Jizhe Ma, Schüler des 11. Jahrgangs des Lloyd Gymnasiums in Bremerhaven, hat vom 13. bis 17. November 2025 am 36. internationalen Mathematik-Wettbewerb „Baltic Way“ in der lettischen Hauptstadt Riga teilgenommen und gemeinsam mit dem fünfköpfigen deutschen Team in allen Kategorien den 1. Platz erreicht.
Das Team gewann vor den starken Mannschaften aus Estland und Polen.
Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, gratuliert dem Bremerhavener Jizhe Ma herzlich zum Erfolg auf internationaler Bühne: „Ich bin stolz auf Jizhe Mas herausragende Leistung. Dieses Ergebnis zeigt, wie groß sein mathematisches Talent ist. Zugleich unterstreicht die hervorragende Platzierung auch das hohe Niveau der Förderung mathematisch besonders begabter Schülerinnen und Schüler im Land Bremen. Deshalb gilt mein Dank insbesondere auch den Lehrkräften, die solche Erfolgsgeschichten möglich machen.“
Bremerhavens Stadtrat Prof. Dr. Hauke Hilz richtet ebenfalls herzliche Glückwünsche an Jizhe Ma anlässlich dessen herausragender Leistung. „Ich hatte Jizhe Ma nach seinem diesjährigen zweiten Preis bei der Mathe-Olympiade ins Büro eingeladen, um ihm zu seiner Leistung zu gratulieren. In dem Gespräch wurde deutlich, wie klug und ehrgeizig Jizhe Ma ist“, betont der Schuldezernent. „Jizhe Ma ist überaus talentiert, aber neben dem Talent braucht es eine leistungsfördernde Umgebung in Familie und Schule. Diese bietet das Lloyd Gymnasium zweifellos“, ergänzt Hilz. „Daher geht mein Dank auch an die Kolleginnen und Kollegen an der Schule und der Glückwunsch an Familie Ma.“
Der „Baltic Way“ ist ein herausragender mathematischer Leistungswettbewerb, zu dem Teams aus Ländern rund um die Ostsee eingeladen werden: Dänemark, Schweden, Finnland, Deutschland, Estland, Lettland, Litauen und Polen. Darüber hinaus nehmen auch Island, Norwegen und die Ukraine teil. Die deutsche Mannschaft besteht dabei aus fünf besonders leistungsstarken Schülerinnen und Schülern, die auf Grundlage ihrer Ergebnisse bei der Bundesrunde der Mathematik-Olympiade ausgewählt werden. In diesem Jahr setzte sich das Team aus dem Bremerhavener Jizhe Ma, drei Schülern aus Niedersachsen und einem aus Hamburg zusammen.
Hafenkapitän und Erlebnis Bremerhaven empfangen Schiff und Besatzung mit Plaketten
Willkommen in Bremerhaven, Ihre königliche Hoheit „Queen Mary 2“. Das imposante Kreuzfahrt-Schiff der Cunard-Line hat zum ersten Mal Bremerhaven besucht – und wie es sich für Erstanläufe gehört, haben Hafen und Stadt Schiff und Besatzung besonders willkommen geheißen.
Plakette überreicht: Kapitän Aseem Hashmi und Andreas Hugle. Foto Brockmann_Erlebnis Bremerhaven
Hafenkapitän Stephan Berger und Andreas Hugle, Leiter der Abteilung Destinationsentwicklung bei der Erlebnis Bremerhaven, überreichten zusammen mit Timo Schön, Geschäftsführer des Cruise Ports Bremerhaven, Kapitän Aseem Hashmi Plaketten mit dem Bremerhavener Stadtwappen. Es ist Tradition auf Kreuzfahrtschiffen, mit den Tafeln von allen besuchten Häfen Bereiche des Schiffs zu dekorieren.
Willkommen in Bremerhaven: (von links) Kapitän Aseem Hashmi und Hafenkapitän Stephan Berger an der Schiffsglocke der „Queen Mary“. Foto Brockmann-Erlebnis Bremerhaven.
Landgang in Bremerhaven
„Die ,Queen Mary 2‘ ist ein Schiff von weltweiter Bekanntheit und ihr Erstanlauf in Bremerhaven, der uns stolz macht“, sagte Hugle beim Besuch an Bord. Er dankte allen Beteiligten, den Anlauf zu ermöglichen und rund 1500 Passagieren die Möglichkeit zu geben, Bremerhaven kennenzulernen.
Weil die „Queen Mary“ wegen ihres Tiefgangs nur am Containerterminal anlegen konnte, charterte die Reederei das Ausflugsschiff „Koi“, das für den Landgang zwischen Schiff und Seebäderkaje pendelte. Am Anleger wurden die Passagiere von Scouts empfangen, das Deutsche Auswandererhaus öffnete eigens eine Stunde früher, die Tourist-Info stellte Servicepersonal, dass die Gäste an der Seebäderkaje mit Informationen über die Stadt, die Havenwelten und die Wissens- und Erlebniseinrichtungen informierte. „Heute geht es um mehr als den Hafenbetrieb“, sagte Hugle. Der Anlauf der „Queen Mary 2“ sei ein Signal, was alle Beteiligten in Bremerhaven gemeinsam leisten könnten.
