Rund 1.000 bis 1.200 Menschen nahmen gestern am Christopher Street Day (CSD) teil. Die Demo verlief laut Polizei und Veranstalter friedlich, trotz kleiner rechter Provokationen.
Unter dem Motto „Nie wieder still – loud and proud“ setzte der CSD ein starkes Zeichen für Demokratie, Gleichberechtigung und gegen Queerfeindlichkeit.
Beginn war am Historischen Museum, Abschlusskundgebung auf dem Theodor-Heuss-Platz mit vielfältigem Bühnenprogramm – darunter Reden, Musik und ein politischer Talk mit Vertreter*innen von Bildungseinrichtungen und Gleichstellungsstellen.
Angesichts steigender queerfeindlicher Übergriffe laut Bundesfamilienministerium war der CSD besonders wichtig als Ausdruck für eine offene, solidarische Gesellschaft.
Breites Bündnis aus Ehrenamtlichen, Organisationen und Sicherheitskräften. Die Polizei lobte die positive und kooperative Stimmung.
Das Interesse an Pride-Veranstaltungen wächst laut LSVD wieder, auch in kleineren Städten wie Bremerhaven – ein Signal gegen Ausgrenzung und Intoleranz.
Die Nordostkaje im Neuen Hafen, die auch als „Grube-Kaje“ bekannt ist, muss aus Sicherheitsgründen teilweise abgesperrt werden.
„Wir haben bei Untersuchungen festgestellt, dass der Großteil der Gründungspfähle derart von der Bohrmuschel zerstört wurde, dass eine Standsicherheit der Kaje nicht mehr ohne Zweifel gegeben ist“, erklärt Nils Schnorrenberger, Geschäftsführer der BEAN, die Eigentümerin der Kajen ist.
Neben dem Verbindungskanal ist die Nordostkaje mit einer Länge von rund 240 Metern der letzte Kajenteil im Neuen Hafen, der noch nicht saniert wurde. „Bei Routinearbeiten im Hafenbecken sind Ende Juni ungewöhnlich viele Teile der Gründungspfähle gefunden worden. Hierbei wurde ein Schadensbild ersichtlich, welches sich der routinemäßigen Überprüfung der Kaje entzieht. Daraufhin haben wir sofort eine tiefergehende Begutachtung der Kajen durch Taucher von Bremenports in Auftrag gegeben“, erklärt Tim Thyen, zuständiger Ingenieur der BEAN. Ergebnis: Von 190 Stützpfählen in der vorderen Pfahlreihe sind 152 so beschädigt, dass sie keine Verbindung mehr zum darüber liegenden tragenden Mauerwerk haben. „Wir gehen nicht davon aus, dass es zu rutschartigen Absackungen kommt, sondern es ist wahrscheinlicher, dass das Mauerwerk unter der kajentragenden Betonplatte wegbröckelt und es langsame Verschiebungen der Kaje gibt. Auszuschließen ist das aber nicht“, so Thyen. Aus Sicherheitsgründen ist die Kaje am heutigen Freitag, den 11. Juli zunächst mit Bauzäunen auf einer Breite von sechs Metern ab der Kaimauer gesperrt worden.
Auswirkungen auf die Sail sind mit der Erlebnis Bremerhaven GmbH bereits abgesprochen. Die Arbeitgebermeile, die entlang der Grube-Kaje errichtet wird, wandert auf die andere Seite der Kaje auf die Schotterfläche vor den Wohnhäusern“, erklärt Schnorrenberger. Auch Schiffe können während der Sail noch an der Kaje festmachen. „Allerdings muss die „Union“ mit ihrem Tiefgang von 6,70 Metern, für den das Hafenbecken dort hätte gespült werden müssen, in den südlichen, bereits sanierten Bereich des Neuen Hafens verlegt werden. Aber zwei kleinere Schiffe – die „SAGRES II“ und die „SHABAB OMAN II“ – mit weniger Tiefgang können dort festmachen“, so Schnorrenberger.
Dass die Kaje saniert werden muss, ist lange bekannt. „Die Planungen für den Neubau der Kaje sind bereits in Auftrag gegeben“, so Schnorrenberger. „Wir hoffen, dass wir die Mittel für die Umsetzung des Neubaus aus dem Fonds der Bundesregierung zur Infrastruktur bekommen“, so Schnorrenberger. Das sei derzeit aber noch unklar.
