Planungen für das Werftquartier Bremerhaven schreiten voran

©BIS Bremerhaven/Dennis Vogt

Die Planungen für das Werftquartier Bremerhaven schreiten deutlich voran. Auf der 140 ha großen Fläche zwischen Fischereihafen und Innenstadt soll in den kommenden 15 Jahren das neue Stadtviertel „Werftquartier“ mit einer Mischung aus Gewerbe, Wohnen, Erholung, Bildung, Kultur sowie Forschung entwickelt werden.

Für die nächsten notwendigen Schritte hat der Senat in seiner Sitzung am Dienstag, 1. Juli 2025, insgesamt Mittel in Höhe von 1,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Ich bin dem Land sehr dankbar für diese Mittel und das Signal, das damit einhergeht: Das Werftquartier hat trotz allgemeinem Sparzwang als wichtiges Instrument der Stadtentwicklung Priorität“, so Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz.

„Mit dem Beschluss schaffen wir die Voraussetzungen für zentrale Planungsschritte im Werftquartier, von der Ausführungsplanung für die Kajen und Promenaden bis hin zu vorbereitenden Gutachten. Besonders die Külkeninsel spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie soll als autoarmes Quartier mit attraktiven öffentlichen Räumen, gut angebundener Infrastruktur und hoher Aufenthaltsqualität entwickelt werden. Das ist ein anspruchsvolles Vorhaben, und zugleich eine große Chance für die gesamte Stadtentwicklung Bremerhavens“, so Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation.

Acht Grundstücke seien etwa wieder in der öffentlichen Hand, darunter als wichtigste Areale die Külkenhalbinsel mit rund 64.000 Quadratmetern, sowie das Grundstück der ehemaligen Seebeck-Werft, auf dem die Hallengärten entstehen sollen mit rund 34.000 Quadratmetern. „Insgesamt haben wir inzwischen rund 126.000 Quadratmeter, die bisher in Privateigentum waren, wieder in öffentliche Flächen umgewandelt. Das ermöglicht uns freie Hand bei der Entwicklung und Gestaltung“, erklärt Grantz. Insbesondere die Külkenhalbinsel sei für das Projekt von besonderer Bedeutung, weil hier ein urbanes, familienfreundliches und autoarmes Quartier entstehen soll. „Das Interesse der Wohnungswirtschaft, dort zu investieren, ist nach wie vor groß“, so der Oberbürgermeister. Geplant seien sowohl preisgebundene Mietwohnungen als auch Reihenhäuser für Familien sowie Eigentumswohnungen.

Die Külkenhalbinsel soll dank attraktiv gestalteter Promenaden mit hoher Aufenthaltsqualität aber auch ein attraktiver Stadtteil direkt am Wasser für alle Bürgerinnen und Bürger werden. „Die Planungen für die Promenadengestaltung sowie die Kajensanierungen laufen bereits. Die Promenade wird abwechslungsreiche Ausblicke über den Fischereihafen, den Handelshafen, die Doppelschleuse und die Bremerhavener Innenstadt bieten“, so Grantz. Aktuell laufe die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung für den B-Plan. Die Planungskosten für die Sanierung der Kajen und Promenaden belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, die vom Land mit dem heutigen Senatsbeschluss zur Verfügung gestellt wurden. „Insgesamt belaufen sich die Sanierungs- und Herstellungskosten der Kajen und der Promenade auf rund 26 Millionen Euro, die sukzessive für jeden Abschnitt bereitgestellt werden sollen“, so der OB.

Stadt und Land hätten sich grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kosten zur Herstellung der Infrastruktur jeweils hälftig getragen und entsprechend in den Haushalten bereitgestellt würden. „Das Werftquartier ist eine große Chance für Bremerhaven, um mehr junge Familien oder etwa Pendler als Einwohner zu gewinnen. Diese Chance müssen wir nutzen, um Bremerhaven zukunftssicher aufzustellen“, betont Grantz.