Reise geht über Southampton weiter nach New York
Für die „Königin der Meere“ war Bremerhaven der letzte Hafen einer zwölftägigen Nordland-Kreuzfahrt. Kapitän Aseem Hashmi und seine Crew machen sich am Abend auf den Weg nach Southampton, von dort geht es weiter direkt nach New York. Hashmi sagte, er hoffe auf viele weitere Besuche in Bremerhaven. Die Stadt kennt er gut, mit der „Caronia“, der „Vistafjord“ und mehrmals mit der legendären „Queen Elizabeth 2“ war er Gast an der Weser.
Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz würdigt die jüngsten Beschlüsse des Haushaltsausschusses im Bundestag: „Das sind richtig gute und wichtige Nachrichten für unsere Stadt“, betont Grantz.
Neben den 1,35 Milliarden Euro für den Hafenausbau hat der Haushaltsausschuss des Bundestages sich auch zum Deutschen Schifffahrtsmuseum bekannt und will die Sanierung des Scharoun-Baus unterstützen.
Der Bremerhavener Hafen sei als Hauptumschlagsplatz für Militärgüter schon lange von internationaler strategischer und militärischer Bedeutung. „Ich bin froh, dass der Bund das jetzt anerkennt und die notwendigen Mittel für den Hafenausbau zur Verfügung stellt. Der Hafen ist der größte Arbeitsplatz in der Stadt und die wichtigste Pulsader für unsere Wirtschaft. Die Investitionen des Bundes wirken sich auch auf die Privatwirtschaft im Hafen aus, wenn unsere Infrastruktur verbessert und der Hafen zukunftsfähig gemacht wird. Wir müssen unseren Hafen dringend wettbewerbsfähig machen – auch im Vergleich zu Antwerpen und Rotterdam, deshalb sind die Zahlungen des Bundes von enormer Bedeutung auch für die Stadt“, ordnet Grantz ein. Er bedankt sich bei allen, die das auf Landes- und Bundesebene möglich gemacht haben – insbesondere der Bremerhavener Bundestagsabgeordnete Uwe Schmidt, Regierungschef Andreas Bovenschulte sowie die Bundestagsabgeordneten Thomas Röwekamp und Andreas Mattfeldt hätten sich aus dem Land Bremen für diese Investitionen stark gemacht.
Für die Stadt ebenso wichtig sei die Unterstützung des Haushaltsausschusses im Bundestag zur Sanierung des Scharoun-Baus. „Das Deutsche Schifffahrtsmuseum ist als Leibniz-Museum ein wichtiges Forschungsmuseum. Die Sanierung des Scharoun-Baus muss dringend vorangetrieben werden, damit die Evaluierung als Leibnitz-Museum 2028 erfolgreich wird. Ich setze darauf, dass im nächsten Schritt auch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt diese Dringlichkeit erkennt und die notwendigen Gelder zur Verfügung stellt“, so Grantz.
Tanznachmittag mit DJ Miss Am Freitag, dem 12. Dezember 2025, in der Zeit von 14.30 bis 17.30 Uhr, lädt der Seniorentreffpunkt Altbürgerhaus zu einem musikalischen Nachmittag mit Livemusik von DJ Miss B ein.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung unter 0471 30946119 oder persönlich im Seniorentreffpunkt ist erforderlich.
Seniorentreffpunkt Ankerplatz (Prager Straße 71)
„Heraus aus dem Alleinsein und der Einsamkeit“ Am Freitag, dem 12. Dezember 2025, findet in weihnachtlicher Atmosphäre im Seniorentreffpunkt Ankerplatz in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr das Projekt „Heraus aus dem Alleinsein und der Einsamkeit“ für Menschen ab 55 Jahren statt. Im Dezember treffen sich die Gäste in weihnachtlicher Atmosphäre und können auch selbst zur Programmgestaltung beitragen. Herzlich eingeladen sind alle Menschen, die andere kennenlernen und neue Kontakte knüpfen möchten.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen im Treffpunkt unter 0471 417941.
Weihnachtsfeier mit Tanz Im Seniorentreffpunkt Ankerplatz findet am Donnerstag, dem 18. Dezember 2025, in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr eine Weihnachtsfeier mit Tanz, Musik von Dardo Balke und kleinen Überraschungen statt.
Das Angebot ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich und ab Montag, dem 8. Dezember 2025, möglich. Informationen gibt es im Seniorentreffpunkt Ankerplatz oder unter 0471 417941.
Seniorentreffpunkt Ernst-Barlach Haus (Am Holzhafen 8)
Weihnachtsfeier mit den Original Fishtown Singers Der Seniorentreffpunkt Ernst-Barlach-Haus lädt zur festlichen Weihnachtsfeier am Dienstag, dem 2. Dezember 2025, ab 14.00 Uhr ein. Die Besucher erwartet ein gemütlicher Nachmittag mit weihnachtlichen Liedern und maritimer Stimmung. Musikalisch begleitet wird die Feier vom Chor Original Fishtown Singers unter der Leitung von Olga Bilenko.
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen unter 0471 26086 oder direkt vor Ort.
Seniorentreffpunkt Grünhöfe (Auf der Bult 10b)
Winter-Wunschbaum Ab Montag, dem 24. November 2025, kann im Seniorentreffpunkt Grünhöfe der Weihnachtsbaum des Hauses gemeinsam geschmückt und mit selbst beschrifteten und bemalten Wunschbaum-Anhängern aus Holz dekoriert werden.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen unter 0471 34060 oder direkt im Treffpunkt.
