Sammelfieber für kleine Entdecker:

Bremerhaven bringt erstes Stickeralbum heraus

Kinder können ihre Heimatstadt spielerisch erkunden

Sammeln, tauschen, kleben – Generationen von Kindern kennen die Freude, ein Stickeralbum nach und nach zu vervollständigen. Jetzt gibt es diesen Spaß auch mit Bremerhavener Motiven: Die Erlebnis Bremerhaven GmbH hat das erste eigene Stickeralbum der Seestadt entwickelt. Unter dem Titel „Mein Bremerhaven-Abenteuer – Mit 24 Stickern durch die Stadt der Entdecker“ lädt es Grundschulkinder und ihre Familien ein, die Stadt spielerisch zu erkunden.

Mit Pinguin Piet als Begleiter führt das Album durch vier Erlebniswelten: Fischerlebnis, Hafenerlebnis, Wissens- und Erlebniswelten sowie Kunst & Kultur. Hinter jedem Sticker verbirgt sich ein Stück Bremerhaven – vom Container-Aussichtsturm und dem „Schulschiff Deutschland“ über das Klimahaus bis hin zu Thieles Garten und dem Schaufenster Fischereihafen. In der Mitte wartet ein großes Wimmelbild zum Ausmalen, am Ende ein Rätsel, das mit einem Geschenk in der Tourist-Info belohnt wird.

Ein Geschenk für alle Viertklässler

Besonders spannend: Alle Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen erhalten vor den Herbstferien ein Album und das erste Stickertütchen geschenkt. „Ich richte ein großes Dankeschön an die Erlebnis Bremerhaven“, sagt Schuldezernent Stadtrat Prof. Dr. Hauke Hilz, der in der Veernschule zusammen mit Schulleiter Dirk Oesten die ersten Alben von Michael Gerber erhalten hat.  „Aufgrund des pädagogischen Ansatzes kann das Stickeralbum in den Sachunterricht integriert werden und in diesem Rahmen helfen, dass Schülerinnen und Schüler ihre Heimatstadt besser kennenlernen. Am Ende kann es die Kinder motivieren, die Seestadt gemeinsam mit ihren Eltern zu erkunden.“

120.000 Stickerbilder produziert

Insgesamt wurden 5.000 Alben und 120.000 Stickerbilder produziert, verpackt in 30.000 Tütchen mit je vier Motiven. Neben den Schulaktionen gibt es das Album für 1 Euro und die Stickertütchen für 50 Cent in den beiden Tourist-Infos am Neuen Hafen und im Schaufenster Fischereihafen sowie im Zoo am Meer, dem Deutschen Schifffahrtsmuseum, an Bord der „Gera“ und im Historischen Museum, im Klimahaus sowie im Deutschen Auswandererhaus. Ergänzt wird die Aktion durch ein großformatiges Wimmelbild (1 Euro) sowie Kinder-T-Shirts mit Pinguin Piet.

Spielerischer Spaß mit Mehrwert

„Das Stickeralbum ist ein einzigartiges Projekt für unser Stadtmarketing“, betont Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. „Sticker-Sammelaktionen sind bei Kindern seit jeher äußerst beliebt. Wir verbinden diesen Spaß mit einem echten Mehrwert: Kinder und Familien entdecken Bremerhaven auf spielerische Art und identifizieren sich noch stärker mit unserer Stadt. Gleichzeitig schaffen wir ein Angebot, das auch unsere Gäste begeistern wird.“

So wird aus einem klassischen Sammelalbum mehr als nur ein Freizeitspaß: Es ist Einladung, Bildungsinstrument und Stadtführer zugleich – und macht Bremerhaven für kleine wie große Entdecker noch erlebbarer.

Am Bahnübergang am Radweg Fahr(G)Rad 8 wurden diverse Bauelement zerstört.