Mit dem Anspruch, klimaneutral zu bauen, geht auch eine veränderte Mobilität einher. Künftig soll es auf der Külkenhalbinsel kaum Autoverkehr geben. Grantz: „Der Verkehr wird an zentraler Stelle gebündelt, dort kann man parken, Fahrräder ausleihen, auf den ÖPNV umsteigen oder beispielsweise in den Supermarkt gehen.“ Für die Külkenhalbinsel werde derzeit der erste Mobility Hub konkret geplant, der Gestaltungswettbewerb laufe, „und am 4. Juli 2025 soll die Jurysitzung über einen Entwurf entscheiden“, so Grantz. Den Wettbewerb für die Werfthafenbrücke hatte bereits der Entwurf von Panta Ingenieure und Ney Partners gewonnen. „Die Werfthafenbrücke ist eine echte architektonische Besonderheit und ein Symbol für den Wandel in Bremerhaven, für Fortschritt und nachhaltige Stadtentwicklung“, so Grantz.

Der erste Bau von Wohnungen startet am 1. August 2025 durch den Investor Dieter Petram auf dem ehemaligen Gelände der Seebeck-Werft. „Ich bin froh, dass es dann nach langer Planung endlich sichtbar losgeht im Werftquartier“, so der Oberbürgermeister.

Um auch die Bürgerinnen und Bürger über die Planungen für das Werftquartier zu informieren, sind für die zweite Jahreshälfte 2025 Führungen über das ehemalige Seebeck-Werftgelände geplant. Auch ein digitaler Zwilling des Quartiers soll Interessierten – sowohl Bürgerinnen und Bürger, als auch Wohnungsinteressierte oder Investoren – noch in diesem Jahr einen Eindruck über das Gesamtprojekt geben können.

Zudem erhalten Interessierte die Möglichkeit, sich am Mittwoch, dem 16. Juli 2025, um 18.30 Uhr im Theater im Fischereihafen (TiF) über den aktuellen Planungsstand auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung zu informieren. „Gemeinsam mit der Seebeck-Werftquartier GmbH informieren wir über das Bauvorhaben und die weiteren Pläne für die Külkenhalbinsel und die Promenadengestaltung. Ich freue mich, wenn wir dort viele Interessierte begrüßen können“, so Grantz abschließend.

13 Anekdoten aus Bremerhaven – und was die Gästeführer der Stadt daraus machen

„Kaum zu glauben“, so heißt eine neue Führung durch die Havenwelten – und bei den 13 dort präsentierten Geschichten ist nicht immer klar, was Seemannsgarn oder doch Bremerhavener Realität
Foto: KI/Annika Hellmers_Erlebnis Bremerhaven

13 Anekdoten aus Bremerhaven, die nicht immer der Wahrheit entsprechen



Bremerhaven, die lebendige Stadt am Meer, hat viele Geschichten zu erzählen – aber nicht alle davon sind wahr. Mit der neuen Gästeführung 
„Kaum zu glauben“ laden Gästeführerin Dagmar Riepenhusen und ihre Kollegen Touristen wie Einheimische zu einer einzigartigen Entdeckungsreise durch die Havenwelten ein. Im Mittelpunkt stehen 13 kuriose, tragische und tierische Anekdoten, die mal gesponnenes Seemannsgarn, mal aber auch verblüffend knallharte Realität sind.

„Selbst gebürtige Bremerhavener:innen kommen bei dieser Tour ins Grübeln“, sagt Dagmar Riepenhusen und lacht. „Wussten Sie zum Beispiel, dass die Schleuse Neuer Hafen einst 22 Meter breit gebaut wurde, damit Raddampfer einlaufen konnten? Oder dass unsere Schimpansin Jenny aus dem Zoo am Meer von Seeleuten gegen einen Kühlschrank, eine Jeans und 100 D-Mark eingetauscht und nach Bremerhaven gebracht wurde?“

Ein kurzweiliger Rundgang voller Geschichte(n)

Der rund zweistündige Rundgang führt vom Neuen Hafen ein Stück am Deich entlang, erläutert Geschichte und Gegenwart der bald 200 Jahre jungen Stadt. Es geht unter anderem um die verblüffende Herkunft des Namen „Lloyd“, um den Bau von Tiny-Häusern für kranke Seeleute, einen Anzeiger für die Menge der gefangenen Heringe und Butt, um eine Schleuse, die nur zweimal am Tag öffnete und: die „Puffhunde“  – die sogar in den Havenwelten in einigen Wohnungen in den Fenstern sitzen. Hündchen aus Porzellan. Angeblich drehten Seemannsfrauen sie einst Richtung Weser, wenn der Kapitän auf See war – ein geheimes Zeichen für ihre Liebhaber, dass die Luft rein war. Schauten sie ins Zimmer, war Vorsicht geboten.

