High Swing Bremerhaven: Vorverkauf startet vorzeitig

Für die neue High‑Swing‑Schaukel auf dem Dach des Atlantic Hotels Sail City beginnt der Ticketverkauf früher als geplant: Betreiber bungee.de hat den Vorverkauf bereits geöffnet. Buchungen sind online über bremerhaven-erleben.de sowie direkt über bungee.de möglich; zusätzlich werden Gutscheine angeboten.

Eröffnung und Standort

Die Schaukel soll am 5. April 2026 auf der Plattform des Sail‑City‑Hochhauses in rund 86 Metern Höhe in Betrieb gehen. Geschaukelt wird über dem Weserdeich mit Blick über Stadt, Häfen und bis zur Nordsee. Die Anlage ist nach Angaben der Veranstalter die zweite ihrer Art in Deutschland.

Preise, Dauer und Kapazität

Der Einstiegspreis beträgt 29,90 Euro und beinhaltet den Zugang zur Plattform. Jede Fahrt dauert fünf Minuten. Betreiber und Veranstalter rechnen perspektivisch mit rund 10.000 Gästen pro Jahr. Zum Start ist der Betrieb zunächst an den Wochenenden geplant; perspektivisch soll die Schaukel täglich bis in die Abendstunden geöffnet werden.

Sicherheit und Teilnahmebedingungen

Die Schaukel basiert auf einer speziell berechneten Gerüstkonstruktion, die ohne dauerhafte Eingriffe in das Gebäude auskomme, so die Veranstalter. Geschultes Personal und moderne Sicherheitsgurte sollen ein sicheres Erlebnis gewährleisten; ein Absturz sei ausgeschlossen. Die Teilnahme ist ab 12 Jahren möglich; Minderjährige benötigen eine schriftliche Genehmigung eines Erziehungsberechtigten. Das Maximalgewicht liegt bei 118 Kilogramm. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine normale körperliche Gesundheit. Die Anlage ist grundsätzlich bei jeder Witterung geöffnet, sofern sicheres Schaukeln möglich ist.

Bedeutung für den Tourismus und Begleitangebot

Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, wird mit den Worten zitiert: „Die High‑Swing‑Schaukel ist ein echter Gewinn für die touristische Reichweite und das Image der Stadt.“ Nach dem Erfolg der High‑Swing‑Schaukel in Berlin, wo jährlich rund 30.000 Menschen über dem Alexanderplatz schaukeln, habe bungee.de deutschlandweit nach neuen Standorten gesucht und sich für das Sail‑City‑Hochhaus entschieden. Auf der ITB in Berlin Anfang März sollen Fachbesucher die Attraktion zusätzlich per VR‑Brille digital erleben können.

Das Klimahaus Bremerhaven geht als 2-Euro-Botschafter auf die Reise

Offizielle Münze für das Bundesland Bremen vorgestellt

Von heute an prägt das Klimahaus Bremerhaven das Bild einer offiziellen 2-Euro-Münze. Die feierliche Präsentation des neuen Geldstücks fand auf Landesebene heute in der Wissens- und Erlebniswelt im Beisein des Bremer Finanzsenators Björn Fecker statt. „Die neue Münze freut mich sehr“, betonte Björn Fecker. „Als Mitglied des Senats begrüße ich es, dass mit der Münzserie regionale Besonderheiten der Länder gewürdigt werden. Das Klimahaus ist ein herausragender Wissensort und so ein hervorragender Botschafter für das Land Bremen.“ Anwesend war auch Torsten Neuhoff, Bürgermeister und Kämmerer der Stadt Bremerhaven. Er betont: „Das Klimahaus steht wie kaum ein anderer Ort für globale Zusammenhänge, Verantwortung und den Blick über Grenzen hinweg. Dass dieses Motiv ausgerechnet im Jahr der Bundesratspräsidentschaft Bremens auf einer 2-Euro-Münze erscheint, passt auch zur Botschaft des Tages der Deutschen Einheit: Zusammenhalt, Offenheit und gemeinsames Handeln in einer vernetzten Welt. Damit wird Bremerhaven mit einer Haltung sichtbar, die weit über die Stadt hinausweist. Als Bremerhavener Bürgermeister erfüllt es mich mit großem Stolz, dass unsere Stadt auf diese Weise ganz buchstäblich in die Portemonnaies der Bürgerinnen und Bürger wandert.“ Begeistert zeigte sich Ingrid Hayen, Geschäftsführerin Klimahaus Bremerhaven: „Es ist eine große Ehre für uns, das Bundesland Bremen repräsentieren zu dürfen. Wir haben damit die Chance, das Bundesland und seine besucherstärkste Attraktion in ganz Deutschland und sogar Europa bekannter zu machen“.

Hintergrund: Die Bundesrat-Serie
Anlass dieser besonderen Würdigung ist der turnusgemäße Wechsel der Präsidentschaft im Bundesrat und die damit verbundene Ausgabe einer besonderen Gedenkmünze: Seit dem 1. November 2025 hält das Bundesland Bremen den Vorsitz der Länderkammer und hatte daher das Vorschlagsrecht für ein Münzenmotiv. In Bremen entschied man sich für ein Wahrzeichen der Schwesterstadt an der Weser. Die Münze erscheint in einer Auflage von 30 Millionen Exemplaren und ist im Euro-Raum als offizielles Zahlungsmittel anerkannt. Sie ist Teil der Reihe „Bundesländer II“, bei der jährlich ein Land durch ein prägnantes Wahrzeichen auf einer 2-Euro-Gedenkmünze gewürdigt wird.

