Auf diese Zusage, sagt die Schiffsmanagerin der SAiL, sei sie schon stolz: Das traditionsreiche Segelschulschiff „Corsaro II“ der Italienischen Marine wird am internationalen Windjammerfestival SAiL Bremerhaven vom 13. bis 17. August 2025 teilnehmen. Die italienische Botschaft hat die schnittige Yacht nun angemeldet.
Komplett aus Mahagoni und Teak gebaut
Die „Corsaro II“ ist ein echtes Schmuckstück der klassischen Yachtbaukunst und ein schwimmendes Symbol für nautische Exzellenz. „Sie zählt zu den elegantesten Seglern ihrer Klasse“, weiß Julia Baecher, denn sie ist die Schiffsmanagerin der Erlebnis Bremerhaven GmbH, der kommunalen Gesellschaft für Touristik, Marketing und Veranstaltungen, die die SAiL organisiert. Die „Corsaro II“ wurde 1960 vom renommierten New Yorker Studio Sparkman & Stephens im Auftrag der italienischen Marine als schneller und wendiger Zweimaster entworfen und vollständig aus Mahagoni und Teak gebaut.
60 Kadetten gehen im Sommer auf Reisen
Mit einer Länge von 20,9 Metern, einer Breite von 4,7 Metern, einem Tiefgang von 2,9 Metern und einem 24 Meter hohen Hauptmast trägt die „Corsaro II“ eine Segelfläche von 205 Quadratmetern. Bis zu 16 Personen finden an Bord Platz – insbesondere Kadetten der italienischen Marineakademie in Livorno. Jedes Jahr gehen 60 von ihnen mit der „Corsaro II“ auf See und nehmen während des Sommers an Regatten und maritimen Veranstaltungen in Europa teil. Auf der Yacht zu segeln, ermöglicht den Kadetten einen intensiveren Kontakt mit dem Meer, der Navigation und dem Wetter – bevor sie ihren Dienst auf einem grauen Kriegsschiff antreten.
Schulschiff mit Geschichte – und Zukunft
Seit ihrer Indienststellung vor bald 65 Jahren ist die „Corsaro II“ nicht nur Ausbildungsstätte, sondern immer auch stolze Botschafterin Italiens. Sie nahm an prestigeträchtigen transozeanischen Rennen teil und ist gern gesehener Gast bei internationalen Segel-Festivals. Ab Anfang Juli segelt die Crew von Frankreich bis Dänemark alle vier Regatten der Sail Training International mit, um dann von Esbjerg Kurs auf die Wesermündung zu nehmen. „Viele Schiffe segeln von dort direkt weiter zu uns“, sagt Baecher. Die SAiL in Bremerhaven besucht die „Corsaro II“ das erste Mal „und daher freuen wir uns besonders“.
Ein maritimer Höhepunkt für Bremerhaven
Mit ihrer Teilnahme an der SAIL reiht sich die „Corsaro II“ in eine Flotte internationaler Großsegler ein – 16 Nationen haben inzwischen ihre Teilnahme zugesagt. Zu dem Windjammerfestival in den Havenwelten und im Fischereihafen von Bremerhaven werden 250 Schiffe erwartet sowie rund 1,2 Millionen Besucher.
Sie war eine wichtige ökologische Basis in der Nordsee und gilt seit gut 100 Jahren als ausgerottet: die Europäische Auster. Das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) setzt sich für die Wiederansiedlung der Muschel ein. Im Rahmen eines aufwendigen Projektes werden rund drei Millionen Austern in der Deutschen Bucht ausgewildert.
Austernbänke an der deutschen Nordseeküste – bis in die 1920er-Jahre hinein war das durch die Europäische Auster selbstverständlich. Dann brachen die Bestände durch die Überfischung zusammen. Die Austernbänke waren größtenteils zerstört und damit auch eine Lebensgrundlage der Fischer und der Natur.
