Maritime Tage: 330.000 Besucher

Bild: Hannes Volkmar

Alles anders, aber genauso gut: Die Maritimen Tage in Bremerhaven haben trotz Hitze und kleinerer Veranstaltungsfläche rund 330.000 Menschen an den Neuen Hafen, den Deich und die Weser gelockt. „Wir haben ein fröhliches und friedliches Fest erlebt, wie wir es in der Stadt kennen“, fasst Bürgermeister Torsten Neuhoff die „fünf tollen Tage“ zusammen. Zum Stadtjubiläum 2027 soll eine „Lütte Sail“ gefeiert werden.

Und so sind die Maritimen Tage vom 12. bis 16. August verlaufen:

Die Schiffe Mehr als 40 Schiffe unter Segel, Motorkraft oder Dampf waren von Mittwoch bis Sonntag die Hingucker im Neuen Hafen. Besonders faszinierten die gerade frisch aus der Werft gekommene „Alexander von Humboldt 2“ sowie die spanischen Traditionsschiffe mit dem Weltumsegler-Nachbau „Nao Victoria“ und dem ehemaligen Frachtsegler „Pascual Flores“, das Feuerschiff „Elbe 1“ und die „Schulschiff Deutschland“. Kritik, im Hafen seien zu wenige Schiffe, weist Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, zurück. „Leider haben drei große Schiffe ihre Teilnahme kurz vor der Veranstaltung abgesagt, weil sie in die Werft müssen. Aber die Kajen, die wir nutzen können, haben wir voll belegt.“ Sieben Schiffe waren regelmäßig zu Fahrten auf der Weser unterwegs – zu den Törns der Großsegler „Gulden Leeuw“, „Wylde Swan“ und „Großherzogin Elisabeth“ kamen Fahrten mit Plattbodenschiffen, Kutter und Speedboot – etwa 3000 Passagiere sind mitgefahren. Da sind die Passagiere der „Dicke-Pötte-Tour“ und der Hafenrundfahrt noch nicht einmal mit eingerechnet. Die marode Grube-Kaje und der gesperrte Verbindungskanal sind der Grund, weniger Platz für Schiffe zu haben. Die sonst eher seltene Möglichkeit, sich an Bord eines Arbeitsschiffes wie der „Franzius Plate“ oder eines Traditionsseglers umzusehen und mit den Besatzungen ins Gespräch zu kommen, zeichnen die Maritimen Tage aus. So wurden rund 20.000 „Sehleute“ in den fünf Tagen beim Open Ship gezählt. Vor den beiden Großseglern bildeten sich immer wieder längere Warteschlangen, um an Bord gehen zu können.

Wie die Besucher das veränderte Konzept der Maritimen Tage annehmen „war für uns ein wenig der Blick in die Glaskugel“, sagt Gerber. Dass trotz der Hitze -insbesondere am Freitag – gut 330.000 Menschen ums Hafenbecken bummelten oder an der Wasserkante unterwegs waren, wertet er als großen Erfolg. Die Besucherströme entlang der Wasserkante wurden anhand anonymer Signale von Mobiltelefonen erfasst, das System war erstmals zur SAIL vor einem Jahr eingesetzt worden. Eine geringe Ungenauigkeit bleibt, weil nur Personen gezählt werden, die ein Handy dabeihaben. Im Durchschnitt blieb jeder Besucher knapp zwei Stunden.

Zu den notwendig gewordenen Änderungen des Veranstaltungsendes bereits um 22 Uhr gab es auch Diskussionen, sagt Gerber. Dieser Punkt war ein wichtiger Bestandteil der kurzfristig notwendig gewordenen Anpassung des Sicherheitskonzepts, ohne das die Maritimen Tage nicht genehmigt worden wären. „Es war ein guter Kompromiss“, Schausteller und Gäste hätten sich darauf eingestellt. Gerber kündigt an, dass es nach Abschluss der Maritimen Tage – wie immer – eine Nachbesprechung mit den Sicherheitsbehörden geben wird. Die jetzt gesammelten Erfahrungen mit den neuen Rahmenbedingungen werden maßgeblich sein bei der Beurteilung, unter welchen Voraussetzungen im kommenden Jahr eine Verlängerung der Öffnungszeiten möglich ist.

Der Mittwoch hat am letzten Tag der Sommerferien einen sehr guten Start hingelegt mit 85.000 Besuchern. Am Donnerstag und Freitag machte sich die Hitze bemerkbar, aber an beiden Tagen kamen trotzdem noch jeweils mehrere zehntausend Besucher an den Hafen. „Am Freitag hat der sehr gut besuchte Abend den schwachen Tag noch gerettet“, sagt Gerber. Das Wochenende mit „echtem norddeutschen Sommerwetter“ habe dann den erhofften Schub beschert mit mehr als 100.000 Besuchern am Sonnabend, für den heutigen Sonntag kalkulieren wir zurückhaltend mit 70.000 Gästen. Insgesamt 290.000 Besucher wurden bis Sonntagmittag gezählt.