Andreas Retzlaff, Präsident der Hauptverwaltung in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt der Deutschen Bundesbank, ergänzt: „Zu den Aufgaben der Bundesbank gehört unter anderem die Bargeldversorgung. Als regionale Hauptverwaltung freuen wir uns, in diesem Rahmen auch an der Ausgabe der neuen Bremer 2-Euro-Gedenkmünze mitwirken zu können und so das Land als Teil unseres Geschäftsbereichs noch sichtbarer zu machen.“

Von der Vision zum Design
Das Design der Münze ist das Ergebnis eines anspruchsvollen Künstlerwettbewerbs, der im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen durchgeführt wurde. Aus sieben vorliegenden Motivvorschlägen wählte die Jury – in der unter anderem ein Bildhauer, eine Numismatikerin und ein Designer vertreten waren –den Entwurf des erfahrenen Stahlgraveurs und Münzgestalters Bodo Broschat aus Berlin. Da für ihn ein Vor-Ort-Besuch nicht möglich war, ließ er sich von Urlaubsfotos seines Sohnes inspirieren.

Sein Entwurf rückt ein Ensemble aus Klimahaus, Glasbrücke und Hotelkomplex in den Mittelpunkt, über den die Jury befand: „Der schiffsartige Eindruck der Architektur, die zwei Möwen am Himmel sowie die Andeutung des Hafens verbildlichen stark und anschaulich Bremen als Wissenschaftsstandort am Meer. Die Modellierung der Münze ist handwerklich zugleich präzise und plastisch. Beeindruckende Lichtverläufe lassen die Materialität der gebauten Klimahüllen spürbar werden.“ Der Künstler selbst ließ sich eher von der Bedeutung des Klimahauses als Plattform der öffentlichen und medialen Debatte um Klimawandel und Nachhaltigkeit leiten, sieht in dem Motiv eine Arche und mag deren Symbolik von Hoffnung und Rettung.

Verfügbarkeit im Klimahaus
Besucher des Klimahauses Bremerhaven können die neue Münze ab sofort und solange der Vorrat reicht als Teil ihres Wechselgeldes an der Eintrittskasse erhalten. In den Prägequalitäten „Stempelglanz“ und „Polierte Platte“ ist das Geldstück in kleiner Auflage im Klimahaus-Shop erhältlich. Dort haben Sammler darüber hinaus die Möglichkeit, den Komplettsatz aller fünf deutschen Prägeanstalten in limitierter Auflage zu erwerben.

Weitere Infos
• www.klimahaus-bremerhaven.de/klimahaus-muenze
 https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/bargeld/euro-muenzen/2-euro-gedenkmuenzen/2-euro-gedenkmuenzen-599196
• https://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Briefmarken-Sammlermuenzen/briefmarken-sammlermuenzen.html
• https://shop.muenze-deutschland.de/

Erlebnis Bremerhaven modernisiert Wohnmobilstellplätze

Erlebnis Bremerhaven hat seine beiden Wohnmobilstellplätze an der Doppelschleuse und am Fischkai umfassend modernisiert. Das kommunale Unternehmen investierte rund 350.000 Euro in neue Stromsäulen, ein Schrankensystem mit Kennzeichenerkennung und Bezahlautomaten, um Komfort und Service für Gäste zu erhöhen.

Kern der Modernisierung sind 29 neue Stromsäulen, die jeweils bis zu vier Wohnmobile gleichzeitig mit Energie versorgen können. Der Stromverbrauch jedes Fahrzeugs wird künftig individuell ermittelt statt pauschal abgerechnet. Platzwart Frank Sleine betont, dass dies gerechter sei, da einige Fahrzeuge dauerhaft Strom ziehen, andere sich teilweise über Solaranlagen versorgen.

Das neue Schrankensystem mit Kennzeichenerkennung ermöglicht Online-Anmeldungen und Vorabreservierungen. Bezahlt wird bargeldlos an einem Terminal; spontane Anreisen bleiben möglich, solange Stellplätze frei sind und die Schranke öffnet.

Beide Plätze zusammen bieten 110 Parkplätze. Der Stellplatz an der Doppelschleuse ist ganzjährig geöffnet, der Fischkai öffnet wieder im März. Pro Jahr werden rund 23.000 Übernachtungen verzeichnet; für die Hauptsaison von Mai bis Oktober rechnet Platzwart Sleine mit ausgebuchten Plätzen.

Für die Modernisierung wurden etwa 1,6 Kilometer Kabel verlegt. Die Arbeiten dauerten mehrere Monate und wurden auf der CMT in Stuttgart präsentiert.

Geschäftsführer Michael Gerber sieht in der Modernisierung einen Beitrag, Bremerhaven als maritimes Reiseziel attraktiver zu machen. Durch das digitale System kann Erlebnis Bremerhaven künftig Daten zu Herkunft, Reisedauer und Personenzahl im Reisemobil auswerten; bisher wurden Strichlisten geführt.

Das Statistische Landesamt Bremen meldete für das erste Halbjahr 2025 einen Anstieg der Übernachtungen auf Campingplätzen und in Ferienwohnungen um 20,7 Prozent, was den Trend zum Urlaub mit dem Wohnmobil unterstreicht.

