aufmerksamkeit sorgen soll. „Wir alle wissen viel zu wenig, welche Gefahren in Gewässern lauern können. Vor allen Dingen da, wo man nicht damit rechnet – in flachen Gewässern zum Beispiel, die völlig harmlos wirken. Diese Fakten dramatisiert unsere Kampagne eindrücklich“, sagte Ralf Heuel, Geschäftsführer Kreation und Partner bei Grabarz & Partner.

Die Wall GmbH hilft dabei, die Botschaft der Kampagne zu verbreiten. Zum Start am Donnerstag (13.3.) spielt das Unternehmen mit Sitz in Berlin die Motive bereits auf 260 digitalen Werbeflächen im Hamburger Stadtgebiet aus. Bis Ende August sollen insgesamt über 7.000 Werbeflächen in mindestens 13 Großstädten genutzt werden. „Die DLRG leistet nicht nur im Bereich der aktiven Wasserrettung, der Bewachung von Badestellen und in der Schwimmausbildung wertvolle Arbeit für das Gemeinwesen, sondern ebenso durch ihre wichtige Präventionsarbeit. Diese unterstützen wir als Partner im Rahmen der bundesweiten Kampagne und werden sie breit in Deutschland sichtbar machen“, so die Leiterin Corporate Communications & Affairs der Wall GmbH, Frauke Bank. Und weiter: „Wir hoffen, dass die von der Agentur Grabarz & Partner für die DLRG eindrücklich gestalteten Motive noch mehr Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein bei Eltern und betreuenden Personen bewirken, um Todesfälle an und in Gewässern, insbesondere von Kindern, zu verhindern.“

Mehr Informationen zum Thema der Kampagne finden sich auf dlrg.de/ertrinken-verhindern

Über die DLRG

Die DLRG als private Wasserrettungsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Hierfür klären ihre ehrenamtlich Aktiven über Wassergefahren auf, bringen Menschen das Schwimmen bei und bilden sie im Rettungsschwimmen aus. Zudem wachen fast 49.000 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer jährlich 2,7 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Sie engagieren sich darüber hinaus in der örtlichen Gefahrenabwehr und bilden Einheiten der rund 100 DLRG Wasserrettungszüge für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Die DLRG zählt derzeit über 600.000 Mitglieder. Mehr als 1,3 Millionen Förderinnen und Förderer unterstützen die lebensrettende Arbeit mit Spenden. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Bild: DLRG – Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Werder Bremen und die SAiL: Zwei starke Partner

Freuen sich über die Partnerschaft: Dr. Ralf Meyer vom SAiL-Organisationskomitee, die Spieler Marco Friedl und Keke Topp sowie Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH.

 Ein starker Partner der SAiL in Bremerhaven: Fußball-Bundesligist Werder Bremen unterstützt das internationale Windjammer-Festival, das vom 13. bis 17. August in Bremerhaven stattfindet. Werder-Kapitän Marco Friedl und Mittelstürmer Keke Topp haben stellvertretend für die Mannschaft im Weserstadion die offizielle SAiL-Flagge in Empfang genommen. „Wir freuen uns über diese sportliche Partnerschaft und heißen Werder an Bord willkommen“, sagt Dr. Ralf Meyer, der die Geschäfte des SAiL-Organisationskomitees führt. Werder Bremen bedankte sich im Gegenzug mit einem Trikot mit der Rückennummer 25 und dem Spielernamen „SAiL“.

Zur SAiL in Bremerhaven werden vom 13. bis 17. August mehr als eine Million Besucher in den Häfen erwartet. Angemeldet haben sich zu dem Festival 250 Schiffe aus aller Welt, darunter die Segel-Schulschiffe aus Peru, Mexiko und dem Königreich Oman. „Die SAiL verbindet wie der Fußball die Völker der Welt“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Deshalb sei der Traditionsclub von der Weser ein perfekter Partner für die Veranstaltung.

Zu den Heimspielen im Weserstadion läuft bereits seit Saisonbeginn das offizielle SAiL-Video und auch Bandenwerbung soll Lust machen, das maritime Festival zu besuchen.  Der SVW hat bereits zugesagt, zu kommen.

