Test: Assassin’s Creed Black Flag Resynced

Der Piratenkönig kehrt eindrucksvoll zurück

Als Ubisoft Assassin’s Creed Black Flag Resynced ankündigte, waren die Erwartungen riesig. Schließlich gilt das Piraten-Abenteuer von Edward Kenway bis heute als einer der beliebtesten Teile der gesamten Reihe. Wir konnten bereits einige Tage vor der Veröffentlichung in die Karibik aufbrechen – und schon jetzt steht fest: Resynced ist weit mehr als nur ein grafisches Upgrade.

Eine Karibik zum Verlieben

Das Erste, was sofort ins Auge fällt, ist die Grafik. Ubisoft hat die Spielwelt mit der aktuellen Anvil-Engine komplett neu aufgebaut und zaubert eine Karibik auf den Bildschirm, die ihresgleichen sucht. Türkisblaues Wasser, üppige Dschungel, beeindruckende Sonnenuntergänge und liebevoll gestaltete Buchten sorgen dafür, dass man am liebsten jede Insel bis ins kleinste Detail erkunden möchte. Dank moderner Beleuchtung, Raytracing und deutlich detaillierteren Texturen wirkt die Welt lebendiger denn je. Auf der PS5 läuft das Spiel dabei butterweich – insbesondere im Performance-Modus mit 60 Bildern pro Sekunde.

Besonders begeistert hat uns die Unterwasserwelt. Schon nach wenigen Stunden erwischt man sich dabei, freiwillig in kleine Buchten zu springen, nach versteckten Truhen zu tauchen oder neue Schiffswracks zu erkunden. Die neue „Dive Anywhere“-Funktion macht das Erkunden deutlich freier und motiviert enorm dazu, vom eigentlichen Missionsziel abzuschweifen. Genau dieses Gefühl von Abenteuer war schon immer die größte Stärke von Black Flag – und Resynced baut diese sogar noch weiter aus.

Seegefechte machen jetzt noch mehr Spaß

Ein Punkt, der uns besonders positiv überrascht hat: die Missionen auf See.

Im Original empfanden wir viele der Schiffskämpfe als recht anspruchsvoll und teilweise sogar frustrierend. In Black Flag Resynced wirkt das Balancing bislang deutlich angenehmer. Die Kämpfe fordern zwar weiterhin Aufmerksamkeit, fühlen sich aber wesentlich fairer an. Dadurch machen die Seeschlachten mehr Spaß und laden regelrecht dazu ein, auch optionale Gefechte mitzunehmen.

Gleichzeitig bleibt das typische Gefühl erhalten, Kapitän der Jackdaw zu sein. Feindliche Schiffe entern, Salven abfeuern und Beute einsammeln sorgt nach wie vor für jede Menge Motivation.

Edward kämpft wieder in Bestform

Auch die Kämpfe an Land fühlen sich hervorragend an. Das bekannte Kampfsystem wurde modernisiert, Animationen wirken flüssiger und Treffer haben mehr Wucht. Besonders Paraden und Finisher sehen spektakulär aus, ohne den Charme des Originals zu verlieren.

Ebenso profitieren Schleichpassagen und Parkour von zahlreichen Verbesserungen. Edward bewegt sich deutlich geschmeidiger durch Städte, Dschungel und Festungen, wodurch sich das gesamte Spiel moderner anfühlt, ohne seine Identität aufzugeben.

Mehr als nur ein Remake

Wer glaubt, Ubisoft habe lediglich die Grafik aufpoliert, liegt daneben. Resynced erweitert das ursprüngliche Abenteuer um neue Missionen, zusätzliche Geschichten rund um bekannte Piraten wie Blackbeard sowie weitere Inhalte, die auch Veteranen neue Entdeckungen bieten. Hinzu kommen zahlreiche Komfortverbesserungen, ein Fotomodus, neue Shantys, zusätzliche Offiziere für die Jackdaw und viele kleine Quality-of-Life-Anpassungen.

Wir haben mit Paul Fu vom Entwicklerteam gesprochen:

Ein Beitrag von Paula Neumann

Unser Zwischenfazit

Nach mehreren Tagen Spielzeit sind wir begeistert. Assassin’s Creed Black Flag Resynced schafft den schwierigen Spagat zwischen Nostalgie und Moderne nahezu perfekt. Die fantastische Grafik lädt zum Erkunden jeder einzelnen Insel ein, die überarbeiteten Seegefechte spielen sich angenehmer als im Original und das modernisierte Gameplay macht Edward Kenways Piratenabenteuer so zugänglich wie nie zuvor.

Wer Black Flag damals geliebt hat, bekommt hier die wohl beste Version des Klassikers. Und wer das Spiel bislang verpasst hat, erhält einen idealen Einstieg in eines der stärksten Abenteuer der Assassin’s Creed-Reihe.

Vorläufige Wertung: 9 von 10 Punkten

Plus

  • Atemberaubende Grafik und fantastische Lichtstimmung
  • Überarbeitete Seegefechte mit besserem Balancing
  • Lebendige Spielwelt mit vielen neuen Erkundungsmöglichkeiten
  • Flüssigeres Kampfsystem und verbessertes Parkour
  • Sinnvolle neue Inhalte statt eines reinen Grafik-Updates

Minus

  • Einige kleinere Gameplay-Mechaniken wirken trotz Überarbeitung noch klassisch

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