Sonderzüge, Sonder-Parkplätze, mehr Busse: So läuft die Anreise zur SAiL

Verkehrsunternehmen bieten zum Windjammertreffen zusätzliche Verkehre an

53° 32‘ 45‘‘ N 008° 34‘ 48‘‘ E – das sind die Koordinaten für die Bremerhavener Stadtmitte und vom 13. bis 17. August Ziel für das internationale Windjammertreffen SAiL 2025. Erwartet werden 250 Schiffe aus 16 Nationen, kleine Yachten genauso wie imposante Vollschiffe und: insgesamt bis zu 1,2 Millionen Besucher. Mit diesen Tipps läuft die Anreise.

„Wir empfehlen unseren Besuchern generell, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, die die SAiL im Auftrag der Stadt ausrichtet. Mit dem eigenen Auto bis in die Innenstadt zu fahren, davon rät Gerber ab.

Bahnverkehr:

Die EVB stellt für den gesamten Zeitraum der SAiL zusätzliche Züge über Bremerhaven von und nach Cuxhaven sowie Bremervörde zur Verfügung. „Sei klug, komm mit dem Zug“, titelt dazu die EVB. Um 0.03 Uhr und 1.03 Uhr fahren Sonderzüge von Bremerhaven in Richtung Cuxhaven, um 1.08 Uhr in Richtung Bremervörde. http://www.evb-elbe-weser.de/aktuelle_meldungen/evb-bahn-mit-den-zuegen-der-evb-zur-sail-2025-in-bremerhaven

Die Nordwestbahn NWB meldet mehrere Sonderfahrten für die Regio-S-Bahnen von und nach Bremerhaven, so etwa Mittwoch und Donnerstag um 0 Uhr vom Hauptbahnhof in Richtung Bremen, Samstagnachmittag/-abend fahren in beide Richtungen insgesamt sieben Sonderzüge. http://www.nordwestbahn.de/de/regio-s-bahn/freizeit/sail-bremerhaven

Die Deutsche Bahn setzt am Freitag und Sonnabend um 23.24 Uhr sowie um 1.24 Uhr ab Bremerhaven-Lehe Regional-Express Sonderzüge ein, die um 0:02 oder 2.02 Uhr in Bremen am Hauptbahnhof enden.

Alle Bahn-Unternehmen kündigen zudem an, die Züge zu verlängern oder mehr Doppelstockwagen einzusetzen.

Park+Ride:

Im südlichen Fischereihafen stehen in Kooperation mit Bremerhaven Bus mehrere Park+Ride-Parkplätze zur Verfügung. „Viele Flächen unseres P+R haben wir dem Engagement von Unternehmen zu verdanken, die uns Teile ihrer Betriebsflächen zur Verfügung stellen“, sagt Gerber. Die Anfahrt zu den Parkplätzen ist an der A27 ab der Autobahn-Abfahrt Bremerhaven-Süd ausgeschildert. Park-Ride-Flächen stehen auch in Blexen zur Verfügung, das spezielle SAiL-Ticket für Parkplatz und Shuttle-Busse gibt es ab 4 Euro pro Person. https://bremerhavenbus.de/fahrplaene-linien

Busse:

Bremerhaven Bus hat eigens für die SAiL Bremerhaven 2025 einen Sonderfahrplan gestrickt, die meisten Linien fahren in einem 10-Minuten-Takt, in der Nacht zu Sonntag sogar bis 1 Uhr.

Weserfähre:

Die Weserfähre verkehrt zwischen Nordenham (Blexen) und Bremerhaven von Mittwoch, 13. August, bis Samstag, 16. August tagsüber im 20-Minuten-Takt. Abends und nachts gibt es zusätzliche Abfahrten, nach dem Feuerwerk legt die letzte Fähre um 0.20 Uhr in Bremerhaven ab. http://www.weserfaehre.de

Fahrräder:

Der SAiL-Fahrrad-Parkplatz wurde auf dem Grundstück des Alten Finanzamtes (Columbusstraße / Ecke Keilstraße) angelegt. Platz ist für rund 500 Fahrräder. Der Parkplatz ist kostenlos, wird aber auch nicht überwacht.

Wohnmobilplätze:

Im Stadtgebiet ist die Zahl der Wohnmobilplätze mehr als verdoppelt worden. Gut 500 stehen zur Verfügung. 250 Plätze hat der „Wohnmobilhafen“ zusätzlich an der Riedemannstraße eingerichtet. Info über „Wohnmobilhafen“: +49 172 6586491

Reisebusse:

Für die Anreise per Bus werden zusätzlich zu den bekannten Stellplätzen mehr als 100 kostenlose Sonderparkplätze eingerichtet im Bereich der früheren SSW-Werft. Ideal für den Besuch der SAiL: Das Bus-Terminal mit Haltepunkten zum Ein- und Aussteigen der Fahrgäste liegt zentral am Veranstaltungsgelände im Bereich der Columbusstraße.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Deutschen Auswandererhauses hat Oberbürgermeister Melf Grantz der Einrichtung im Namen des Magistrats die herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen und ihre große Bedeutung für die Stadt hervorgehoben.

