Erlebnis Bremerhaven modernisiert Wohnmobilstellplätze

Erlebnis Bremerhaven hat seine beiden Wohnmobilstellplätze an der Doppelschleuse und am Fischkai umfassend modernisiert. Das kommunale Unternehmen investierte rund 350.000 Euro in neue Stromsäulen, ein Schrankensystem mit Kennzeichenerkennung und Bezahlautomaten, um Komfort und Service für Gäste zu erhöhen.

Kern der Modernisierung sind 29 neue Stromsäulen, die jeweils bis zu vier Wohnmobile gleichzeitig mit Energie versorgen können. Der Stromverbrauch jedes Fahrzeugs wird künftig individuell ermittelt statt pauschal abgerechnet. Platzwart Frank Sleine betont, dass dies gerechter sei, da einige Fahrzeuge dauerhaft Strom ziehen, andere sich teilweise über Solaranlagen versorgen.

Das neue Schrankensystem mit Kennzeichenerkennung ermöglicht Online-Anmeldungen und Vorabreservierungen. Bezahlt wird bargeldlos an einem Terminal; spontane Anreisen bleiben möglich, solange Stellplätze frei sind und die Schranke öffnet.

Beide Plätze zusammen bieten 110 Parkplätze. Der Stellplatz an der Doppelschleuse ist ganzjährig geöffnet, der Fischkai öffnet wieder im März. Pro Jahr werden rund 23.000 Übernachtungen verzeichnet; für die Hauptsaison von Mai bis Oktober rechnet Platzwart Sleine mit ausgebuchten Plätzen.

Für die Modernisierung wurden etwa 1,6 Kilometer Kabel verlegt. Die Arbeiten dauerten mehrere Monate und wurden auf der CMT in Stuttgart präsentiert.

Geschäftsführer Michael Gerber sieht in der Modernisierung einen Beitrag, Bremerhaven als maritimes Reiseziel attraktiver zu machen. Durch das digitale System kann Erlebnis Bremerhaven künftig Daten zu Herkunft, Reisedauer und Personenzahl im Reisemobil auswerten; bisher wurden Strichlisten geführt.

Das Statistische Landesamt Bremen meldete für das erste Halbjahr 2025 einen Anstieg der Übernachtungen auf Campingplätzen und in Ferienwohnungen um 20,7 Prozent, was den Trend zum Urlaub mit dem Wohnmobil unterstreicht.

Als nächster Schritt ist laut Projektleiter Thorsten Mävers die Modernisierung der Duschen und WC-Anlagen geplant. Erlebnis Bremerhaven will zudem zusätzliche Services prüfen, etwa die Möglichkeit, Brötchen online zu bestellen.

Stadtentwicklung digital erleben: Neues 3D-Tool macht das Werftquartier sichtbar

Mit einer neuen interaktiven 3D-Anwendung steht für das Stadtentwicklungsprojekt Werftquartier Bremerhaven ab sofort eine digitale Plattform zur Verfügung, die Einblicke in Planung und Entwicklung des Quartiers auf anschauliche und transparente Weise ermöglicht.

„Mit der neuen 3D-Anwendung machen wir Stadtentwicklung transparent und verständlich“, sagt Oberbürgermeister Melf Grantz. „Das Werftquartier ist eines der zentralen Zukunftsprojekte Bremerhavens. Umso wichtiger ist es, dass Bürgerinnen und Bürger die Planungen nachvollziehen können und eine klare Vorstellung davon bekommen, wie sich dieses Quartier entwickeln wird.“

Die Anwendung verfolgt das Ziel, komplexe Planungsinhalte verständlich aufzubereiten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie schafft eine gemeinsame visuelle Grundlage, um Entwicklungen nachvollziehbar darzustellen und die Kommunikation rund um das Werftquartier zu unterstützen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten damit die Möglichkeit, sich frühzeitig und kontinuierlich über den Stand des Projekts zu informieren.

Zentrales Element ist die interaktive 3D-Ansicht des Werftquartiers, die das geplante Quartier räumlich in seine Umgebung einbettet. Durch das Drehen und Zoomen des Modells werden Lage, Struktur und Dimensionen anschaulich nachvollziehbar. Auch die Nähe zur Bremerhavener Innenstadt wird dabei deutlich sichtbar.

Ergänzt wird die 3D-Darstellung durch thematische Karten, etwa zu Verkehrsführung, öffentlichem Personennahverkehr und Radwegen. Eine Vorher-Nachher-Ansicht verdeutlicht zusätzlich den Wandel des Areals und macht die Vision des Werftquartiers transparent nachvollziehbar.

Die Plattform ist als dynamisches Instrument angedacht, das sich parallel zum Fortschritt des Projekts weiterentwickeln kann. Neue Inhalte und Planungsstände können so kontinuierlich ergänzt werden, sodass das Tool den gesamten Entwicklungsprozess des Werftquartiers begleitet und dauerhaft eine verlässliche Informationsquelle bleibt. „Das digitale Modell wächst mit dem Projekt mit und wird uns über viele Jahre hinweg dabei unterstützen, Planung, Fortschritt und Perspektiven offen zu kommunizieren“, so Oberbürgermeister Melf Grantz.

Das Tool ist nun unter www.werftquartier-bremerhaven.de öffentlich einsehbar und erlebbar.

Winter-Blues-Festival No. 14 steigt im Schaufenster Fischereihafen

Sechs Bands auf fĂĽnf BĂĽhnen – 15 Stunden Livemusik

Das Winter-Blues-Festival im Schaufenster Fischereihafen hat Tradition: Bereits zum 14. Mal stehen am Sonnabend, 7. Februar 2026, die Lokale und das Theater im Bremerhavener Fischereihafen im Mittelpunkt.  Top-Band des Abends: â€žJones & The Crew“, die einen der besten Bluesgitarristen Europas mitbringen: Stef Rosen.  

