Darum begrüßt Bremerhaven das Jahr 2026 mit Kanonendonner

Hans-Georg Ennen betreibt ein seltenes Hobby: Er ist Kanonier. Zum „Prosit Neujahr“ feuert er im Schaufenster Fischereihafen Salut. Foto: Helmut Gross_Erlebnis Bremerhaven

Es ist ein Moment, der die Gespräche verstummen lässt. Ein kurzer Augenblick, dann rollt ein dumpfer Donner übers Wasser. Wer am Sonntag, 4. Januar, im Schaufenster Fischereihafen steht, wird ihn nicht vergessen. Denn dort beginnt das neue Jahr in Bremerhaven mit einer Tradition, die so gut zu einer Hafenstadt passt wie kaum eine zweite – und trotzdem immer mehr in Vergessenheit gerät. Das Schaufenster Fischereihafen begrüßt das Jahr 2026 mit dreifachem Salut.



Mit der Veranstaltung „Prosit Neujahr“ laden die Erlebnis Bremerhaven GmbH und die Werbegemeinschaft Schaufenster Fischereihafen bereits seit dem Jahr 2000 zu einem außergewöhnlichen Neujahrsauftakt ein. Berliner, Sekt und natürlich gute Wünsche gehören dazu. Und die Leher Salutbatterie – ein Zusammenschluss von sieben Männern, die Kanonen nach historischem Vorbild betreiben. Einer von ihnen ist Hans-Georg Ennen. Seit mehr als 40 Jahren widmet er sich einer Leidenschaft, die Geduld, großes Fachwissen und eine besondere Liebe zur Geschichte erfordert. „Man kann eine Kanone nicht einfach aus dem Schuppen holen und loslegen“, sagt Ennen. „Jeder Schuss ist das Ergebnis von Vorbereitung, Verantwortung und Respekt vor dem Handwerk.“

Salutschüsse heißen: Wir kommen in friedlicher Absicht

Der Brauch, das neue Jahr mit Kanonenschüssen zu begrüßen, hat tiefe historische Wurzeln. Laute Geräusche galten über Jahrhunderte hinweg als Schutz vor bösen Geistern und Unglück. Gleichzeitig spielten militärische und maritime Traditionen eine Rolle. Schiffe und Festungen gaben Salutschüsse ab, um hohen Gästen Respekt zu erweisen oder zu signalisieren: Wir kommen in friedlicher Absicht. In Hafenstädten markierten Kanonenschüsse auch wichtige Zeitpunkte, Machtwechsel oder Feiertage. Heute ist der Salut ein akustisches festliches Ehrenzeichen und streng reglementiert.

„Genau diese Verbindung aus Geschichte, Hafen, Tradition und Gemeinschaft macht unsere Veranstaltung besonders“, sagt Chiara Rogge, Veranstaltungsmanagerin der Erlebnis Bremerhaven für das Schaufenster Fischereihafen. „Unser Neujahrsauftakt passt zu Bremerhaven. Und dass wir dabei eine selten gewordene, aber und eindrucksvolle Tradition zeigen können, freut uns.“

Kanone aus hochfester Bronze

Die kleine Kanone von Hans-Georg Ennen, Kaliber 54 Millimeter und in einem Stück aus hochfester Bronze gegossen, ist eine Nachbildung aus dem 18. Jahrhundert. Allein das Rohr wiegt rund 75 Kilogramm und hat etwa 8.000 Euro gekostet. Die Kanone liegt auf einer Lafette nach preußischem Vorbild, mit Feldgeschützen wie diesen zogen Soldaten einst in den Krieg. Problemlos vier Kilometer weit fliegen würde eine Kanonenkugel, meint Ennen.

Heute dient das Geschütz ausschließlich repräsentativen Zwecken. Die Kanonen der Leher Salutbatterie wurden bei Besuchen von Kreuzfahrt- und großen Segelschiffen abgefeuert, bei den maritimen Tagen und sogar vom damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck zur Sail 2015 persönlich. „Wenn man sieht, wie interessiert die Menschen reagieren, weiß man, warum man sich diese Mühe macht“, sagt Ennen. „Nur sechs, sieben Mal im Jahr kommt die Kanone zum Einsatz“, sagt er. „Und jedes Mal ist der Aufwand enorm.“

Strenge Regeln für den Umgang mit Sprengstoff

Das Geschütz muss regelmäßig beim Beschussamt vorgestellt werden. Dort wird die Sicherheit geprüft und mit Überdruck geschossen. Ist alles in Ordnung, schlägt der Prüfer sein Wappen in die Bronze. Und wer mit Schwarzpulver arbeitet, benötigt einen Sprengstofferlaubnisschein, muss einen Lehrgang besuchen und ein entsprechendes Zeugnis ausgestellt bekommen. „Ansonsten ist der Umgang mit Sprengstoffen in Deutschland streng verboten“, betont Ennen, der früher die Waffenkammer der Polizei in Bremerhaven geleitet hat.