Das Wochenende hat die Bilanz der Schausteller gerettet, nachdem die Umsätze in der Hitze vom Freitag weit hinter den Erwartungen geblieben waren. Durch die Sperrungen und Umleitung konnte nur eine wesentlich kleinere Veranstaltungsfläche genutzt werden. „Die Maritimen Tage 2026 waren kompakter“, sagt Gerber. Die erforderlich gewordene räumliche Konzentration rund um den Neuen Hafen sei gerade von Schaustellern, aber auch vielen Besuchern gelobt worden: das Gelände sei nicht mehr so weitläufig.

Der Umzug des Freibeuterdorfes an den Kaiserhafen wurde von vielen Besuchern positiv aufgenommen, das Deutsche Schifffahrtsmuseum hat mit freiem Eintritt, längeren Öffnungszeiten und einem besonderen Programm eine kreative Antwort gefunden, die belohnt wurde: Fast 4000 Besucher wurden bis Sonntagmittag im Museum und auf der Wissenschaftsmeile gezählt. Auch das Street-Food-Festival war wieder ein Garant.

Die Stimmung der Maritimen Tage 2026 war aus polizeilicher Sicht fröhlich und friedlich. Die Polizei hatte wenig zu beanstanden und musste nur selten eingreifen, berichtet Polizeioberrat Stefan Wiebe, Leiter der Abteilung Süd. Die Arbeit der Polizisten war „veranstaltungstypisch“– darunter ein Schwimmer im Neuen Hafen und eine Hand voll Diebstähle. Die Parkhäuser waren am Mittwoch und am Wochenende ab mittags voll, insgesamt war die Verkehrssituation aber zu keiner Zeit überlastet.

Die Sanitätsdienste vom Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe melden bis auf einen Fall keine besonderen Vorkommnisse. Donnerstag und Freitag wurden einige Patienten mit Kreislaufproblemen behandelt, ein Besucher ist am späten Freitag auf dem Wein-Deck gestürzt und wurde mit Verletzungen in eine Klinik gefahren. Die Rettungskräfte loben zwei Besucher, die Erste Hilfe leisteten.

Die Pontonbrücke hat die Bewährungsprobe nicht nur bestanden, sondern übererfüllt, sagt Gerber. Die Wegeführung hat hervorragend funktioniert, die Sicherheitskräfte mussten nur wenig einschreiten. Das Sicherheitsrisiko zu minimieren und eine Großveranstaltung zu organisieren, sei geglückt, sagt Bürgermeister Neuhoff. „Wir haben die Herausforderung gemeistert.“ Gerber: „Wir haben immer darüber gesprochen, welche Auswirkungen die gesperrten Brücken über dem Verbindungskanal auf die Großveranstaltung haben. Jetzt können wir sagen: viel weniger als befürchtet. Das Konzept ist aufgegangen.“

Die Maritimen Tage endeten jeden Abend um 22 Uhr. Deshalb luden mehrere Kneipen in der Alten Bürger am Freitag und Sonnabend mit Livemusik und DJs zu den „Harbor After Hours“ ein, auch das Neus-Festival für elektronische Musik zog dann dorthin um. „Es war ein überwältigender Erfolg, geradezu sensationell“ sagt Jens Rillke, Quartiersmeister für die Alte Bürger. „Das hatte Straßenfest-Charakter.“ Rillke schlägt vor, die Alte Bürger in den kommenden Jahren in das Konzept der Maritimen Tage einzubinden. Der Andrang war an beiden Abenden so groß, dass Bereitschaftspolizei die Straße gesperrt habe, berichtet Wiebe.

Die Maritimen Tage 2026 waren die Blaupause für die kommenden Jahre – so lange, bis der Verbindungskanal und die Grube-Kaje saniert sind. Neuhoff setzt darauf, dass der Senat am Dienstag den Weg freimacht für die ersten Arbeiten. „Für die touristische Zukunft Bremerhavens ist es wichtig, so schnell wie möglich beginnen zu können. Das sei nicht nur für die SAIL 2030 die Voraussetzung, sondern auch für die zentralen Attraktionen wie den Zoo am Meer, das Klimahaus, das Deutsche Auswandererhaus und auch das Deutsche Schifffahrtsmuseum existenziell, sagt Neuhoff. „Wir setzen alles daran, schnellstens mit den Arbeiten beginnen zu können und das muss auch das Land wollen. Alles andere wäre zum Schaden der Stadt.“

Neuhoff und Gerber kündigten an, allen Bremerhavenern und Besuchern der Stadt zum Stadtjubiläum 2027 eine „Lütte Sail“ zum Geschenk zu machen: Sie soll vom 11. bis 15. August 2027 stattfinden. Sie schränkten allerdings ein: „Wir müssen in den kommenden Wochen und Monaten die jetzt gemachten Erfahrungen auswerten und dann entscheiden, wie eine Lütte Sail 2027 aussehen kann. Jetzt geht es erst einmal ans Aufräumen. „Mein Dank gilt der hervorragenden Arbeit des Teams und allen Helferinnen und Helfern aus der Stadt und der Region, ohne die dieses wunderbare Fest nicht möglich gewesen wäre“, so Michael Gerber abschließend.

