Maritime Tage: 330.000 Besucher

Bild: Hannes Volkmar

Alles anders, aber genauso gut: Die Maritimen Tage in Bremerhaven haben trotz Hitze und kleinerer Veranstaltungsfläche rund 330.000 Menschen an den Neuen Hafen, den Deich und die Weser gelockt. „Wir haben ein fröhliches und friedliches Fest erlebt, wie wir es in der Stadt kennen“, fasst Bürgermeister Torsten Neuhoff die „fünf tollen Tage“ zusammen. Zum Stadtjubiläum 2027 soll eine „Lütte Sail“ gefeiert werden.

Und so sind die Maritimen Tage vom 12. bis 16. August verlaufen:

Die Schiffe Mehr als 40 Schiffe unter Segel, Motorkraft oder Dampf waren von Mittwoch bis Sonntag die Hingucker im Neuen Hafen. Besonders faszinierten die gerade frisch aus der Werft gekommene „Alexander von Humboldt 2“ sowie die spanischen Traditionsschiffe mit dem Weltumsegler-Nachbau „Nao Victoria“ und dem ehemaligen Frachtsegler „Pascual Flores“, das Feuerschiff „Elbe 1“ und die „Schulschiff Deutschland“. Kritik, im Hafen seien zu wenige Schiffe, weist Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, zurück. „Leider haben drei große Schiffe ihre Teilnahme kurz vor der Veranstaltung abgesagt, weil sie in die Werft müssen. Aber die Kajen, die wir nutzen können, haben wir voll belegt.“ Sieben Schiffe waren regelmäßig zu Fahrten auf der Weser unterwegs – zu den Törns der Großsegler „Gulden Leeuw“, „Wylde Swan“ und „Großherzogin Elisabeth“ kamen Fahrten mit Plattbodenschiffen, Kutter und Speedboot – etwa 3000 Passagiere sind mitgefahren. Da sind die Passagiere der „Dicke-Pötte-Tour“ und der Hafenrundfahrt noch nicht einmal mit eingerechnet. Die marode Grube-Kaje und der gesperrte Verbindungskanal sind der Grund, weniger Platz für Schiffe zu haben. Die sonst eher seltene Möglichkeit, sich an Bord eines Arbeitsschiffes wie der „Franzius Plate“ oder eines Traditionsseglers umzusehen und mit den Besatzungen ins Gespräch zu kommen, zeichnen die Maritimen Tage aus. So wurden rund 20.000 „Sehleute“ in den fünf Tagen beim Open Ship gezählt. Vor den beiden Großseglern bildeten sich immer wieder längere Warteschlangen, um an Bord gehen zu können.

Wie die Besucher das veränderte Konzept der Maritimen Tage annehmen „war für uns ein wenig der Blick in die Glaskugel“, sagt Gerber. Dass trotz der Hitze -insbesondere am Freitag – gut 330.000 Menschen ums Hafenbecken bummelten oder an der Wasserkante unterwegs waren, wertet er als großen Erfolg. Die Besucherströme entlang der Wasserkante wurden anhand anonymer Signale von Mobiltelefonen erfasst, das System war erstmals zur SAIL vor einem Jahr eingesetzt worden. Eine geringe Ungenauigkeit bleibt, weil nur Personen gezählt werden, die ein Handy dabeihaben. Im Durchschnitt blieb jeder Besucher knapp zwei Stunden.

Zu den notwendig gewordenen Änderungen des Veranstaltungsendes bereits um 22 Uhr gab es auch Diskussionen, sagt Gerber. Dieser Punkt war ein wichtiger Bestandteil der kurzfristig notwendig gewordenen Anpassung des Sicherheitskonzepts, ohne das die Maritimen Tage nicht genehmigt worden wären. „Es war ein guter Kompromiss“, Schausteller und Gäste hätten sich darauf eingestellt. Gerber kündigt an, dass es nach Abschluss der Maritimen Tage – wie immer – eine Nachbesprechung mit den Sicherheitsbehörden geben wird. Die jetzt gesammelten Erfahrungen mit den neuen Rahmenbedingungen werden maßgeblich sein bei der Beurteilung, unter welchen Voraussetzungen im kommenden Jahr eine Verlängerung der Öffnungszeiten möglich ist.