Gesundheits-Treff Thema: Diabetes Am Freitag, dem 28. November 2025, findet der Gesundheits-Treff im Seniorentreffpunkt Grünhöfe in Kooperation mit den Gesundheitsfachkräften im Quartier statt. Diesmal dreht sich von 15.00 bis 16.00 Uhr alles um das Thema Diabetes. Der Gesundheits-Treff ist eine Veranstaltungsreihe, bei der die Gesundheitsfachkräfte im Quartier über wechselnde Gesundheitsthemen informieren, spezielle Fragen beantworten und Tipps für Zuhause mitgeben.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen unter 0471 34060 oder direkt im Treffpunkt.
Weihnachts-BINGO Am Dienstag, dem 9. Dezember 2025, findet im Seniorentreffpunkt Grünhöfe von 14.00 bis 16.00 Uhr eine besondere Ausgabe des beliebten Bingos statt. Passend zur Adventszeit wird es am letzten Bingo-Termin des Jahres 2025 kleine Überraschungen und Besonderheiten geben.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen unter 0471 34060 oder direkt im Treffpunkt.
Weihnachtsfeier Am Donnerstag, dem 11. Dezember 2025, findet im Seniorentreffpunkt Grünhöfe in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr die Weihnachtsfeier des Hauses für alle Interessierten statt. Zu den Programmpunkten zählen Live-Musik und eine Andacht. Besinnliche Stimmung ist garantiert.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen unter 0471 34060 oder direkt im Treffpunkt.
„Gemeinsam durch die Weihnachtszeit“ Am Freitag, dem 19. Dezember 2025, muss niemand alleine sein, denn es findet ab 9.00 Uhr im Seniorentreffpunkt Grünhöfe ein Treffen für alleinstehende Menschen ab 55 Jahren statt, die gerne neue Leute kennenlernen und Kontakte knüpfen möchten. Ob Partnerschaft, Freundschaft oder Bekanntschaft, an diesem Tag darf alles gesucht und auch gefunden werden.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen unter 0471 34060 oder direkt im Treffpunkt.
Seniorentreffpunkt Kogge (Goethestraße 23)
Weihnachtsfest Am Freitag, dem 5. Dezember 2025, findet in der Zeit von 14.30 bis 17.30 Uhr im Seniorentreffpunkt Kogge ein Weihnachtsfest mit Tanz und Musik von DJ Miss B statt.
Eine persönliche Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen unter 0471 40892 oder direkt im Treffpunkt.
Bingo Im Seniorentreffpunkt Kogge findet am Freitag, dem 19. Dezember 2025, Bingo statt. Beginn der Veranstaltung ist um 13.00 Uhr.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen unter 0471 40892 oder direkt im Treffpunkt.
Seniorentreffpunkt Wulsdorper Seniorenhus (Bremer Straße 17)
„Zeit für mich“ Am Donnerstag, dem 18. Dezember 2025, lädt das Wulsdorper Seniorenhus in der Zeit von 10.30 bis 12.00 Uhr zur offenen Beratung für pflegende An- und Zugehörige ein. Es besteht die Möglichkeit sich auszutauschen, Fachinformationen zu erhalten oder sich einfach eine „Zeit für mich“ vom Alltag zu nehmen und Kraft zu tanken.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen unter 0471 77232 oder direkt im Treffpunkt
Offene Techniksprechstunde Unterstützung bei Fragen rund um Smartphone, Tablet und Co. gibt es am Mittwoch, dem 3. Dezember 2025, in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr im Wulsdorper Seniorenhus.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen unter 0471 77232 oder direkt im Treffpunkt
Wulsdorf wird weihnachtlich Am Freitag, dem 5. Dezember 2025, in der Zeit von 15.00 bis 17.30 Uhr, bringt Simon Bellett weihnachtliche Stimmung und gute Unterhaltung ins Wulsdorper Seniorenhus.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen unter 0471 77232 oder direkt im Treffpunkt.
v. l. Alexa von Busse (Moderation), Dr. Dirk Kühling (Abteilungsleiter Wirtschaft bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation), Michael Gerber (Geschäftsführer Erlebnis Bremerhaven GmbH), Melf Grantz (Oberbürgermeister Bremerhaven), Oliver Rau (Geschäftsführer WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH), Dr. Elena Fischer (Leiterin Team Tourismusstrategie, WFB) Fotograf: Ralf Masorat, Copyright: Erlebnis Bremerhaven
Nachhaltig, digital, von hoher Qualität – wie kann der Tourismus im Land Bremen den Wandel erfolgreich gestalten? Diese Leitfrage stand im Mittelpunkt des 6. Landestourismusforums, das unter dem Titel „Tourismus 2030: Transformationsprozesse zukunftsorientiert denken“ am 13. November im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven stattfand. Rund 150 Teilnehmende aus Tourismuswirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung diskutierten über Strategien, wie sich Bremen und Bremerhaven langfristig als zukunftsfähiges Reiseziel aufstellen können.
Das Tourismusforum hat sich längst als das größte und wichtigste Branchentreffen im Land Bremen etabliert. Mit Vorträgen, in Diskussionsrunden und Workshops bietet es eine Plattform, aktuelle Trends zu reflektieren und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.