In der Zwischenzeit sollen erste Ertüchtigungsmaßnahmen stattfinden, die einen weiteren Schadensverlauf an der maroden Kaje verhindern. „Diese Arbeiten wären ohnehin im Vorfeld des Neubaus gemacht worden, die ziehen wir jetzt vor“, so Thyen.
Die Nordostkaje im Neuen Hafen, die auch als „Grube-Kaje“ bekannt ist, muss aus Sicherheitsgründen teilweise abgesperrt werden.
„Wir haben bei Untersuchungen festgestellt, dass der Großteil der Gründungspfähle derart von der Bohrmuschel zerstört wurde, dass eine Standsicherheit der Kaje nicht mehr ohne Zweifel gegeben ist“, erklärt Nils Schnorrenberger, Geschäftsführer der BEAN, die Eigentümerin der Kajen ist.
Neben dem Verbindungskanal ist die Nordostkaje mit einer Länge von rund 240 Metern der letzte Kajenteil im Neuen Hafen, der noch nicht saniert wurde. „Bei Routinearbeiten im Hafenbecken sind Ende Juni ungewöhnlich viele Teile der Gründungspfähle gefunden worden. Hierbei wurde ein Schadensbild ersichtlich, welches sich der routinemäßigen Überprüfung der Kaje entzieht. Daraufhin haben wir sofort eine tiefergehende Begutachtung der Kajen durch Taucher von Bremenports in Auftrag gegeben“, erklärt Tim Thyen, zuständiger Ingenieur der BEAN. Ergebnis: Von 190 Stützpfählen in der vorderen Pfahlreihe sind 152 so beschädigt, dass sie keine Verbindung mehr zum darüber liegenden tragenden Mauerwerk haben. „Wir gehen nicht davon aus, dass es zu rutschartigen Absackungen kommt, sondern es ist wahrscheinlicher, dass das Mauerwerk unter der kajentragenden Betonplatte wegbröckelt und es langsame Verschiebungen der Kaje gibt. Auszuschließen ist das aber nicht“, so Thyen. Aus Sicherheitsgründen ist die Kaje am heutigen Freitag, den 11. Juli zunächst mit Bauzäunen auf einer Breite von sechs Metern ab der Kaimauer gesperrt worden.
Auswirkungen auf die Sail sind mit der Erlebnis Bremerhaven GmbH bereits abgesprochen. Die Arbeitgebermeile, die entlang der Grube-Kaje errichtet wird, wandert auf die andere Seite der Kaje auf die Schotterfläche vor den Wohnhäusern“, erklärt Schnorrenberger. Auch Schiffe können während der Sail noch an der Kaje festmachen. „Allerdings muss die „Union“ mit ihrem Tiefgang von 6,70 Metern, für den das Hafenbecken dort hätte gespült werden müssen, in den südlichen, bereits sanierten Bereich des Neuen Hafens verlegt werden. Aber zwei kleinere Schiffe – die „SAGRES II“ und die „SHABAB OMAN II“ – mit weniger Tiefgang können dort festmachen“, so Schnorrenberger.
Dass die Kaje saniert werden muss, ist lange bekannt. „Die Planungen für den Neubau der Kaje sind bereits in Auftrag gegeben“, so Schnorrenberger. „Wir hoffen, dass wir die Mittel für die Umsetzung des Neubaus aus dem Fonds der Bundesregierung zur Infrastruktur bekommen“, so Schnorrenberger. Das sei derzeit aber noch unklar.
In der Zwischenzeit sollen erste Ertüchtigungsmaßnahmen stattfinden, die einen weiteren Schadensverlauf an der maroden Kaje verhindern. „Diese Arbeiten wären ohnehin im Vorfeld des Neubaus gemacht worden, die ziehen wir jetzt vor“, so Thyen.
Wir waren gestern bei der Vorpremiere zum neuem Superman Film im Cinemotion Bremerhaven. Warum veranstaltet man so eine trostlose Preview. Es gab Zeiten da war so etwas ein Event. Ich denke da an die Vorpremieren von Star Wars in den späten 1990er Jahren im geliebten Aladin Filmtheater zurück. Es lief schon bei Warten im Saal der Soundtrack, Uwe Zander kam und verloste Merch. Das war Stimmung. Heute sieht das ganz anders aus. Keine Poster oder Aufsteller, nichts. Vielleicht hat auch Warner Bros. dem Cinemotion nichts geschickt, was traurig wäre. Dann ging es in Saal 1, was erfreulich war, da hier Dolby Atmos verfügbar ist. Nach der üblichen Werbung und Trailer ging es dann endlich los.
