Nordostkaje marode

Die Nordostkaje im Neuen Hafen, die auch als „Grube-Kaje“ bekannt ist, muss aus Sicherheitsgründen teilweise abgesperrt werden.

„Wir haben bei Untersuchungen festgestellt, dass der Großteil der Gründungspfähle derart von der Bohrmuschel zerstört wurde, dass eine Standsicherheit der Kaje nicht mehr ohne Zweifel gegeben ist“, erklärt Nils Schnorrenberger, Geschäftsführer der BEAN, die Eigentümerin der Kajen ist.

Neben dem Verbindungskanal ist die Nordostkaje mit einer Länge von rund 240 Metern der letzte Kajenteil im Neuen Hafen, der noch nicht saniert wurde. „Bei Routinearbeiten im Hafenbecken sind Ende Juni ungewöhnlich viele Teile der Gründungspfähle gefunden worden. Hierbei wurde ein Schadensbild ersichtlich, welches sich der routinemäßigen Überprüfung der Kaje entzieht. Daraufhin haben wir sofort eine tiefergehende Begutachtung der Kajen durch Taucher von Bremenports in Auftrag gegeben“, erklärt Tim Thyen, zuständiger Ingenieur der BEAN. Ergebnis: Von 190 Stützpfählen in der vorderen Pfahlreihe sind 152 so beschädigt, dass sie keine Verbindung mehr zum darüber liegenden tragenden Mauerwerk haben. „Wir gehen nicht davon aus, dass es zu rutschartigen Absackungen kommt, sondern es ist wahrscheinlicher, dass das Mauerwerk unter der kajentragenden Betonplatte wegbröckelt und es langsame Verschiebungen der Kaje gibt. Auszuschließen ist das aber nicht“, so Thyen. Aus Sicherheitsgründen ist die Kaje am heutigen Freitag, den 11. Juli zunächst mit Bauzäunen auf einer Breite von sechs Metern ab der Kaimauer gesperrt worden.

  1. Auswirkungen auf die Sail sind mit der Erlebnis Bremerhaven GmbH bereits abgesprochen. Die Arbeitgebermeile, die entlang der Grube-Kaje errichtet wird, wandert auf die andere Seite der Kaje auf die Schotterfläche vor den Wohnhäusern“, erklärt Schnorrenberger. Auch Schiffe können während der Sail noch an der Kaje festmachen. „Allerdings muss die „Union“ mit ihrem Tiefgang von 6,70 Metern, für den das Hafenbecken dort hätte gespült werden müssen, in den südlichen, bereits sanierten Bereich des Neuen Hafens verlegt werden. Aber zwei kleinere Schiffe – die „SAGRES II“ und die „SHABAB OMAN II“ – mit weniger Tiefgang können dort festmachen“, so Schnorrenberger.

Dass die Kaje saniert werden muss, ist lange bekannt. „Die Planungen für den Neubau der Kaje sind bereits in Auftrag gegeben“, so Schnorrenberger. „Wir hoffen, dass wir die Mittel für die Umsetzung des Neubaus aus dem Fonds der Bundesregierung zur Infrastruktur bekommen“, so Schnorrenberger. Das sei derzeit aber noch unklar.

In der Zwischenzeit sollen erste Ertüchtigungsmaßnahmen stattfinden, die einen weiteren Schadensverlauf an der maroden Kaje verhindern. „Diese Arbeiten wären ohnehin im Vorfeld des Neubaus gemacht worden, die ziehen wir jetzt vor“, so Thyen.

Nordostkaje marode

Die Nordostkaje im Neuen Hafen, die auch als „Grube-Kaje“ bekannt ist, muss aus Sicherheitsgründen teilweise abgesperrt werden.

„Wir haben bei Untersuchungen festgestellt, dass der Großteil der Gründungspfähle derart von der Bohrmuschel zerstört wurde, dass eine Standsicherheit der Kaje nicht mehr ohne Zweifel gegeben ist“, erklärt Nils Schnorrenberger, Geschäftsführer der BEAN, die Eigentümerin der Kajen ist.

Neben dem Verbindungskanal ist die Nordostkaje mit einer Länge von rund 240 Metern der letzte Kajenteil im Neuen Hafen, der noch nicht saniert wurde. „Bei Routinearbeiten im Hafenbecken sind Ende Juni ungewöhnlich viele Teile der Gründungspfähle gefunden worden. Hierbei wurde ein Schadensbild ersichtlich, welches sich der routinemäßigen Überprüfung der Kaje entzieht. Daraufhin haben wir sofort eine tiefergehende Begutachtung der Kajen durch Taucher von Bremenports in Auftrag gegeben“, erklärt Tim Thyen, zuständiger Ingenieur der BEAN. Ergebnis: Von 190 Stützpfählen in der vorderen Pfahlreihe sind 152 so beschädigt, dass sie keine Verbindung mehr zum darüber liegenden tragenden Mauerwerk haben. „Wir gehen nicht davon aus, dass es zu rutschartigen Absackungen kommt, sondern es ist wahrscheinlicher, dass das Mauerwerk unter der kajentragenden Betonplatte wegbröckelt und es langsame Verschiebungen der Kaje gibt. Auszuschließen ist das aber nicht“, so Thyen. Aus Sicherheitsgründen ist die Kaje am heutigen Freitag, den 11. Juli zunächst mit Bauzäunen auf einer Breite von sechs Metern ab der Kaimauer gesperrt worden.

