200 Tage bis 200 Jahre: Bremerhaven startet Countdown ins Jubiläumsjahr

Ab sofort wird rückwärts gezählt. Exakt 200 Tage vor ihrem 200. Geburtstag hat die Stadt Bremerhaven am Freitag, 26. Juni, den offiziellen Countdown zum Jubiläumsjahr 2027 gestartet. Im Deutschen Schifffahrtsmuseum kamen dazu rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft zusammen. Ihre Botschaft: In dieser Stadt steckt mehr Kraft, als mancher glauben mag.

„Unsere Welt, unsere Stadt, wird 200 Jahre alt. Deshalb wird 2027 ein Jahr für alle, denen Bremerhaven nicht egal ist“, lautet die Botschaft von Stadtrat Maximilian Charlet , mit der die Stadtgesellschaft auf das Jubiläum eingestimmt werden soll.

„Bremerhaven hat sich seit 1827 immer wieder neu erfunden. Unsere Geschichte ist geprägt von Mut, Tatkraft und dem Willen, Herausforderungen anzunehmen. Auf diese Geschichte können wir stolz sein. Gleichzeitig wollen wir das Jubiläumsjahr nutzen, um den Blick nach vorne zu richten“, sagt Charlet.

Als „Weltstadt mit Ecken und Waterkant“ positioniert die vom Kreativen Aufbruch entwickelte Marken- und Jubiläumskampagne Bremerhaven selbstbewusst und weltoffen. Deren Bedeutung leitet sich nicht aus ihrer Größe ab, sondern aus ihrer Haltung, ihrer Geschichte und ihren internationalen Verbindungen. „Kantig-ehrlich, wertschätzend, durchhaltefähig und weltoffen, das ist Bremerhaven“, sagt Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, der kommunalen Gesellschaft für Touristik, Veranstaltungen und Stadtmarketing. Bremerhaven ist eine Stadt mit maritimen Wurzeln, industrieller Stärke und globaler Perspektive. „Unsere Geschichte verbindet uns mit allen Kontinenten. Unsere Häfen, unsere Wissenschaft und unsere Wirtschaft tun das bis heute. Genau daraus entsteht unser Selbstverständnis als Weltstadt.“

„Bremerhaven ist uns nicht egal“, sagt Niklas Piatkowski vom Kreativen Aufbruch. Dieser Satz bildet den emotionalen Kern der Kampagne. Er richtet sich an die Menschen der Stadt ebenso wie an ehemalige Bremerhavenerinnen und Bremerhavener, an Unternehmen, Vereine, Fachkräfte, Studierende und alle, die sich mit Bremerhaven verbunden fühlen.

„Das Jubiläum soll nicht nur ein Geburtstag sein. Es soll ein gemeinsames Bekenntnis zu unserer Stadt werden“, sagt Benthe Stolz, die bei der Erlebnis Bremerhaven das Stadtmarketing leitet und damit mit ihrem Team auch das Projekt zum 200. Stadtgeburtstag.

Ab Juli wird das Jubiläum im Stadtbild sichtbar. Mit einer groß angelegten Plakatkampagne beginnt die öffentliche Kommunikation für das Festjahr 2027. Sie rückt eine Stadt in den Mittelpunkt, die selbstbewusst an sich glaubt. Benthe Stolz: „Wir nehmen den Geburtstag zum Anlass zu zeigen, worauf wir stolz sein können und wie viel Kraft in dieser Stadt steckt.“ Das Jubiläum soll ein Bekenntnis zur Stadt werden.

Gerber lädt dazu ein, Mitglied im „Weltclub 200“ zu werden. Der Club soll Menschen, Unternehmen, Vereine und Institutionen zusammenbringen, die das Jubiläum aktiv unterstützen und Teil des Geburtstagsjahres werden möchten. Der eigentliche Geburtstag wird am 11. Januar 2027 mit einem Staatsakt im Bremerhavener Stadttheater gefeiert. An diesem Tag vor dann genau 200 Jahren unterzeichnete Bremens Bürgermeister Johann Smidt den Vertrag mit dem Königreich Hannover, ein Stück Land an der Mündung der Geeste in die Weser zu kaufen –  groß genug, um dort den „Bremer Haven“ zu gründen, den Ursprung der heutigen Stadt Bremerhaven. 

Das Jubiläumsjahr soll vor allem ein Fest von und für Bremerhavenerinnen und Bremerhavener werden. Insgesamt stellt das Land Bremen rund 1,4 Millionen Euro zur Verfügung, um Projekte und Ideen aus der Stadtgesellschaft zu fördern. Mehr als 100 Vorhaben wurden bis jetzt einem eigens eingerichteten Kuratorium vorgestellt – und wer eine Idee hat für das Geburtstagsjahr, kann sie immer noch anmelden und mitmachen. Im September kommt das Gremium ein letztes Mal zusammen, um das Programm für 2027 abzuschließen.

Die eingereichten Ideen spiegeln die Vielfalt der Stadt wider: Sie reichen von Konzerten und Kulturveranstaltungen über Nachbarschaftsfeste und Sportangebote bis hin zu Graffiti-Projekten und maritimen Aktionen auf dem Wasser. „Ziel ist es, dass sich die Stadtgesellschaft ihren Geburtstag selbst gestaltet“, sagt Charlet.