Als nächster Schritt ist laut Projektleiter Thorsten Mävers die Modernisierung der Duschen und WC-Anlagen geplant. Erlebnis Bremerhaven will zudem zusätzliche Services prüfen, etwa die Möglichkeit, Brötchen online zu bestellen.

Stadtentwicklung digital erleben: Neues 3D-Tool macht das Werftquartier sichtbar

Mit einer neuen interaktiven 3D-Anwendung steht für das Stadtentwicklungsprojekt Werftquartier Bremerhaven ab sofort eine digitale Plattform zur Verfügung, die Einblicke in Planung und Entwicklung des Quartiers auf anschauliche und transparente Weise ermöglicht.

„Mit der neuen 3D-Anwendung machen wir Stadtentwicklung transparent und verständlich“, sagt Oberbürgermeister Melf Grantz. „Das Werftquartier ist eines der zentralen Zukunftsprojekte Bremerhavens. Umso wichtiger ist es, dass Bürgerinnen und Bürger die Planungen nachvollziehen können und eine klare Vorstellung davon bekommen, wie sich dieses Quartier entwickeln wird.“

Die Anwendung verfolgt das Ziel, komplexe Planungsinhalte verständlich aufzubereiten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie schafft eine gemeinsame visuelle Grundlage, um Entwicklungen nachvollziehbar darzustellen und die Kommunikation rund um das Werftquartier zu unterstützen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten damit die Möglichkeit, sich frühzeitig und kontinuierlich über den Stand des Projekts zu informieren.

Zentrales Element ist die interaktive 3D-Ansicht des Werftquartiers, die das geplante Quartier räumlich in seine Umgebung einbettet. Durch das Drehen und Zoomen des Modells werden Lage, Struktur und Dimensionen anschaulich nachvollziehbar. Auch die Nähe zur Bremerhavener Innenstadt wird dabei deutlich sichtbar.

Ergänzt wird die 3D-Darstellung durch thematische Karten, etwa zu Verkehrsführung, öffentlichem Personennahverkehr und Radwegen. Eine Vorher-Nachher-Ansicht verdeutlicht zusätzlich den Wandel des Areals und macht die Vision des Werftquartiers transparent nachvollziehbar.

Die Plattform ist als dynamisches Instrument angedacht, das sich parallel zum Fortschritt des Projekts weiterentwickeln kann. Neue Inhalte und Planungsstände können so kontinuierlich ergänzt werden, sodass das Tool den gesamten Entwicklungsprozess des Werftquartiers begleitet und dauerhaft eine verlässliche Informationsquelle bleibt. „Das digitale Modell wächst mit dem Projekt mit und wird uns über viele Jahre hinweg dabei unterstützen, Planung, Fortschritt und Perspektiven offen zu kommunizieren“, so Oberbürgermeister Melf Grantz.

Das Tool ist nun unter www.werftquartier-bremerhaven.de öffentlich einsehbar und erlebbar.

Winter-Blues-Festival No. 14 steigt im Schaufenster Fischereihafen

Sechs Bands auf fünf Bühnen – 15 Stunden Livemusik

Das Winter-Blues-Festival im Schaufenster Fischereihafen hat Tradition: Bereits zum 14. Mal stehen am Sonnabend, 7. Februar 2026, die Lokale und das Theater im Bremerhavener Fischereihafen im Mittelpunkt.  Top-Band des Abends: „Jones & The Crew“, die einen der besten Bluesgitarristen Europas mitbringen: Stef Rosen.  

Für die Traditionsveranstaltung im Schaufenster Fischereihafen konnten sechs Bands verpflichtet werden, die für insgesamt mehr als 15 Stunden Livemusik stehen. „Harpface & The Heat“ bewegt sich zwischen Tradition und Innovation und verbindet Blues mit Rock, Funk, Country und Punk. Ihr eigenwilliger Sound sorgt für Begeisterung. Das Fachmagazin Blues News sprach von einem „unverkennbar eigenen Stil mit teuflisch guter Harmonica“. Ebenfalls dabei sind „MotorPlanet“ mit Bluesrock, „High Octane“ bringen Rock ’n’ Roll, Blues, Funk und Boogie auf die Bühne, das Bluesrock-Quintett „“Black Mojo Crew“ erweckt Klassiker zu neuem Leben und schließlich gestaltet das Duo „Ivory&Gold“ mit seiner besonderen Nähe zwischen Stimme und Piano den Abschluss in Krohns Eck.

„Jones & The Crew” gehören zu den bestgebuchten Bluesbands im deutschen Sprachraum und waren mit ihrer Neuerscheinung „Soulmate“ gerade erst für den Preis der Schallplattenkritik nominiert. Die Musiker rund um die spanische Bluesikone Txako Jones gelten selbst als legendär: Gitarrenvirtuose Jan Hirte, der mosambikanische Ausnahmeschlagzeuger Carlos Dalelane und Matthias Falkenau an der Hammondorgel spielen weltweit Konzerte, sammelten schon etliche Awards und bringen nun auch noch Stef Rosen mit ins Schaufenster Fischereihafen. Seine Stimme und sein Gitarrenspiel ist wunderbar warmer Soul irgendwo zwischen Al Green, Booby Womack und Robert Cray.