Kaum zu glauben, oder?  Bei der Tour gilt es, hinzuhören und clever zu kombinieren: Welche der 13 Geschichten sind tatsächlich passiert – und welche haben findige Köpfe frei erfunden? Ein Fragebogen hilft den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dabei, am Ende die Spreu vom Weizen zu trennen.

Zum Abschluss der Tour wartet ein weiteres Highlight: Auf dem Salondampfer „Hansa“ wird bei einem Getränk ausgewertet, wer die Wahrheit erkannt und wer sich vom Seemannsgarn hat hinters Licht führen lassen.

Rätseln und Lachen gehören hier zum Programm

„Diese Führung ist perfekt für alle, die Rätsel lieben, gerne lachen und Bremerhaven auf eine völlig neue Art erleben möchten“, ist Riepenhusen überzeugt. „Denn eines ist sicher: Bei uns erfahren Sie Geschichten, die Sie garantiert so schnell nicht vergessen – egal, ob sie wahr sind oder nicht.“

Die Gästeführung „Kaum zu glauben“ startet erstmals am Freitag, 4. Juli, um 16 Uhr in den Havenwelten Bremerhaven. Bis Ende Oktober steht die Führung regelmäßig freitags im Programm. Die Führung kostet 18 Euro inklusive des Getränks. Weitere Infos und Buchung: http://www.bremerhaven.de/kaumzuglauben

Segelerlebnis für Menschen im Rollstuhl bei der SAiL Bremerhaven 2025

©Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Auf Initiative des Amtes für Menschen mit Behinderung, in Kooperation mit der Erlebnis Bremerhaven, dem Verein Inklusives Segeln für Alle, dem Wassersportverein Wulsdorf, dem Fachverband Segeln Bremen und der Im-Jaich Marina, wird es bei der SAiL Bremerhaven 2025 die Möglichkeit geben, sportliches Segeln auf der Weser als Rollstuhlfahrerin oder Rollstuhlfahrer zu erleben.

Möglich macht dies der Spezialumbau „Henk de Mol“ des Segelvereins „Inklusives Segeln für Alle“ aus Kaarst. Der Verein stellt sein Boot für diese Aktion zur Verfügung.

Von Mittwoch, dem 13. August, bis Sonntag, dem 17. August 2025, werden täglich zwei Fahrten auf der Weser angeboten. Daran können jeweils bis zu drei rollstuhlfahrende Menschen mit ihrer Begleitung teilnehmen. Die Rollstühle werden über kleine Rampen direkt auf das Boot geschoben und dort fixiert. Ein unvergessliches Erlebnis wartet auf die Teilnehmenden, da sie die Bewegungen des rund 7,5 Meter langen Sportbootes unmittelbar spüren werden. Das Boot wird schaukeln, sich zur Seite neigen und dabei immer von zwei erfahrenen Seglern begleitet.

Die Aktion beginnt gleich mit einem Höhepunkt. Die „Henk de Mol“ wird auch zur Einlaufparade auf der Weser dabei sein und der „Gorch Fock“ und der „Alexander von Humboldt II“ ganz nah kommen. Ein weiteres Highlight wird die Nachtfahrt zum Höhenfeuerwerk am Samstagabend sein.

Weitere Informationen, Hinweise und Voraussetzungen zur Teilnahme gibt es hier

Für Rückfragen steht Malte Schimmel, verantwortlich für Inklusion im Sport, vom Amt für Menschen mit Behinderung unter  0471 5902360 zur Verfügung.

Anmeldungen werden ab sofort unter InSpo@magistrat.bremerhaven.de entgegengenommen.

Unser „Tor zur Welt“ feiert Geburtstag: Die Schleuse Neuer Hafen in Bremerhaven wurde vor 20 Jahren eröffnet. Das muss gefeiert werden!

Am Sonnabend, 12. Juli, lädt die Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter/Neuer Hafen BEAN von 11 bis 16 Uhr zu einer stimmungsvollen Geburtstagsfeier direkt an der Schleuse ein, die die Weser mit dem Hafen im Herzen Bremerhavens verbindet. Für stimmungsvolle Klänge wird Jan-Hendrik Ehlers am Akkordeon sorgen, es wird herzliche Geburtstagsgrüße geben und einen ganz besonderen Auftritt: Ulli Keller, der singende Schleusenwärter, ist ebenfalls mit dabei. Die Schiffergilde bietet zum Schleusengeburtstag Rundfahrten mit dem Börteboot an.

