Rund 3,7 Millionen Euro für Bremerhavens Infrastruktur: Magistrat beschließt Investitionen in Havenwelten und Bildungseinrichtungen

Der Magistrat der Stadt Bremerhaven hat in seiner Sitzung am Mittwoch, dem 4. November 2026, Investitionen in Höhe von insgesamt rund 3,7 Millionen Euro für die Schleuse Neuer Hafen, das Klimahaus, das Deutsche Auswandererhaus und das Nord- und Nordostareal am Neuen Hafen beschlossen. Finanziert werden die Maßnahmen aus Bundesmitteln des Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetzes (LUKIFG).

„Dank der Bundesmittel können wir erhebliche Teile unserer städtischen Infrastruktur sichern und nachhaltig verbessern. Wir investieren gezielt in Sicherheit, Bildung und die Funktionsfähigkeit unserer touristischen und maritimen Einrichtungen“, sagt Oberbürgermeister Martin Günthner. „Davon profitieren die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie unsere Gäste, die Wirtschaft und der gesamte Tourismusstandort.“

Rund 1,4 Millionen Euro entfallen auf die Schleuse Neuer Hafen. Dort werden die Fenderanlage, die Schiffe und Schleusentore beim Anlegen vor Beschädigungen schützt, umgerüstet und die Absturzsicherungen ergänzt. Außerdem werden Steigeleitern und Wartungspodeste an die heutigen Anforderungen der Arbeitssicherheit angepasst. Die Schleuse ist der einzige direkte Wasserzugang zum Alten und Neuen Hafen und wird unter anderem von Sportbooten, historischen Schiffen, Schleppern, Bunkerbooten und Fahrgastschiffen genutzt. Auch für maritime Großveranstaltungen ist sie unverzichtbar, die zeitnahe Ertüchtigung dringend notwendig.

In das Klimahaus fließen insgesamt rund 1,8 Millionen Euro. Davon sind rund 1,2 Millionen Euro für die brandschutztechnische Überarbeitung des Gebäudes vorgesehen. Unter anderem werden ein neues Brandschutzkonzept erstellt, Fluchtwege überprüft und vereinfacht sowie Brandschutzklappen, Rauchmelder, Steuerungen und Teile der Rauch- und Wärmeabzugsanlagen erneuert. Auch der Feuerwehrfunk wird auf den aktuellen Digitalfunkstandard umgestellt. Das Klimahaus wird jährlich von rund 400.000 bis 450.000 Menschen besucht und ist zugleich ein mehrfach ausgezeichneter außerschulischer Lernort für Klimabildung und nachhaltige Entwicklung.

Weitere 575.000 Euro stehen für die Beseitigung von Undichtigkeiten am Dach sowie für die Sanierung korrodierter Bereiche der Stahlfassade des Klimahauses bereit. An besonders betroffenen Bereichen der Stahlkonstruktion werden Korrosionsschäden beseitigt und neue Schutzbeschichtungen aufgebracht. Damit sollen größere Folgeschäden am Gebäude, an der Ausstellung und an der technischen Ausstattung vermieden werden.

Für das Deutsche Auswandererhaus beschloss der Magistrat Investitionen in Höhe von 399.400 Euro. Mit den Mitteln wird der Brandschutz des Gebäudes neu bewertet und ein neues Brandschutzkonzept erarbeitet. Vorgesehen sind unter anderem die Bildung zusätzlicher Brandabschnitte, der Einbau weiterer Türen und die Ertüchtigung einzelner Wände. Weil die Sicherheitstechnik mit der Ausstellung verbunden ist, werden auch Anpassungen an Monitoren, Beleuchtung, Tonanlagen und beweglichen Ausstellungselementen erforderlich.

Darüber hinaus werden 196.000 Euro für die bereits umgesetzten Vorabmaßnahmen am Nord- und Nordostareal des Neuen Hafens bereitgestellt. Damit wird der kommunale Anteil für den Abbau und die Verbringung des Portalkrans sowie für die vorübergehende Verankerung der Ostkaje aus LUKIFG-Mitteln finanziert. Die Arbeiten gehören zur Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ und bereiten die weitere Entwicklung des Areals vor.

„Unsere großen Einrichtungen in den Havenwelten prägen Bremerhaven weit über die Stadtgrenzen hinaus. Sie sind wichtige Bildungsorte, touristische Anziehungspunkte und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor“, erklärt Günthner. „Mit den jetzt beschlossenen Investitionen warten wir nicht, bis aus erkennbaren Schäden unvertretbare Risiken und deutlich höhere Kosten entstehen. Wir handeln vorausschauend, erhalten Werte und sorgen dafür, dass diese Einrichtungen auch künftig sicher und verlässlich genutzt werden können.“

Die fünf beschlossenen Maßnahmen haben ein Gesamtvolumen von rund 3,7 Millionen Euro. Die Bundesmittel entlasten den städtischen Haushalt und ermöglichen es Bremerhaven, dringende Investitionen in die maritime, touristische und Bildungsinfrastruktur umzusetzen.

Quelle: Stadt Bremerhaven /PM

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