„Durch ihren Aufbau haben die Austern groĂźe Riffe gebildet. Auf alten, abgestorbenen Austern siedeln sich neue Muscheln an. Das ergibt dann über die Jahre ein besonderes Biotop, in dem sich viele Tier- und Pflanzenarten ansiedeln“, erklärt Dr. Bernadette Pogoda, Meeresbiologin am AWI. Sie kĂĽmmert sich um die Wiederansiedlung der Europäischen Auster in der Nordsee.Â
Dr. Bernadette Pogoda, Meeresbiologin am AWI, engagiert sich für die Wiederansiedlung der Europäischen Auster in der Nordsee. Foto: Jonas Wresch
Ein Test – 200.000 Austern werden ausgesetzt
Das Projektgebiet liegt gut 20 Kilometer westlich der Insel Borkum im Meeresschutzgebiet „Borkum Riffgrund“. Zunächst wurden hier als Test rund 200.000 junge Austern ausgesetzt, um zu sehen, wie die Tiere reagieren und ob eine Wiederansiedlung möglich ist. Mit Steinschüttgut wurden dafür im Jahr 2020 zwei künstliche Riffe aufgebaut. „Diese Riffe sind gut 70 Zentimeter hoch und liegen in rund 25 Meter Wassertiefe“, erklärt Bernadette Pogoda. „Da es ja keine alten Austernriffe mehr gibt, mussten wir einen Untergrund schaffen, auf dem die Tiere sich verankern können.“
Durch Wasserproben hat das AWI geprüft, ob die Austern sich vermehren und Larven im Meer rund um das Testgebiet zu finden sind – mit Erfolg. Nun ist das Projekt in der nächsten Phase. Insgesamt drei Millionen junge Austern werden bis Ende 2025 von den Bremerhavener Forschern am Borkum Riffgrund ausgesetzt. Die Tiere stammen aus einem niederländischen Zuchtbetrieb. Finanziert und unterstützt wird das Gesamt-Projekt „Europäische Auster“ vom Bundesamt für Naturschutz. Der Aufbau einer eigenen Austernzuchtanlage auf Helgoland, der Riffaufbau, das Auswildern der Austern und die Forschung kosten rund acht Millionen Euro.
Eine Kinderstube fĂĽr viele Fischarten
„Wir freuen uns sehr, dass die erste Austern-Ansiedlung erfolgreich war. Wir haben damit eine echte Chance, in der Deutschen Bucht wieder Riffe mit Europäischen Austern aufzubauen“, betont Bernadette Pogoda. „Die Muschelriffe sind Kinderstube für viele Fischarten und damit auch ein Jagdgebiet für Räuber. Außerdem siedeln sich hier Pflanzen wie Seeanemonen an“. Für die weitere Auswilderung der Europäischen Auster sollen zusätzliche Stein-Riffe aufgeschüttet werden.
Bis in der Deutschen Bucht wieder Riffe auf natürlichem Wege durch die Europäische Auster entstehen, dauert es noch einige Jahre. Trotzdem ist die hier ausgestorbene Muschelart aber schon zu sehen. Der Bremerhavener Zoo am Meer hat zusammen mit dem AWI ein Aquariumbecken mit der Auster besetzt, um auch hier das Wachstum der Art zu beobachten.
Im Zoo-Aquarium blĂĽht bereits eine Anemone
„Korallenriffe kennt jeder, aber dass es vor nur 100 Jahren hier in der Nordsee direkt vor der Haustür auch Riffe gegeben hat – das wissen die Wenigsten“, sagt die Direktorin des Zoos, Dr. Heike Kück. Zusammen mit den Muscheln, Plattfischen und anderen Lebewesen hat sich seit Projektbeginn 2020, wie ein kleines Unterwasserparadies, schon ein vielfältiges Biotop im Nordsee-Aquarium gebildet. Der beste Beweis: Zwischen den Austern wächst eine Seeanemone. Heike Kück: „So wie dieses Mini-Riff hier aussieht, haben früher auch die Austern-Riffe in der Nordsee ausgesehen.“
„BĂĽhne frei“ fĂĽr Fisch und MeeresfrĂĽchte ist auch das Motto der 35. Fischparty, die in Bremerhaven bis zum Sonntag gefeiert wird. 50.000 Besucher werden dazu im Schaufenster Fischereihafen erwartet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Vielfalt, Qualität und Nachhaltigkeit sowie natĂĽrlich der Genuss von frischem Fisch. Vorträge von Wissenschaftlern und Forschern der ThĂĽnen-Institute und des Alfred-Wegener-Instituts widmen sich Themen wie nachhaltiger Fischerei, Zertifizierungen durch MSC und ASC sowie der Frage, wie Fischkonsum umweltbewusst gestaltet werden kann.
