Historischer Zweimaster zählt zu den elegantesten

Auf diese Zusage, sagt die Schiffsmanagerin der SAiL, sei sie schon stolz: Das traditionsreiche Segelschulschiff „Corsaro II“ der Italienischen Marine wird am internationalen Windjammerfestival  SAiL Bremerhaven vom 13. bis 17. August 2025 teilnehmen. Die italienische Botschaft hat die schnittige Yacht nun angemeldet.

Komplett aus Mahagoni und Teak gebaut

Die „Corsaro II“ ist ein echtes SchmuckstĂĽck der klassischen Yachtbaukunst und ein schwimmendes Symbol fĂĽr nautische Exzellenz. „Sie zählt zu den elegantesten Seglern ihrer Klasse“, weiĂź Julia Baecher, denn sie ist die Schiffsmanagerin der Erlebnis Bremerhaven GmbH, der kommunalen Gesellschaft fĂĽr Touristik, Marketing und Veranstaltungen, die die SAiL organisiert. Die „Corsaro II“ wurde 1960 vom renommierten New Yorker Studio Sparkman & Stephens im Auftrag der italienischen Marine als schneller und wendiger Zweimaster entworfen und vollständig aus Mahagoni und Teak gebaut.

60 Kadetten gehen im Sommer auf Reisen

Mit einer Länge von 20,9 Metern, einer Breite von 4,7 Metern, einem Tiefgang von 2,9 Metern und einem 24 Meter hohen Hauptmast trägt die „Corsaro II“ eine Segelfläche von 205 Quadratmetern. Bis zu 16 Personen finden an Bord Platz – insbesondere Kadetten der italienischen Marineakademie in Livorno. Jedes Jahr gehen 60 von ihnen mit der „Corsaro II“  auf See und nehmen während des Sommers an Regatten und maritimen Veranstaltungen in Europa teil. Auf der Yacht zu segeln, ermöglicht den Kadetten einen intensiveren Kontakt mit dem Meer, der Navigation und dem Wetter – bevor sie ihren Dienst auf einem grauen Kriegsschiff antreten.

Schulschiff mit Geschichte – und Zukunft

Seit ihrer Indienststellung vor bald 65 Jahren ist die „Corsaro II“ nicht nur Ausbildungsstätte, sondern immer auch stolze Botschafterin Italiens. Sie nahm an prestigeträchtigen transozeanischen Rennen teil und ist gern gesehener Gast bei internationalen Segel-Festivals. Ab Anfang Juli segelt die Crew von Frankreich bis Dänemark alle vier Regatten der Sail Training International mit, um dann von Esbjerg Kurs auf die WesermĂĽndung zu nehmen. â€žViele Schiffe segeln von dort direkt weiter zu uns“, sagt Baecher. Die SAiL in Bremerhaven besucht die „Corsaro II“ das erste Mal „und daher freuen wir uns besonders“.  

Ein maritimer Höhepunkt für Bremerhaven

Mit ihrer Teilnahme an der SAIL reiht sich die „Corsaro II“ in eine Flotte internationaler Großsegler ein – 16 Nationen haben inzwischen ihre Teilnahme zugesagt. Zu dem Windjammerfestival in den Havenwelten und im Fischereihafen von Bremerhaven werden 250 Schiffe erwartet sowie rund 1,2 Millionen Besucher.

Diese Staatsgäste haben zugesagt

Aushängeschilder des Windjammer-Festivals sind die segelnden Staatsgäste – die Marine-Schulschiffe. Peru kommt erstmals mit der Viermastbark „Union“, Mexiko segelt mit der „CuauhtĂ©moc“ nach Bremerhaven, aus Uruguay kommt der Dreimast-Schoner „Capitan Miranda“, aus dem Sultanat Oman die „Shabab Oman II“, die Deutsche Marine hisst die Segel der „Gorch Fock“.  Zugesagt hat auch die Königliche Marine der Niederlande fĂĽr ihre Stagsegelketsch „Urania“ und Frankreich fĂĽr die „Belle Poule“. Es wird voll werden in den Häfen zur SAiL 2025 in Bremerhaven, „aber fĂĽr Staatsschiffe haben wir immer einen Platz frei“, sagt die Schiffsmanagerin.

Bremerhavener Forscher siedeln ausgerottete Muscheln wieder an

Sie war eine wichtige Ă¶kologische Basis in der Nordsee und gilt seit gut 100 Jahren als ausgerottet: die Europäische Auster. Das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut fĂĽr Polar- und Meeresforschung (AWI) setzt sich fĂĽr die Wiederansiedlung der Muschel ein. Im Rahmen eines aufwendigen Projektes werden rund drei Millionen Austern in der Deutschen Bucht ausgewildert.

Austernbänke an der deutschen NordseekĂĽste – bis in die 1920er-Jahre hinein war das durch die Europäische Auster selbstverständlich. Dann brachen die Bestände durch die Ăśberfischung zusammen. Die Austernbänke waren größtenteils zerstört und damit auch eine Lebensgrundlage der Fischer und der Natur. 

„Durch ihren Aufbau haben die Austern große Riffe gebildet. Auf alten, abgestorbenen Austern siedeln sich neue Muscheln an. Das ergibt dann über die Jahre ein besonderes Biotop, in dem sich viele Tier- und Pflanzenarten ansiedeln“, erklärt Dr. Bernadette Pogoda, Meeresbiologin am AWI. Sie kümmert sich um die Wiederansiedlung der Europäischen Auster in der Nordsee. 