Am 1. Mai 2027 lädt die Stadt Bremerhaven dazu zu einem großen Bürgerfest auf den Konrad-Adenauer-Platz in Geestemünde ein. Vereine, Verbände, Initiativen und Kulturschaffende gestalten gemeinsam ein Fest für die ganze Stadt. Ziel des Jubiläumsjahres ist es, nicht nur auf die vergangenen 200 Jahre zurückzublicken, sondern vor allem die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, die Bremerhaven heute prägen.

Charlet und Gerber präsentierten schließlich ein Ereignis, für das Bremerhaven seit Jahrzehnten steht, das begeistert und mit dem sich die gesamte Bevölkerung identifiziert: Zum 200. Geburtstag der Stadt wird im August 2027 eine „Lütte SAiL“ gefeiert. „Das ist unser Geschenk und soll die Begeisterung für Schiffe, Hafen und Seefahrt erneut in die Stadt tragen“, sagen sie.

200 Jahre nach ihrer Gründung stellt sich Bremerhaven als die größte Stadt an der deutschen Nordseeküste als weltoffener Wissenschaftsstandort, bedeutender Hafen, Kulturstadt und liebenswerter Ort das – und als Stadt, die allen Grund hat, ihren Geburtstag zu feiern, weil sie geprägt ist von Aufbruch, Wandel und Mut, immer wieder neue Wege zu gehen.

200 Jahre Weltstadt Bremerhaven mit Ecken und Kanten. Volle Kraft voraus seit 1827.

www.Bhv-200.de

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Open‑Air‑Filmreihe „Nachtflimmern“: Diese Orte sind dabei

Im vergangenen Jahr waren beim neuen Open-Air-Kino-Format „Nachtflimmern“ alle Veranstaltungen restlos ausgebucht – doch nun kommt die nächste Chance: Ende August startet das „Nachtflimmern“ zum zweiten Mal. Aus rund 28 Vorschlägen wurden vier Orte ausgewählt, die Gastgeber für Bremerhavens ungewöhnlichstes Open‑Air‑Kino werden. Das Programm bleibt noch bis Anfang August geheim, das Motto wird jedoch bereits bekanntgegeben.

Im Frühjahr rief das Kulturamt zur Teilnahme am „Nachtflimmern“ auf: Bürgerinnen und Bürger konnten Orte vorschlagen, an denen die Filmreihe stattfinden soll. Nach großer Resonanz stehen folgende vier Gastorte fest:

Am Freitag, dem 28. August 2026, beginnt das „Nachtflimmern“ auf dem Gelände der Fielax GmbH in der Schleusenstraße, gefolgt von einem Kinoabend unter einem Blätterdach im Weidenschloss im Gesundheitspark Speckenbüttel am Samstag, dem 29. August 2026.

Am Freitag, dem 4. September, und Samstag, dem 5. September 2026, geht es weiter: Das zweite Kinowochenende startet im Bremerhavener Süden bei der Auferstehungsgemeinde Surheide und findet sein Finale auf der Terrasse des Deutschen Auswandererhauses. Die Veranstaltungen sind je nach Ort für etwa 70 bis 200 Gäste geplant.

„Ich freue mich, dass wir wieder so unterschiedliche Orte gewinnen konnten: Wie im vergangenen Jahr sind bereits bekannte Schauplätze dabei, gleichzeitig konnten wir mit der Auferstehungsgemeinde Surheide und der Firma Fielax neue und unerwartete Orte gewinnen. Das Weidenschloss und das Deutsche Auswandererhaus sind natürlich etabliert und ziehen viele Menschen an“, sagt Organisatorin Stefanie Dunkel vom Kulturamt.

Regina Usbeck, Geschäftsführerin der Fielax GmbH, erklärt ihre Motivation: „Wir sind seit fast 25 Jahren in Bremerhaven-Mitte. Wir finden es großartig, dass es so ein Format wie das Nacht-flimmern gibt. 2011 haben wir für unsere Firma einen schönen Standort gefunden und stellen diesen gerne gelegentlich für etwas ganz Anderes zur Verfügung.“

Ähnlich äußert sich der Kirchenvorstand der Auferstehungsgemeinde Surheide: „Wir finden, dass Kirche mehr sein kann – vor allem ein Ort der Begegnung. Was eignet sich da besser als ein gemeinsamer Kinoabend beim Nachtflimmern?“

Auch der Verein Weidenschloss Speckenbüttel e. V. und das Deutsche Auswandererhaus sehen in der Kooperation die Chance, das kulturelle Angebot für die Stadt zu erweitern. Der Vorstand des Weidenschlosses erklärt: „Der Verein möchte das Nachtflimmern nutzen, um dieses einzigartige Naturdenkmal wiederzubeleben und einen kreativen Ort für Begegnung, Kultur und Gemeinschaft in der Region zu schaffen.“ Das Deutsche Auswandererhaus ergänzt dieses Ziel weiter: „Kooperationen wie das Nachtflimmern zeigen, wie viel wir gemeinsam für die Kultur in Bremerhaven bewegen können. Wir freuen uns auf ein großes Publikum, das unsere Terrasse als besondere Kulisse für einen stimmungsvollen Kinoabend unter freiem Himmel erlebt.“

Die Weichen für besondere Kinoabende in Bremerhaven sind damit gestellt. Welche Filme gezeigt werden, bleibt zunächst noch geheim; das Motto wird jedoch verraten: Kurioses Kino – Geschichten, die aus der Reihe tanzen. „Das Publikum darf sich jetzt schon auf ein Programm mit schrägen Figuren, ungewöhnlichen Geschichten und unerwarteten Wendungen freuen“, so Stefanie Dunkel.