Vogt: Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor
Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt: „Der Tourismus ist weit mehr als eine Freizeitbranche. Er ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Impulsgeber für nachhaltige Stadtentwicklung, kulturelle Vielfalt und Beschäftigung im Land Bremen. Damit wir diese Rolle auch in Zukunft sichern können, müssen wir die großen Transformationsprozesse aktiv gestalten: klimafreundlich, indem wir Ressourcen schonen und regionale Wertschöpfung stärken; digital, indem wir innovative Technologien gezielt einsetzen, um Service und Erlebnisse zu verbessern; und qualitätsorientiert, indem wir konsequent in Menschen, Ausbildung und Angebotsvielfalt investieren. Mit dem Landestourismusprojekt ‚Zwei Städte. Ein Land.‘ bündeln Bremen und Bremerhaven ihre Kräfte und entwickeln Strategien, die Innovation fördern und zugleich Verantwortung übernehmen – für die Menschen vor Ort, für die Gäste und für eine starke, zukunftsfähige Tourismuswirtschaft.“
Grantz: Tourismus stärkt unsere Stadt
Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz sagte in der Begrüßung: „Wir arbeiten derzeit an unserem Tourismuskonzept 2030 und damit an der strategischen Ausrichtung für die kommenden Jahre. Unser Ziel ist ein Tourismus, der Bremerhaven als lebenswerte, innovative und nachhaltige Seestadt stärkt – mit spürbarem Mehrwert für Gäste, Wirtschaft und Stadtgesellschaft. So zeigen wir, wie Tourismus zur Zukunftsfähigkeit einer Stadt ganz praktisch beitragen kann.“
Übernachtungszahlen: Land Bremen besser als der Bundesdurchschnitt
Rund 32.450 Personen könnten durch den Tourismus im Land Bremen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Mit mehr als einer Million Ankünfte und fast zwei Millionen Übernachtungen von Januar bis August 2025 verzeichnen Bremen und Bremerhaven erneut eine starke Nachfrage und stehen mit einem Plus von annähernd vier Prozent deutlich besser da als der Bundesdurchschnitt.
Mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiteten auf dem 6. Tourismusforum des Landes Bremen an Strategien für die Zukunft. Fotograf: Ralf Masorat, Copyright: Erlebnis Bremerhaven
Ein zentrales Thema des Vormittags war der Blick auf den Status quo und die Zukunftsstrategien der beiden Städte:
Lebensqualität für Einheimische und Gäste
Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, richtete den Blick auf den aktuellen Stand des Tourismuskonzeptes Bremerhaven 2025 – und nahm dabei eine ehrliche Bestandsaufnahme der Schlüsselprojekte vor. Ihm geht es nicht allein um touristische Kennzahlen, sondern um das Lebensgefühl in der Stadt insgesamt. „Im Wettbewerb der Städte und Regionen wird entscheidend sein, wie gut Menschen dort und in ihren Zentren leben können“, betonte Gerber. „Nur wenn sich Einheimische in ihrer Stadt wohlfühlen und das gesellschaftliche Leben weiterhin funktioniert, entsteht auch für Gäste eine authentische, erlebbare Lebensqualität.“ Bremerhaven wolle diesen Ansatz für 2030+ weiter stärken – mit dem Fokus auf eine lebendige Stadt, in der Tourismus und Alltag harmonisch zusammenwirken.
Rau appelliert an die Unterstützung aus der Branche
Oliver Rau, Geschäftsführer der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, berichtete über die Schwerpunkte der Tourismusstrategie Bremen 2030+, die der breiten Öffentlichkeit Anfang 2026 vorgestellt wird und hob noch einmal die Bedeutung eines breit aufgestellten Marketings hervor. „Der Tourismus bleibt eine Leitökonomie für Bremen. Dafür werden wir auch in den nächsten Jahren unsere Kräfte bündeln. Neben der Strategie ist jedoch das Mitwirken aller Stakeholder aus der Branche elementar. Nur dann werden weiterhin den großartigen Erfolg der Vorjahre fortführen können.“
Impulse aus der Wissenschaft und Praxis lieferte Oliver Puhe, Trendkurator des Mittelstand-Digital Zentrums Tourismus. Der Innovationscoach begleitet seit mehr als zehn Jahren Unternehmen und Organisationen bei ihrer Zukunftsentwicklung. Mit seinen Schwerpunkten auf Digitalisierung, Mobilität und Nachhaltigkeit zeigt er auf, wie touristische Akteure den Wandel aktiv gestalten können.
Am Nachmittag standen für alle Teilnehmer Workshops im Mittelpunkt. Ziel war es dabei, die theoretischen Ansätze aus den Vorträgen mit der täglichen Arbeit in Betrieben und Institutionen zu verknüpfen – vom nachhaltigen Wirtschaften über digitale Serviceprozesse bis hin zur Qualitätssicherung.
Beispiele für zukunftsfähige Transformationen im Tourismus:
Nachhaltig: Einführung klimafreundlicher Mobilitätsangebote für Gäste; stärkere Einbindung regionaler Produzenten in die Gastronomie; Förderung zertifizierter, ressourcenschonender Beherbergungsbetriebe.
Digital: Ausbau digitaler Informations- und Buchungssysteme; Einsatz von KI-gestützter Gästekommunikation; Entwicklung smarter Tourismusdatenplattformen, die Besucherströme nachhaltiger steuern.
Qualitätsorientiert: Investitionen in Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten, um Servicequalität zu sichern; Zertifizierungen und Qualitätsinitiativen; konsequente Ausrichtung auf authentische Erlebnisse und die Zufriedenheit der Gäste.