Der Mittwoch hat am letzten Tag der Sommerferien einen sehr guten Start hingelegt mit 85.000 Besuchern. Am Donnerstag und Freitag machte sich die Hitze bemerkbar, aber an beiden Tagen kamen trotzdem noch jeweils mehrere zehntausend Besucher an den Hafen. „Am Freitag hat der sehr gut besuchte Abend den schwachen Tag noch gerettet“, sagt Gerber. Das Wochenende mit „echtem norddeutschen Sommerwetter“ habe dann den erhofften Schub beschert mit mehr als 100.000 Besuchern am Sonnabend, für den heutigen Sonntag kalkulieren wir zurückhaltend mit 70.000 Gästen. Insgesamt 290.000 Besucher wurden bis Sonntagmittag gezählt.

Das Wochenende hat die Bilanz der Schausteller gerettet, nachdem die Umsätze in der Hitze vom Freitag weit hinter den Erwartungen geblieben waren. Durch die Sperrungen und Umleitung konnte nur eine wesentlich kleinere Veranstaltungsfläche genutzt werden. „Die Maritimen Tage 2026 waren kompakter“, sagt Gerber. Die erforderlich gewordene räumliche Konzentration rund um den Neuen Hafen sei gerade von Schaustellern, aber auch vielen Besuchern gelobt worden: das Gelände sei nicht mehr so weitläufig.

Der Umzug des Freibeuterdorfes an den Kaiserhafen wurde von vielen Besuchern positiv aufgenommen, das Deutsche Schifffahrtsmuseum hat mit freiem Eintritt, längeren Öffnungszeiten und einem besonderen Programm eine kreative Antwort gefunden, die belohnt wurde: Fast 4000 Besucher wurden bis Sonntagmittag im Museum und auf der Wissenschaftsmeile gezählt. Auch das Street-Food-Festival war wieder ein Garant.

Die Stimmung der Maritimen Tage 2026 war aus polizeilicher Sicht fröhlich und friedlich. Die Polizei hatte wenig zu beanstanden und musste nur selten eingreifen, berichtet Polizeioberrat Stefan Wiebe, Leiter der Abteilung Süd. Die Arbeit der Polizisten war „veranstaltungstypisch“– darunter ein Schwimmer im Neuen Hafen und eine Hand voll Diebstähle. Die Parkhäuser waren am Mittwoch und am Wochenende ab mittags voll, insgesamt war die Verkehrssituation aber zu keiner Zeit überlastet.

Die Sanitätsdienste vom Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe melden bis auf einen Fall keine besonderen Vorkommnisse. Donnerstag und Freitag wurden einige Patienten mit Kreislaufproblemen behandelt, ein Besucher ist am späten Freitag auf dem Wein-Deck gestürzt und wurde mit Verletzungen in eine Klinik gefahren. Die Rettungskräfte loben zwei Besucher, die Erste Hilfe leisteten.

Die Pontonbrücke hat die Bewährungsprobe nicht nur bestanden, sondern übererfüllt, sagt Gerber. Die Wegeführung hat hervorragend funktioniert, die Sicherheitskräfte mussten nur wenig einschreiten. Das Sicherheitsrisiko zu minimieren und eine Großveranstaltung zu organisieren, sei geglückt, sagt Bürgermeister Neuhoff. „Wir haben die Herausforderung gemeistert.“ Gerber: „Wir haben immer darüber gesprochen, welche Auswirkungen die gesperrten Brücken über dem Verbindungskanal auf die Großveranstaltung haben. Jetzt können wir sagen: viel weniger als befürchtet. Das Konzept ist aufgegangen.“

Die Maritimen Tage endeten jeden Abend um 22 Uhr. Deshalb luden mehrere Kneipen in der Alten Bürger am Freitag und Sonnabend mit Livemusik und DJs zu den „Harbor After Hours“ ein, auch das Neus-Festival für elektronische Musik zog dann dorthin um. „Es war ein überwältigender Erfolg, geradezu sensationell“ sagt Jens Rillke, Quartiersmeister für die Alte Bürger. „Das hatte Straßenfest-Charakter.“ Rillke schlägt vor, die Alte Bürger in den kommenden Jahren in das Konzept der Maritimen Tage einzubinden. Der Andrang war an beiden Abenden so groß, dass Bereitschaftspolizei die Straße gesperrt habe, berichtet Wiebe.

