Machten sich ein Bild vom brotZeit-Projekt an der Fritz-Husmann-Schule (von links): Sybille Scharnhorst und Constanze Köhne (beide brotZeit e.V.), Schulleiterin Doris Wollenberg, Stadtrat Prof. Dr. Hauke Hilz, Detlev Jendrich (Qualitätspate) und die Frühstückshelferinnen Sigrid Gröhe-Bartmann und Cornelia Coblentz
Die allermeisten Menschen können erst in den Tag starten, wenn sie gut gefrühstückt haben. Das gilt auch für Schulkinder, denn mit leerem Bauch lernt es sich schlecht. Leider ist es heute keine Seltenheit, dass Kinder ohne Frühstück aus dem Haus gehen. „So fängt Bildungsungerechtigkeit gleich am frühen Morgen an“, umreißt Stadtrat Prof. Dr. Hauke Hilz das Problem, „und in Bremerhaven haben wir diese Probleme – leider“. Umso glücklicher schätzt sich der Dezernent für Schule und Kultur, dass der Verein brotZeit sich dieses Problems annimmt: „Bereits in fünf Grundschulen unserer Stadt engagiert sich der Verein und sorgt für ein ausgewogenes Frühstück.“
Mit der Fritz-Husmann-Schule ist nun die sechste Grundschule der Stadt brotZeit-Schule geworden. Hieran hat Sybille Scharnhorst, die sich als Projektleitung von brotZeit e.V. um die Förderregion Bremen / Bremerhaven kümmert, einen großen Anteil. Sie erklärt: „Seit dem Jahr 2024 bieten wir schon mit großem Erfolg an Schulen in Lehe, Mitte und dem Süden der Stadt das Frühstück für die hungrigen Schülerinnen und Schüler an. Ich freue mich sehr, dass wir nun auch im Stadtnorden aktiv werden konnten. Dies stellt einen weiteren bedeutenden Schritt dar, um die Kinder in Bremerhaven vor Unterrichtsbeginn mit dem für sie so wichtigen Frühstück zu versorgen und gleichzeitig die Chancengerechtigkeit zu fördern.“
Seit Anfang Februar ist die Fritz-Husmann-Schule Teil des Engagements. Dass das Projekt gut ankommt, sieht man auf den ersten Blick: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler genießen es, sich inmitten der Gruppe zu stärken, bevor es in den Unterricht geht. Dass es hierbei nicht nur ums satt werden geht, wird auch deutlich. „Gemeinsames Essen in der Gruppe ist für Kinder sehr wichtig, da es weit über die reine Nahrungsaufnahme hinausgeht. Es stärkt das Gemeinschaftsgefühl, fördert Kommunikation und hilft beim Erlernen von Regeln und Ritualen“, betont Schulleiterin Doris Wollenberg. „Gleichzeitig unterstützt es die emotionale Entwicklung, da Kinder Sicherheit und Geborgenheit erleben. Auch pädagogisch ist es bedeutsam, weil Selbstständigkeit, Motorik und Essverhalten gefördert werden. Insgesamt trägt gemeinsames Essen wesentlich zur sozialen, emotionalen und gesundheitlichen Entwicklung von Kindern bei.“
Neben einem Kollegium, das Offenheit gegenüber karitativem Engagement entgegenbringt, und einer guten Projektkoordination braucht es zudem viele helfende Hände, um Tag für Tag das brotZeit-Frühstück zuzubereiten. „Um den zeitlichen Aufwand für unser Helfer-Team im Rahmen zu halten, würden wir gerne einige weitere Helferinnen und Helfer begrüßen“, heben sowohl die brotZeit-Koordinatorin als auch die Schulleiterin hervor.
Vier brotZeit-Helferinnen und -Helfer hat Sybille Scharnhorst für die Fritz-Husmann-Schule bereits gewinnen können, und die arbeiten Hand in Hand. „Bei allen Schwierigkeiten, die wir hier manchmal in der Seestadt haben, ist das ehrenamtliche Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger ein großes Pfund“, ergänzt Stadtrat Hilz. Bei Interesse an diesem Ehrenamt steht Sybille Scharnhorst, Projektleitung der brotZeit-Förderregion Bremen/Bremerhaven, unter 0179 2549205 oder scharnhorst@brotzeit.schule zur Verfügung.
Seit der Vereinsgründung 2009 hat sich die brotZeit-Idee in bisher 22 Förderregionen in Deutschland durchgesetzt. An über 490 Schulen bereiten jeden Tag vor Unterrichtsbeginn insgesamt 3.500 ehrenamtliche Frühstückshelferinnen und Frühstückshelfer hungrigen Schulkindern ein Frühstück zu. Seit seiner Gründung hat der Verein 22,2 Millionen Frühstücke ausgegeben. Dafür werden pro Jahr 970 Tonnen Lebensmittel benötigt.
In der Förderregion Bremen und Bremerhaven nehmen derzeit elf Schulen an dem Projekt teil. In Bremerhaven sind die Pestalozzischule, die Neue Grundschule Lehe, die Lutherschule, die Gorch-Fock-Schule, die Astrid-Lindgren-Schule und nun die Fritz-Husmann-Schule bereits brotZeit-Schulen.
Seit 2002 nehmen Schülerinnen und Schüler des Lloyd Gymnasiums an der Mathematik-Olympiade teil, und seitdem konnte sich immer mindestens ein Schüler oder eine Schülerin für die Bundesrunde qualifizieren.
In diesem Jahr haben sich mit den Brüdern Jizhe und Oskar Ma gleich zwei Lloyd-Schüler für die Bundesrunde qualifiziert. Darüber hinaus haben insgesamt fünf weitere Schülerinnern und Schüler des Lloyd Gymnasiums sowie des Schulzentrums Geschwister Scholl an der Landesrunde teilgenommen.