Skipper sind eingeladen, Kurs auf den Neuen Hafen zu nehmen

Die Veranstalter hoffen auf zahlreiche Gäste – an Land und auf dem Wasser. Skipper und Wassersportvereine im gesamten Weserrevier sind eingeladen, an diesem Wochenende Kurs auf den Neuen Hafen zu nehmen und gemeinsam auf zwei Jahrzehnte Schleusengeschichte anzustoßen.

Melf Grantz: Wichtige Rolle für den Tourismus

„Dank der Schleuse wird unser Hafen belebt und zur Attraktion nicht nur für Seglerinnen und Segler, sondern auch für Einheimische, Touristinnen und Touristen. Auch die Ansiedlung vom „Im Jaich“ und der Marina wären ohne die Schleuse nicht möglich gewesen, die heute eine große touristische Bereicherung darstellen. Die Schleuse wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle für die Stadt und den Wassersport spielen – allen Beteiligten danke ich deshalb von Herzen für ihr Engagement“, so Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz.

Mehr als 5.000 Schleusungen im Jahr

Die Schleuse Neuer Hafen wurde 2005 als eine der ersten Investitionen in die Bremerhavener Havenwelten realisiert. Heute passieren sie jährlich fast 10.000 Schiffe – vom Sportboot bis zur Berufsschifffahrt. Mehr als 5.000 Schleusungen pro Jahr. „Grund genug, dieses technische und touristische Meisterstück Bremerhavens gebührend zu feiern“, urteilt Nils Schnorrenberger, der Geschäftsführer der BEAN. „Die Schleuse gehört zweifelsohne zu den Attraktionen der Havenwelten.“

Hier arbeiten besondere Schleusenwärter

Die Schleuse Neuer Hafen gilt nicht nur wegen ihrer Technik mit Sektortoren und Drehbrücken als besonders, sondern auch wegen ihrer Schleusenwärter: Ehemalige Kapitäne, Zöllner oder auch Wasserschutzpolizisten bedienen aus ihrem verglasten Turm die Tore – Humor, Leidenschaft und die Liebe zur Seefahrt eint sie alle. Zehn Männer arbeiten im Schichtdienst, damit von April bis Oktober täglich von 6 bis 22 Uhr geschleust werden kann. Von binnen nach buten (vom Hafen auf die Weser) zur vollen Stunde, umgekehrt jederzeit.

Plattdeutsche Ansage als Markenzeichen

„De Slüüs geiht glieks op – un desterwegen: All Lüüd fix runner vunne Brüch!“ Die Durchsage auf Platt an die Schaulustigen, dass sich die Tore gleich öffnen, gehört zu den Markenzeichen der Schleuse Neuer Hafen. Sportboote und Arbeitsschiffe nutzen den kostenfreien Service. Die Schleuse pumpt das Wasser nicht, sondern öffnet die Tore, um den Wasserstand von der Weser zum Hafen auszugleichen. Je nach Tide dauert der Schleusenvorgang zehn bis 20 Minuten. „Die Schleuse sorgt für Leben im Hafen“, sagt Rüdiger Magowsky, Hafenmeister der Lloyd-Marina. Und seine Gäste lobten stets den guten Service.

Obwohl die Schleuse Neuer Hafen oft als „Sportbootschleuse“ betitelt wird, kann sie alle Schiffe aufnehmen, die in die 50 x 14 Meter große Schleusenkammer passen. In all den 20 Jahren dürfte kein Schiff häufiger den Dienst in Anspruch genommen haben als das Ausflugsschiff „Geestemünde“ für seine „Dicke-Pötte-Tour“ auf der Weser und die beinahe täglich stattfindenden Seebestattungen.

Die erste Schleuse wurde 1852 eröffnet – darum war sie besonders

Als der Neue Hafen von Bremerhaven 1852 eröffnet wurde, sorgte dessen Dockschleuse weltweit für Aufsehen. Sie konnte nur geöffnet werden, wenn der Wasserstand im Hafen und auf der Weser gleich hoch war. 85 Jahre war sie in Betrieb, dann wurde sie zugeschüttet und später im Zweiten Weltkrieg zerstört. 