Ein Test â€“ 200.000 Austern werden ausgesetzt

Das Projektgebiet liegt gut 20 Kilometer westlich der Insel Borkum im Meeresschutzgebiet â€žBorkum Riffgrund“. Zunächst wurden hier als Test rund 200.000 junge Austern ausgesetzt, um zu sehen, wie die Tiere reagieren und ob eine Wiederansiedlung möglich ist. Mit SteinschĂĽttgut wurden dafĂĽr im Jahr 2020 zwei kĂĽnstliche Riffe aufgebaut. â€žDiese Riffe sind gut 70 Zentimeter hoch und liegen in rund 25 Meter Wassertiefe“, erklärt Bernadette Pogoda. „Da es ja keine alten Austernriffe mehr gibt, mussten wir einen Untergrund schaffen, auf dem die Tiere sich verankern können.“

Durch Wasserproben hat das AWI geprĂĽft, ob die Austern sich vermehren und Larven im Meer rund um das Testgebiet zu finden sind â€“ mit Erfolg. Nun ist das Projekt in der nächsten Phase. Insgesamt drei Millionen junge Austern werden bis Ende 2025 von den Bremerhavener Forschern am Borkum Riffgrund ausgesetzt. Die Tiere stammen aus einem niederländischen Zuchtbetrieb. Finanziert und unterstĂĽtzt wird das Gesamt-Projekt â€žEuropäische Auster“ vom Bundesamt fĂĽr Naturschutz. Der Aufbau einer eigenen Austernzuchtanlage auf Helgoland, der Riffaufbau, das Auswildern der Austern und die Forschung kosten rund acht Millionen Euro.

Eine Kinderstube fĂĽr viele Fischarten

„Wir freuen uns sehr, dass die erste Austern-Ansiedlung erfolgreich war. Wir haben damit eine echte Chance, in der Deutschen Bucht wieder Riffe mit Europäischen Austern aufzubauen“, betont Bernadette Pogoda. „Die Muschelriffe sind Kinderstube fĂĽr viele Fischarten und damit auch ein Jagdgebiet fĂĽr Räuber. AuĂźerdem siedeln sich hier Pflanzen wie Seeanemonen an“. FĂĽr die weitere Auswilderung der Europäischen Auster sollen zusätzliche Stein-Riffe aufgeschĂĽttet werden. 

Bis in der Deutschen Bucht wieder Riffe auf natürlichem Wege durch die Europäische Auster entstehen, dauert es noch einige Jahre. Trotzdem ist die hier ausgestorbene Muschelart aber schon zu sehen. Der Bremerhavener Zoo am Meer hat zusammen mit dem AWI ein Aquariumbecken mit der Auster besetzt, um auch hier das Wachstum der Art zu beobachten.

Im Zoo-Aquarium blĂĽht bereits eine Anemone

„Korallenriffe kennt jeder, aber dass es vor nur 100 Jahren hier in der Nordsee direkt vor der HaustĂĽr auch Riffe gegeben hat â€“ das wissen die Wenigsten“, sagt die Direktorin des Zoos, Dr. Heike KĂĽck. Zusammen mit den Muscheln, Plattfischen und anderen Lebewesen hat sich seit Projektbeginn 2020, wie ein kleines Unterwasserparadies, schon ein vielfältiges Biotop im Nordsee-Aquarium gebildet. Der beste Beweis: Zwischen den Austern wächst eine Seeanemone. Heike KĂĽck: „So wie dieses Mini-Riff hier aussieht, haben frĂĽher auch die Austern-Riffe in der Nordsee ausgesehen.“

„BĂĽhne frei“ fĂĽr Fisch und MeeresfrĂĽchte ist auch das Motto der 35. Fischparty, die in Bremerhaven bis zum Sonntag gefeiert wird. 50.000 Besucher werden dazu im Schaufenster Fischereihafen erwartet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Vielfalt, Qualität und Nachhaltigkeit sowie natĂĽrlich der Genuss von frischem Fisch. Vorträge von Wissenschaftlern und Forschern der ThĂĽnen-Institute und des Alfred-Wegener-Instituts widmen sich Themen wie nachhaltiger Fischerei, Zertifizierungen durch MSC und ASC sowie der Frage, wie Fischkonsum umweltbewusst gestaltet werden kann.

Bremerhavens Hafenkräne erzählen Stadtgeschichte

Sie waren einst das Rückgrat des Hafens, heute sind sie technische Denkmäler mit Charakter: In der neuen Vier-Kräne-Tour des „BremerhavenGuide“ werden vier eindrucksvolle Hafenkräne vorgestellt, die einst für den Güterumschlag unverzichtbar waren und nun als markante Zeugnisse der Industriekultur faszinieren. Die Tour lädt alle Interessierten zur Entdeckungsreise durch die Hafengeschichte der Seestadt ein – multimedial, kostenlos und jederzeit per App abrufbar.