Die Maritimen Tage 2026 waren die Blaupause für die kommenden Jahre – so lange, bis der Verbindungskanal und die Grube-Kaje saniert sind. Neuhoff setzt darauf, dass der Senat am Dienstag den Weg freimacht für die ersten Arbeiten. „Für die touristische Zukunft Bremerhavens ist es wichtig, so schnell wie möglich beginnen zu können. Das sei nicht nur für die SAIL 2030 die Voraussetzung, sondern auch für die zentralen Attraktionen wie den Zoo am Meer, das Klimahaus, das Deutsche Auswandererhaus und auch das Deutsche Schifffahrtsmuseum existenziell, sagt Neuhoff. „Wir setzen alles daran, schnellstens mit den Arbeiten beginnen zu können und das muss auch das Land wollen. Alles andere wäre zum Schaden der Stadt.“

Neuhoff und Gerber kündigten an, allen Bremerhavenern und Besuchern der Stadt zum Stadtjubiläum 2027 eine „Lütte Sail“ zum Geschenk zu machen: Sie soll vom 11. bis 15. August 2027 stattfinden. Sie schränkten allerdings ein: „Wir müssen in den kommenden Wochen und Monaten die jetzt gemachten Erfahrungen auswerten und dann entscheiden, wie eine Lütte Sail 2027 aussehen kann. Jetzt geht es erst einmal ans Aufräumen. „Mein Dank gilt der hervorragenden Arbeit des Teams und allen Helferinnen und Helfern aus der Stadt und der Region, ohne die dieses wunderbare Fest nicht möglich gewesen wäre“, so Michael Gerber abschließend.

Quelle: Erlebnis Bremerhaven

Vorfreude auf 200 Jahre Bremerhaven: Erste Jubiläumsartikel zu den Maritimen Tagen erhältlich

„Geburtstagsgeschenke“: Im historischen Bahnwaggon am Neuen Hafen startet der Verkauf von Jubiläums-T-Shirts und -Caps. Foto: Knoke_Erlebnis Bremerhaven

Obwohl es bis zum großen Stadtjubiläum im Jahr 2027 noch einige Monate dauert, wächst die Vorfreude auf 200 Jahre Bremerhaven bereits. Zu den Maritimen Tagen präsentiert das Projektbüro Stadtjubiläum der Erlebnis Bremerhaven GmbH die ersten offiziellen „Geburtstagsgeschenke“.

Erstmals erhältlich sind T-Shirts und Caps mit dem Jubiläumslogo. Die T-Shirts tragen das Logo auf der Vorderseite sowie die Markenbotschaft „Unsere Welt. Unsere Stadt. Unser Bremerhaven“ auf dem Rücken. Angeboten werden die T-Shirts für 20 Euro und die Caps für 15 Euro bei einem Sonderverkauf im historischen Bahnwaggon am Neuen Hafen. Dort verteilt die Erlebnis Bremerhaven täglich von 11 bis 20 Uhr auch kostenlos acht verschiedene Geburtstags-Sticker sowie vegane Gummibärchen im Jubiläumsdesign.

Zudem erhalten Besucherinnen und Besucher im Bahnwaggon einen ersten Einblick in die geplante Jubiläumskampagne. Dort wird das erste von insgesamt vier Plakatmotiven ausgestellt. Ab September sollen diese Motive an 75 Stellen in Bremerhaven und der Region auf den besonderen Geburtstag aufmerksam machen und die Vorfreude weiter steigern.

„200 Jahre Bremerhaven sind ein Geburtstag, den wir mit der ganzen Stadt feiern wollen. Mit den ersten T-Shirts, Caps und Stickern wird das Jubiläum jetzt langsam sichtbar und greifbar“, betont Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Benthe Stolz, Leiterin des Projektbüros Stadtjubiläum, ergänzt: „Und natürlich darf bei einem Geburtstag auch etwas Süßes nicht fehlen. Deshalb verschenken wir zu den Maritimen Tagen Jubiläums-Gummibärchen.“

Der Anlass für die Feierlichkeiten liegt fast zwei Jahrhunderte zurück: Am 11. Januar 1827 kaufte der Bremer Bürgermeister Johann Smidt dem Königreich Hannover ein Stück Land an der Wesermündung ab, um dort einen neuen Hafen für Bremen anzulegen – es war die Geburtsstunde Bremerhavens.

Genau 200 Jahre später wird dieser Geburtstag nicht nur an einem einzelnen Tag begangen: Das gesamte Jahr 2027 steht im Zeichen des Stadtjubiläums. Mit zahlreichen Veranstaltungen, Aktionen und Projekten soll die Geschichte Bremerhavens ebenso im Mittelpunkt rücken wie die Gegenwart und die Zukunft der Seestadt.