  1. Auswirkungen auf die Sail sind mit der Erlebnis Bremerhaven GmbH bereits abgesprochen. Die Arbeitgebermeile, die entlang der Grube-Kaje errichtet wird, wandert auf die andere Seite der Kaje auf die Schotterfläche vor den Wohnhäusern“, erklärt Schnorrenberger. Auch Schiffe können während der Sail noch an der Kaje festmachen. „Allerdings muss die „Union“ mit ihrem Tiefgang von 6,70 Metern, für den das Hafenbecken dort hätte gespült werden müssen, in den südlichen, bereits sanierten Bereich des Neuen Hafens verlegt werden. Aber zwei kleinere Schiffe – die „SAGRES II“ und die „SHABAB OMAN II“ – mit weniger Tiefgang können dort festmachen“, so Schnorrenberger.

Dass die Kaje saniert werden muss, ist lange bekannt. „Die Planungen für den Neubau der Kaje sind bereits in Auftrag gegeben“, so Schnorrenberger. „Wir hoffen, dass wir die Mittel für die Umsetzung des Neubaus aus dem Fonds der Bundesregierung zur Infrastruktur bekommen“, so Schnorrenberger. Das sei derzeit aber noch unklar.

In der Zwischenzeit sollen erste Ertüchtigungsmaßnahmen stattfinden, die einen weiteren Schadensverlauf an der maroden Kaje verhindern. „Diese Arbeiten wären ohnehin im Vorfeld des Neubaus gemacht worden, die ziehen wir jetzt vor“, so Thyen.

Lloyd Gymnasium und Schulzentrum Geschwister Scholl ausgezeichnet

Bremerhavener Schulen wurden beim diesjährigen Durchgang des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten mit hohen Preisen ausgezeichnet.

Das aktuelle Thema des Wettbewerbs lautete: „Bis hierhin und nicht weiter? Grenzen in der Geschichte“.

17 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte des Lloyd Gymnasiums errangen einen der begehrten Landessiege (Tutorin: Antje Neumann, Lloyd Gymnasium). Dazu arbeiteten sie mit lokalen Quellen im Stadtarchiv oder erkundeten die Geschichten in ihren eigenen Familien oder im Bekanntenkreis. Herausgekommen ist ein Schulbuch: „Über Grenzen – Migration nach Bremerhaven und umzu 1945-1990. Ein Schulbuch für die 10. Klasse“, welches beispielhaft die Geschichten der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, der Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten, der amerikanischen Besatzungssoldaten, der Geflüchteten aus der DDR, der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter und der aus Osteuropa nach Bremerhaven Eingewanderten zeigt.

Das Theaterstück „Grenzen überschreiten!“ des Schulzentrums Geschwister Scholl, das von 19 Schülerinnen und Schüler der zwölften Klasse und ihrer Tutorin Ellen Lindek gestaltet wurde, wurde als bester Gruppenbeitrag im Land Bremen ausgezeichnet. In dem Theaterstück wird die aktuelle politische Debatte um die Migration mit individuellen Fluchtgeschichten in Zusammenhang gebracht und historisch betrachtet.

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten findet alle zwei Jahre statt. Er lädt dazu ein, sich mit regionalen oder familiengeschichtlichen Themen zu befassen, vor Ort in Archiven zu recherchieren, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu befragen und Geschichte kreativ zu gestalten. Teilnehmen können Kinder und junge Erwachsene bis 21 Jahre.

Wichtige Hinweise erhalten interessierte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte unter stadtarchiv@magistrat.bremerhaven.de. Weitere Informationen gibt es unter https://koerber-stiftung.de/projekte/geschichtswettbewerb/.

Segelerlebnis für Menschen im Rollstuhl bei der SAiL Bremerhaven 2025

©Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Auf Initiative des Amtes für Menschen mit Behinderung, in Kooperation mit der Erlebnis Bremerhaven, dem Verein Inklusives Segeln für Alle, dem Wassersportverein Wulsdorf, dem Fachverband Segeln Bremen und der Im-Jaich Marina, wird es bei der SAiL Bremerhaven 2025 die Möglichkeit geben, sportliches Segeln auf der Weser als Rollstuhlfahrerin oder Rollstuhlfahrer zu erleben.

Möglich macht dies der Spezialumbau „Henk de Mol“ des Segelvereins „Inklusives Segeln für Alle“ aus Kaarst. Der Verein stellt sein Boot für diese Aktion zur Verfügung.