Sie waren einst das Rückgrat des Hafens, heute sind sie technische Denkmäler mit Charakter: In der neuen Vier-Kräne-Tour des „BremerhavenGuide“ werden vier eindrucksvolle Hafenkräne vorgestellt, die einst für den Güterumschlag unverzichtbar waren und nun als markante Zeugnisse der Industriekultur faszinieren. Die Tour lädt alle Interessierten zur Entdeckungsreise durch die Hafengeschichte der Seestadt ein – multimedial, kostenlos und jederzeit per App abrufbar.
Industriegeschichte hautnah – digital vermittelt
Die Tour ist Teil der offiziellen Bremerhaven-App „BremerhavenGuide“ und richtet sich sowohl an Gäste als auch an Einheimische. Wer die Tour startet, begibt sich auf eine informative Reise zu vier Kränen am Neuen Hafen, im Museumshafen und an der Geeste. „Jeder dieser Kräne steht stellvertretend für eine Epoche der Hafenentwicklung“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Die kommunale Gesellschaft für Touristik, Marketing und Veranstaltungen hat die Tour konzipiert. „Die Kräne erzählen nicht nur von technischer Raffinesse, sondern auch vom Wandel einer Stadt, deren Identität eng mit dem Hafen verknüpft ist.“
Holzstuhl, FuĂźraste, ein Hebel – so simpel geht es heute nicht mehr zu in den Steuerständen der Kräne. Foto: Dr. Lars Kröger_ DSM
Vier Kräne – vier Geschichten
Halbportalkran (1925):Â Gebaut in Bremerhaven, war der Kran wie Dutzende baugleiche bis 1977 im Einsatz. Heute steht er als Wahrzeichen und letzter seiner Art in der Stadt im Museumshafen und erinnert an die BlĂĽtezeit der StĂĽckgutverladung.
Dampf-Rangier-Kran (1939): Ein seltenes Exemplar mit Dampfantrieb und 360-Grad-Drehung. Ursprünglich auf einer Yachtwerft genutzt, gehört er heute zu den Exponaten des Deutschen Schifffahrtsmuseums.
Kiesverladekran (1959): Am Nordende des Neuen Hafens zeugt der „Grube-Kran“ von der Industriegeschichte des Areals. Der Kran hat 50 Jahre lang dort Sand und Kies umgeschlagen und war bis 2009 in Betrieb.
Werftkran (1956):Â Der Drehkran der einst renommierten Rickmers Werft konnte Lasten bis zu 20 Tonnen heben und steht noch immer am Geesteufer als Symbol fĂĽr Bremerhavens groĂźe Werfttradition. Weil die Kaje marode ist, soll der Kran bald gedreht und auf ein neues Fundament gesetzt werden.
Ein neuer Blick auf alte Riesen
Die Vier-Kräne-Tour vereint Hintergrundinformationen mit anschaulicher Technikgeschichte. Die App bietet dabei nicht nur deutsche, sondern auch englische Inhalte – ideal für internationale Gäste. „Mit der Tour möchten wir historische Infrastruktur erlebbar machen und ein neues Bewusstsein für die Bedeutung dieser stillen Zeitzeugen schaffen“, so Gerber.
Die Tour ist ab sofort kostenlos im „BremerhavenGuide“ verfügbar – einfach App herunterladen, Tour auswählen und Bremerhavens Industriegeschichte entdecken. Die offizielle City-App hat sich als einer der beliebtesten Stadtführer etabliert. Sieben Rundgänge durch Bremerhaven begleitet sie digital mit Text, Audio, Foto und Videobeiträgen. Für ein barrierefreies Hörerlebnis stehen die Texte als Audio-Dateien in der App zur Verfügung. Eine interaktive, digitale Stadtkarte zeigt die Positionen der Sehenswürdigkeiten sowie den Weg dorthin.
Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite der Stadt Bremerhaven:
Die Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven (Stäwog) hat gemeinsam mit den Partnern Stadtbibliothek und dem Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) sowie den Verantwortlichen in Magistrat und Politik erste Erkenntnisse aus der Fertigstellung der Machbarkeitsstudie für das ehemalige Karstadt-Areal vorgestellt.