Am Dienstag, dem 4. August 2026, wird im Rahmen einer Pressekonferenz das Filmprogramm bekanntgegeben und im Anschluss das Gästeportal für Anmeldungen geöffnet. Weitere Informationen gibt es unter www.bremerhaven.de/de/f.26006.html.

Der Eintritt ist frei.

Das „Nachtflimmern“ wird finanziell von der swb unterstützt.

FFoto: Magistratspressestelle / Rebecca Rademacher

Wolt startet in Bremerhaven: Jetzt liefern auch die Lieblingsrestaurants direkt nach Hause

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Kennt ihr das? Ihr wollt etwas zu essen bestellen, öffnet die üblichen Apps – und es ist immer dasselbe. Döner hier, Bowls da und Pizza, wirklich viel Pizza. Aber manchmal hat man einfach Lust auf etwas richtig Gutes. Einen saftigen Burger von B‑Burger BAR, ein echtes Baguette von Monsieur Crouque, Leckeres von Grosch oder Spezialitäten vom besten Italiener der Stadt, La Piazza. Genau das geht jetzt.

Die lokale Handelsplattform Wolt ist heute in Bremerhaven gestartet und ermöglicht Bestellungen bei fast 50 Partnern aus Gastronomie und Handel. Zum Start sind sowohl lokale Favoriten wie Pizzaria Dolce Vita, Servus, Casper David & Co. als auch bekannte Ketten wie McDonald’s, Loco Chicken und Subway vertreten. Das Angebot soll kontinuierlich erweitert werden. Die Lieferzeit liegt bei rund 35 Minuten, geliefert wird in die Innenstadt, nach Lehe, Geestemünde und bis nach Wulsdorf.

Über die Wolt‑App oder die Webseite können Nutzer Speisen von Restaurants sowie Produkte von Händlern wie dem EDEKA Center Streubel bestellen. Für Gastronomen und Einzelhändlern bietet Wolt eine digitale Verkaufsfläche, um neue Kunden zu erreichen – ohne eigenen Online‑Shop, Bezahlsystem oder Lieferservice.

Zum Start in Bremerhaven kündigt Wolt zudem Vergünstigungen auf Liefergebühren sowie weitere Aktionen und Rabatte an. Neukund:innen erhalten in der ersten Woche bei ausgewählten Partnern beispielsweise zwei Gerichte zum Preis von einem.

Mit „Wolt for Work“ bietet das Unternehmen außerdem einen Service für Firmen an. Unternehmen können ihren Mitarbeitenden künftig bezuschusste Essensbestellungen ermöglichen – etwa für gemeinsame Mittagessen im Büro, die Versorgung im Home‑Office oder für Snacks und Bürobedarf. Die Abrechnung erfolgt zentral über ein festgelegtes Budget mit monatlicher Übersicht und klaren Richtlinien.

Wir haben den neuen Lieferservice heute selbst getestet und bei unserem Stammrestaurant bestellt. Die Lieferung kam pünktlich an, und das Essen hatte die gewohnte Qualität – genauso, wie man es dort erwartet.

Zum Start von Wolt in Bremerhaven, verlosen wir 3 Gutscheine a 30 €! Wer gewinnen möchte, füllt bitte unser Formular aus:

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Nimmst du teil?(erforderlich)

Teilnahme bis Sonntag, 21.06.2026, 15h

Teilnahmebedingungen – Radio Bremerhaven – Wir informieren kostenlos

Mehr Infos: Bremerhaven | Wolt Lieferung | Essen, Restaurants, Supermärkte und Geschäfte | Wolt

Verbindungskanal Alter / Neuer Hafen wird vollständig gesperrt

Der Verbindungskanal zwischen dem Alten und dem Neuen Hafen in Bremerhaven muss aus Sicherheitsgründen bereits ab Montag, den 8. Juni 2026, vollständig gesperrt werden. Sowohl die Fußgänger-, als auch die Fahrzeugbrücke können dann nicht mehr passiert werden. „Die Holzbohrmuschel hat die stützenden Holzpfähle des Kanals so stark beschädigt, dass ihre Standfestigkeit nicht mehr nachweisbar ist. Das hat ein aktuelles Gutachten ergeben“, erklärt Nils Schnorrenberger, Geschäftsführer der BEAN, die Eigentümer des Kanalgrundstückes und der Infrastrukturanlage ist.

„Wir werden eine Ausweichstrecke einrichten, damit die Havenwelten weiterhin zugänglich bleiben“, ergänzt Bürgermeister Torsten Neuhoff. Beide bitten um Verständnis, dass die Maßnahme aus Sicherheitsgründen unvermeidbar ist. „Parallel sind wir dabei, gemeinsam mit Bremen die Finanzierung der Sanierung bzw. Erneuerung auf den Weg zu bringen“, stellen Neuhoff und Schnorrenberger in Aussicht.