Fast die gesamte Restaurantmeile im Schaufenster Fischereihafen wird am 7. Februar zur Blues-Bühne. Fünf Spielstätten bieten die große Bühne, die die Musikerinnen und Musiker verdienen. Es nehmen die Restaurants B’Haven, Dock IV und Takelage, die Kultkneipe Krohn’s Eck und das Theater im Fischereihafen teil. Beginn des Winter-Blues-Festivals ist um 19 Uhr, Einlass ist bereits ab 17.30 Uhr, so dass Zeit für ein Abendessen bleibt. Die Besucherinnen und Besucher haben mit ihrer Eintrittskarte die Möglichkeit, alle Bühnen zu besuchen und können sich so ihr persönliches Abendprogramm zusammenstellen.

Karten für die Veranstaltung sind im Vorverkauf erhältlich in der Tourist-Information am Neuen Hafen sowie online: www.bremerhaven.de/winterbluesfestival .

Die Tickets kosten im Vorverkauf 22,50 Euro, an der Abendkasse 25 Euro.

Das Datum für die nächste SAIL in Bremerhaven steht

Das Organisationskomitee für die SAIL Bremerhaven 2030 kam bereits jetzt erstmals zusammen, um die Aufgaben abzustimmen. Die ersten Vorbereitungen für das Festival laufen an. Foto: Helmut Gross_Erlebnis Bremerhaven

Das Datum steht fest, die Vorfreude kann beginnen: Die SAIL Bremerhaven 2030 wird vom 14. bis 18. August 2030 gefeiert und bringt wieder Schiffe, Crews und Gäste aus aller Welt in Bremerhaven zusammen. Die ersten Vorbereitungen beginnen bereits jetzt.

Das Organisationskomitee des internationalen Windjammertreffen unter Vorsitz von Oberbürgermeister Melf Grantz und Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren ist heute (16.01.) erstmals wieder zusammengekommen – um für 2025 Bilanz zu ziehen und über erste Vorbereitungen zu sprechen. „Nach zehn Jahren Pause hat die SAIL Bremerhaven 2025 im vergangenen August mehr als 1,3 Millionen Menschen auf und am Wasser zusammengebracht. An diesen Erfolg will Bremerhaven 2030 natürlich anknüpfen“, sagt Grantz.

Von Haaren: Auf diese Leistung sind wir stolz

Die internationalen Großsegler und ihre Crews bildeten das Herz der SAIL 2025. Fünf Tage lang drehte sich alles um die Schiffe, internationale Begegnungen und die besondere Kameradschaft auf dem Wasser und entlang der Kajen, „auf diese Leistung können wir alle in Bremerhaven stolz sein“, meint von Haaren.

Die SAIL ist ein nationales Ereignis

Die Auswertungen der Erlebnis Bremerhaven GmbH haben ergeben, dass die SAIL Bremerhaven 2025 ein nationales Ereignis gewesen ist. In den Medien sind zum Festival 1859 Beiträge veröffentlicht worden, die 27 Millionen Menschen erreicht haben. In den sozialen Medien stand der offizielle Kanal der SAIL Bremerhaven 2025 allein mit einer Reichweite von 1,7 Millionen Menschen für einen außerordentlichen Erfolg. Diese Zahlen sind auch für 2030 schon bedeutend, um Sponsoren für das Festival zu werben, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der kommunalen Gesellschaft für Touristik, Veranstaltungen und Stadtmarketing. Allein der PR-Wert der Berichterstattung lag bei 1,2 Millionen Euro, so die Ergebnisse einer erstmals in Auftrag gegebenen Cross-Media-Analyse.

Die Stimmung an der Weser und in den Häfen wurde von Besucherinnen, Besuchern und Teilnehmenden als offen, entspannt und verbindend beschrieben, ein Fest, das Menschen aus aller Welt zusammenbrachte. Ein absolutes Highlight war die SAIL-In Parade, bei der hunderte Schiffe in Bremerhaven einliefen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm an der Parade an Bord der „Gorch Fock“ teil, ein Moment, den 45.000 Menschen an den Deichen verfolgten und zusätzlich 169.000 live im Fernsehen miterlebten. Insgesamt berichteten sechs Fernsehsender live aus Bremerhaven. 

Lob für die Atmosphäre des Festivals

Während der Veranstaltung kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Im Organisationskomitee äußerten sich die Sicherheitskräfte noch einmal sehr lobend und beschrieben eine Veranstaltungsatmosphäre, wie sie in den vergangenen Jahren selten erlebt wurde: freundlich, gemeinschaftlich und außergewöhnlich sauber. Zur SAIL gehörten während der fünf Tage mehr als 300 Programmpunkte.

Die SAIL 2025 wird voraussichtlich auch finanziell eine „Punktlandung“ gewesen sein. Bei einem Etat von mehr als 3 Millionen Euro ist über die vier Jahre der Vorbereitungszeit und nach der Veranstaltung selbst lediglich ein Mehrbedarf von 3000 Euro aufgelaufen, so Gerber. Die finalen Abrechnungen der Großveranstaltung werden derzeit abgeschlossen. Dieses Resultat sei der Unterstützung des Landes und der Sponsoren, den freiwilligen Helferinnen und Helfern und vor allem den Besuchern der SAIL zu verdanken, urteilt der Oberbürgermeister. Als besonderen Erfolg wertet Stadtverordnetenvorsteher von Haaren die verkauften Törns auf einem Segelschiff auf der Weser. So gut wie jede der mehr als 100 Fahrten war ausverkauft.

