Mit einer festlichen Eröffnungsfeier ist am Donnerstag, dem 7. August 2025, der kirchPARK, die neue Parkanlage hinter der Großen Kirche, offiziell eingeweiht worden.

Gruppenfoto von vier Personen vor einem Schild des kirchPARK, umgeben von einer frisch gestalteten Parklandschaft mit Bepflanzungen und modernen Sitzgelegenheiten.
©Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Oberbürgermeister Melf Grantz eröffnete gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die neue grüne Oase im Herzen der Stadt.

Nach dem offiziellen Teil wurde der kirchPARK mit einem bunten Rahmenprogramm – unter anderem Kinderschminken und Mitmachaktionen – für die Allgemeinheit geöffnet. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit und nahmen den neu gestalteten Park in Augenschein.

Der Oberbürgermeister zeigte sich begeistert über das Ergebnis der monatelangen Umgestaltung, die sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen geblieben war: „Der kirchPARK zeigt, wie wir städtischen Raum neu denken und lebenswert gestalten können. Mit dieser grünen Oase schaffen wir ein attraktives Stück Lebensqualität mitten in unserer Innenstadt – für Familien, für Erholungssuchende, für alle Generationen. Es ist ein Ort der Begegnung, der Natur und der Zukunft.“ Grantz bezeichnete den kirchPARK als „Vorgeschmack“ auf das, was mit dem Bau des NOVO auf dem ehemaligen Karstadt-Areal in unmittelbarer Nachbarschaft entstehen werde: „Wir entwickeln unsere Innenstadt nach und nach zu einem Anziehungspunkt für alle Menschen, und damit natürlich auch zu einem attraktiven Standort für den Einzelhandel.“

Verantwortlich für die Planung und Umsetzung der neuen Park- und Spielanlage war Landschaftsarchitekt Markus Lüsse vom Gartenbauamt. Das Ergebnis seiner Arbeit verbindet moderne Stadtentwicklung mit ökologischer Aufwertung: Entsiegelte Flächen, vielfältige Bepflanzungen und neue Baumstandorte tragen zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Gleichzeitig laden kreative Spiel- und Bewegungsangebote sowie gemütliche Aufenthaltsbereiche zum Verweilen ein.

Neugestalteter kirchPARK mit Spielplatz, blauen Spielgeräten und grüner Landschaftsgestaltung in der Innenstadt.
Blick auf den neuen kirchPARK in der Innenstadt im August 2025 kurz vor der Eröffnung. ©Magistratspressestelle / Arnd Hartmann

Ein Höhepunkt für viele Kinder war bereits am Eröffnungstag der neue Spielplatz mit dem blauen Fisch als zentrales Element – ein farbenfroher und fantasievoller Spielbereich, der großen Anklang fand. Stadträtin Mandy Kathe-Heppner, Dezernentin für das Gartenbauamt, unterstrich den besonderen Charakter des Projekts: „Der Spielplatz mit dem blauen Fisch als zentrales Gestaltungselement ist ein echter Hingucker und wird schnell zum Lieblingsort vieler Kinder werden. Uns war wichtig, einen inklusiven, kreativen und naturnahen Raum für Spiel und Bewegung zu schaffen – ein Treffpunkt für Jung und Alt.“

Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) umgesetzt. Viele der heutigen Parkelemente gehen auf Vorschläge aus einem vorangegangenen Bürgerbeteiligungsprozess zurück – ein weiteres Zeichen dafür, wie gemeinschaftliche Stadtentwicklung in Bremerhaven gelingt.

Am Rande des Parks wird es in Zukunft auch eine moderne Mobilitätsstation an der Ecke Prager Straße/Mühlenstraße geben. Diese umfasst u. a. abschließbare Fahrradboxen, eine Reparaturstation, Schließfächer sowie vier Car-Sharing-Stellplätze – ein zukunftsweisender Baustein nachhaltiger Mobilität in der Innenstadt. Stadtrat Maximilian Charlet, Dezernent für den Baubereich und das Stadtplanungsamt, teilte mit, dass der Planungsprozess für die Mobilitätsstation an der Großen Kirche abgeschlossen sei: „Das Bauordnungsamt hat gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt und dem Amt für Straßen- und Brückenbau eine optimierte Variante für eine Mobilitätsstation erarbeitet. Entwickelt wurde ein modulares Baukastensystem, so dass die Station an zukünftigen Bedürfnissen angepasst und ebenfalls an anderen Standorten umgesetzt werden kann. Durch eine schnelle Vor-Ort-Montage der vorgefertigten Elemente können wir die Belastung, die eine Baustelle mit sich bringt, sehr gering halten“, so Charlet. Es sei beabsichtigt, die Mobilitätsstation zum Start der Fahrradsaison 2026 in Betrieb nehmen zu können.

Mit der Eröffnung des kirchPARK stehen ab sofort auch die Parkplätze hinter der Großen Kirche wieder zur Verfügung, nachdem die Fläche während der achtmonatigen Bauzeit als Materiallager diente.

Kampagne wirbt für Bremerhaven-Besuch

Aktion lädt zum Wiederentdecken der Attraktionen nach der SAiL ein

Nach dem maritimen Großereignis der SAiL Bremerhaven 2025 geht das Erlebnis in der Seestadt nahtlos weiter: Mit der Kampagne „Komm mal wieder – Vier Häuser, ein Erlebnis“ laden die Attraktionen in der Innenstadt Einheimische und Gäste dazu ein, die faszinierende Vielfalt Bremerhavens neu zu entdecken – und das weit über die SAiL hinaus.