Für jeden Schuss wird das Rohr mit einem Ladelöffel mit 125 Gramm Schwarzpulver gefüllt, anschließend mit dem Ladestock verdichtet. Rund zwei Minuten dauert allein das Nachladen. „Es qualmt ordentlich“, sagt Ennen schmunzelnd. „Viele sagen, es stinkt. Ich finde, es riecht wunderbar.“

Für die einen ist der Kanonendonner nur laut, für die anderen ist es Musik in den Ohren. Und genau dazwischen liegt diese besondere Spannung, wenn sich alle Blicke auf die Kanonen richten. Beim „Prosit Neujahr“ im Schaufenster Fischereihafen werden drei Kanonen eingesetzt. Sie geben nacheinander jeweils zwei Schüsse ab, den letzten dann gemeinsam. Insgesamt begrüßen neun Salutschüsse das neue Jahr 2026.



„Prosit Neujahr“ – eine Bremerhavener Tradition für sich



Seit inzwischen 26 Jahren wird im Schaufenster Fischereihafen, einem der attraktivsten maritimen Ausflugsorte an der Nordseeküste rund um Fisch und Genuss, immer am ersten Januar-Wochenende das neue Jahr begrüßt. Um 11 Uhr beginnt der öffentliche Empfang auf dem Marktplatz am Hafen. Dann werden Berliner verteilt, Sekt ausgeschenkt und gute Wünsche ausgetauscht. Passend zum Jahr 2026 gibt es 2026 Berliner und ebenso viele Gläser Sekt. Jedes Jahr wächst die Zahl um eins, eine kleine Tradition für sich.

Der Höhepunkt folgt um 12 Uhr, wenn die Kanoniere der Leher Salutbatterie ihren dreifachen Neujahrssalut abfeuern. Danach werden die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar mit ihren Sternsingern erwartet. Die Restaurants im Schaufenster Fischereihafen öffnen ab 11 Uhr und laden zum Verweilen ein. Parallel findet im Gewerbegebiet Bohmsiel Bremerhavens erster verkaufsoffener Sonntag des Jahres statt. Von 13 bis 18 Uhr dürfen die Geschäfte zum Neujahrs-Shoppen öffnen.

Wenn Kritik nicht erwünscht ist – Wie Facebook‑Seiten mit unbequemen Stimmen umgehen

Während private Facebook‑Seiten weitgehend frei entscheiden können, welche Kommentare sie zulassen, gelten für öffentliche, journalistische oder institutionelle Seiten höhere Erwartungen. Wer sich als Medium, Informationsquelle oder offizieller Akteur präsentiert, übernimmt eine besondere Rolle im öffentlichen Diskurs.

1. Öffentlich heißt: höhere Verantwortung

Eine Seite, die Nachrichten verbreitet, Behördeninformationen teilt oder sich als journalistisches Angebot versteht, hat eine demokratische und gesellschaftliche Verantwortung:

  • Transparenz
  • Dialogbereitschaft
  • Korrekturfähigkeit
  • offene Debattenkultur

Wenn solche Seiten Kritik systematisch löschen, wirkt das schnell wie ein Versuch, das eigene Bild zu kontrollieren – und nicht wie seriöse Kommunikation.

2. Rechtlich erlaubt – aber moralisch fragwürdig

Auch öffentliche Seiten dürfen Kommentare löschen, solange sie nicht staatlich betrieben sind. Aber: Je offizieller oder journalistischer eine Seite auftritt, desto problematischer wird es, wenn Kritik verschwindet.

Denn dann entsteht der Eindruck:

  • dass unbequeme Fragen unterdrückt werden
  • dass Fehler nicht diskutiert werden sollen
  • dass die Seite nur Zustimmung sichtbar lassen möchte

Das beschädigt Vertrauen – und zwar nachhaltig.

3. Ist das Zensur?

Juristisch: Nein, denn Zensur ist staatlich. Gesellschaftlich: Es fühlt sich für viele wie Zensur an, wenn ein Medium oder eine öffentliche Institution kritische Stimmen entfernt.