Industriegeschichte hautnah – digital vermittelt

Die Tour ist Teil der offiziellen Bremerhaven-App „BremerhavenGuide“ und richtet sich sowohl an Gäste als auch an Einheimische. Wer die Tour startet, begibt sich auf eine informative Reise zu vier Kränen am Neuen Hafen, im Museumshafen und an der Geeste. „Jeder dieser Kräne steht stellvertretend fĂĽr eine Epoche der Hafenentwicklung“, sagt Michael Gerber, GeschäftsfĂĽhrer der Erlebnis Bremerhaven GmbH.  Die kommunale Gesellschaft fĂĽr Touristik, Marketing und Veranstaltungen hat die Tour konzipiert. „Die Kräne erzählen nicht nur von technischer Raffinesse, sondern auch vom Wandel einer Stadt, deren Identität eng mit dem Hafen verknĂĽpft ist.“

Vier Kräne – vier Geschichten

  • Halbportalkran (1925): Gebaut in Bremerhaven, war der Kran wie Dutzende baugleiche bis 1977 im Einsatz. Heute steht er als Wahrzeichen und letzter seiner Art in der Stadt im Museumshafen und erinnert an die BlĂĽtezeit der StĂĽckgutverladung.
  • Dampf-Rangier-Kran (1939): Ein seltenes Exemplar mit Dampfantrieb und 360-Grad-Drehung. UrsprĂĽnglich auf einer Yachtwerft genutzt, gehört er heute zu den Exponaten des Deutschen Schifffahrtsmuseums.
  • Kiesverladekran (1959): Am Nordende des Neuen Hafens zeugt der „Grube-Kran“ von der Industriegeschichte des Areals. Der Kran hat 50 Jahre lang dort Sand und Kies umgeschlagen und war bis 2009 in Betrieb.
  • Werftkran (1956): Der Drehkran der einst renommierten Rickmers Werft konnte Lasten bis zu 20 Tonnen heben und steht noch immer am Geesteufer als Symbol fĂĽr Bremerhavens groĂźe Werfttradition. Weil die Kaje marode ist, soll der Kran bald gedreht und auf ein neues Fundament gesetzt werden.

Ein neuer Blick auf alte Riesen

Die Vier-Kräne-Tour vereint Hintergrundinformationen mit anschaulicher Technikgeschichte. Die App bietet dabei nicht nur deutsche, sondern auch englische Inhalte – ideal für internationale Gäste. „Mit der Tour möchten wir historische Infrastruktur erlebbar machen und ein neues Bewusstsein für die Bedeutung dieser stillen Zeitzeugen schaffen“, so Gerber.

Die Tour ist ab sofort kostenlos im „BremerhavenGuide“ verfĂĽgbar – einfach App herunterladen, Tour auswählen und Bremerhavens Industriegeschichte entdecken. Die offizielle City-App hat sich als einer der beliebtesten StadtfĂĽhrer etabliert. Sieben Rundgänge durch Bremerhaven begleitet sie digital mit Text, Audio, Foto und Videobeiträgen. FĂĽr ein barrierefreies Hörerlebnis stehen die Texte als Audio-Dateien in der App zur VerfĂĽgung. Eine interaktive, digitale Stadtkarte zeigt die Positionen der SehenswĂĽrdigkeiten sowie den Weg dorthin.

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite der Stadt Bremerhaven:

https://www.bremerhaven.de/de/tourismus/touren-ausfluege/bremerhavenguide.130452.html

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven (Stäwog) hat gemeinsam mit den Partnern Stadtbibliothek und dem Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) sowie den Verantwortlichen in Magistrat und Politik erste Erkenntnisse aus der Fertigstellung der Machbarkeitsstudie für das ehemalige Karstadt-Areal vorgestellt.

„Wir haben Erkenntnisse gewonnen, wie wir einen Ort in der Innenstadt schaffen könnten, der diese belebt und an dem sich alle Generationen und gesellschaftliche Gruppen treffen, begegnen und wohlfühlen“, fasst Oberbürgermeister Melf Grantz zusammen. Bürgermeister Torsten Neuhoff ergänzt: „Aus stadtplanerischer Sicht brechen wir alte Strukturen auf und betreiben dringend notwendige Stadtreparatur.“

Seit Ende des Jahres 2024 hat die Stäwog die Machbarkeitsstudie in mehreren Workshops und Gruppentreffen mit den potentiell Beteiligten erarbeitet. „Geleitet hat die Studie die Expertin für Dritte Orte, Julia Bergmann“, erklärt Sieghard Lückehe, Geschäftsführer der Stäwog. Der Auftrag der Stadt an ihre Gesellschaft war, eine attraktive Verbindung zwischen Havenwelten und Innenstadt zu entwickeln, mit einem nachhaltigen Konzept für einen lebendigen Ort, der langfristig und verlässlich Leben in die Innenstadt bringt. „Wichtig war außerdem, dass der Dritte Ort gleichermaßen für Bremerhavenerinnen und Bremerhavener sowie für Gäste attraktiv ist“, so Lückehe. Grantz ergänzt: „Wir wollen die Stärken und Partner Bremerhavens nutzen, um ein echtes Leuchtturmprojekt entstehen zu lassen.“