Ein Zaunelement wurde herausgebrochen und anschließend auf der angrenzenden Bahnschiene mit Kabelbindern befestigt, mehrere Betonblöcke wurden umgeworfen. Bei den aufgestellten Bügeln, die der Verkehrsregelung dienen, wurden mehrere Metallstifte ausgebaut, um die Bügel dauerhaft zu öffnen. Ein Bügel musste aus diesem Grund vorübergehend entfernt werden. Das Amt für Straßen- und Brückenbau hat eine Strafanzeige gestellt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Stadtrat Maximilian Charlet reagiert verständnislos auf den Vandalismus: „Hier kann von einem Streich keine Rede sein – Vandalismus ist eine strafbare Handlung. Die Schäden belaufen sich in fünfstelliger Höhe. Aber durch Vandalismus werden nicht nur Sachwerte beschädigt, sondern auch das Sicherheits- sowie Gemeinschaftsgefühl wird beeinträchtigt. Vandalismus geht uns alle an – deswegen bitten wir um Unterstützung und fordern alle auf, die etwas beobachtet haben, sich zu melden“, so der Baudezernent.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Ortspolizeibehörde unter  0471 953 4444 zu melden.

Nachtflimmern — Filme in der Stadt: Open-Air-Kino erfolgreich gestartet

Bremerhaven hat im Spätsommer mit der neuen Open-Air-Kinoreihe „Nachtflimmern — Filme in der Stadt“ ein Publikumserfolg gelandet, das vom 28. August bis 6. September 2025 an fünf ungewöhnlichen Orten in der Stadt stattfand.


Vielseitiges Programm an besonderen Orten

Die Reihe löste das bisherige „Kino im Hafen“ ab und brachte statt zweier Kinoabende mehrere Filmveranstaltungen unter freiem Himmel an neu ausgewählte Orte; aus 35 Vorschlägen wurden fünf Plätze ausgewählt, darunter der Garten von Alberts Huus, der Hinterhof der „Theo“, der Fischereihafen vor „Alberts am Platz“, die Kulisse bei Bremerhavens Segelmachern und die Sommerstraße auf der Alten Bürger.


Publikum und Stimmung

Schon vor Einbruch der Dunkelheit waren die Plätze gut gefüllt; zum Abschluss in der Sommerstraße fanden knapp 250 Besucherinnen und Besucher Platz auf eigenen Klappstühlen, einer aufblasbaren Couch und Palettenmöbeln, insgesamt nahmen rund 750 Menschen an den fünf Veranstaltungen teil.


Höhepunkte, Programm und Begleitangebote

Zum Auftakt lief das Biopic „Back to Black“, weitere Filme waren unter anderem „La La Land“, „Yesterday“, „Bohemian Rhapsody“ und als Finalfilm „Sing Street“; Begleitangebote reichten von cineastischen Quizfragen bis zu musikalischen Einlagen des Publikums, regionale Gastronomie sorgte für Getränke und Popcorn.


Stimmen der Veranstalter und Ausblick

Veranstaltungsleiterin Stefanie Dunkel zog ein positives Fazit und kündigte an, das Nachtflimmern 2026 mit den gewonnenen Erfahrungen wiederholen zu wollen, Stadtrat Prof. Dr. Hauke Hilz lobte die hohe Besucherresonanz und die atmosphärische Vielfalt der Orte.


Unterstützung und Mitwirkung

Die Veranstaltungsreihe wurde durch die swb und die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft mbH finanziell unterstützt; Vorschläge für neue Orte können bereits per E‑Mail an stefanie.dunkel@magistrat.bremerhaven.de oder telefonisch unter 0471 5903495 eingereicht werden.

Hamburg wird zur Bühne der Nation

Mit Elbblick, einer einzigartigen Schwimmbühne und vielen Überraschungen feiert Deutschland den Jahreswechsel 2025/26 erstmals aus Hamburg: Am Mittwoch, 31. Dezember 2025, ab 20.15 Uhr sendet das ZDF die große Silvestersendung „Willkommen 2026“ live aus der HafenCity vor dem Hamburg-Überseequartier. Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Bildschirmen sowie tausende Gäste vor Ort dürfen sich auf ein spektakuläres Live-Event freuen.