Quelle: Erlebnis Bremerhaven

Start der Spendenaktion zum Einheitsbuddeln 2026 – Erlös für Reinkenheider Forst

Ab sofort kann für die Aktion „Einheitsbuddeln 2026“ auch gespendet werden. Der hinter der Mitmachaktion stehende gemeinnützige Verein „Einheitsbuddeln“ hat auf der Spendenplattform betterplace.org die Seite für das Crowdfunding freigeschaltet. Schirmherr der Pflanzaktion ist der Präsident des Bremer Senats, Bürgermeister Andreas Bovenschulte, in seiner Funktion als Bundesratspräsident. Der Erlös der diesjährigen Aktion fließt vollständig nach Bremerhaven: in den Reinkenheider Forst.

Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte: „Der Reinkenheider Forst hat Hilfe nötig: Er ist geschädigt und soll von einem zusammenbrechenden Nadelwald in einen Mischwald umgebaut werden, der auch den absehbaren Folgen des Klimawandels Stand hält. Mit einer Spende dafür können alle, die Bäume lieben, doch über keinen eigenen Garten zum Bepflanzen verfügen, einen sinnvollen Beitrag zum ‚Einheitsbuddeln‘ leisten. Schon 11,50 Euro sind ein Setzling.“

Die Dezernentin des Gartenbauamtes Bremerhaven, Mandy Kathe-Heppner, freut sich über viele Spenden: „Je mehr Geld zusammenkommt, desto mehr ökologisch wertvoller Laubmischwald kann entstehen und umso größer ist der positive Effekt besonders für das Klima.“

Eugen Witte, Vorsitzender der Initiative „Einheitsbuddeln e.V.“: „Gutes tun und Spaß dabei haben. Im Garten, im Dorf, in der Stadt – am besten mit Nachbarn und Freunden als Pflanzparty. Bäume pflanzen schützt das Klima und verbindet über alle Grenzen. Deshalb ist unserer Einheitsbuddeln ein Vorschlag für ein sinnstiftendes Ritual zum Tag der Deutschen Einheit. Schön, dass in diesem Jahr auch Bremen und Bremerhaven sich engagieren.“

Die Aktion „Einheitsbuddeln“ gehört seit einigen Jahren zur Tradition rund um den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Da dieser immer in jenem Land ausgetragen wird, das aktuell den Vorsitz im Bundesrat hat, übernimmt die Bundesratspräsidentin oder der -präsident die Schirmherrschaft darüber. Ziel: Bäume oder Sträucher pflanzen, wo es geht. Bundesweit sind die Menschen aufgerufen, zum Spaten zu greifen und mehrjährige Pflanzen in die Erde ihres Gartens, ihres Vereinsheims, des Firmenparkplatzes oder wo immer sie es dürfen zu bringen und dies auf der Seite des Vereins unter einheitsbuddeln.org auf einer virtuellen Deutschlandkarate einzutragen.

Zum Start der diesjährigen Aktion im Land Bremen hatte Umweltsenatorin Henrike Müller Mitte April einen Rotdorn in den Grünanlagen hinter der Kunsthalle Bremen gepflanzt. Ende August wird Bürgermeister Bovenschulte eine Hängeweide im Gesundheitspark Speckenbüttel in Bremerhaven pflanzen.

Für alle, die das „Einheitsbuddeln“ als unterstützenswertes Projekt betrachten, allerdings keinen Platz für eine eigene Pflanzung haben, bietet sich die Möglichkeit, es finanziell zu unterstützen. Von den Einnahmen werden Forstsetzlinge gekauft und auf öffentliche Flächen gepflanzt. Dies soll in diesem Jahr im Reinkenheider Forst erfolgen.

Die Spende ist möglich auf der Projektseite des Vereins auf der Crowdfunding-Plattform Betterplace: https://www.betterplace.org/de/projects/182622-einheitsbuddeln-2026

Hintergrund:

Die Idee des „Einheitsbuddelns“ ist, am 3. Oktober würde jeder Mensch in Deutschland einen Baum pflanzen. 83 Millionen, jedes Jahr. Jedes Jahr ein neuer Wald, der das Klima schützt und Räume zur Erholung schafft. Mit dieser Vision hat Schleswig-Holstein 2019 das „Einheitsbuddeln“ ins Leben gerufen. Seitdem findet jährlich am Tag der Deutschen Einheit in ganz Deutschland das „Einheitsbuddeln“ statt. Seit Kampagnenstart 2019 sind so schon rund 460.000 Bäume gepflanzt worden.

Quelle: Stadt Bremerhaven

Vorfreude auf 200 Jahre Bremerhaven: Erste Jubiläumsartikel zu den Maritimen Tagen erhältlich

„Geburtstagsgeschenke“: Im historischen Bahnwaggon am Neuen Hafen startet der Verkauf von Jubiläums-T-Shirts und -Caps. Foto: Knoke_Erlebnis Bremerhaven

Obwohl es bis zum großen Stadtjubiläum im Jahr 2027 noch einige Monate dauert, wächst die Vorfreude auf 200 Jahre Bremerhaven bereits. Zu den Maritimen Tagen präsentiert das Projektbüro Stadtjubiläum der Erlebnis Bremerhaven GmbH die ersten offiziellen „Geburtstagsgeschenke“.