Das könnte insbesondere durch die Wahl der Beteiligten gelingen. „Unser Alleinstellungsmerkmal in Bremerhaven ist die Zusammensetzung der Partner, die künftige Mieter des neuen Gebäudes werden könnten“, betont Bergmann. So sei es bundesweit einzigartig, dass eine Stadtbibliothek und das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) gemeinschaftlich einen Ort betreiben, an dem sich Bürgerinnen und Bürger, Gäste, aber auch Touristinnen und Touristen treffen, austauschen und bilden können. „Die Angebote werden überwiegend kostenlos nutzbar sein“, so Bergmann. Oliver Engelhardt, Mitglied der Geschäftsführung im DJH-Landesverband Unterweser-Ems, erklärt: „Als anerkannte außerschulische Lernstandorte Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) teilen unsere Jugendherbergen die Werte Chancengleichheit, Inklusion, Kultur, Information, Wissen und Nachhaltigkeit mit der Stadtbibliothek. Das macht eine mögliche Zusammenarbeit am Standort Bremerhaven – neben den hervorragenden Bildungsangeboten etwa durch das Klimahaus in Bremerhaven – so spannend.“ Paula Sophie Prüßner, Leiterin der Bremerhavener Stadtbibliothek, ergänzt: „Wir haben beide das Ziel, mit unserer Programmarbeit und unseren erlebnispädagogischen Bildungsangeboten soziales Engagement zu fördern und die Demokratie zu stärken. Die Stadtbibliothek ist bereits jetzt ein wichtiger Ort für die Stadtgesellschaft und wir haben den Anspruch mit unseren Angeboten und Services aktiv zum Gemeinwohl beizutragen.“

Auch architektonisch sollen sich diese Werte widerspiegeln. „Wir werden das Gebäude von innen heraus entwickeln und optimal auf die Nutzungsmöglichkeiten abstimmen“, erklärt Björn Grote, Projektleiter der Stäwog. Entsprechend sei das Bielefelder Architektenbüro Baulampe mit der Entwicklung eines Innenraumkonzeptes beauftragt worden. „Das Gebäude soll lichtdurchflutet, mit hohen, luftigen Räumen sein, die zum Ankommen und Verweilen einladen, ebenso aber auch Lust aufs Entdecken machen“, erklärt Architekt Mario Nolle. Im Erdgeschoss sollen deshalb neben der Gastronomie und der Rezeption bereits Bereiche für ein MINT-Labor und ein Geschichtenlabor untergebracht sein. „Das Gebäude soll so aufgebaut sein, dass man von jedem Stockwerk aus Blickbeziehungen in das nächste Stockwerk herstellen kann“, so Nolle weiter. Neben einer Familien- und einer Jugendbibliothek im ersten Obergeschoss soll es dort Platz für Do-It-Yourself-Labore geben. Im zweiten Obergeschoss soll die Erwachsenenbibliothek mit entsprechenden Lerninseln entstehen sowie ein Veranstaltungssaal und der Stadtbalkon, eines der Highlights.

Die Zimmer der möglichen Jugendherberge würden darüber in einem „Turm“ mit drei weiteren Ebenen untergebracht werden, der gleichzeitig eine architektonische Spannung zum dahinterliegenden Columbus-Center darstellt. Das erläuterte Julian Döneke von Gerber Architekten, deren Aufgabe die Übertragung der Nutzerinnen-Anforderung in eine mögliche Gebäudeform war. „Eine dreistöckige Scholle mit dreistöckigem Turm wäre eine Möglichkeit, das Gebäude wäre zur neuen Sichtachse offen ausgerichtet und würde so zur Belebung beitragen“, so Döneke.

„Die Architekten haben deutlich aufgezeigt: Wir müssen neue Wege gehen, wenn wir erfolgreich sein wollen“, erklärt Oberbürgermeister Melf Grantz. Dass selbst Teile des ehemaligen Karstadt-Gebäudes nicht für die Zukunft nutzbar seien, habe die Machbarkeitsstudie ebenfalls deutlich aufgezeigt. „Das Gebäude zu erhalten ist nicht möglich und würde auch keine Zeit- oder Kostenersparnis bringen“, so Grantz.

Der Oberbürgermeister bezeichnet die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie als äußerst gelungen und bedankt sich bei den Beteiligten ausdrücklich für die bisher geleistete Arbeit. „Sie ist jetzt Grundlage für die nächsten Schritte. Wir wollen das Projekt in einem Integrierte-Projekt-Allianz-Verfahren weiterentwickeln und realisieren. Im ersten Schritt werden wir dafür einen Teilnahmewettbewerb für die Architektenleistungen auslösen. Im weiteren Verlauf des Verfahrens werden kreative, gestalterische Lösungsansätze eines der Auswahlkriterien für das künftige Planerteam sein“, so Grantz. Ziel sei, bis Ende 2029, wenn der Mietvertrag der Stadtbibliothek im Hanse Carré ausläuft, das neue Gebäude fertiggestellt zu haben. Das sei zwar sehr ambitioniert, aber Lückehe ergänzt: „Wir haben mit dem IPA-Verfahren bei den Schulneubauten sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn wir dieses Projekt auch so angehen, werden ab Anfang 2026 bereits die ausführenden Unternehmen mit am Tisch sitzen. Die Erarbeitung eines straffen Zeitplans wird dann eine der wichtigsten Aufgaben sein.“

Neuhoff erklärt: „Wir versetzen die Stäwog in die Lage, die Planungen sowie das Gebäude vorzufinanzieren. Über die Mietzahlungen refinanziert sich das Projekt am Ende der Laufzeit. Das ist ein deutlicher Vorteil zur Zusammenarbeit mit privaten Investoren.“

Die Bürgerinnen und Bürger erhalten beim nächsten Bürgerdialog am Donnerstag, dem 24. April 2025, um 18.30 Uhr im Deutschen Auswandererhaus die Möglichkeit, sich die Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie erläutern zu lassen. „Wir freuen uns auf rege Beteiligung“, so Grantz.

Die Stadtreinigung der Entsorgungsbetriebe Bremerhaven (EBB) sorgt ab sofort umweltfreundlicher und effizienter fĂĽr eine saubere Stadt.

