Sanierung der Melchior‑Schwoon‑Straße abgeschlossen – Dann wird sie freigegeben

Stadtrat Hans-Werner Busch (links), Dezernent für die Entsorgungsbetriebe Bremerhaven, und Stadtrat Maximilian Charlet, Dezernent für den Baubereich, freuen sich über die erfolgreiche Sanierung der Melchior-Schwoon-Straße.

Die Stadt Bremerhaven gibt die Melchior‑Schwoon‑Straße nach mehr als einem Jahr Bauzeit am 24. Oktober 2025 wieder vollständig für den Verkehr frei. Die umfangreichen Arbeiten umfassten den Austausch veralteter Kanalrohre, den Neuaufbau der Fahrbahn sowie die Erneuerung von Geh‑ und Radwegen.

Im Zuge der Baumaßnahme wurden die alten Mischwasserkanäle aus den Jahren 1902, 1955 und 1965 durch moderne, größere Kunststoffrohre ersetzt. Insgesamt wurden rund 400 Meter Kanal in einer Tiefe von etwa 3,5 Metern erneuert, um die Entwässerung zu verbessern und Starkregenereignissen besser begegnen zu können.

Die Fahrbahn erhielt eine neue Asphaltdecke auf etwa 3.600 Quadratmetern. Parallel dazu wurden die Radwege beidseitig verbreitert, wovon rund 1.500 Quadratmeter neu entstanden, und die Gehwege auf etwa 1.700 Quadratmetern neu gepflastert. Insgesamt wurden rund 600 Meter Bordstein neu gesetzt; Materialreste wurden dort wiederverwendet, wo es möglich war.

Zur Verbesserung des Regenwasser‑Managements erhöhte die Stadt die Anzahl der Sinkkästen auf 52, damit Niederschlagswasser schneller abgeleitet und Schäden an Fahrbahn und Gehwegen reduziert werden können. Für Fußgänger wurde in Höhe der Stadthäuser eine neue Verkehrsinsel angelegt, die das Überqueren der Straße in zwei Etappen sicherer macht.

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung teilt mit, dass die Arbeiten planmäßig verliefen und ohne nennenswerte Verzögerungen abgeschlossen werden konnten.

Die Fertigstellung stellt einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Anpassung der städtischen Infrastruktur an klimatische Herausforderungen dar. Anwohnerinnen und Anwohner sowie Radfahrende profitieren von breiteren Wegen, besserer Entwässerung und einer moderneren Straßenoberfläche.

TV Tipp

Ein anonymer Anruf versetzt die Sondereinheit des Zolls gegen organisierte Kriminalität in Alarmbereitschaft: Das Containerschiff „Hundred Waves“ soll mit gefährlicher Fracht den Hafen von Bremerhaven anlaufen. Doch als das Containerschiff festmacht, finden Katta Strüwer (Elena Uhlig), Lisa Cunningham (Cynthia Micas), Gero von Bernbeck (Bernd Hölscher) und Sven-Erik Dröse (Lukas Zumbrock) keine Beweise. 

Ein verschwundener Seemann, dessen Name von der Crewliste gelöscht wurde, weckt allerdings ihre Aufmerksamkeit. Das Team des Zolls stößt auf ein Netz aus Macht, Lügen und Verschwiegenheit, in dem der zwielichtige Schiffseigner Gösta Berglund (Filip Peeters), seine undurchsichtige Schwägerin, die Geschäftsfrau Astrid Töfting (Nina Kronjäger), der eiskalte Kapitän Marvin Schneider (Christian Schneeweiß) und der junge Seemann Tobias Koch (Florian Kroop) die Fäden ziehen.

Auch Astrid Töftings erwachsene Kinder Romy (Leonie Wesselow) und David (Alessandro Schuster) haben etwas zu verbergen. Die Zoll-Sondereinheit ist überzeugt, dass illegale Rüstungsgüter an Bord des riesigen Containerschiffs versteckt sind. Ihr Einsatz wird zur Zerreißprobe, denn nur ein Ermittlungserfolg rechtfertigt, das Containerschiff noch länger am Ablegen zu hindern. Können sie einem anonymen Informanten wirklich trauen? Und sind sie bereit, gegen alle Widerstände aufzudecken, was um jeden Preis vertuscht werden soll?