Abgerundet wurde das Programm durch Good-Practice-Beispiele aus der Branche, die zeigen, wie touristische Akteure im Land Bremen bereits heute neue Wege gehen – vom nachhaltigen Konzept der Breminale über Bodenaschenbecher am Neuen Hafen in Bremerhaven bis hin zum Inklusionsprojekt des Kulturbüros Bremen Nord sowie dem Alten Eiswerk in Bremerhaven, das im Fischereihafen erfolgreich zu einer Spiel- und Erlebniswelt umgebaut wurde.
Das Landestourismusforum setzt seit 2020 Impulse für die Weiterentwicklung der touristischen Landschaft im Land Bremen und findet im Wechsel in Bremen und Bremerhaven statt. Die Veranstaltung wird durch das Landestourismusprojekt „Bremen & Bremerhaven – Zwei Städte. Ein Land.“ im Auftrag der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation gefördert.
Bremerhaven bekommt eine neue Attraktion in luftiger Höhe: Mit der „High Swing Bremerhaven“ eröffnet die Jochen-Schweizer-Tochter bungee.de im Frühjahr 2026 ein außergewöhnliches Erlebnisangebot auf der Plattform des Atlantic Hotel Sail City. Ab Ostern sollen Mutige in rund 86 Metern Höhe über dem Weserdeich durch die Luft schwingen – mit einzigartigem Blick über die Stadt, ihre Häfen und in Richtung Nordsee.
„Die High-Swing-Schaukel ist ein echter Gewinn für die touristische Reichweite und das Image der Stadt als attraktives Ausflugs- und Reiseziel“, urteilt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. „Wir freuen uns, dass Bremerhaven mit dem innovativen Konzept bundesweite Aufmerksamkeit auf sich zieht.“
Deutschlandweite Suche führt nach Bremerhaven
Nach dem großen Erfolg der High-Swing-Schaukel in Berlin – dort schaukeln jährlich rund 30.000 Menschen über dem Alexanderplatz – hat bungee.de deutschlandweit gezielt nach neuen Standorten gesucht. Fündig wurde das Team um Geschäftsführer Andreas Höfer an der Spitze des Sail-City-Hochhauses. Während der ITB in Berlin wurde erstmals Kontakt zum Atlantic Hotel Sail City aufgenommen, das die Plattform in Bremerhaven betreibt. „Wir waren sofort begeistert von der Idee, wolkenlos über die Seestadt zu schaukeln. Die bestehende Infrastruktur mit der Plattform bietet die besten Voraussetzungen“, sagt Regionalverkaufsdirektor Dennis Micknaß und lief wiederum bei der Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter/Neuer Hafen als Eigentümerin der Plattform in der 21. Etage des Hochhauses offene Türen ein. „Die Plattform ist perfekt für die Schaukel“, sagt auch Höfer. „Hier treffen maritimes Flair und spektakuläre Architektur aufeinander – das passt zu unserer Philosophie, Adrenalin-Erlebnisse mitten in die Stadt zu bringen.“
Gurte verhindern einen Absturz
High Swing Bremerhaven wird die zweite dauerhafte Schaukel des Unternehmens in Deutschland sein. Weitere Standorte in Frankfurt, München und Bielefeld sind in Planung. Der Start in Bremerhaven ist zum Saisonbeginn 2026 zu Ostern geplant.
Das Konzept basiert auf einer Gerüstkonstruktion, die ohne dauerhafte Eingriffe ins Gebäude auskommt und statisch individuell berechnet wird. Geschultes Personal sorgt während des Betriebs für Sicherheit. Wer schaukelt, wird durch Sicherheitsgurte gehalten – ein Absturz ist nicht möglich. Geöffnet sein soll die Schaukel zunächst freitags bis sonntags, langfristig soll ein täglicher Betrieb etabliert werden. Der Preis liegt bei 29,90 Euro inklusive Terrasseneintritt.
Es gibt noch mehr Ideen für das Sail-City-Hochhaus
Foto: Hannes Volkmar für #SoGehtFoto by Radio Bremerhaven
„Wir sind überzeugt von unserem spektakulären und gleichzeitig einfachen Konzept“, sagt Höfer. „Jeder kann das Gefühl von Freiheit erleben, wenn er über der Skyline schaukelt. Der Nervenkitzel ist groß, aber die Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.“ Bungee.de veranstaltet deutschlandweit Extremsport-Aktivitäten, deshalb denken Höfer und sein Team auch über weitere Angebote am Sail-City-Hochhaus nach – House Running etwa, bei dem die Teilnehmer an der Hochhaus-Fassade nach unten laufen, oder auch Bungeesprünge.
„Solche Erlebnisse erweitern nicht nur das touristische Angebot, sie schaffen auch neue Perspektiven für die Wahrnehmung Bremerhavens als moderne, erlebnisorientierte Stadt am Meer“, unterstreicht Gerber. „High Swing wird gleichermaßen für Gäste wie Einheimische eine Attraktion sein.“
Ein kleines Abenteuer für fünf Minuten
Bungee.de rechnet damit, rund 10.000 Menschen jährlich schaukeln zu lassen – jeden für fünf Minuten. Die Vorbereitungen laufen: Die Statik ist berechnet, die Verträge stehen kurz vor der Unterzeichnung, der Bauantrag für Deutschlands neuen Schaukel-Hotspot wird in Kürze gestellt.