„Wir haben Erkenntnisse gewonnen, wie wir einen Ort in der Innenstadt schaffen könnten, der diese belebt und an dem sich alle Generationen und gesellschaftliche Gruppen treffen, begegnen und wohlfühlen“, fasst Oberbürgermeister Melf Grantz zusammen. Bürgermeister Torsten Neuhoff ergänzt: „Aus stadtplanerischer Sicht brechen wir alte Strukturen auf und betreiben dringend notwendige Stadtreparatur.“
Seit Ende des Jahres 2024 hat die Stäwog die Machbarkeitsstudie in mehreren Workshops und Gruppentreffen mit den potentiell Beteiligten erarbeitet. „Geleitet hat die Studie die Expertin für Dritte Orte, Julia Bergmann“, erklärt Sieghard Lückehe, Geschäftsführer der Stäwog. Der Auftrag der Stadt an ihre Gesellschaft war, eine attraktive Verbindung zwischen Havenwelten und Innenstadt zu entwickeln, mit einem nachhaltigen Konzept für einen lebendigen Ort, der langfristig und verlässlich Leben in die Innenstadt bringt. „Wichtig war außerdem, dass der Dritte Ort gleichermaßen für Bremerhavenerinnen und Bremerhavener sowie für Gäste attraktiv ist“, so Lückehe. Grantz ergänzt: „Wir wollen die Stärken und Partner Bremerhavens nutzen, um ein echtes Leuchtturmprojekt entstehen zu lassen.“
Das könnte insbesondere durch die Wahl der Beteiligten gelingen. „Unser Alleinstellungsmerkmal in Bremerhaven ist die Zusammensetzung der Partner, die künftige Mieter des neuen Gebäudes werden könnten“, betont Bergmann. So sei es bundesweit einzigartig, dass eine Stadtbibliothek und das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) gemeinschaftlich einen Ort betreiben, an dem sich Bürgerinnen und Bürger, Gäste, aber auch Touristinnen und Touristen treffen, austauschen und bilden können. „Die Angebote werden überwiegend kostenlos nutzbar sein“, so Bergmann. Oliver Engelhardt, Mitglied der Geschäftsführung im DJH-Landesverband Unterweser-Ems, erklärt: „Als anerkannte außerschulische Lernstandorte Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) teilen unsere Jugendherbergen die Werte Chancengleichheit, Inklusion, Kultur, Information, Wissen und Nachhaltigkeit mit der Stadtbibliothek. Das macht eine mögliche Zusammenarbeit am Standort Bremerhaven – neben den hervorragenden Bildungsangeboten etwa durch das Klimahaus in Bremerhaven – so spannend.“ Paula Sophie Prüßner, Leiterin der Bremerhavener Stadtbibliothek, ergänzt: „Wir haben beide das Ziel, mit unserer Programmarbeit und unseren erlebnispädagogischen Bildungsangeboten soziales Engagement zu fördern und die Demokratie zu stärken. Die Stadtbibliothek ist bereits jetzt ein wichtiger Ort für die Stadtgesellschaft und wir haben den Anspruch mit unseren Angeboten und Services aktiv zum Gemeinwohl beizutragen.“
Quelle: Gerber Architekten
Auch architektonisch sollen sich diese Werte widerspiegeln. „Wir werden das Gebäude von innen heraus entwickeln und optimal auf die Nutzungsmöglichkeiten abstimmen“, erklärt Björn Grote, Projektleiter der Stäwog. Entsprechend sei das Bielefelder Architektenbüro Baulampe mit der Entwicklung eines Innenraumkonzeptes beauftragt worden. „Das Gebäude soll lichtdurchflutet, mit hohen, luftigen Räumen sein, die zum Ankommen und Verweilen einladen, ebenso aber auch Lust aufs Entdecken machen“, erklärt Architekt Mario Nolle. Im Erdgeschoss sollen deshalb neben der Gastronomie und der Rezeption bereits Bereiche für ein MINT-Labor und ein Geschichtenlabor untergebracht sein. „Das Gebäude soll so aufgebaut sein, dass man von jedem Stockwerk aus Blickbeziehungen in das nächste Stockwerk herstellen kann“, so Nolle weiter. Neben einer Familien- und einer Jugendbibliothek im ersten Obergeschoss soll es dort Platz für Do-It-Yourself-Labore geben. Im zweiten Obergeschoss soll die Erwachsenenbibliothek mit entsprechenden Lerninseln entstehen sowie ein Veranstaltungssaal und der Stadtbalkon, eines der Highlights.
Die Zimmer der möglichen Jugendherberge würden darüber in einem „Turm“ mit drei weiteren Ebenen untergebracht werden, der gleichzeitig eine architektonische Spannung zum dahinterliegenden Columbus-Center darstellt. Das erläuterte Julian Döneke von Gerber Architekten, deren Aufgabe die Übertragung der Nutzerinnen-Anforderung in eine mögliche Gebäudeform war. „Eine dreistöckige Scholle mit dreistöckigem Turm wäre eine Möglichkeit, das Gebäude wäre zur neuen Sichtachse offen ausgerichtet und würde so zur Belebung beitragen“, so Döneke.