Der entscheidende Punkt ist die Wirkung:

  • Wenn ein Medium Kommentare löscht, beeinflusst es die Wahrnehmung seiner Inhalte.
  • Wenn eine Behörde Kommentare löscht, wirkt es wie Einschränkung demokratischer Teilhabe.
  • Wenn eine journalistische Seite Kritik ignoriert, widerspricht das ihrem eigenen Anspruch.

4. Der Unterschied zwischen Moderation und Manipulation

Moderation ist notwendig: Hassrede, Beleidigungen, Rassismus – klar, das muss weg.

Manipulation beginnt dort, wo:

  • sachliche Kritik gelöscht wird
  • Nachfragen unbeantwortet bleiben
  • unbequeme Fakten ausgeblendet werden
  • nur positive Kommentare stehen bleiben

Dann wird die Kommentarspalte nicht moderiert, sondern kuratiert, um ein bestimmtes Bild zu erzeugen.

5. Warum offene Kritik wichtig ist

Gerade öffentliche Seiten leben von Glaubwürdigkeit. Und Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch perfekte Fassaden, sondern durch:

  • Fehler eingestehen
  • Kritik zulassen
  • Diskussionen führen
  • Transparenz zeigen

Wer Kritik löscht, zeigt vor allem eines: Unsicherheit.

Heute

schreibe einen nachrtichtenartikel zum theman „wenn kritik nicht erwünscht ist“. es darum das eine facebookseite, unbequme und kritische kommentare auf ihren kanälen löscht und nicht beantwortet. wie sieht es da mit verantwortung und zensur aus?

Hier ist ein sauber formulierter, journalistisch klingender Nachrichtenartikel, der das Thema sachlich, kritisch und dennoch ausgewogen beleuchtet — ohne auf eine konkrete Seite einzugehen:

Wenn Kritik nicht erwünscht ist – Wie Facebook‑Seiten mit unbequemen Stimmen umgehen

In sozialen Netzwerken sollen Diskussionen lebendig, offen und vielfältig sein. Doch immer häufiger berichten Nutzerinnen und Nutzer, dass kritische oder unbequeme Kommentare auf bestimmten Facebook‑Seiten gelöscht, ausgeblendet oder gar nicht erst beantwortet werden. Was bedeutet das für die Verantwortung der Seitenbetreiber – und wo beginnt der Vorwurf der Zensur?

Gelöschte Kommentare – ein wachsendes Problem

Mehrere Nutzer schildern, dass ihre sachlich formulierten Hinweise, Nachfragen oder kritischen Anmerkungen plötzlich verschwunden seien. Statt einer Antwort oder einer inhaltlichen Auseinandersetzung bleibe oft nur Stille. Für viele entsteht dadurch der Eindruck, dass Kritik nicht erwünscht ist – und dass Betreiber ihre Kanäle lieber als Einbahnstraße nutzen.

Kommunikationswissenschaftler sehen darin ein bekanntes Muster: „Viele Seiten wollen die Vorteile sozialer Medien nutzen, aber nicht die Verantwortung, die damit einhergeht“, sagt eine Medienexpertin. „Wer öffentlich kommuniziert, muss auch mit Widerspruch rechnen.“

Rechtlich erlaubt – aber gesellschaftlich fragwürdig

Wichtig ist: Das Löschen von Kommentaren auf einer privaten Facebook‑Seite ist rechtlich nicht verboten. Betreiber dürfen ihre Kommentarspalten moderieren, Regeln festlegen und Beiträge entfernen, die sie für unpassend halten.

Doch die Frage ist weniger juristisch als gesellschaftlich: Welche Verantwortung tragen Seiten, die sich als Informationsquelle, Community‑Plattform oder journalistisches Angebot verstehen?

Wer sich öffentlich als Stimme einer Region, eines Vereins oder eines Unternehmens präsentiert, übernimmt automatisch eine Rolle im öffentlichen Diskurs. Dazu gehört auch, Kritik auszuhalten – und sie nicht reflexhaft zu entfernen.

Zensur? Ein schwieriger Begriff

Der Begriff „Zensur“ wird in solchen Fällen schnell verwendet, ist aber streng genommen staatlich definiert. Wenn private Betreiber Kommentare löschen, handelt es sich nicht um staatliche Zensur – aber durchaus um inhaltliche Kontrolle, die das Meinungsbild verzerren kann.

Problematisch wird es vor allem dann, wenn:

  • kritische, aber sachliche Beiträge systematisch entfernt werden
  • Nachfragen zu Fehlern oder Widersprüchen unbeantwortet bleiben
  • nur positive oder unkritische Stimmen sichtbar bleiben
  • die Seite sich gleichzeitig als „offen“, „dialogbereit“ oder „journalistisch“ präsentiert

Dann entsteht ein Schein von Transparenz, der mit der tatsächlichen Kommunikationspraxis nicht übereinstimmt.

