Beförderungen und Ehrungen bei den Freiwilligen Feuerwehren in Bremerhaven

Gruppenbild der Beförderten und Jubilare der Freiwilligen Feuerwehren in Bremerhaven am 19. Oktober 2025 mit Feuerwehrdezernent Stadtrat Peter Skusa, dem Leiter der Feuerwehr Jens Cordes dem Sachgebietsleiter Christian Gercken und den Wehrführungen.

Im Feuerwehrgerätehaus Wulsdorf wurden am 19. Oktober 2025 zahlreiche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Bremerhaven aus Lehe, Weddewarden und Wulsdorf für ihren besonderen Einsatz befördert und für langjährige Treue geehrt. Die Auszeichnungen wurden von Feuerwehrdezernent Stadtrat Peter Skusa, dem Leiter der Feuerwehr Jens Cordes und dem Sachgebietsleiter Christian Gercken übergeben.

Das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehren ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Gefahrenabwehr in Bremerhaven. Stadtrat Skusa dankte den Einsatzkräften und hob in seiner Ansprache hervor, dass die Freiwilligen Feuerwehren nicht nur im Einsatzdienst aktiv sind, sondern auch zum gesellschaftlichen Leben in der Stadt beitragen. So wurden beispielsweise nach der Installation eines AED-Geräts am Gerätehaus in Weddewarden öffentliche Schulungen in Erster Hilfe angeboten. Hinzu kommen Aktionen zur Mitgliedergewinnung auf verschiedenen Veranstaltungen bis hin zum traditionellen Aufhängen der Weihnachtssterne in der Hafenstraße. Dieses vielfältige Engagement zeigt, dass Feuerwehr in Bremerhaven weit mehr bedeutet als Einsätze und Blaulicht. Sie steht ebenfalls für Gemeinschaft, Verantwortung und Herz für die Stadt.

Ein besonderer Dank galt den Familien und Arbeitgebern der Feuerwehrangehörigen. Ohne ihre Unterstützung und ihr Verständnis wäre dieses Engagement nicht möglich. Arbeitgeber verzichten häufig kurzfristig auf Mitarbeitende, wenn Einsätze anstehen, und Familien tragen mit großem Rückhalt dazu bei, dass der Dienst in der Feuerwehr geleistet werden kann. Diese Verbundenheit stärkt die gesamte Gemeinschaft.

Im Anschluss wurden die Beförderungen und Ehrungen vorgenommen. Sie stehen für Vertrauen und Leistung und würdigen Menschen, die ehrenamtlich bereit sind, mehr Verantwortung zu übernehmen und andere zu führen.

– Freiwillige Feuerwehr Lehe
Sebastian Brau (Feuerwehrmann), Sophia Marie Krause (Feuerwehrfrau), Emily Thurau (Feuerwehrfrau), Leandro Freire-Estevao (Oberfeuerwehrmann), Regis Fwansoni (Oberfeuerwehrmann), Marcel Sobczak (Oberfeuerwehrmann), Tim Gräwe (Brandamtsrat)

– Freiwillige Feuerwehr Weddewarden
Maik Grotheer (Feuerwehrmann), Martin Wachsmuth (Oberfeuerwehrmann), Kilian von Haaren (Brandmeister)

– Freiwillige Feuerwehr Wulsdorf
Jean-Marco Alameddine (Brandmeister), Dennis Jander (Brandmeister), Eric Münch (Brandmeister)

– Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft
André Brau(25 Jahre), Daniel Solinski (25 Jahre), Michael Krawitowski (40 Jahre), Jürgen Hoffmann (50 Jahre)

Die Feuerwehr Bremerhaven bedankt sich bei allen Kameradinnen und Kameraden, ob aktiv, passiv oder in der Altersabteilung, für ihren Beitrag zur Sicherheit und zum gesellschaftlichen Leben der Stadt.

Weitere Informationen zur Freiwilligen Feuerwehr Bremerhaven und wie man Teil dieser Gemeinschaft werden kann, finden Interessierte unter https://feuerwehr.bremerhaven.de/ff und auf den Social-Media-Kanälen der jeweiligen Wehren.