Erstmals erhältlich sind T-Shirts und Caps mit dem Jubiläumslogo. Die T-Shirts tragen das Logo auf der Vorderseite sowie die Markenbotschaft „Unsere Welt. Unsere Stadt. Unser Bremerhaven“ auf dem Rücken. Angeboten werden die T-Shirts für 20 Euro und die Caps für 15 Euro bei einem Sonderverkauf im historischen Bahnwaggon am Neuen Hafen. Dort verteilt die Erlebnis Bremerhaven täglich von 11 bis 20 Uhr auch kostenlos acht verschiedene Geburtstags-Sticker sowie vegane Gummibärchen im Jubiläumsdesign.

Zudem erhalten Besucherinnen und Besucher im Bahnwaggon einen ersten Einblick in die geplante Jubiläumskampagne. Dort wird das erste von insgesamt vier Plakatmotiven ausgestellt. Ab September sollen diese Motive an 75 Stellen in Bremerhaven und der Region auf den besonderen Geburtstag aufmerksam machen und die Vorfreude weiter steigern.

„200 Jahre Bremerhaven sind ein Geburtstag, den wir mit der ganzen Stadt feiern wollen. Mit den ersten T-Shirts, Caps und Stickern wird das Jubiläum jetzt langsam sichtbar und greifbar“, betont Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Benthe Stolz, Leiterin des Projektbüros Stadtjubiläum, ergänzt: „Und natürlich darf bei einem Geburtstag auch etwas Süßes nicht fehlen. Deshalb verschenken wir zu den Maritimen Tagen Jubiläums-Gummibärchen.“

Der Anlass für die Feierlichkeiten liegt fast zwei Jahrhunderte zurück: Am 11. Januar 1827 kaufte der Bremer Bürgermeister Johann Smidt dem Königreich Hannover ein Stück Land an der Wesermündung ab, um dort einen neuen Hafen für Bremen anzulegen – es war die Geburtsstunde Bremerhavens.

Genau 200 Jahre später wird dieser Geburtstag nicht nur an einem einzelnen Tag begangen: Das gesamte Jahr 2027 steht im Zeichen des Stadtjubiläums. Mit zahlreichen Veranstaltungen, Aktionen und Projekten soll die Geschichte Bremerhavens ebenso im Mittelpunkt rücken wie die Gegenwart und die Zukunft der Seestadt.

Erster Schritt für die 3D-Dokumentation der Bremer Weserlastkähne

Credit: DSM / Annica Müllenberg

Die historischen Bremer Weserlastkähne aus dem 17. Jahrhundert haben nach 19 Jahren ihren Standort gewechselt, um zeitgemäß in 3D dokumentiert zu werden. Forschende des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) bereiteten im Juli über mehrere Tage mehr als 400 Holzkomponenten der beiden Lastkähne für den Transport vor. Die Teile wurden „markiert, fotografiert, fachgerecht verpackt“ und anschließend zur Fachfirma Denkmal3D nach Vechta gebracht.

Unter wissenschaftlicher Aufsicht von Dr. Mike Belasus vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung erhielten die Holzkomponenten zunächst eine reversible Kennzeichnung und wurden systematisch inventarisiert. Danach folgte eine umfassende fotografische Dokumentation. Diese bildet die Grundlage für die nun anstehende digitale 3D‑Vermessung und die wissenschaftliche Auswertung.

Dr. Mike Belasus (Mitte) und Dr. Ferderic Theis (rechts) sichten die Holzkompontenten.
Credit: DSM / Annica Müllenberg

Nach ihrer Ankunft in Vechta wurden die Hölzer in vorbereitete Frischwasserbecken gelegt, um eine konservatorisch geeignete Zwischenlagerung sicherzustellen. Inzwischen ist das Dokumentationslabor eingerichtet, und die Arbeiten an den Schiffsteilen haben begonnen. Vor dem Scannen mit einem Streifenlichtscanner werden die Hölzer gereinigt, damit „alle Details in der Aufnahme sichtbar“ werden. Parallel dazu nehmen Fachleute Proben von Abdichtungsmaterialien, möglichen Farbresten und weiteren erhaltenen Stoffen. Diese können Hinweise auf Bau- und Wirtschaftsweisen der historischen Schiffbauer liefern. Ablagerungen zwischen den Komponenten könnten zudem Aufschluss über frühere Ladungen geben. Dendrochronologische Proben sollen Informationen über Alter, Nutzungsdauer und Herkunft der verwendeten Bäume liefern.

Dr. Belasus wird die detaillierte Erfassung und Dokumentation der Holzkomponenten bis Jahresende abschließen. Die erhobenen Daten bilden die Grundlage für eine interdisziplinäre Auswertung nach internationalen Standards der Schifffahrtsarchäologie. Die hochauflösende 3D‑Vermessung soll einen wichtigen Beitrag zur Erforschung und langfristigen Sicherung dieses maritimen Kulturguts leisten.