Ein mutiger Teilnehmer schwingt über Bremerhaven, während die Stadt und ihre Häfen im Hintergrund zu sehen sind. Foto: Montage Erlebnis Bremerhaven – erzeugt mit Hilfe von KI
„Wir freuen uns sehr auf Bremerhaven“, sagt Höfer abschließend. „Die Stadt hat uns vom ersten Moment an offen empfangen. Jetzt möchten wir etwas zurückgeben – ein Erlebnis, das verbindet, begeistert und über die Stadtgrenzen hinaus wirkt.“
SISU: ROAD TO REVENGE ist ein intensives, mitreißendes Action-Spektakel – die Fortsetzung des Überraschungshits SISU. „Der Mann, der nicht sterben will“ (Jorma Tommila) kehrt in das Haus zurück, in dem seine Familie während des Krieges brutal ermordet wurde. Er zerlegt es in seine Einzelteile, verlädt es auf einen Lastwagen und ist fest entschlossen, es an einem sicheren Ort zu Ehren seiner Familie wieder aufzubauen. Doch als der Kommandant der Roten Armee zurückkehrt, der seine Familie getötet hat (Stephen Lang aus DON’T BREATHE) – fest entschlossen, die Arbeit zu Ende zu bringen – beginnt eine unerbittliche, atemberaubende Verfolgungsjagd quer durch das Land. Ein Kampf auf Leben und Tod, gespickt mit cleveren, schier unglaublichen Actionszenen.
SISU: ROAD TO REVENGE wurde von Jalmari Helander inszeniert, der auch für das Drehbuch verantwortlich ist. In den Hauptrollen spielen Jorma Tommila, Richard Brake und Stephen Lang. Produziert wurde der Film von Mike Goodridge und Petri Jokiranta. Executive Producer sind Gregory Ouanhon und Antonio Salas.
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Den Termin sollte man sich notieren: Die Maritimen Tage Bremerhaven finden vom 12. bis 16. August 2026 statt. Fünf Tage lang verwandelt sich der Neue Hafen in eine großartige Bühne für Segelschiffe und Spezialschiffe, Geschichten aus der Seefahrt und Musik, Kulinarik und Begegnungen. Die ersten Schiffe haben sich bereits angemeldet, und es sind gleich einige der Publikumslieblinge der SAiL darunter.
Allen voran wird das Flaggschiff der SAiL, die „Alexander von Humboldt II“ auch zu den Maritimen Tagen in ihrem Heimathafen festmachen. Die Erlebnis Bremerhaven GmbH erreichte als Ausrichterin des Festes auch die Zusage aus Spanien, dass die historische „Nao Victoria“ sowie die elegante „Pascual Flores“ wieder Kurs auf die Weser nehmen.
Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Schiffen, Crews aus aller Welt und einem vielseitigen Rahmenprogramm steht das Fest für das, was Bremerhaven auszeichnet: maritime Strahlkraft, herzliche Gastfreundschaft und die einzigartige Kulisse der Havenwelten. „Ich vertraue meinem Team, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen auch 2026 wieder ein großartiges, stimmungsvolles und friedliches Fest mit vielen Schiffen, toller Musik und einem bunten Budenzauber zu organisieren“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH.
Flaggschiffe und Publikumslieblinge
Foto: Kathrin Leverentz
Blickfang der Maritimen Tage wird die spanische Karacke „Nao Victoria“ sein, der eindrucksvolle Nachbau des Dreimasters von 1519 aus der Flotte des Weltumseglers Ferdinand Magellan. Das 28 Meter lange Schiff macht Seefahrtsgeschichte begehbar, vermittelt anschaulich, wie Navigation, Proviant und Leben an Bord in der frühen Neuzeit funktionierten. Aus Spanien kommt auch der 1917 gebaute „Pascual Flores“. Mit seinem schnittigen weißen Rumpf steht der 44 Meter lange Dreimaster gleichermaßen für Schiffbaukunst, Handwerk und Eleganz; die „Pascual Flores“ erzählt vom Frachtsegler-Alltag im Mittelmeer, von Salz, Orangen und langen Törns.
Foto: Fundación Nao Victoria
Als Botschafterin der Seestadt ist die Dreimastbark „Alexander von Humboldt II“ programmprägend. Das 65 Meter lange „Schiff mit den grünen Segeln“ symbolisiert maritimen Aufbruch und ist für viele Gäste die schönste Art, Bremerhaven zu erleben: an Deck. Zusammen mit dem Dreimast-Gaffelschoner „Großherzogin Elisabeth“ aus Elsfleth und dem über 100 Jahre alten Plattbodenschiff „Adler von Krautsand“ entsteht ein Panorama norddeutscher Schiffskultur, das Tradition und Gegenwart verbindet.
Foto: Carmen Lindemann_Erlebnis Bremerhaven
Ein Fixpunkt im Hafenbild ist die „Schulschiff Deutschland“ als letztes deutsches Dreimast-Vollschiff, 1927 in Bremerhaven gebaut, heute mit Dauerliegeplatz im Neuen Hafen. Sie öffnet den Blick in die Ausbildungsgeschichte der Seefahrt, macht Kojenalltag, Brücke und Bordroutine anschaulich.
Spezialschiffe, Rettung, Zoll und Lotsenwesen zum Anfassen
Maritime Tage bedeuten auch Technik zum Staunen, Gespräche mit Profis und beeindruckende Einsätze auf dem Wasser. Ihre Teilnahme zugesagt haben:
„Hermann Rudolf Meyer“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, „Nordergründe“ und „Franzius Plate“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes, das Zollboot „Bremen“ , die Taucher von bremenports, die zeigen, wie unter Wasser geprüft, gesichert und repariert wird; der Traditionssegler „Verandering“ und das historische Feuerschiff „Elbe 1“.