DER BREMERHAVEN-KRIMI. GESCHÄFT MIT DEM TOD, am Donnerstag (13.11.25) um 20:15 Uhr im ERSTEN

Bildergalerie:

In Bremerhaven kocht die Welt: Fischkochhefte mit 18 Rezepten

Die ideale Geschenkidee für Genießer und Küstenfans: Mit den beiden Fischkochheften der Erlebnis Bremerhaven GmbH wird die Küche zum Treffpunkt der Kulturen. Unter dem Motto „In Bremerhaven kocht die Welt“ laden 18 Bremerhavenerinnen und Bremerhavener aus 18 Nationen zu einer kulinarischen Entdeckungsreise ein – mit authentischen Rezepten, persönlichen Geschichten, Gedichten und jeder Menge „Gedöns“ rund um Fisch und Krustentiere.

Im ersten Band „Multikulturelle Fischküche“ zeigen zwölf Hobbyköchinnen und -köche, wie vielfältig Fisch in den Küchen der Welt zubereitet wird – von Kabeljauauflauf aus Portugal über Lachs im Kadaifimantel aus der Türkei bis hin zur gebratenen Ohrid-Forelle aus Nordmazedonien. Unterstützung bekamen sie dabei vom Team des Fischkochstudios, das mit Tipps und Fachwissen half, den Genuss perfekt auf den Punkt zu bringen. Der zweite Band widmet sich den Krustentieren – mit Rezepten aus der Ukraine, Island, China, Italien, Griechenland und Marokko. Garnelen, Flusskrebse, Langusten und Hummer werden darin auf unterschiedlichste Art zubereitet und erzählen kulinarisch von der Vielfalt Bremerhavens.

Freude am gemeinsamen Kochen

„Die Hefte vereinen all das, was Bremerhaven ausmacht: Menschen aus aller Welt, die Freude am gemeinsamen Kochen und unsere Liebe zum Meer“, sagt Projektleiterin Franziska Stenzel von der Erlebnis Bremerhaven.

Hintergrundgeschichten und Wissenshäppchen

Begleitet werden die Rezepte durch unterhaltsame Hintergrundgeschichten, Gedichte und kleine Wissenshäppchen – etwa zur Fischerei, zu maritimen Traditionen oder zum nachhaltigen Genuss.

Entstanden sind zwei charmant gestaltete, klimafreundlich produzierte Hefte, die sich perfekt als Geschenk oder Mitbringsel nicht nur für die Weihnachtszeit eignen – mit authentischem Bremerhaven-Flair und jeder Menge Inspiration zum Nachkochen.

Bremerhaven steht für Fischgenuss

Nirgendwo in Deutschland wird mehr Fisch verarbeitet als im Bremerhavener Fischereihafen – rund 200.00 Tonnen sind es pro Jahr. In der größten deutschen Stadt an der Nordsee sind rund 4500 Männer und Frauen in der Fisch- und Lebensmittelwirtschaft beschäftigt.

Die Fischkochhefte sind in den beiden Tourist-Infos der Erlebnis Bremerhaven am Neuen Hafen und im Schaufenster Fischereihafen sowie im online-shop der Erlebnis Bremerhaven erhältlich. www.bremerhaven.de/souvenir-shop
Preis: 4,50 Euro pro Heft.

Gutachterausschuss verabschiedet Gutachter und beruft neue Mitglieder

Der Gutachterausschuss (GAA) für Grundstückswerte in Bremerhaven hat die langjährigen Gutachter Claus Schwebe und Christian Runkler verabschiedet. Gleichzeitig wurden die neuen Mitglieder Jörg Ewelt und Kennet Boersma in den Gutachterausschuss berufen.

Zum 30. September 2025 schieden der Sparkassenbetriebswirt Claus Schwebe sowie der Immobilienfachwirt und Immobiliengutachter Christian Runkler nach sechs bzw. 13 Jahren aus dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Bremerhaven als ehrenamtliche Gutachter aus. „In dieser Zeit haben sie mit ihren fundierten Fachkenntnissen an der Erstellung von zahlreichen Verkehrswertgutachten und an der Erstellung von Bodenrichtwertkarten mitgewirkt“, sagt Marco Kewes, Vorsitzender des GAA Bremerhaven.