Für die Traditionsveranstaltung im Schaufenster Fischereihafen konnten sechs Bands verpflichtet werden, die für insgesamt mehr als 15 Stunden Livemusik stehen. „Harpface & The Heat“ bewegt sich zwischen Tradition und Innovation und verbindet Blues mit Rock, Funk, Country und Punk. Ihr eigenwilliger Sound sorgt für Begeisterung. Das Fachmagazin Blues News sprach von einem „unverkennbar eigenen Stil mit teuflisch guter Harmonica“. Ebenfalls dabei sind „MotorPlanet“ mit Bluesrock, „High Octane“ bringen Rock ’n’ Roll, Blues, Funk und Boogie auf die Bühne, das Bluesrock-Quintett „“Black Mojo Crew“ erweckt Klassiker zu neuem Leben und schließlich gestaltet das Duo „Ivory&Gold“ mit seiner besonderen Nähe zwischen Stimme und Piano den Abschluss in Krohns Eck.

„Jones & The Crew” gehören zu den bestgebuchten Bluesbands im deutschen Sprachraum und waren mit ihrer Neuerscheinung „Soulmate“ gerade erst für den Preis der Schallplattenkritik nominiert. Die Musiker rund um die spanische Bluesikone Txako Jones gelten selbst als legendär: Gitarrenvirtuose Jan Hirte, der mosambikanische Ausnahmeschlagzeuger Carlos Dalelane und Matthias Falkenau an der Hammondorgel spielen weltweit Konzerte, sammelten schon etliche Awards und bringen nun auch noch Stef Rosen mit ins Schaufenster Fischereihafen. Seine Stimme und sein Gitarrenspiel ist wunderbar warmer Soul irgendwo zwischen Al Green, Booby Womack und Robert Cray.

Fast die gesamte Restaurantmeile im Schaufenster Fischereihafen wird am 7. Februar zur Blues-Bühne. Fünf Spielstätten bieten die große Bühne, die die Musikerinnen und Musiker verdienen. Es nehmen die Restaurants B’Haven, Dock IV und Takelage, die Kultkneipe Krohn’s Eck und das Theater im Fischereihafen teil. Beginn des Winter-Blues-Festivals ist um 19 Uhr, Einlass ist bereits ab 17.30 Uhr, so dass Zeit für ein Abendessen bleibt. Die Besucherinnen und Besucher haben mit ihrer Eintrittskarte die Möglichkeit, alle Bühnen zu besuchen und können sich so ihr persönliches Abendprogramm zusammenstellen.

Karten fĂĽr die Veranstaltung sind im Vorverkauf erhältlich in der Tourist-Information am Neuen Hafen sowie online: www.bremerhaven.de/winterbluesfestival .

Die Tickets kosten im Vorverkauf 22,50 Euro, an der Abendkasse 25 Euro.

Das Datum fĂĽr die nächste SAIL in Bremerhaven steht

Das Organisationskomitee fĂĽr die SAIL Bremerhaven 2030 kam bereits jetzt erstmals zusammen, um die Aufgaben abzustimmen. Die ersten Vorbereitungen fĂĽr das Festival laufen an. Foto: Helmut Gross_Erlebnis Bremerhaven

Das Datum steht fest, die Vorfreude kann beginnen: Die SAIL Bremerhaven 2030 wird vom 14. bis 18. August 2030 gefeiert und bringt wieder Schiffe, Crews und Gäste aus aller Welt in Bremerhaven zusammen. Die ersten Vorbereitungen beginnen bereits jetzt.

Das Organisationskomitee des internationalen Windjammertreffen unter Vorsitz von Oberbürgermeister Melf Grantz und Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren ist heute (16.01.) erstmals wieder zusammengekommen – um für 2025 Bilanz zu ziehen und über erste Vorbereitungen zu sprechen. „Nach zehn Jahren Pause hat die SAIL Bremerhaven 2025 im vergangenen August mehr als 1,3 Millionen Menschen auf und am Wasser zusammengebracht. An diesen Erfolg will Bremerhaven 2030 natürlich anknüpfen“, sagt Grantz.

Von Haaren: Auf diese Leistung sind wir stolz

Die internationalen Großsegler und ihre Crews bildeten das Herz der SAIL 2025. Fünf Tage lang drehte sich alles um die Schiffe, internationale Begegnungen und die besondere Kameradschaft auf dem Wasser und entlang der Kajen, „auf diese Leistung können wir alle in Bremerhaven stolz sein“, meint von Haaren.

Die SAIL ist ein nationales Ereignis

Die Auswertungen der Erlebnis Bremerhaven GmbH haben ergeben, dass die SAIL Bremerhaven 2025 ein nationales Ereignis gewesen ist. In den Medien sind zum Festival 1859 Beiträge veröffentlicht worden, die 27 Millionen Menschen erreicht haben. In den sozialen Medien stand der offizielle Kanal der SAIL Bremerhaven 2025 allein mit einer Reichweite von 1,7 Millionen Menschen für einen außerordentlichen Erfolg. Diese Zahlen sind auch für 2030 schon bedeutend, um Sponsoren für das Festival zu werben, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der kommunalen Gesellschaft für Touristik, Veranstaltungen und Stadtmarketing. Allein der PR-Wert der Berichterstattung lag bei 1,2 Millionen Euro, so die Ergebnisse einer erstmals in Auftrag gegebenen Cross-Media-Analyse.