Als Superman-Fan, der mit den ikonischen Christopher-Reeve-Filmen aufgewachsen ist, fühlte sich James Gunns „Superman“ auf eine sehr besondere Weise richtig an. David Corenswet bringt nicht nur den Mythos, sondern auch die Wärme und Verletzlichkeit eines modernen Clark Kent mit, die uns einst Reeve so unvergesslich nahebrachte. Der Film schafft es, ein Gefühl von Hoffnung und Größe zu erzeugen, das Superman immer verkörpert hat.
Auch das Ensemble um ihn herum verdient Applaus:
Lex Luthor (Nicholas Hoult) ist keine bloße Karikatur, sondern zeigt sich sowohl als brillant skrupellos wie auch überraschend abgründig – genau das, was ein wirklich guter Luthor sein sollte.
Mr. Terrific (Edi Gathegi) überzeugt mit Intelligenz und Charisma und bringt eine erfrischende Dynamik ins Team.
Und Guy Gardner (Nathan Fillion)? Grenzwertig, laut, provokant – und genau deshalb perfekt. Gunn versteht, wie man Figuren vielschichtig und dennoch treu ihrer Essenz präsentiert.
Was man schnell bemerkt hat, die Kinder haben einen neuen Held: Krypto! Die kleinen Zuschauen waren in jeder Szene laut dabei, so soll es sein.
Aber etwas fehlt. Es ist dieses eine Detail, das mit Superman seit 1978 tief verwoben ist – das ikonische Intro mit John Williams’ epischem Thema. Dieses majestätische Musikstück war nie nur ein Soundtrack, sondern ein Versprechen: dass wir gleich Zeugen von etwas Großem, Unsterblichem, nahezu Mythischem werden. Gunns Version bringt viele neue Farben ins Bild, aber die emotionale Wucht dieses klassischen musikalischen Einstiegs hätte dem Film ein zusätzliches Gefühl von Großem und gewaltigem gegeben.
Trotzdem bleibt dieser Film für mich ein toller Superman-Film der modernen Ära – mit einer ehrlichen 4,5 von 5.
James Gunn hat es geschafft, Alt und Neu meisterhaft zu vereinen.
SUPERMAN an jetzt nur im Kino im Verleih von Warner Bros. Pictures Deutschland.
Bremerhavener Schulen wurden beim diesjährigen Durchgang des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten mit hohen Preisen ausgezeichnet.
Das aktuelle Thema des Wettbewerbs lautete: „Bis hierhin und nicht weiter? Grenzen in der Geschichte“.
17 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte des Lloyd Gymnasiums errangen einen der begehrten Landessiege (Tutorin: Antje Neumann, Lloyd Gymnasium). Dazu arbeiteten sie mit lokalen Quellen im Stadtarchiv oder erkundeten die Geschichten in ihren eigenen Familien oder im Bekanntenkreis. Herausgekommen ist ein Schulbuch: „Über Grenzen – Migration nach Bremerhaven und umzu 1945-1990. Ein Schulbuch für die 10. Klasse“, welches beispielhaft die Geschichten der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, der Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten, der amerikanischen Besatzungssoldaten, der Geflüchteten aus der DDR, der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter und der aus Osteuropa nach Bremerhaven Eingewanderten zeigt.
Das Theaterstück „Grenzen überschreiten!“ des Schulzentrums Geschwister Scholl, das von 19 Schülerinnen und Schüler der zwölften Klasse und ihrer Tutorin Ellen Lindek gestaltet wurde, wurde als bester Gruppenbeitrag im Land Bremen ausgezeichnet. In dem Theaterstück wird die aktuelle politische Debatte um die Migration mit individuellen Fluchtgeschichten in Zusammenhang gebracht und historisch betrachtet.
Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten findet alle zwei Jahre statt. Er lädt dazu ein, sich mit regionalen oder familiengeschichtlichen Themen zu befassen, vor Ort in Archiven zu recherchieren, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu befragen und Geschichte kreativ zu gestalten. Teilnehmen können Kinder und junge Erwachsene bis 21 Jahre.
Naughty Dog hat eine Überraschung in Form eines kostenlosen Updates für The Last of Us Part II Remastered für die Community angekündigt. Das Update erscheint bereits heute für PlayStation 5- und PC und ermöglicht es den Spielern, die Geschichte von The Last of Us Part II in chronologischer Reihenfolge zu spielen.