„Die Architekten haben deutlich aufgezeigt: Wir müssen neue Wege gehen, wenn wir erfolgreich sein wollen“, erklärt Oberbürgermeister Melf Grantz. Dass selbst Teile des ehemaligen Karstadt-Gebäudes nicht für die Zukunft nutzbar seien, habe die Machbarkeitsstudie ebenfalls deutlich aufgezeigt. „Das Gebäude zu erhalten ist nicht möglich und würde auch keine Zeit- oder Kostenersparnis bringen“, so Grantz.
Neuhoff erklärt: „Wir versetzen die Stäwog in die Lage, die Planungen sowie das Gebäude vorzufinanzieren. Über die Mietzahlungen refinanziert sich das Projekt am Ende der Laufzeit. Das ist ein deutlicher Vorteil zur Zusammenarbeit mit privaten Investoren.“
Die Bürgerinnen und Bürger erhalten beim nächsten Bürgerdialog am Donnerstag, dem 24. April 2025, um 18.30 Uhr im Deutschen Auswandererhaus die Möglichkeit, sich die Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie erläutern zu lassen. „Wir freuen uns auf rege Beteiligung“, so Grantz.
Mithilfe der Haushaltsmittel aus der Sicherheits- und Sauberkeitsoffensive in Höhe von 35.000 Euro konnten die EBB mehrere Elektro-Geräte anschaffen. „Diese sind deutlich leiser und leichter in der Handhabung und ermöglichen eine effizientere Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erklärt Stadtrat Hans-Werner Busch, Dezernent für die EBB.
Neben den Kehrmaschinen, die für die Reinigung der Straßen eingesetzt werden, nutzt die EBB zur Reinigung von kleinteiligen oder schwer zugänglichen Flächen wie etwa Parkplätze, neben Besen und Schaufel vor allem Laubgebläse und Motorsensen. Diese werden, sobald sie nicht mehr nutzbar sind, ab sofort durch Elektromodelle ersetzt. „Die sind nicht nur umwelt- und bedienfreundlicher, sondern auch zeitsparend“, so Busch. Die Elektrogeräte benötigten beispielsweise keinen langen Startvorgang und müssten nicht vor Ort betankt werden. Zusätzlich seien die Reinigungsteams jeweils mit einer E-Wildkrautbürste und einem E-Handsauger ausgestattet worden. „Wildkrautbürsten werden dort eingesetzt, wo der Einsatz einer selbstfahrenden Kehrmaschine nicht möglich ist. Handsauger werden auf Untergründen gegen Littering (z.B. Zigarettenkippen, Taschentücher etc.) eingesetzt, auf denen man nicht Fegen kann, wie zum Beispiel Kies oder Rasen“, erklärt Busch.
Die Ausstattung der Reinigungsteams mit Elektrohandmaschinen, die auf die unterschiedlichen Einsätze spezialisiert sind, ermögliche eine ganzheitliche Reinigung des Einsatzortes betont Busch. „Die Maschinen sind klimafreundlich und geräuscharm. Dadurch ist ein Einsatz in der Innenstadt und auch am Wochenende möglich.“
Die Innenstadt liegt dem Dezernenten besonders am Herzen: „Um das Abfallaufkommen in der Innenstadt am Sonntag durch zu früh herausgestellte Abfallbehälter und Säcke zu entlasten, wurde im Einvernehmen mit der Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft (BEG) die Abfallabfuhr in 2025 von Montag auf den Dienstag verschoben. Weiterhin wurden von der EBB insgesamt 4 Elektrokehrmaschinen in 2024 beschafft, um die Anforderungen der Innenstadt und der touristischen Gebiete zu erfüllen, aber natürlich auch, um die CO2-Bilanz zu verbessern.“ Die Maschinen haben als weiteren Vorteil ein leichteres Gewicht. Zwei dieser Multifunktionsgeräte werden daher im Winterdienst auf Radwegen eingesetzt, weil sie die Fahrradwege schonen, die häufig mit Gehwegplatten gepflastert sind. Die Maschinen wurden als Ersatz für verbrauchte Dieselmaschinen beschafft. Dabei konnten Zuschüsse des Bundes genutzt werden.