Von Mittwoch, dem 13. August, bis Sonntag, dem 17. August 2025, werden täglich zwei Fahrten auf der Weser angeboten. Daran können jeweils bis zu drei rollstuhlfahrende Menschen mit ihrer Begleitung teilnehmen. Die Rollstühle werden über kleine Rampen direkt auf das Boot geschoben und dort fixiert. Ein unvergessliches Erlebnis wartet auf die Teilnehmenden, da sie die Bewegungen des rund 7,5 Meter langen Sportbootes unmittelbar spüren werden. Das Boot wird schaukeln, sich zur Seite neigen und dabei immer von zwei erfahrenen Seglern begleitet.

Die Aktion beginnt gleich mit einem Höhepunkt. Die „Henk de Mol“ wird auch zur Einlaufparade auf der Weser dabei sein und der „Gorch Fock“ und der „Alexander von Humboldt II“ ganz nah kommen. Ein weiteres Highlight wird die Nachtfahrt zum Höhenfeuerwerk am Samstagabend sein.

Weitere Informationen, Hinweise und Voraussetzungen zur Teilnahme gibt es hier

Für Rückfragen steht Malte Schimmel, verantwortlich für Inklusion im Sport, vom Amt für Menschen mit Behinderung unter  0471 5902360 zur Verfügung.

Anmeldungen werden ab sofort unter InSpo@magistrat.bremerhaven.de entgegengenommen.

Ob Taschenlampentour, Pop-up-Workshop oder Nachtlager auf Samoa: Das Klimahaus Bremerhaven bringt die große Welt in die Ferien

Kinder und Jugendliche, die in den Sommerferien daheim bleiben können trotzdem auf eine attraktive Weltreise gehen: sie kommen einfach ins Klimahaus Bremerhaven. Dort versprechen zwei verschiedene Kinderführungen, ein Bastelworkshop, und ein besonderes Übernachtungsangebot den Kleinen viel Spaß und neue Erkenntnisse.

Kinderführungen um die Welt
Es gibt ganz schön viel zu sehen und zu verstehen bei der „Reise“ um die Welt, da lohnt sich besonders für die Kleinen eine Führung. Kindgerecht vermitteln die Scouts die Zusammenhänge vom Klima und den Lebensverhältnissen auf dem achten Längengrad. Zwei Formate werden angeboten: Bei der „Taschenlampenführung“ geht es am 5. Juli exklusiv von 18 bis 21.30 Uhr durch die Reisestationen. Im schmalen Scheinwerferlicht wird die Aufmerksamkeit besonders geschärft. Vier Euro kostet das Programm zuzüglich Eintritt. Es richtet sich an Kinder von sechs bis zehn Jahren, die in Begleitung einer Aufsichtsperson teilnehmen.
Einen spielerischen Zugang vermittelt die „Entdeckungsreise“ am 24. Juli von 11 bis 12.30 Uhr. Das Programm richtet sich an Kinder von sechs bis zehn Jahren, die im Besitz eines Ferienpasses sein müssen.

Klimatiere in Klappkarten basteln
An Kinder von zehn bis 15 Jahren, die Freude an ungewöhnlichen Bastelaktionen haben, richtet sich der „Kreativ-Workshop“ am 9. Juli im Klimahaus Bremerhaven. Zusammen mit der mehrfach ausgezeichneten Illustratorin, Autorin und Papierexpertin Antje von Stemm verarbeiten die Teilnehmenden die aktuelle Sonderausstellung KLIMA_X und entwickeln eigene Klappkarten. Zunächst geht es gemeinsam in die Ausstellung, danach wird das Gesehene mit künstlerischen Mitteln verarbeitet. Im Zentrum werden die sogenannten „Klimatiere“ stehen. Dazu zeichnen die Kinder ihre Ideen aufs Papier, schneiden, falten, kleben und zaubern so individuelle Pop-up-Karten. Diese Werke werden dann zum Abschluss des Workshops als „Mini-Pop-up-Ausstellung“ den Eltern präsentiert. Der Workshop findet vom 10 bis 14.30 Uhr in der FRoSTA-Kochschule im Klimahaus statt. Er wird sowohl am 9. als auch am 10. Juli angeboten und kostet 5 Euro zuzüglich Eintritt. Anmeldeschliss ist der 2. Juli.

Im Klimahaus übernachten
Mal eine Nacht auf Samoa verbringen? In Alaska oder auf der Polarstation der Antarktisforscher? Diese Wahl hat, wer am Freitag, 11. Juli für ein ganz besonderes Programm ins Klimahaus kommt: „Nachts im Klimahaus“ führt zunächst im Dämmerlicht als Entdeckungsreise durch die verschiedenen Klimazonen, dann gibt es ein zünftiges Abendbrot für alle. Und dann wird das Nachtlager aufgeschlagen. Am nächsten Morgen beschließt ein gemeinsames Frühstück das ungewöhnliche Programm. „Nachts im Klimahaus“ startet um 18 Uhr und endet um 9 Uhr am 12. Juli, es kostet 69 Euro. Kinder kommen am besten in Begleitung einer Aufsichtsperson. Mitzubringen sind eine Taschenlampe, Isomatte, ein Schlafsack, das Schlafzeug sowie die benötigten Kosmetikartikel und Handtücher. Anmeldeschluss ist der 30. Juni.