Vorsitzender Marco Kewes, die stellvertretenden Vorsitzenden, Marc Wittich und Jürgen Stindt, sowie der Leiter der Geschäftsstelle, Rene Seemann, danken Claus Schwebe und Christian Runkler für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit und die stets konstruktive und angenehme Zusammenarbeit.

Die entstandene Lücke wird von dem Diplom-Bankbetriebswirt Jörg Ewelt sowie dem Sparkassenfachwirt Kennet Boersma geschlossen. Beide sind ebenfalls langjährig in der Bewertung und Vermarktung von Immobilien bei der Volksbank im Elbe-Weser-Dreieck bzw. Weser-Elbe Sparkasse tätig und wurden zum 1. Oktober 2025 als ehrenamtliche Gutachter in den Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Bremerhaven berufen.

Der Gutachterausschuss ist eine auf der Grundlage des Baugesetzbuches gebildete, unabhängige und an Weisungen nicht gebundene Institution. In dieses Kollegialgremium werden behördliche und private Fachleute mit besonderer Sachkunde auf dem Gebiet der Grundstücksbewertung wie z. B. Architekten, Baufachleute, Immobilienkaufleute, Geodäten, Fachleute der Baufinanzierung und der Wohnungswirtschaft berufen. So sind im Gutachterausschuss die Kompetenzen des Immobilienmarktes Bremerhaven gebündelt und gleichzeitig ist seine Neutralität und Unabhängigkeit sichergestellt. Alle Mitglieder sind ehrenamtlich tätig.

Der Gutachterausschuss bedient sich einer Geschäftsstelle, die bei der zuständigen Katasterbehörde, dem Vermessungs- und Katasteramt Bremerhaven, eingerichtet ist. Zu den Aufgaben des Gutachterausschusses gehören die Erstattung von Gutachten über den Verkehrswert von bebauten und unbebauten Grundstücken sowie von Rechten an Grundstücken, die Auswertung der Kaufverträge und Führung der Kaufpreissammlung sowie die Ermittlung und Veröffentlichung der Bodenrichtwerte und sonstiger zur Wertermittlung erforderlicher Daten.

Für Fragen steht die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte gerne zur Verfügung:

Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Bremerhaven beim Vermessungs- und Katasteramt
Fährstraße 20
27568 Bremerhaven
Tel.:  0471 5903334 oder  0471 5903354
 gutachterausschuss@magistrat.bremerhaven.de
Internet: www.gutachterausschuss.bremerhaven.de

Sammelfieber für kleine Entdecker:

Bremerhaven bringt erstes Stickeralbum heraus

Kinder können ihre Heimatstadt spielerisch erkunden

Sammeln, tauschen, kleben – Generationen von Kindern kennen die Freude, ein Stickeralbum nach und nach zu vervollständigen. Jetzt gibt es diesen Spaß auch mit Bremerhavener Motiven: Die Erlebnis Bremerhaven GmbH hat das erste eigene Stickeralbum der Seestadt entwickelt. Unter dem Titel „Mein Bremerhaven-Abenteuer – Mit 24 Stickern durch die Stadt der Entdecker“ lädt es Grundschulkinder und ihre Familien ein, die Stadt spielerisch zu erkunden.

Mit Pinguin Piet als Begleiter führt das Album durch vier Erlebniswelten: Fischerlebnis, Hafenerlebnis, Wissens- und Erlebniswelten sowie Kunst & Kultur. Hinter jedem Sticker verbirgt sich ein Stück Bremerhaven – vom Container-Aussichtsturm und dem „Schulschiff Deutschland“ über das Klimahaus bis hin zu Thieles Garten und dem Schaufenster Fischereihafen. In der Mitte wartet ein großes Wimmelbild zum Ausmalen, am Ende ein Rätsel, das mit einem Geschenk in der Tourist-Info belohnt wird.

