Projekt „Heidjer Hilfe – Nebenan im Einsatz“ erhält Förderzusage

Besprechen zusammen des Projekt „Heidjer-Hilfe“ im Heidjer-Treff (von links): Ilsabe Zöller, Wolfgang Lemke, Martin Günthner, Heike Eulitz, Stefan Perl und Hauke Blumhof. ©Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Den Alltag gut zu organisieren, fällt im Alter nicht immer leicht. Und wenn dann noch erschwerte Bedingungen wie eine eingeschränkte Mobilität hinzukommen, kann es knifflig werden.

Selbst wenn für die pflegerische Versorgung in den eigenen vier Wänden gesorgt ist, stehen Betroffene oft vor Herausforderungen im Alltag. „Wie komme ich sicher zu meinem Skattreff oder in die Arztpraxis?“ oder „Wer hilft mir beim Frühjahrsputz?“ sind häufig gestellte Fragen. Das Modellprojekt „Heidjer Hilfe – Nebenan im Einsatz“ soll wirksame Abhilfe gegen solche Probleme schaffen.

Das Projekt beinhaltet eine koordinierte Nachbarschaftshilfe, die Menschen mit Pflegegrad mit engagierten Menschen aus der Nachbarschaft zusammenbringt. Vorgesehen ist, dass die Pflegebedürftigen die ihnen zustehenden Entlastungsleistungen der Pflegekassen (derzeit 131 Euro) gezielt für die Angebote der Nachbarschaftshilfe einsetzen können. Die Engagierten erhalten dann für ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung und werden im Vorfeld durch gezielte Schulungen vorbereitet.

„Das ist eine klassische Win-Win-Situation“, findet Stadtrat Martin Günthner (Dezernent für Soziales, Arbeit, Jugend, Familie und Frauen) und sieht in dem Vorhaben einen zukunftsweisenden Ansatz, das selbständige Leben von älteren Menschen im eigenen Wohnumfeld zu unterstützen. „Dabei sind die Mittel zu 100 Prozent fremdfinanziert“, unterstreicht Günthner. Der Beitrag der Pflegekassen, die die Hälfte der Kosten übernehmen, werde durch Landesmittel ergänzt. „Umso mehr freut uns die Zusage“, so der Dezernent.

Für die vierjährige Laufzeit des Projektes ist Leherheide ausgewählt worden. Der Stadtteil eignet sich für das Vorhaben durch seinen hohen Anteil älterer Menschen, die dazu oft alleine in ihren Wohnungen leben.

Im zentral gelegenen „Heidjertreff“, der Begegnungsstätte des Betreuungs- und Erholungswerkes (BEW) in der Hans-Böckler-Straße 47, ist das Projektbüro geplant. Von dort soll auch eine Vernetzung von verschiedenen Anbietern für ein gutes Leben im Alter aufgebaut und koordiniert werden. „Mit dem Betreuungs- und Erholungswerk sind wir schon im Gespräch und freuen uns auf weitere Netzwerkpartner“, berichtet Heike Eulitz, die die Stabsstelle für Seniorinnen und Senioren innehat. „Mit der erfolgten Förderzusage können nun die Vorbereitungen zur Umsetzung beginnen. Im nächsten Jahr soll es dann losgehen“, so Eulitz.

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