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden nach Abschluss der Arbeiten öffentlich präsentiert. Das DSM kooperiert dabei mit mehreren nationalen und internationalen Partnern, darunter das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung, Denkmal3D, die School of Mechanical and Materials Engineering des University College Dublin sowie die Landesarchäologie Bremen. Das Projekt wird durch die Kulturstiftung der Länder sowie die Karin und Uwe Hollweg Stiftung gefördert.

God of War Laufey erscheint am 16. Februar exklusiv für PlayStation 5

God of War Laufey wird ab dem 16. Februar 2026 verfügbar sein. Dies wurde nun im Rahmen eines Panels auf der San Diego Comic-Con zum exklusiv für PlayStation 5 erscheinenden Titel bekanntgegeben. An dem Panel nahmen Cory Barlog, Head of Creative von Santa Monica Studio, Ariel Lawrence, Game Director von God of War Laufey und verschiedene Mitglieder des Casts teil.

In God of War Laufey übernehmen Spieler die Rolle von Kratos’ Ehefrau Faye (gespielt von Deborah Ann Woll), die nach ihrem Tod im Allwann, dem Jenseits der Götter erwacht. Um die zu retten, die sie liebt, stellt sich Faye skrupellosen Göttern aus allen Bereichen der Mythologie entgegen. Unterstützt wird sie dabei von dem magischen Band Rue (Perlina Lau) und dem kosmischen Würfel Phranque (Jack Quaid).

Weitere Informationen zu God of War Laufey bietet der PlayStation.Blog.

Bremerhavener KI‑Roboter erhält EU‑Förderung im Rahmen von INSPIRES

Noch steht „Pepper“ in einem Informatik-Labor der Hochschule. Timo Schön (von links) Niklas Nakotte, Florian Bartels und Prof. Dr. Thomas Umland können ihn aber bereits beschäftigen. Foto: Brockmann_Erlebnis Bremerhaven GmbH

Eine internationale Jury des EU‑Projekts INSPIRES hat das gemeinsame Vorhaben der Hochschule Bremerhaven und des Kreuzfahrtterminals Bremerhaven Cruise Ports für eine Förderung ausgewählt. Das Projekt erhält 15.000 Euro, um einen KI‑gestützten Besucherservice zu entwickeln. Kern des Vorhabens ist der humanoide Roboter „Pepper“, rund 1,20 Meter groß, der künftig Kreuzfahrtgäste begrüßen, informieren und das Terminalpersonal entlasten soll.

Im zweiten deutschen Förderaufruf bewarben sich acht Kooperationen um zwei Förderungen à 15.000 Euro. Neben Bremerhaven wurde ein Projekt aus Baden‑Württemberg ausgewählt, das CO₂‑Fußabdrücke von Hotels und Reiseverläufen automatisiert berechnet.

„Pepper“ wurde an der Hochschule Bremerhaven technisch modernisiert und mit aktueller KI verbunden. Das Team um Prof. Dr. Thomas Umland und vier Informatik‑Studierende entwickelte eine feste Persönlichkeit: Der Roboter soll ausschließlich als Experte für Bremerhaven und das Kreuzfahrtterminal auftreten. Er kann sich frei im Terminal bewegen, Gäste aktiv ansprechen und über sein Display Informationen oder QR‑Codes zu Sehenswürdigkeiten und Angeboten anzeigen.

Im Terminal könnte „Pepper“ Wege erklären, beim Einchecken unterstützen oder individuelle Stadtrouten empfehlen – in vielen Sprachen. Der Einsatz ist für den Sommer geplant, gefolgt von einer Testphase von sechs bis acht Monaten. Erste Erfahrungen wurden beim „Tag der Informatik“ gesammelt.

Der Terminalbetreiber Global Ports Holding, weltweit größter Betreiber von Kreuzfahrtterminals, sieht Potenzial für einen internationalen Einsatz. Geschäftsführer Timo Schön betont, dass der Roboter echte Unterstützung im Groundhandling bieten könne.

INSPIRES fördert insgesamt 60 Projekte in sechs europäischen Ländern und unterstützt kleine und mittlere Tourismusunternehmen bei Digitalisierung, Diversifizierung und Inklusion. Die Erlebnis Bremerhaven GmbH ist Leadpartner und koordiniert die Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus Deutschland, Belgien, Bulgarien, Finnland, Polen und Spanien. Die Abschlusskonferenz findet Herbst 2027 in Bremerhaven statt.

Test: Assassin’s Creed Black Flag Resynced

Der Piratenkönig kehrt eindrucksvoll zurück

Als Ubisoft Assassin’s Creed Black Flag Resynced ankündigte, waren die Erwartungen riesig. Schließlich gilt das Piraten-Abenteuer von Edward Kenway bis heute als einer der beliebtesten Teile der gesamten Reihe. Wir konnten bereits einige Tage vor der Veröffentlichung in die Karibik aufbrechen – und schon jetzt steht fest: Resynced ist weit mehr als nur ein grafisches Upgrade.