„So schwer ist das mit dem Filetieren gar nicht. Man muss nur das richtige und vor allem scharfe Messer haben und abhängig vom Fisch an der richtigen Stelle entlang der Hauptgräte schneiden“, erklärt der Fischmeister. Dass dabei sein kleiner Finger wie ein charmanter Enterhaken ein bisschen zur Seite steht, stört ihn nicht. „Naja, da habe ich mal reingeschnitten und die Sehne erwischt. Das Leben an der Küste ist hart“, sagt er und lacht unbeschwert.
„Rolling home“: Nach sechs Monaten auf See ist die „Alexander von Humboldt II“ am Freitag in ihren Heimathafen Bremerhaven zurückgekehrt. Für welche ehrenvolle Aufgabe sich die „grüne Lady“ dort herausputzt, signalisiert eine riesige Fahne am Heck mit der Aufschrift „Sail 2025 Bremerhaven“. Das spektakuläre Windjammerfestival findet vom 13. bis 17. August in der Seestadt statt und die „Alex“ wird die Einlaufparade der imposanten Flotte als Flaggschiff anführen.
Die Botschafterin Bremerhavens auf den Weltmeeren ist auf der Heimreise kräftig durchgeschüttelt worden, als sie sich im Februar durch einen heftigen Atlantiksturm kämpfen musste. „Zwischen den Bermudas und den Azoren ist das Schiff in schweres Wetter geraten“, berichtet Jürgen Hinrichs, Vorstand der Deutschen Stiftung Sail Training, dem Betreiber der „Alex 2“. Für die 16- bis 19-jährigen Trainees an Bord sei das eine abenteuerliche Bewährungsprobe gewesen, für die ehrenamtliche Stammcrew dagegen Segleralltag.
Neuer Hafen- Alex 2 kommt aus der Karibik zurĂĽck
11.4.14 Foto Scheer
JĂĽrgen Hinrichs
Zu Ostern im Heimathafen
Ein paar kleinere Schäden wie zerrissene Segel konnten noch während der Fahrt geflickt werden. Was darüber hinaus für die Reparaturen nötig ist, stand schon bereit, als das Schiff am Nachmittag bei einem Reparaturbetrieb im Fischereihafen festmachte. Eine Woche lang wird sie dort liegen, dann verholt die Bark an ihren Stamm-Liegeplatz in den Neuen Hafen, von wo aus sie über Ostern zu mehreren Tagestörns ausläuft. Danach geht es dann zum ersten großen Törn in Richtung London.
Auf See als schwimmendes Klassenzimmer
Seit Mitte Oktober 2024 war das Segelschiff unter der Charter des im kanadischen Nova Scotia beheimateten „West Island College international“ als schwimmendes Klassenzimmer unterwegs gewesen. Eine Kooperation, die sich bereits seit fünf Jahren bewährt und die der Stiftung die Auslastung des Windjammers in den Wintermonaten sicherstellt. Die Trainees bekommen dabei die Gelegenheit, unter fachkundiger Leitung Hochseesegeln auf Traditionsschiffen zu betreiben und dabei auch viel beschworene soziale Kompetenzen in Sachen Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und gegenseitige Rücksichtnahme zu erlernen. Allesamt prägend für die Charakterbildung der jungen Menschen.
Seite an Seite mit dem Bundespräsidenten
Für die Sommersaison und die Sail 2025 in Bremerhaven läuft sich die Crew nach dem England-Abstecher bereits beim Hamburger Hafengeburtstag warm, wo das Schiff mit den markanten grünen Segeln am 11. Mai die Auslaufparade anführen wird. Dass die „Alexander von Humboldt II“ zum Flaggschiff der Sail berufen wurde, nennt der Stiftungsvorsitzende Hinrichs eine große Ehre: „Da nimmt man nicht jeden“, sagt er. Für die 2011 in Dienst gestellte „neue Alex“ ist es nach 2015 zwar schon die zweite Sail-Teilnahme, doch dieses Mal führt sie die beeindruckende Flotte von 250 Schiffen aus aller Welt zum ersten Mal an. Während sich die Windjammer am 13. August in der Außenweser versammeln, fährt Bundespräsident Walter Steinmeier, der Schirmherr der Veranstaltung, der Flotte an Bord des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ entgegen um dann Seite an Seite mit der „Alexander von Humboldt II“ in Richtung Bremerhaven zu laufen.