Der neue chronologische Modus soll den Spielern einen tieferen Einblick in die Geschichte von Part II geben. Beispielsweise können die Spieler sehen, wie Ellie ihre Gitarre erhält und das Spielen lernt. Während der Reise durch Seattle werden faszinierende Parallelen zwischen Ellies und Abbys Geschichten deutlich.
Der neue Modus wurde von den Entwicklern von Naughty Dog und den Partnern bei Nixxes umgesetzt. Für das Testen des neuen, transformativen Modus sollen die Spieler zusätzlich zu neuen Trophäen, die mit dem Abschluss der narrativen Erfahrung in chronologischer Reihenfolge einhergehen, auch mit zwei neuen, vielleicht überraschend bekannten Skins belohnt werden.
Im Modus „Kein Zurück“ kann mit Joel, der wie Nathan Drake gekleidet ist, oder mit Tommy, der wie Sam Drake aussieht, gespielt werden. Damit soll das 40-jährige Jubiläum von Naughty Dog in diesem Jahr gefeiert werden. Durch das Freischalten dieser Skins wird die Geschichte in chronologischer Reihenfolge vervollständigt. Anschließend können sie in „Kein Zurück“, dem aufregenden Survival-Modus von Part II Remastered, verwendet werden.
Ein neues Update für The Last of Us Part II Remastered ist heute sowohl auf PS5 (über Patch 2.1.0*) als auch auf dem PC über Steam und den Epic Games Store (über Patch 1.5**) verfügbar. Das Update bietet den chronologischen Spielmodus sowie eine Vielzahl weiterer Fehlerbehebungen und Leistungsverbesserungen.
Im Zuge der weiteren Entwicklung des Werftquartiers lädt die Stadt Bremerhaven alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zur öffentlichen Informationsveranstaltung am Mittwoch, den 16. Juli 2025, um 18.30 Uhr ins Theater im Fischereihafen (TiF) ein.
Im Zentrum des Abends stehen zwei richtungsweisende Projekte: der Bebauungsplan Nr. 501 „Külkenhalbinsel“, auf dessen Grundlage ein neues Wohnquartier entstehen soll, sowie der Bebauungsplan Nr. 500 „Die Werft“, zu dem die Seebeck Werftquartier GmbH ihre Pläne vorstellen wird. Zudem informieren das Stadtplanungsamt und die Wirtschaftsförderung BIS über die Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligung, den aktuellen Stand zum geplanten Mobility Hub sowie den Wettbewerb zur Werfthafenbrücke.
Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr und wird ungefähr zwei Stunden dauern. Neben den Vorträgen besteht die Möglichkeit zum offenen Austausch mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Es gibt doppelten Grund zum Feiern im Schaufenster Fischereihafen in Bremerhaven: Die Genuss- und Erlebnismeile feiert ihren 33. Geburtstag und gleichzeitig die Ankunft des „nieuwe Haring“ aus den Niederlanden. Vom 11. bis 13. Juli werden zu den Bremerhavener Matjestagen & Hafenspektakel rund 50.000 Besucher erwartet. Premiere für die Traditionsveranstaltung: eine geführte „Matjes-Tour“ soll den beliebten Hering auf völlig neue Weise erlebbar machen. Und wie jedes Jahr wird das Matjesbrötchen einen Meter länger.
Der Geburtstag des Schaufensters Fischereihafen geht zurück auf den 11. Juli 1992, als die Werbegemeinschaft rund um die Packhalle IV erstmals zu einem kleinen Fest einlud. Damals war der heutige Marktplatz noch kaum befestigt, es gab nur wenige Stände – aber dafür umso mehr Enthusiasmus. Schnell etablierte sich das „Hafenspektakel“ in der ersten Juli-Hälfte als feste Größe im Veranstaltungskalender – mit Matjes, Musik und maritimem Lebensgefühl entwickelte sich eines der beliebtesten Hafenfeste Bremerhavens. Besucher:innen erwartet Matjes in all seinen Variationen, Live-Musik, ein Kinderprogramm sowie jede Menge kulinarische Highlights – unterstützt vom Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds. „Es freut uns sehr, diese traditionsreiche Veranstaltung nun erstmals als Erlebnis Bremerhaven zu gestalten und weiterzuentwickeln“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der kommunalen Gesellschaft für Touristik, Marketing und Veranstaltungen.