Vertrauen entsteht durch Dialog – nicht durch Löschungen

Studien zeigen: Nutzer verlieren schneller das Vertrauen in eine Seite, wenn Kritik ignoriert wird, als wenn Fehler offen eingeräumt und diskutiert werden. Transparenz, Dialogbereitschaft und der respektvolle Umgang mit unterschiedlichen Meinungen sind zentrale Bausteine digitaler Glaubwürdigkeit.

Wer hingegen kritische Stimmen systematisch ausblendet, riskiert:

  • den Verlust von Vertrauen
  • den Eindruck von Einseitigkeit
  • den Vorwurf, Diskussionen zu manipulieren
  • eine wachsende Distanz zur eigenen Community

Fazit

Das Löschen unbequemer Kommentare mag kurzfristig Ruhe bringen – langfristig schadet es jedoch der Glaubwürdigkeit. Seitenbetreiber, die Verantwortung ernst nehmen, setzen auf Moderation statt auf Ausblendung, auf Dialog statt auf Schweigen.

Denn soziale Medien leben von Vielfalt. Und Vielfalt beginnt dort, wo Kritik nicht als Störung, sondern als Teil einer lebendigen Öffentlichkeit verstanden wird.

„Passage-Zauber“ begeistert in Bremerhaven – Starke Spendenbilanz

Interior of a movie theater with a large blank screen and an audience seated in red chairs, mostly older adults.
Erlebnis Bremerhaven möchte kostenloses Weihnachtskino 2026 wiederholen
Foto: Erlebnis Bremerhaven

Mit dem Filmklassiker „Ist das Leben nicht schön?“ ist der „Passage-Zauber“ in der Bremerhavener Innenstadt erfolgreich zu Ende gegangen. Die Bilanz des kostenlosen Weihnachtskinos fällt rundum positiv aus: An vier Abenden öffnete das Passage-Kino seine Türen, drei Vorstellungen waren ausverkauft, am letzten Termin mussten sogar rund 50 Filmfans abgewiesen werden, weil kein Platz mehr frei war. Insgesamt nutzten rund 500 Besucherinnen und Besucher das Angebot in der Adventszeit.

Ins Leben gerufen wurde der „Passage-Zauber“ von der Erlebnis Bremerhaven GmbH gemeinsam mit dem Kulturamt. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Unterstützung des Kinobetreibers, der die Räumlichkeiten für eine symbolische Miete von einem Euro zur Verfügung stellte. „Ein großer Erfolg“, freut sich Laura Schumacher aus dem Stadtmarketing der Erlebnis Bremerhaven. „Wir haben mit dem Programm ganz offensichtlich den Geschmack der Bremerhavenerinnen und Bremerhavener getroffen und denken bereits daran, die Aktion im Jahr 2026 zu wiederholen.“

Neben der großen Resonanz auf die Filme überzeugt auch die Spendensammlung. Für die Aktion „Hilfe für Mitbürger“ kamen fast 1.700 Euro zusammen. Die Initiative „Bremerhaven hilft“, die Menschen im Leher Stadtpark mit warmen Mahlzeiten versorgt, konnte durch den Verkauf von Popcorn und Getränken zusätzlich fast 900 Euro einnehmen. „Das ist ein starkes Zeichen der Solidarität“, zieht Benthe Stolz, Leiterin des Stadtmarketings bei der Erlebnis Bremerhaven, eine erste positive Bilanz.

Der „BürgerZauber“ im Columbus-Center geht derweil noch weiter: Im Pop-up-Store läuft noch bis Sonnabend, 20. Dezember, kostenlos ein Kinder- und Familienprogramm mit Weihnachtsliedern und Kinderkino. Zum Abschluss spielt am Sonnabend um 14.30 Uhr die Big Band Bremerhaven; dabei werden Spenden für die Initiative „Sonnenblume“ gesammelt.

Mit „Passage-Zauber“ und „BürgerZauber“ ist in der Bremerhavener Innenstadt ein neues Kulturformat im Advent entstanden, das Gemeinschaft schafft und Leerstand kreativ nutzt. Der Weihnachtsmarkt in der Bremerhavener Innenstadt ist noch bis zum 30. Dezember geöffnet.