Ermäßigung beim nächsten Besuch

Rund 1,2 Millionen Gäste werden zur SAiL vom 13. bis 17. August in Bremerhaven erwartet – ein idealer Rahmen, um die sogenannten Leuchttürme rund um den Alten und Neuen Hafen ins Rampenlicht zu rücken. Im Zentrum der Aktion stehen Postkarten, gestaltet von Greta Bukowski, die in Hotels ausgelegt und während der SAiL aktiv verteilt werden. Ein besonderes Extra macht die Aktion noch interessanter: Wer den abtrennbaren Rabatt-Schnipsel der Postkarte aufbewahrt, erhält 20 Prozent Ermäßigung beim Besuch der vier beteiligten Einrichtungen – und zwar ab 1. September bis Ende März 2026. So wird der Sommerbesuch der SAiL zur Einladung für einen weiteren Aufenthalt im Winter.

Begleitet wird die Kampagne durch eine gezielte Social-Media- und Pressearbeit, die Lust macht auf Entdeckungen in der eigenen Stadt oder beim nächsten Aufenthalt in Bremerhaven. Die vier Erlebnisorte im Überblick:

  • Deutsches Schifffahrtsmuseum – Seefahrtsgeschichte multimedial, interaktiv und wissenschaftlich fundiert erleben.
  • Deutsches Auswandererhaus – bewegende Auswanderungsgeschichten hautnah und emotional nachempfinden.
  • Klimahaus Bremerhaven – auf Weltreise entlang des achten Längengrads durch Klimazonen, Kulturen und Kontinente.
  • Zoo am Meer – tierische Begegnungen mit Eisbären, Robben & Co. direkt an der Nordseeküste.

Projektleiterin Sonja Riegert sagt: „Mit dem Motto ‚Komm mal wieder‘ sprechen wir nicht nur ehemalige Gäste an, sondern laden auch neue Besucher:innen herzlich ein, die vier Häuser kennenzulernen. Unsere Havenwelten stehen für ganzjährige Erlebnisse, die bleiben – weit über die SAiL hinaus.“

Weitere Informationen zur Kampagne:
www.bremerhaven.de/komm-mal-wieder

Auf der Zielgeraden: Das Tall Ships Race ist im Hafen von Esbjerg in Dänemark zu Ende gegangen. Von dort nehmen die schönsten Schiffe am Sonnabend Kurs auf die SAiL Bremerhaven 2025.

Das internationale Windjammerfestival startet am Mittwoch, 13. August, auf der Weser mit der großen Einlaufparade SAiL-In, zu der sich annähernd 60 Großsegler angemeldet haben. Die „Gorch Fock“ mit dem Bundespräsidenten an Bord wird die gemeinsam einlaufenden Schiffe in Empfang nehmen und nach Bremerhaven geleiten. Insgesamt werden mehr als 100 teilnehmende Schiffe für die Parade erwartet.

250 große und kleine Schiffe werden erwartet

Die Regattaserie ist in Esbjerg als fünften Hafen der STI-Rennen zu Ende gegangen, zuvor waren seit Anfang Juli Le Havre, Dünkirchen, Aberdeen und Kristiansand Stationen. Nach dem Ende der Wettbewerbe geht es für die größten Segler weiter nach Bremerhaven, wo sie auf zahlreiche andere Schiffe treffen, die den direkten Weg zur SAiL genommen haben. Insgesamt werden vom 13. bis 17. August in Bremerhaven rund 250 große und kleine Schiffe festmachen.

Segler liegen bereits im Hafen

Ein Sturm hat auf der letzten Regatta-Etappe von Norwegen nach Dänemark noch dafür gesorgt, den Kurs zu ändern und die Flotte beinahe zwei Tage früher als geplant in den Hafen zu bringen. Schon seit Montag liegen die Segler in Esbjerg. Aber erst ab heute dürfen die Besucher dort das Volksfest besuchen. Vorher blieb der Hafen geschlossen, weil der Aufbau noch nicht abgeschlossen war.

Von Dänemark machen sich auf den Weg nach Bremerhaven: Die „Alexander von Humboldt II“, „Union“, „Capitan Miranda“, „Dar Mlodziezy“, „Sagres II“, „Shabab Oman II“, „Thalassa“, „Corsaro II“, „Urania“, „Esprit“, „Milpat“ und „Pascual Flores“

Künstler Jens Carstensen erweckt den vergessenen Klang der Stadt zu neuem Leben

Mit einem Typhon-Konzert wird bei der SAiL Bremerhaven 2025 der zunehmend in Vergessenheit geratene Sound der Stadt zu neuem Leben erweckt. Schiffshörner haben dem Klangraum der Seestadt über Jahrzehnte hinweg eine unverwechselbare Atmosphäre verliehen. Mit einer einzigartigen Klanginstallation lässt der Bremerhavener Musiker und Künstler Jens Carstensen diese Zeit von einem 12 Meter hohen Turmgerüst auf der südlichen Geestemole wieder aufleben.

Carstensen ist Experte für Stadtklänge und ungewöhnliche Konzerte an noch ungewöhnlicheren Orten. In diesem Fall greift er auf Aufnahmen zurück, die er in den Jahren 2004 und 2005 gesammelt hat. Mehr als 100 Schiffe haben ihre Typhone seinerzeit extra für die Aufnahmen erklingen lassen. Darunter so legendäre Schiffe wie die „Queen Elizabeth II“, die alte „Europa“ und die „Maxim Gorki“. Aber auch jede Menge Handels- und Behördenschiffe. In einem Klangarchiv wurden diese Aufnahmen nach Reedereien und Schiffsgrößen gespeichert. Jetzt dienen sie als Material für eine mehrstimmig orchestrierte Komposition.