Foto: Vanessa Wilke Erlebnis Bremerhaven
Besucherinnen und Besucher können sich auf Open-Ship-Zeiten freuen, bei denen Decks und Messen besichtigt, Fragen gestellt und Fotomomente gesammelt werden. Viele Crews bringen Exponate und Modelle mit, erklären Knoten, Navigation und Sicherheitsroutinen.
Mitsegeln auf der Weser: Wind, Wellen, weite Sicht
Wer die Faszination der Großsegler aktiv erleben möchte, sichert sich Plätze auf den Törnschiffen: „Gulden Leeuw“, „Großherzogin Elisabeth“ und „Wylde Swan“ legen während der Maritimen Tage zu Tages- und Abendfahrten auf der Weser ab. Mitsegeln heißt, Wind zu fühlen und beim Setzen der Segel anzupacken; an Bord gibt es kurze Einweisungen in Sicherheit und Takelage, das Bordteam erzählt von Routen, Wetterfenstern und der Kunst, einen Großsegler auf Kurs zu halten. Törnpläne, Abfahrtszeiten und Buchungsinfos werden rechtzeitig veröffentlicht.
Musik, Kulinarik und maritime Märkte
Rund um den Neuen Hafen entsteht ein fröhliches Festbild: Live-Musik auf mehreren Bühnen, von Shanty-Chor über Folk bis Groove; Musik entlang der Kajen; Kulinarik mit regionalen Klassikern und internationalen Spezialitäten; Manufaktur- und Handwerksstände. Abends setzen Lichtinszenierungen Masten und Rigg in Szene, spiegeln sich in der Wasseroberfläche und schaffen eine Atmosphäre, die man nicht vergisst.
Foto: Radio Bremerhaven / Hannes Volkmar
Programmstruktur und Service
Zeitraum: Mittwoch, 12. August, bis Sonntag, 16. August 2026;
Ort: rund um den Neuen Hafen;
Programm: täglich Open Ship, Musikprogramm auf Bühnen, Familienangebote, Kulinarik und Markt;
Mitsegeln: Törns auf der Weser
Barrierefreiheit: weite Bereiche des Festareals sind stufenarm zugänglich, einzelne Schiffe bieten nach Möglichkeit unterstützte Zugänge;
Hafenflair, das verbindet
Im Hafen Segelschiffe und Spezialisten in allen Größen, an Bord Seeleute aus aller Welt, an Land Schaulustige von nah und fern, die gemeinsam feiern, staunen und erzählen: Dafür stehen die Maritimen Tage. Sie sind Einladung zum Entdecken und zur Begegnung. Sie zeigen Bremerhaven als Stadt am Meer, die ihre Geschichte kennt und ihre Zukunft gestaltet, die offen ist für Gäste und Ideen.
Save the Date: 12. bis 16. August 2026. Wer Seeluft, Schiffsbaukunst und Hafenmusik liebt, ist in Bremerhaven richtig.
Team „FF-Lehe Team 1“, v.l.n.r. Christopher Schmidt, Emily Thurau, Julius Sclavi, Larus Melka, Marc Hübler, Niels Drewing Bild: Johanniter-Unfall-Hilfe Dominik Tumpach
Beim ersten Blaulichtlauf am 7. November 2025 im Klimahaus Bremerhaven zeigten Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Hilfsorganisationen beeindruckenden Sportsgeist und Teamzusammenhalt. 374 Teilnehmende stellten sich der sportlichen Herausforderung in den Wertungsklassen von Sportbekleidung bis hin zur vollen Einsatzmontur mit und ohne Atemschutz.
Die Strecke führte die Teilnehmenden durch fünf Klimazonen rund um die Welt. Auf 1300 Meter machte nicht nur die außergewöhnliche Kulisse den Lauf zu einem besonderen Erlebnis. Die Strecke erstreckte sich über vier Etagen. Somit erforderten etliche Treppen nicht nur eine herausragende körperliche Fitness, sondern durch die vielen Richtungswechsel zusätzlich ein gewisses Maß an Konzentration. Darüber hinaus machten die Klimazonen mit Minusgraden in der Arktis, trockener heißer Luft in der Wüste und der feuchten warmen Luft Samoas die Strecke zu einer besonderen Herausforderung.
Team „FF-Lehe Team 2“, v.l.n.r. Hintere Reihe v. l. n. r.: Sophia Krause, Oliwer Weskida, David Laqueur, Regis Fwansoni; vordere Reihe v. l. n. r.: Malte Hoheisel, Emily Thurau (FF-Lehe1), Sebastian Brau Bild: Johanniter-Unfall-Hilfe Dominik Tumpach
Die Startgelder wurden durch den Veranstalter an „Die Arche“ Kinderstiftung aus Bremerhaven gespendet.