„Das Deutsche Auswandererhaus ist ein echter Glücksfall für Bremerhaven“, betonte der Oberbürgermeister. „Kaum eine andere Institution hat unsere Stadt national wie international so positiv geprägt und zugleich ein historisches Kapitel auf so eindrucksvolle Weise erlebbar gemacht.“

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2005 zieht das Museum jährlich zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Seestadt. Bereits zwei Jahre nach seiner Eröffnung wurde das Deutsche Auswandererhaus mit dem renommierten Titel „Europäisches Museum des Jahres 2007“ ausgezeichnet – ein Meilenstein, der die hohe Qualität des Ausstellungskonzepts und die visionäre Gestaltung unterstreiche, so Grantz.

„Es hätte keinen besseren Ort für dieses Haus geben können als Bremerhaven“, so der OB weiter. „Von hier aus haben mehr als sieben Millionen Menschen ihre Reise in ein neues Leben begonnen. Diese Geschichten, Hoffnungen und Herausforderungen werden im Deutschen Auswandererhaus auf eindrucksvolle Weise lebendig gehalten.“

Besonderes Lob sprach Grantz der konzeptionellen Erweiterung der Ausstellung aus, mit der das Museum nicht nur die Geschichten von Auswandernden, sondern auch die Erfahrungen von Einwanderinnen und Einwanderern ins Zentrum rückt. „Gerade in der heutigen Zeit ist es ein wichtiges Zeichen, dass das Deutsche Auswandererhaus den Blick weitet und Migration in all ihren Facetten würdigt. Es gibt Menschen eine Stimme, deren Geschichte bislang zu oft unbeachtet blieb.“

Ein besonderer Dank des Oberbürgermeisters gilt dem Hamburger Architekturbüro Andreas Heller Architects & Designers, das sowohl die äußere als auch die innere Gestalt des Museums entwarf. „Andreas Heller und sein Team haben mit großem Mut und gestalterischer Kraft ein innovatives Museumskonzept entwickelt, das den Menschen und seine Erfahrungen nicht als Randnotiz, sondern als Mittelpunkt der Geschichte und ihrer Vermittlung begreift. Dafür gebührt ihnen große Anerkennung.“

Zugleich würdigte Grantz auch die Museumsleiterin Dr. Simone Blaschka: „Sie führt das Haus mit Weitblick und einem klaren Gespür für gesellschaftliche Relevanz. Ihr und dem gesamten Team danke ich herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz und wünsche alles Gute für die Zukunft.“

Mit einer festlichen Eröffnungsfeier ist am Donnerstag, dem 7. August 2025, der kirchPARK, die neue Parkanlage hinter der Großen Kirche, offiziell eingeweiht worden.

Gruppenfoto von vier Personen vor einem Schild des kirchPARK, umgeben von einer frisch gestalteten Parklandschaft mit Bepflanzungen und modernen Sitzgelegenheiten.
©Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Oberbürgermeister Melf Grantz eröffnete gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die neue grüne Oase im Herzen der Stadt.

Nach dem offiziellen Teil wurde der kirchPARK mit einem bunten Rahmenprogramm – unter anderem Kinderschminken und Mitmachaktionen – für die Allgemeinheit geöffnet. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit und nahmen den neu gestalteten Park in Augenschein.

Der Oberbürgermeister zeigte sich begeistert über das Ergebnis der monatelangen Umgestaltung, die sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen geblieben war: „Der kirchPARK zeigt, wie wir städtischen Raum neu denken und lebenswert gestalten können. Mit dieser grünen Oase schaffen wir ein attraktives Stück Lebensqualität mitten in unserer Innenstadt – für Familien, für Erholungssuchende, für alle Generationen. Es ist ein Ort der Begegnung, der Natur und der Zukunft.“ Grantz bezeichnete den kirchPARK als „Vorgeschmack“ auf das, was mit dem Bau des NOVO auf dem ehemaligen Karstadt-Areal in unmittelbarer Nachbarschaft entstehen werde: „Wir entwickeln unsere Innenstadt nach und nach zu einem Anziehungspunkt für alle Menschen, und damit natürlich auch zu einem attraktiven Standort für den Einzelhandel.“

Verantwortlich für die Planung und Umsetzung der neuen Park- und Spielanlage war Landschaftsarchitekt Markus Lüsse vom Gartenbauamt. Das Ergebnis seiner Arbeit verbindet moderne Stadtentwicklung mit ökologischer Aufwertung: Entsiegelte Flächen, vielfältige Bepflanzungen und neue Baumstandorte tragen zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Gleichzeitig laden kreative Spiel- und Bewegungsangebote sowie gemütliche Aufenthaltsbereiche zum Verweilen ein.

Neugestalteter kirchPARK mit Spielplatz, blauen Spielgeräten und grüner Landschaftsgestaltung in der Innenstadt.
Blick auf den neuen kirchPARK in der Innenstadt im August 2025 kurz vor der Eröffnung. ©Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Ein Höhepunkt für viele Kinder war bereits am Eröffnungstag der neue Spielplatz mit dem blauen Fisch als zentrales Element – ein farbenfroher und fantasievoller Spielbereich, der großen Anklang fand. Stadträtin Mandy Kathe-Heppner, Dezernentin für das Gartenbauamt, unterstrich den besonderen Charakter des Projekts: „Der Spielplatz mit dem blauen Fisch als zentrales Gestaltungselement ist ein echter Hingucker und wird schnell zum Lieblingsort vieler Kinder werden. Uns war wichtig, einen inklusiven, kreativen und naturnahen Raum für Spiel und Bewegung zu schaffen – ein Treffpunkt für Jung und Alt.“

Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) umgesetzt. Viele der heutigen Parkelemente gehen auf Vorschläge aus einem vorangegangenen Bürgerbeteiligungsprozess zurück – ein weiteres Zeichen dafür, wie gemeinschaftliche Stadtentwicklung in Bremerhaven gelingt.