Diese Klänge gehören zu Bremerhaven

„Schiffshörner funktionieren in erster Linie ja nicht nach harmonischen musikalischen Gesetzen“, sagt Carstensen. „Sie folgen einer technischen Logik.“ Dieses Spiel mit Klängen, die nicht in eine Tonleiter passen, sie aufzunehmen und klanglich zu gestalten, sei für ihn eine spannende Herausforderung gewesen.  „Für mich hat diese Klangwelt etwas Spezifisches, das ich nur in Bremerhaven finden kann.“

Der Morsecode ist bis heute gebräuchlich

Strukturiert werden die Kompositionen, die während der SAiL vom 13. bis 17. August täglich zwischen 11 und 22 Uhr erklingen, auf Grundlage des bis heute in der Seefahrt gebräuchlichen Morsecodes. Es handelt sich dabei um ein Verfahren zur Übermittlung von Buchstaben und Zeichen, das auf den Symbolen Punkt, Strich und Pause basiert. Das wohl berühmteste Morsezeichen („Kurz, kurz, kurz – lang, lang, lang – kurz, kurz, kurz“) steht für das SOS in der Seefahrt.  Es lassen sich damit aber auch Worte und ganze Sätze bilden.

Schiffshörner morsen kleine Botschaften

Die Schiffshörner sind in diesem Fall also die Lautgeber für kleine Botschaften, die Seefahrer aus aller Welt in der Stadt hinterlassen haben. Carstensen hat dafür die Gästebücher der Bremerhavener Seemannsmission über einen Zeitraum von zehn Jahren durchforstet und Einträge in zumeist englischer Sprache gefunden, die weit über reine Danksagungen hinausgehen.  Ein Beispiel in der Übersetzung: „Nur ein kleiner Moment der Stille, um darüber nachzudenken, wofür wir in der Welt sind“. Oder: „Wenn du keine Risiken eingehst, kannst du die Zukunft nicht gestalten“. Und schließlich: „Bleib menschlich gegenüber dem Unsichtbaren“.

Der historische Sound kehrt zur SAiL zurück

„Als Junge wurde ich morgens zum Aufstehen regelmäßig vom Klang eines Typhons begleitet“, beschreibt Carstensen eine Inspiration für das Projekt. „Es tutete stadtweit hörbar zum Schichtbeginn auf der Lloyd Werft und war für mich die Versicherung, pünktlich den Weg zur Schule anzutreten.“ Mit der zunehmenden Industrialisierung des Hafens und dem Einsatz von alternativen Ortungssystemen verschwanden die Signale von Typhonen. Nur immer dann, wenn ein Kreuzfahrtschiff von der Columbuskaje ablegt, sind sie noch zu hören. 

Nun kehrt der historische Sound der Stadt also für die Tage der SAiL in seinen ursprünglichen Klangraum zurück. Carstensen: „Als ein klingendes Vermächtnis für die Stadt Bremerhaven.“

Es geht los im Werftquartier: Auf dem ehemaligen Gelände der Seebeck Werft entlang der Riedemannstraße sind am Freitag, den 1. August 2025, die Bauarbeiten für den Bau von 108 Wohnungen durch den Investor, die Seebeck Werftquartier GmbH, gestartet.

„Das ist ein Meilenstein für das Werftquartier, nach sieben Jahren Planung geht es endlich sichtbar los“, sagte Oberbürgermeister Melf Grantz bei einem Festakt der Investorengruppe. „Wir wollen Wohnungen bauen, die alle einen Blick zum Wasser oder zum Park haben, und aus dem ehemaligen Werftgelände perspektivisch ein modernes Stadtquartier mit Zukunft machen“, erklärte Investor Dieter Petram.

Gemeinsam mit geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft, viele von Ihnen enge Wegbereiter des Projektes Werftquartier wurde am Helgen, also dort, wo früher die Schiffe ins Hafenbecken gelassen wurden, der Beginn des ersten Bauabschnitts gefeiert.

„Es ist uns ein großes Anliegen, gemeinsam mit der Stadt diesen Meilenstein zu würdigen“, erklärte Petram. 108 zumeist Drei-Zimmer-Wohnungen, alle zwischen 75 und 110 Quadratmetern groß, werden im ersten Bauabschnitt an der Riedemannstraße, am Handelshafen entstehen. Im Erdgeschoss wird das Büro der Seebeck Werftquartier GmbH und der Petram Group einziehen, ebenso ein Café an der zukünftigen Brücke über den Werfthafen.

Entlang der Riedemannstraße, am Werfthafen, werden neben dem jetzigen Bauvorhaben weitere Wohngebäude mit Restaurants und Geschäften entstehen. Im Handelshafen und im Werfthafen sollen Liegeplätze für Boote und Yachten entwickelt werden, dafür ist auch die Sanierung der Kajen und Pieranlagen vorgesehen.

„Die Investoren Ehlerding und Petram werden mit ihren Gesellschaften in den kommenden gut 15 Jahren eine substanzielle, dreistellige Millionensumme im Werftquartier Bremerhaven investieren“, so Petram.

„Leider können wir noch keinen richtigen Baustart feiern, weil auf dem Gelände Altlasten seit über 100 Jahren in zirka fünf Metern Tiefe liegen, die wir zunächst beseitigen müssen. Mit dem heutigen Fest wollen wir zeigen: Wir sind bereit und legen los. Das Werftquartier ist ein echtes Herzensprojekt für uns, die Investoren Ehlerding und Petram“, bekräftigt Petram.

Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz ordnete ein: „Die öffentliche Hand hat für das insgesamt 140 Hektar große Werftquartier bereits rund 17 Millionen Euro investiert, um Grundstücke zu tauschen, Planungen zu beauftragen und den Rahmenplan zu erstellen. Das Werftquartier ist ein großes Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Land sowie privaten Investoren und der Wohnungswirtschaft. Wir wollen alle gemeinsam dafür sorgen, dass Bremerhaven als Wohnort auch für diejenigen attraktiv wird, die bisher hier arbeiten, aber nicht hier leben.“

Im Werftquartier solle Wohnraum für 6.000 Menschen entstehen sowie bis zu 5.000 Arbeitsplätze. Insgesamt plane die öffentliche Hand, bestehend aus Stadt und Land, bis 2040 rund 140 Millionen Euro in das Werftquartier zu investieren. „Das Werftquartier wird nachhaltig, autoarm und direkt am Wasser entstehen und somit eine Lebensqualität vorhalten, die es in der Region bisher nicht gibt.“

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt: „Mit dem Werftquartier entsteht nicht nur dringend benötigter und attraktiver Wohnraum in Bremerhaven. Wir verwandeln zugleich einen altindustriellen Standort in ein modernes, lebendiges Stadtviertel mit Perspektive. Schon die Entwicklung der Havenwelten hat gezeigt, welches wirtschaftliche und städtebauliche Potenzial in zentral gelegenen, maritim geprägten Flächen steckt. Das Werftquartier knüpft daran an und trägt entscheidend zur wirtschaftlichen und stadtentwicklungspolitischen Stärkung Bremerhavens als Zentrum der Region bei. Zugleich setzen wir mit dem Projekt wichtige Impulse für die regionale Wirtschaft. Es entstehen Arbeitsplätze, das lokale Bau- und Dienstleistungsgewerbe profitiert und Bremerhaven gewinnt als Wohn- und Unternehmensstandort an Attraktivität. Dass das Land Bremen die dafür notwendige Infrastruktur gemeinsam mit der Stadt finanziert, zeigt, welchen Stellenwert das Projekt für die Zukunft der Seestadt hat“, so die Senatorin abschließend.

Anerkennung als wichtiger Lernort in Deutschland

Deutschlands einzigartige Wissens- und Erlebniswelt zu den Themen Klima, Klimawandel und Extremwetter, hat einen neuen Schirmherren: Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), hat mit sofortiger Wirkung die Schirmherrschaft für das Klimahaus Bremerhaven übernommen.

„Dass der Minister gleich nach Übernahme seines Kabinettspostens diese Ehrenfunktion für unser Haus übernommen hat, unterstreicht die Bedeutung des Klimahauses als Wissens- und Erlebniswelt mit bundesweiter Ausstrahlung“, betont Ingrid Hayen als Geschäftsführerin. „Es stellt für das Team und seine Arbeit eine große Würdigung und Wertschätzung dar. Dankbar für die Übernahme der Schirmherrschaft laden wir Minister Carsten Schneider zu einem Vor-Ort-Besuch herzlich ein.“

Seit Mai 2025 gehört das Thema Klimaschutz zum Aufgabenbereich des neuen Ministers. Vormals dem Wirtschaftsministerium zugeordnet, sind jetzt Klimaschutz und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen im Umweltministerium vereint. Carsten Schneider setzt sich dafür ein, dass die wichtigen Ökosysteme in Wäldern, Mooren und Gewässern gestärkt werden und der CO2-Ausstoß in Deutschland verringert wird. Dafür sollen die Potenziale der Erneuerbaren Energien genutzt und der Meeresschutz gestärkt werden. Um sich schon jetzt für die spürbaren Folgen des Klimawandels wappnen zu können, sollen Städte und Gemeinden beim Naturschutz und bei der Klimaanpassung unterstützt werden.

In einem Grußwort stellt Minister Carsten Schneider die Bedeutung des Klimahauses als Lernort heraus: „Im Klimahaus Bremerhaven kann man erfahren, was der Klimawandel bewirkt und wie wir ihn aufhalten können. Ich freue mich, Schirmherr der bekannten Wissens- und Erlebniswelt zu sein und verfolge mit Spannung den Diskurs, den das Haus künftig in Bezug auf die Themen Klimaanpassung und Klimalösungen einschlägt. Eine gemeinsame Wissensbasis kann den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärken und dazu beitragen, die Lebensgrundlagen für unsere Kinder und Enkel besser zu schützen. Das Klimahaus ist dafür ein wunderbarer Lernort.“

Carsten Schneider gehört der SPD-Fraktion des Bundestages an, er wurde 1998 als jüngster Abgeordneter in den Deutschen Bundestag gewählt und hat seitdem mehrere politische Ämter übernommen. Seit dem 7. Mai 2025 ist er als Bundesumweltminister Mitglied der Bundesregierung.

Handgearbeitetes Planetarium in Bremerhaven ist eines der ältesten seiner Art

Meterhohe Wellen, keine Sicht in der Gischt, am dunklen Nachthimmel ein paar Sterne – wer bei diesem Wetter auf dem Meer zur sicheren Küste will, guckt heutzutage auf sein GPS-Satellitensystem. Fällt das Instrument allerdings aus, bleibt nur der Notruf. Die Seemänner früherer Zeiten hätten darüber gelacht. Sie konnten noch nach Sternen navigieren. Das Planetarium in Bremerhaven ist dafür ein einzigartiger und kostbarer Zeitzeuge – und von Hand gearbeitet.

„Es ist fast schon ein bisschen Schicksal, dass wir dieses Planetarium hier haben“, sagt Rolf Schäfer vom Verein der Bremerhavener Sternenfreunde. Der Verein betreut die Einrichtung im heutigen Hochschul-Gebäude an der Weserfähre ehrenamtlich. Tatsächlich wirkt das Eröffnungsdatum wie eine Verstrickung der Sternengeschichte. „Eingeweiht wurde das Planetarium als Teil der Seefahrtsschule am 12. April 1961 – genau dem Tag, als der Russe Juri Gagarin als erster Mensch im Weltall war. Das ist reiner Zufall – oder vielleicht doch kosmisch miteinander verbunden“, schmunzelt Schäfer.