Großsegler-Frühling in Bremerhaven: Drei Traditionsschiffe machen fest – weitere folgen im Sommer

Mehrere eindrucksvolle Großsegler steuern in diesen Tagen Bremerhaven an und bringen maritimes Flair in die Stadt. Den Auftakt macht die „Eye of the Wind“, die am 30. April aus Amsterdam einläuft und am 1. Mai im Neuen Hafen zum Open Ship einlädt. Direkt vor dem Deutschen Auswandererhaus beantwortet die Crew Fragen rund um das über 100 Jahre alte Schiff, das einst in Brake gebaut wurde, als Frachtsegler unterwegs war, in Hollywood-Filmen mitspielte und sogar unter der Schirmherrschaft von Prinz Charles auf Expedition ging.

Die Brigantine mit ihren markanten rotbraunen Segeln bleibt drei Tage in Bremerhaven. Besucher können an Bord Seemannsknoten ausprobieren, Bordstempel sammeln – und das alles bei freiem Eintritt. Auch bei der SAIL Bremerhaven 2025 war die „Eye of the Wind“ bereits zu Gast.


„Eendracht“: Größter Dreimast-Schoner der Niederlande auf dem Weg zur Weser

Aus Richtung Bermudas nähert sich die „Eendracht“, der größte Dreimast-Schoner der Niederlande. Die Ankunft ist für Sonnabend, 23. Mai, geplant. An Bord: 38 Jugendliche aus ganz Deutschland, die als Teil der „High Seas High School“ sieben Monate unterwegs waren.

Ihre Route führte sie zweimal über den Atlantik, durch die Karibik sowie zu den Kanaren und Kapverden. Nach dem Einlaufen in Bremerhaven startet die „Eendracht“ mit neuen Schülern, die sich für den Herbst beworben haben, zu einem weiteren Tagestörn.


Erster Großsegler des Jahres: „Alexander von Humboldt II“ kehrt heim

Bereits am 11. April wird die „Alexander von Humboldt II“ in ihrem Heimathafen erwartet – mit grünem Rumpf, grünen Segeln und einem großen Empfang an der Seebäderkaje.

Nach einem halben Jahr auf See kehrt das Flaggschiff der SAIL mit seiner ehrenamtlichen Crew und 52 Studierenden einer kanadischen Universität zurück. Die Reise in die Karibik und zurück verband akademische Inhalte, seemännische Ausbildung und persönliche Entwicklung der jungen Menschen.

Von 11 bis 15 Uhr lädt die Deutsche Stiftung Sail Training zum Willkommensfest ein – mit Musik, Gastronomie und der Möglichkeit, das Festmachen des Schiffes live mitzuerleben. Anschließend geht die Bark für mehr als zwei Monate in die Werft: Die „Große Klasse“, vergleichbar mit einer TÜV-Prüfung, steht an.

Die Stiftung ist für den Erhalt des Schiffes auf Spenden angewiesen. Über 800.000 Euro müssen noch gesammelt werden, um alle notwendigen Arbeiten zu finanzieren und die Ausbildung junger Menschen weiterhin zu ermöglichen.


Maritime Tage 2026: Internationale Großsegler-Flotte im Neuen Hafen

Foto: Hannes Volkmar für Radio Bremerhaven

Vom 12. bis 16. August 2026 verwandeln die Maritimen Tage den Neuen Hafen erneut in eine große maritime Bühne. Erwartet werden unter anderem:

  • das polnische Vollschiff „Dar Mlodziezy“
  • die historische „Nao Victoria“ aus Spanien
  • die elegante „Pascual Flores“
  • der Dreimast-Gaffelschoner „Großherzogin Elisabeth“
  • die Toppsegelschoner „Gulden Leeuw“ und „Wylde Swan“ aus den Niederlanden

Rund 400.000 Besucher werden erwartet. Ein besonderer Blickfang: der neue Selfie-Point „#SAIL Bremerhaven 30“, der mit wechselnden Farben und Lichtakzenten ein lebendiges Fotomotiv bietet.

Gerber betont die Bedeutung der maritimen Großveranstaltungen für die Stadt: Sie seien ein unverwechselbares Merkmal Bremerhavens und Ausdruck des regionalen Stolzes.


Maritime Tage Bremerhaven: Das nächste Schiff nimmt Gäste mit auf die Weser

Das Programm der Maritimen Tage Bremerhaven 2026 wächst weiter. Neben den bereits angekündigten Großseglern können Besucherinnen und Besucher nun auch mit einem historischen Plattbodenschiff auf der Weser unterwegs sein: Die „Verandering“ wird während des gesamten Festivals Gästefahrten anbieten.