Foto: Scheer_Erlebnis Bremerhaven
Der Matjes wird „direkt vom Messer“ serviert
In der Matjespagode auf dem Marktplatz zeigen Filetiermeister Lammert Wiersema aus Groningen und sein Team ihr Können und filetieren die Heringe in atemberaubendem Tempo. Direkt „vom Messer“ serviert, ist der Matjes hier ein besonderes Erlebnis. Für Genießer gilt: Den Matjes am Schwanz packen, über den Kopf heben und dann genüsslich in den Mund gleiten lassen – so schmeckt er traditionell am besten. Am Sonntag wächst dann auch das legendäre und in ein paar Jahren sicher längste Matjesbrötchen der Welt weiter. Was 2012 mit 20 Metern begann, erreicht 2025 stolze 33 Meter Länge. Ab 13:33 Uhr wird das Riesenbrötchen vor Fiedlers Fischmarkt portionsweise verkauft. Der Erlös geht an die Deutsche Knochenmark-Spenderdatei.
Tipps von Grillprofis und Räuchermeistern
Holländische Matjeskarren, Herman’s Riesen-Backfisch, Käse und frisch gebackene Poffertjes lassen niederländisches Flair direkt am Fischereihafen entstehen. Rund um den Marktplatz dreht sich außerdem alles um Fischfang und -verarbeitung. Die Multivision „Fischbahnhof 360°“ bietet Einblicke in nachhaltigen Fischfang und die Geschichte des Fischereihafens. Grillprofis und Räuchermeister geben täglich Tipps zur Fischzubereitung – inklusive Verkostung.
Foto: Schaufenster Fischereihafen
Urlaubsfeeling am Hafen
Mit Tonnen von feinem Sand, Strandkörben und Liegestühlen entsteht am Marktplatz eine kleine Oase. Frische Fischgerichte, kühle Drinks und der Blick aufs Wasser laden zum Verweilen ein.
Premiere: Die neue „Matjes-Tour“
Zum 33. Geburtstag bietet das Schaufenster Fischereihafen erstmals eine exklusive „Matjes-Tour“ an – eine kulinarische Entdeckungsreise rund um den Matjes und die Geschichte des traditionsreichen Fischereihafens, der längst eine der beliebtesten Besucherattraktionen der Stadt ist. Am 12. und 13. Juli starten jeweils um 11 und 15 Uhr rund 90-minütige Führungen. Unter fachkundiger Leitung tauchen die Teilnehmenden in die Welt des Fischfangs und der Verarbeitung ein und lassen sich von Lammert Wiersema und seinem Handwerk in der Matjes-Pagode beeindrucken. Die Gäste verkosten den handfiletierten Nieuwe Haring, bevor in Fiedlers Fischmarkt 1906 Kräuter-, Bärlauch- und Aalrauchmatjes auf neugierige Gaumen warten. „Wir möchten den Gästen die über 125-jährige Geschichte des Fischereihafens näherbringen und gleichzeitig zeigen, welche Vielfalt es hier zu entdecken gibt“, erklärt Chiara Rogge, Veranstaltungsmanagerin bei der Erlebnis Bremerhaven.
Neben kulinarischen Genüssen lockt zum Hafenspektakel auch ein Bühnenprogramm: Am Freitagabend eröffnet die Band Blancke(r) Sound mit kraftvollem Soul, am Sonnabend sorgen der 50-köpfige Shantychor Oosterstörm aus Groningen, der Seemannschor Bremerhaven und das Dirty Royal Orchestra aus Hamburg für Stimmung. Am Sonntag stehen die Jungs vom Nordseedeich, der Seemannschor Debstedt, die Original Fishtown Singers und Rolf Buers auf der Bühne.
Für kleine Gäste gibt es ein Kinderprogramm mit Walk-Acts, Bastelaktionen, Kinderschminken und Luftballonmodellage. Radio Teddy gestaltet am Samstag eine Bühnenshow.
Abgerundet wird das Fest mit dem das US-Car-Treffen „Fish & Cars“, zu dem mehr als 150 glänzende Klassiker amerikanischer Automobilkunst entlang des Hafenbeckens erwartet werden.
Schleusenwärter feiern 20-Jähriges Bestehen der Schleuse am Neuen Hafen
Mehr als 5000 Schleusungen pro Jahr, Segelboote, Motorschiffe und Schlepper, rund 195.000 geschleuste Schiffe seit der Eröffnung – die Bilanz der Schleuse am Loschen-Leuchtturm kann sich sehen lassen. Am 7. Juli 2005 öffneten sich die Schleusentore als Zufahrt zum Neuen Hafen zum ersten Mal. Seitdem ist das 50 Meter lange und 14 Meter breite Bauwerk die wichtigste maritime Zufahrt zu den Havenwelten in Bremerhaven.