Am Rande des Parks wird es in Zukunft auch eine moderne Mobilitätsstation an der Ecke Prager Straße/Mühlenstraße geben. Diese umfasst u. a. abschließbare Fahrradboxen, eine Reparaturstation, Schließfächer sowie vier Car-Sharing-Stellplätze – ein zukunftsweisender Baustein nachhaltiger Mobilität in der Innenstadt. Stadtrat Maximilian Charlet, Dezernent für den Baubereich und das Stadtplanungsamt, teilte mit, dass der Planungsprozess für die Mobilitätsstation an der Großen Kirche abgeschlossen sei: „Das Bauordnungsamt hat gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt und dem Amt für Straßen- und Brückenbau eine optimierte Variante für eine Mobilitätsstation erarbeitet. Entwickelt wurde ein modulares Baukastensystem, so dass die Station an zukünftigen Bedürfnissen angepasst und ebenfalls an anderen Standorten umgesetzt werden kann. Durch eine schnelle Vor-Ort-Montage der vorgefertigten Elemente können wir die Belastung, die eine Baustelle mit sich bringt, sehr gering halten“, so Charlet. Es sei beabsichtigt, die Mobilitätsstation zum Start der Fahrradsaison 2026 in Betrieb nehmen zu können.

Mit der Eröffnung des kirchPARK stehen ab sofort auch die Parkplätze hinter der Großen Kirche wieder zur Verfügung, nachdem die Fläche während der achtmonatigen Bauzeit als Materiallager diente.

Kampagne wirbt für Bremerhaven-Besuch

Aktion lädt zum Wiederentdecken der Attraktionen nach der SAiL ein

Nach dem maritimen Großereignis der SAiL Bremerhaven 2025 geht das Erlebnis in der Seestadt nahtlos weiter: Mit der Kampagne „Komm mal wieder – Vier Häuser, ein Erlebnis“ laden die Attraktionen in der Innenstadt Einheimische und Gäste dazu ein, die faszinierende Vielfalt Bremerhavens neu zu entdecken – und das weit über die SAiL hinaus.

Ermäßigung beim nächsten Besuch

Rund 1,2 Millionen Gäste werden zur SAiL vom 13. bis 17. August in Bremerhaven erwartet – ein idealer Rahmen, um die sogenannten Leuchttürme rund um den Alten und Neuen Hafen ins Rampenlicht zu rücken. Im Zentrum der Aktion stehen Postkarten, gestaltet von Greta Bukowski, die in Hotels ausgelegt und während der SAiL aktiv verteilt werden. Ein besonderes Extra macht die Aktion noch interessanter: Wer den abtrennbaren Rabatt-Schnipsel der Postkarte aufbewahrt, erhält 20 Prozent Ermäßigung beim Besuch der vier beteiligten Einrichtungen – und zwar ab 1. September bis Ende März 2026. So wird der Sommerbesuch der SAiL zur Einladung für einen weiteren Aufenthalt im Winter.

Begleitet wird die Kampagne durch eine gezielte Social-Media- und Pressearbeit, die Lust macht auf Entdeckungen in der eigenen Stadt oder beim nächsten Aufenthalt in Bremerhaven. Die vier Erlebnisorte im Überblick:

  • Deutsches Schifffahrtsmuseum – Seefahrtsgeschichte multimedial, interaktiv und wissenschaftlich fundiert erleben.
  • Deutsches Auswandererhaus – bewegende Auswanderungsgeschichten hautnah und emotional nachempfinden.
  • Klimahaus Bremerhaven – auf Weltreise entlang des achten Längengrads durch Klimazonen, Kulturen und Kontinente.
  • Zoo am Meer – tierische Begegnungen mit Eisbären, Robben & Co. direkt an der Nordseeküste.

Projektleiterin Sonja Riegert sagt: „Mit dem Motto ‚Komm mal wieder‘ sprechen wir nicht nur ehemalige Gäste an, sondern laden auch neue Besucher:innen herzlich ein, die vier Häuser kennenzulernen. Unsere Havenwelten stehen für ganzjährige Erlebnisse, die bleiben – weit über die SAiL hinaus.“

Weitere Informationen zur Kampagne:
www.bremerhaven.de/komm-mal-wieder

Auf der Zielgeraden: Das Tall Ships Race ist im Hafen von Esbjerg in Dänemark zu Ende gegangen. Von dort nehmen die schönsten Schiffe am Sonnabend Kurs auf die SAiL Bremerhaven 2025.

Das internationale Windjammerfestival startet am Mittwoch, 13. August, auf der Weser mit der großen Einlaufparade SAiL-In, zu der sich annähernd 60 Großsegler angemeldet haben. Die „Gorch Fock“ mit dem Bundespräsidenten an Bord wird die gemeinsam einlaufenden Schiffe in Empfang nehmen und nach Bremerhaven geleiten. Insgesamt werden mehr als 100 teilnehmende Schiffe für die Parade erwartet.