Die Stimmung an der Weser und in den Häfen wurde von Besucherinnen, Besuchern und Teilnehmenden als offen, entspannt und verbindend beschrieben, ein Fest, das Menschen aus aller Welt zusammenbrachte. Ein absolutes Highlight war die SAIL-In Parade, bei der hunderte Schiffe in Bremerhaven einliefen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm an der Parade an Bord der „Gorch Fock“ teil, ein Moment, den 45.000 Menschen an den Deichen verfolgten und zusätzlich 169.000 live im Fernsehen miterlebten. Insgesamt berichteten sechs Fernsehsender live aus Bremerhaven. 

Lob für die Atmosphäre des Festivals

Während der Veranstaltung kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Im Organisationskomitee äußerten sich die Sicherheitskräfte noch einmal sehr lobend und beschrieben eine Veranstaltungsatmosphäre, wie sie in den vergangenen Jahren selten erlebt wurde: freundlich, gemeinschaftlich und außergewöhnlich sauber. Zur SAIL gehörten während der fünf Tage mehr als 300 Programmpunkte.

Die SAIL 2025 wird voraussichtlich auch finanziell eine „Punktlandung“ gewesen sein. Bei einem Etat von mehr als 3 Millionen Euro ist über die vier Jahre der Vorbereitungszeit und nach der Veranstaltung selbst lediglich ein Mehrbedarf von 3000 Euro aufgelaufen, so Gerber. Die finalen Abrechnungen der Großveranstaltung werden derzeit abgeschlossen. Dieses Resultat sei der Unterstützung des Landes und der Sponsoren, den freiwilligen Helferinnen und Helfern und vor allem den Besuchern der SAIL zu verdanken, urteilt der Oberbürgermeister. Als besonderen Erfolg wertet Stadtverordnetenvorsteher von Haaren die verkauften Törns auf einem Segelschiff auf der Weser. So gut wie jede der mehr als 100 Fahrten war ausverkauft.

Erlebnis Bremerhaven erhält Auftrag für die Organisation

Die vielen Fans der SAIL können sich nun den Termin fĂĽr 2030 bereits vormerken: Das Windjammertreffen findet vom 14. bis 18. August 2030 statt – fĂĽnf Tage, an denen Bremerhaven erneut Schiffe, Crews und Besucherinnen und Besucher aus aller Welt willkommen heiĂźt. Die Arbeit dafĂĽr beginnt: Das Organisationskomitee – ihm gehören neben anderen Vertreter der Häfen und der Schifffahrtsverwaltung, der Marine, Sicherheitsbehörden und Hilfseinrichtungen an – ist erstmals zusammengekommen. Mit UnterstĂĽtzung der Erlebnis Bremerhaven wird der Magistrat bei der Landesregierung nun den Antrag stellen, das Festival auch 2030 wieder finanziell zu unterstĂĽtzen und so erst zu ermöglichen. Das Finanzamt hat die SAIL Bremerhaven bereits als gemeinnĂĽtzig anerkannt. „Die Erlebnis Bremerhaven erhält den Auftrag, das Festival zu organisieren und auszurichten“, sagt Grantz.

Auswärtiges Amt lädt Staatsschiffe ein

Die SAIL Bremerhaven 2030 wird wieder nach der Hansesail in Rostock und vor der SAIL in Amsterdam stattfinden. So ergeben sich für Veranstalter und Schiffe große Synergie. Die Schiffsmanagerin der Erlebnis Bremerhaven, Julia Baecher, wird bereits Ende Januar an der Konferenz der Organisation Sail Training International in Bordeaux teilnehmen, um die Kontakte zu den Windjammern zu pflegen und schon den Hinweis zu geben: Merkt Euch die fünf Tage im August 2030 im Kalender vor. Im kommenden Jahr sollen die Staatsschiffe aus aller Welt auch wieder mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der Marineattachés in den Botschaften nach Bremerhaven eingeladen werden. Und auch das Bundespräsidialamt bekommt den freundlichen Hinweis, dem künftigen Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin für den 14. August 2030 einen Termin in den Kalender zu notieren. Traditionell übernehmen das Staatsoberhaupt oder der Bundeskanzler die Schirmherrschaft der SAIL, die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier endet 2027.

435 Gäste beim Neujahrsempfang 2026 der Stadt Bremerhaven

Trotz der angespannten Wetterlage begrüßte die Stadt Bremerhaven am Donnerstag, dem 8. Januar, insgesamt 435 Gäste im Fischbahnhof zum traditionellen Neujahrsempfang der Stadt.

Eingeladen hatten Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren und Oberbürgermeister Melf Grantz wie in jedem Jahr Gäste aus Politik, Verwaltung, Institutionen, Verbänden und der Wirtschaft, sowie zahlreiche Menschen, die sich ehrenamtlich in Bremerhaven engagieren.

Inhaltlich blickte Oberbürgermeister Melf Grantz gemeinsam mit Moderator Dirk Böhling auf das Jahr 2025 zurück. Die Botschaft: „In Bremerhaven bewegt sich viel, wir sind eine wachsende Stadt mit Zukunftspotential“, so Grantz. Gleichwohl gebe es insbesondere beim Thema Haushalt Handlungsbedarf. Grantz plädierte für eine Neuordnung des Finanzausgleiches zwischen dem Land Bremen und den Kommunen Bremen und Bremerhaven. Zudem nutzte er den Abend, um langjährigen Weggefährtinnen und Weggefährten zu danken. „Ich bin wirklich dankbar für die 15 Jahre, in denen wir gemeinschaftlich viel bewegt haben. Bleiben Sie am Ball, das lohnt sich“, appellierte er.