Gebaut für die nautische Ausbildung in der Seefahrtschule

Das Zeiss-Planetarium als Herzstück der Anlage ist eine der ältesten Anlagen ihrer Art in Deutschland. Gebaut wurde das technische Wunderwerk, um in Bremerhaven die nautische Ausbildung der aufstrebenden Seefahrernation möglich zu machen. Die stürmische und riskante Island-Fischerei, der zunehmende weltweite Schiffsverkehr – Deutschland brauchte hochqualifizierte Kapitäne und Offiziere, die sich auf dem Meer auskannten und verlässlich auch nach Sternen navigieren konnten. Das Planetarium brachte die Männer gefühlt hinaus auf den Ozean, ohne dass sie das Festland verlassen mussten.

Der Raum und die Technik sind original erhalten

Sechs Meter hoch, eine schneeweiße Kuppeldecke, die blau gepolsterte Sitzbank läuft im Kreis rundum an der Wand entlang – der Raum ist original erhalten und schlicht. Kein Wunder, schließlich sitzen die Zuschauer ja auch heutzutage im Dunkeln, wenn der künstliche Sternenhimmel an die Kuppel projiziert wird. Ausgangspunkt des Lichtwunders ist die geheimnisvolle, kleine Metallkugel in der Mitte des Raumes mit ihren vielen kleinen Öffnungen. „In der Kugel sind verschiedene optische Linsen angebracht und kleine Kupferblenden, aus denen das Licht strahlt. In diese Blenden sind damals tatsächlich per Hand viele winzige Löcher eingestanzt worden – an die 4000 Stück. Das ist eine sehr aufwändige Arbeit“, erklärt Schäfer begeistert.

Die Sterne einer klaren Winternacht

Einige Minuten braucht das Auge, um sich an die Dunkelheit im Raum zu gewöhnen. Zur leisen sphärischen Musik erscheinen in der Kuppel immer mehr Sterne wie aus dem Nichts. Schließlich ist das Funkeln schlichtweg überwältigend und über den Köpfen der Zuschauer breitet sich ein wahres Meer von Lichtpunkten aus. „Wir können hier so viele Sterne an die Kuppel projizieren, wie man in einer klaren Winternacht weit weg von den hellen Städten sehen würde. Hier bei uns gibt allerdings einen deutlichen Vorteil: Man friert nicht“, sagt Schäfer.

Noch dazu ist der Sternenhimmel im Bremerhavener Planetarium auf Wunsch sogar schneller als in der Natur. „Man muss nicht eine ganze Nacht abwarten, um die Drehung der Erde hier am Himmel wahrzunehmen. Wir können die Bewegungen der Sterne nachbilden“, sagt Sternen-Fan Schäfer und drückt am kleinen Motor der Anlage einen Knopf. In Windeseile schieben sich plötzlich die Sterne in der Kuppel über den Nachthimmel. So können die Sternbilder in die verschiedensten Positionen, Konstellationen und sogar Jahrhunderte zurück in der Zeit gebracht werden.

Auch zu sehen: Sonnenfinsternis und Kometen

„Der Stern von Betlehem zum Beispiel ist ein beliebtes Thema zur Weihnachtszeit. Wir zeigen die ungewöhnliche Planetenkonstellation, die vor gut 2000 Jahren für diesen strahlend hellen Punkt am Himmel gesorgt hat. Auch besondere astronomische Ereignisse wie Sonnenfinsternisse oder vorbeiziehende Kometen können wir hier anschaulich und beeindruckend darstellen.“ Geöffnet ist das Bremerhavener Planetarium nicht nur zu den festen Zeiten des Vereins. Es kann für bestimmte Anlässe auch komplett gemietet werden. „Vielleicht“, sagt Schäfer, „möchte jemand seiner Frau ja mal als Überraschung den Sternenhimmel schenken.“

Verein betreut das Planetarium ehrenamtlich

Die Arbeit der Sternenfreunde im Bremerhavener Planetarium ist ehrenamtlich. Sie soll nicht dazu dienen, jede Menge Sternentaler anzusammeln. Rolf Schäfer: „Um diese wertvolle und einzigartige Anlage zu erhalten, nehmen wir gern eine Spende nach der Vorstellung entgegen. Vier Euro pro Person in der Sammeldose machen uns schon glücklich.“ Wer sich für einen Besuch im Planetarium oder die Bremerhavener Sternenfreunde interessiert, kann sich unter der Telefonnummer 0471/777 55 bei Rolf Schäfer melden.

https://bremerhavener-sternfreunde.de/

Werfthafenbrücke im Werftquartier: Planungen beauftragt

Die Planungen für die markante Werfthafenbrücke im Werftquartier sind jetzt beauftragt worden.

Das erklärten Oberbürgermeister Melf Grantz und die Abteilungsleiterin bei der BIS, Ute Bartels bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, dem 24. Juli 2025. Die Brücke verbindet, fällt ins Auge, ist technisch innovativ und nachhaltig gebaut: Mit diesen Argumenten hatte der Entwurf von „Panta Ingenieure und Ney Partners“ die Jury überzeugt. Die Werfthafenbrücke schafft eine direkte Verbindung zwischen dem Werftquartier, dem Stadtteil Geestemünde und dem Hauptbahnhof und stärkt damit die Anbindung des neuen Quartiers an die Stadt. „Unsere Werfthafenbrücke ist mehr als nur eine Verbindung zwischen zwei Ufern – sie ist ein Symbol für den Wandel hier in Bremerhaven, für den Fortschritt und eine nachhaltige Stadtentwicklung“, so Melf Grantz, Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven. Gleichzeitig dankte er der BIS und insbesondere Ute Bartels, für die hervorragend organisierte Durchführung des Wettbewerbs und die Jurysitzung, die bereits im März stattgefunden hatte. Sobald die Bauarbeiten der Wohnungswirtschaft auf der Külkenhalbinsel voraussichtlich in den Jahren 2027/2028 beginnen, soll auch die Brücke umgesetzt werden.