William Kandorra hat den Anerkennungspreis erhalten, Svenson Göthel erhielt den zweiten Preis, womit beide für das deutschlandweite Training „Jugend trainiert Mathematik“ vorgeschlagen sind. Den dritten Preis erhielt Greta Mitrasch. Die Siegerehrung der Landesrunde fand Anfang März an der Universität in Bremen statt.
Doch nicht nur auf der Mathematik-Olympiade war das Lloyd Gymnasium stark vertreten, auch bei dem Physik-Wettbewerb German Young Physicist’s Tournement (GYPT) haben es mit Maya Sabiai und Kemran Shefkaev zwei Lernende des Lloyd Gymnasium in die Bundesrunde in Bad Honnef geschafft. „Leider konnte unser Team nicht in die Finalrunde vordringen, aber die erzielten Ergebnisse waren für das erste Mal schon mal gut“, berichtet Kemran Shefkaev.
Maya Sabiai (Zweite von links) und Kemran Shefkaev (Dritter von links) sind gemeinsam mit Antje Dopp (MINT-Leiterin am Lloyd Gymnasium) und Manfred Frischholz (Betreuer) zum Bundesfinale des Physik-Wettbewerbs „German Young Physicist’s Tournement“ (GYPT) nach Bad Honnef gereist und haben wertvolle Erfahrungen gesammelt. Foto: Lif Rauch
„Diese Reise und das Erlebnis waren unvergesslich“, so der Lloyd-Schüler weiter. „Für alle, die ein Interesse an Physik haben oder die eine Leidenschaft dafür entwickelt haben, würden wir GYPT empfehlen, um sich weiterzuentwickeln und interessante Experimente vorzustellen und kennenzulernen.“
Vorausgegangen war die Regionalrunde in Hamburg Ende Januar. „Das GYPT ist ein bundesweiter, englischsprachiger Physikwettbewerb für Schülerinnen und Schüler, der sich stark von klassischen Physikwettbewerben mit Klausur- oder Hausaufgabenrunden unterscheidet“, erklärt Maya Sabiai. „Statt eher theorielastigen Aufgaben arbeiten Schülerinnen und Schüler in Zweier- oder Dreier-Teams an offenen, experimentellen Fragestellungen. Wichtig dabei ist eigenständige Experimentierarbeit, die Entwicklung physikalischer Modelle beziehungsweide Theorien sowie die wissenschaftliche Präsentation und Diskussion der Ergebnisse.“
Das Programm der Maritimen Tage Bremerhaven 2026 wächst weiter. Neben den bereits angekündigten Großseglern können Besucherinnen und Besucher nun auch mit einem historischen Plattbodenschiff auf der Weser unterwegs sein: Die „Verandering“ wird während des gesamten Festivals Gästefahrten anbieten.
Das traditionsreiche Segelschiff der Bremischen Evangelischen Kirche legt vom 12. bis 16. August zu Törns ab, teilweise sogar zweimal täglich. Auch zum großen Feuerwerk, einem der Höhepunkte der Maritimen Tage, wird die „Verandering“ mit Gästen an Bord auf der Weser unterwegs sein und damit einen besonders eindrucksvollen Blick auf das Lichtspektakel vom Wasser aus ermöglichen.
Mit der „Verandering“ wächst das Angebot für Mitsegler weiter. Insgesamt vier Segelschiffe nehmen nun während der Maritimen Tage Gäste mit auf die Weser: die „Gulden Leeuw“, die „Großherzogin Elisabeth“, die „Wylde Swan“ und jetzt auch die schon mehr als 125 Jahre alte „Verandering“, die ihren Liegeplatz im Neuen Hafen hat.
Selbst mit zupacken beim Setzen der Segel
Die Nachfrage nach Törns auf der Weser nimmt seit einigen Jahren zu. „Wir merken, dass es offensichtlich immer beliebter wird, selbst auch rauszufahren“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. „Viele Gäste möchten die Schiffe nicht nur beim Open Ship bestaunen, sondern den Wind auf der Weser spüren und – wenn er günstig steht – vielleicht sogar beim Setzen der Segel mit anpacken.“
Die Mitsegeltörns gehören seit Jahren zum Programm in Bremerhaven. Während der SAIL Bremerhaven 2025 waren rund 8000 Gäste auf der Weser unterwegs – eine neue Bestmarke. Die rund drei Stunden dauernden Fahrten verbinden die besondere Atmosphäre der Großsegler mit einem unmittelbaren Erlebnis auf dem Wasser. An Deck eröffnet sich eine neue Perspektive auf Hafen, Weser und das bunte Treiben der Maritimen Tage.
Die Maritimen Tage Bremerhaven finden vom 12. bis 16. August 2026 rund um den Neuen und Alten Hafen statt. Neben zahlreichen Segelschiffen und Spezialfahrzeugen erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Programm mit Open Ship, Live-Musik, maritimen Märkten und kulinarischen Angeboten.
An zwei Wochenenden – am Samstag, dem 13. Juni, und Sonntag, dem 14. Juni 2026, sowie am Samstag, dem 4. Juli, und Sonntag, dem 5. Juli 2026 – findet wieder die Aktion „Offene Gartenpforte“ statt.
Aus dem Landkreis Cuxhaven, der Stadt Bremerhaven und der Stadt Nordenham laden Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer Gäste in ihre privaten Gärten ein und präsentieren die große Gartenvielfalt der Region. Dieses Gemeinschaftsprojekt wird vom Regionalforum Unterweser, dem Gartenbauamt Bremerhaven und dem Grünen Kreis Bremerhaven realisiert und in diesem Jahr federführend von der Gemeinde Wurster Nordseeküste begleitet.
Vielfalt ist dabei Trumpf: Ob großzügiger Bauerngarten oder zauberhaftes Stadtgrün, ob weitläufiger Parkgarten, kleine Hinterhofidylle oder raffinierter Reihenhausgarten, willkommen sind alle Arten von Gärten. Auch naturnahe Paradiese, die ganz bewusst „unaufgeräumte“ Ecken haben und den idealen Lebensraum für heimische Insekten, Vögel und andere Wildtiere bieten, sind willkommen. Ebenso dürfen Obst und Gemüsegärten gerne der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die „Offene Gartenpforte“ soll zeigen, wie abwechslungs‐ und ideenreich die private Gartenkultur in der Unterweserregion ist.