Das traditionsreiche Segelschiff der Bremischen Evangelischen Kirche legt vom 12. bis 16. August zu Törns ab, teilweise sogar zweimal täglich. Auch zum großen Feuerwerk, einem der Höhepunkte der Maritimen Tage, wird die „Verandering“ mit Gästen an Bord auf der Weser unterwegs sein und damit einen besonders eindrucksvollen Blick auf das Lichtspektakel vom Wasser aus ermöglichen.

Mit der „Verandering“ wächst das Angebot für Mitsegler weiter. Insgesamt vier Segelschiffe nehmen nun während der Maritimen Tage Gäste mit auf die Weser: die „Gulden Leeuw“, die „Großherzogin Elisabeth“, die „Wylde Swan“ und jetzt auch die schon mehr als 125 Jahre alte „Verandering“, die ihren Liegeplatz im Neuen Hafen hat.

Selbst mit zupacken beim Setzen der Segel

Die Nachfrage nach Törns auf der Weser nimmt seit einigen Jahren zu. „Wir merken, dass es offensichtlich immer beliebter wird, selbst auch rauszufahren“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. „Viele Gäste möchten die Schiffe nicht nur beim Open Ship bestaunen, sondern den Wind auf der Weser spüren und – wenn er günstig steht – vielleicht sogar beim Setzen der Segel mit anpacken.“

Die Mitsegeltörns gehören seit Jahren zum Programm in Bremerhaven. Während der SAIL Bremerhaven 2025 waren rund 8000 Gäste auf der Weser unterwegs – eine neue Bestmarke. Die rund drei Stunden dauernden Fahrten verbinden die besondere Atmosphäre der Großsegler mit einem unmittelbaren Erlebnis auf dem Wasser. An Deck eröffnet sich eine neue Perspektive auf Hafen, Weser und das bunte Treiben der Maritimen Tage.

Die Maritimen Tage Bremerhaven finden vom 12. bis 16. August 2026 rund um den Neuen und Alten Hafen statt. Neben zahlreichen Segelschiffen und Spezialfahrzeugen erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Programm mit Open Ship, Live-Musik, maritimen Märkten und kulinarischen Angeboten.

Informationen zu Abfahrtszeiten und Buchungen der Törns sind online verfügbar unter:
https://www.bremerhaven-erleben.de/maritimetage/toerns

Am Neuen Hafen wird vom 12. bis 16. August gefeiert

Den Termin sollte man sich notieren: Die Maritimen Tage Bremerhaven finden vom 12. bis 16. August 2026 statt. Fünf Tage lang verwandelt sich der Neue Hafen in eine großartige Bühne für Segelschiffe und Spezialschiffe, Geschichten aus der Seefahrt und Musik, Kulinarik und Begegnungen. Die ersten Schiffe haben sich bereits angemeldet, und es sind gleich einige der Publikumslieblinge der SAiL darunter.

Allen voran wird das Flaggschiff der SAiL, die „Alexander von Humboldt II“ auch zu den Maritimen Tagen in ihrem Heimathafen festmachen. Die Erlebnis Bremerhaven GmbH erreichte als Ausrichterin des Festes auch die Zusage aus Spanien, dass die historische „Nao Victoria“ sowie die elegante „Pascual Flores“ wieder Kurs auf die Weser nehmen.

Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Schiffen, Crews aus aller Welt und einem vielseitigen Rahmenprogramm steht das Fest für das, was Bremerhaven auszeichnet: maritime Strahlkraft, herzliche Gastfreundschaft und die einzigartige Kulisse der Havenwelten. „Ich vertraue meinem Team, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen auch 2026 wieder ein großartiges, stimmungsvolles und friedliches Fest mit vielen Schiffen, toller Musik und einem bunten Budenzauber zu organisieren“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH.

Flaggschiffe und Publikumslieblinge

Blickfang der Maritimen Tage wird die spanische Karacke „Nao Victoria“ sein, der eindrucksvolle Nachbau des Dreimasters von 1519 aus der Flotte des Weltumseglers Ferdinand Magellan. Das 28 Meter lange Schiff macht Seefahrtsgeschichte begehbar, vermittelt anschaulich, wie Navigation, Proviant und Leben an Bord in der frühen Neuzeit funktionierten. Aus Spanien kommt auch der 1917 gebaute „Pascual Flores“. Mit seinem schnittigen weißen Rumpf steht der 44 Meter lange Dreimaster gleichermaßen für Schiffbaukunst, Handwerk und Eleganz; die „Pascual Flores“ erzählt vom Frachtsegler-Alltag im Mittelmeer, von Salz, Orangen und langen Törns.