Ein Geschenk für alle Viertklässler

Besonders spannend: Alle Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen erhalten vor den Herbstferien ein Album und das erste Stickertütchen geschenkt. „Ich richte ein großes Dankeschön an die Erlebnis Bremerhaven“, sagt Schuldezernent Stadtrat Prof. Dr. Hauke Hilz, der in der Veernschule zusammen mit Schulleiter Dirk Oesten die ersten Alben von Michael Gerber erhalten hat.  „Aufgrund des pädagogischen Ansatzes kann das Stickeralbum in den Sachunterricht integriert werden und in diesem Rahmen helfen, dass Schülerinnen und Schüler ihre Heimatstadt besser kennenlernen. Am Ende kann es die Kinder motivieren, die Seestadt gemeinsam mit ihren Eltern zu erkunden.“

120.000 Stickerbilder produziert

Insgesamt wurden 5.000 Alben und 120.000 Stickerbilder produziert, verpackt in 30.000 Tütchen mit je vier Motiven. Neben den Schulaktionen gibt es das Album für 1 Euro und die Stickertütchen für 50 Cent in den beiden Tourist-Infos am Neuen Hafen und im Schaufenster Fischereihafen sowie im Zoo am Meer, dem Deutschen Schifffahrtsmuseum, an Bord der „Gera“ und im Historischen Museum, im Klimahaus sowie im Deutschen Auswandererhaus. Ergänzt wird die Aktion durch ein großformatiges Wimmelbild (1 Euro) sowie Kinder-T-Shirts mit Pinguin Piet.

Spielerischer Spaß mit Mehrwert

„Das Stickeralbum ist ein einzigartiges Projekt für unser Stadtmarketing“, betont Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. „Sticker-Sammelaktionen sind bei Kindern seit jeher äußerst beliebt. Wir verbinden diesen Spaß mit einem echten Mehrwert: Kinder und Familien entdecken Bremerhaven auf spielerische Art und identifizieren sich noch stärker mit unserer Stadt. Gleichzeitig schaffen wir ein Angebot, das auch unsere Gäste begeistern wird.“

So wird aus einem klassischen Sammelalbum mehr als nur ein Freizeitspaß: Es ist Einladung, Bildungsinstrument und Stadtführer zugleich – und macht Bremerhaven für kleine wie große Entdecker noch erlebbarer.

Am Bahnübergang am Radweg Fahr(G)Rad 8 wurden diverse Bauelement zerstört.

Ein Zaunelement wurde herausgebrochen und anschließend auf der angrenzenden Bahnschiene mit Kabelbindern befestigt, mehrere Betonblöcke wurden umgeworfen. Bei den aufgestellten Bügeln, die der Verkehrsregelung dienen, wurden mehrere Metallstifte ausgebaut, um die Bügel dauerhaft zu öffnen. Ein Bügel musste aus diesem Grund vorübergehend entfernt werden. Das Amt für Straßen- und Brückenbau hat eine Strafanzeige gestellt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Stadtrat Maximilian Charlet reagiert verständnislos auf den Vandalismus: „Hier kann von einem Streich keine Rede sein – Vandalismus ist eine strafbare Handlung. Die Schäden belaufen sich in fünfstelliger Höhe. Aber durch Vandalismus werden nicht nur Sachwerte beschädigt, sondern auch das Sicherheits- sowie Gemeinschaftsgefühl wird beeinträchtigt. Vandalismus geht uns alle an – deswegen bitten wir um Unterstützung und fordern alle auf, die etwas beobachtet haben, sich zu melden“, so der Baudezernent.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Ortspolizeibehörde unter  0471 953 4444 zu melden.

Nachtflimmern — Filme in der Stadt: Open-Air-Kino erfolgreich gestartet

Bremerhaven hat im Spätsommer mit der neuen Open-Air-Kinoreihe „Nachtflimmern — Filme in der Stadt“ ein Publikumserfolg gelandet, das vom 28. August bis 6. September 2025 an fünf ungewöhnlichen Orten in der Stadt stattfand.


Vielseitiges Programm an besonderen Orten

Die Reihe löste das bisherige „Kino im Hafen“ ab und brachte statt zweier Kinoabende mehrere Filmveranstaltungen unter freiem Himmel an neu ausgewählte Orte; aus 35 Vorschlägen wurden fünf Plätze ausgewählt, darunter der Garten von Alberts Huus, der Hinterhof der „Theo“, der Fischereihafen vor „Alberts am Platz“, die Kulisse bei Bremerhavens Segelmachern und die Sommerstraße auf der Alten Bürger.