Die Show moderieren Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner. Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher betont die Bedeutung der Stadt als „Tor zur Welt“ und lobt die HafenCity als perfekte Kulisse, die maritime Tradition mit Modernität und Weltoffenheit verbinde. ZDF-Unterhaltungschef Dr. Oliver Heidemann kündigt eine emotionale Produktion an, die nach vielen Jahren in Berlin nun erstmals in Hamburg zu sehen sein wird.

Erwartet werden hochkarätige Musikacts, Überraschungsgäste, spektakuläre Bilder aus der Hansestadt, eine besondere Schwimmbühne sowie ein großes Feuerwerk über der Elbe. Die Live-Übertragung startet im Rahmen der Veranstaltung „Silvester in Concert“; die Produktion stammt von DEF Media. Weitere Details zu Programm, Künstlerinnen und Künstlern sowie Mitmachaktionen werden in den kommenden Wochen bekanntgegeben.

Mobildeich in Bremerhaven vorgestellt

Die Entsorgungsbetriebe Bremerhaven (EBB) haben am Mittwoch, 24. September 2025, vor dem Historischen Museum Bremerhaven ihren neuen Mobildeich der Öffentlichkeit präsentiert. Die Maßnahme ist Teil der Vorbereitung auf zunehmende Extremwetterereignisse wie Starkregen und Flusshochwasser, die laut EBB in Intensität und Häufigkeit zunehmen.


Technische Daten und Einsatzkonzept

Der Mobildeich erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 225 Metern und eine Höhe von 90 Zentimetern. Er wird in einem Container gelagert und kann vom Technischen Hilfswerk (THW) zum jeweiligen Einsatzort transportiert werden, um dort gefährdete Bereiche und kritische Infrastruktur zu schützen.


Zweck, Finanzierung und Kosten

Stadtrat Hans‑Werner Busch, Dezernent der Entsorgungsbetriebe, betonte, dass der Deich dazu dient, gefährdete Bereiche und die Stromversorgung effektiv abzusichern und dass die Anschaffung rechtzeitig erfolgt sei. Die Anschaffungskosten betragen 90.000 Euro; die Finanzierung erfolgte zu 53 Prozent durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).


Ausblick

Mit dem neuen Mobildeich erweitert Bremerhaven seine Kapazitäten zum Schutz vor Hochwasser und stärkt die Zusammenarbeit zwischen kommunalen Stellen und Hilfsorganisationen. Die EBB sieht den Deich als ein flexibles Instrument, das künftig bei Hochwasserlagen schnell eingesetzt werden kann.

Nachhaltige Wohnkonzepte im Werftquartier

Mit dieser zentralen Frage haben sich Studierende des Masterstudiengangs Architektur an der Hochschule Bremen unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Daniela Konrad und M.A. Matthis Gericke im Wintersemester 2024/25 beschäftigt.

Die Ergebnisse ihrer Entwürfe sind von Donnerstag, dem 25. September bis einschließlich Mittwoch, dem 29. Oktober 2025, unter dem Titel „Verdichteter Wohnungsbau in Holzbauweise. Neue Wohnformen im Werftquartier Bremerhaven“ in einer Ausstellung im Werftquartierhaus (Kohlenkai 1) zu sehen.

Das Hallenviertel im Werftquartier Bremerhaven steht beispielhaft für den aktuellen Strukturwandel. Aus einem Areal, das bislang überwiegend industriell geprägt war, soll ein vielfältiger Ort für urbanes Leben entstehen. Die Studierenden entwickelten dazu Konzepte für verdichtete Wohngebäude, die neue Formen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens fördern und Wohnen, Arbeiten sowie Freizeit auf innovative Weise miteinander verbinden.