Marathon erscheint im März 2026 – Open Preview angekündigt

Bungie, das Entwicklerstudio von Halo und Destiny, hat in einem neuen Video Einblicke zum PvPvE-Survival-Extraction-FPS Marathon vorgestellt. In Marathon erkunden und plündern Spieler als biokybernetische Runner eine verschollene Kolonie auf Tau Ceti IV und müssen dabei gegen feindliche Sicherheitskräfte, rivalisierende Runner und unberechenbare Gefahren ums Überleben kämpfen. 

Vorgestellt wurden unter anderem folgende Updates: 

  • Proximity-Chat
  • Warteschlange für Solo-Runner
  • Rook – eine Hülle mit begrenzter Ausrüstung, die zum Einstieg in bereits laufende Matches verwendet wird
  • Das Survival-Erlebnis, die Immersion und die Bedrohung der Spielwelt wurden optimiert
  • Verbesserte visuelle Qualität und aktualisierte UI

Auf der Website von Bungie wurden außerdem die Veröffentlichungspläne zu Marathon vorgestellt. Marathon erscheint im März 2026 für PlayStation 5, PC via Steam und Xbox Series X|S mit vollständigem Cross Play und Cross Save für 39,99 € (UVP)*. 

Magistrat beschließt „Elterngeld“ für Pflegeeltern in Bremerhaven

A man wearing glasses and a gray blazer stands in front of a building with a blue entrance labeled 'Stadtverwaltung.' The background features brick walls and a staircase visible through the entrance.
Sozialdezernent Martin Günthner freut sich über die zusätzliche Unterstützung für Pflegeeltern in Bremerhaven.
©Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Der Magistrat der Stadt Bremerhaven hat in seiner Sitzung am Mittwoch, dem 10. Dezember 2025, beschlossen, Pflegeeltern eine besondere Wertschätzung aus kommunalen Mitteln zukommen zu lassen: Sie erhalten eine elterngeldähnliche Sonderleistung in Höhe von 350 Euro im Monat.

„Wir planen, das noch im 1. Quartal 2026 umzusetzen. Pflegeeltern leisten einen ganz wichtigen Beitrag dabei, Kindern in Notsituationen ein sicheres, geschütztes Zuhause zu geben, in dem sie gesund und behütet aufwachsen können. Dieses Engagement verdient mehr Wertschätzung“, erklärt Stadtrat Martin Günthner, Dezernent für Soziales, Arbeit, Jugend, Familie und Frauen die Entscheidung.

Die Einführung des Elterngeldes für Pflegeeltern ist Teil des Konzeptes zur Stärkung und Gewinnung von Pflegeeltern, das vom Jugendamt Anfang des Jahres 2025 erarbeitet worden ist. Die Finanzierung aus kommunalen Mitteln erfolgt, weil der Bund keine ausreichende finanzielle Unterstützung für Pflegeeltern vorsieht. Zwar haben Pflegeeltern Anspruch auf Elternzeit, jedoch nicht auf die gesetzlichen Elterngeldregelungen. Stattdessen erhalten Pflegeeltern eine monatliche Pauschale in Höhe von lediglich 430 Euro für die Kosten der Erziehung ihres Pflegekindes.

„Pflegeeltern sind das Fundament unserer Jugendhilfe. Es ist jedoch ein unhaltbarer Zustand, dass das Bundesrecht sie in einer der anspruchsvollsten Phasen, der Betreuung von Kleinkindern, finanziell im Stich lässt“, so Günthner. „Dies führt zu erheblichen Einkommenseinbußen, wenn eine Pflegeperson gezwungen ist, ihre Erwerbstätigkeit zur Betreuung eines Kindes unter drei Jahren vollständig zu unterbrechen. Dieses Ungleichgewicht erschwert massiv die Gewinnung neuer Pflegefamilien.“

Angesichts der Dringlichkeit, die Versorgungslage zu verbessern und zu verhindern, dass Kinder unnötig lange in kostenintensiven, stationären Einrichtungen verbleiben müssen, lehne der Magistrat es ab, auf eine Gesetzesänderung auf Bundesebene zu warten. „Die Verwaltung wird die notwendigen Schritte einleiten, um die monatliche Sonderleistung noch in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 anspruchsberechtigten Pflegefamilien zukommen zu lassen“, so Stadtrat Günthner weiter.

Auch für die Stadt sei das eine lohnende Investition. „Die Unterbringung von Kleinkindern in Pflegefamilien ist – neben der pädagogischen Komponente – auch deutlich günstiger als eine Unterbringung in einer stationären Einrichtung“, erklärt Günthner. So generiere die Vermeidung von nur zwei stationären Unterbringungen pro Jahr Einsparungen, die die gesamten jährlichen Kosten der neuen elterngeldähnlichen Sonderleistung deckten. „Damit ist die Maßnahme nicht nur sozial dringend geboten, sondern dient auch der nachhaltigen Stabilisierung und Entlastung des kommunalen Jugendhilfehaushalts“, so der Stadtrat.