Erwartet werden mehr als eine Million Besucher
Nach dem wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 ausgefallenen Großseglertreffen und zehn Jahren Sail-Abstinenz erwarten die Organisatoren während der Festtage in der größten deutschen Stadt an der Nordseeküste über eine Million Besucher. Sämtliche Programminfos unter sail-bremerhaven.de.
Segeltörn Alexander von Humboldt 2 im Juli 2024 in Ostsee und Nordsee von Göteborg nach Edinburgh fotografiert am 20.06.2024 in auf dem Meer. Foto: Maurizio Gambarini/FUNKE Foto Services
Gruppenbild der ernannten Einsatzkräfte Bild: Feuerwehr Bremerhaven / Münch
Am 28. März wurden 48 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bremerhaven feierlich ernannt. Die große Zeremonie fand im Historischen Museum Bremerhaven statt. Feuerwehrdezernent Stadtrat Peter Skusa und der Leiter der Feuerwehr, Jens Cordes, führten gemeinsam mit den Vertretern des Personalamtes, den Leitern der jeweiligen Bereiche und dem Personalrat durch die Zeremonie, bei der die Urkunden überreicht und die Dienstgradabzeichen feierlich ausgetauscht wurden.
Feuerwehrdezernent Stadtrat Peter Skusa ĂĽberreicht die Ernennungsurkunde an eine Einsatzkraft. Bild: Feuerwehr Bremerhaven / MĂĽnch
- Zwei Brandmeisteranwärter wurden in das Beamtenverhältnis auf
Widerruf ernannt. Die Ausbildung zum Brandmeister begann am 1.
April.
- Die Ausbildung zum Brandmeister wurde von den Teilnehmern des
vor zwei Jahren gestarteten Grundausbildungslehrgangs am 27.
März abgeschlossen. Sie erhielten in der Zeremonie ihr
Abschlusszeugnis. Da der GroĂźteil der Teilnehmer Beamte der
Feuerwehr Bremerhaven sind, wurden 14 Einsatzkräfte zusätzlich
zum Brandmeister in das Beamtenverhältnis auf Probe ernannt.
- Acht Beamte wurden in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit
ernannt.
- Eine Brandmeisterin wurde zur Oberbrandmeisterin, und 19
Brandmeister wurden zum Oberbrandmeister ernannt.
- Eine Oberbrandmeisterin und ein Oberbrandmeister wurden zur
Hauptbrandmeisterin beziehungsweise zum Hauptbrandmeister
ernannt.
- Den Abschluss bildete die Ernennung eines Kollegen zum
Brandamtsrat.
Einer der Ernannten hatte an diesem Tag Geburtstag, und so ließ es sich Feuerwehrdezernent Stadtrat Peter Skusa nicht nehmen, in Feuerwehrmanier ein Geburtstagslied anzustimmen und mit den Gästen sowie den anwesenden Einsatzkräften zu singen.
Die Einsatzkräfte waren zahlreich vertreten. Die diensthabende Wachabteilung der Feuerwehr erschien in voller Stärke mit den Einsatzfahrzeugen im Historischen Museum, um der Zeremonie beizuwohnen und ihre Anerkennung sowie den Zusammenhalt zu demonstrieren. Viele Passanten waren von der Anzahl der Einsatzfahrzeuge an der Geeste beeindruckt und schauten sich bei bestem Wetter die Fahrzeuge an. Da alle Fahrzeuge einsatzbereit waren, blieb es natürlich nicht aus, dass eine Rettungswagenbesatzung alarmiert wurde.
GroĂźaufgebot von Einsatzfahrzeugen zur Zeremonie. Bild: Feuerwehr Bremerhaven / MĂĽnch
Skusa wĂĽrdigte in seiner Rede die Einsatzbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen und stellte die Wichtigkeit fĂĽr die Kommune heraus. „DafĂĽr bedanke ich mich mit Nachdruck“, so Skusa. Ein weiterer Dank ging unter anderem an das Historische Museum, das die Räumlichkeiten zur VerfĂĽgung gestellt und bei den Vorbereitungen unterstĂĽtzt hat. Die Familien der ernannten Einsatzkräfte hatten unter anderem die Möglichkeit, die Wartezeit mit einem Rundgang durch das Museum zu verkĂĽrzen.
Ebenfalls gebührt dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) aus Bremerhaven ein Dank. Das DRK stellte seinen Einsatzbus zur Verfügung. Dieser nimmt sonst bei größeren Einsatzlagen betroffene Personen auf, an diesem Tag wurden die zu ernennenden Kolleginnen und Kollegen an der Zentralen Feuerwache abgeholt und zum Museum befördert.