Erlebnis Bremerhaven erhält Auftrag für die Organisation

Die vielen Fans der SAIL können sich nun den Termin für 2030 bereits vormerken: Das Windjammertreffen findet vom 14. bis 18. August 2030 statt – fünf Tage, an denen Bremerhaven erneut Schiffe, Crews und Besucherinnen und Besucher aus aller Welt willkommen heißt. Die Arbeit dafür beginnt: Das Organisationskomitee – ihm gehören neben anderen Vertreter der Häfen und der Schifffahrtsverwaltung, der Marine, Sicherheitsbehörden und Hilfseinrichtungen an – ist erstmals zusammengekommen. Mit Unterstützung der Erlebnis Bremerhaven wird der Magistrat bei der Landesregierung nun den Antrag stellen, das Festival auch 2030 wieder finanziell zu unterstützen und so erst zu ermöglichen. Das Finanzamt hat die SAIL Bremerhaven bereits als gemeinnützig anerkannt. „Die Erlebnis Bremerhaven erhält den Auftrag, das Festival zu organisieren und auszurichten“, sagt Grantz.

Auswärtiges Amt lädt Staatsschiffe ein

Die SAIL Bremerhaven 2030 wird wieder nach der Hansesail in Rostock und vor der SAIL in Amsterdam stattfinden. So ergeben sich für Veranstalter und Schiffe große Synergie. Die Schiffsmanagerin der Erlebnis Bremerhaven, Julia Baecher, wird bereits Ende Januar an der Konferenz der Organisation Sail Training International in Bordeaux teilnehmen, um die Kontakte zu den Windjammern zu pflegen und schon den Hinweis zu geben: Merkt Euch die fünf Tage im August 2030 im Kalender vor. Im kommenden Jahr sollen die Staatsschiffe aus aller Welt auch wieder mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der Marineattachés in den Botschaften nach Bremerhaven eingeladen werden. Und auch das Bundespräsidialamt bekommt den freundlichen Hinweis, dem künftigen Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin für den 14. August 2030 einen Termin in den Kalender zu notieren. Traditionell übernehmen das Staatsoberhaupt oder der Bundeskanzler die Schirmherrschaft der SAIL, die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier endet 2027.

435 Gäste beim Neujahrsempfang 2026 der Stadt Bremerhaven

Trotz der angespannten Wetterlage begrüßte die Stadt Bremerhaven am Donnerstag, dem 8. Januar, insgesamt 435 Gäste im Fischbahnhof zum traditionellen Neujahrsempfang der Stadt.

Eingeladen hatten Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren und Oberbürgermeister Melf Grantz wie in jedem Jahr Gäste aus Politik, Verwaltung, Institutionen, Verbänden und der Wirtschaft, sowie zahlreiche Menschen, die sich ehrenamtlich in Bremerhaven engagieren.

Inhaltlich blickte Oberbürgermeister Melf Grantz gemeinsam mit Moderator Dirk Böhling auf das Jahr 2025 zurück. Die Botschaft: „In Bremerhaven bewegt sich viel, wir sind eine wachsende Stadt mit Zukunftspotential“, so Grantz. Gleichwohl gebe es insbesondere beim Thema Haushalt Handlungsbedarf. Grantz plädierte für eine Neuordnung des Finanzausgleiches zwischen dem Land Bremen und den Kommunen Bremen und Bremerhaven. Zudem nutzte er den Abend, um langjährigen Weggefährtinnen und Weggefährten zu danken. „Ich bin wirklich dankbar für die 15 Jahre, in denen wir gemeinschaftlich viel bewegt haben. Bleiben Sie am Ball, das lohnt sich“, appellierte er.

Traditionell wird der Neujahrsempfang der Stadt auch genutzt, um Spenden zu sammeln. Insgesamt sind 3413,91 Euro für den Kinderschutzbund Bremerhaven zusammengekommen.

Bewirtet wurden die Gäste von Auszubildenden verschiedener Bremerhavener Restaurants und Hotels, für den musikalischen Rahmen sorgte das Armando Balke Trio.

Bremerhaven startet ins Tourismus-Messejahr 2026

Fokus auf deutsche Leitmessen und Fachveranstaltungen für die Reisebranche

Die Erlebnis Bremerhaven GmbH setzt auch 2026 auf eine starke Präsenz bei Tourismusmessen und Fachveranstaltungen für die Reisebranche. Erklärtes Ziel: Mehr Gäste für die Stadt zu begeistern. Die Messe-Tour 2026 endet für Bremerhavens Touristik-Experten erst Ende November – nach über 20 nationalen und auch internationalen Stationen.