„Es ist uns eine Freude, in diesem Jahr die ,Offene Gartenpforte‘ als Gemeinde Wurster Nordseeküste federführend begleiten zu dürfen. Wir sind gespannt auf die vielfältigen Einblicke in die Gärten und blühenden Oasen der Region“, so Gemeindebürgermeister Jörg‐Andreas Sagemühl.
Den Teilnehmenden ist überlassen, ob sie ihren Garten an beiden Wochenenden, nur an einem oder lediglich an einem Tag öffnen. Nach der Anmeldephase wird ein Flyer mit allen teilnehmenden Gärten in der Region erstellt und veröffentlicht.
Wer den eigenen Garten für Gäste öffnen möchte, kann sich ab sofort bei der Gemeinde Wurster Nordseeküste unter s.thomas@gwnk.de anmelden. Die Frist endet am Dienstag, dem 31. März 2026. Bei Bedarf kann das Material nach telefonischer Anmeldung auch per Post verschickt werden.
Fragen zur Aktion beantwortet bei der Gemeinde Wurster Nordseeküste Sonja Thomas (Stabsstelle Nachhaltigkeit) entweder unter 04742 87125 oder unter s.thomas@gwnk.de.
Die Weser-Radweg Kooperationspartner sowie der Landkreis Hameln-Pyrmont freuen sich über die 4-Sterne-Zertifzierung.
Von links nach rechts: Petra Wegener (Weserbergland Tourismus e.V.), Dr. Joachim Steinbeck (Landkreis Hameln-Pyrmont), Sina Scholz (Weserbergland Tourismus e.V.), Sonja Kuhn und Martin Fahrland (Mittelweser-Touristik GmbH), Anke Fiedler (Touristikgemeinschaft Teufelsmoor), Franziska Bein (Touristikgemeinschaft Wesermarsch), Marie von Borstel (Cuxland-Tourismus), Tülay Sukes (Erlebnis Bremerhaven), Marco Skora (WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH), Selina Rösemeier (Landkreis Hameln-Pyrmont). Foto: Weserbergland Tourismus e.V.
Der Weser-Radweg ist der beliebteste deutsche Radfernweg. Jedes Jahr befahren ihn mehr als 150.000 Radtouristen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat die 520 Kilometer lange Strecke vom Weserbergland bis an die Nordsee nun erneut als 4-Sterne-Qualitätsroute ausgezeichnet.
Bereits seit 2017 ist der Weser-Radweg vom ADFC mit vier Sternen ausgezeichnet und wurde seitdem erfolgreich rezertifiziert. Der ADFC bewertet unter anderem Wegbreite und Oberfläche, Wegweisung, Routenführung, Verkehrssicherheit, touristische Infrastruktur, die Anbindung an den öffentlichen Verkehr sowie das Marketing des Radfernwegs.
Weser-Radweg hält, was er verspricht
Besonders positiv hebt der ADFC die flussnahe Route entlang der Weser hervor. Der Weser-Radweg halte, was er verspreche: ein intensives Natur- und Landschaftserlebnis. Da die Route überwiegend auf autofreien und verkehrsarmen Wegen verläuft, punktet sie auch bei der Sicherheit – ein entscheidender Faktor, der sie auch für Familientouren attraktiv macht. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Bewertung, dass das Gesamtergebnis in einzelnen Kriterien etwas unter dem Niveau der Zertifizierung vor drei Jahren liegt. Um den 4-Sterne-Standard dauerhaft zu sichern, sind weitere Investitionen und Verbesserungen notwendig.
Auf 12 Kilometern Strecke durch Bremerhaven
Koordiniert wird der Radfernweg durch die Weser-Radweg Infozentrale mit Sitz in Hameln, zu den Kooperationspartnern gehört auch die Erlebnis Bremerhaven GmbH. „Der Radtourismus gewinnt zunehmend auch für Bremerhaven an Bedeutung“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Ein Ziel sei es, die 12 Kilometer des Fernradweges, die durch Bremerhaven führen, noch intensiver zu vermarkten. „Die Zertifizierung gibt unseren Radurlaubern die Sicherheit, dass sie bei uns ein erstklassiges Erlebnis – von der Wegbeschaffenheit bis zum Service – erwarten können. Wir freuen uns darauf, auch in der nun startenden Saison wieder zahlreiche Gäste auf unserer ausgezeichneten Route begrüßen zu dürfen“, sagt Tülay Sukes, bei der Erlebnis Bremerhaven für den Fahrradtourismus zuständig.
„Die erneute 4-Sterne-Zertifizierung ist ein starkes Signal, aber zugleich ein Auftrag für die Zukunft. Unser ausdrücklicher Dank gilt den Landkreisen und Kommunen, die für die Infrastruktur entlang des Weser-Radwegs verantwortlich sind“, sagt Petra Wegener, Sprecherin der Weser-Radweg Infozentrale c/o Weserbergland Tourismus e.V. in Hameln.
Informationen zum Weser-Radweg sind bei der Weser-Radweg Infozentrale c/o Weserbergland Tourismus e.V. in Hameln, 05151/930039, oder im Internet erhältlich: http://www.weserradweg-info.de
Nach vierwöchigem Komplettumbau und einer Investition im siebenstelligen Bereich öffnet das McDonald’s‑Restaurant in der Stresemannstraße in Bremerhaven wieder seine Türen – größer, moderner und deutlich leistungsfähiger als zuvor. Bereits am Donnerstagabend wurde der neue Standort im Rahmen einer offiziellen Eröffnungsfeier vorgestellt. Eingeladen waren die beteiligten Handwerksunternehmen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung der Stadt Bremerhaven.