Die neue Schleuse Neuer Hafen wurde 2003 in Auftrag gegeben als Bestandteil der Havenwelten. Ihr Bau hat rund 50 Millionen Euro gekostet.

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Blumen im Bürgerpark erfreuen Menschen und Insekten

Auch in diesem Jahr flossen wieder 1.500 Euro in die Bepflanzungen der Beete im Bürgerpark. Darüber freuen sich (von links) Sören Spaude, Ute Rößler, Sabine Kranz, Iris Willumeit und Leroy Czichy.
©Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Mehr als 100.000 Euro sind in all den Jahren aus dem Lotteriespar-Zweckertrag zur Verfügung gestellt worden.

Auch in diesem Jahr flossen wieder 1.500 Euro in die Bepflanzungen der Beete im Bürgerpark. Bei einem Treffen vor Ort informierten sich Iris Willumeit (Leiterin der Filiale am Hauptbahnhof) und Sören Spaude (Leiter der Filiale am Hauptbahnhof) bei Leroy Czichy (kaufmännischer Amtsleiter des Gartenbauamtes), Ute Rößler (technische Amtsleiterin des Gartenbauamtes) sowie Sabine Kranz (stellvertretende Pflegebezirksleiterin) über die durchgeführte Pflanzaktion.

Im Bürgerpark wurden in diesem Jahr insgesamt 8.500 Sommerblumen gepflanzt. Bei den bunten Blumen handelt es sich um Eisbegonien, Edellieschen, Löwenmäulchen und Studentenblumen.

Ob Taschenlampentour, Pop-up-Workshop oder Nachtlager auf Samoa: Das Klimahaus Bremerhaven bringt die große Welt in die Ferien

Kinder und Jugendliche, die in den Sommerferien daheim bleiben können trotzdem auf eine attraktive Weltreise gehen: sie kommen einfach ins Klimahaus Bremerhaven. Dort versprechen zwei verschiedene Kinderführungen, ein Bastelworkshop, und ein besonderes Übernachtungsangebot den Kleinen viel Spaß und neue Erkenntnisse.

Kinderführungen um die Welt
Es gibt ganz schön viel zu sehen und zu verstehen bei der „Reise“ um die Welt, da lohnt sich besonders für die Kleinen eine Führung. Kindgerecht vermitteln die Scouts die Zusammenhänge vom Klima und den Lebensverhältnissen auf dem achten Längengrad. Zwei Formate werden angeboten: Bei der „Taschenlampenführung“ geht es am 5. Juli exklusiv von 18 bis 21.30 Uhr durch die Reisestationen. Im schmalen Scheinwerferlicht wird die Aufmerksamkeit besonders geschärft. Vier Euro kostet das Programm zuzüglich Eintritt. Es richtet sich an Kinder von sechs bis zehn Jahren, die in Begleitung einer Aufsichtsperson teilnehmen.
Einen spielerischen Zugang vermittelt die „Entdeckungsreise“ am 24. Juli von 11 bis 12.30 Uhr. Das Programm richtet sich an Kinder von sechs bis zehn Jahren, die im Besitz eines Ferienpasses sein müssen.

Klimatiere in Klappkarten basteln
An Kinder von zehn bis 15 Jahren, die Freude an ungewöhnlichen Bastelaktionen haben, richtet sich der „Kreativ-Workshop“ am 9. Juli im Klimahaus Bremerhaven. Zusammen mit der mehrfach ausgezeichneten Illustratorin, Autorin und Papierexpertin Antje von Stemm verarbeiten die Teilnehmenden die aktuelle Sonderausstellung KLIMA_X und entwickeln eigene Klappkarten. Zunächst geht es gemeinsam in die Ausstellung, danach wird das Gesehene mit künstlerischen Mitteln verarbeitet. Im Zentrum werden die sogenannten „Klimatiere“ stehen. Dazu zeichnen die Kinder ihre Ideen aufs Papier, schneiden, falten, kleben und zaubern so individuelle Pop-up-Karten. Diese Werke werden dann zum Abschluss des Workshops als „Mini-Pop-up-Ausstellung“ den Eltern präsentiert. Der Workshop findet vom 10 bis 14.30 Uhr in der FRoSTA-Kochschule im Klimahaus statt. Er wird sowohl am 9. als auch am 10. Juli angeboten und kostet 5 Euro zuzüglich Eintritt. Anmeldeschliss ist der 2. Juli.