Weitere Infos zu den Veranstaltungen stehen auch unter www.klimahaus-bremerhaven.de/veranstaltungen. Anmeldungen zu den Programmen sind ab sofort online, per Mail an info@klimahaus-bremerhaven.de oder telefonisch unter 0471 – 902030 – 95 möglich.

Werftquartier Bremerhaven beim Bundeskongress präsentiert

Beim Bundeskongress „Tag der Regionen“ des Bundesbauministeriums in Bremerhaven hat die Stadt das städtebauliche Projekt „Werftquartier“ präsentiert.

„Der Kongress war ein voller Erfolg mit vielen hoch spannenden Vorträgen rund um das Thema der resilienten und krisenfesten Region. Das Werftquartier, das aus dem ehemaligen Gelände der Seebeck-Werft ein nachhaltiges, klimaneutrales Quartier machen wird, passte da hervorragend rein“, so Grantz.

Gemeinsam mit der Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bremens Bausenatorin Özlem Ünsal begrüßte Grantz die Teilnehmer in Bremerhaven. Er betonte, dass Bremerhaven inzwischen eine Stadt ist, die es versteht, dem Strukturwandel zu begegnen – sei es im Fischereihafen, der sich vom ehemaligen Standort der Hochseefischerei zum Standort der Lebensmittel- und Tiefkühlindustrie gewandelt hat, bei der Transformation zur Stadt der Wissenschaft, dem Werftquartier oder der Innenstadt, in der gerade mit dem „Novo Bremerhaven“ der Dritte Ort geplant wird. „Bremerhaven hat viel Expertise. Gleichzeitig war der Bundeskongress eine wunderbare Gelegenheit, sich mit anderen Städten und Regionen auszutauschen und von ihnen zu lernen“, so Grantz. Der Stand der Stadt Bremerhaven sei von vielen Besucherinnen und Besuchern interessiert angesteuert worden. „Vor allem die gemischten Wohnformen und die Nachhaltigkeitsaspekte im Werftquartier waren für die Besuchenden von Interesse. Begrüßt wurde außerdem mehrfach, dass die Planungen von Beginn an auch die Infrastruktur und nicht einfach „nur“ Gebäude in idealer Wasserlage beinhalten.“ Besonders erfreulich sei auch die Rückmeldung vieler Teilnehmer gewesen, dass Bremerhaven der bisher schönste Standort für den Kongress war, der regelmäßig in unterschiedlichen Städten stattfindet. „Bremerhaven hat sich als Tagungsort hervorragend präsentiert, das ist ein tolles Signal, das bundesweit ausstrahlt“, so der OB abschließend.

Der Magistrat der Stadt Bremerhaven hat am Freitag, dem 6. Juni 2025, während einer Feierstunde in der Aula der Heinrich-Heine-Schule die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2024 geehrt.

Über die Auszeichnung „Sportlerin des Jahres 2024“ konnte sich Fußball-Nationalspielerin Giovanna Hoffmann (RB Leipzig) freuen, der Titel „Mannschaft des Jahres 2024“ ging an die Hip-Hop-Weltmeisterinnen Undercover (TSG/Tanzschule Beer).

Insgesamt wurden an dem Abend 127 Bremerhavener Sportlerinnen und Sportler gewürdigt, die bei Deutschen Meisterschaften, Europameisterschaften oder Weltmeisterschaften einen der ersten drei Plätze im Jahr 2024 belegen konnten. „Sie alle sind großartige Botschafterinnen und Botschafter der Stadt Bremerhaven gewesen“, sagte Stadtrat Ralf Holz, Dezernent für das Amt für Sport und Freizeit, in Richtung der Geehrten.

Darüber hinaus wurden auch sechs „stille Helfer“ ausgezeichnet, die immer für ihren Sport und ihren Verein im Einsatz waren – ohne eine Vorstandsfunktion auszuüben. Auch acht Sportfunktionärinnen und -funktionäre, die mehr als 15 Jahre ehrenamtliche Vorstandstätigkeiten in Vereinen geleistet haben, standen an diesem Abend im Mittelpunkt.

Seit mehr als 160 Jahren auf See im Einsatz: Die Seenotretter aus Bremerhaven

Zehn Meter hohe Wellen, Orkanböen, Temperaturen um den Gefrierpunkt – die „Hermann Rudolf Meyer“ fährt raus, wenn an Land sicherheitshalber die Rollläden runtergelassen werden.  Der Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist in Bremerhaven stationiert und markiert damit gleichzeitig die Gründungphase der maritimen Hilfsorganisation vor 160 Jahren. In der Seestadt gab es bereits einen Verein zur Rettung Schiffbrüchiger, bevor die DGzRS gegründet wurde.