Ein besonderer Fokus liegt auf nachhaltiger Architektur. Der Baustoff Holz spielt dabei eine zentrale Rolle. Er ermöglicht ressourcenschonendes Bauen, reduziert CO₂-Emissionen und steht für eine klimafreundliche Stadtentwicklung. In Verbindung mit kompakter Bauweise zeigen die Entwürfe eindrucksvoll, wie umweltgerechtes Planen und der steigende Bedarf an Wohnraum in der Stadt zusammengedacht werden können.

Die Ausstellung lädt alle Interessierten ein, die zukunftsweisenden Ideen der Studierenden kennenzulernen und Impulse für nachhaltiges Wohnen mitzunehmen. Diese kann im Rahmen der regulären Öffnungszeiten (Dienstag 12.00 bis 16.00 Uhr, Mittwoch 9.00 bis 12.00 Uhr, Donnerstag 12.00 bis 16.00 Uhr) besucht werden.

Feuerwehrdezernent begrüßt zweiten Notfallsanitäter-Lehrgang in der Woche der Wiederbelebung

A group of emergency personnel in bright orange pants and white shirts pose together in front of an ambulance, with a building in the background.
Der Notfallsanitäter-Lehrgang wurde vom Feuerwehrdezernenten in der Woche der Wiederbelebung begrüßt. (v.l.n.r) Michael Reinicke (Leiter der Notfallsanitäterschule), Matthias Harms, Florian Bieren (BF Bremerhaven), Celina Lange, Stadtrat Peter Skusa (Feuerwehrdezernent), Mark Hämmerling, Jan Hübner (BF Cuxhaven), Yolan Schiwy, Kim Stender, Sofija Stiben, Jonas Hoinke (BF Bremerhaven), Jörg Stelzer (Lehrgangsleiter). Zwei Lehrgangskollegen fehlen auf dem Bild. Bild: Feuerwehr Bremerhaven

Am heutigen 22. September 2025, zum Auftakt der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“, begrüßte der Dezernent der Feuerwehr Bremerhaven, Stadtrat Peter Skusa, den zweiten Lehrgang zur Berufsausbildung von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern, im Beisein des Leiters der Notfallsanitäterschule, Michael Reinicke, sowie des Lehrgangsleiters, Jörg Stelzer.

In dem Lehrgang befinden sich sechs Auszubildende. Damit setzt die Feuerwehr Bremerhaven den 2024 eingeführten Zugangsweg fort, der nach der dreijährigen Ausbildung bei Eignung den Wechsel in die feuerwehrtechnische Laufbahnausbildung ermöglicht. Zudem nehmen drei Beamte der Feuerwehr Bremerhaven und zwei Beamte der Feuerwehr Cuxhaven teil. Die beteiligten Beamten werden berufsbegleitend weiterqualifiziert.

Der Feuerwehrdezernent, Stadtrat Peter Skusa, stellte die Ausbildung und ihre Bedeutung in den Mittelpunkt: „Dieser Lehrgang ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit unseres Rettungsdienstes. Jede Unterrichtsstunde, jede praktische Übung und jede Prüfung zahlt darauf ein, dass unsere angehenden Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in kritischen Situationen zuverlässig handeln. Die Ausbildung stellt einen wichtigen Teil der Rettungskette dar und erhöht somit die Chance, dass Menschen nach einem medizinischen Notfall überleben und genesen.“

Der Leiter der Notfallsanitäterschule, Michael Reinicke, betonte die Praxisnähe der Ausbildung. Die theoretischen Einheiten an der Akademie der Feuerwehr werden systematisch mit Einsätzen in kooperierenden Kliniken und auf der Rettungswache verzahnt, sodass die Auszubildenden die gesamte Versorgungskette vom ersten Patientenkontakt bis zur Übergabe in der Klinik beherrschen. Klassenlehrer Jörg Stelzer ergänzte, dass kommunikative Kompetenzen, Teamarbeit und die sichere Anwendung leitliniengerechter Maßnahmen ebenso im Fokus stehen wie die medizinischen Fertigkeiten.