Am Bahnübergang am Radweg Fahr(G)Rad 8 wurden diverse Bauelement zerstört.

Ein Zaunelement wurde herausgebrochen und anschließend auf der angrenzenden Bahnschiene mit Kabelbindern befestigt, mehrere Betonblöcke wurden umgeworfen. Bei den aufgestellten Bügeln, die der Verkehrsregelung dienen, wurden mehrere Metallstifte ausgebaut, um die Bügel dauerhaft zu öffnen. Ein Bügel musste aus diesem Grund vorübergehend entfernt werden. Das Amt für Straßen- und Brückenbau hat eine Strafanzeige gestellt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Stadtrat Maximilian Charlet reagiert verständnislos auf den Vandalismus: „Hier kann von einem Streich keine Rede sein – Vandalismus ist eine strafbare Handlung. Die Schäden belaufen sich in fünfstelliger Höhe. Aber durch Vandalismus werden nicht nur Sachwerte beschädigt, sondern auch das Sicherheits- sowie Gemeinschaftsgefühl wird beeinträchtigt. Vandalismus geht uns alle an – deswegen bitten wir um Unterstützung und fordern alle auf, die etwas beobachtet haben, sich zu melden“, so der Baudezernent.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Ortspolizeibehörde unter  0471 953 4444 zu melden.

Die Brücke Dreibergen muss für den motorisierten Verkehr gesperrt und durch einen Neubau ersetzt werden.

Ab Montag, dem 18. August 2025, wird die im Wulsdorfer Ortsteil Dreibergen gelegene Brücke zwischen Buddestraße und Daimlerstraße für den motorisierten Verkehr vollständig gesperrt.

Fußgänger und Radfahrer können die Brücke vorerst weiterhin nutzen. Die Rampen der Brücke bleiben hingegen für alle Verkehrsteilnehmenden befahrbar.

„Grund für die Sperrung ist ein gravierender Bauschaden, der im Rahmen der Brückenhauptprüfung 2021 festgestellt und seitdem intensiv untersucht und beobachtet wurde“, erklärt Stadtrat Maximilian Charlet, Dezernent für den Baubereich, die drastische Maßnahme. Eine vertiefte Schadensanalyse habe jetzt ergeben, dass während des Baus in den 1960er-Jahren – aus ungeklärter Ursache und ohne Planvermerk – ein Kunststoffrohr in den Beton eingebaut wurde. Dieses Rohr habe über Jahrzehnte Wasser in den Bereich der vorgespannten Betonplatte geleitet und erhebliche Korrosionsschäden an der Bewehrung verursacht, so Charlet.

Die betroffenen Spannglieder sind nach Aussage der Experten zentral für die Tragfähigkeit des Bauwerks. Ihr Zustand ließe sich ohne zerstörende Eingriffe aber nicht zuverlässig überprüfen. „Auch wenn diese Entscheidung eine Einschränkung für die Verkehre im Stadtteil bedeutet: Sicherheit hat oberste Priorität. Daher haben wir uns diese Woche mit Blick auf das Alter der Brücke und vor dem Hintergrund vergleichbarer Schadensereignisse, wie den Einsturz der Dresdener Carolabrücke vor knapp einem Jahr, dazu entschieden, die Brücke aus Gründen der Verkehrssicherheit für alle Kraftfahrzeuge zu sperren“, so der Baudezernent, der aber betont, dass keine akute Gefahr für den Bahnverkehr oder beim Überqueren der Brücke besteht.

„Mein ausdrücklicher Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Amtes für Straßen- und Brückenbau, welche vor Ort jeden Tag ihr Bestes geben, um unsere Brücken und Straßen mit begrenzten Haushaltsmitteln instand zu halten“, so Charlet.

Die Brücke Dreibergen – eine zweifeldrige Spannbetonbrücke mit einer Gesamtlänge von rund 30 Metern und einer Breite von 12 Metern – wurde ursprünglich 1913 durch die Bahn errichtet und von der Bahn 1963/64 im Zuge der Elektrifizierung erneuert. Seitdem befindet sie sich im Eigentum der Stadt Bremerhaven. Sie überführt die Straße Dreibergen über die dreigleisige Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven-Seehafen.