„Der persönliche Austausch auf Messen und Branchentreffen ist für uns nach wie vor von zentraler Bedeutung“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. „Wir erreichen hier sowohl potenzielle Gäste als auch Reiseveranstalter, Busunternehmen und Multiplikatoren.“

Ein Ziel: Mehr Gruppenreisen nach Bremerhaven

Das Messejahr beginnt mit dem Tag der Bustouristik, der im vergangenen Jahr in Bremerhaven stattfand und an diesem Wochenende Bus-Experten in Garmisch-Partenkirchen vereint. „Für uns bleibt es das Ziel, mehr Gruppenreisen nach Bremerhaven zu holen“, sagt Marc Reichelt, Projektleiter Vertrieb bei der Erlebnis Bremerhaven. Deshalb stellt er die Destination gleich im Anschluss beim Tag des Bustourismus in Reutlingen vor. Parallel dazu präsentiert sich Bremerhaven auf der CMT in Stuttgart, der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit. Auch die Reisen Hamburg gehört Anfang Februar fest zum Messekalender, ebenso wie der VPR VIP-Treff in Potsdam, der gezielt den Austausch mit Reiseveranstaltern und Vertriebspartnern ermöglicht.

Im Februar und März folgen weitere zentrale Stationen: die Messe f.re.e in München,die Reise + Camping in Essen sowiedie ITB in Berlin, die als internationale Leitmesse der Tourismusbranche dennoch einen klaren Fokus auf den deutschen Markt und den Vertrieb legt. Ergänzt wird das Programm durch regionale und fachlich spezialisierte Formate wie den Tourismustag Butjadingen.

Treffen mit internationalen Reiseeinkäufern

Im Frühjahr und Frühsommer stehen verstärkt Fachveranstaltungen auf dem Plan. Dazu zählen im April der Germany Travel Mart in Oberhausen. Der Workshop gilt als größte Fachveranstaltung der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), der deutsche Tourismus-Anbieter mit internationalen Reiseeinkäufern und Medienvertretern zusammenbringt, um das Reiseland Deutschland zu vermarkten, neue Kontakte zu knüpfen und Geschäfte abzuschließen. „Wir hoffen darauf, diese sehr bedeutende touristische Veranstaltung 2027 in Bremerhaven ausrichten zu können, wenn die Stadt 200 Jahre alt wird“, sagt Gerber.

Die Erlebnis Bremerhaven präsentiert sich Ende April auch auf der RDA Group Travel Expo in Köln als wichtigste Messe für Gruppen- und Bustourismus. „Wir stellen uns als attraktive Destination für Städtereisen, Gruppenangebote und kombinierte Nordsee-Aufenthalte vor“, so Reichelt.

Messe-Auftritte in Österreich und der Schweiz

Ergänzend zu den zahlreichen deutschen Terminen ist Bremerhaven 2026 auch international präsent. In Wien und Zürich präsentiert sich die Stadt erneut gemeinsam mit der Tourismus-Agentur Nordsee (TANO). Der einheitliche Messeauftritt nutzt gezielt Synergien, reduziert Kosten und sorgt für eine hohe Sichtbarkeit. „Die Nachfrage nach der Nordsee als Urlaubsregion ist weiter sehr hoch, insbesondere in der Kombination aus Städten, Inseln und naturnahen Angeboten“, sagt Dominik Mager, zuständig für das Auslandsmarketing.

Ein Schwerpunkt liegt 2026 auf Dänemark. Die Ferie For Alle in Herning gilt als größte Endkundenmesse des Landes. Bremerhaven tritt dort gemeinsam mit Bremen auf unter dem etablierten Dach „Zwei Städte. Ein Land“. „Niederländer und Dänen sind für das Bundesland ganz wichtige Tagesbesucher“, sagt Mager. Bei den Übernachtungen sorgten die Gäste aus Dänemark im vergangenen Jahr in Bremerhaven sogar für ein Plus von 15,8 Prozent. Aber auch Schweizer und Österreicher blieben bei einem Besuch häufiger über Nacht als im Vorjahr, berichtet Mager.

Vertrieb wird gestärkt

Mit der Strategie, sich auf den deutschen Markt zu konzentrieren und dem Besuch von Fachveranstaltungen stärke die Erlebnis Bremerhaven 2026 gezielt den Vertrieb, die Sichtbarkeit der Stadt und die nachhaltige Entwicklung des Standorts, so Gerber. Trotzdem habe man sich entscheiden, die „boot“ in Düsseldorf erst wieder zur Sail 2030 zu besuchen, auch Stände auf Messen in Hannover und den Niederlanden wurden gestrichen.

Bremerhavener Weihnachtsmarkt erweist sich als Besuchermagnet

Schausteller und Erlebnis Bremerhaven GmbH ziehen positive Bilanz

Das war der Bremerhavener Weihnachtsmarkt 2025: Nach fünf Wochen haben die Schausteller am Dienstag, 30. Dezember, ihre Stände und Karussells in der Fußgängerzone und auf dem Theodor-Heuss-Platz geschlossen. Die Bilanz fällt durchaus positiv aus: Den Markt besuchten mehr als 400.000 Menschen, die Geschäfte liefen gut. Mit Lob wird nicht gespart – für die Besucher.

Was gut war? Da muss Alexandra Ausborn, die Sprecherin der Bremerhavener Schausteller, nicht lange nachdenken: „Die Atmosphäre, das Wetter und: vor allem unsere Gäste.“ Der Weihnachtsmarkt werde auch überregional immer stärker wahrgenommen und ziehe Menschen in die Stadt. „Wir haben viel Platz, das Angebot ist attraktiv und uns ist häufig gesagt worden: Es bleibt bezahlbar.“ Vor allem in der Woche vor Weihnachten und in den Tagen danach sei der Besuch sehr stark gewesen, sagt Ausborn. Ihr liege am Herzen, Danke zu sagen. „Die Besucher haben den Weihnachtsmarkt mit uns Schausteller zu dem gemacht, was er heute ist.“

Das kann Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, nur bestätigen. „Unsere Genussführungen waren komplett ausgebucht, obwohl wir die Zahl der Rundgänge verdoppelt hatten.“ Auch der erstmals veranstaltete „Passage-Zauber“ mit kostenlosen Vorführungen beliebter Weihnachtsfilme sei im früheren Passage-Kino sehr gut angenommen worden. Es sei nach wie vor die richtige Entscheidung, den Markt bis zum Jahresende zu öffnen, so Gerber. Die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen hätten die Stimmung nicht beeinflusst. 