Der Verbindungskanal zwischen dem Alten und dem Neuen Hafen in den Havenwelten Bremerhaven wurde 1926/1927 errichtet. Er wurde während des 2. Weltkrieges nicht zerstört und im Rahmen der Kajen und Promenadensanierung des Areals zur Errichtung der Havenwelten Anfang der 2000er Jahre von der Sanierung ausgenommen. Die Brücken über den Verbindungskanal stellen die zentrale Zufahrt zum Parkhaus der Havenwelten, zum Hotel, zum Klimahaus, zum Outlet Center und zum Zoo am Meer dar.

Der Zustand des Verbindungskanals wurde erstmals im Jahr 2016 von der bremenports GmbH als sanierungsbedürftig, aber noch funktionsfähig eingestuft. Im Dezember 2020 wurde im Rahmen einer GRW-Finanzierung (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, Fördermittel des Bundes) die Mittel für die Planungen in Höhe von 490.000 Euro bereitgestellt.

Darüber hinaus wurde Ende 2024 bei Routineuntersuchungen ein starker Bohrmuschelbefall festgestellt, so dass erhebliche Mängel am Tragwerk festgestellt wurden. Für die Durchführung von akuten Sicherungsmaßnahmen wurden deshalb bereits im Rahmen des Senatsbeschlusses vom 11. März 2025 Mittel in Höhe von 320.000 Euro zur Verfügung gestellt. Damals sind Spreizen eingebracht worden, die das weitere Verrutschen der Kaimauern verhindern sollten. Der Verbindungskanal ist seitdem nicht mehr passierbar, so dass der Alte Hafen wasserseitig nicht mehr erreichbar ist. Dies führte unter anderem dazu, dass der Alte Hafen während der Sail 2025 als Liegeplatz nicht zur Verfügung stand.

Anfang 2026 sind die Planungen für die Sanierung durch die BEAN fertiggestellt worden und haben eine Kostenberechnung der Sanierungsmaßnahmen von insg. 32,5 Mio. Euro ergeben, die durch eine Baufachtechnische Zuwendungsprüfung bestätigt wurden.

Oberbürgermeister Melf Grantz hatte bereits Anfang Januar die Senatskanzlei, das Finanz- und das Wirtschaftsressort auf die Dringlichkeit und Notwendigkeit der Maßnahmen in einem entsprechenden Schreiben hingewiesen und die Bereitstellung von Landes-LuKIFG Geldern vorgeschlagen. Dabei soll das Land 80 Prozent der Kosten tragen, die Stadt 20 Prozent.

Mit E-Mail vom 30. April 2026 hat BEAN-Geschäftsführer Schnorrenberger sich an die Senatskanzlei und das Wirtschaftsressort gewendet und die zugespitzte Gefahrensituation, die Möglichkeit der Sperrung der Brücken über den Kanal und die Dringlichkeit der Finanzierung durch das Land dargestellt.

„Wir haben unseren Anteil in Höhe von 6,5 Millionen Euro mit dem Magistratsbeschluss am 3. Mai abgesichert. Jetzt sind wir zuversichtlich, dass auch das Land den Beschluss zeitnah herbeiführen wird. Allen Beteiligten ist klar, wie dringlich der Finanzierungsbedarf ist“, so Neuhoff. Im Magistratsbeschluss ist der BEAN deshalb auch eine Ausnahmegenehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt worden, so dass ein Zeitverzug für die weiterführenden Planungen vermieden wurde.

„Mit dem neuesten Gutachten von Ende Mai, bei dem noch einmal alle Holzpfähle betaucht und untersucht wurden, hat sich die Situation jetzt noch einmal verschärft“, erklärt Schnorrenberger. Im Ergebnis ist der Holzabbau weiter fortgeschritten, so dass kein Holzpfahl mehr als 10 cm Durchmesser vorweisen kann. Der extreme Rückgang des Holzdurchmessers war insbesondere kurz über dem Gewässerboden festzustellen. „Das beauftragte Planungsbüro Binnewies aus Hamburg hat jetzt die die Standfestigkeit des Bauwerks auf der Grundlage des Restquerschnitts von 10 cm (im Vergleich zu 20 cm aus Beprobungen in 2024 und 2025) nachgerechnet mit dem Ergebnis, dass die Standfestigkeit nicht mehr nachgewiesen werden kann“, erklärt Schnorrenberger.

Aus Sicherheitsgründen müssen beide Brücken deshalb ab Montag, den 8. Juni 2026, gesperrt werden. Gemeinsam mit der Bremerhavener Verkehrsbehörde ist eine Umleitung über die Van-Ronzelen-Straße abgestimmt worden. Die Verkehrsführung führt zunächst in beide Richtungen ab der Van-Ronzelen-Straße am Deutschen Schifffahrtsmuseum, dem Mein Outlet und dem Klimahaus vorbei (siehe Plan). Weiter wird geprüft, ob und wie eine Querung des Hafenbeckens des Alten oder Neuen Hafens durch eine Behelfsbrücke oder Schwimmpontons für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie gegebenenfalls Radfahrerinnen und Radfahrer ermöglicht werden kann. Diese Maßnahme soll schnellstmöglich in Angriff genommen werden.