Na, das ist doch mal eine auĂźergewöhnliche Wanderung: Frank Reininghaus ist gut 15 Kilometer in Bremerhaven unterwegs – mit einer Trittleiter unterm Arm. Seine Wanderstrecke, so findet er, fĂĽhrt an den interessantesten Ecken der Stadt entlang. Die Leiter hilft, nach Reininghaus auch anderen den Weg zu weisen.
Bereits seit 2021 führt ein offizieller Wanderweg durch die „Marinestadt Bremerhaven“, zertifiziert vom Deutschen Volkssportverband e.V., aber die Ausschilderung war immer ein Problem: „Sie wurde gerne zerstört“, sagt Frank Reininghaus. Mehr als 100 geklebte Hinweise an Wegmarken wurden regelmäßig wieder abgezogen, abgekratzt oder überklebt. Das soll nun anders werden: Die Erlebnis Bremerhaven unterstützt den Verein „Freundeskreis der Nimwegen-Delegation der Bundeswehr“, von dem das Konzept und die Idee für Bremerhavens ersten offiziellen Wanderweg stammte, beim Anbringen einer dauerhaften Beschilderung. Zwei Tage lang ist Reininghaus dafür mit seiner Leiter unterwegs, um die kleinen quadratischen Hinweistafeln anzubringen.
Drei Längen für einen Wanderweg
Die Spazierwanderung führt auf sechs, zwölf oder 15 Kilometer langen Etappen durch die schönsten Ecken Bremerhavens, ist wassernah und bietet zugleich auch viele grüne Momente. So geht es nach dem Start an der Tourist-Info Hafeninsel über den Deich Richtung Süden, vorbei am Klimahaus und dem Deutschen Schifffahrtsmuseum, über die Kennedybrücke auf einer ehemaligen Bahnstrecke bis ins Schaufenster Fischereihafen. Dort dreht sich die Wanderperspektive wieder Richtung Norden, vorbei an einem historischen Wasserturm und der Grünanlage am Holzhafen bis zur Marineschule. Am Ufer der Geeste werden dann das Kapitänsviertel und ein denkmalgeschützter Turmdrehkran passiert. Die letzten Kilometer gehören den Havenwelten Bremerhaven, in denen es rund um den Neuen Hafen geht, vorbei an den touristischen Attraktionen Deutsches Auswandererhaus und Zoo am Meer. Den Blick von der Kaje die Wesermündung hinaus in Richtung Nordsee ist Abschluss auf dem Wanderweg „Marinestadt Bremerhaven“.
Reininghaus, selbst seit mehr als 30 Jahren begeisterter Wanderer, hatte die Idee zu der Tour, die Strecke selbst zusammengestellt und über die Nimwegen-Delegation beim Deutschen Volkssportverband als dauerhaften Wanderweg angemeldet. Der Fregattenkapitän a.D. hat viele Jahre an der Marineoperationsschule in Bremerhaven gearbeitet. In der Stadt an der Wesermündung war 1849 die erste deutsche Flotte stationiert. Wandern helfe ihm, abzuschalten, „den Kopf frei zu bekommen“, sagt Reininghaus. Und er bemüht Goethe, der gesagt haben soll: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du wirklich gewesen“.
In den beiden Tourist-Infos – in den Havenwelten und dem Schaufenster Fischereihafen – können Wanderer sich über die Route informieren und eine Startkarte bekommen, in die nach Abschluss der Wanderung ein Stempel die gelaufene Tour bestätigt.
Eine Übersicht über 13 Rad- und Wandertouren sowie auch Joggingrunden durch Bremerhaven präsentiert die Erlebnis Bremerhaven im Internet in ihrem Outdooractive-Tourenplaner. www.bremerhaven.de/RadundWandertouren
Heute beginnen die Arbeiten des Amtes für Straßen- und Brückenbau zur Anbindung der Straße Deichsfeld an den Radweg „Fahr(G)rad 8“.
Die Verlängerung dieser Straße ergänzt eine Reihe von Maßnahmen, die den Radverkehrsfluss innerhalb des Stadtgebietes sicherer, aber auch komfortabler gestalten.
Da die Arbeiten ohne Sperrung im Straßenbereich stattfinden, ist die Straße Deichsfeld weiterhin uneingeschränkt erreichbar.