Traditionell wird der Neujahrsempfang der Stadt auch genutzt, um Spenden zu sammeln. Insgesamt sind 3413,91 Euro fĂĽr den Kinderschutzbund Bremerhaven zusammengekommen.

Bewirtet wurden die Gäste von Auszubildenden verschiedener Bremerhavener Restaurants und Hotels, für den musikalischen Rahmen sorgte das Armando Balke Trio.

Bremerhaven startet ins Tourismus-Messejahr 2026

Fokus auf deutsche Leitmessen und Fachveranstaltungen fĂĽr die Reisebranche

Die Erlebnis Bremerhaven GmbH setzt auch 2026 auf eine starke Präsenz bei Tourismusmessen und Fachveranstaltungen fĂĽr die Reisebranche. Erklärtes Ziel: Mehr Gäste fĂĽr die Stadt zu begeistern. Die Messe-Tour 2026 endet fĂĽr Bremerhavens Touristik-Experten erst Ende November – nach ĂĽber 20 nationalen und auch internationalen Stationen.

„Der persönliche Austausch auf Messen und Branchentreffen ist für uns nach wie vor von zentraler Bedeutung“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. „Wir erreichen hier sowohl potenzielle Gäste als auch Reiseveranstalter, Busunternehmen und Multiplikatoren.“

Ein Ziel: Mehr Gruppenreisen nach Bremerhaven

Das Messejahr beginnt mit dem Tag der Bustouristik, der im vergangenen Jahr in Bremerhaven stattfand und an diesem Wochenende Bus-Experten in Garmisch-Partenkirchen vereint. „FĂĽr uns bleibt es das Ziel, mehr Gruppenreisen nach Bremerhaven zu holen“, sagt Marc Reichelt, Projektleiter Vertrieb bei der Erlebnis Bremerhaven. Deshalb stellt er die Destination gleich im Anschluss beim Tag des Bustourismus in Reutlingen vor. Parallel dazu präsentiert sich Bremerhaven auf der CMT in Stuttgart, der weltweit größten Publikumsmesse fĂĽr Tourismus und Freizeit. Auch die Reisen Hamburg gehört Anfang Februar fest zum Messekalender, ebenso wie der VPR VIP-Treff in Potsdam, der gezielt den Austausch mit Reiseveranstaltern und Vertriebspartnern ermöglicht.

Im Februar und März folgen weitere zentrale Stationen: die Messe f.re.e in MĂĽnchen,die Reise + Camping in Essen sowiedie ITB in Berlin, die als internationale Leitmesse der Tourismusbranche dennoch einen klaren Fokus auf den deutschen Markt und den Vertrieb legt. Ergänzt wird das Programm durch regionale und fachlich spezialisierte Formate wie den Tourismustag Butjadingen.

Treffen mit internationalen Reiseeinkäufern

Im FrĂĽhjahr und FrĂĽhsommer stehen verstärkt Fachveranstaltungen auf dem Plan. Dazu zählen im April der Germany Travel Mart in Oberhausen. Der Workshop gilt als größte Fachveranstaltung der Deutschen Zentrale fĂĽr Tourismus (DZT), der deutsche Tourismus-Anbieter mit internationalen Reiseeinkäufern und Medienvertretern zusammenbringt, um das Reiseland Deutschland zu vermarkten, neue Kontakte zu knĂĽpfen und Geschäfte abzuschlieĂźen. „Wir hoffen darauf, diese sehr bedeutende touristische Veranstaltung 2027 in Bremerhaven ausrichten zu können, wenn die Stadt 200 Jahre alt wird“, sagt Gerber.

Die Erlebnis Bremerhaven präsentiert sich Ende April auch auf der RDA Group Travel Expo in Köln als wichtigste Messe fĂĽr Gruppen- und Bustourismus. „Wir stellen uns als attraktive Destination fĂĽr Städtereisen, Gruppenangebote und kombinierte Nordsee-Aufenthalte vor“, so Reichelt.

Messe-Auftritte in Ă–sterreich und der Schweiz

Ergänzend zu den zahlreichen deutschen Terminen ist Bremerhaven 2026 auch international präsent. In Wien und ZĂĽrich präsentiert sich die Stadt erneut gemeinsam mit der Tourismus-Agentur Nordsee (TANO). Der einheitliche Messeauftritt nutzt gezielt Synergien, reduziert Kosten und sorgt fĂĽr eine hohe Sichtbarkeit. „Die Nachfrage nach der Nordsee als Urlaubsregion ist weiter sehr hoch, insbesondere in der Kombination aus Städten, Inseln und naturnahen Angeboten“, sagt Dominik Mager, zuständig fĂĽr das Auslandsmarketing.

Ein Schwerpunkt liegt 2026 auf Dänemark. Die Ferie For Alle in Herning gilt als größte Endkundenmesse des Landes. Bremerhaven tritt dort gemeinsam mit Bremen auf unter dem etablierten Dach „Zwei Städte. Ein Land“. „Niederländer und Dänen sind für das Bundesland ganz wichtige Tagesbesucher“, sagt Mager. Bei den Übernachtungen sorgten die Gäste aus Dänemark im vergangenen Jahr in Bremerhaven sogar für ein Plus von 15,8 Prozent. Aber auch Schweizer und Österreicher blieben bei einem Besuch häufiger über Nacht als im Vorjahr, berichtet Mager.

Vertrieb wird gestärkt

Mit der Strategie, sich auf den deutschen Markt zu konzentrieren und dem Besuch von Fachveranstaltungen stärke die Erlebnis Bremerhaven 2026 gezielt den Vertrieb, die Sichtbarkeit der Stadt und die nachhaltige Entwicklung des Standorts, so Gerber. Trotzdem habe man sich entscheiden, die „boot“ in DĂĽsseldorf erst wieder zur Sail 2030 zu besuchen, auch Stände auf Messen in Hannover und den Niederlanden wurden gestrichen.