Eine Karibik zum Verlieben

Das Erste, was sofort ins Auge fällt, ist die Grafik. Ubisoft hat die Spielwelt mit der aktuellen Anvil-Engine komplett neu aufgebaut und zaubert eine Karibik auf den Bildschirm, die ihresgleichen sucht. Türkisblaues Wasser, üppige Dschungel, beeindruckende Sonnenuntergänge und liebevoll gestaltete Buchten sorgen dafür, dass man am liebsten jede Insel bis ins kleinste Detail erkunden möchte. Dank moderner Beleuchtung, Raytracing und deutlich detaillierteren Texturen wirkt die Welt lebendiger denn je. Auf der PS5 läuft das Spiel dabei butterweich – insbesondere im Performance-Modus mit 60 Bildern pro Sekunde.

Besonders begeistert hat uns die Unterwasserwelt. Schon nach wenigen Stunden erwischt man sich dabei, freiwillig in kleine Buchten zu springen, nach versteckten Truhen zu tauchen oder neue Schiffswracks zu erkunden. Die neue „Dive Anywhere“-Funktion macht das Erkunden deutlich freier und motiviert enorm dazu, vom eigentlichen Missionsziel abzuschweifen. Genau dieses Gefühl von Abenteuer war schon immer die größte Stärke von Black Flag – und Resynced baut diese sogar noch weiter aus.

Seegefechte machen jetzt noch mehr Spaß

Ein Punkt, der uns besonders positiv überrascht hat: die Missionen auf See.

Im Original empfanden wir viele der Schiffskämpfe als recht anspruchsvoll und teilweise sogar frustrierend. In Black Flag Resynced wirkt das Balancing bislang deutlich angenehmer. Die Kämpfe fordern zwar weiterhin Aufmerksamkeit, fühlen sich aber wesentlich fairer an. Dadurch machen die Seeschlachten mehr Spaß und laden regelrecht dazu ein, auch optionale Gefechte mitzunehmen.

Gleichzeitig bleibt das typische Gefühl erhalten, Kapitän der Jackdaw zu sein. Feindliche Schiffe entern, Salven abfeuern und Beute einsammeln sorgt nach wie vor für jede Menge Motivation.

Edward kämpft wieder in Bestform

Auch die Kämpfe an Land fühlen sich hervorragend an. Das bekannte Kampfsystem wurde modernisiert, Animationen wirken flüssiger und Treffer haben mehr Wucht. Besonders Paraden und Finisher sehen spektakulär aus, ohne den Charme des Originals zu verlieren.

Ebenso profitieren Schleichpassagen und Parkour von zahlreichen Verbesserungen. Edward bewegt sich deutlich geschmeidiger durch Städte, Dschungel und Festungen, wodurch sich das gesamte Spiel moderner anfühlt, ohne seine Identität aufzugeben.

Mehr als nur ein Remake

Wer glaubt, Ubisoft habe lediglich die Grafik aufpoliert, liegt daneben. Resynced erweitert das ursprüngliche Abenteuer um neue Missionen, zusätzliche Geschichten rund um bekannte Piraten wie Blackbeard sowie weitere Inhalte, die auch Veteranen neue Entdeckungen bieten. Hinzu kommen zahlreiche Komfortverbesserungen, ein Fotomodus, neue Shantys, zusätzliche Offiziere für die Jackdaw und viele kleine Quality-of-Life-Anpassungen.

Wir haben mit Paul Fu vom Entwicklerteam gesprochen:

Ein Beitrag von Paula Neumann

Unser Zwischenfazit

Nach mehreren Tagen Spielzeit sind wir begeistert. Assassin’s Creed Black Flag Resynced schafft den schwierigen Spagat zwischen Nostalgie und Moderne nahezu perfekt. Die fantastische Grafik lädt zum Erkunden jeder einzelnen Insel ein, die überarbeiteten Seegefechte spielen sich angenehmer als im Original und das modernisierte Gameplay macht Edward Kenways Piratenabenteuer so zugänglich wie nie zuvor.

Wer Black Flag damals geliebt hat, bekommt hier die wohl beste Version des Klassikers. Und wer das Spiel bislang verpasst hat, erhält einen idealen Einstieg in eines der stärksten Abenteuer der Assassin’s Creed-Reihe.

Vorläufige Wertung: 9 von 10 Punkten

Plus

  • Atemberaubende Grafik und fantastische Lichtstimmung
  • Überarbeitete Seegefechte mit besserem Balancing
  • Lebendige Spielwelt mit vielen neuen Erkundungsmöglichkeiten
  • Flüssigeres Kampfsystem und verbessertes Parkour
  • Sinnvolle neue Inhalte statt eines reinen Grafik-Updates

Minus

  • Einige kleinere Gameplay-Mechaniken wirken trotz Überarbeitung noch klassisch

Auf unseren YouTube-Kanal findet ihr tolle Gameplay-Videos! Klickt mal rein!