„Uns ist bewusst, dass das insbesondere für die touristischen Einrichtungen in den Havenwelten zu Beginn der Hauptsaison eine große Herausforderung darstellt. Alle Einrichtungen sind im Vorfeld durch den Geschäftsführer der BEAN im Rahmen einer gemeinsamen Informationsveranstaltung persönlich informiert worden. Wir können deshalb nur noch einmal um Verständnis werben und stehen natürlich jederzeit für Fragen zur Verfügung“, so Schnorrenberger und Neuhoff.

Die Erneuerung der Gründung im Bestand unter denkmalgeschützten Gebäuden und Anlagen erfordert eine gewissenhafte Planung und maximale Transparenz zwischen Planung und Bauausführung. Darum hat sich die BEAN für eine IPA (Integrierte Projektabwicklung) entschieden, vergleichbar zu den Schulneubauten. Die Auswahlgespräche mit den Bietern finden aktuell bereits statt. Im Januar 2027 wird dann die ausgearbeitete Umsetzungsplanung mit dem Zielpreis erwartet. Die Bereitstellung der erforderlichen Mittel vorausgesetzt, könnte dann unverzüglich die Umsetzung der Baumaßnahme erfolgen, für die eine Zeitdauer von zwei Jahren angesetzt ist. Angestrebt ist, den Verkehr über die beiden Brücken aber bereits vor Abschluss der gesamten Baumaßnahme wieder fließen zu lassen.

Hitzeaktionstag am 11. Juni 2026: Informationen und praktische Tipps zum Schutz vor Hitze

Stephanie Johannsen vom Gesundheitsamt Bremerhaven (links) und Rieke Kupfer, Gesundheitsfachkraft im Quartier, werben für den Hitzeaktionstag 2026 im Seniorentreffpunkt Altbürgerhaus. Foto: Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Am Donnerstag, 11. Juni 2026, findet der bundesweite Hitzeaktionstag statt. Auch Bremerhaven beteiligt sich daran und informiert über gesundheitliche Risiken durch hohe Temperaturen sowie über geeignete Schutzmaßnahmen.

Heiße Tage und längere Hitzeperioden nehmen infolge des Klimawandels zu. Hohe Temperaturen können insbesondere für ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen, Säuglinge, Schwangere und Kinder zur Belastung werden. Auch Wohn- und Arbeitsbedingungen sowie fehlende kühle Rückzugsorte können das Risiko erhöhen.

Stadträtin Andrea Toense, Dezernentin für Gesundheit, Umwelt und Klima, betont die Bedeutung frühzeitiger Aufklärung über gesundheitliche Risiken und Schutzmöglichkeiten.

Zum Hitzeaktionstag bieten die Gesundheitsfachkräfte im Quartier der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Bremerhaven eine Informationsaktion an. Sie findet am Donnerstag, 11. Juni 2026, von 9.00 bis 12.00 Uhr im Seniorentreffpunkt Altbürgerhaus im Stadtpark Lehe statt. Besucherinnen und Besucher erhalten dort praktische Hinweise zum Schutz vor Hitze – sowohl für sich selbst als auch für Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn oder betreute Personen.

Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören unter anderem ausreichendes Trinken, das Vermeiden körperlicher Anstrengung während der heißesten Tageszeit, das Kühlen von Wohnräumen sowie besondere Aufmerksamkeit gegenüber gefährdeten Personen.

Weitere Informationen zum Umgang mit Hitze bietet der Hitzeknigge der Stadt Bremerhaven: https://radiobremerhaven.com/wp-content/uploads/2026/06/hitzeknigge-2024_final.pdf

Stadt honoriert Gewinner des vierten Bremerhavener Sanierungspreises ALTwieNEU

Am Donnerstag, den 4. Juni 2026, hat die Stadt Bremerhaven die Gewinnerinnen und Gewinner des vierten Bremerhavener Sanierungspreises ALTwieNEU geehrt. Stadtrat Maximilian Charlet, Dezernent für den Bereich Bau, übergab die Urkunden und eröffnete die Ausstellung zu den Sanierungsprojekten im Foyer des Technischen Rathauses an der Fährstraße.

„Ich bin begeistert von den vielseitigen Bewerbungen und der Kreativität, die die Saniererinnen und Sanierer bei der Modernisierung ihrer Immobilien einfließen ließen“, sagte Stadtrat Charlet. „Mit diesem Wettbewerb bringen wir zum Ausdruck, welch hohen Stellenwert die Altbausanierung für unsere Stadt besitzt. Wer einen Altbau sensibel modernisiert, bewahrt nicht nur kulturelles Erbe, sondern leistet zugleich einen aktiven Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen“, so Charlet.

Den ersten Platz vergab die Jury gleich zweimal: Sowohl Umbau und Aufstockung eines Bunkers aus dem Jahr 1943 als auch die denkmalgerechte Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses aus dem Jahr 1892 begeisterte die Jury gleichermaßen.