250 große und kleine Schiffe werden erwartet

Die Regattaserie ist in Esbjerg als fünften Hafen der STI-Rennen zu Ende gegangen, zuvor waren seit Anfang Juli Le Havre, Dünkirchen, Aberdeen und Kristiansand Stationen. Nach dem Ende der Wettbewerbe geht es für die größten Segler weiter nach Bremerhaven, wo sie auf zahlreiche andere Schiffe treffen, die den direkten Weg zur SAiL genommen haben. Insgesamt werden vom 13. bis 17. August in Bremerhaven rund 250 große und kleine Schiffe festmachen.

Segler liegen bereits im Hafen

Ein Sturm hat auf der letzten Regatta-Etappe von Norwegen nach Dänemark noch dafür gesorgt, den Kurs zu ändern und die Flotte beinahe zwei Tage früher als geplant in den Hafen zu bringen. Schon seit Montag liegen die Segler in Esbjerg. Aber erst ab heute dürfen die Besucher dort das Volksfest besuchen. Vorher blieb der Hafen geschlossen, weil der Aufbau noch nicht abgeschlossen war.

Von Dänemark machen sich auf den Weg nach Bremerhaven: Die „Alexander von Humboldt II“, „Union“, „Capitan Miranda“, „Dar Mlodziezy“, „Sagres II“, „Shabab Oman II“, „Thalassa“, „Corsaro II“, „Urania“, „Esprit“, „Milpat“ und „Pascual Flores“

Es geht los im Werftquartier: Auf dem ehemaligen Gelände der Seebeck Werft entlang der Riedemannstraße sind am Freitag, den 1. August 2025, die Bauarbeiten für den Bau von 108 Wohnungen durch den Investor, die Seebeck Werftquartier GmbH, gestartet.

„Das ist ein Meilenstein für das Werftquartier, nach sieben Jahren Planung geht es endlich sichtbar los“, sagte Oberbürgermeister Melf Grantz bei einem Festakt der Investorengruppe. „Wir wollen Wohnungen bauen, die alle einen Blick zum Wasser oder zum Park haben, und aus dem ehemaligen Werftgelände perspektivisch ein modernes Stadtquartier mit Zukunft machen“, erklärte Investor Dieter Petram.

Gemeinsam mit geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft, viele von Ihnen enge Wegbereiter des Projektes Werftquartier wurde am Helgen, also dort, wo früher die Schiffe ins Hafenbecken gelassen wurden, der Beginn des ersten Bauabschnitts gefeiert.

„Es ist uns ein großes Anliegen, gemeinsam mit der Stadt diesen Meilenstein zu würdigen“, erklärte Petram. 108 zumeist Drei-Zimmer-Wohnungen, alle zwischen 75 und 110 Quadratmetern groß, werden im ersten Bauabschnitt an der Riedemannstraße, am Handelshafen entstehen. Im Erdgeschoss wird das Büro der Seebeck Werftquartier GmbH und der Petram Group einziehen, ebenso ein Café an der zukünftigen Brücke über den Werfthafen.

Entlang der Riedemannstraße, am Werfthafen, werden neben dem jetzigen Bauvorhaben weitere Wohngebäude mit Restaurants und Geschäften entstehen. Im Handelshafen und im Werfthafen sollen Liegeplätze für Boote und Yachten entwickelt werden, dafür ist auch die Sanierung der Kajen und Pieranlagen vorgesehen.

„Die Investoren Ehlerding und Petram werden mit ihren Gesellschaften in den kommenden gut 15 Jahren eine substanzielle, dreistellige Millionensumme im Werftquartier Bremerhaven investieren“, so Petram.

„Leider können wir noch keinen richtigen Baustart feiern, weil auf dem Gelände Altlasten seit über 100 Jahren in zirka fünf Metern Tiefe liegen, die wir zunächst beseitigen müssen. Mit dem heutigen Fest wollen wir zeigen: Wir sind bereit und legen los. Das Werftquartier ist ein echtes Herzensprojekt für uns, die Investoren Ehlerding und Petram“, bekräftigt Petram.

Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz ordnete ein: „Die öffentliche Hand hat für das insgesamt 140 Hektar große Werftquartier bereits rund 17 Millionen Euro investiert, um Grundstücke zu tauschen, Planungen zu beauftragen und den Rahmenplan zu erstellen. Das Werftquartier ist ein großes Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Land sowie privaten Investoren und der Wohnungswirtschaft. Wir wollen alle gemeinsam dafür sorgen, dass Bremerhaven als Wohnort auch für diejenigen attraktiv wird, die bisher hier arbeiten, aber nicht hier leben.“

Im Werftquartier solle Wohnraum für 6.000 Menschen entstehen sowie bis zu 5.000 Arbeitsplätze. Insgesamt plane die öffentliche Hand, bestehend aus Stadt und Land, bis 2040 rund 140 Millionen Euro in das Werftquartier zu investieren. „Das Werftquartier wird nachhaltig, autoarm und direkt am Wasser entstehen und somit eine Lebensqualität vorhalten, die es in der Region bisher nicht gibt.“