Bremerhavener Weihnachtsmarkt erweist sich als Besuchermagnet

Schausteller und Erlebnis Bremerhaven GmbH ziehen positive Bilanz

Das war der Bremerhavener Weihnachtsmarkt 2025: Nach fünf Wochen haben die Schausteller am Dienstag, 30. Dezember, ihre Stände und Karussells in der Fußgängerzone und auf dem Theodor-Heuss-Platz geschlossen. Die Bilanz fällt durchaus positiv aus: Den Markt besuchten mehr als 400.000 Menschen, die Geschäfte liefen gut. Mit Lob wird nicht gespart – für die Besucher.

Was gut war? Da muss Alexandra Ausborn, die Sprecherin der Bremerhavener Schausteller, nicht lange nachdenken: „Die Atmosphäre, das Wetter und: vor allem unsere Gäste.“ Der Weihnachtsmarkt werde auch überregional immer stärker wahrgenommen und ziehe Menschen in die Stadt. „Wir haben viel Platz, das Angebot ist attraktiv und uns ist häufig gesagt worden: Es bleibt bezahlbar.“ Vor allem in der Woche vor Weihnachten und in den Tagen danach sei der Besuch sehr stark gewesen, sagt Ausborn. Ihr liege am Herzen, Danke zu sagen. „Die Besucher haben den Weihnachtsmarkt mit uns Schausteller zu dem gemacht, was er heute ist.“

Das kann Michael Gerber, GeschäftsfĂĽhrer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, nur bestätigen. „Unsere GenussfĂĽhrungen waren komplett ausgebucht, obwohl wir die Zahl der Rundgänge verdoppelt hatten.“ Auch der erstmals veranstaltete „Passage-Zauber“ mit kostenlosen VorfĂĽhrungen beliebter Weihnachtsfilme sei im frĂĽheren Passage-Kino sehr gut angenommen worden. Es sei nach wie vor die richtige Entscheidung, den Markt bis zum Jahresende zu öffnen, so Gerber. Die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen hätten die Stimmung nicht beeinflusst. 

Ausborn hat in ihrer GroghĂĽtte ein GespĂĽr dafĂĽr entwickelt, wer wann den Weihnachtsmarkt besucht hat: nachmittags GroĂźeltern mit ihren Enkeln, freitags und sonnabends die Weihnachtsfeiern, sonntags die Familien.  „Aber die Stände sind so gut angeordnet, dass es selbst dann kein Gedränge gab, wenn es richtig voll war“, sagt sie. Aufgefallen sei der regelmäßige Besuch der vielen internationalen Besatzungsmitglieder des Kreuzliner-Neubaus „Disney Adventure“ gewesen, der sich am Sonntag, 4. Januar, von Bremerhaven aus auf den Weg nach Singapur macht und seit September hier fertig gebaut und ausgerĂĽstet wurde. „Die Crew nimmt die vielen Bilder vom Bremerhavener Weihnachtsmarkt mit in alle Welt“, sagt die Schaustellerin. 

Mit groĂźen und kleinen Konzerten, Laser- und Feuershow und vielen Aktionen fĂĽr Kinder habe der Weihnachtsmarkt in Bremerhaven ein Programm geboten wie kaum ein zweiter, meint Ausborn. Trotzdem sei die Stimmung insgesamt „ruhig und besinnlich gewesen.“  Mehr als die erwarteten 400.000 Besucher seien in der Innenstadt unterwegs gewesen, kann Gerber bereits sagen. Mit endgĂĽltigen Zahlen rechnet er Anfang Januar. Ermittelt werden sie mit einer neuartigen Messmethode, die die Besucherströme in der Bremerhavener Innenstadtanhand anonymer Mobilfunksignale erfasst.    

Ausborn berichtet auch von einem ganz anderen „Erfolg“ des Bremerhavener Weihnachtsmarktes – die Glühwein-Becher und -Gläser als Souvenir mitzunehmen. Ihre Kunden hätten etwa 500 Stück lieber behalten als das Pfandgeld zurückzubekommen. An den anderen Ausschankständen sei das genauso, weiß sie.

2026 startet der Weihnachtsmarkt am Montag, 23. November. Geplant ist, auch dann wieder bis zum 30. Dezember zu öffnen.

Darum begrĂĽĂźt Bremerhaven das Jahr 2026 mit Kanonendonner

Hans-Georg Ennen betreibt ein seltenes Hobby: Er ist Kanonier. Zum „Prosit Neujahr“ feuert er im Schaufenster Fischereihafen Salut. Foto: Helmut Gross_Erlebnis Bremerhaven

Es ist ein Moment, der die Gespräche verstummen lässt. Ein kurzer Augenblick, dann rollt ein dumpfer Donner übers Wasser. Wer am Sonntag, 4. Januar, im Schaufenster Fischereihafen steht, wird ihn nicht vergessen. Denn dort beginnt das neue Jahr in Bremerhaven mit einer Tradition, die so gut zu einer Hafenstadt passt wie kaum eine zweite – und trotzdem immer mehr in Vergessenheit gerät. Das Schaufenster Fischereihafen begrüßt das Jahr 2026 mit dreifachem Salut.