Die Sonderleistung von monatlich 350 Euro ist als freiwillige Leistung der Stadtgemeinde Bremerhaven konzipiert und dient der gezielten Entlastung in der intensiven Frühphase der Aufnahme eines Pflegekindes unter drei Jahren. Die Pauschale wird der hauptbetreuenden Pflegeperson und für eine maximale Dauer von 36 Monaten ab der Aufnahme eines Pflegekindes gewährt. Anspruch auf die Sonderleistung haben Pflegeeltern, die Elternzeit beantragt haben und dafür befristet, vollständig und unbezahlt von ihrer Erwerbstätigkeit freigestellt sind und dies nachweisen können. „Die Leistung ist explizit als Übergangslösung gedacht und entfällt automatisch, sobald eine entsprechende gesetzliche Regelung auf Bundes- oder Landesebene in Kraft tritt“, erklärt Günthner abschließend.

Neue Infotafel erinnert an die „Thomas-Katastrophe“ vor 150 Jahren

Am Originalschauplatz der „Thomas-Katastrophe“ informiert ab sofort eine neue Tafel über das schreckliche Unglück, das sich am 11. Dezember 1875 an der Kaje in Bremerhaven ereignete. Bei der gewaltigen Detonation am Vorhafen zum Neuen Hafen kamen 83 Menschen ums Leben, annähernd 200 wurden verletzt. Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, und Dr. Kai Kähler, Leiter des Historischen Museums, haben das Schild gemeinsam angebracht und dabei über das historische Ereignis gesprochen.

„Dieses Unglück hat Bremerhaven tief geprägt – die neue Tafel macht die Geschichte am Ort des Geschehens wieder sichtbar“, betont Gerber. Kähler ergänzt: „Obwohl sich die Thomas-Katastrophe vor 150 Jahren ereignete, ist sie noch in Erinnerung, in Übersee mitunter stärker als hier vor Ort. Das liegt an den erschreckend hohen Opferzahlen. Das liegt aber auch an der auch heute noch unvorstellbaren Kaltblütigkeit und Heimtücke des geplanten Versicherungsbetruges durch William King Thomas alias Alexander Keith.“

Der Plan des Täters, den Dampfer „Mosel“ auf dem Atlantik zu versenken, um eine Versicherungssumme zu kassieren, hätte noch weit mehr Menschen das Leben gekostet. „Dass seine Bombe beim Verladen hier vom Haken fiel und explodierte, rettete, so tragisch es ist, anderen das Leben“, so Kähler. Die Bekanntheit der Tat hängt auch an dem schillernden kriminellen Leben von Alexander Keith, das Stoff für vielerlei True-Crime-Geschichten gab.

Sonderausstellung im Historischen Museum

Das Historische Museum Bremerhaven widmet einem der  schwärzesten Tage der Stadtgeschichte derzeit eine Sonderausstellung, die noch bis Anfang Februar zu sehen ist. Sie zeigt originale Dokumente und Objekte, darunter Berichte, Briefe und Fotografien, die die Ermittlungsarbeit jener Zeit veranschaulichen.

Am Jahrestag, dem 11. Dezember, liest um 18 Uhr Autorin Silke Böschen im Museum aus ihrem historischen Roman, in dem sie die Ereignisse literarisch aufgreift.

Explosion ist Thema bei Stadtführungen

Auch Bremerhavens Gästeführer erinnern an die Katastrophe: Im Rahmen der Führung „Seemannsgarn, Legenden und Meer“ erzählen sie jeden Freitag im Dezember ab 17 Uhr auf einem Rundgang um den Alten und Neuen Hafen von ungewöhnlichen, tragischen und geheimnisvollen Geschichten – darunter auch die der „Thomas-Katastrophe“. www.Bremerhaven.de/seemannsgarn Das Attentat gehört auch zu den Themen der Führung „Kaum zu glauben“, die nach einer kurzen Winterpause ab Januar wieder 13 unglaubliche Bremerhavener Geschichten aufgreift. www.bremerhaven.de/kaumzuglauben

Schiffsglocke im Deutschen Schifffahrtsmuseum

Auf der Internetseite www.logbuch-bremerhaven.de  – dem Tourismus-Blog der Erlebnis Bremerhaven GmbH – beschreibt Autor Marco Butzkus (ab Donnerstag 11.Dezember) die Tat als ein skrupelloses und von schier unendlicher krimineller Energie getriebenes Ereignis, das letztlich in einer tragischen Chronologie des Versagens mündete. An die Explosion vom 11. Dezember 1875 erinnern heute zudem das Denkmal auf dem Wulsdorfer Friedhof, die Schiffsglocke der „Mosel“ im Deutschen Schifffahrtsmuseum – und nun die neue Tafel an der Seebäderkaje.