Mithilfe der Haushaltsmittel aus der Sicherheits- und Sauberkeitsoffensive in Höhe von 35.000 Euro konnten die EBB mehrere Elektro-Geräte anschaffen. „Diese sind deutlich leiser und leichter in der Handhabung und ermöglichen eine effizientere Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erklärt Stadtrat Hans-Werner Busch, Dezernent für die EBB.

Neben den Kehrmaschinen, die für die Reinigung der Straßen eingesetzt werden, nutzt die EBB zur Reinigung von kleinteiligen oder schwer zugänglichen Flächen wie etwa Parkplätze, neben Besen und Schaufel vor allem Laubgebläse und Motorsensen. Diese werden, sobald sie nicht mehr nutzbar sind, ab sofort durch Elektromodelle ersetzt. „Die sind nicht nur umwelt- und bedienfreundlicher, sondern auch zeitsparend“, so Busch. Die Elektrogeräte benötigten beispielsweise keinen langen Startvorgang und müssten nicht vor Ort betankt werden. Zusätzlich seien die Reinigungsteams jeweils mit einer E-Wildkrautbürste und einem E-Handsauger ausgestattet worden. „Wildkrautbürsten werden dort eingesetzt, wo der Einsatz einer selbstfahrenden Kehrmaschine nicht möglich ist. Handsauger werden auf Untergründen gegen Littering (z.B. Zigarettenkippen, Taschentücher etc.) eingesetzt, auf denen man nicht Fegen kann, wie zum Beispiel Kies oder Rasen“, erklärt Busch.

Die Ausstattung der Reinigungsteams mit Elektrohandmaschinen, die auf die unterschiedlichen Einsätze spezialisiert sind, ermögliche eine ganzheitliche Reinigung des Einsatzortes betont Busch. „Die Maschinen sind klimafreundlich und geräuscharm. Dadurch ist ein Einsatz in der Innenstadt und auch am Wochenende möglich.“

Die Innenstadt liegt dem Dezernenten besonders am Herzen: „Um das Abfallaufkommen in der Innenstadt am Sonntag durch zu früh herausgestellte Abfallbehälter und Säcke zu entlasten, wurde im Einvernehmen mit der Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft (BEG) die Abfallabfuhr in 2025 von Montag auf den Dienstag verschoben. Weiterhin wurden von der EBB insgesamt 4 Elektrokehrmaschinen in 2024 beschafft, um die Anforderungen der Innenstadt und der touristischen Gebiete zu erfüllen, aber natürlich auch, um die CO2-Bilanz zu verbessern.“ Die Maschinen haben als weiteren Vorteil ein leichteres Gewicht. Zwei dieser Multifunktionsgeräte werden daher im Winterdienst auf Radwegen eingesetzt, weil sie die Fahrradwege schonen, die häufig mit Gehwegplatten gepflastert sind. Die Maschinen wurden als Ersatz für verbrauchte Dieselmaschinen beschafft. Dabei konnten Zuschüsse des Bundes genutzt werden.

Nicht nur zu Ostern kommt der Fisch aus Bremerhaven

Wenn man bereits als 5-Jähriger lieber einem frisch gefangenen Kabeljau in die Augen sieht als einem Teddybären, dann ist der Berufsweg eindeutig bestimmt. Fischmeister André Vogt ist gelebtes Meer und steht für die Fischvielfalt im Bremerhavener Fischereihafen als deutsches Fisch- und Lebensmittelzentrum. Für das kommende Osterfest hat er die sorgfältige Fischauswahl im Blick.

Einen Schwertfisch sieht man nicht alle Tage

Das frische Eisbett in der Auslage im Schaufenster Fischereihafen spricht Bände. Mehr als 20 verschiedene Fischsorten und MeeresfrĂĽchte liegen hier. Jeden Tag kommen Interessierte in Fiedlers Fischmarkt Anno 1906 – und sei es nur, um zu gucken und zu staunen. „Das hier ist Schellfisch, hier haben wir ganzen Lachs, da drĂĽben liegt Rotbarsch und das hier ist ein Schwertfisch – wie man deutlich sieht“, zwinkert AndrĂ© Vogt seinen Kunden ĂĽber den Tresen zu, während er den gut 40 Kilogramm schweren Fisch hochhält.

Fotos werden gemacht und erstaunte Kommentare abgegeben. „Die Leute sehen ja heutzutage nicht mehr so oft einen ganzen Fisch“, sagt André Vogt. „Was sie kennen, ist das fertige Filet und da sind ja keine Flossen mehr dran.“ Er selber ist schon mit 17 Jahren das erste Mal mit einem Fischdampfer zur Fangfahrt ausgelaufen. Vor der schottischen Küste war das, im Jahr 1981, als es die DDR noch gab.

„GebĂĽrtig komme ich aus Rostock, aus einer alteingesessenen Fischerfamilie“, erzählt er. GroĂźvater, Vater, BrĂĽder, die Nachbarn im Mehrfamilienhaus und gefĂĽhlt die gesamte StraĂźe – irgendwie waren sie alle Fischer oder hatten mit Fisch zu tun. Andere Kinder haben auf der StraĂźe gespielt – AndrĂ© Vogt hat mit dem Filettiermesser das fachgerechte Zerteilen eines Fischs geĂĽbt. DafĂĽr ist er selbst in den Sommerferien jeden Tag von Rostock nach WarnemĂĽnde gefahren, hat dort auf einem Kutter bei der Fischverarbeitung geholfen.