Mit der Veranstaltung „Prosit Neujahr“ laden die Erlebnis Bremerhaven GmbH und die Werbegemeinschaft Schaufenster Fischereihafen bereits seit dem Jahr 2000 zu einem auĂźergewöhnlichen Neujahrsauftakt ein. Berliner, Sekt und natĂĽrlich gute WĂĽnsche gehören dazu. Und die Leher Salutbatterie – ein Zusammenschluss von sieben Männern, die Kanonen nach historischem Vorbild betreiben. Einer von ihnen ist Hans-Georg Ennen. Seit mehr als 40 Jahren widmet er sich einer Leidenschaft, die Geduld, groĂźes Fachwissen und eine besondere Liebe zur Geschichte erfordert. „Man kann eine Kanone nicht einfach aus dem Schuppen holen und loslegen“, sagt Ennen. „Jeder Schuss ist das Ergebnis von Vorbereitung, Verantwortung und Respekt vor dem Handwerk.“

SalutschĂĽsse heiĂźen: Wir kommen in friedlicher Absicht

Der Brauch, das neue Jahr mit Kanonenschüssen zu begrüßen, hat tiefe historische Wurzeln. Laute Geräusche galten über Jahrhunderte hinweg als Schutz vor bösen Geistern und Unglück. Gleichzeitig spielten militärische und maritime Traditionen eine Rolle. Schiffe und Festungen gaben Salutschüsse ab, um hohen Gästen Respekt zu erweisen oder zu signalisieren: Wir kommen in friedlicher Absicht. In Hafenstädten markierten Kanonenschüsse auch wichtige Zeitpunkte, Machtwechsel oder Feiertage. Heute ist der Salut ein akustisches festliches Ehrenzeichen und streng reglementiert.

„Genau diese Verbindung aus Geschichte, Hafen, Tradition und Gemeinschaft macht unsere Veranstaltung besonders“, sagt Chiara Rogge, Veranstaltungsmanagerin der Erlebnis Bremerhaven für das Schaufenster Fischereihafen. „Unser Neujahrsauftakt passt zu Bremerhaven. Und dass wir dabei eine selten gewordene, aber und eindrucksvolle Tradition zeigen können, freut uns.“

Kanone aus hochfester Bronze

Die kleine Kanone von Hans-Georg Ennen, Kaliber 54 Millimeter und in einem StĂĽck aus hochfester Bronze gegossen, ist eine Nachbildung aus dem 18. Jahrhundert. Allein das Rohr wiegt rund 75 Kilogramm und hat etwa 8.000 Euro gekostet. Die Kanone liegt auf einer Lafette nach preuĂźischem Vorbild, mit FeldgeschĂĽtzen wie diesen zogen Soldaten einst in den Krieg. Problemlos vier Kilometer weit fliegen wĂĽrde eine Kanonenkugel, meint Ennen.

Heute dient das Geschütz ausschließlich repräsentativen Zwecken. Die Kanonen der Leher Salutbatterie wurden bei Besuchen von Kreuzfahrt- und großen Segelschiffen abgefeuert, bei den maritimen Tagen und sogar vom damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck zur Sail 2015 persönlich. „Wenn man sieht, wie interessiert die Menschen reagieren, weiß man, warum man sich diese Mühe macht“, sagt Ennen. „Nur sechs, sieben Mal im Jahr kommt die Kanone zum Einsatz“, sagt er. „Und jedes Mal ist der Aufwand enorm.“

Strenge Regeln fĂĽr den Umgang mit Sprengstoff

Das Geschütz muss regelmäßig beim Beschussamt vorgestellt werden. Dort wird die Sicherheit geprüft und mit Überdruck geschossen. Ist alles in Ordnung, schlägt der Prüfer sein Wappen in die Bronze. Und wer mit Schwarzpulver arbeitet, benötigt einen Sprengstofferlaubnisschein, muss einen Lehrgang besuchen und ein entsprechendes Zeugnis ausgestellt bekommen. „Ansonsten ist der Umgang mit Sprengstoffen in Deutschland streng verboten“, betont Ennen, der früher die Waffenkammer der Polizei in Bremerhaven geleitet hat.

Für jeden Schuss wird das Rohr mit einem Ladelöffel mit 125 Gramm Schwarzpulver gefüllt, anschließend mit dem Ladestock verdichtet. Rund zwei Minuten dauert allein das Nachladen. „Es qualmt ordentlich“, sagt Ennen schmunzelnd. „Viele sagen, es stinkt. Ich finde, es riecht wunderbar.“

Für die einen ist der Kanonendonner nur laut, für die anderen ist es Musik in den Ohren. Und genau dazwischen liegt diese besondere Spannung, wenn sich alle Blicke auf die Kanonen richten. Beim „Prosit Neujahr“ im Schaufenster Fischereihafen werden drei Kanonen eingesetzt. Sie geben nacheinander jeweils zwei Schüsse ab, den letzten dann gemeinsam. Insgesamt begrüßen neun Salutschüsse das neue Jahr 2026.



„Prosit Neujahr“ – eine Bremerhavener Tradition für sich



Seit inzwischen 26 Jahren wird im Schaufenster Fischereihafen, einem der attraktivsten maritimen Ausflugsorte an der Nordseeküste rund um Fisch und Genuss, immer am ersten Januar-Wochenende das neue Jahr begrüßt. Um 11 Uhr beginnt der öffentliche Empfang auf dem Marktplatz am Hafen. Dann werden Berliner verteilt, Sekt ausgeschenkt und gute Wünsche ausgetauscht. Passend zum Jahr 2026 gibt es 2026 Berliner und ebenso viele Gläser Sekt. Jedes Jahr wächst die Zahl um eins, eine kleine Tradition für sich.