6 Monate HBO Max in Deutschland: Ein echtes Streaming-Schwergewicht! Unsere Bilanz.

von Hannes Volkmar

Am 13. Januar 2026 war es endlich so weit: Warner Bros. Discovery brachte seinen Premium-Streamingdienst HBO Max offiziell nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Zuvor gab es jahrelang Lizenzdeals mit Sendern wie Sky, doch mit dem eigenständigen Start hat sich die deutsche Streaming-Landschaft grundlegend verändert. Nun, genau ein halbes Jahr später, ziehen wir Bilanz. Hat sich der Wechsel gelohnt?

Hier ist unser ausführlicher Rückblick auf 6 Monate voller Blockbuster, Serien-Highlights und technischer Spitzenklasse.

Serien-Futter: Von brandneuen Hits bis zu zeitlosen Klassikern

Das Herzstück von HBO Max sind und bleiben die Serien. Wer dachte, man hätte nach all den Jahren schon alles gesehen, wurde in den letzten sechs Monaten eines Besseren belehrt.

  • Die neuen Highlights: Ganz vorne mit dabei ist das gefeierte Medizin-Drama The Pitt mit Noah Wyle, das zum Deutschlandstart direkt exklusiv einschlug. Auch absolute Megahits wie die postapokalyptische Serie The Last of Us ziehen die Zuschauer im Full-HD- und 4K-Stream in ihren Bann.
  • Die ewigen Klassiker: Was HBO Max von vielen Konkurrenten unterscheidet, ist die schiere Masse an Meilensteinen der TV-Geschichte. Ob The Sopranos, The Wire, Game of Thrones oder Succession – das Archiv ist eine wahre Goldgrube für Binge-Watcher.

Großes Kino für zu Hause: DC-Kult und brandaktuelle Schocker

Auch bei den Spielfilmen schöpft der Dienst aus den Vollen des riesigen Warner Bros. Backkatalogs. Die Mischung aus Nostalgie und topaktuellen Releases funktioniert hervorragend.

  • Frische Film-Highlights: Gruselfreunde kamen in den letzten Monaten voll auf ihre Kosten. Neben der kompletten The Conjuring-Reihe punktet der Dienst mit topaktuellen Exklusivtiteln. Der hochgelobte Mystery-Thriller Weapons landete bereits kurz nach dem Kinostart im Abo, und ganz aktuell sorgt die blutige Horror-Komödie They Will Kill You (unter anderem mit Zazie Beetz) für maximalen Nervenkitzel auf der heimischen Couch.
  • Der DC-Katalog & Superman: Comic-Fans sind hier im Paradies. Nahezu das gesamte DC-Universum ist abrufbar. Ein ganz besonderes Highlight, das man unbedingt hervorheben muss: Die legendären Superman-Filme mit Christopher Reeve. Diese Klassiker in moderner 4K-Streaming-Qualität zu sehen, lässt das Herz jedes Filmfans höher schlagen.

Die versteckte Superkraft: Erstklassige Dokumentationen

Was HBO Max neben Fiktion besonders ausmacht, sind die wirklich gelungenen Dokumentationen. Wo andere Plattformen oft auf reißerische True-Crime-Fließbandware setzen, liefert HBO Max tiefgründige, investigative und handwerklich meisterhafte Dokus. Von packenden Gesellschaftsporträts bis hin zu popkulturellen Analysen – die Dokumentarsparte ist für viele Abonnenten mittlerweile der heimliche Hauptgrund für das Abo.

Bild- und Tonqualität: Dolby Vision als echtes Premium-Plus

Ein Punkt, der Cineasten besonders begeistert, ist die technische Umsetzung im Premium-Tarif. Während andere Streaming-Riesen wie Disney+ in den vergangenen Monaten Features wie Dolby Vision und Dolby Atmos zunehmend umgebaut, in teurere Tarife verbannt oder teils ganz gestrichen haben, zieht HBO Max hier alle Register.

Unser Fazit zur Technik: Das Bild via Dolby Vision ist schlichtweg hervorragend. Knackige Kontraste, perfekt abgestimmte Schwarzwerte und eine brillante Farbpalette bieten ein echtes Heimkino-Erlebnis. Wer die passende Hardware besitzt, bekommt hier aktuell eines der besten Streaming-Bilder auf dem Markt geliefert.

Fazit nach 6 Monaten

Der Start von HBO Max in Deutschland war überfällig – und er hat geliefert. Die Kombination aus hochkarätigen HBO-Originals, dem gigantischen Warner-Filmarchiv und einer unschlagbaren Bildqualität dank Dolby Vision macht den Dienst schon nach einem halben Jahr zu einem absoluten Must-have für Serien- und Film-Gourmets.

Bremerhaven schaut hinter die Kulissen der Polizei

Am Samstag, 27. Juni, haben mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher den Tag der offenen Tür am neuen Polizeirevier Geestemünde besucht. Die Polizei Bremerhaven hatte den Neubau an der Georgstraße 122–124 im Oktober 2025 bezogen und den alten Standort an der Riedemannstraße aufgegeben. Wegen zahlreicher Anfragen aus der Bevölkerung wurde nun erstmals ein Einblick in den laufenden Betrieb ermöglicht.