Ein weiteres Ergebnis der vertieften Schadensanalyse ist, dass das Bauwerk als nicht mehr wirtschaftlich instandsetzungsfähig eingestuft wird und folglich durch einen Neubau ersetzt werden muss. „Die Vorbereitung der Vergabe der Planungsleistungen für den Abriss läuft bereits“, so Charlet. Der Rückbau des Überbaus sei für das Jahr 2026 vorgesehen, parallel beginne die Planung für den Ersatzneubau.

Aufgrund der komplexen Abstimmungen mit der Deutschen Bahn und der erforderlichen Sperrpausen im Bahnverkehr muss damit gerechnet werden, dass mindestens drei bis vier Jahre vergehen, bevor eine neue Brücke wieder für den motorisierten Verkehr freigegeben werden kann.

Gestaltungsgremium verpasst Projekt „Wulsdorfer Mitte“ letzten Feinschliff

Die „Wulsdorfer Mitte“ mit Blick Richtung Innenstadt. Von rechts kommend stößt die Lindenallee auf die Weserstraße.

Nachdem die Gremien der Dieckell Wulsdorf GmbH & Co. KG dem Projekt im vergangenen Jahr zugestimmt und der Investor erste Architekturentwürfe vorgestellt hatte, haben nun Fachleute im Rahmen eines Gestaltungsgremiums die Pläne begutachtet.

Das Gremium unter Vorsitz des Bremer Architekten Michael Frenz traf sich am 5. und 17. Februar 2025, um gemeinsam mit Vertretern der Dieckell-Gruppe als Investor einen kritischen Blick auf die Entwürfe des Architekturbüros JPS – Architekten & Ingenieure zu werfen.

Neben Michael Frenz gehörten auch Oliver Platz, der Präsident der Architektenkammer Bremen, Oberbürgermeister Melf Grantz, Bürgermeister Torsten Neuhoff und zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus den beteiligten Ämtern der Stadtverwaltung dem Gremium an.

Auf einer brachliegenden Fläche an der Kreuzung Weserstraße/Lindenallee sollen insgesamt rund 100 neue Wohnungen sowie ein Lidl-Markt mit rund 1.400 Quadratmeter Verkaufsfläche und ein Rossmann-Drogeriemarkt (etwa 700 Quadratmeter Verkaufsfläche) einschließlich der notwendigen Pkw-Stellplätze entstehen.

Das Bebauungskonzept sieht vor, den Lidl-Markt an der Weserstraße anzuordnen und die Wohnungen in Form eines L-förmigen Gebäudeschenkels sowie eines freistehenden Solitärs oberhalb des Lidl-Marktes zu platzieren. Der freistehende Solitär verfügt über sieben Geschosse und korrespondiert mit dem gegenüberliegenden Hochhaus. „Dieses Gebäudeensemble markiert den Verkehrskontenpunkt Weserstraße/Lindenallee und schafft somit eine neue Mitte in Wulsdorf“, so der Vorsitzende des Gestaltungsgremiums, Michael Frenz.

Rahmen der Beratungen des Gestaltgremiums wurde neben der Höhenstaffelung der einzelnen Gebäudekörper insbesondere auch der Erdgeschosszone entlang der Weserstraße besondere Beachtung geschenkt. An dieser Stelle schlagen die Architekten auf Rat des Gestaltgremiums vor, zwei zusätzliche Einzelhandelsflächen mit einer Größe von jeweils 80 Quadratmetern sowie großzügige Eingangsbereiche für die Wohnungen in den Obergeschossen anzuordnen.

Für beide Aspekte, die Höhenstaffelung des Gebäudeensembles als auch der Umgang mit der erdgeschossigen Lage an der Weserstraße, haben die Architekten nach Auffassung des Gestaltgremiums gelungene und angemessene Lösungen erarbeitet und vorgeschlagen.

„Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass es sich lohnt, ein Gestaltungsgremium einzuberufen“, so Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz abschließend. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir den Stadtteil Wulsdorf damit nach vorne bringen werden und freue mich auf die Umsetzung des Projekts.“

„Das im Gestaltungsgremium entwickelte Ergebnis ist der bestmögliche Kompromiss, der sich hervorragend in den städtebaulichen Plan einfügt“, ergänzt Bürgermeister Neuhoff, Dezernent für das Stadtplanungsamt.