Ausborn hat in ihrer Groghütte ein Gespür dafür entwickelt, wer wann den Weihnachtsmarkt besucht hat: nachmittags Großeltern mit ihren Enkeln, freitags und sonnabends die Weihnachtsfeiern, sonntags die Familien.  „Aber die Stände sind so gut angeordnet, dass es selbst dann kein Gedränge gab, wenn es richtig voll war“, sagt sie. Aufgefallen sei der regelmäßige Besuch der vielen internationalen Besatzungsmitglieder des Kreuzliner-Neubaus „Disney Adventure“ gewesen, der sich am Sonntag, 4. Januar, von Bremerhaven aus auf den Weg nach Singapur macht und seit September hier fertig gebaut und ausgerüstet wurde. „Die Crew nimmt die vielen Bilder vom Bremerhavener Weihnachtsmarkt mit in alle Welt“, sagt die Schaustellerin. 

Mit großen und kleinen Konzerten, Laser- und Feuershow und vielen Aktionen für Kinder habe der Weihnachtsmarkt in Bremerhaven ein Programm geboten wie kaum ein zweiter, meint Ausborn. Trotzdem sei die Stimmung insgesamt „ruhig und besinnlich gewesen.“  Mehr als die erwarteten 400.000 Besucher seien in der Innenstadt unterwegs gewesen, kann Gerber bereits sagen. Mit endgültigen Zahlen rechnet er Anfang Januar. Ermittelt werden sie mit einer neuartigen Messmethode, die die Besucherströme in der Bremerhavener Innenstadtanhand anonymer Mobilfunksignale erfasst   

Ausborn berichtet auch von einem ganz anderen „Erfolg“ des Bremerhavener Weihnachtsmarktes – die Glühwein-Becher und -Gläser als Souvenir mitzunehmen. Ihre Kunden hätten etwa 500 Stück lieber behalten als das Pfandgeld zurückzubekommen. An den anderen Ausschankständen sei das genauso, weiß sie.

2026 startet der Weihnachtsmarkt am Montag, 23. November. Geplant ist, auch dann wieder bis zum 30. Dezember zu öffnen.

Wenn Kritik nicht erwünscht ist – Wie Facebook‑Seiten mit unbequemen Stimmen umgehen

Während private Facebook‑Seiten weitgehend frei entscheiden können, welche Kommentare sie zulassen, gelten für öffentliche, journalistische oder institutionelle Seiten höhere Erwartungen. Wer sich als Medium, Informationsquelle oder offizieller Akteur präsentiert, übernimmt eine besondere Rolle im öffentlichen Diskurs.

1. Öffentlich heißt: höhere Verantwortung

Eine Seite, die Nachrichten verbreitet, Behördeninformationen teilt oder sich als journalistisches Angebot versteht, hat eine demokratische und gesellschaftliche Verantwortung:

  • Transparenz
  • Dialogbereitschaft
  • Korrekturfähigkeit
  • offene Debattenkultur

Wenn solche Seiten Kritik systematisch löschen, wirkt das schnell wie ein Versuch, das eigene Bild zu kontrollieren – und nicht wie seriöse Kommunikation.

2. Rechtlich erlaubt – aber moralisch fragwürdig

Auch öffentliche Seiten dürfen Kommentare löschen, solange sie nicht staatlich betrieben sind. Aber: Je offizieller oder journalistischer eine Seite auftritt, desto problematischer wird es, wenn Kritik verschwindet.

Denn dann entsteht der Eindruck:

  • dass unbequeme Fragen unterdrückt werden
  • dass Fehler nicht diskutiert werden sollen
  • dass die Seite nur Zustimmung sichtbar lassen möchte

Das beschädigt Vertrauen – und zwar nachhaltig.

3. Ist das Zensur?

Juristisch: Nein, denn Zensur ist staatlich. Gesellschaftlich: Es fühlt sich für viele wie Zensur an, wenn ein Medium oder eine öffentliche Institution kritische Stimmen entfernt.

Der entscheidende Punkt ist die Wirkung:

  • Wenn ein Medium Kommentare löscht, beeinflusst es die Wahrnehmung seiner Inhalte.
  • Wenn eine Behörde Kommentare löscht, wirkt es wie Einschränkung demokratischer Teilhabe.
  • Wenn eine journalistische Seite Kritik ignoriert, widerspricht das ihrem eigenen Anspruch.

4. Der Unterschied zwischen Moderation und Manipulation

Moderation ist notwendig: Hassrede, Beleidigungen, Rassismus – klar, das muss weg.