Insgesamt hatten sieben Planungsbüros an dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb teilgenommen, deren Entwürfe in einer Jurysitzung bewertet wurden. Wegen seiner funktionalen sowie gestalterisch markanten Lösung ist der Entwurf von „panta ingenieure und Ney & Partners“ als Sieger aus dem EU-weiten Realisierungswettbewerb hervorgegangen. Die Brücke ist vorrangig für den Fuß- und Radverkehr konzipiert, wird jedoch auch für einen Shuttlebus in einer Fahrtrichtung befahrbar sein. Gleichzeitig bleibt der Werfthafen für Freizeitschiffe passierbar, da die Brücke als bewegliche Klappbrücke ausgeführt wird.

Der Entwurf setzt dabei ein gestalterisches Zeichen: Die V-förmige Geometrie der Brücke greift die industriellen Strukturen des Werftquartiers auf und nimmt Bezug auf die denkmalgeschützten Hafenkräne. Sie bildet einen neuen Orientierungspunkt im Stadtbild und fügt sich zugleich harmonisch in die Umgebung ein.

Technische Innovation und nachhaltige Bauweise

Neben ihrer ästhetischen Qualität überzeugt die Brücke durch ihre nachhaltige und effiziente Bauweise. Ein optimiertes Gegengewichtssystem reduziert den Energieverbrauch beim Öffnungsvorgang auf ein Minimum. Zudem ist der Einsatz von „grünem Stahl“ vorgesehen, um die CO₂-Emissionen im Bauprozess zu verringern.

Technisch basiert die Brücke auf dem Prinzip einer Holländerklappbrücke, das für diese spezielle Nutzung weiterentwickelt wurde. Beim Öffnen kippt das V-förmige Element um 38,75°, während sich das Brückendeck um 77,5° anhebt. Dies ermöglicht eine platzsparende, robuste und wartungsarme Konstruktion.

Ein prägendes Element für das Werftquartier

Mit ihrem innovativen Konzept wird die Werfthafenbrücke nicht nur Verkehrsströme optimieren, sondern auch zur Identität des Werftquartiers beitragen. Sie verbindet Vergangenheit und Zukunft, indem sie sich sowohl auf die historische Hafennutzung als auch auf die Entwicklung eines modernen, lebendigen Stadtteils bezieht.

„Das neue Ingenieurbauwerk Fuß- und Radwegbrücke Werftquartier wird ein Signature-Bauwerk mit optimaler Funktionalität und hoher Prägnanz sein. Es hat das Potential, zum Anziehungspunkt des neuen Werftquartiers zu werden.“, so Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann, welcher als Juryvorsitzender die Sitzung leitete.

Für Einwohnerinnen und Einwohner, Besuchende sowie Pendlerinnen und Pendler wird die Brücke eine wichtige neue Verbindung und zugleich ein markantes Element im Stadtbild sein. Sie steht für eine nachhaltige Stadtentwicklung, die Mobilität, Funktionalität und Gestaltung gleichermaßen berücksichtigt.

Ausstellung im Werftquartierhaus

Die Entwürfe sind in einer kleinen Ausstellung im Werftquartierhaus, Kohlenkai 1, ausgestellt. Interessierte können sich die Entwürfe und Planungsunterlagen zur Werfthafenbrücke während der Öffnungszeiten des Werftquartierhauses (dienstags und donnerstags von 12.00 bis 16.00 Uhr und mittwochs von 9.00 bis 12.00 Uhr) anschauen.

Alle eingereichten Arbeiten und deren Konzepte sind auf der Webseite zu finden: https://www.werftquartier-bremerhaven.de/Werftquartier/Werfthafenbruecke

Impressionen

Das Werftquartier

Das Werftquartier wird auf einem 140 ha großen Areal zwischen dem Fischereihafen und Geestemünde als neues, nachhaltiges Stadtviertel entwickelt. Neben dem Gelände der ehemaligen Seebeck Werft gehört auch die so genannte Külkenhalbinsel zum Areal, das neu entwickelt wird. Die Planungen für das Werftquartier laufen seit sieben Jahren. Neben der Sortierung von Eigentumsverhältnissen ist außerdem mit Hilfe eines städtebaulichen Wettbewerbs ein Rahmenplan erstellt worden. Gewonnen hat der Entwurf des Kopenhagener Büros „Cobe“, der jetzt sukzessive umgesetzt wird. Derzeit sind verschiedene Maßnahmen in Planung – von der Fertigstellung der Baupläne bis zur Veränderung und Herstellung der Infrastruktur, wie etwa Brücken, Mobility Hubs oder Straßenanbindungen. Die Stadt Bremerhaven und das Land Bremen investieren gemeinsam bis 2040 140 Millionen Euro in die Entwicklung des Quartiers, in dem Wohnraum für etwa 6.000 Menschen und etwa 5.000 Arbeitsplätze entstehen sollen. Das Quartier soll als attraktives, autoarmes Wohnviertel direkt am Wasser und in zentraler Lage neue Einwohner an Bremerhaven binden. Bisher sind für Planungen, Grundstückstausche und Gutachten bereits 17 Millionen Euro investiert worden.