Im Klimahaus übernachten
Mal eine Nacht auf Samoa verbringen? In Alaska oder auf der Polarstation der Antarktisforscher? Diese Wahl hat, wer am Freitag, 11. Juli für ein ganz besonderes Programm ins Klimahaus kommt: „Nachts im Klimahaus“ führt zunächst im Dämmerlicht als Entdeckungsreise durch die verschiedenen Klimazonen, dann gibt es ein zünftiges Abendbrot für alle. Und dann wird das Nachtlager aufgeschlagen. Am nächsten Morgen beschließt ein gemeinsames Frühstück das ungewöhnliche Programm. „Nachts im Klimahaus“ startet um 18 Uhr und endet um 9 Uhr am 12. Juli, es kostet 69 Euro. Kinder kommen am besten in Begleitung einer Aufsichtsperson. Mitzubringen sind eine Taschenlampe, Isomatte, ein Schlafsack, das Schlafzeug sowie die benötigten Kosmetikartikel und Handtücher. Anmeldeschluss ist der 30. Juni.

Weitere Infos zu den Veranstaltungen stehen auch unter www.klimahaus-bremerhaven.de/veranstaltungen. Anmeldungen zu den Programmen sind ab sofort online, per Mail an info@klimahaus-bremerhaven.de oder telefonisch unter 0471 – 902030 – 95 möglich.

Was ist aus unserem Erholungsort geworden?

Wer in den letzten Monaten den eigentlich sogenannten „Gesundheitspark Speckenbüttel“ in Bremerhaven besucht hat, konnte kaum glauben, was sich dort abspielt. Ein Ort, der einst für Ruhe, Naturverbundenheit und Erholung stand, ist inzwischen vielfach zum Schauplatz massiver Vermüllung geworden. Picknickdecken werden ausgebreitet, es wird gegessen, gelacht – und dann? Alles bleibt liegen. Mülltüten, Plastikgeschirr, Flaschen, Essensreste. Ein Bild des Schreckens, das mit jedem weiteren Besuch schwerer zu ertragen ist.

Wo einst Spaziergänge zur Erholung beitrugen, schrecken heute viele Menschen zurück. Der Park ist für viele nicht mehr das, was er einmal war. Es macht betroffen und wütend zugleich. Zeugen berichten, dass es sich bei den Verursachern häufig um Gruppen mit Migrationshintergrund handelt, die sich regelmäßig zu Sit-Ins treffen. Dabei ist es völlig gleich, woher jemand stammt – Respekt vor öffentlichem Raum und ein verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Mitmenschen sollten selbstverständlich sein.

Besonders bitter: Es scheint, als würden Ordnung und Sauberkeit hier einfach aufgegeben. Es braucht dringend und regelmäßigere Kontrollen durch das Ordnungsamt. Es braucht Strafen, Aufklärung, Präsenz – kurzum: ein deutliches Zeichen, dass dieses Verhalten nicht länger geduldet wird.

Früher war der Speckenbütteler Park ein Vorzeigeort der Stadt – sauber, gepflegt und einladend für Jung und Alt. Heute stehen viele kopfschüttelnd vor überquellenden Mülltonnen oder Müllbergen im Gebüsch. Gesundheit geht anders!

Werftquartier Bremerhaven beim Bundeskongress präsentiert

Beim Bundeskongress „Tag der Regionen“ des Bundesbauministeriums in Bremerhaven hat die Stadt das städtebauliche Projekt „Werftquartier“ präsentiert.

„Der Kongress war ein voller Erfolg mit vielen hoch spannenden Vorträgen rund um das Thema der resilienten und krisenfesten Region. Das Werftquartier, das aus dem ehemaligen Gelände der Seebeck-Werft ein nachhaltiges, klimaneutrales Quartier machen wird, passte da hervorragend rein“, so Grantz.