Wichtig: das richtige und scharfe Messer

„So schwer ist das mit dem Filetieren gar nicht. Man muss nur das richtige und vor allem scharfe Messer haben und abhängig vom Fisch an der richtigen Stelle entlang der Hauptgräte schneiden“, erklärt der Fischmeister. Dass dabei sein kleiner Finger wie ein charmanter Enterhaken ein bisschen zur Seite steht, stört ihn nicht. „Naja, da habe ich mal reingeschnitten und die Sehne erwischt. Das Leben an der KĂĽste ist hart“, sagt er und lacht unbeschwert.

Mit seinem gestreiften Fischerhemd und dem meeres-rauen Tonfall ist AndrĂ© Vogt längst zu einem Bremerhavener Original geworden. Heimweh zur Ostsee hat er nicht – und das aus gutem Grund. „Gleich hier vorn liegt ja der Fischdampfer „Gera“, das ist der letzte Seitenfänger Deutschlands. Das Museumsschiff hat den Heimathafen Rostock. Wenn ich ein bisschen Ostsee spĂĽren will, setze ich mich einfach vors Schiff auf den Poller“, zuckt er mit den Schultern.

Bremerhaven: Hauptstadt der Fischstäbchen

Seiner Sehnsucht nach Meer und Fisch kann AndrĂ© Vogt im Fischereihafen von Bremerhaven ohnehin mehr als gerecht werden. Welthauptstadt der Fischstäbchen – so wird die größte deutsche Stadt an der Nordsee gern genannt. Ganz gleich, in welchem europäischen Land Fischstäbchen zubereitet werden: Sie wurden höchstwahrscheinlich in Bremerhaven produziert. Der Iglo-Konzern und die Frosta AG stellen allein jeden Tag mehr als sieben Millionen Fischstäbchen her. Hinzu kommt die Produktion von TiefkĂĽhl-Fertiggerichten ebenfalls fĂĽr Kunden in ganz Europa. Das Unternehmen Deutsche See als Manufaktur fĂĽr Frischfisch gilt als der größte Fisch-GroĂźhändler Deutschlands und die „Nordsee“ betreibt ihre Restaurantkette von hier aus. Mehr als 9000 Menschen arbeiten im Bremerhavener Fischereihafen als einem der Dreh- und Angelpunkte fĂĽr die deutsche Fisch- und Lebensmittelindustrie.

Ein Einkaufstipp zum Osterfest

AndrĂ© Vogt hat inzwischen den Fisch im Eisbett wieder geordnet und neues Eis aufgefĂĽllt. Fisch, betont er, muss immer frisch sein und gibt auch gleich die Einkauf-Tipps fĂĽr das Osterfest mit auf den Weg. „Die Augen beim Frischfisch sollten leicht glasig sein und die Kiemen rot. DrĂĽckt man auf das Fleisch, muss es wieder hochkommen und nicht eingedellt bleiben“, betont er. „Ostern ist eine gute Gelegenheit, nach der Winterpause mal wieder den Grill anzuwerfen. Ein kurz angegrilltes Thunfischsteak oder marinierte Garnelen – das schmeckt garantiert.“

Und abgesehen vom GrillvergnĂĽgen, welchen Fisch schätzt AndrĂ© Vogt besonders? Da ĂĽberlegt der Fischmeister nicht lange. Er rĂĽckt seine schwarze Kappe auf dem Kopf zurecht und grinst schelmisch wie ein kleiner Junge: „Kabeljau, was denn sonst?“

Willkommen zuhause: Das Flaggschiff der SAiL kehrt nach Bremerhaven zurĂĽck!

„Rolling home“: Nach sechs Monaten auf  See ist die „Alexander von Humboldt II“ am Freitag in ihren Heimathafen Bremerhaven zurĂĽckgekehrt. FĂĽr welche ehrenvolle Aufgabe sich die „grĂĽne Lady“ dort herausputzt, signalisiert eine riesige Fahne am Heck mit der Aufschrift „Sail 2025 Bremerhaven“. Das spektakuläre Windjammerfestival findet vom 13. bis 17. August in der Seestadt statt und die „Alex“ wird die Einlaufparade der imposanten Flotte als Flaggschiff anfĂĽhren.

Die Botschafterin Bremerhavens auf den Weltmeeren ist auf der Heimreise kräftig durchgeschĂĽttelt worden, als sie sich im Februar durch einen heftigen Atlantiksturm kämpfen musste.  „Zwischen  den Bermudas und den Azoren ist das Schiff in schweres Wetter  geraten“, berichtet JĂĽrgen Hinrichs, Vorstand der Deutschen Stiftung Sail Training,  dem Betreiber der „Alex 2“. FĂĽr  die 16- bis 19-jährigen Trainees an Bord sei das eine abenteuerliche Bewährungsprobe gewesen, fĂĽr die ehrenamtliche Stammcrew dagegen Segleralltag.

Zu Ostern im Heimathafen

Ein paar kleinere Schäden wie zerrissene Segel konnten noch während der Fahrt geflickt werden. Was darüber hinaus für die Reparaturen nötig ist, stand schon bereit, als das Schiff am Nachmittag bei einem Reparaturbetrieb im Fischereihafen festmachte. Eine Woche lang wird sie dort liegen, dann verholt die Bark an ihren Stamm-Liegeplatz in den Neuen Hafen, von wo aus sie über Ostern zu mehreren Tagestörns ausläuft. Danach geht es dann zum ersten großen Törn in Richtung London.