Ein Knopfdruck setzt 120 Tonnen Stahl in Bewegung
Der Schleusenwärter Uli Keller im Kontrollturm der Schleuse am Neuen Hafen, bereit für die nächste Schleusung. Foto: Helmut Stapel
Mit einem einzigen Knopfdruck am Bildschirm setzt Uli Keller 120 Tonnen Stahl in Bewegung. Er öffnet die beiden Außentore der Schleuse. Wasser schießt von der Weser in die Schleusenkammer, hebt den Wasserstand langsam an. „Acht Grad Öffnung der Tore für den Wasseraustausch, mehr nicht. Ein kleiner Spalt reicht“, sagt der Schleusenwart mit mahnend erhobenem Finger. Er sitzt im Kontrollturm der Schleuse am Neuen Hafen, hat die Schiffsbewegungen auf der Weser und im Hafenbecken im Blick. In der Schleusenkammer liegt eine schicke Holzyacht, die in Richtung Helgoland ausschleusen will.
Hier wird mit dem Druck des Wassers gearbeitet
„Unsere Schleuse ist etwas ganz Besonderes“, ergänzt Frank Gieseler. Er ist aktuell Sprecher des insgesamt zehnköpfigen Wärterteams. „Die Tore sind wie Halbschalen geformt und fahren in einer Kreisbewegung zusammen. Andere Schleusen haben Tore, die seitlich eingezogen werden und der Wasserausgleich muss aufwändig über Pumpen erfolgen. Wir hingegen arbeiten mit dem Wasserdruck und lassen das Wasser durch eine leichte Toröffnung ein- und ausströmen – nachhaltiger geht es nicht.
Diese Technik ist auf der Welt beinahe einzigartig
Nur drei weitere solcher Schleusen gibt es in England und Frankreich. Ob die Schleusenwärter stolz darauf sind? „Auf jeden Fall“, nicken die beiden Männer in ihren weißen Polo-Shirts sofort. Stolz sind sie auch auf das gute Verhältnis zu den Skippern und Schiffsführern. Tatsächlich haben Segler dem Team sogar schon ein Transparent überreicht: „Hier werden Sie vom besten und freundlichsten Schleusenteam Deutschlands betreut.“ Die 12-Meter-Yacht in der Schleusenkammer setzt sich nun in Bewegung. Uli Keller hat inzwischen das Schleusentor komplett geöffnet. Der Wasserstand zwischen Weser und Schleuse ist ausgeglichen.
Foto: Andrea Schuchhardt_Erlebnis Bremerhaven
„Der Ton hier ist freundlich, aber bestimmt. Wir müssen ja den Betrieb reibungslos am Laufen halten. Wenn einer trödelt oder an der falschen Stelle in der Schleusenkammer angelegt, dann kriegt er über die Lautsprecher schon mal ein Kommando – oder direkt von oben über die Brüstung“, lacht Frank Gieseler. Schon knackt und rauscht es im Funkgerät. Ein Motorboot ist in der Anfahrt auf der Weser und will noch in die Schleuse, bevor Uli Keller die Tore wieder schließt. Drei Segelboote sind schon weserseitig eingefahren und warten in der Kammer auf das Einschleusen in den Neuen Hafen.
Das Fernglas gehört noch zur Ausrüstung
„Wo seid ihr denn?“, fragt Uli Keller über Funk. Frank Gieseler sucht mit dem Fernglas die Weser ab. „Ich sehe ihn, da hinten, der Lütte. Der soll mal den Hebel auf den Tisch legen.“ Übersetzt in der Seemannssprache: „Der Kleine“ soll „Gas geben“. Von sechs Uhr morgens bis 22 Uhr abends ist der Schleusentower am Neuen Hafen in der Hauptsaison besetzt. Die Schleusenwärter sind zumeist Ruheständler, die aus der Seefahrt kommen. Als finanziellen Ausgleich gibt es monatlich 556 Euro.