Gemeinsam mit der Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bremens Bausenatorin Özlem Ünsal begrüßte Grantz die Teilnehmer in Bremerhaven. Er betonte, dass Bremerhaven inzwischen eine Stadt ist, die es versteht, dem Strukturwandel zu begegnen – sei es im Fischereihafen, der sich vom ehemaligen Standort der Hochseefischerei zum Standort der Lebensmittel- und Tiefkühlindustrie gewandelt hat, bei der Transformation zur Stadt der Wissenschaft, dem Werftquartier oder der Innenstadt, in der gerade mit dem „Novo Bremerhaven“ der Dritte Ort geplant wird. „Bremerhaven hat viel Expertise. Gleichzeitig war der Bundeskongress eine wunderbare Gelegenheit, sich mit anderen Städten und Regionen auszutauschen und von ihnen zu lernen“, so Grantz. Der Stand der Stadt Bremerhaven sei von vielen Besucherinnen und Besuchern interessiert angesteuert worden. „Vor allem die gemischten Wohnformen und die Nachhaltigkeitsaspekte im Werftquartier waren für die Besuchenden von Interesse. Begrüßt wurde außerdem mehrfach, dass die Planungen von Beginn an auch die Infrastruktur und nicht einfach „nur“ Gebäude in idealer Wasserlage beinhalten.“ Besonders erfreulich sei auch die Rückmeldung vieler Teilnehmer gewesen, dass Bremerhaven der bisher schönste Standort für den Kongress war, der regelmäßig in unterschiedlichen Städten stattfindet. „Bremerhaven hat sich als Tagungsort hervorragend präsentiert, das ist ein tolles Signal, das bundesweit ausstrahlt“, so der OB abschließend.

Das Geschichtenrad der Stadtbibliothek ist wieder auf Tour

Jutta Witthinrich ist ehrenamtlich in den Sommermonaten mit dem Geschichtenrad am Holzhafen unterwegs. ©Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Mit Bilderbüchern, Sitzkissen und vielen Geschichten im Gepäck hält das rote Lastenrad bei gutem Wetter jeden Dienstag um 16.00 Uhr am Holzhafen in der Nähe des Ernst-Barlach-Hauses (Am Holzhafen 8).

Im Kamishibai, einem japanischen Papiertheater, werden passend zu jeder Geschichte Bildkarten gezeigt. Das Holztheater, in das die Bildkarten eingeschoben werden, macht das Vorlesen und Erzählen besonders lebendig.

Bei schlechtem Wetter bleibt das Geschichtenrad allerdings zu Hause.

Das Projekt wird in diesem Jahr aus Mitteln der Ursula-Wulfes-Stiftung finanziert.

Wenn das Klima aus der Karte springt

Pop-up-Workshop mit Antje von Stemm: Kinder gestalten eigene 3D-Karten zur Ausstellung KLIMA_X

An Kinder von zehn bis 15 Jahren, die Freude an ungewöhnlichen Bastelaktionen haben, richtet sich der „Kreativ-Workshop“ am 9. Juli im Klimahaus Bremerhaven. Zusammen mit der mehrfach ausgezeichneten Illustratorin, Autorin und Papieringenieurin Antje von Stemm verarbeiten die kleinen Künstler die aktuelle Sonderausstellung KLIMA_X und entwickeln eigene Klappkarten. Zunächst geht es gemeinsam in die Ausstellung, danach wird das Gesehene mit künstlerischen Mitteln verarbeitet. Im Zentrum werden die sogenannten „Klimatiere“ stehen. Dazu zeichnen die Kinder ihre Ideen aufs Papier, schneiden, falten und kleben und zaubern mit Unterstützung individuelle Pop-up-Karten. Diese Werke werden dann zum Abschluss des Workshops als „Mini-Pop-up-Ausstellung“ den Eltern präsentiert. Der Workshop findet vom 10 bis 14.30 Uhr im Klimahaus statt und wird sowohl am 9. als auch am 10. Juli angeboten. Er kostet 5 Euro zuzüglich Eintritt.

Antje von Stemm hat sich als Autorin diverser Pop-up-Bücher, Wimmelbücher, Sachbücher und Adventskalender einen Namen gemacht. Für ein Pop-up-Buch zum Selberbasteln bekam sie unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Der Workshop für Kinder gehört zum Rahmenprogramm der faszinierenden Sonderausstellung „KLIMA_X“, die noch bis November 2025 Klimakommunikation und die daraus resultierenden Emotionen vorstellt.