„Die Woche der Wiederbelebung macht jedes Jahr deutlich, wie entscheidend die ersten Minuten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand sind. Sie bündelt bundesweit die Kräfte von Fachgesellschaften, Kliniken, Schulen, Hilfsorganisationen und Feuerwehren, um die Rettungskette vom ersten Handgriff bis zur professionellen Versorgung sichtbar zu machen. Mein Appell an die Bremerhavenerinnen und Bremerhavener: Frischen Sie Ihre Kenntnisse auf, besuchen Sie einen Reanimationskurs und verinnerlichen Sie die einfachen Schritte Prüfen – Rufen – Drücken. Jede und jeder kann Leben retten!“

Michael Gerber erneut in Bundesvorstand gewählt

Close-up portrait of a smiling man with short hair, wearing a white shirt and a blue lanyard, set against a background that suggests an outdoor or semi-outdoor environment.
Foto: Erlebnis Bremerhaven

Der Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, Michael Gerber, gehört dem neu gewählten Vorstand der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) an. Gerber engagiert sich bereits seit 2003 im Bundesvorstand und führte den Verband von 2008 bis 2016 als Bundesvorsitzender und Sprecher. Mit seiner langjährigen Erfahrung bringt er auch künftig eine starke Stimme aus Bremerhaven in die bundesweite Arbeit des City- und Stadtmarketings ein.

„Die Wiederwahl ist für mich sowohl Bestätigung als auch Ansporn, angesichts der großen Herausforderungen für lebenswerte Innenstädte mit voller Kraft in der Bundesvereinigung mitzuwirken, den Stellenwert des Stadtmarketings auszubauen und seine Kompetenzen weiterzuentwickeln“, sagt Gerber. „Ich bin überzeugt, dass die Stärke der Städte künftig maßgeblich davon abhängen wird, ob und wie stark sich deren Bewohner mit ihnen identifiziert. Und das heißt: ob und in welchem Maße sie bereit sind, Verantwortung für ihre Stadt zu übernehmen.“

An der Spitze des neuen Bundesvorstands steht Gerold Leppa (Wirtschaftsdezernent der Stadt Braunschweig sowie Geschäftsführer der Braunschweig Marketing GmbH und Braunschweig Zukunft GmbH) als Bundesvorsitzender. Erste stellvertretende Vorsitzende ist Karmen Strahonja (CongressForum Frankenthal GmbH), zweiter stellvertretender Vorsitzender Martin Knabenreich (Bielefeld Marketing GmbH). Neben Gerber gehören auch noch Marketing-Experten aus Esslingen, Heilbronn und Siegen dem Vorstand an.

„Gemeinsam wollen wir die erfolgreiche Arbeit der bcsd fortführen und Impulse für die Zukunftsfähigkeit unserer Städte geben“, sagt Gerber.

Die bcsd vernetzt seit 1996 City- und Stadtmarketingorganisationen aus mehr als 450 Städten und arbeitet für attraktive, zukunftsfähige Innenstädte. Weitere Informationen: www.bcsd.de

Elvis lebt – in Bremerhaven. Jedes Jahr am 1. Oktober pilgern die Fans von Rock‘n‘Roll-Legende Elvis Presley aus ganz Deutschland zum Kreuzfahrtterminal der Stadt, um die Ankunft des „King“ zu feiern.

Der Soldat mit der Kennung US 53 310 761 hat seinen Seesack geschultert, als er die Gangway des Truppentransporters „General George M. Randall“ heruntergeht und deutschen Boden betritt. US-Militärpolizei muss kreischende Jugendliche zurückdrängen, ein junger Mann mit schmalziger Tolle klammert sich in der Hoffnung an die Gangway, ein Autogramm zu bekommen. Elvis Presley geht hier an Land, um seinen Militärdienst anzutreten – und Deutschland steht Kopf. An jenen historischen Moment in der bald 200-jährigen Geschichte der Stadt Bremerhaven erinnert auf der Kaje noch heute eine Bronzetafel – genau am Kajenmeter 700 der Columbuskaje, an dem die Gangway am 1. Oktober 1958 lag.