Pixi-Buch erzählt von einem Abenteuer zweier Kinder aus Bremerhaven

Bremerhaven hat ein neues Buch für kleine Entdecker: „Emilia, Luka und Pepper und das Abenteuer im Fischereihafen“ heißt das Pixi-Buch, das von der Erlebnis Bremerhaven GmbH gemeinsam mit dem Carlsen-Verlag entwickelt wurde. Auf 24 Seiten nimmt die Geschichte (nicht nur) Kinder mit auf eine abwechslungsreiche Tour durch das Schaufenster Fischereihafen. Der Clou: Die kleinen Helden aus dem Büchlein gibt’s tatsächlich.

Wer kennt sie nicht, die kleinen, quadratischen Büchlein? Seit 1954 schon begleiten Pixi-Bücher Generationen von Kindern mit kurzen, liebevoll erzählten Geschichten und Zeichnungen. Jetzt gibt es erstmals eine Ausgabe, die Bremerhaven und speziell den Fischereihafen in den Mittelpunkt stellt. „Emilia, Luka und Pepper und das Abenteuer im Fischereihafen“ handelt von Schiffen, von Fisch und Meereskunde und einer tierischen Freundschaft.

Eine besondere Aufgabe für das Stadtmarketing

Auf nur 24 Seiten ein so vielfältiges Thema wie den Fischereihafen kindgerecht zu erzählen, sei eine besondere Aufgabe gewesen, sagt Projektleiterin Franziska Stenzel von der Erlebnis Bremerhaven GmbH: „Die Inhalte sollten unterhalten, aber auch Wissen vermitteln – und das alles in eine lustige Geschichte verpackt, ergänzt durch liebevoll gezeichnete Bilder.“ Mit ihrer Kollegin Katharina Perokovic entwickelte sie über Monate das Konzept, suchte Motive aus und lieferte dem Carlsen-Verlag, der das Buch gestaltete, zahlreiche Fotos und Hintergrundinformationen. So entstand eine Geschichte, die den Fischereihafen aus Kinderaugen zeigt – geschrieben von einer Autorin des Verlags und bebildert von einer Kinderbuch-Illustratorin. 

Das passiert, wenn der Hund ausbüxt

Hauptfiguren des Buches sind die fünfjährigen Emilia und Luka und der Hund Pepper – Kinder, die es wirklich gibt und die das Glück haben, dass Stadtmarketing zu den Aufgaben ihrer Mutter und ihrer Großmutter bei der Erlebnis Bremerhaven gehört. In der Geschichte wollen Emilia und Luka gerade zum Essen, als Pepper plötzlich ausbüxt. Auf ihrer Suche nach dem kleinen Hund erleben sie ein Abenteuer: Sie entdecken die „Gera“, das historische Fischereischiff, lernen im Fischereihafen Spannendes über die Unterwasserwelt, besuchen ein Fischgeschäft, dürfen im Fischkochstudio helfen und werfen schließlich einen Blick in eine Halle, wo die Fischstäbchen hergestellt werden, die sie so gerne mögen. Natürlich gibt es am Ende auch ein kleines Happy End – inklusive Fischfrikadelle für Pepper.

30.000 Bücher wurden gedruckt

30.000 Bücher hat die Erlebnis Bremerhaven drucken lassen. „Pixi-Bücher sind nach wie vor sehr beliebt bei Kindern“, sagt Erlebnis-Geschäftsführer Michael Gerber. „Damit sind sie ein tolles Medium, um den Fischereihafen schon den Kleinsten näherzubringen.“

Werbung für Bremerhaven

Die Bücher werden für 0,99 Euro in den Tourist-Infos, in Museumsshops und natürlich auch im Schaufenster Fischereihafen angeboten. Möglich wurde das Projekt auch dank der Unterstützung des Fischkochstudios und der Fischereihafen-Betriebsgesellschaft. Bis zu 3.000 Exemplare sollen auf Reisemessen verteilt werden, um Familien auf Bremerhaven aufmerksam zu machen. Einen Verkauf über den Buchhandel lässt die Vereinbarung mit dem Verlag nicht zu.

Luka und Emilia haben das fertige Büchlein nun im Schaufenster Fischereihafen zu sehen bekommen und sich die Geschichte von Mama und Oma gleich vorlesen lassen. Sie finden sie toll, sagen sie.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Bremerhavens Fischereihafen nun in einem Pixi-Buch vorstellen können“, sagt Michael Gerber. Die Geschichte von Emilia, Luka und Pepper animiere hoffentlich Familien, den Hafen selbst zu entdecken und die maritime Seite der Stadt kennenzulernen.

Wir informieren Bremerhaven kostenlos

Werftquartier Bremerhaven: Stadt informierte über Planungsstand

Bürgerdialog zum aktuellen Planungsstand der Entwicklung des künftigen Werftquartiers im Theater im Fischereihafen. Im Bild: Dieter Petram, Carolin Oltmanns, Melf Grantz und Nils Schnorrenberger auf dem Podium (von links).

„Ich bin froh, dass nach sieben Jahren Planung dieses ganz besonderen Stadtquartiers dieses Jahr der Bau der ersten Wohnungen beginnt und entscheidende Grundstückstausche erfolgreich vollzogen werden konnten“, leitete Oberbürgermeister Melf Grantz den Abend ein.