Foto: Ralf Masorat/Erlebnis Bremerhaven Gmbh

Das „Kino im Hafen“ sagt Tschüss – Neues Open-Air-Kino-Format geplant

In Anbetracht der langen Tradition der Veranstaltung fiel die Entscheidung des Kulturamtes nicht leichtfertig, dass das „Kino im Hafen“ künftig nicht mehr stattfinden wird. „Die Gründe dafür sind vielschichtig und im Zusammenhang zu sehen: Neben zurückgehenden Publikumszahlen, die sich auch bereits vor Corona abzeichneten, sind wir in der Planung der Veranstaltung mit anhaltend steigenden Kosten konfrontiert und das bei sinkenden finanziellen Mitteln“, so Dorothee Starke, Leiterin des Kulturamtes. „Umso schmerzlicher sind vor diesem Hintergrund auch die vergangenen zwei Jahre gewesen, in denen das ‚Kino im Hafen‘ aufgrund extremer Wetterereignisse gar nicht oder nur teilweise stattfinden konnte.“

Weiter erklärt die Amtsleiterin: „Das Veranstaltungskonzept vom ‚Kino im Hafen‘ ist aus heutiger Perspektive in seinen besonderen Anforderungen zu unflexibel und entspricht mit seinem extrem aufwändigen Aufbau nicht mehr den Vorstellungen von Nachhaltigkeit. Dennoch fiel uns diese Entscheidung nicht leicht und wir hoffen daher, dem Bremerhavener Sommer mit einem neuen Veranstaltungsformat einen neuen Höhepunkt hinzuzufügen. Wir danken allen, die in all den Jahren mit großem Engagement und Herzblut das Kino im Hafen mitgestaltet haben“, so Dorothee Starke.

Auch zukünftig soll es ganz besondere Open-Air-Kino-Momente in der Stadt geben. Das Kulturamt plant, mit dem neuen Veranstaltungskonzept „Nachtflimmern – Filme in der Stadt“ im gesamten Stadtgebiet kleine bis große Kinoerlebnisse unter freiem Himmel zu ermöglichen.

Dabei sind alle Menschen in Bremerhaven dazu eingeladen sind, selbst Orte für die Veranstaltungsreihe vorzuschlagen und das Programm mitzugestalten. Von einer Gartenanlage, einem Innenhof eines Mehrfamilienhauses bis hin zu freien Gewerbeflächen sind den Möglichkeiten erstmal keine Grenzen gesetzt.

„Mit der neuen Veranstaltungsreihe ‚Nachtflimmern – Filme in der Stadt‘ möchte das Kulturamt neue und auch ungewöhnliche Orte in Bremerhaven über ein ganz besonderes Ereignis erfahrbar machen“, erklärt Stefanie Dunkel, Mitarbeiterin im Kulturamt und Verantwortliche für das Konzept. „Neben einer großen zentralen Veranstaltung sollen auch kleinere Veranstaltungen an unterschiedlichen und überraschenden Orten stattfinden und eine neue Perspektive abseits der bekannten Orte auf die Stadt ermöglichen. Das Programm selbst möchten wir dann wiederum gemeinsam mit den Menschen und passend zum Ort gestalten und diese in Einklang bringen.“ Gleichzeitig sollten auch die Gegebenheiten vor Ort in die Planung einbezogen werden: So könne eine Hauswand zur Leinwand und Treppenstufen zu einer Tribüne werden, während eine örtliche Gaststätte das Publikum versorge. „Wir denken hier von ganz Klein bis ganz Groß und freuen uns auf alle Vorschläge aus der Stadt“, sagt Stefanie Dunkel.

Geplant sind bis zu fünf Veranstaltungstermine in einem Zeitraum von ca. zwei Wochen von Ende August bis Anfang September 2025. Interessierte können sich ab sofort und bis zum 17. März 2025 beim Kulturamt mit ihren Vorschlägen und Ideen melden, entweder per Mail an  stefanie.dunkel@magistrat.bremerhaven.de oder telefonisch unter  0471 5903495.

Weniger Gäste und Übernachtungen in Bremerhaven

Bremerhaven konnte im Tourismusjahr 2024 nicht an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Die Zahlen für das vergangene Jahr hat das Statistische Landesamt veröffentlicht. Demnach sank die Zahl der Übernachtungen in der Stadt gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent. Die Zahl der Ankünfte sank um 6,3 Prozent.  „Wir haben uns natürlich mehr erhofft“, sagt Oberbürgermeister Melf Grantz. Denn Bremerhaven habe große Potenziale im Städte- wie im Kreuzfahrttourismus. Insbesondere der neue Betreiber des Kreuzfahrtterminals verspreche mehr Anläufe in 2025. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Erlebnis Bremerhaven GmbH ist auch wegen der SAiL sicher: „2025 wird deutlich besser werden.“

Ein schwieriges Jahr

Die Aufholjagd nach den beiden Corona-Jahren ist vorerst abgebremst. 429.540 Menschen aus dem In- und Ausland haben im vergangenen Jahr die Beherbergungsbetriebe der Seestadt zur Übernachtung genutzt. Sie blieben annähernd zwei Tage, dieser Wert ist seit Jahren stabil. Entsprechend beläuft sich die Zahl der Ankünfte auf 231.024 Menschen. Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr 2019 notierten die Statistiker 465.252 Übernachtungen und 252.683 Ankünfte. Diese Zahlen waren 2023 annähernd wieder erreicht worden.