„Uns geht es vor allem um die Freude am Job, um die See, die Schiffe und die Menschen darauf“, erzählt Frank Gieseler. Erlebnisse hatten die Schleusenwärter schon reichlich. Das reicht vom Kajakfahrer ohne Funk oder Telefon, der von der Weser aus per Handzeichen eingeschleust wurde, bis zum Stand-Up-Paddler, der vom Neuen Hafen ausschleusen wollte. „Dem habe ich dann aber gesagt, er soll bitte sein Board in die Hand nehmen und eben über den Deich rüber zur Weser gehen“, grinst Uli Keller. „Das Schleusen hier ist zwar kostenlos, aber es müssen auch Grenzen gesetzt werden.“
Selbst die große „Alexander von Humboldt II“ wurde geschleust
Grenzen getestet hat der ehemalige Schleusenwärter Peter Burhorn, der auch Kapitän des Dreimasters „Alexander vom Humboldt“ war. „Peter hat es tatsächlich geschafft, die 65 Meter lange „Alex“ hier in die eigentlich 50 Meter lange Schleuse zu bekommen“, erzählt Frank Gieseler. Was klingt wie Seemannsgarn hat eine technische Erklärung. Die Schleuse am Neuen Hafen verfügt weserseitig über zwei zusätzliche Tore, die bei einer Sturmflut als Deichschutz zugefahren werden können.
Kein Schiff lag häufiger in der Schleuse Neuer Hafen: Ausflugsschiff „Geestemünde“. Foto: Helmut Stapel
„Damit sind wir dann bei 62,5 Meter Gesamtlänge für die Schleuse, und Peter hat noch dazu den hohen Wasserstand ausgenutzt. So lag die „Alexander von Humboldt II“ hier praktisch millimetergenau in der Schleuse mit dem Bug am vorderen Schleusentor und hat mit dem Bugspriet vorne rüber in den Neuen Hafen geragt“, sind die beiden Schleusenwärter heute noch fasziniert.
Zur SAiL wird es wieder voll werden
BU7: Wird auch zur Sail 2025 für viele Schiffe das Tor nach Bremerhaven: die Schleuse am Neuen Hafen. Foto: Helmut Stapel.
Als nächstes Großereignis steht den Schleusenwärtern den SAiL 2025 bevor. Vom 13. bis 17. August werden rund 250 Segel- und Motorschiffe in Bremerhaven erwartet. „Da wird neben der Kaiser- und der Nordschleuse auch jede Menge über unsere Schleuse gehen. Es war eine kluge Entscheidung, vor 20 Jahren hier die 25 Millionen Euro in den Schleusenbauzu investieren – allein schon wegen der Sportboot-Marina, die es seitdem ebenfalls hier im Neuen Hafen gibt“, nickt Frank Gieseler. Sein Kollege tippt ihm auf die Schulter. „Da kommt er.“ Das angekündigte Motorboot fährt in die Schleuse. Uli Keller drückt am Bildschirm auf die Schaltfläche für die Schleusentore. „Dann wollen wir mal wieder – Tore zu.“
Auf einen Blick:
Feierlichkeiten zum 20. Geburtstag der Schleuse Neuer Hafen
Sonnabend, 12. Juli 2025, 11 bis 16 Uhr
11.00 Uhr maritime Live-Musik von Jan-Hendrik Ehlers
11.15 Uhr kleine Geburtstagsansprachen und Interviews
12.00 Uhr Live-Musik vom singenden Schleusenwärter Uli Keller
Die Planungen für das Werftquartier Bremerhaven schreiten deutlich voran. Auf der 140 ha großen Fläche zwischen Fischereihafen und Innenstadt soll in den kommenden 15 Jahren das neue Stadtviertel „Werftquartier“ mit einer Mischung aus Gewerbe, Wohnen, Erholung, Bildung, Kultur sowie Forschung entwickelt werden.
Für die nächsten notwendigen Schritte hat der Senat in seiner Sitzung am Dienstag, 1. Juli 2025, insgesamt Mittel in Höhe von 1,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Ich bin dem Land sehr dankbar für diese Mittel und das Signal, das damit einhergeht: Das Werftquartier hat trotz allgemeinem Sparzwang als wichtiges Instrument der Stadtentwicklung Priorität“, so Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz.
„Mit dem Beschluss schaffen wir die Voraussetzungen für zentrale Planungsschritte im Werftquartier, von der Ausführungsplanung für die Kajen und Promenaden bis hin zu vorbereitenden Gutachten. Besonders die Külkeninsel spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie soll als autoarmes Quartier mit attraktiven öffentlichen Räumen, gut angebundener Infrastruktur und hoher Aufenthaltsqualität entwickelt werden. Das ist ein anspruchsvolles Vorhaben, und zugleich eine große Chance für die gesamte Stadtentwicklung Bremerhavens“, so Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation.