Publikum und Stimmung

Schon vor Einbruch der Dunkelheit waren die Plätze gut gefüllt; zum Abschluss in der Sommerstraße fanden knapp 250 Besucherinnen und Besucher Platz auf eigenen Klappstühlen, einer aufblasbaren Couch und Palettenmöbeln, insgesamt nahmen rund 750 Menschen an den fünf Veranstaltungen teil.


Höhepunkte, Programm und Begleitangebote

Zum Auftakt lief das Biopic „Back to Black“, weitere Filme waren unter anderem „La La Land“, „Yesterday“, „Bohemian Rhapsody“ und als Finalfilm „Sing Street“; Begleitangebote reichten von cineastischen Quizfragen bis zu musikalischen Einlagen des Publikums, regionale Gastronomie sorgte für Getränke und Popcorn.


Stimmen der Veranstalter und Ausblick

Veranstaltungsleiterin Stefanie Dunkel zog ein positives Fazit und kündigte an, das Nachtflimmern 2026 mit den gewonnenen Erfahrungen wiederholen zu wollen, Stadtrat Prof. Dr. Hauke Hilz lobte die hohe Besucherresonanz und die atmosphärische Vielfalt der Orte.


Unterstützung und Mitwirkung

Die Veranstaltungsreihe wurde durch die swb und die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft mbH finanziell unterstützt; Vorschläge für neue Orte können bereits per E‑Mail an stefanie.dunkel@magistrat.bremerhaven.de oder telefonisch unter 0471 5903495 eingereicht werden.

Mobildeich in Bremerhaven vorgestellt

Die Entsorgungsbetriebe Bremerhaven (EBB) haben am Mittwoch, 24. September 2025, vor dem Historischen Museum Bremerhaven ihren neuen Mobildeich der Öffentlichkeit präsentiert. Die Maßnahme ist Teil der Vorbereitung auf zunehmende Extremwetterereignisse wie Starkregen und Flusshochwasser, die laut EBB in Intensität und Häufigkeit zunehmen.


Technische Daten und Einsatzkonzept

Der Mobildeich erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 225 Metern und eine Höhe von 90 Zentimetern. Er wird in einem Container gelagert und kann vom Technischen Hilfswerk (THW) zum jeweiligen Einsatzort transportiert werden, um dort gefährdete Bereiche und kritische Infrastruktur zu schützen.


Zweck, Finanzierung und Kosten

Stadtrat Hans‑Werner Busch, Dezernent der Entsorgungsbetriebe, betonte, dass der Deich dazu dient, gefährdete Bereiche und die Stromversorgung effektiv abzusichern und dass die Anschaffung rechtzeitig erfolgt sei. Die Anschaffungskosten betragen 90.000 Euro; die Finanzierung erfolgte zu 53 Prozent durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).


Ausblick

Mit dem neuen Mobildeich erweitert Bremerhaven seine Kapazitäten zum Schutz vor Hochwasser und stärkt die Zusammenarbeit zwischen kommunalen Stellen und Hilfsorganisationen. Die EBB sieht den Deich als ein flexibles Instrument, das künftig bei Hochwasserlagen schnell eingesetzt werden kann.

Die Schulen in Bremerhaven unterstützen das Ersthelfersystem „Mobile Retter“

Das Ersthelfersystem „Mobile Retter“ wird durch AEDs des Notfallmanagements der Bremerhavener Schulen ergänzt. Amtsleiterin des Schulamtes, Swantje Hüsken (im Vordergrund), präsentiert einen AED, der die Rettungskette, beginnend mit der Laienreanimation, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ergänzt.
Bild: Feuerwehr Bremerhaven

Seit dem 24. Juni 2022 sind die Stadt Bremerhaven, der Landkreis Cuxhaven und der Landkreis Osterholz mit dem gemeinsamen Projekt „Mobile Retter“, einem smartphonebasierten Ersthelfer-System, aktiv. Seitdem werden qualifizierte Mobile Retter gemeinsam mit den zuständigen Rettungsdiensten alarmiert und helfen Leben zu retten.