„Wie viele Menschen in Seenot wir von hier aus schon gerettet haben?  Ganz ehrlich, keine Ahnung“, sagt Timo Wieck und zuckt mit den Schultern. Der 1. Vormann der „Hermann Rudolf Meyer“ sitzt mit seinem roten Overall und der Kaffeetasse in der Hand im Kommando-Stuhl auf der Brücke des Seenotrettungskreuzers.

Er blickt über das sonnenglitzernde Wasser des Vorhafens an der Fischereihafen-Doppelschleuse. Von diesem Liegeplatz startet das 23 Meter lange Schiff zu seinen Einsätzen auf der Außenweser und in der Deutschen Bucht. Gerade erst haben sie eine leckgeschlagene Motoryacht vor dem sicheren Untergang bewahrt. „Jede Schiffshavarie verläuft anders. Ein Bild können wir uns immer erst vor Ort machen und dann ist jeder hier an Bord voll dabei. Für eine Strichliste ist da keine Zeit. Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz.“

Zwei Wochen rund um die Uhr im Dienst

Vier Männer sind auf dem Seenotrettungskreuzer im Einsatz und das rund um die Uhr im Zwei-Wochen-Wechsel. Geht über die Rettungsleitstelle See in Bremen ein Notruf ein, muss alles blitzschnell gehen. „In zwei bis drei Minuten sind wir tagsüber startklar“, nickt Timo Wieck. „Brücke besetzen, Landstromverbindung kappen, Maschine hochfahren, Leinen los, Deck klarmachen – wir sind an Bord ein eingespieltes Team und arbeiten Hand in Hand.“ Nachts kann es schon mal fünf Minuten dauern. „Dann müssen die Jungs ja erst mal die Augen aufmachen und in ihre Overalls springen“, schmunzelt der 1. Vormann. Er selber hat das Funkgerät und das Telefon immer griffbereit neben seiner Koje liegen.

„Hektik können wir hier nicht gebrauchen“

Olaf Eimert ist in diesen Momenten der „Zündfunke“. Der Maschinist an Bord sorgt für einen möglichst schnellen Start des Schiffdiesels. Unten im Maschinenraum blitzen die Armaturen, Leitungen und Motoren. Selbst der beidseitige Stahlhandlauf an der steilen Treppe von Deck hierunter hat keinen einzigen Fleck. Feuerwehreinsatz mit festem Handgriff am Stahlrohr und Runterrutschen an der Treppe? „Nein“, schüttelt der Maschinist den Kopf. „Immer alles ganz in Ruhe und Stufe für Stufe die Treppe runter, selbst im Einsatz. Hektik können wir hier nicht gebrauchen.“ Der blitzeblanke Maschinenraum hat neben der guten Materialpflege einen ganz anderen und vor allem wesentlichen Grund.

„Sobald der Schiffsdiesel läuft, bin ich mit oben an Deck. Da wird jede Hand gebraucht. Die Maschine wird von der Brücke aus überwacht. Wenn da zum Beispiel ein Ölleck angezeigt wird, muss ich hier runter und sofort sehen, wo der Ölaustritt ist“, erklärt Olaf Eimert. „Da ist keine Zeit, erstmal schlau mit dem Putzlappen in der Hand auf die Suche zu gehen.“ 23 Knoten Fahrt macht die „Hermann Rudolf Meyer“ bei Vollgas, gut 43 Stundenkilometer. „Für ein 29 Jahre altes Schiff ist das ordentlich.“

Verletzte und Kranke auf Fracht- oder Kreuzfahrtschiffen, Maschinenschäden, auf Grund gelaufene Segelschiffe – wenn die „Hermann Rudolf Meyer“ mit rauschender Bugwelle auf die Weser raus jagt, kommt es auf Geschwindigkeit an. „Je eher wir am Einsatzort sind, desto besser. Nicht jeder Mensch kommt mit Notfallsituationen gleich klar. Wenn in steiler Brandung bei Sturm eine havarierte Segelyacht auf der Sandbank langsam in Stücke zerschlagen wird, da klammert sich der Skipper schon mal am Mast fest und will unter keinen Umständen loslassen“, erzählt Timo Wieck, der seit 2002 bei der DGzRS aktiv ist. Aber auch für solche Situationen hat die DGzRS im Laufe der vergangenen 160 Jahre eine Lösung entwickelt: das Tochterboot.