Foto: Helmut Gross_Erlebnis Bremerhaven

Nikolaus-Gewinnspiel: Gewinnt Karten für „Classic Rock Night“ Wiesmoor

Rockiger kann der Nikolaus kaum kommen! Radio Bremerhaven verlost in Kooperation mit meinlieblingsevent.de  2 x 2 Tickets für ein echtes Sommer-Highlight: die Classic Rock Night Vol. 1 am 20.06.2026 auf der Freilichtbühne Wiesmoor!

Freut euch auf einen Abend voller legendärer Gitarrenriffs, großer Rock-Hymnen und internationalem Rock-Flair mit Suzi Quatro, The Sweet und Black Jack.

Einlass ist ab 16:30 Uhr, Start um 18:00 Uhr – perfekte Bedingungen für einen unvergesslichen Open-Air-Abend!

📍 Freilichtbühne Wiesmoor
Freilichtbühnenstraße 64, 26639 Wiesmoor

Jetzt mitmachen, Daumen drücken und mit etwas Glück live dabei sein, wenn Rockgeschichte auf die Bühne gebracht wird! 🤘🔥🎶

Wer gewinnen möchte, füllt bitte unser Gewinnformular aus:

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Vielen Dank für deine Antwort. ✨

Das Gewinnspiel läuft bis zum 3. Advent um 13 Uhr. Die Gewinner werden per Zufall ausgelost und werden per Email informiert.

Weitere Infos und Tickets: https://meinlieblingsevent.de/events/classic-rock-night

Bremerhaven: Polizei stellt Diebesgut sicher und sucht Eigentümer

Einer aufmerksamen Polizeistreife fielen bereits am Mittwochmittag, 26. November, in Bremerhaven-Lehe zwei Männer auf. Diese hatten eine auffallend rote Reisetasche dabei und versuchten diese offensichtlich vor der vorbeifahrenden Streife zu verstecken. Das kam der Streife verdächtig vor, so dass sie die Männer an der Ecke Rickmersstraße/Jahnstraße kontrollierte.

Bei der Kontrolle stellten die Beamten in der prall gefüllten Tasche diverse Uhren und weiteren Schmuck fest. Einige der Schmuckstücke waren bereits zur Fahndung ausgeschrieben.

Die beiden rumänischen Staatsbürger, 43 und 26 Jahre alt, konnten die Herkunft der Gegenstände nicht erklären.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich dabei insgesamt um Diebesgut handelt und stellte die Tasche samt Inhalt sicher. Nun ermittelt sie die Hintergründe und sucht die Eigentümer der Schmuckstücke.

Wer seinen Schmuck wiedererkennt, oder andere sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0471/953-4444 bei der Polizei zu melden.

Kulturgutschutz im Notfall: Crowdfunding für den Notfallverbund Bremerhaven

A red shipping container featuring the text 'Seestadt Bremerhaven Zivil- und Katastrophenschutz,' with various city landmarks illustrated along the bottom.
Der Notfallcontainer Kulturschutzgut dient als wertvolle Ergänzung für den Zivil- und Katastrophenschutz.
©Stadtarchiv / Dr. Julia Kahleyß

Kulturgut bildet einen wichtigen Teil unserer Bremerhavener Identität.

Doch was tun, wenn es im Archiv, Museum oder in der Kirche brennt? Die Feuerwehr kommt und löscht, doch danach bleibt meist durchnässtes oder beschädigtes Kulturgut zurück. Die Erfahrungen aus dem Elbhochwasser im August 2002, dem Brand der Herzogin Anna Amalia-Bibliothek in Weimar am 2. September 2004 und dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln am 3. März 2009 führen deshalb in ganz Deutschland seit Jahren zur Gründung von Notfallverbünden der Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen, die sich im Not- und Katastrophenfall gegenseitig bei der Bergung von Kulturgütern unterstützen und auch im Vorfeld bei Maßnahmen der Bestandserhaltung zusammenarbeiten.