Als Botschafterin der Seestadt ist die Dreimastbark „Alexander von Humboldt II“ programmprägend. Das 65 Meter lange „Schiff mit den grünen Segeln“ symbolisiert maritimen Aufbruch und ist für viele Gäste die schönste Art, Bremerhaven zu erleben: an Deck. Zusammen mit dem Dreimast-Gaffelschoner „Großherzogin Elisabeth“ aus Elsfleth und dem über 100 Jahre alten Plattbodenschiff „Adler von Krautsand“ entsteht ein Panorama norddeutscher Schiffskultur, das Tradition und Gegenwart verbindet.

Ein Fixpunkt im Hafenbild ist die „Schulschiff Deutschland“ als letztes deutsches Dreimast-Vollschiff, 1927 in Bremerhaven gebaut, heute mit Dauerliegeplatz im Neuen Hafen. Sie öffnet den Blick in die Ausbildungsgeschichte der Seefahrt, macht Kojenalltag, Brücke und Bordroutine anschaulich.

Spezialschiffe, Rettung, Zoll und Lotsenwesen zum Anfassen

Maritime Tage bedeuten auch Technik zum Staunen, Gespräche mit Profis und beeindruckende Einsätze auf dem Wasser. Ihre Teilnahme zugesagt haben:

„Hermann Rudolf Meyer“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, „Nordergründe“ und „Franzius Plate“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes, das Zollboot „Bremen“ , die Taucher von bremenports, die zeigen, wie unter Wasser geprüft, gesichert und repariert wird; der Traditionssegler „Verandering“ und das historische Feuerschiff „Elbe 1“.

Besucherinnen und Besucher können sich auf Open-Ship-Zeiten freuen, bei denen Decks und Messen besichtigt, Fragen gestellt und Fotomomente gesammelt werden. Viele Crews bringen Exponate und Modelle mit, erklären Knoten, Navigation und Sicherheitsroutinen.

Mitsegeln auf der Weser: Wind, Wellen, weite Sicht

Wer die Faszination der Großsegler aktiv erleben möchte, sichert sich Plätze auf den Törnschiffen: „Gulden Leeuw“, „Großherzogin Elisabeth“ und „Wylde Swan“ legen  während der Maritimen Tage zu Tages- und Abendfahrten auf der Weser ab. Mitsegeln heißt, Wind zu fühlen und beim Setzen der Segel anzupacken; an Bord gibt es kurze Einweisungen in Sicherheit und Takelage, das Bordteam erzählt von Routen, Wetterfenstern und der Kunst, einen Großsegler auf Kurs zu halten. Törnpläne, Abfahrtszeiten und Buchungsinfos werden rechtzeitig veröffentlicht.

Musik, Kulinarik und maritime Märkte

Rund um den Neuen Hafen entsteht ein fröhliches Festbild: Live-Musik auf mehreren Bühnen, von Shanty-Chor über Folk bis Groove; Musik entlang der Kajen; Kulinarik mit regionalen Klassikern und internationalen Spezialitäten; Manufaktur- und Handwerksstände. Abends setzen Lichtinszenierungen Masten und Rigg in Szene, spiegeln sich in der Wasseroberfläche und schaffen eine Atmosphäre, die man nicht vergisst.

Programmstruktur und Service

Zeitraum: Mittwoch, 12. August, bis Sonntag, 16. August 2026;

Ort: rund um den Neuen Hafen;

Programm: täglich Open Ship, Musikprogramm auf Bühnen, Familienangebote, Kulinarik und Markt;

Mitsegeln: Törns auf der Weser

Barrierefreiheit: weite Bereiche des Festareals sind stufenarm zugänglich, einzelne Schiffe bieten nach Möglichkeit unterstützte Zugänge;

Hafenflair, das verbindet

Im Hafen Segelschiffe und Spezialisten in allen Größen, an Bord Seeleute aus aller Welt, an Land Schaulustige von nah und fern, die gemeinsam feiern, staunen und erzählen: Dafür stehen die Maritimen Tage. Sie sind Einladung zum Entdecken und zur Begegnung. Sie zeigen Bremerhaven als Stadt am Meer, die ihre Geschichte kennt und ihre Zukunft gestaltet, die offen ist für Gäste und Ideen.

Save the Date: 12. bis 16. August 2026. Wer Seeluft, Schiffsbaukunst und Hafenmusik liebt, ist in Bremerhaven richtig.