Manipulation beginnt dort, wo:

  • sachliche Kritik gelöscht wird
  • Nachfragen unbeantwortet bleiben
  • unbequeme Fakten ausgeblendet werden
  • nur positive Kommentare stehen bleiben

Dann wird die Kommentarspalte nicht moderiert, sondern kuratiert, um ein bestimmtes Bild zu erzeugen.

5. Warum offene Kritik wichtig ist

Gerade öffentliche Seiten leben von Glaubwürdigkeit. Und Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch perfekte Fassaden, sondern durch:

  • Fehler eingestehen
  • Kritik zulassen
  • Diskussionen führen
  • Transparenz zeigen

Wer Kritik löscht, zeigt vor allem eines: Unsicherheit.

Heute

schreibe einen nachrtichtenartikel zum theman „wenn kritik nicht erwünscht ist“. es darum das eine facebookseite, unbequme und kritische kommentare auf ihren kanälen löscht und nicht beantwortet. wie sieht es da mit verantwortung und zensur aus?

Hier ist ein sauber formulierter, journalistisch klingender Nachrichtenartikel, der das Thema sachlich, kritisch und dennoch ausgewogen beleuchtet — ohne auf eine konkrete Seite einzugehen:

Wenn Kritik nicht erwünscht ist – Wie Facebook‑Seiten mit unbequemen Stimmen umgehen

In sozialen Netzwerken sollen Diskussionen lebendig, offen und vielfältig sein. Doch immer häufiger berichten Nutzerinnen und Nutzer, dass kritische oder unbequeme Kommentare auf bestimmten Facebook‑Seiten gelöscht, ausgeblendet oder gar nicht erst beantwortet werden. Was bedeutet das für die Verantwortung der Seitenbetreiber – und wo beginnt der Vorwurf der Zensur?

Gelöschte Kommentare – ein wachsendes Problem

Mehrere Nutzer schildern, dass ihre sachlich formulierten Hinweise, Nachfragen oder kritischen Anmerkungen plötzlich verschwunden seien. Statt einer Antwort oder einer inhaltlichen Auseinandersetzung bleibe oft nur Stille. Für viele entsteht dadurch der Eindruck, dass Kritik nicht erwünscht ist – und dass Betreiber ihre Kanäle lieber als Einbahnstraße nutzen.

Kommunikationswissenschaftler sehen darin ein bekanntes Muster: „Viele Seiten wollen die Vorteile sozialer Medien nutzen, aber nicht die Verantwortung, die damit einhergeht“, sagt eine Medienexpertin. „Wer öffentlich kommuniziert, muss auch mit Widerspruch rechnen.“

Rechtlich erlaubt – aber gesellschaftlich fragwürdig

Wichtig ist: Das Löschen von Kommentaren auf einer privaten Facebook‑Seite ist rechtlich nicht verboten. Betreiber dürfen ihre Kommentarspalten moderieren, Regeln festlegen und Beiträge entfernen, die sie für unpassend halten.

Doch die Frage ist weniger juristisch als gesellschaftlich: Welche Verantwortung tragen Seiten, die sich als Informationsquelle, Community‑Plattform oder journalistisches Angebot verstehen?

Wer sich öffentlich als Stimme einer Region, eines Vereins oder eines Unternehmens präsentiert, übernimmt automatisch eine Rolle im öffentlichen Diskurs. Dazu gehört auch, Kritik auszuhalten – und sie nicht reflexhaft zu entfernen.

Zensur? Ein schwieriger Begriff

Der Begriff „Zensur“ wird in solchen Fällen schnell verwendet, ist aber streng genommen staatlich definiert. Wenn private Betreiber Kommentare löschen, handelt es sich nicht um staatliche Zensur – aber durchaus um inhaltliche Kontrolle, die das Meinungsbild verzerren kann.

Problematisch wird es vor allem dann, wenn:

  • kritische, aber sachliche Beiträge systematisch entfernt werden
  • Nachfragen zu Fehlern oder Widersprüchen unbeantwortet bleiben
  • nur positive oder unkritische Stimmen sichtbar bleiben
  • die Seite sich gleichzeitig als „offen“, „dialogbereit“ oder „journalistisch“ präsentiert

Dann entsteht ein Schein von Transparenz, der mit der tatsächlichen Kommunikationspraxis nicht übereinstimmt.

Vertrauen entsteht durch Dialog – nicht durch Löschungen

Studien zeigen: Nutzer verlieren schneller das Vertrauen in eine Seite, wenn Kritik ignoriert wird, als wenn Fehler offen eingeräumt und diskutiert werden. Transparenz, Dialogbereitschaft und der respektvolle Umgang mit unterschiedlichen Meinungen sind zentrale Bausteine digitaler Glaubwürdigkeit.

Wer hingegen kritische Stimmen systematisch ausblendet, riskiert:

  • den Verlust von Vertrauen
  • den Eindruck von Einseitigkeit
  • den Vorwurf, Diskussionen zu manipulieren
  • eine wachsende Distanz zur eigenen Community

Fazit

Das Löschen unbequemer Kommentare mag kurzfristig Ruhe bringen – langfristig schadet es jedoch der Glaubwürdigkeit. Seitenbetreiber, die Verantwortung ernst nehmen, setzen auf Moderation statt auf Ausblendung, auf Dialog statt auf Schweigen.

Denn soziale Medien leben von Vielfalt. Und Vielfalt beginnt dort, wo Kritik nicht als Störung, sondern als Teil einer lebendigen Öffentlichkeit verstanden wird.