Je nach Übernachtungsart zeigen sich deutliche Unterschiede. Die Hotels waren schlechter gebucht als im Vorjahr. Mit einer Auslastung von 37, 4 Prozent wurde – abgesehen von den beiden Corona-Jahren – der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht.

Dem stand im Bereich der Ferienwohnungen und des Campings ein Plus von 18,9 % bei den Ankünften gegenüber. Zu diesem Sektor wird laut Statistischem Landesamt auch das (Seemanns-)heim gezählt. Für die beiden von der Erlebnis Bremerhaven GmbH betriebenen Reisemobilstellplätze kann ein ähnliches gutes Jahr wie 2023 bilanziert werden. 22.436 Übernachtungen wurden an den Stellplätzen am Fischkai und an der Doppelschleuse notiert. Zwischen Mai und Oktober waren die Plätze beinahe durchgehend ausgebucht.

Michael Gerber ist seit April 2024 Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, der kommunalen Gesellschaft für Tourismus, Veranstaltungen und Marketing, und er hat bereits festgestellt. „Das Verhalten der Touristen hat sich geändert, unsere Gäste sind preisbewusster.“ Das habe sich auch bei den rund 4,9 Millionen Tagesgästen in der Stadt gezeigt. Und festzustellen sei das auch im Bereich der Geschäftsreisenden, sagt Piet Rothe, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga. „Wir haben die Verluste im Geschäftsreisebereich nicht touristisch kompensieren können“, sagt Gerber.

Grantz betont: „Es fehlt in der Stadt ein preisbewusstes Angebot für junge Reisende, Familien und Gruppen. Das Jugendgästehaus, das seinerzeit für 60.000 Übernachtungen in diesem Bereich gesorgt habe, fehle in Bremerhaven. „Wir werden deshalb ein neues Angebot für diese Zielgruppe etablieren“, so Grantz. Insbesondere für die Bustouristik, ein Markt der derzeit in Bremerhaven unterrepräsentiert sei, wäre das wichtig. Überhaupt brauche es Bewegung im Übernachtungssektor. „Die Zahl der zusätzlichen Hotelbetten steigt beispielsweise in Bremen stetig an. Wir brauchen auch in Bremerhaven weitere Hotels, um als Standort attraktiv zu bleiben“, so der Oberbürgermeister.

Wie eng die Tourismuszahlen in Bremerhaven auch mit dem niedersächsischen Küstertourismus zusammenhängen, zeigte sich bereits im ersten Halbjahr 2024. In jedem der ersten sechs Monate des Jahres verzeichnete die niedersächsische Nordseeküste einen spürbaren Rückgang der Gästezahlen im Vergleich zum sehr guten Jahr 2023.

Bei der Aufenthaltsdauer der Besucher mache sich auch die Schwäche der Innenstadt bemerkbar, sagt Gerber: „Zu den zentralen touristischen Qualitäten von Reisezielen zählt noch immer das Shopping-Erlebnis.“ Grantz ergänzt: „Das zeigt einmal mehr wie wichtig und richtig unsere Investitionen und Planungen für eine Neuausrichtung der Innenstadt sind.“  Das sei auch für Bremerhaven als Reiseziel von Bedeutung, vervollständigt Gerber.

Hervorragende Zahlen zum Jahresende

Bei den Buchungen im Bremerhavener Reisejahr 2024 waren nur zwei Monate erfolgreicher als im Vorjahr, erst zum Jahresende hat eine Aufholjagd eingesetzt. „Im November und Dezember lagen die Buchungszahlen deutlich über dem Vorjahr“, sagt Gerber. Der Bremerhavener Weihnachtsmarkt sei inzwischen Ziel für auswärtige Gäste, vor allem aber sei das Plus von 14,4 % im Dezember bei den Ankünften auf die inzwischen ganzjährig stattfindenden Abfahrten von Kreuzfahrtschiffen zurückzuführen. Allein im Dezember wurden am Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven mehr als 20.000 Urlauber abgefertigt. „Viele Passagiere reisen einen Tag früher an und übernachten in der Stadt“, sagt Rothe. Der Kreuzreisemarkt sei für Bremerhaven von großer Bedeutung. Das spiegele sich auch in den Zahlen bei Ankünften und Übernachtungen. Am Kreuzfahrtterminal wurden 2024 rund 30.000 Urlauber weniger gezählt als im Vorjahr.