Wer nicht mehr aufpasst, macht Fehler“

Am Heck eines jeden Seenotrettungskreuzers liegt dieses Mini-Einsatzboot parat und kann blitzschnell ins Wasser gelassen werden. Mit nur 80 Zentimeter Tiefgang und der leistungsstarken Maschine kommt das Boot mit seinen zwei Mann Besatzung fast überall hin. „Da pflücken wir im Ernstfall auch schon mal jemanden direkt vom Mast, wenn es nicht anders geht“, so der 1. Vormann. Was sich wie ein Spaziergang anhört, erfordert Mut, Umsicht, Entschlossenheit und Erfahrung. „Nur Routine brauchen wir hier nicht. Wer nicht mehr aufpasst, macht Fehler und das kann auf dem Meer fatal sein.“

Die Ausbildung zum Seenotretter dauert zwei Jahre

Sebastian Kernich ist aktuell dabei, diese Erfahrungen zu machen – als sogenannter „Laufbahner“. Am Ende der zweijährigen Ausbildung ist der 28-Jährige ein vollwertiges Mitglied der DGzRS. Ein Jahr hat er bereits hinter sich. „Rettungssanitäter, Schiffspatent, Nautik, Funk, Schiffskenntnisse von A bis Z – da ist jede Menge“, zählt er auf. An diesem Vormittag hat er sich intensiv der Pflege des Tochterbootes „Christian“ gewidmet. Kein Wunder, immerhin ist Kernich im Einsatzfall der Schiffsführer des Mini-Rettungskreuzers. Wenn er das nicht macht, kümmert er sich um die Aktualisierung von Seekarten des teils tückischen Weserreviers, Tauwerk an Deck oder auch mal das Essen in der Kombüse. Aktuell hat Maschinist Eimert das übernommen: „Immer reihum, immer reihum – hier macht jeder fast alles“, lacht er und rührt das China-Geschnetzelte im Topf ein letztes Mal um.

Es ist Mittagszeit auf der „Hermann Rudolf Meyer“. Alle kommen in der kleinen Messe am Mehrzwecktisch zusammen. „Wenn wir Verletzte an Bord nehmen, liegen die hier auf dem Tisch und werden medizinisch versorgt“, erzählt Timo Wieck. „In der Seefahrt und speziell bei der Seenotrettung ist alles immer praktisch. Hauptsache, wir erreichen unser Ziel.“ Bei der DGzRS ist das seit 160 Jahren die Rettung von Menschen aus Seenot und Bremerhaven hat dabei neben Emden schon vor der Gründung der eigentlichen Gesellschaft im Jahr 1865 eine maßgebliche Rolle gespielt.

Selbstlose Männer steigen bei tosender See ins Ruderboot

Bereits 1864 gab es in der Seestadt einen Bootsschuppen mit Ruderrettungsboot, in dem selbstlose Männer bei tosendem Sturm rausgerudert sind, um unter Einsatz ihres eigenen Lebens Menschen aus Seenot zu retten. Der nachfolgende Backstein-Bootsschuppen von 1917 neben dem heutigen Liegeplatz der „Hermann Rudolf Meyer“ zeugt davon – bewegte Küstengeschichte zum Anfassen, die ihre Wurzeln in der Gründung des bremischen Vereins zur Seenotrettung im Jahr 1863 hat. Macht es stolz, für eine solche Organisation zu arbeiten, die sich ausschließlich über Spenden und gesellschaftlichen Einsatz finanziert? Timo Wieck überlegt, setzt kurz die Gabel mit dem dampfenden Essen ab. „Diesen Job hier macht man nicht, weil man stolz ist, sondern weil man davon überzeugt ist.“

Vor gut einem Jahr durfte das Radio Bremerhaven Team auf dem Seenotrettungskreuzer Hermann Rudolf Meyer mitfahren:

An die Trommeln und los: Die Drachenboote starten wieder im Fischereihafen

Bereits zum 23. Mal findet der swb-Drachenboot-Cup im Schaufenster Fischereihafen statt. Am Sonnabend, 14. Juni, wird das Hafenbecken zur Wettkampfzone, wenn Fun-, Sport- und Schülerteams um die Plätze wetteifern. Die Rennen finden dieses Jahr gesammelt an einem Tag statt und werden vom Kanu-Verein Unterweser ausgerichtet.

Trommelschläge und Fan-Gesänge

Bunt, turbulent und laut – dieser Dreiklang bestimmt seit jeher den swb-Drachenboot-Cup im Schaufenster Fischereihafen, bei der in verschiedenen Renn-Klassen spannende Wettstreite über 250 Meter und optional über die Strecke einer Seemeile (rund 1,85 Kilometer) geliefert werden. Für die Zuschauer ist es zwischen 10 und 17 Uhr mindestens ein genauso spaßiges wie spannendes Erlebnis wie für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Wasser, die begleitet von rhythmischen Trommelschlägen und frenetischen Fan-Gesängen mit Muskelkraft und Rudertaktik die zwölfeinhalb Meter langen Boote durchs Hafenbecken treiben.