Von Hannes Volkmar
✨ Familienaktion am Samstag
Am morgigen Samstag steht das Restaurant ganz im Zeichen der Familien. Zwischen 14:00 und 18:00 Uhr lädt das Team besonders Kinder und Eltern ein, den modernisierten Standort kennenzulernen. Für die kleinen Gäste gibt es ein buntes Programm:
Kinder-Schminken
Glücksrad mit kleinen Gewinnen
Ballon-Modellage durch eine Künstlerin
Das Glücksrad im neuen McDonald’s-Restaurant in Bremerhaven bietet spannende Preise zur feierlichen Wiedereröffnung.
Damit soll die Wiedereröffnung nicht nur gastronomisch, sondern auch als kleines Nachbarschaftsfest gefeiert werden.
🏗️ Umbau: Vier Wochen, neue Technik und deutlich mehr Platz
Der Umbau dauerte rund vier Wochen und umfasste nahezu alle Bereiche des Restaurants. Laut Betreiber wurde ein siebenstelliger Betrag investiert. Zu den größten Veränderungen gehören:
Zweite Drive‑Thru‑Spur für schnellere Abläufe
Deutlich vergrößerte Terrasse
Doppelt so große Küche mit neuer Technik
Neu gestaltete Sozialräume für die Mitarbeitenden
Erneuerte Elektroverteilung
Komplett vergrößerte Lobby im aktuellen McDonald’s‑Design
Mehr Sitzplätze und erstmals ein McCafé
Mit der neuen Küche und dem überarbeiteten Servicebereich soll das Restaurant spürbar schneller werden – ein Punkt, der besonders im Drive‑Bereich zuletzt immer wieder für Wartezeiten gesorgt hatte.
🚗 Mehr Tempo, mehr Komfort, mehr Angebot
Durch die zweite Drive‑Spur und die erweiterten Kapazitäten will das Team künftig auch zu Stoßzeiten zuverlässiger und schneller bedienen. Gleichzeitig bietet der modernisierte Gastraum mehr Aufenthaltsqualität – vom McCafé bis zu zusätzlichen Sitzplätzen für Familien und Gruppen.
(v.l.n.r,) Steffen Blcok, Operations Manager), Timo Reimann, Betreiber und Xaver Fischer, eRsaturantleiter
🎈 Das Kinderfest zur Wiedereröffnung läuft morgen als eigener Programmpunkt und richtet sich klar an Familien. Zwischen 14:00 und 18:00 Uhr.
Glückwunsch den Preisträgerinnen: Prof. Andreas Teufel, Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren, Benthe Stolz, Jette und Milla Kirmse, Michael Gerber Prof. Nicole Slink.
Das wird ein Fest: Mit einem Konfetti-Regen feiert Bremerhaven seinen 200. Geburtstag. Das Kuratorium des Stadtjubiläums folgt einstimmig der Empfehlung der Fachjury: Der Entwurf „Konfetti-Segel“ von Jette und Milla Kirmse wird das offizielle Gesicht des 200-jährigen Stadtgeburtstags.
Am Montag hat bereits das Kuratorium getagt und eine wegweisende Entscheidung getroffen: Der Entwurf Nummer 8, „Konfetti-Segel“, hat sich durchgesetzt. Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren präsentierte den Gewinnerentwurf, der im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Studiengang „Digitale Medienproduktion“ der Hochschule Bremerhaven und der Erlebnis Bremerhaven GmbH entstanden ist, nun der Öffentlichkeit im Historischen Museum. „Der 200. Stadtgeburtstag ist ein besonderer Moment für Bremerhaven. Mit dem neuen Jubiläumslogo haben wir ein gemeinsames Zeichen gefunden, das uns auf dem Weg zum Jubiläumsjahr begleiten wird und viele Veranstaltungen und Projekte miteinander verbindet“, ordnet von Haaren ein. „Das Jubiläumslogo wird künftig ein sichtbares Zeichen für viele Veranstaltungen und Initiativen sein. Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen dieses Jubiläum mit eigenen Ideen und Projekten mit Leben füllen“, ergänzt von Haaren.
Das offizielle Logo zum 200. Stadtgeburtstag von Bremerhaven, gestaltet als symbolisches ‚Konfetti-Segel‘, verbindet maritime Identität mit festlicher Gestaltung.
Ein Zeichen für Gemeinschaft und maritime Identität Das siegreiche Logo der Studentinnen Jette und Milla Kirmse überzeugt durch eine starke maritime Bildsprache, die Bremerhavens Identität auf den ersten Blick transportiert. Das Segelmotiv symbolisiert die Hafenstadt, während die bunte Binnenstruktur eine „Konfetti- und Feierdimension“ erzeugt. Das Logo steht sinnbildlich für die Verbindung zwischen der Kernstadt und ihren Stadtteilen und hebt Bremerhaven als Gemeinschaft hervor.
„Das ‚Konfetti-Segel‘ verbindet unsere maritime Identität mit einer lebendigen, modernen Gestaltung. Viele einzelne Elemente bilden gemeinsam ein großes Segel und stehen gleichzeitig für Bremerhavens neun Stadtteile – ein schönes Bild für die Vielfalt unserer Stadt“, bewertet von Haaren den Sieger-Entwurf. „Dass sich die Studierenden so intensiv mit der Identität von Bremerhaven auseinandersetzen, ist ein Gewinn für das Stadtjubiläum“, erklärt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. „Die Kooperation mit der Hochschule entspricht dem Urgedanken, dem das Stadtjubiläum zugrunde liegt: Aus der Stadtgesellschaft entstehen Wirkungsräume, die das Festjahr prägen werden.“
Das festliche Banner zum 200. Geburtstag von Bremerhaven zeigt das Jubiläumslogo mit lebhaften Farben und maritimem Design.