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt: „Mit dem Werftquartier entsteht nicht nur dringend benötigter und attraktiver Wohnraum in Bremerhaven. Wir verwandeln zugleich einen altindustriellen Standort in ein modernes, lebendiges Stadtviertel mit Perspektive. Schon die Entwicklung der Havenwelten hat gezeigt, welches wirtschaftliche und städtebauliche Potenzial in zentral gelegenen, maritim geprägten Flächen steckt. Das Werftquartier knüpft daran an und trägt entscheidend zur wirtschaftlichen und stadtentwicklungspolitischen Stärkung Bremerhavens als Zentrum der Region bei. Zugleich setzen wir mit dem Projekt wichtige Impulse für die regionale Wirtschaft. Es entstehen Arbeitsplätze, das lokale Bau- und Dienstleistungsgewerbe profitiert und Bremerhaven gewinnt als Wohn- und Unternehmensstandort an Attraktivität. Dass das Land Bremen die dafür notwendige Infrastruktur gemeinsam mit der Stadt finanziert, zeigt, welchen Stellenwert das Projekt für die Zukunft der Seestadt hat“, so die Senatorin abschließend.

Anerkennung als wichtiger Lernort in Deutschland

Deutschlands einzigartige Wissens- und Erlebniswelt zu den Themen Klima, Klimawandel und Extremwetter, hat einen neuen Schirmherren: Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), hat mit sofortiger Wirkung die Schirmherrschaft für das Klimahaus Bremerhaven übernommen.

„Dass der Minister gleich nach Übernahme seines Kabinettspostens diese Ehrenfunktion für unser Haus übernommen hat, unterstreicht die Bedeutung des Klimahauses als Wissens- und Erlebniswelt mit bundesweiter Ausstrahlung“, betont Ingrid Hayen als Geschäftsführerin. „Es stellt für das Team und seine Arbeit eine große Würdigung und Wertschätzung dar. Dankbar für die Übernahme der Schirmherrschaft laden wir Minister Carsten Schneider zu einem Vor-Ort-Besuch herzlich ein.“

Seit Mai 2025 gehört das Thema Klimaschutz zum Aufgabenbereich des neuen Ministers. Vormals dem Wirtschaftsministerium zugeordnet, sind jetzt Klimaschutz und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen im Umweltministerium vereint. Carsten Schneider setzt sich dafür ein, dass die wichtigen Ökosysteme in Wäldern, Mooren und Gewässern gestärkt werden und der CO2-Ausstoß in Deutschland verringert wird. Dafür sollen die Potenziale der Erneuerbaren Energien genutzt und der Meeresschutz gestärkt werden. Um sich schon jetzt für die spürbaren Folgen des Klimawandels wappnen zu können, sollen Städte und Gemeinden beim Naturschutz und bei der Klimaanpassung unterstützt werden.

In einem Grußwort stellt Minister Carsten Schneider die Bedeutung des Klimahauses als Lernort heraus: „Im Klimahaus Bremerhaven kann man erfahren, was der Klimawandel bewirkt und wie wir ihn aufhalten können. Ich freue mich, Schirmherr der bekannten Wissens- und Erlebniswelt zu sein und verfolge mit Spannung den Diskurs, den das Haus künftig in Bezug auf die Themen Klimaanpassung und Klimalösungen einschlägt. Eine gemeinsame Wissensbasis kann den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärken und dazu beitragen, die Lebensgrundlagen für unsere Kinder und Enkel besser zu schützen. Das Klimahaus ist dafür ein wunderbarer Lernort.“

Carsten Schneider gehört der SPD-Fraktion des Bundestages an, er wurde 1998 als jüngster Abgeordneter in den Deutschen Bundestag gewählt und hat seitdem mehrere politische Ämter übernommen. Seit dem 7. Mai 2025 ist er als Bundesumweltminister Mitglied der Bundesregierung.

Handgearbeitetes Planetarium in Bremerhaven ist eines der ältesten seiner Art

Meterhohe Wellen, keine Sicht in der Gischt, am dunklen Nachthimmel ein paar Sterne – wer bei diesem Wetter auf dem Meer zur sicheren Küste will, guckt heutzutage auf sein GPS-Satellitensystem. Fällt das Instrument allerdings aus, bleibt nur der Notruf. Die Seemänner früherer Zeiten hätten darüber gelacht. Sie konnten noch nach Sternen navigieren. Das Planetarium in Bremerhaven ist dafür ein einzigartiger und kostbarer Zeitzeuge – und von Hand gearbeitet.

„Es ist fast schon ein bisschen Schicksal, dass wir dieses Planetarium hier haben“, sagt Rolf Schäfer vom Verein der Bremerhavener Sternenfreunde. Der Verein betreut die Einrichtung im heutigen Hochschul-Gebäude an der Weserfähre ehrenamtlich. Tatsächlich wirkt das Eröffnungsdatum wie eine Verstrickung der Sternengeschichte. „Eingeweiht wurde das Planetarium als Teil der Seefahrtsschule am 12. April 1961 – genau dem Tag, als der Russe Juri Gagarin als erster Mensch im Weltall war. Das ist reiner Zufall – oder vielleicht doch kosmisch miteinander verbunden“, schmunzelt Schäfer.