Der Höhepunkt folgt um 12 Uhr, wenn die Kanoniere der Leher Salutbatterie ihren dreifachen Neujahrssalut abfeuern. Danach werden die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar mit ihren Sternsingern erwartet. Die Restaurants im Schaufenster Fischereihafen öffnen ab 11 Uhr und laden zum Verweilen ein. Parallel findet im Gewerbegebiet Bohmsiel Bremerhavens erster verkaufsoffener Sonntag des Jahres statt. Von 13 bis 18 Uhr dürfen die Geschäfte zum Neujahrs-Shoppen öffnen.

Wenn Kritik nicht erwĂĽnscht ist – Wie Facebook‑Seiten mit unbequemen Stimmen umgehen

Während private Facebook‑Seiten weitgehend frei entscheiden können, welche Kommentare sie zulassen, gelten für öffentliche, journalistische oder institutionelle Seiten höhere Erwartungen. Wer sich als Medium, Informationsquelle oder offizieller Akteur präsentiert, übernimmt eine besondere Rolle im öffentlichen Diskurs.

1. Öffentlich heißt: höhere Verantwortung

Eine Seite, die Nachrichten verbreitet, Behördeninformationen teilt oder sich als journalistisches Angebot versteht, hat eine demokratische und gesellschaftliche Verantwortung:

  • Transparenz
  • Dialogbereitschaft
  • Korrekturfähigkeit
  • offene Debattenkultur

Wenn solche Seiten Kritik systematisch löschen, wirkt das schnell wie ein Versuch, das eigene Bild zu kontrollieren – und nicht wie seriöse Kommunikation.

2. Rechtlich erlaubt – aber moralisch fragwürdig

Auch öffentliche Seiten dürfen Kommentare löschen, solange sie nicht staatlich betrieben sind. Aber: Je offizieller oder journalistischer eine Seite auftritt, desto problematischer wird es, wenn Kritik verschwindet.

Denn dann entsteht der Eindruck:

  • dass unbequeme Fragen unterdrĂĽckt werden
  • dass Fehler nicht diskutiert werden sollen
  • dass die Seite nur Zustimmung sichtbar lassen möchte

Das beschädigt Vertrauen – und zwar nachhaltig.

3. Ist das Zensur?

Juristisch: Nein, denn Zensur ist staatlich. Gesellschaftlich: Es fühlt sich für viele wie Zensur an, wenn ein Medium oder eine öffentliche Institution kritische Stimmen entfernt.

Der entscheidende Punkt ist die Wirkung:

  • Wenn ein Medium Kommentare löscht, beeinflusst es die Wahrnehmung seiner Inhalte.
  • Wenn eine Behörde Kommentare löscht, wirkt es wie Einschränkung demokratischer Teilhabe.
  • Wenn eine journalistische Seite Kritik ignoriert, widerspricht das ihrem eigenen Anspruch.

4. Der Unterschied zwischen Moderation und Manipulation

Moderation ist notwendig: Hassrede, Beleidigungen, Rassismus – klar, das muss weg.

Manipulation beginnt dort, wo:

  • sachliche Kritik gelöscht wird
  • Nachfragen unbeantwortet bleiben
  • unbequeme Fakten ausgeblendet werden
  • nur positive Kommentare stehen bleiben

Dann wird die Kommentarspalte nicht moderiert, sondern kuratiert, um ein bestimmtes Bild zu erzeugen.

5. Warum offene Kritik wichtig ist

Gerade öffentliche Seiten leben von Glaubwürdigkeit. Und Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch perfekte Fassaden, sondern durch:

  • Fehler eingestehen
  • Kritik zulassen
  • Diskussionen fĂĽhren
  • Transparenz zeigen

Wer Kritik löscht, zeigt vor allem eines: Unsicherheit.

Heute

schreibe einen nachrtichtenartikel zum theman „wenn kritik nicht erwĂĽnscht ist“. es darum das eine facebookseite, unbequme und kritische kommentare auf ihren kanälen löscht und nicht beantwortet. wie sieht es da mit verantwortung und zensur aus?

Hier ist ein sauber formulierter, journalistisch klingender Nachrichtenartikel, der das Thema sachlich, kritisch und dennoch ausgewogen beleuchtet — ohne auf eine konkrete Seite einzugehen:

Wenn Kritik nicht erwünscht ist – Wie Facebook‑Seiten mit unbequemen Stimmen umgehen

In sozialen Netzwerken sollen Diskussionen lebendig, offen und vielfältig sein. Doch immer häufiger berichten Nutzerinnen und Nutzer, dass kritische oder unbequeme Kommentare auf bestimmten Facebook‑Seiten gelöscht, ausgeblendet oder gar nicht erst beantwortet werden. Was bedeutet das für die Verantwortung der Seitenbetreiber – und wo beginnt der Vorwurf der Zensur?

Gelöschte Kommentare – ein wachsendes Problem

Mehrere Nutzer schildern, dass ihre sachlich formulierten Hinweise, Nachfragen oder kritischen Anmerkungen plötzlich verschwunden seien. Statt einer Antwort oder einer inhaltlichen Auseinandersetzung bleibe oft nur Stille. Für viele entsteht dadurch der Eindruck, dass Kritik nicht erwünscht ist – und dass Betreiber ihre Kanäle lieber als Einbahnstraße nutzen.

Kommunikationswissenschaftler sehen darin ein bekanntes Muster: „Viele Seiten wollen die Vorteile sozialer Medien nutzen, aber nicht die Verantwortung, die damit einhergeht“, sagt eine Medienexpertin. „Wer öffentlich kommuniziert, muss auch mit Widerspruch rechnen.“

Rechtlich erlaubt – aber gesellschaftlich fragwürdig

Wichtig ist: Das Löschen von Kommentaren auf einer privaten Facebook‑Seite ist rechtlich nicht verboten. Betreiber dürfen ihre Kommentarspalten moderieren, Regeln festlegen und Beiträge entfernen, die sie für unpassend halten.