Neben dem Oberbürgermeister informierten die Leiterin des Stadtplanungsamtes, Carolin Oltmanns, Investor Dieter Petram und Nils Schnorrenberger von der Wirtschaftsförderung BIS Bremerhaven die insgesamt etwa 120 Zuschauerinnen und Zuschauer. Grantz erklärte in seiner Einleitung noch einmal, warum die öffentliche Hand bis 2040 insgesamt 140 Millionen Euro in das Werftquartier investieren wird. „Wir müssen die Menschen, die bisher in Bremerhaven bereits arbeiten auch an die Stadt binden.“ Das Werftquartier mit seiner unterschiedlichen Wohnbebauung auf der Külkenhalbinsel und am Werfthafen sei dafür ideal. „Wir schaffen insgesamt Wohnraum für 6.000 Menschen, neben Reihenhäusern für Familien und Eigentumswohnungen werden auch sozial geförderte Wohnungen entstehen“, betonte Grantz. Das Besondere: „Im Werftquartier können die Menschen nah am Wasser und nahezu frei von Autoverkehr wohnen und eine besondere Lebensqualität im Grünen erhalten“, so der OB.


Carolin Oltmanns gab einen Überblick zum aktuellen Planungsstand. „Für den Bebauungsplan 501, der die Külkenhalbinsel beinhaltet, auf der öffentlich geförderter Wohnraum entstehen soll, wurde bereits die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung durchgeführt. Wir gehen davon aus, dass er im nächsten Jahr Rechtskraft erlangt“, erklärte sie. Das besondere an der Külkenhalbinsel sei, dass man mit der Wiederherstellung des Kanals zwischen der Halbinsel und dem Gelände der ehemaligen Seebeckwerft eine echte „Insel“ aus der Külkenhalbinsel machen werde. „Damit ist das Thema Wohnen noch einmal deutlich abgegrenzt von dem, was im Bereich der Hallengärten passiert“, so Oltmanns. Der Mobility Hub im Süden der Külkenhalbinsel werde das zentrale Element für den Autoverkehr. „Anwohnerinnen und Anwohner dürfen nur zum entladen ihrer PKW vor die Wohngebäude fahren, geparkt werden soll dann im Mobility Hub“, so Oltmanns.

Beim Bebauungsplan 500 „Die Werft“ soll es noch in diesem Jahr zu einem Satzungsbeschluss kommen. „Die öffentliche Auslegung ist beendet und der Investor Dieter Petram wird im August mit den Bauarbeiten beginnen können“, so Oltmanns.

Was genau geplant ist, zeigte Petram erstmals einem öffentlichen Publikum mit Visualisierungen. „Insgesamt bauen wir 108 Wohnungen entlang der Riedemannstraße, alle mit Blick zum Wasser“, erklärte Petram. Die Bewohnerinnen und Bewohner hätten die Möglichkeit, in integrierten Parkhäusern ihre Autos abzustellen. „Die Dächer der Parkhäuser sind aber sogenannt Kommunikationsflächen mit viel Grün im Innenhof der Gebäude“, so Petram. Im Erdgeschoss des Gebäudes, das auf dem Gelände des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Seebeck Werft entsteht, soll die Petram Group mit ihrem Büro einziehen, ebenso ist ein Café geplant. „Wir freuen uns, im August mit den Arbeiten anfangen zu können“, so Petram.

Nils Schnorrenberger, Geschäftsfüher der Wirtschaftsförderung BIS, in deren Hand die Projektsteuerung des Werftquartier liegt, zeigte auf, welche Infrastrukturmaßnahmen derzeit geplant werden. „Die Planungen für die Freiraumgestaltung, die Sanierung der Stahlkonstruktion sowie den teilweisen Abbruch und die Beseitigung von Schadstoffen der ehemaligen Stahlbauhalle sind derzeit ausgeschrieben“, erklärte Schnorrenberger. Die ehemalige Stahlbauhalle soll so zurückgebaut werden, dass man dort zum einen öffentliche Nutzung, etwa durch eine Kita unterbringen könne. „Gleichzeitig solle Teile der Gerüstkonstruktion historisch erhalten bleiben und als Rankhilfen für Begrünung dienen“, so Schnorrenberger. Die Planungen dazu sollen noch diesen Sommer beginnen. Auch die Planungen für die Külkenhalbinsel – insbesondere die Freiraumplanung und die Planungen für die Kajensanierung seien in Vorbereitung. Für den Mobility Hub habe es bereits einen Wettbewerb gegeben, dessen Ergebnisse gerade ausgewertet würden. „Der Mobility Hub soll nicht nur ein Parkhaus werden, sondern dort soll man auch einkaufen können, Carsharing soll möglich sein und es soll Möglichkeiten geben, sein Fahrrad dort zu reparieren“, so Schnorrenberger. Die Gestaltung der Promenaden sei ebenfalls in Planung. „Wir wollen dort ein Viertel mit möglichst viel Aufenthaltsqualität am Wasser“, betonte Schnorrenberger.

Damit das Werftquartier auch möglichst gut an das bereits vorhandene Stadtgebiet angebunden werden kann, zeigte der Wirtschaftsförderer außerdem den aktuellen Stand der Verkehrsplanung auf: „Die Riedemannstraße muss etwas verlegt werden, auch die Klußmannstraße muss umgebaut werden und die Straße „Am Holzwerk“ die als Verbindung zwischen der Külkenhalbinsel und dem Werftgelände dient, muss neu gebaut werden“, so Schnorrenberger.

Oberbürgermeister Grantz ordnete abschließend ein: „Ein solches Projekt beinhaltet viel Abstimmung, bevor der erste Bau beginnen kann. Wir mussten Grundstücke tauschen, Eigentumsverhältnisse neu strukturieren, eine Rahmenplanung machen und uns mit dem Land auf eine gemeinsame Finanzierung einigen. Das Werftquartier ist ein Projekt, das langfristig angelegt ist. Das erfordert Geduld, aber die Fortschritte werden jetzt nach und nach deutlich sichtbar.“