Positive Entwicklungen bei internationalen Gästezahlen

Bei den internationalen Gästezahlen konnte Bremerhaven trotz des leichten Rückgangs stabile Ergebnisse erzielen. Mit 21.477 Ankünften aus dem Ausland muss zwar ein Rückgang von 7 Prozent notiert werden im Vergleich zum Vorjahr, aber dafür blieben die, die kamen, länger in der Stadt: 46.876 Übernachtungen bedeuten einen Rückgang von nur einem Prozent. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 2,2 Tagen.

Besonders hervorzuheben sind die Trends aus den einzelnen Quellmärkten:

  • Der niederländische Markt blieb mit 3.165 Ankünften und einem Rückgang von 4,4 % im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die Zahl der Übernachtungen stieg jedoch um 4,8 % auf 6.086.
  • Aus Dänemark kamen 2024 insgesamt 1.999 Gäste nach Bremerhaven, was einem minimalen Rückgang von 0,3 % entspricht. Die Zahl der Übernachtungen sank um 7 % auf 3.694.
  • Besonders hervorzuheben sind die Zahlen aus den USA: Die Ankünfte gingen zwar um 4,6 % zurück (1.484), aber die Zahl der Übernachtungen stieg um beeindruckende 35,5 % auf 6.226. Mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 4,2 Tagen erreichten die USA einen Spitzenwert. Dies zeigt sich besonders durch die Wirkung des US-Advisory Boards, das im Herbst 2024 in der Seestadt stattfand. Das Event für die US-Reisebranche trägt dazu bei, Bremerhaven als wichtiges Ziel für amerikanische Reisende zu positionieren.
  • Polen ist seit 2023 ein neuer Markt für Bremerhaven, der aktiv bearbeitet wird. Die Ankünfte aus Polen stiegen um 16,4 % auf 1.430, auch die Übernachtungen legten um 29,3 % auf 3.279 zu.

Erlebnis Bremerhaven GmbH stärkt den Vertrieb

Untätig waren die Touristiker 2024 nicht. Sie warben in Kooperationen wie der Tourismus Agentur Nordsee (Tano) für die Seestadt und waren auf Messen im In- und Ausland aktiv mit ihren attraktiven Kernthemen Wissens- und Erlebniswelten, Fischerlebnis und Hafenerlebnis. Gerber kündigt aber Umstrukturierungen an: „Wir werden unseren Vertrieb ausbauen und wollen stärker als bisher das Bus- und Gruppenreisegeschäft für Bremerhaven beleben.“ Einen weiteren Schwerpunkt legt er auf die stärkere Entwicklung Bremerhavens als Reiseziel jenseits von Großveranstaltungen wie den Maritimen Tage oder der SAiL alle fünf Jahre. Gerber: „Unsere Destination muss noch bekannter werden. Wir wollen mehr Menschen für Bremerhaven begeistern.“ Mit den Einnahmen aus der Citytax seien verlässliche Voraussetzungen geschaffen, kräftig die Werbetrommel für Bremerhaven zu rühren.

Auch wenn die Bilanz für 2024 nicht gut sei, so arbeite das Team der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft aber engagiert an einer neuen Ausrichtung, mehr Gäste in die Stadt zu holen, so Grantz. „Wir sind stetig dabei, unsere Arbeit zu hinterfragen und die Erlebnis Bremerhaven ist auf einem guten Weg“, so Grantz. Außerdem erhalte die Erlebnis Bremerhaven GmbH einen eigenen Internet-Auftritt für die touristische Präsenz der Stadt. 

Grantz und Gerber sind überzeugt, dass die Zahlen für 2025 deutlich besser ausfallen werden – nicht zuletzt auch wegen der SAiL vom 13. bis 17. August und den erwarteten 1,2 Millionen Besuchern in der Stadt. „Die Hotels sind bereits nahezu ausgebucht“, sagt Rothe. Das Fazit von Grantz und Gerber fällt deshalb auch positiv aus: „Ein tolles Jahr liegt vor uns.“

Bild: Anna Ściwiarska Erlebnis Bremerhaven