Handwerkertag beim Bauernmarkt am Hafen

Zum dritten Mal in diesem Jahr findet das SonntagsVergnügen mit dem Bauernmarkt am Hafen statt. Der Fokus des Marktes richtet sich am Sonntag, 15. Juni, auf das traditionelle Handwerk. Handwerker präsentieren eigens hergestellte Produkte und mit etwas Glück führen einige Handwerker Ihre Kunst auch für die Besucher vor.

Des Weiteren erwartet die Besucherinnen und Besucher eine große Auswahl an Käse, Wurstspezialitäten, frisches Obst und ein buntes Sortiment von Händlern aus der Region. Wer das Mittagessen ins Schaufenster verlegen möchte, hat die Wahl: Bratwurst mit Pommes, Fischspezialitäten – oder doch Cheesy Pasta? Die Marktstände sind von 10 bis 17 Uhr aufgebaut. Auch die anliegenden Restaurants sind geöffnet.

„Mich macht das total glücklich“

Was die ehrenamtlichen Liaisons bei der SAiL 2025 in Bremerhaven bewegt

Was treibt diese Leute eigentlich dazu, Urlaub zu nehmen, um als Ehrenamtliche die Segelschiffe bei der SAiL 2025 in Bremerhaven zu betreuen? Dazu noch ohne Bezahlung. „Es ist der am schlechtesten bezahlte 24-Stunden-Job der Welt“, lacht André Benthien, der die Arbeit der so genannten Liaisons koordiniert. „Aber der schönste.“ Zur SAiL 2025 vom 13. bis 17. August freuen sich 20 freiwillige Helfer auf diese wohl einzigartige Aufgabe.

Für Iris Henkel, die vor 20 Jahren bei der SAiL 2005 in Bremerhaven heftig und nachhaltig vom Sail-Virus befallen wurde, war es der Beginn einer Liebesbeziehung. „Für mich ist das besser als ein Wellness-Urlaub“, sagt sie über ihre Arbeit als ehrenamtliche Helferin. „Mich macht das total glücklich.“

Es war Liebe auf den ersten Blick

Vor ihrem Debüt in der Seestadt  hatte sie bereits  Gelegenheit, auf einem Großsegler beim Tall Ship Race mitzusegeln. „Ich mag Menschen, ich mag Schiffe, ich mag Internationalität“, war eine Erkenntnis aus dieser Zeit. Da war es nur noch ein kleiner Schritt, als ehrenamtliche Schiffsbetreuerin in Bremerhaven anzuheuern. „Es entscheidet sich sehr schnell, ob das etwas für einen ist“, erinnert sie sich. „Für mich war es Liebe auf den ersten Blick.“

So vereinen sich bei der 56-Jährigen zwei Bedeutungen des Wortes Liaison. Was im Französischen so viel wie Affäre oder Liebesbeziehung bedeutet, beschreibt im englischen Sprachgebrauch jemanden, der die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Menschen oder Institutionen fördert, die Kommunikation in Gang hält und zum gegenseitigen Verständnis beiträgt.

Als lokaler Ansprechpartner an Bord

Im Fall der ehrenamtlichen Schiffsbetreuer geht es vor allem darum, den Crews der von ihnen betreuten Schiffe behilflich zu sein: Beim Landgang, bei der Vermittlung eines Arzttermins, beim Shopping, beim Sport oder einem Museumsbesuch. Doch auch bei Fragen der Müllentsorgung, der Frischwasserbeschaffung oder Problemen mit dem Zoll sind die Liaisons erste Ansprechpartner. „Und wenn irgendetwas Technisches kaputt geht“, sagt Iris Henkel, „dann muss ich eben jemanden besorgen, der das reparieren kann.“  Alles getreu ihrem Motto: „Ich liebe es, Probleme zu lösen!“

Der Crashkurs Arabisch als sechste Sprache

Seit ihrem ersten Liaison-Job in Bremerhaven hat die gebürtige Hamburgerin mehr als 30 Mal als ehrenamtliche Schiffsbetreuerin gearbeitet: In Amsterdam und Den Helder, Kristiansand und Bergen, in Aarhus, beim Hafengeburtstag in Hamburg und der Hanse-Sail in Rostock. So ganz nebenbei haben sich dabei auch ihre Fremdsprachenkenntnisse erweitert. Neben Englisch und Dänisch, was sie fließend spricht, reicht es auch in Holländisch, in Norwegisch und Französisch zumindest für einen Smalltalk.  Und da Iris Henkel sich vor einiger Zeit auch noch einen Crashkurs in Arabisch gegönnt hat, wird sie neben der „Alexander von Humboldt II“ noch die „Shabab Oman 2“, das Segelschulschiff aus dem Sultanat Oman, während der SAiL in Bremerhaven betreuen.