Auf See als schwimmendes Klassenzimmer

Seit Mitte Oktober 2024 war das Segelschiff unter der Charter des im kanadischen Nova Scotia beheimateten „West Island College international“ als schwimmendes Klassenzimmer unterwegs gewesen. Eine Kooperation, die sich bereits seit fünf Jahren bewährt und die der Stiftung die Auslastung des Windjammers in den Wintermonaten sicherstellt. Die Trainees bekommen dabei die Gelegenheit, unter fachkundiger Leitung Hochseesegeln auf Traditionsschiffen zu betreiben und dabei auch viel beschworene soziale Kompetenzen in Sachen Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und gegenseitige Rücksichtnahme zu erlernen. Allesamt prägend für die Charakterbildung der jungen Menschen.

Seite an Seite mit dem Bundespräsidenten

FĂĽr die Sommersaison und die Sail 2025 in Bremerhaven läuft sich die Crew nach dem England-Abstecher bereits beim Hamburger Hafengeburtstag warm, wo das Schiff mit den markanten grĂĽnen Segeln am 11. Mai die Auslaufparade anfĂĽhren wird. Dass die „Alexander von Humboldt II“ zum Flaggschiff der Sail berufen wurde, nennt der Stiftungsvorsitzende Hinrichs eine groĂźe Ehre: „Da nimmt man nicht jeden“, sagt er. FĂĽr die 2011 in Dienst gestellte „neue Alex“ ist es nach 2015 zwar schon die zweite Sail-Teilnahme, doch dieses Mal fĂĽhrt sie die beeindruckende Flotte von 250 Schiffen aus aller Welt zum ersten Mal an. Während sich die Windjammer am 13. August in der AuĂźenweser versammeln, fährt Bundespräsident Walter Steinmeier, der Schirmherr der Veranstaltung, der Flotte an Bord des Segelschulschiffs  „Gorch Fock“ entgegen um dann Seite an Seite mit der „Alexander von Humboldt II“ in Richtung Bremerhaven zu laufen.

Erwartet werden mehr als eine Million Besucher

Nach dem wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 ausgefallenen GroĂźseglertreffen und zehn Jahren Sail-Abstinenz erwarten die Organisatoren während der Festtage in der größten deutschen Stadt an der NordseekĂĽste ĂĽber eine Million Besucher. Sämtliche Programminfos unter sail-bremerhaven.de.

GroĂźe Ernennungsfeier der Feuerwehr Bremerhaven

Am 28. März wurden 48 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bremerhaven feierlich ernannt. Die große Zeremonie fand im Historischen Museum Bremerhaven statt. Feuerwehrdezernent Stadtrat Peter Skusa und der Leiter der Feuerwehr, Jens Cordes, führten gemeinsam mit den Vertretern des Personalamtes, den Leitern der jeweiligen Bereiche und dem Personalrat durch die Zeremonie, bei der die Urkunden überreicht und die Dienstgradabzeichen feierlich ausgetauscht wurden.

- Zwei Brandmeisteranwärter wurden in das Beamtenverhältnis auf 
     Widerruf ernannt. Die Ausbildung zum Brandmeister begann am 1. 
     April.
   - Die Ausbildung zum Brandmeister wurde von den Teilnehmern des 
     vor zwei Jahren gestarteten Grundausbildungslehrgangs am 27. 
     März abgeschlossen. Sie erhielten in der Zeremonie ihr 
     Abschlusszeugnis. Da der GroĂźteil der Teilnehmer Beamte der 
     Feuerwehr Bremerhaven sind, wurden 14 Einsatzkräfte zusätzlich 
     zum Brandmeister in das Beamtenverhältnis auf Probe ernannt.
   - Acht Beamte wurden in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit 
     ernannt.
   - Eine Brandmeisterin wurde zur Oberbrandmeisterin, und 19 
     Brandmeister wurden zum Oberbrandmeister ernannt.
   - Eine Oberbrandmeisterin und ein Oberbrandmeister wurden zur 
     Hauptbrandmeisterin beziehungsweise zum Hauptbrandmeister 
     ernannt.
   - Den Abschluss bildete die Ernennung eines Kollegen zum 
     Brandamtsrat.

Einer der Ernannten hatte an diesem Tag Geburtstag, und so ließ es sich Feuerwehrdezernent Stadtrat Peter Skusa nicht nehmen, in Feuerwehrmanier ein Geburtstagslied anzustimmen und mit den Gästen sowie den anwesenden Einsatzkräften zu singen.

Die Einsatzkräfte waren zahlreich vertreten. Die diensthabende Wachabteilung der Feuerwehr erschien in voller Stärke mit den Einsatzfahrzeugen im Historischen Museum, um der Zeremonie beizuwohnen und ihre Anerkennung sowie den Zusammenhalt zu demonstrieren. Viele Passanten waren von der Anzahl der Einsatzfahrzeuge an der Geeste beeindruckt und schauten sich bei bestem Wetter die Fahrzeuge an. Da alle Fahrzeuge einsatzbereit waren, blieb es natürlich nicht aus, dass eine Rettungswagenbesatzung alarmiert wurde.