Die Feuerwehr Bremerhaven konnte sich dabei gleich mehrfach auf den vorderen Rängen platzieren. In der Kategorie Einsatzbekleidung mit Atemschutz gingen 36 Teams an den Start. Das Team BF BRHV 3.WA gewann den ersten Platz mit einer Gesamtzeit von 33:14 Minuten und das Team 1 der FF-Lehe gewann den dritten Platz mit 35:01 Minuten. In der Einzelwertung der Kategorie Einsatzbekleidung mit Atemschutz stellten sich 154 männliche und 28 weibliche Einsatzkräfte der Herausforderung. Michael Bartmann (BF BRHV – 3.WA) belegte mit 7:43,9 Minuten den zweiten Platz und Marc Hübler (FF-Lehe Team 1) mit 7:44,0 den dritten Platz.
Team „Akademie Fw Bhv“, v.l.n.r. Stefan Vogt, Patrick Sander (BF Cuxhaven), Jaques Fallenstein, Simon Fahrenholz Bild: Johanniter-Unfall-Hilfe Dominik Tumpach
Zehn Teams gingen in der Kategorie Sportbekleidung an den Start. Das Team BF BRHV 3.WA setzte sich mit einer Gesamtzeit von 23:58 Minuten gegen die anderen Teams durch und sicherte sich den ersten Platz in der Teamwertung. Direkt gefolgt von der Polizei Bremerhaven, die sich mit dem Team E24(1) mit 24:03 Minuten Platz zwei und mit dem Team E24(2) mit 26:00 Minuten Platz drei sicherte. Damit unterstrichen die Bremerhavener Einsatzkräfte ihre hervorragende Fitness und den hohen Teamgeist, der auch im Einsatzalltag entscheidend ist.
Bild: Team „BF BRHV – 3. WA“, v.l.n.r. Mathias Gahl, Philipp Reumann, Neven Vuvetic, Dennis Knoche, Lino Hintke, Michael Bartmann Bild: Johanniter-Unfall-Hilfe Dominik Tumpach
Ergebnisse (ohne Gewähr). Die vollständige Liste kann über die Website des Veranstalters bezogen werden:
Gold: Cops on the run (28:33 Minuten)
Silber: FF VEC/LGF - läuft bei uns (29:11 Minuten)
Bronze: Polizei Schiffdorf Team 3 (29:43 Minuten)
Einzelwertung
Gold: Patrick (FF VEC/LGF, 6:39,1 Minuten)
Silber: Marc (Polizei Schiffdorf Team , 6:39,7 Minuten)
Bronze: Marius (Polizei Schiffdorf Team 3,6:42,5 Minuten)
Die schnellsten Frauen in dieser Kategorie:
Kim (Cops on the run, 7:24,7 Minuten)
Chiara (Polizei Schiffdorf Team 2, 7:27,8 Minuten)
Anna (DLRG Westerstede, 7:35,9 Minuten)
Den Alltag gut zu organisieren, fällt im Alter nicht immer leicht. Und wenn dann noch erschwerte Bedingungen wie eine eingeschränkte Mobilität hinzukommen, kann es knifflig werden.
Selbst wenn für die pflegerische Versorgung in den eigenen vier Wänden gesorgt ist, stehen Betroffene oft vor Herausforderungen im Alltag. „Wie komme ich sicher zu meinem Skattreff oder in die Arztpraxis?“ oder „Wer hilft mir beim Frühjahrsputz?“ sind häufig gestellte Fragen. Das Modellprojekt „Heidjer Hilfe – Nebenan im Einsatz“ soll wirksame Abhilfe gegen solche Probleme schaffen.
Das Projekt beinhaltet eine koordinierte Nachbarschaftshilfe, die Menschen mit Pflegegrad mit engagierten Menschen aus der Nachbarschaft zusammenbringt. Vorgesehen ist, dass die Pflegebedürftigen die ihnen zustehenden Entlastungsleistungen der Pflegekassen (derzeit 131 Euro) gezielt für die Angebote der Nachbarschaftshilfe einsetzen können. Die Engagierten erhalten dann für ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung und werden im Vorfeld durch gezielte Schulungen vorbereitet.
„Das ist eine klassische Win-Win-Situation“, findet Stadtrat Martin Günthner (Dezernent für Soziales, Arbeit, Jugend, Familie und Frauen) und sieht in dem Vorhaben einen zukunftsweisenden Ansatz, das selbständige Leben von älteren Menschen im eigenen Wohnumfeld zu unterstützen. „Dabei sind die Mittel zu 100 Prozent fremdfinanziert“, unterstreicht Günthner. Der Beitrag der Pflegekassen, die die Hälfte der Kosten übernehmen, werde durch Landesmittel ergänzt. „Umso mehr freut uns die Zusage“, so der Dezernent.
Für die vierjährige Laufzeit des Projektes ist Leherheide ausgewählt worden. Der Stadtteil eignet sich für das Vorhaben durch seinen hohen Anteil älterer Menschen, die dazu oft alleine in ihren Wohnungen leben.
Im zentral gelegenen „Heidjertreff“, der Begegnungsstätte des Betreuungs- und Erholungswerkes (BEW) in der Hans-Böckler-Straße 47, ist das Projektbüro geplant. Von dort soll auch eine Vernetzung von verschiedenen Anbietern für ein gutes Leben im Alter aufgebaut und koordiniert werden. „Mit dem Betreuungs- und Erholungswerk sind wir schon im Gespräch und freuen uns auf weitere Netzwerkpartner“, berichtet Heike Eulitz, die die Stabsstelle für Seniorinnen und Senioren innehat. „Mit der erfolgten Förderzusage können nun die Vorbereitungen zur Umsetzung beginnen. Im nächsten Jahr soll es dann losgehen“, so Eulitz.