Gebaut für die nautische Ausbildung in der Seefahrtschule

Das Zeiss-Planetarium als Herzstück der Anlage ist eine der ältesten Anlagen ihrer Art in Deutschland. Gebaut wurde das technische Wunderwerk, um in Bremerhaven die nautische Ausbildung der aufstrebenden Seefahrernation möglich zu machen. Die stürmische und riskante Island-Fischerei, der zunehmende weltweite Schiffsverkehr – Deutschland brauchte hochqualifizierte Kapitäne und Offiziere, die sich auf dem Meer auskannten und verlässlich auch nach Sternen navigieren konnten. Das Planetarium brachte die Männer gefühlt hinaus auf den Ozean, ohne dass sie das Festland verlassen mussten.

Der Raum und die Technik sind original erhalten

Sechs Meter hoch, eine schneeweiße Kuppeldecke, die blau gepolsterte Sitzbank läuft im Kreis rundum an der Wand entlang – der Raum ist original erhalten und schlicht. Kein Wunder, schließlich sitzen die Zuschauer ja auch heutzutage im Dunkeln, wenn der künstliche Sternenhimmel an die Kuppel projiziert wird. Ausgangspunkt des Lichtwunders ist die geheimnisvolle, kleine Metallkugel in der Mitte des Raumes mit ihren vielen kleinen Öffnungen. „In der Kugel sind verschiedene optische Linsen angebracht und kleine Kupferblenden, aus denen das Licht strahlt. In diese Blenden sind damals tatsächlich per Hand viele winzige Löcher eingestanzt worden – an die 4000 Stück. Das ist eine sehr aufwändige Arbeit“, erklärt Schäfer begeistert.

Die Sterne einer klaren Winternacht

Einige Minuten braucht das Auge, um sich an die Dunkelheit im Raum zu gewöhnen. Zur leisen sphärischen Musik erscheinen in der Kuppel immer mehr Sterne wie aus dem Nichts. Schließlich ist das Funkeln schlichtweg überwältigend und über den Köpfen der Zuschauer breitet sich ein wahres Meer von Lichtpunkten aus. „Wir können hier so viele Sterne an die Kuppel projizieren, wie man in einer klaren Winternacht weit weg von den hellen Städten sehen würde. Hier bei uns gibt allerdings einen deutlichen Vorteil: Man friert nicht“, sagt Schäfer.

Noch dazu ist der Sternenhimmel im Bremerhavener Planetarium auf Wunsch sogar schneller als in der Natur. „Man muss nicht eine ganze Nacht abwarten, um die Drehung der Erde hier am Himmel wahrzunehmen. Wir können die Bewegungen der Sterne nachbilden“, sagt Sternen-Fan Schäfer und drückt am kleinen Motor der Anlage einen Knopf. In Windeseile schieben sich plötzlich die Sterne in der Kuppel über den Nachthimmel. So können die Sternbilder in die verschiedensten Positionen, Konstellationen und sogar Jahrhunderte zurück in der Zeit gebracht werden.

Auch zu sehen: Sonnenfinsternis und Kometen

„Der Stern von Betlehem zum Beispiel ist ein beliebtes Thema zur Weihnachtszeit. Wir zeigen die ungewöhnliche Planetenkonstellation, die vor gut 2000 Jahren für diesen strahlend hellen Punkt am Himmel gesorgt hat. Auch besondere astronomische Ereignisse wie Sonnenfinsternisse oder vorbeiziehende Kometen können wir hier anschaulich und beeindruckend darstellen.“ Geöffnet ist das Bremerhavener Planetarium nicht nur zu den festen Zeiten des Vereins. Es kann für bestimmte Anlässe auch komplett gemietet werden. „Vielleicht“, sagt Schäfer, „möchte jemand seiner Frau ja mal als Überraschung den Sternenhimmel schenken.“

Verein betreut das Planetarium ehrenamtlich

Die Arbeit der Sternenfreunde im Bremerhavener Planetarium ist ehrenamtlich. Sie soll nicht dazu dienen, jede Menge Sternentaler anzusammeln. Rolf Schäfer: „Um diese wertvolle und einzigartige Anlage zu erhalten, nehmen wir gern eine Spende nach der Vorstellung entgegen. Vier Euro pro Person in der Sammeldose machen uns schon glücklich.“ Wer sich für einen Besuch im Planetarium oder die Bremerhavener Sternenfreunde interessiert, kann sich unter der Telefonnummer 0471/777 55 bei Rolf Schäfer melden.

https://bremerhavener-sternfreunde.de/

Werfthafenbrücke im Werftquartier: Planungen beauftragt

Die Planungen für die markante Werfthafenbrücke im Werftquartier sind jetzt beauftragt worden.