Während derzeit die Leitungen auf der westlichen Seite der Weserstraße verlegt werden, sollen nach Angaben von Dieckell-Geschäftsführer Andreas Külken im April die bauvorbereitenden Arbeiten auf dem Grundstück beginnen. Die Fertigstellung der „Wulsdorfer Mitte“ ist für Ende 2027 geplant.

©Büro JPS – Joost Philipps Tepe – Architekten & Ingenieure

Wulsdorf: Häufigkeit der Unfälle steigt – Stadt sieht offenbar keinen Handlungsbedarf

Seit vielen Jahren weisen die Anwohner der Ringstraße in Wulsdorf an dem Teilbereich zwischen Weserstraße und Dreibergen immer wieder auf die Gefährlichkeit dieses Straßenabschnitts hin, die Stadt ändert jedoch nichts daran!

Die Straße Dreibergen, sowie die Ringstraße vorbei am Pflanzenmarkt in südlicher Fahrrichtung und die Nebenstraßen sind alle 30er Zonen.

Nur der Straßenabschnitt zwischen Dreibergen und Weserstraße nicht! Besonders in den Abendstunden oder am Wochenende wird diese kurvenfreie Strecke gerade von jüngeren Leuten in getunten, oftmals lauten Fahrzeugen als Rennstrecke genutzt. Mit offenen Fenstern bei lauter Musik muss man ja präsentieren, was für eine „coole Kiste“ man fährt und wie schnell man damit unterwegs sein kann. 

An diesem Teilstück der Ringstraße gibt es nur auf einer Seite einen Bürgersteig, auf der anderen Seite eher einen schmalen Pfad. Kinder können unvermittelt schnell zwischen den parkenden Autos auf die Straße laufen, ältere Menschen stehen oftmals verunsichert am Straßenrand, wenn wieder mal sehr schnell fahrende Autos vorbeirasen. Von der Lärmbelästigung mal ganz abgesehen. 

Angeblich soll die Polizei dort gelegentlich mal Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt und keine extremen Auffälligkeiten festgestellt haben. Das sind nur Momentaufnahmen. Die Anwohner bemerken täglich diese teils lautstarke Raserei von Autos und Motorrädern. 

Auf Anfrage bei der Stadt hieß es vor Jahren, dass man diese Teilstrecke nicht zur 30er-Zone erklären könne,  da der Schnellbus dort fährt. Abgesehen davon, dass der Bus auf diesen 400 Metern vor der Kreuzung Dreibergen es gar nicht auf bis zu 50km/h schaffte, bevor er wieder bremsen musste, fährt die Linie da schon länger nicht mehr. 

Die Ringstraße hat an der Kreuzung Dreibergen eine abknickende Vorfahrt. Viele Autofahrer scheinen dieses Schild zu übersehen oder wissen nicht, wie man sich zu verhalten hat. An der Kreuzung sind, wie zuletzt gestern, zuvor vor ca. 14 Tagen,  schon viele, teils schwere Unfälle geschehen. 

Wenn man mit 30 km/h auf diese Kreuzung zufahren würde, wären diese Unfälle sicher glimpflicher verlaufen.

Gestern nahmen die Anwohner wieder quietschende Bremsen und im Anschluss einen lauten Knall wahr. Die Polizei und der Abschleppdienst mussten gerufen werden! An der Kreuzung sind aufgrund erhöhter Geschwindigkeit sogar schon Fahrzeuge aus der Kurve getragen worden und umgekippt. 

Was genau muss noch passieren, damit die Stadt endlich auch in diesem Bereich eine 30er Zone einrichtet? Die Buslinie kann nun als Ausrede nicht mehr dienen! Es entsteht der Eindruck, dass es der Stadt trotz Anwohnerhinweisen gleichgültig ist, ob die Verkehrssicherheit besonders älteren Menschen und Kindern gegenüber gegeben ist. Traurig und nicht nachvollziehbar!