Auch in Bremerhaven gibt es einen Notfallverbund der Bremerhavener Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen, der aber nicht über ausreichend Mittel verfügt, um den Abrollcontainer Kulturgutschutz mit Verpackungs- und Reinigungsmaterial auszustatten und regelmäßige Übungen abzuhalten. Der Verbund startet deswegen eine gemeinsame Crowd-Funding-Aktion, um auf diese Weise praktischen Kulturgutschutz zu leisten und präventiv zu arbeiten.

Kulturdezernent Prof. Dr. Hauke Hilz betont: „Leider steht die Arbeit von Einrichtungen, die sich um Archivgut kümmern, nicht immer derart im öffentlichen Fokus, wie sie es verdient hätte. Dabei ist die Erhaltung des Bestands von Archivgut eine staatliche Pflichtaufgabe, die bei uns das Stadtarchiv erledigt. Was sehr technisch klingt, ist allerdings viel mehr: Die Archive und Museen in Bremerhaven beherbergen das historische Gedächtnis der Stadt und haben somit eine Aufgabe, die elementar für Bremerhavens Identität ist. Ich freue mich daher sehr, dass sich die Bremerhavener Einrichtungen unter der Koordination des Stadtarchivs und des AWI-Archivs in einem Notfallverbund zusammengeschlossen haben, um für den hoffentlich nie eintretenden Katastrophenfall gerüstet zu sein. Die Idee des Crowdfundings, um die begrenzt zur Verfügung stehenden Mittel aufzustocken, finde ich äußerst innovativ. So können Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen zweckgebunden die Institutionen schützen, die sich um den Kultur-, Archiv- und Sakralgutschutz in Bremerhaven kümmern.“

Der Notfallverbund wurde 2023 gegründet, koordiniert wird er vom Stadtarchiv Bremerhaven und dem Archiv für deutsche Polarforschung (AWI). Im Notfall kommen die Fachkräfte von 13 verschiedenen Bremerhavener Einrichtungen zur Hilfe und säubern und verpacken die Dokumente oder Gegenstände und sorgen so für eine wirkungsvolle Erste Hilfe für Kulturgut. Dazu wird Verpackungs- und Reinigungsmaterial benötigt, das in einem Abrollcontainer Kulturgutschutz bei der Feuerwehr Bremerhaven gelagert und von dieser zum Einsatzort gebracht wird. Für die beteiligten Fachkräfte müssen regelmäßige Übungen organisiert werden, damit alle auf dem neuesten Stand sind und im Notfall Hand in Hand arbeiten können. Zweckgebundene Spenden können auf folgendes bei der Stadtkasse Bremerhaven eingerichtete Verwahrkonto eingezahlt werden:

Kontoverbindung:
Konto der Stadtgemeinde Bremerhaven
IBAN: DE 98 2925 0000 0001 1000 09
BIC: BRLADE21BRS
Kassenzeichen 25 1111 1946569
Stichwort: Spende Notfallverbund

Spendenbescheinigungen können für Spenden ab 300 Euro unter Angabe des vollständigen Namens und der Adresse beim Stadtarchiv Bremerhaven, Hinrich-Schmalfeldt-Str. 30, 27576 Bremerhaven,  stadtarchiv@magistrat.bremerhaven.de beantragt werden.

Rassismus-Debatte: Heiße Schokolade und der Name Lumumba

Auf dem Bremerhavener Weihnachtsmarkt soll heiße Schokolade mit Alkohol künftig nicht mehr unter dem Namen „Lumumba“ angeboten werden. Die Erlebnis Bremerhaven GmbH hat die Standbetreiber gebeten, die Bezeichnung aus Respekt vor Kritikern zu ändern. Anlass ist die Debatte, dass die Benennung nach dem kongolesischen Freiheitskämpfer Patrice Lumumba, der 1961 ermordet wurde, als rassistisch empfunden werden kann.

Geschäftsführer Michael Gerber betont, man verurteile jede Form von Rassismus und habe die Schausteller über die Problematik informiert. Eine verbindliche Vorschrift gebe es nicht; viele Anbieter würden bereits „Kakao mit Schuss“ verkaufen. Als alternative Bezeichnungen nennt die Organisation auch „Heiße Schokolade mit Rum“ oder regional gebräuchlich „Tote Tante“.

Die Diskussion um den Namen ist nicht neu und wird während der Weihnachtsmärkte in Deutschland immer wieder geführt. Wann und wie die Bezeichnung entstand, ist nicht eindeutig geklärt; Meinungen reichen von historischen Traditionen bis zu politischer Solidarität. Erlebnis Bremerhaven sieht die Reaktion auf die Kritik als Ausdruck einer respektvollen gesellschaftlichen Entwicklung.