Das erklärten Oberbürgermeister Melf Grantz und die Abteilungsleiterin bei der BIS, Ute Bartels bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, dem 24. Juli 2025. Die Brücke verbindet, fällt ins Auge, ist technisch innovativ und nachhaltig gebaut: Mit diesen Argumenten hatte der Entwurf von „Panta Ingenieure und Ney Partners“ die Jury überzeugt. Die Werfthafenbrücke schafft eine direkte Verbindung zwischen dem Werftquartier, dem Stadtteil Geestemünde und dem Hauptbahnhof und stärkt damit die Anbindung des neuen Quartiers an die Stadt. „Unsere Werfthafenbrücke ist mehr als nur eine Verbindung zwischen zwei Ufern – sie ist ein Symbol für den Wandel hier in Bremerhaven, für den Fortschritt und eine nachhaltige Stadtentwicklung“, so Melf Grantz, Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven. Gleichzeitig dankte er der BIS und insbesondere Ute Bartels, für die hervorragend organisierte Durchführung des Wettbewerbs und die Jurysitzung, die bereits im März stattgefunden hatte. Sobald die Bauarbeiten der Wohnungswirtschaft auf der Külkenhalbinsel voraussichtlich in den Jahren 2027/2028 beginnen, soll auch die Brücke umgesetzt werden.

Insgesamt hatten sieben Planungsbüros an dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb teilgenommen, deren Entwürfe in einer Jurysitzung bewertet wurden. Wegen seiner funktionalen sowie gestalterisch markanten Lösung ist der Entwurf von „panta ingenieure und Ney & Partners“ als Sieger aus dem EU-weiten Realisierungswettbewerb hervorgegangen. Die Brücke ist vorrangig für den Fuß- und Radverkehr konzipiert, wird jedoch auch für einen Shuttlebus in einer Fahrtrichtung befahrbar sein. Gleichzeitig bleibt der Werfthafen für Freizeitschiffe passierbar, da die Brücke als bewegliche Klappbrücke ausgeführt wird.

Der Entwurf setzt dabei ein gestalterisches Zeichen: Die V-förmige Geometrie der Brücke greift die industriellen Strukturen des Werftquartiers auf und nimmt Bezug auf die denkmalgeschützten Hafenkräne. Sie bildet einen neuen Orientierungspunkt im Stadtbild und fügt sich zugleich harmonisch in die Umgebung ein.

Technische Innovation und nachhaltige Bauweise

Neben ihrer ästhetischen Qualität überzeugt die Brücke durch ihre nachhaltige und effiziente Bauweise. Ein optimiertes Gegengewichtssystem reduziert den Energieverbrauch beim Öffnungsvorgang auf ein Minimum. Zudem ist der Einsatz von „grünem Stahl“ vorgesehen, um die CO₂-Emissionen im Bauprozess zu verringern.

Technisch basiert die Brücke auf dem Prinzip einer Holländerklappbrücke, das für diese spezielle Nutzung weiterentwickelt wurde. Beim Öffnen kippt das V-förmige Element um 38,75°, während sich das Brückendeck um 77,5° anhebt. Dies ermöglicht eine platzsparende, robuste und wartungsarme Konstruktion.

Ein prägendes Element für das Werftquartier

Mit ihrem innovativen Konzept wird die Werfthafenbrücke nicht nur Verkehrsströme optimieren, sondern auch zur Identität des Werftquartiers beitragen. Sie verbindet Vergangenheit und Zukunft, indem sie sich sowohl auf die historische Hafennutzung als auch auf die Entwicklung eines modernen, lebendigen Stadtteils bezieht.

„Das neue Ingenieurbauwerk Fuß- und Radwegbrücke Werftquartier wird ein Signature-Bauwerk mit optimaler Funktionalität und hoher Prägnanz sein. Es hat das Potential, zum Anziehungspunkt des neuen Werftquartiers zu werden.“, so Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann, welcher als Juryvorsitzender die Sitzung leitete.

Für Einwohnerinnen und Einwohner, Besuchende sowie Pendlerinnen und Pendler wird die Brücke eine wichtige neue Verbindung und zugleich ein markantes Element im Stadtbild sein. Sie steht für eine nachhaltige Stadtentwicklung, die Mobilität, Funktionalität und Gestaltung gleichermaßen berücksichtigt.

Ausstellung im Werftquartierhaus

Die Entwürfe sind in einer kleinen Ausstellung im Werftquartierhaus, Kohlenkai 1, ausgestellt. Interessierte können sich die Entwürfe und Planungsunterlagen zur Werfthafenbrücke während der Öffnungszeiten des Werftquartierhauses (dienstags und donnerstags von 12.00 bis 16.00 Uhr und mittwochs von 9.00 bis 12.00 Uhr) anschauen.

Alle eingereichten Arbeiten und deren Konzepte sind auf der Webseite zu finden: https://www.werftquartier-bremerhaven.de/Werftquartier/Werfthafenbruecke

Impressionen

Das Werftquartier

Das Werftquartier wird auf einem 140 ha großen Areal zwischen dem Fischereihafen und Geestemünde als neues, nachhaltiges Stadtviertel entwickelt. Neben dem Gelände der ehemaligen Seebeck Werft gehört auch die so genannte Külkenhalbinsel zum Areal, das neu entwickelt wird. Die Planungen für das Werftquartier laufen seit sieben Jahren. Neben der Sortierung von Eigentumsverhältnissen ist außerdem mit Hilfe eines städtebaulichen Wettbewerbs ein Rahmenplan erstellt worden. Gewonnen hat der Entwurf des Kopenhagener Büros „Cobe“, der jetzt sukzessive umgesetzt wird. Derzeit sind verschiedene Maßnahmen in Planung – von der Fertigstellung der Baupläne bis zur Veränderung und Herstellung der Infrastruktur, wie etwa Brücken, Mobility Hubs oder Straßenanbindungen. Die Stadt Bremerhaven und das Land Bremen investieren gemeinsam bis 2040 140 Millionen Euro in die Entwicklung des Quartiers, in dem Wohnraum für etwa 6.000 Menschen und etwa 5.000 Arbeitsplätze entstehen sollen. Das Quartier soll als attraktives, autoarmes Wohnviertel direkt am Wasser und in zentraler Lage neue Einwohner an Bremerhaven binden. Bisher sind für Planungen, Grundstückstausche und Gutachten bereits 17 Millionen Euro investiert worden.