Verglichen mit der erfahrenen Iris Henkel ist der Bremerhavener Andreas Bauhammer noch ein absoluter Frischling in der Liaison-Szene. Der 28-Jährige wird bei dem Großseglertreffen vom 13. bis 17. August zum ersten Mal als Schiffsbetreuer an den Start gehen. „Ich habe keine Ahnung, was mich da erwartet“, sagt der Experte für Sicherheitstechnik, der sich für diese Zeit Urlaub von seinem Arbeitgeber in Bremen genommen hat. Grundsätzlich gehe es wohl darum, die Crewmitglieder des ihm zugeteilten Schiffes so gut zu betreuen, dass sie bald wiederkommen möchten, glaubt er: „Die SAiL lebt doch davon.“

Zur SAiL sind rund 800 ehrenamtliche Helfer im Einsatz

Um ein Festival wie die SAiL mit 250 teilnehmenden Schiffen und rund 3000 Crewmitgliedern überhaupt stemmen zu können, ist die Erlebnis Bremerhaven GmbH als Ausrichterin des Windjammertreffens auf viele ehrenamtliche Helfer angewiesen – rund 800 werden es in diesem Jahr wieder sein, und die meisten von ihnen nehmen sogar Urlaub, um dabeisein zu können. „Uns macht das stolz, wie die Bremerhavener ihre SAiL feiern und uns bei der Organisation unterstützen“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH.

Beste Voraussetzungen für die Karriere als Liaison

Schiffe begleiten den aus Süddeutschland stammenden Bauhammer schon seit seiner Jugend. Mit 15 Jahren hat er seinen Segelschein auf dem Bodensee gemacht und auch die Abschlussfahrt seiner Schule zum Ijsselmeer in Holland hinterließ bleibenden Eindruck. „Mich hat es immer zum Meer gezogen“, sagt er und verknüpfte diese Sehnsucht nach dem Abitur mit einem Studium in Bremerhaven. Auch das ehrenamtliche Engagement ist für Bauhammer nichts Neues. So engagiert er sich auf den Museumsschiffen „Grönland“ und „Astarte“ und mischt auch bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG mit. Ein Hang zum Ehrenamt und die Liebe zur See: beste Voraussetzungen also für die Karriere als Liaison.

Wasser, Wind und Wellen als ein Motiv des Lebens

Wasser, Wind und Wellen sind auch für die gebürtige Bremerin Christine Mielsch ein durchgehendes Motiv in ihrem Leben. Nachdem sie Hamburg zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht hatte, war die heute 65-Jährige seit 1992 freiberuflich als Übersetzerin und Dolmetscherin mit den Arbeitssprachen Russisch und Englisch tätig. „2004 bekam ich auf dem russischen Großsegler ,Mir‘ bei einem Drei-Tages-Törn auf die Nordsee zum ersten Mal Schiffsplanken unter die Füße“, erzählt sie, „die Verwirklichung eines alten Traums.“ Mit ihren Sprachkenntnissen und ihrem Kommunikationstalent wurde sie schnell zu einer wichtigen Verbindungsperson zur „Mir“.

An Bord des imposanten Schulschiffs kam Christine Mielsch zur Sail 2005 nach Bremerhaven, wo sie als Bindeglied zu den Liaisons fungierte. Drei Jahre später, bei der „Lütten Sail“ 2008, schnupperte sie dann selbst zum ersten Mal in die Aufgaben einer ehrenamtlichen Schiffsbegleiterin hinein, 2010 stieg sie „als vollwertige Liaison“ in die Szene ein und blieb der Seestadt fortan auch bei den maritimen Festen zwischen den nur alle fünf Jahre stattfindenden SAiLs treu. „Wenn ich die Gangway hochgehe, fällt alles von mir ab“, sagt die ausgebildete Gästeführerin, die sehr bald als Projekt-Koordinatorin auch in Hamburg eine Liaison-Organisation für die Großsegler aufbauen half.

Wie Hamburg von Bremerhaven noch lernen kann

„Ich studiere gewissermaßen Problemlösungen“, sagt sie. „Dabei geht es vor allem darum, Ruhe zu bewahren und unerschütterlich zu bleiben.“ Trainiert werden diese Fähigkeiten seither auch beim Hafengeburtstag in Hamburg, wo Christine Mielsch ein Heimspiel hat und wo die Resonanz mit 1,2 Millionen Besuchern mit der Gästeerwartung zur SAiL Bremerhaven identisch ist.

Und auch sonst müsse sich die kleinere Seestadt im Vergleich mit der Elb-Metropole keineswegs verstecken. „Bremerhaven verfügt mit dem Neuen Hafen, der Seebäderkaje und dem Kaiserhafen über ein super Gelände, einen idealen Rundkurs“, sagt Christine Mielsch. Alles sei zu Fuß ohne Anstrengung zu erkunden. Außerdem punkte die Organisation mit einladender Sauberkeit. „Da wuseln die Einsatzkräfte schon am frühen Morgen vor den Schiffen herum. Wenn die ersten Besucher kommen, ist alles gepflegt und geräumt.“ Dickes Lob von einer, die weiß, wovon sie spricht: „Das bekommt Hamburg nicht hin.“