Zwischen 10 und 16 Uhr führten Polizeibeamte Gruppen durch ausgewählte Bereiche des Gebäudes. Aufgrund sicherheitsbedingter Begrenzungen kam es zu längeren Wartezeiten. Besonders interessiert zeigten sich die Gäste an der Arbeit der Wache, den Abläufen bei Notrufen sowie den Sicherheitsmerkmalen und der minimalistischen Ausstattung der Kurzgewahrsamszellen.

Im Außenbereich präsentierte die Polizei verschiedene Einsatzfahrzeuge, darunter ein Motorrad, ein Gefangenentransporter sowie ein Spezialfahrzeug der Brandursachenermittler. Mitarbeitende erklärten Funktionen und beantworteten Fragen. Große Aufmerksamkeit erhielt die Vorführung der Diensthundeführer: Schutzhunde demonstrierten Unterordnung, das Stellen eines Täters und einen geschützten Biss. Einige Tiere zeigten zudem ihre Fähigkeiten beim Aufspüren von Rauschgift.

Am Stand der Einstellungsberater informierten sich zahlreiche Besucher über Voraussetzungen für den Polizeiberuf und konnten Ausrüstung testen. Die Präventionsabteilung gab Hinweise zum Schutz vor Kriminalität und verteilte Comichefte zur Verkehrserziehung. Das Deutsche Rote Kreuz Bremerhaven unterstützte die Veranstaltung mit Sanitätsdienst, Rettungswagen sowie Getränken und Kühlpacks.

Volker Ortgies, Direktor der Ortspolizeibehörde Bremerhaven, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz und dankte allen Beteiligten für die Unterstützung bei hohen Temperaturen.

Quelle: Polizei Bremerhaven

Bremerhavener Matjestage erwarten 50.000 Gäste vom 10. bis 12. Juli

Vom 10. bis 12. Juli 2026 finden im Schaufenster Fischereihafen die Bremerhavener Matjestage statt. Erwartet werden rund 50.000 Besucherinnen und Besucher. Das Hafenfest verbindet frischen Matjes, Live-Musik, Kunsthandwerk, Familienaktionen und das US‑Car‑Treffen „Fish & Cars“.

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Im Mittelpunkt steht der „Nieuwe Haring“ aus den Niederlanden. In der Matjespagode zeigt Filetiermeister Lammert Wiersema aus Groningen die traditionelle Verarbeitung des jungen Herings. Der Matjes wird direkt „vom Messer“ serviert.

Ein Höhepunkt folgt am Sonntag um 13:34 Uhr: Das Matjesbrötchen wächst erneut um einen Meter und erreicht 34 Meter Länge. Der Verkauf erfolgt durch den Bremerhavener Matjesorden vor Fiedlers Fischmarkt. Der Erlös geht an das Herzenswunsch-Hospizmobil des DRK Bremerhaven.

Auf dem Marktplatz sorgen stündlich wechselnde Kochshows, Live‑Räuchervorführungen und Matjes‑Spezialitäten für ein kulinarisches Programm. Der Fischbahnhof feiert seinen 30. Geburtstag mit einer Fotoausstellung und drei Kochshows. Für die Zuschauer gibt es kostenfreie Pulled-Heringsbrötchen mit karamellisierten Zwiebeln und Salicorne. Zudem lädt die FBG drei Gäste ein, das komplette Menü zu genießen.

Neu sind fünf geführte „Matjes-Touren“ am Sonnabend und Sonntag. Die 90‑minütigen Führungen kosten 15 Euro und verbinden Hafenhistorie, Fischfang, Verarbeitung und Verkostung. Stationen sind u. a. die Matjespagode und Fiedlers Fischmarkt 1906.

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Für Urlaubsatmosphäre sorgen Sand, Strandkörbe, Liegestühle und Cocktails am Wasser. Auf zwei Bühnen treten fünf Shantychöre und mehrere Live‑Bands auf. Musikproduzent Rob Hardt gestaltet am Freitag die „Sommernacht am Hafen“ bis 22 Uhr. Die Band „Heat“ spielt am Sonnabend ab 19 Uhr. Am Sonntag endet das Programm mit einem Rudelsingen Open Air ab 16:30 Uhr.

Familienangebote umfassen Bastel‑ und Experimentieraktionen der Phänomenta, die Recycling‑Werkstatt der „Tigertatze“, Walking Acts, Kinderschminken und Luftballonmodellage. Am Sonnabend ist der Wissenskiosk des Universum Bremen vor Ort, am Sonntag das Spielmobil.

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Beim US‑Car‑Treffen „Fish & Cars“ werden am Sonnabend und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr über 150 amerikanische Klassiker präsentiert.

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Die Matjestage gehen auf ein Fest zurück, das am 11. Juli 1992 erstmals rund um die Packhalle IV stattfand. Heute zählen sie zu den beliebtesten norddeutschen Hafenfesten. Gefördert wird die Veranstaltung durch den Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds.

Öffnungszeiten 2026: Freitag, 10. Juli: 15–22 Uhr Samstag, 11. Juli: 11–22 Uhr Sonntag, 12. Juli: 11–18 Uhr

Ort: Schaufenster Fischereihafen Bremerhaven