Pixi-Buch erzählt von einem Abenteuer zweier Kinder aus Bremerhaven

Bremerhaven hat ein neues Buch für kleine Entdecker: „Emilia, Luka und Pepper und das Abenteuer im Fischereihafen“ heißt das Pixi-Buch, das von der Erlebnis Bremerhaven GmbH gemeinsam mit dem Carlsen-Verlag entwickelt wurde. Auf 24 Seiten nimmt die Geschichte (nicht nur) Kinder mit auf eine abwechslungsreiche Tour durch das Schaufenster Fischereihafen. Der Clou: Die kleinen Helden aus dem Büchlein gibt’s tatsächlich.

Wer kennt sie nicht, die kleinen, quadratischen Büchlein? Seit 1954 schon begleiten Pixi-Bücher Generationen von Kindern mit kurzen, liebevoll erzählten Geschichten und Zeichnungen. Jetzt gibt es erstmals eine Ausgabe, die Bremerhaven und speziell den Fischereihafen in den Mittelpunkt stellt. „Emilia, Luka und Pepper und das Abenteuer im Fischereihafen“ handelt von Schiffen, von Fisch und Meereskunde und einer tierischen Freundschaft.

Eine besondere Aufgabe für das Stadtmarketing

Auf nur 24 Seiten ein so vielfältiges Thema wie den Fischereihafen kindgerecht zu erzählen, sei eine besondere Aufgabe gewesen, sagt Projektleiterin Franziska Stenzel von der Erlebnis Bremerhaven GmbH: „Die Inhalte sollten unterhalten, aber auch Wissen vermitteln – und das alles in eine lustige Geschichte verpackt, ergänzt durch liebevoll gezeichnete Bilder.“ Mit ihrer Kollegin Katharina Perokovic entwickelte sie über Monate das Konzept, suchte Motive aus und lieferte dem Carlsen-Verlag, der das Buch gestaltete, zahlreiche Fotos und Hintergrundinformationen. So entstand eine Geschichte, die den Fischereihafen aus Kinderaugen zeigt – geschrieben von einer Autorin des Verlags und bebildert von einer Kinderbuch-Illustratorin. 

Das passiert, wenn der Hund ausbüxt

Hauptfiguren des Buches sind die fünfjährigen Emilia und Luka und der Hund Pepper – Kinder, die es wirklich gibt und die das Glück haben, dass Stadtmarketing zu den Aufgaben ihrer Mutter und ihrer Großmutter bei der Erlebnis Bremerhaven gehört. In der Geschichte wollen Emilia und Luka gerade zum Essen, als Pepper plötzlich ausbüxt. Auf ihrer Suche nach dem kleinen Hund erleben sie ein Abenteuer: Sie entdecken die „Gera“, das historische Fischereischiff, lernen im Fischereihafen Spannendes über die Unterwasserwelt, besuchen ein Fischgeschäft, dürfen im Fischkochstudio helfen und werfen schließlich einen Blick in eine Halle, wo die Fischstäbchen hergestellt werden, die sie so gerne mögen. Natürlich gibt es am Ende auch ein kleines Happy End – inklusive Fischfrikadelle für Pepper.

30.000 Bücher wurden gedruckt

30.000 Bücher hat die Erlebnis Bremerhaven drucken lassen. „Pixi-Bücher sind nach wie vor sehr beliebt bei Kindern“, sagt Erlebnis-Geschäftsführer Michael Gerber. „Damit sind sie ein tolles Medium, um den Fischereihafen schon den Kleinsten näherzubringen.“

Werbung für Bremerhaven

Die Bücher werden für 0,99 Euro in den Tourist-Infos, in Museumsshops und natürlich auch im Schaufenster Fischereihafen angeboten. Möglich wurde das Projekt auch dank der Unterstützung des Fischkochstudios und der Fischereihafen-Betriebsgesellschaft. Bis zu 3.000 Exemplare sollen auf Reisemessen verteilt werden, um Familien auf Bremerhaven aufmerksam zu machen. Einen Verkauf über den Buchhandel lässt die Vereinbarung mit dem Verlag nicht zu.

Luka und Emilia haben das fertige Büchlein nun im Schaufenster Fischereihafen zu sehen bekommen und sich die Geschichte von Mama und Oma gleich vorlesen lassen. Sie finden sie toll, sagen sie.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Bremerhavens Fischereihafen nun in einem Pixi-Buch vorstellen können“, sagt Michael Gerber. Die Geschichte von Emilia, Luka und Pepper animiere hoffentlich Familien, den Hafen selbst zu entdecken und die maritime Seite der Stadt kennenzulernen.

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