Doch die Frage ist weniger juristisch als gesellschaftlich: Welche Verantwortung tragen Seiten, die sich als Informationsquelle, Community‑Plattform oder journalistisches Angebot verstehen?

Wer sich öffentlich als Stimme einer Region, eines Vereins oder eines Unternehmens präsentiert, übernimmt automatisch eine Rolle im öffentlichen Diskurs. Dazu gehört auch, Kritik auszuhalten – und sie nicht reflexhaft zu entfernen.

Zensur? Ein schwieriger Begriff

Der Begriff „Zensur“ wird in solchen Fällen schnell verwendet, ist aber streng genommen staatlich definiert. Wenn private Betreiber Kommentare löschen, handelt es sich nicht um staatliche Zensur – aber durchaus um inhaltliche Kontrolle, die das Meinungsbild verzerren kann.

Problematisch wird es vor allem dann, wenn:

  • kritische, aber sachliche Beiträge systematisch entfernt werden
  • Nachfragen zu Fehlern oder WidersprĂĽchen unbeantwortet bleiben
  • nur positive oder unkritische Stimmen sichtbar bleiben
  • die Seite sich gleichzeitig als „offen“, „dialogbereit“ oder „journalistisch“ präsentiert

Dann entsteht ein Schein von Transparenz, der mit der tatsächlichen Kommunikationspraxis nicht übereinstimmt.

Vertrauen entsteht durch Dialog – nicht durch Löschungen

Studien zeigen: Nutzer verlieren schneller das Vertrauen in eine Seite, wenn Kritik ignoriert wird, als wenn Fehler offen eingeräumt und diskutiert werden. Transparenz, Dialogbereitschaft und der respektvolle Umgang mit unterschiedlichen Meinungen sind zentrale Bausteine digitaler Glaubwürdigkeit.

Wer hingegen kritische Stimmen systematisch ausblendet, riskiert:

  • den Verlust von Vertrauen
  • den Eindruck von Einseitigkeit
  • den Vorwurf, Diskussionen zu manipulieren
  • eine wachsende Distanz zur eigenen Community

Fazit

Das Löschen unbequemer Kommentare mag kurzfristig Ruhe bringen – langfristig schadet es jedoch der Glaubwürdigkeit. Seitenbetreiber, die Verantwortung ernst nehmen, setzen auf Moderation statt auf Ausblendung, auf Dialog statt auf Schweigen.

Denn soziale Medien leben von Vielfalt. Und Vielfalt beginnt dort, wo Kritik nicht als Störung, sondern als Teil einer lebendigen Öffentlichkeit verstanden wird.

„Passage-Zauber“ begeistert in Bremerhaven – Starke Spendenbilanz

Interior of a movie theater with a large blank screen and an audience seated in red chairs, mostly older adults.
Erlebnis Bremerhaven möchte kostenloses Weihnachtskino 2026 wiederholen
Foto: Erlebnis Bremerhaven

Mit dem Filmklassiker â€žIst das Leben nicht schön?“ ist der „Passage-Zauber“ in der Bremerhavener Innenstadt erfolgreich zu Ende gegangen. Die Bilanz des kostenlosen Weihnachtskinos fällt rundum positiv aus: An vier Abenden öffnete das Passage-Kino seine TĂĽren, drei Vorstellungen waren ausverkauft, am letzten Termin mussten sogar rund 50 Filmfans abgewiesen werden, weil kein Platz mehr frei war. Insgesamt nutzten rund 500 Besucherinnen und Besucher das Angebot in der Adventszeit.

Ins Leben gerufen wurde der „Passage-Zauber“ von der Erlebnis Bremerhaven GmbH gemeinsam mit dem Kulturamt. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Unterstützung des Kinobetreibers, der die Räumlichkeiten für eine symbolische Miete von einem Euro zur Verfügung stellte. „Ein großer Erfolg“, freut sich Laura Schumacher aus dem Stadtmarketing der Erlebnis Bremerhaven. „Wir haben mit dem Programm ganz offensichtlich den Geschmack der Bremerhavenerinnen und Bremerhavener getroffen und denken bereits daran, die Aktion im Jahr 2026 zu wiederholen.“

Neben der großen Resonanz auf die Filme überzeugt auch die Spendensammlung. Für die Aktion „Hilfe für Mitbürger“ kamen fast 1.700 Euro zusammen. Die Initiative „Bremerhaven hilft“, die Menschen im Leher Stadtpark mit warmen Mahlzeiten versorgt, konnte durch den Verkauf von Popcorn und Getränken zusätzlich fast 900 Euro einnehmen. „Das ist ein starkes Zeichen der Solidarität“, zieht Benthe Stolz, Leiterin des Stadtmarketings bei der Erlebnis Bremerhaven, eine erste positive Bilanz.

Der „BürgerZauber“ im Columbus-Center geht derweil noch weiter: Im Pop-up-Store läuft noch bis Sonnabend, 20. Dezember, kostenlos ein Kinder- und Familienprogramm mit Weihnachtsliedern und Kinderkino. Zum Abschluss spielt am Sonnabend um 14.30 Uhr die Big Band Bremerhaven; dabei werden Spenden für die Initiative „Sonnenblume“ gesammelt.

Mit „Passage-Zauber“ und „BürgerZauber“ ist in der Bremerhavener Innenstadt ein neues Kulturformat im Advent entstanden, das Gemeinschaft schafft und Leerstand kreativ nutzt. Der Weihnachtsmarkt in der Bremerhavener Innenstadt ist noch bis zum 30. Dezember geöffnet.