Jury lobt Balance aus Identität und Festlichkeit Die hochkarätig besetzte Fachjury – bestehend aus den Design-Experten Kai Braue, Prof. Andreas Teufel und Uwe Melichar – hatte den Entwurf zur Umsetzung empfohlen. Besonders hervorgehoben wird die Fähigkeit des Logos, die Identität der Stadt und die Festlichkeit zum 200. Geburtstag zu vereinen. Es wirke aus der Distanz klar und prägnant, entfalte aber aus der Nähe eine Detailtiefe, die eine lebendige Kampagne über das gesamte Festjahr hinweg tragen kann.
Zwar hatte die Jury den Entwurf „Die 200 als offener Gestaltungsraum“ (Logo 4) aufgrund seiner Modernität zunächst favorisiert, sah jedoch eine zu starke Nähe zum bekannten Bauhaus-Jubiläumslogo. Um die Eigenständigkeit des Bremerhavener Stadtjubiläums zu sichern, fiel die Wahl daher auf das unverwechselbare „Konfetti-Segel“.
Das Jubiläumsplakat zum 200. Stadtgeburtstag von Bremerhaven zeigt bunte Akzente und betont die Vielfalt und Gemeinschaft der Stadt.
Nächste Schritte bis zum Festjahr Benthe Stolz, Abteilungsleitung für Kooperative Stadt- und Quartiersentwicklung, blickt bereits nach vorn: „Wir freuen uns, dass dieser Logo-Entwurf bei der Jury und auch dem Kuratorium Anklang gefunden hat. Auch wenn das Logo gut einfängt, was Bremerhaven ausmacht, müssen wir noch in die Nachschärfung und letztliche Kampagnenerstellung gehen. Dann können wir mit großem Paukenschlag richtig Stimmung für das Festjahr machen.“
Erfolgreiche Kooperation mit der Hochschule Insgesamt 15 Studierende der Hochschule Bremerhaven hatten sich ein Semester lang intensiv mit dem Stadtgeburtstag auseinandergesetzt. „Die Mitwirkung an diesem besonderen Jubiläum ist für uns eine große Ehre“, betont Professorin Nicole Slink. „Das entgegengebrachte Vertrauen hat einen kreativen Raum eröffnet, in dem unsere Studierenden ihre Perspektiven auf Bremerhaven entwickeln und mit frischen, zeitgemäßen Impulsen sichtbar machen konnten.“
Neben dem Siegerentwurf wurden auch Logo 13 („Geschenkband“) und Logo 4 („Die 200 als offener Gestaltungsraum) auf Platz 2 für ihre hohe gestalterische Qualität gewürdigt. Zudem setzte sich die Jury intensiv mit der Abstimmung des Publikums auseinander, an der sich mehr als 1400 Bürgerinnen und Bürger beteiligten und Logo 14 („Jubiläumswappen“) favorisierten. Dieses wurde von der Jury als würdevolles Stadtzeichen gelobt, für eine dynamische Jubiläumskampagne jedoch als weniger geeignet eingestuft als das nun gewählte „Konfetti-Segel“.
Aufruf zur Beteiligung Während das visuelle Gesicht des Jubiläums nun feststeht, ist die inhaltliche Gestaltung noch in vollem Gange. Zwei Projekte wurden zur Präsentation des Geburtstags-Logos aber bereits „verraten“: So wird zum einen Bremerhaven 2027 drei Tage lang Austragungsort der Deutschen Feuerwehr-Mannschaftsmeisterschaft im Eishockey, zum anderen werden Künstler mit Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil Lehe ein riesiges Gemälde „200 Jahre und wir“ gestalten und an der Fassade des Lehe-Treffs umsetzen. „Das Kunstprojekt soll Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bremerhavens aus Sicht der jungen Generation sichtbar machen“, sagt Gerber.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben noch bis zum 30. April die Möglichkeit, Projektanträge für eigene Ideen einzureichen. Weitere Informationen unter: www.bremerhaven-erleben.de/stadtjubilaeum
Das sagen die Studentinnen zu ihrem Entwurf:
Unser Logo stellt Bremerhavens Stadtteile in den Mittelpunkt. Jeder Stadtteil wird durch ein eigenes Segel symbolisiert. Gemeinsam ergeben sie ein großes Segel, das das „Schiff Bremerhaven“ vorantreibt. So steht das Logo für das, was Bremerhaven seit 200 Jahren ausmacht: Zusammenhalt und Bewegung nach vorn.
Insgesamt treten neun Segelformen als zentrales Gestaltungselement in allen Medien auf. Dadurch ist jeder Stadtteil immer präsent. Die Motive erscheinen sowohl in den einzelnen Stadtteil-Farben als auch in einer verbindenden Farbversion. Das Design vereint Tradition und Zukunft sowie Individualität und Miteinander.
Unser Claim „Wir feiern zusammen!“ bringt Jubiläum und Gemeinschaft in einem prägnantem Satz zusammen. Dabei kann das Wort „zusammen“ flexibel durch Stadtteilnamen oder besondere Eigenschaften Bremerhavens ersetzt werden und macht den Claim so vielseitig einsetzbar. Er macht deutlich, wofür das Design steht: Dieses Jubiläum gehört allen und wird nicht nebeneinander, sondern miteinander gefeiert.
Nie haben in Bremerhavens Hotels, Ferienwohnungen oder Campingplätzen mehr Menschen übernachtet als 2025. Die Stadt blickt auf ein erfolgreiches Tourismusjahr zurück und stellt mit beinahe 500.000 Übernachtungen eine neue Bestmarke auf. Wer dabei vor allem an die SAIL denkt, der irrt.