Dass der „King of Rock ´n‘ Roll“ den deutschen Boden erstmals in Bremerhaven betritt, ist kein Zufall.  Die US Army brauchte direkt nach dem Zweiten Weltkrieg dringend einen zentralen Hafen, über den alle Militärtransporte nach Deutschland und in Teile Europas laufen sollten. Bremerhaven wird zum unverzichtbaren Dreh- und Angelpunkt all dieser Transporte, zum „Port of Embarkation“.  Bereits gut zehn Jahre vor Elvis Presley kam eine noch viel wertvollere Fracht ebenfalls hier an: Die streng geheime Operation „Bird Dog“ hatte zum Inhalt, 23.000 Holzkisten von New York nach Bremerhaven zu transportieren. 5,7 Milliarden D-Mark, frisch gedruckt in den USA als Startkapital für das deutsche Wirtschaftswunder.

US Army stationiert 4000 Soldaten in Bremerhaven

In Bremerhaven entsteht eine Garnison der US Army, die erst nach 45 Jahren aufgelöst wird. Bis 1991 sind rund 4000 Soldaten mit ihren Familien hier stationiert und geben der Seestadt durch ihren Lebensstil den typischen US-Flair. Heute leben noch weniger als 100 US-Amerikaner in Bremerhaven. Mit der 950th Transportation Company arbeitet aber immer noch eine Einheit im ehemaligen „Port of Embarkation“.

Die Columbuskaje ist seit ihrem Bau im Jahr 1927 ein Dreh- und Angelpunkt der Weltgeschichte, der mit der Ankunft von Elvis Presley einen weiteren Höhepunkt erlebt. Das „Haus der Geschichte“ in Bonn urteilt gar, dass jener 1. Oktober 1958 einen Einschnitt in die Geschichte der noch jungen Bundesrepublik markiert. Der „King of Rock ‘n‘ Roll“ ist zu der Zeit der bedeutendste Botschafter der Vereinigten Staaten. Mit seiner Musik beschreibt er das Lebensgefühl der jungen Generation, für die es auch um ein gutes Stück Provokation und Abgrenzung von der älteren Generation geht. Elvis‘ Hüftschwung versetzt Deutschland in Aufregung, seine sexuellen Anspielungen kommen einer Befreiung aus der Prüderie der Nachkriegsjahre gleich. 

Es fehlten Sekunden für das Autogramm

Als Presley von Bord geht, steht hinter ihm gut gelaunt beinahe die komplette Schiffsbesatzung an Deck, vor ihm drängt sich ein Pulk von Reportern und Fotografen, dahinter die kreischende Mange der Fans. In diesem Durcheinander schafft es ein junger Bursche, sich an der Militärpolizei vorbei zu mogeln. Helge Rothenberg kennt sich aus im Hafen, beliefert als Lehrling eines Bremerhavener Haushaltswarengeschäfts viele Schiffe mit Töpfen und Pfannen und kennt so manchen Schleichweg ans Wasser.  Er „entert“ die Seitenwand der Gangway, bittet Presley mit Stift und Zettel in der Hand um ein Autogramm – doch „die Polizei hat mich von der Gangway gezogen“, erinnert sich heute Rothenberg (83). Dabei hatte Elvis schon den Stift für die begehrte Unterschrift in der Hand. „Es fehlten Sekunden fürs Autogramm.“ Dabei tauchen noch heute immer wieder mal Autogramme von Elvis Presley auf, von denen es heißt, es sei das von der Ankunft des Schiffes. „Es gab gar keines“, sagt Rothenberg.