Dieses System wird nun erweitert und in Bremerhaven startet der Testbetrieb zur direkten Einbindung von „Automatisierten externen Defibrillatoren“ (kurz AED) in Zusammenarbeit mit dem Schulamt. Die Ressourcen des vorhandenen Notfallmanagements von Bremerhavener Schulen werden somit ab sofort einem größeren Personenkreis zur Verfügung gestellt. In einer Kooperation der Feuerwehr mit dem Schulamt Bremerhaven wurden die an Schulen vorhandenen AED erfasst und im Rahmen einer Testphase in das Ersthelfersystem integriert. Das heißt, dass die ersten schulischen AED ab sofort von den Mobilen Rettern im Notfall entliehen werden können. Weitere Standorte werden nach und nach dazukommen. Ziel ist es, eine deutlich größere Abdeckung von AED-Standorten zu erreichen, um in einem Notfall wertvolle Minuten sparen zu können.

So funktioniert das smartphonebasierte Ersthelfer-System „Mobile Retter“:

Geht beispielsweise in der Integrierten Regionalleitstelle Unterweser-Elbe (IRLS) ein Notruf über die 112 mit der Meldung Herz-Kreislauf-Stillstand ein, lösen die Disponentinnen und Disponenten neben dem Alarm für den Rettungsdienst auch eine Alarmierung über die Mobile Retter-App aus.

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde. Um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken, werden Mobile Retter, die sich in unmittelbarer Nähe zum Notfall befinden, via GPS über ihre Smartphones geortet und parallel zum Rettungsdienst alarmiert.

Die mobilen Retter sind medizinisch qualifizierte Ersthelferinnen und -helfer. Wenn sie den Einsatz annehmen, werden Details wie Ort, Wegbeschreibung und Art des Notfalls übermittelt und sie machen sich sofort auf den Weg zum Notfallort. Dabei werden immer möglichst zwei Mobile Retterinnen oder Mobile Retter alarmiert. Befindet sich ein AED in der Nähe wird ab sofort aus dem Kreis der Mobilen Retter eine dritte Person alarmiert. Diese holt erst den AED und eilt dann zum Notfallort.

Nachhaltige Wohnkonzepte im Werftquartier

Mit dieser zentralen Frage haben sich Studierende des Masterstudiengangs Architektur an der Hochschule Bremen unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Daniela Konrad und M.A. Matthis Gericke im Wintersemester 2024/25 beschäftigt.

Die Ergebnisse ihrer Entwürfe sind von Donnerstag, dem 25. September bis einschließlich Mittwoch, dem 29. Oktober 2025, unter dem Titel „Verdichteter Wohnungsbau in Holzbauweise. Neue Wohnformen im Werftquartier Bremerhaven“ in einer Ausstellung im Werftquartierhaus (Kohlenkai 1) zu sehen.

Das Hallenviertel im Werftquartier Bremerhaven steht beispielhaft für den aktuellen Strukturwandel. Aus einem Areal, das bislang überwiegend industriell geprägt war, soll ein vielfältiger Ort für urbanes Leben entstehen. Die Studierenden entwickelten dazu Konzepte für verdichtete Wohngebäude, die neue Formen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens fördern und Wohnen, Arbeiten sowie Freizeit auf innovative Weise miteinander verbinden.

Ein besonderer Fokus liegt auf nachhaltiger Architektur. Der Baustoff Holz spielt dabei eine zentrale Rolle. Er ermöglicht ressourcenschonendes Bauen, reduziert CO₂-Emissionen und steht für eine klimafreundliche Stadtentwicklung. In Verbindung mit kompakter Bauweise zeigen die Entwürfe eindrucksvoll, wie umweltgerechtes Planen und der steigende Bedarf an Wohnraum in der Stadt zusammengedacht werden können.

Die Ausstellung lädt alle Interessierten ein, die zukunftsweisenden Ideen der Studierenden kennenzulernen und Impulse für nachhaltiges Wohnen mitzunehmen. Diese kann im Rahmen der regulären Öffnungszeiten (Dienstag 12.00 bis 16.00 Uhr, Mittwoch 9.00 bis 12.00 Uhr, Donnerstag 12.00 bis 16.00 Uhr) besucht werden.