Die Zahlen für das vergangene Jahr hat das Statistische Landesamt veröffentlicht. Ausgewertet wurden dabei die Daten von Unterkünften mit mehr als zehn Gästebetten, so dass zum Ende des Berichtsjahres 237.711 Ankünfte und 472.074 Übernachtungen standen – mehr als 42.500 Nächte mehr als im Vorjahr und auch ein Plus von 6.800 Nächten gegenüber dem bisherigen Rekordjahr – und Benchmark vor der COVID-Pandemie. Wer in Bremerhaven übernachtet, bleibt im Durchschnitt annähernd zwei Tage, dieser Wert ist seit Jahren stabil. Nach der leichten Delle im Jahr 2024 – nach besonders starken Jahren im Inlandstourismus – zeigt die Entwicklung nun wieder klar nach oben
„2025 war für Bremerhaven in vielerlei Hinsicht ein herausragendes Jahr“, sagt Oberbürgermeister MelfGrantz, Aufsichtsratsvorsitzender der Erlebnis Bremerhaven GmbH. „Der Übernachtungsrekord ist ein starkes Signal für den Standort.“ Ohne Zweifel war die SAIL im vergangenen Jahr das touristische Aushängeschild für die Stadt und die Region, für den Schub bei den Übernachtungen aber sorgte die Ankunft der „Disney Adventure“. Das größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff wurde bei der Lloyd Werft mehr als drei Monate lang fertiggebaut und ausgerüstet, bis zu 4000 Menschen kamen dazu in die Stadt und blieben teils wochenlang, um hier zu arbeiten.
Tourismus: SAIL als internationales Aushängeschild
Über dem touristischen Jahr 2025 stand die SAIL. Mit mehr als 1,3 Millionen Besucherinnen und Besuchern, 250 Schiffen und Gästen aus aller Welt wurde die Seestadt im August erneut zum Zentrum der internationalen Windjammer-Szene. Neben den beeindruckenden Zahlen, die erstmals mit einer neuartigen, auf Antennensignalen von Smartphones resultierenden Messmethode ermittelt wurden, bleibt vor allem die Atmosphäre der fünf Sommertage im August in Erinnerung. Die Stadt präsentierte sich weltoffen, gastfreundlich und maritim geprägt. „Wir haben wieder einmal gezeigt, welch hervorragende Gastgeber wird sind“, urteilt Grantz. „Das Festival tut der Stadt gut und stärkt den Tourismus nachhaltig“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Berechnungen gehen davon aus, dass allein die SAIL für Umsätze von deutlich mehr als 30 Millionen Euro gesorgt hat – „für Gastronomie, Einzelhandel und Hotellerie ist das ein kraftvoller Impuls“, sagt Gerber. Die großen Segelschiffe im Hafen wurden von den Besuchern geradezu überrannt. Zur Lasershow und dem Feuerwerk drängten sich gleichzeitig 80.000 Menschen am Deich. „Der Erfolg der SAIL hat unsere kühnsten Erwartungen bei weitem übertroffen.“ Hochgerechnet kamen mehr als 170.000 Festival-Besucher jenseits von Niedersachsen aus dem übrigen Bundesgebiet, viele blieben für mehrere Tage – „die SAiL hat eindeutig nationale Strahlkraft“, sagt Gerber. „Bremerhaven darf stolz sein – die Welt war zu Gast an der Weser, und sie will wiederkommen.“ Denn nach der SAIL ist vor der SAIL – die Planung für den 14. bis 18. August 2030 haben bereits begonnen.
Industrie als Übernachtungsmotor
Dass im Jahr 2025 ein neuer Rekord bei den Übernachtungen aufgestellt wurde, ist allerdings weniger auf den klassischen touristischen Gast zurückzuführen, sondern ein Ergebnis des Geschäftsreiseverkehrs mit Besuchern aus aller Welt. Aufgeführt sind in der Statistik des Landesamtes Gäste aus mehr als 50 Nationen, die im Zusammenhang mit der Fertigstellung und Ausrüstung der „DisneyAdventure“ im Herbst nach Bremerhaven kamen und auch deutlich länger blieben als der statistisch durchschnittliche Bremerhaven-Tourist. „Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig unsere maritime Industrie für Bremerhaven ist“, so Grantz. „Tourismus und Wirtschaft sind keine Gegensätze – sie stärken sich gegenseitig.“ Nach einem touristisch schwachen Jahresauftakt für die Hotellerie sorgte der große Werftauftrag für einen „goldenen Herbst“ bei den Hotels und Zuwächsen bei den ausländischen Gästen von insgesamt 20 Prozent.
Insgesamt stieg die Zahl der Übernachtungen in Bremerhaven im Vergleich zu 2024 um 9,9 Prozent. Dabei hält der Trend an, Ferienwohnungen zu buchen oder einen Stellplatz auf einem Campingplatz – beide Bereiche wuchsen mit einem Plus von 22,4 Prozent erneut deutlich stärker als die Hotellerie. Für die beiden von der Erlebnis Bremerhaven GmbH betriebenen Reisemobilstellplätze kann ein ähnliches gutes Jahr wie 2024 bilanziert werden. Zwar wurden mit gut 18.000 erfassten Übernachtungen auf den Stellplätzen am Fischkai und an der Doppelschleuse 5.000 weniger als im Vorjahr notiert, aber die Plätze waren zusammen auch sechs Wochen geschlossen, weil sie modernisiert wurden. „Wir haben 350.000 Euro in neue Stromsäulen und eine Automatisierung investiert“, erklärt Gerber. Die 110 Plätze können nun auch online reserviert werden, was die Reise komfortabler macht. „Mit dieser Investition reagieren wir auf die wachsenden Ansprüche der Wohnmobilreisenden und setzen auf Servicequalität und Verlässlichkeit. Bremerhaven wird so als maritimes Reiseziel attraktiver.“
Museen auf Wachstumskurs
Die großen Bremerhavener Museen und Erlebniswelten konnten 2025 bis auf den Zoo am Meer alle zulegen und 874.568 Besucher begrüßen. Mit 402.000 Gästen bleibt das Klimahaus besucherstärkste Attraktion im Land Bremen, das Deutsche Schifffahrtsmuseum legte rund 20 Prozent zu. „Bremerhaven besitzt mit seinen Wissens- und Erlebniswelten weiterhin ein starkes Profil im Städte- und Kulturtourismus“, sagt Gerber.