Acht Grundstücke seien etwa wieder in der öffentlichen Hand, darunter als wichtigste Areale die Külkenhalbinsel mit rund 64.000 Quadratmetern, sowie das Grundstück der ehemaligen Seebeck-Werft, auf dem die Hallengärten entstehen sollen mit rund 34.000 Quadratmetern. „Insgesamt haben wir inzwischen rund 126.000 Quadratmeter, die bisher in Privateigentum waren, wieder in öffentliche Flächen umgewandelt. Das ermöglicht uns freie Hand bei der Entwicklung und Gestaltung“, erklärt Grantz. Insbesondere die Külkenhalbinsel sei für das Projekt von besonderer Bedeutung, weil hier ein urbanes, familienfreundliches und autoarmes Quartier entstehen soll. „Das Interesse der Wohnungswirtschaft, dort zu investieren, ist nach wie vor groß“, so der Oberbürgermeister. Geplant seien sowohl preisgebundene Mietwohnungen als auch Reihenhäuser für Familien sowie Eigentumswohnungen.
Die Külkenhalbinsel soll dank attraktiv gestalteter Promenaden mit hoher Aufenthaltsqualität aber auch ein attraktiver Stadtteil direkt am Wasser für alle Bürgerinnen und Bürger werden. „Die Planungen für die Promenadengestaltung sowie die Kajensanierungen laufen bereits. Die Promenade wird abwechslungsreiche Ausblicke über den Fischereihafen, den Handelshafen, die Doppelschleuse und die Bremerhavener Innenstadt bieten“, so Grantz. Aktuell laufe die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung für den B-Plan. Die Planungskosten für die Sanierung der Kajen und Promenaden belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, die vom Land mit dem heutigen Senatsbeschluss zur Verfügung gestellt wurden. „Insgesamt belaufen sich die Sanierungs- und Herstellungskosten der Kajen und der Promenade auf rund 26 Millionen Euro, die sukzessive für jeden Abschnitt bereitgestellt werden sollen“, so der OB.
Stadt und Land hätten sich grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kosten zur Herstellung der Infrastruktur jeweils hälftig getragen und entsprechend in den Haushalten bereitgestellt würden. „Das Werftquartier ist eine große Chance für Bremerhaven, um mehr junge Familien oder etwa Pendler als Einwohner zu gewinnen. Diese Chance müssen wir nutzen, um Bremerhaven zukunftssicher aufzustellen“, betont Grantz.
Mit dem Anspruch, klimaneutral zu bauen, geht auch eine veränderte Mobilität einher. Künftig soll es auf der Külkenhalbinsel kaum Autoverkehr geben. Grantz: „Der Verkehr wird an zentraler Stelle gebündelt, dort kann man parken, Fahrräder ausleihen, auf den ÖPNV umsteigen oder beispielsweise in den Supermarkt gehen.“ Für die Külkenhalbinsel werde derzeit der erste Mobility Hub konkret geplant, der Gestaltungswettbewerb laufe, „und am 4. Juli 2025 soll die Jurysitzung über einen Entwurf entscheiden“, so Grantz. Den Wettbewerb für die Werfthafenbrücke hatte bereits der Entwurf von Panta Ingenieure und Ney Partners gewonnen. „Die Werfthafenbrücke ist eine echte architektonische Besonderheit und ein Symbol für den Wandel in Bremerhaven, für Fortschritt und nachhaltige Stadtentwicklung“, so Grantz.
Der erste Bau von Wohnungen startet am 1. August 2025 durch den Investor Dieter Petram auf dem ehemaligen Gelände der Seebeck-Werft. „Ich bin froh, dass es dann nach langer Planung endlich sichtbar losgeht im Werftquartier“, so der Oberbürgermeister.
Um auch die Bürgerinnen und Bürger über die Planungen für das Werftquartier zu informieren, sind für die zweite Jahreshälfte 2025 Führungen über das ehemalige Seebeck-Werftgelände geplant. Auch ein digitaler Zwilling des Quartiers soll Interessierten – sowohl Bürgerinnen und Bürger, als auch Wohnungsinteressierte oder Investoren – noch in diesem Jahr einen Eindruck über das Gesamtprojekt geben können.
Zudem erhalten Interessierte die Möglichkeit, sich am Mittwoch, dem 16. Juli 2025, um 18.30 Uhr im Theater im Fischereihafen (TiF) über den aktuellen Planungsstand auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung zu informieren. „Gemeinsam mit der Seebeck-Werftquartier GmbH informieren wir über das Bauvorhaben und die weiteren Pläne für die Külkenhalbinsel und die Promenadengestaltung. Ich freue mich, wenn wir dort viele Interessierte begrüßen können“, so Grantz abschließend.