Das Schwarz-Weiß-Foto von dem wagemutigen blonden Jungen aber geht um die Welt und Rothenberg wird auch 67 Jahre nach der Ankunft der „General George M. Randall“ wieder auf der Kaje stehen – so wie seit Jahren schon am 1. Oktober, wenn der Ankunft des „King“ an der Bremerhavener Columbuskaje gedacht wird. Barbara und Ulli Elter organisieren seit 2015 das alljährliche Treffen der Elvis-Fans und sind froh, dass die Bronzeplakette auch nach einer Erweiterung der Kaje um 20 Meter in Richtung Weser immer noch die ursprüngliche Stelle der Ankunft in Bremerhaven markiert.  „Es war uns wichtig, dass die Tafel nach der Sanierung der Kaje genau dort wieder eingesetzt wird“, betont Robert Howe, Geschäftsführerder Hafengesellschaft Bremenports. „Auch weil wir wissen, wie viele Fans Elvis heute noch hat, stand alles andere gar nicht zur Debatte: Wir wollten die Erinnerung an diesen historischen Moment auf jeden Fall erhalten.“

Gefeiert wird in der „letzten Kneipe vor New York“

So wird am Mittwoch, 1. Oktober, nach der amerikanischen Nationalhymne wieder der Elvis-Hit „Jailhouse Rock“ aus der Lautsprecheranlage des Kreuzfahrtterminals dröhnen, die bundesweite Fangruppe auf der Kaje dem King of Rock´n Roll gedenken und Helge Rothenberg sich an den Moment erinnern, als er um ein Haar das Autogramm bekommen hätte. Dass weitere Elvis-Songs von einem Live-Sänger anschließend in der benachbarten Hafenkneipe zu hören sind, passt zur bewegten Geschichte der Columbuskaje – und steht mit dem Gaststätten-Namen für die tief verwurzelte Verbindung in die USA: „Die Letzte Kneipe vor New York“.

Elvis hat noch immer 50 Millionen Fans

„Wir sind froh und stolz, dass wir dieses besondere Jubiläum auch 2025 wieder am Bremerhaven Kreuzfahrtterminal feiern können. Dieses Jahr am 8. Januar wäre Elvis Presley 90 Jahre alt geworden“, sagen Barbara und Ulli Elter. Deshalb wird es größer als sonst gefeiert ­– mit Musik und Blumen und vielen Geschichten aus der Ära. Elvis-Fans von München bis Berlin werden erwartet, um Punkt 9.22 Uhr kommen sie an der Gedenkplakette auf der Kaje zusammen. Weltweit wird die Zahl der bekennenden Elvis-Fans noch immer auf 50 Millionen Menschen gezählt.

Bremerhaven beschließt Klimaanpassungsstrategie 2025

Der Magistrat der Seestadt hat die neue Klimaanpassungsstrategie 2025 beschlossen. Ziel ist es, die Stadt widerstandsfähiger gegen Hitzewellen, Starkregen und steigende Meeresspiegel zu machen und die Lebensqualität dauerhaft zu sichern. Zu den Neuerungen gehören die Aufstellung von Trinkwasserbrunnen neben der Großen Kirche und am Verbindungskanal Alter/Neuer Hafen sowie der Ausbau von Stadtgrün und blauer Infrastruktur im Sinne einer Schwammstadt.

Die Strategie bündelt über 30 konkrete Maßnahmen in den Handlungsfeldern Wasser, Infrastruktur, Landnutzung, Gesundheit und Wirtschaft. Mehr Grünflächen, klimagerechte Stadtentwicklung und vorausschauender Hochwasserschutz ergänzen den Schutz natürlicher Lebensräume. Ein neues Starkregen-Informationssystem verbessert die Datenlage und Planungsprozesse.

Oberbürgermeister Melf Grantz und Stadträtin Andrea Toense betonen, dass die Fortschreibung der 2018 verabschiedeten Strategie auf bewährten Erfolgen aufsetzt und Bremerhaven fit für die Zukunft macht. Die enge Zusammenarbeit mit dem Land Bremen und der Nationalen Klimaschutzinitiative sichert die Finanzierung und Umsetzung aller Maßnahmen.