Neue Vertriebsstrategie und digitale Präsenz
Ein wichtiger Baustein der positiven Entwicklung ist die strategische und organisatorische Weiterentwicklung der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Mit der eigenen Website bremerhaven-erleben.de wird die digitale Sichtbarkeit des Tourismusortes deutlich gestärkt. Parallel dazu intensivierte die Gesellschaft ihre Vertriebsaktivitäten im Gruppen- und Busreisesegment. Grundlage aller Maßnahmen ist das Tourismuskonzept 2030, das Schwerpunkte bei Markenprofil, Zielgruppenansprache und der ganzjährigen Positionierung Bremerhavens als attraktives Reiseziel setzt. Ziel ist es, zusätzliche Anlässe zu schaffen, Deutschlands größte Stadt an der Nordsee zu besuchen. Der Tourismus ist in Bremerhaven mit 272,7 Millionen Euro Bruttoumsatz ein wichtiger Wirtschaftszweig. Deshalb hat die Stadt Bremerhaven auch ihr Tourismuskonzept bis zum Jahr 2030 fortgeschrieben. „Unser Ziel ist ein Tourismus, der Bremerhaven als lebenswerte, innovative und nachhaltige Seestadt stärkt“, sagt Grantz. Und Gerber ergänzt: „Das maritime Erlebnis als Kernbotschaft und unsere Profilthemen sind stimmig. Bremerhaven steht für Hafen und Wissenschaft, für Fisch und Genuss. Aber Gäste möchten zunehmend auch Stadt und Leute entdecken, sich wie Einwohner auf Zeit fühlen. Hier neue Angebote zu entwickeln, soll zu unserer Strategie gehören.“
Herausforderung Haushaltskonsolidierung
Die Aufgaben stellen sich jedoch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Im Zuge der Haushaltskonsolidierung wird die Erlebnis Bremerhaven GmbH künftig mit 58 Beschäftigten statt bislang 83 die gemäß ihrem Gesellschaftsvertrag benannten Aufgaben in Tourismus, Veranstaltungen und Marketing erfüllen müssen. „Wir stehen vor einer großen Herausforderung“, so Gerber. „Effizienz, klare Prioritäten und strategische Fokussierung sind jetzt entscheidend, um die notwendige positive Entwicklung der Tages- und Übernachtungsgäste sicherzustellen“. Ziel bleibe es, die Stadt als maritimes Erlebnisziel mit hoher Lebensqualität weiter zu profilieren – für Gäste ebenso wie für die Menschen, die hier leben.
Hervorragende Zahlen zum Jahresende
Bei den Buchungen im Bremerhavener Reisejahr 2025 fällt auf, dass bei den Ankünften sechs der zwölf Monate noch schwächer waren als das ohnehin schon schwache Jahr 2024. Bei den Übernachtungen sah es dagegen ganz anders aus: Ab April lag jeder Monat deutlich über dem Vorjahresmonat mit der Spitze im Oktober mit einem Plus von 21 Prozent. „Wer nach Bremerhaven kam, ist deutlich länger geblieben“, erklärt das Gerber. Die stärksten Zuwächse ab September erklären sich durchgehend mit der Ausrüstung der „Disney Adventure“ und ausländischen Geschäftsreisenden, die teilweise für Wochen ein Zimmer gebucht hatten. Die durchschnittliche Auslastungsquote der 12 Hotels von 43,6 Prozent ist der beste Wert der vergangenen zehn Jahre. „Die Zahlen machen uns deutlich, wie wichtig Erfolge der heimischen Wirtschaft und vor allem der Werften auch für Hotels und Gastronomie sind“, sagt Grantz.
Der Kreuzreisemarkt bleibt für Bremerhavens Hotels von großer Bedeutung. Das spiegelt sich auch in den Zahlen bei Ankünften und Übernachtungen. Am Kreuzfahrtterminal wurden 2025 rund 292.000 Passagiere gezählt, wovon rund 10 % als Übernachtungsgäste vorab anreisen. Bremerhaven bleibt einer der wichtigsten Turnaround-Häfen in Nordeuropa, in denen Reisen starten oder enden. Mit der Ankunft der „Queen Mary 2“ erlebte die Stadt einen besonderen Anlauf.
Unter dem Titel „Martin Günthner im Gespräch mit…“ lädt der Dezernent für Soziales, Arbeit, Jugend, Familie und Frauen zu insgesamt 15 Gesprächsrunden an verschiedenen Orten in Bremerhaven ein.
Vorbild hierfür ist die erfolgreiche Gesprächsreihe in den Seniorentreffpunkten zum Thema „Gesund und sicher älter werden in Bremerhaven“, die der für Seniorinnen und Senioren zuständige Stadtrat Günthner mit Stadträtin Andrea Toense (Dezernentin für Gesundheit, Klima und Umwelt) durchgeführt hat.
„Wir wollen dieses offene Format fortsetzen und haben dafür spannende Gäste gewonnen. Wichtig ist uns dabei, dass über alles gesprochen werden kann – ob schiefe Gehwegplatten am Neuen Hafen oder fehlende Bänke in der Innenstadt, ob Investitionen in unsere Häfen oder die Zusammenarbeit zwischen Bremen und Bremerhaven, wir scheuen uns nicht vor dem Austausch“, so Günthner.
Den Auftakt macht am Mittwoch, dem 18. Februar 2026, in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr der amtierende Präsident des Bundesrates, Dr. Andreas Bovenschulte, Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, im Seniorentreffpunkt Ernst-Barlach-Haus (Am Holzhafen 8).
Dabei wird es nicht nur um die Bundesratspräsidentschaft und die neue 2-Euro-Bremerhaven-Münze gehen, sondern auch um Investitionen in die Häfen und alle weiteren Themen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmern besprechen möchten.
Im Jahresverlauf folgen weitere bekannte Persönlichkeiten, darunter Bürgermeister Torsten Neuhoff, Stadträtin Andrea Toense, Stadtrat Prof. Dr. Hauke Hilz sowie der Jazz-Musiker Jörg Seidel.