Zum Umbau/Aufstockung des Bunkers Am Leher Tor 8 befand die Jury, dass aus einem ungenutzten Hochbunker durch eine zweigeschossige Aufstockung ein skulptural wirkender Solitär geschaffen wurde. Im Bunker wurden Fensteröffnungen hergestellt und neben der Haustechnik auch ein Atelier untergebracht. Der Neubau wurde auf die Grundfläche der ehemaligen Bunkeranlage aufgesetzt und mit vielfältigen Energieerzeugungs- und Energiesparmaßnahmen ausgeführt. Durch den Anbau eines Aufzugs wurde Barrierefreiheit geschaffen. Der Hochbunker ist trotz Umbau als solcher innen und außen noch klar ablesbar und vom Bestand abgesetzt. Die Jury sieht in diesem Objekt ein gelungenes Beispiel dafür, wie aus einem leerstehenden schwierigen Zweckbau mit viel Engagement und qualitätsvoller Bauwerksgestaltung ein Wohngebäude mit hohem Wiedererkennungswert wird. Die Bauleute Britta Plönges und Klaus Kanngeter freuten sich sichtlich über den verdienten ersten Platz.

Das denkmalgeschützte Mehrfamilienhaus an der Potsdamer Straße 1 wurde umfassend denkmalgerecht saniert und mit zwei Anbauten versehen. Beim zweigeschossigen Anbau des Wintergartens wurde laut Jury die Formensprache der Fassade des Haupthauses weitergeführt und der Technikanbau in Holzrahmenbauweise vom Bestand und der ersten Erweiterung gestalterisch abgesetzt. Durch den Einbau eines Aufzuges werden die Obergeschosse barrierefrei erschlossen. Eine Innendämmung bzw. technische und konstruktive Änderungen passen das Gebäude an die heutigen energetischen und gestalterischen Anforderungen an. Auch hier ist sich die Jury einig, dass das Projekt auf vorbildliche Weise zeigt, wie dies auch durch sensiblen Umgang mit dem Bestand, bei dem der Charakter des Hauses erhalten bleibt, gelingen kann. Die Bauleute Susanne Suffrian-Rehrbehn und Dieter Rehrbehn freuten sich über den Erfolg bei diesem Wettbewerb und den damit verbundenen ersten Platz.

Den dritten Preis erhielt eine Stadtvilla aus den 1930er Jahren in der Hohenstaufenstraße 22 als ein gelungenes Beispiel dafür, wie durch geringe bauliche Eingriffe ein Bestandsgebäude an die aktuellen Lebenszyklen der Bewohnerinnen und Bewohner angepasst werden kann und gleichzeitig durch qualitätsvolle Einbauten eine moderne Gestaltung geschaffen wird. Für drei junge Paare ließ sich der Wunsch nach einem gemeinschaftlichen Wohnen auf drei Ebenen realisieren.

Neben der Kategorie „Ein-/Mehrfamilienhäuser“ gab es die Möglichkeit, sich mit einem „Sonderbau“ zu bewerben. Das „findus“ bewarb sich mit der sanierten Immobilie in der Bürgermeister-Smidt-Straße 218 als Café und Backstube und erhielt eine Anerkennung. Nach einem Leerstand von über zehn Jahren wurden zwei Gewerbeeinheiten zusammengelegt und wiederbelebt. Die Jury erkennt die Veränderung hin zu einer individuell erleb- und erkennbaren flexiblen Gewerbeeinheit an, bei welcher das Café in das Viertel ausstrahlt und als Vorbild dienen kann, wie ressourcenschonend und mit geringen konstruktiven Veränderungen ein lebendiger moderner Treffpunkt entsteht.

Die Jury – bestehend aus Oberbürgermeister, Baudezernent, Vertretenden des Bauordnungsamtes und des Stadtplanungsamtes sowie der Architektenkammer Bremen, der Kreishandwerkerschaft und des Bremer Energie-Konsens – legte bei Ihrer Entscheidung die folgenden Kriterien zu Grunde:

  • Qualitätsvolle Bauwerkgestaltung
  • Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz
  • Zeitgemäße Gestaltung der Wohnungsgrundrisse / Anpassung an Lebenszyklen
  • Funktionalität / Barrierefreiheit
  • Energetische Aspekte

Alle elf Projekte, die in die Endrunde des Wettbewerbs gekommen sind, präsentieren sich in einer Ausstellung im Foyer des Technischen Rathauses (Fährstraße 20), die während der Öffnungszeiten bis zum 3. Juli 2026 besucht werden kann. Während der Langen Nacht der Kultur am Samstag, den 13. Juni 2026, haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich die Ausstellung von 18.00 bis 22.00 Uhr anzuschauen.

Das Bürgerbüro Altbauten organisierte die Vergabe des Bremerhavener Sanierungspreises ALTwieNEU. Als zentrale Anlaufstelle für all diejenigen, die Altbauten in der Stadt Bremerhaven besitzen oder erwerben möchten, bietet das Bürgerbüro Altbauten Hilfe an. Es vermittelt die notwendigen Kontakte, wenn es um Fragen von Fördermöglichkeiten oder Maßnahmen zur Energieeinsparung geht. Das Bürgerbüro Altbauten ist unter der Telefonnummer 590-3204 zu erreichen.

Auf der Internetseite des Bürgerbüros Altbauten (www.buergerbuero-altbauten.de) sind alle Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern des vierten Bremerhavener Sanierungspreises ALTwieNEU dargestellt. Eine Broschüre zum Bremerhavener Sanierungspreis 2026 steht als Download bereit. In Papierform ist diese Broschüre im Technischen Rathaus erhältlich.