Skusa wĂĽrdigte in seiner Rede die Einsatzbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen und stellte die Wichtigkeit fĂĽr die Kommune heraus. „DafĂĽr bedanke ich mich mit Nachdruck“, so Skusa. Ein weiterer Dank ging unter anderem an das Historische Museum, das die Räumlichkeiten zur VerfĂĽgung gestellt und bei den Vorbereitungen unterstĂĽtzt hat. Die Familien der ernannten Einsatzkräfte hatten unter anderem die Möglichkeit, die Wartezeit mit einem Rundgang durch das Museum zu verkĂĽrzen.

Ebenfalls gebührt dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) aus Bremerhaven ein Dank. Das DRK stellte seinen Einsatzbus zur Verfügung. Dieser nimmt sonst bei größeren Einsatzlagen betroffene Personen auf, an diesem Tag wurden die zu ernennenden Kolleginnen und Kollegen an der Zentralen Feuerwache abgeholt und zum Museum befördert.

Neue Schilder fĂĽr Bremerhavens offiziellen Wanderweg

 Na, das ist doch mal eine auĂźergewöhnliche Wanderung: Frank Reininghaus ist gut 15 Kilometer in Bremerhaven unterwegs – mit einer Trittleiter unterm Arm. Seine Wanderstrecke, so findet er, fĂĽhrt an den interessantesten Ecken der Stadt entlang. Die Leiter hilft, nach Reininghaus auch anderen den Weg zu weisen.

Bereits seit 2021 führt ein offizieller Wanderweg durch die „Marinestadt Bremerhaven“, zertifiziert vom Deutschen Volkssportverband e.V., aber die Ausschilderung war immer ein Problem: „Sie wurde gerne zerstört“, sagt Frank Reininghaus. Mehr als 100 geklebte Hinweise an Wegmarken wurden regelmäßig wieder abgezogen, abgekratzt oder überklebt. Das soll nun anders werden: Die Erlebnis Bremerhaven unterstützt den Verein „Freundeskreis der Nimwegen-Delegation der Bundeswehr“, von dem das Konzept und die Idee für Bremerhavens ersten offiziellen Wanderweg stammte, beim Anbringen einer dauerhaften Beschilderung. Zwei Tage lang ist Reininghaus dafür mit seiner Leiter unterwegs, um die kleinen quadratischen Hinweistafeln anzubringen.

Drei Längen für einen Wanderweg

Die Spazierwanderung fĂĽhrt auf sechs, zwölf oder 15 Kilometer langen Etappen durch die schönsten Ecken Bremerhavens, ist wassernah und bietet zugleich auch viele grĂĽne Momente. So geht es nach dem Start an der Tourist-Info Hafeninsel ĂĽber den Deich Richtung SĂĽden, vorbei am Klimahaus und dem Deutschen Schifffahrtsmuseum, ĂĽber die KennedybrĂĽcke auf einer ehemaligen Bahnstrecke bis ins Schaufenster Fischereihafen. Dort dreht sich die Wanderperspektive wieder Richtung Norden, vorbei an einem historischen Wasserturm und der GrĂĽnanlage am Holzhafen bis zur Marineschule. Am Ufer der Geeste werden dann das Kapitänsviertel und ein denkmalgeschĂĽtzter Turmdrehkran passiert. Die letzten Kilometer gehören den Havenwelten Bremerhaven, in denen es rund um den Neuen Hafen geht, vorbei an den touristischen Attraktionen Deutsches Auswandererhaus und Zoo am Meer. Den Blick von der Kaje die WesermĂĽndung hinaus in Richtung Nordsee ist Abschluss auf dem Wanderweg „Marinestadt Bremerhaven“. 

Reininghaus, selbst seit mehr als 30 Jahren begeisterter Wanderer, hatte die Idee zu der Tour, die Strecke selbst zusammengestellt und ĂĽber die Nimwegen-Delegation beim Deutschen Volkssportverband als dauerhaften Wanderweg angemeldet. Der Fregattenkapitän a.D. hat viele Jahre an der Marineoperationsschule in Bremerhaven gearbeitet. In der Stadt an der WesermĂĽndung war 1849 die erste deutsche Flotte stationiert. Wandern helfe ihm, abzuschalten, „den Kopf frei zu bekommen“, sagt Reininghaus. Und er bemĂĽht Goethe, der gesagt haben soll: â€žNur wo du zu FuĂź warst, bist du wirklich gewesen“.

In den beiden Tourist-Infos – in den Havenwelten und dem Schaufenster Fischereihafen – können Wanderer sich über die Route informieren und eine Startkarte bekommen, in die nach Abschluss der Wanderung ein Stempel die gelaufene Tour bestätigt.

Eine Ăśbersicht ĂĽber 13 Rad- und Wandertouren sowie auch Joggingrunden durch Bremerhaven präsentiert die Erlebnis Bremerhaven im Internet in ihrem Outdooractive-Tourenplaner. www.bremerhaven.de/RadundWandertouren

StraĂźe Deichsfeld wird an den Radweg „Fahr(G)rad 8“ angebunden

Heute beginnen die Arbeiten des Amtes für Straßen- und Brückenbau zur Anbindung der Straße Deichsfeld an den Radweg „Fahr(G)rad 8“.

Die Verlängerung dieser Straße ergänzt eine Reihe von Maßnahmen, die den Radverkehrsfluss innerhalb des Stadtgebietes sicherer, aber auch komfortabler gestalten.

Da die Arbeiten ohne Sperrung im Straßenbereich stattfinden, ist die Straße Deichsfeld weiterhin uneingeschränkt erreichbar.