Die Gespräche finden bewusst in den Nachmittagsstunden statt und führen an gut erreichbare Orte im gesamten Stadtgebiet. Neben dem Stadttheater oder dem Haus am Blink stehen vor allem etablierte Begegnungsstätten für ältere Menschen auf dem Programm, darunter das Altbürgerhaus, das Wulsdorper Seniorenhus sowie der Seniorentreffpunkt in Grünhöfe oder die Kogge in Lehe.
„Mir ist wichtig, dass wir dorthin gehen, wo die Menschen sich wohlfühlen und wo man sich unkompliziert begegnen kann“, erklärt Martin Günthner die Idee hinter der Tour. „Ob bei einer Tasse Kaffee oder einfach in entspannter Runde – ich möchte, dass wir uns Zeit nehmen zuzuhören und direkt vor Ort über das zu sprechen, was Bremerhaven bewegt.“
Die Veranstaltungsreihe läuft zunächst bis November 2026.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Termine im Überblick:
• Mittwoch, 18. Februar 2026, 14.00 bis 16.00 Uhr: Dr. Andreas Bovenschulte (Präsident des Senats) – Ernst-Barlach-Haus.
• Montag, 2. März 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Stadträtin Andrea Toense – Altbürgerhaus.
• Mittwoch, 11. März 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Stadtrat Prof. Dr. Hauke Hilz – Seniorentreffpunkt Ankerplatz.
• Dienstag, 14. April 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Dr. Andreas Bovenschulte (Präsident des Senats) – BEW Haus am Blink.
• Mittwoch, 29. April 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Bürgermeister Torsten Neuhoff – Altbürgerhaus.
• Mittwoch, 6. Mai 2026, 14.00 bis 16.00 Uhr: Stadträtin Andrea Toense – Wulsdorper Seniorenhus.
• Mittwoch, 27. Mai 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Jazz-Musiker Jörg Seidel – Wulsdorper Seniorenhus.
• Mittwoch, 10. Juni 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Bürgermeister Torsten Neuhoff – BEW Heidjertreff.
• Dienstag, 30. Juni 2026, 15.00 bis 17.00 Uhr: Jazz-Musiker Jörg Seidel – Seniorentreffpunkt Grünhöfe.
Vier Projekte werden am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, um 16.00 Uhr mit dem Kinder- und Jugendrechtepreis der Stadt Bremerhaven ausgezeichnet – verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 450 Euro.
Die öffentliche Verleihung findet in der Freizeitstätte Lehe-Treff, Eupener Straße 3 B, statt und bildet den Auftakt zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses.
Es wurden Bewerbungen von Kindertagesstätten, Schulen, Jugendverbänden und vielen weiteren engagierten Einrichtungen eingereicht. Eine Jury aus Mitgliedern des Unterausschusses „Kinder und Jugend in Beteiligungsprozessen“ hat daraus vier herausragende Projekte ausgewählt. Im Mittelpunkt: kreative Ideen, die Kinder- und Jugendrechte nach vorne bringen und echte Mitbestimmung ermöglichen.
Folgende Projekte haben den Preis erhalten:
Kreisjugendwerk der AWO Bremerhaven – „Selbstorganisierte Gestaltung des Jugendraums“:
Das Kreisjugendwerk der AWO überzeugte die Jury mit einem von Jugendlichen selbstorganisierten Projekt aus der Jugendverbandsarbeit. Auf Initiative der Jugendgruppe wurde der Gruppenraum neu geplant und umgestaltet, außerdem haben die Jugendlichen auch einen Aufräum- und Putzplan aufgestellt. Nun gibt es für die Jugendgruppe einen gemütlichen Rückzugsort in einem vorher wenig genutzten Raum.
Schule am Leher Markt – „Wahl der Schulsprecherinnen bzw. Schulsprecher“:
Die Schule am Leher Markt konnte die Jury auf Grund der kreativen Durchführung der Wahl der Schulsprecherinnen und Schulsprecher beeindrucken. Die Wahl wurde schulübergreifend vorbereitet und durchgeführt. Es wurde ein Wahlkampf organisiert, Wahlhelferinnen und Wahlhelfer geschult, die Schülerzeitung „Der PappFisch“ (2024 mit dem Kinder- und Jugendrechtepreis ausgezeichnet) berichtete über die Wahl, und im Matheunterricht wurden die Stimmen ausgezählt.
Ein gelungenes Projekt, das zeigt: Auch eine vorgeschriebene Wahl kann unter Beteiligung der Schülerinnen und Schüler durchgeführt werden.
Die Kita wurde von der Jury für ihre besonders kindgerechte Beteiligung ausgezeichnet. Jeden Freitag trifft sich eine Gruppe von Kindern, die über aktuelle Themen der Kita spricht. Dabei können die Kinder selbst entscheiden, wie etwa das Wochenprogramm oder das gemeinsame Frühstück gestaltet werden sollen. Alle Kinder dürfen teilnehmen, die Erwachsenen unterstützen bei der Umsetzung.
Aktionsbündnis Weltkindertag in Grünhöfe – „Kinderrechte sichtbar machen“
Mit einem Sonderpreis würdigt die Jury das langjährige Engagement zahlreicher Einrichtungen im Ortsteil Grünhöfe. In Kitas, Schulen, im Jugendtreff und im Familienzentrum werden Kinder- und Jugendrechte täglich gelebt – unter anderem durch Kinderkonferenzen und Jugendbeteiligung. Der Weltkindertag bildet die sichtbare Spitze dieses kontinuierlichen Prozesses: Einmal im Jahr werden die vielfältigen Beteiligungsprojekte gebündelt und gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Familien öffentlich gemacht. Beim Fest in Grünhöfe kommen mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher zusammen. Dieses starke Netzwerk, das Kinderrechte ganzjährig verankert und am Weltkindertag sichtbar macht, wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.