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Die Kinderrechteflagge steht künftig als sichtbares Zeichen für die Rechte von Kindern und Jugendlichen. Foto: Amt für Jugend, Familie und Frauen / Kara Winkler

Mit einer gemeinsamen Feier am Dienstleistungszentrum Grünhöfe (DLZ) wurde am Dienstag, dem 12. Mai 2026, erstmals offiziell die Kinderrechteflagge für den Ortsteil übergeben. Rund 40 Kinder aus verschiedenen Einrichtungen in Grünhöfe nahmen gemeinsam mit Fachkräften, Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie zahlreichen Gästen an der Veranstaltung teil.

Die Flagge steht künftig als sichtbares Zeichen für die Rechte von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil. Überreicht wurde sie im Rahmen des Engagements des Aktionsbündnisses „Weltkindertag in Grünhöfe“, das sich seit 2018 für Kinderrechte, Beteiligung und Mitbestimmung im Ortsteil einsetzt.

Bei der Übergabe machten Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren und Martin Günthner, Dezernent für Soziales, Arbeit, Jugend, Familie und Frauen, deutlich, dass Kinderrechte nicht nur an besonderen Aktionstagen eine Rolle spielen dürfen, sondern im Alltag von Politik, Verwaltung und Gesellschaft verankert werden müssen.

Stadtverordnetenvorsteher von Haaren würdigte insbesondere das große Engagement der Kinder und der beteiligten Einrichtungen. Die Flagge sei ein sichtbares Gemeinschaftswerk aus dem Stadtteil: Über 7.000 Kinder hatten sich im Rahmen der vergangenen Weltkindertage mit dem Thema Kinderrechte beschäftigt und eigene Beiträge zur Gestaltung eingebracht.

Stadtrat Günthner betonte, dass die Flagge nicht nur ein Symbol sei, sondern auch ein Auftrag. Kinderrechte umfassten unter anderem Schutz, Förderung, Bildung und Beteiligung. Sie müssten in kommunalen Entscheidungen mitgedacht und im Alltag konkret umgesetzt werden.

Die Kinderrechteflagge macht dieses Engagement sichtbar: Aus zahlreichen kleinen Leinwänden, die von Kindern aus dem Ortsteil gestaltet wurden, entstand ein großes Mosaik, das nun auf der Flagge zu sehen ist.

Zusätzlich konnten sich Besucherinnen und Besucher vor Ort eine kleine Ausstellung mit Broschüren und Materialien der vergangenen Weltkindertage seit 2018 anschauen. Die Ausstellung zeigte, wie sich das Engagement für Kinderrechte und Beteiligung im Ortsteil in den vergangenen Jahren entwickelt hat und welche vielfältigen Aktionen gemeinsam umgesetzt wurden.

Das Aktionsbündnis „Weltkindertag in Grünhöfe“ besteht aus zahlreichen Einrichtungen und Partnern im Ortsteil. Dazu gehören unter anderem die im Dienstleistungszentrum Grünhöfe ansässigen Einrichtungen der Jugendförderung Bremerhaven, der Kinder- und Jugendbeauftragte, verschiedene Kitas und Schulen, das Familienzentrum Braunstraße, die Stadtbibliothek sowie der Kinderschutzbund Bremerhaven. Alle genannten Einrichtungen und Partner sind aktive Teile des Bündnisses und setzen sich gemeinsam dafür ein, Kinderrechte im Alltag sichtbar zu machen und Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen zu stärken.

Die Kinderrechteflagge soll künftig jedes Jahr rund um den Weltkindertag in Grünhöfe gehisst werden und dauerhaft an die Bedeutung von Schutz, Förderung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen erinnern.

Quelle: Magistrat Bremerhaven

Investor zieht sich aus Projekt „Wulsdorfer Mitte“ zurück

Radio Bremerhaven Archivfoto

Die Stadt Bremerhaven reagiert enttäuscht auf den Rückzug der Dieckell-Gruppe aus dem Projekt „Wulsdorfer Mitte“. Das Unternehmen will die Planungen wegen stark gestiegener Bau- und Finanzierungskosten nicht selbst umsetzen und sucht stattdessen einen neuen Investor.

Baudezernent Maximilian Charlet sprach von einem „herben Rückschlag“ – sowohl für den Stadtteil Wulsdorf als auch für die Stadtverwaltung und die beteiligten Beschäftigten. Besonders bedauerlich sei die Entscheidung, weil nach Angaben der Stadt innerhalb weniger Wochen alle noch offenen Punkte des seit mehr als zehn Jahren laufenden Verfahrens abgeschlossen werden sollten.

Nach Darstellung der Stadt lagen bereits 2023 ein gültiger Bebauungsplan sowie eine Baugenehmigung vor. Die Dieckell-Gruppe habe sich jedoch entschieden, das Projekt 2024 neu zu planen. Dadurch seien weitere Anpassungen notwendig geworden, darunter Änderungen am Bebauungsplan, neue Gebäudeanordnungen, mehr Wohnungen und der Verzicht auf eine Tiefgarage.

Laut Charlet sollten die überarbeiteten Planungen sowie die notwendigen Beschlüsse noch im Juni durch die städtischen Gremien behandelt werden. Die Verwaltung habe das Projekt priorisiert und die Verfahren in vergleichsweise kurzer Zeit bearbeitet.

Trotz des Rückzugs sieht die Stadt weiterhin gute Entwicklungschancen für die „Wulsdorfer Mitte“. Das Vorhaben gilt als eines der wichtigsten städtebaulichen Projekte im Stadtteil. Geplant sind neue Wohn- und Geschäftsflächen sowie eine Neuordnung der Verkehrsführung rund um die Weserstraße.

Nach Angaben der Stadt bleiben auch die vorgesehenen Einzelhändler grundsätzlich am Standort interessiert. Deshalb soll der geänderte Bebauungsplan trotz des Investorenausstiegs beschlossen werden, um einem möglichen Nachfolger ein weitgehend vorbereitetes Projekt übergeben zu können.

Die Stadt hatte seit 2015 umfangreiche Vorarbeiten geleistet. Dazu zählen unter anderem Grundstücksankäufe, Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen, Leitungsverlegungen, Abrissarbeiten sowie die Vorbereitung des Umbaus der Kreuzung Weserstraße/Lindenallee. Diese gilt derzeit weiterhin als Baustelle. Ziel sei es nun, die Verkehrssituation möglichst schnell zu verbessern und eine langfristige Perspektive für Wulsdorf zu schaffen.

Quelle: Magistrat Bremerhaven

Magistrat schafft Quartiersbildungszentrum für Frühe Hilfen

So soll das Quartiersbildungszentrum Frühe Hilfe an der Friedrich-Ebert-Straße 48-50 aussehen. Visualisierung: AK Architekten

Der Magistrat hat in seiner Sitzung am Mittwoch, dem 20. Mai 2026 beschlossen, in Geestemünde an der Friedrich-Ebert-Straße 48-50 ein Quartiersbildungszentrum für Frühe Hilfen zu schaffen. Dort sollen unter anderem ein Hebammenzentrum, Angebote des Gesundheitsamtes, die Erziehungsberatungsstelle, und ein Angebot der Kindertagesbetreuung sowie weitere Beratungsangebote für werdende Mütter und deren Familien angesiedelt werden.

„Das Quartiersbildungszentrum für Frühe Hilfen in Geestemünde soll – ähnlich wie das in der Goethestraße – eine niedrigschwellige Anlaufstelle für junge Familien im Stadtsüden werden. Wenn ein Baby auf die Welt kommt, verändert das den Alltag sehr, es entstehen viele Fragen und eventuell auch Herausforderungen. Die Angebote der Frühen Hilfen sollen den Kindern einen guten Start ins Leben ermöglichen“, erklärt Stadtrat Günthner, Dezernent für Soziales, Arbeit, Jugend, Familie und Frauen. In dem Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße, das der Stäwog gehört, ist bereits ein Angebot der Kindertagesbetreuung geplant gewesen. Der Magistrat hat in seiner Sitzung beschlossen, dass auch der übrige Teil des Gebäudes von verschiedenen Teilen des Amtes für Jugend, Familie und Frauen genutzt werden soll. „Geplant ist, dass die Erziehungsberatungsstelle mit in das Quartiersbildungszentrum einzieht, ebenso wie die Netzwerkkoordination und die Fachberatung Frühe Hilfen sowie die Gesundheitsberatung, die Schwangerschaftsberatung und als neues Angebot die Babylots:innen“, erklärt Günthner. Auch externe Partner hätten die Möglichkeit, noch freie Räume im Gebäude zu nutzen, so der Stadtrat. Koordiniert wird das Quartiersbildungszentrum ebenfalls vom Amt für Jugend, Familie und Frauen. Angemietet werden soll das Gebäude von der Stäwog für einen Zeitraum von 30 Jahren. Die Finanzierung erfolgt über die Haushalte der beteiligten Dezernate.

Bürgermeister Torsten Neuhoff begrüßt die „Polarstern“

Bremerhavens Bürgermeister Torsten Neuhoff hat am Freitag, dem 15. Mai 2026 das Forschungsschiff „Polarstern“ des Alfred-Wegener-Institutes im Heimathafen Bremerhaven begrüßt. An Bord war auch die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, die sich in das goldene Buch der Stadt Bremerhaven eintrug.

Das Forschungsschiff des Alfred-Wegener-Instituts war zuletzt in der Antarktis unterwegs und kehrte am Freitag nach 183 Tagen auf See nach Bremerhaven zurück, bevor es in die Werft geht. „Die Polarstern steht für wissenschaftliche Exzellenz und internationale Zusammenarbeit. Die aktuelle Expedition hat erneut gezeigt, wie unverzichtbar Forschung für unser Verständnis der globalen Veränderungen ist. Die Erkenntnisse über den dramatischen Rückgang des antarktischen Meereises machen deutlich: Die Folgen des Klimawandels sind keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Sie sind Realität. Umso wichtiger ist die Forschung darüber und ich bin froh, dass Bremerhaven der Ort ist, an dem Sie, liebe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich damit auseinandersetzen“, sagte Neuhoff bei der kurzen Begrüßungszeremonie an Bord.

Ebenso dankte der Bürgermeister der Bundesministerin für ihre Würdigung der Polarstern: „Dass Sie sich heute in das Goldene Buch der Stadt eintragen, ist ein Zeichen der Anerkennung für den Wissenschaftsstandort Bremerhaven, für die Arbeit des AWI und für all jene, die mit ihrer Forschung helfen, die großen Herausforderungen unserer Zeit besser zu verstehen.“