„NOVO mit dir“ – Großes Beteiligungsformat zum Dritten Ort in Bremerhaven

Am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, und Freitag, dem 30. Oktober 2026, lädt die Stadtbibliothek gemeinsam mit dem Amt für Jugend, Familie und Frauen zu dem zweitägigen Beteiligungsformat „NOVO mit dir“ in den Timeport II (Barkhausenstraße 2) ein.

Auf dem ehemaligen Karstadt-Gelände in der Bremerhavener Innenstadt kann mit dem Gebäude NOVO ein neuer öffentlicher Ort für Bildung, Begegnung und Aufenthalt entstehen. Geplant ist eine einzigartige Kombination aus Stadtbibliothek, Jugendherberge, Veranstaltungsräumen und Gastronomie. Bürgerinnen und Bürger, Kinder, Jugendliche und Familien haben an diesem zentralsten Ort in der Innenstadt die Möglichkeit zu lesen, zu lernen, zu arbeiten, sich zu treffen oder einfach Zeit zu verbringen. Der Name „NOVO“ steht für Neubeginn und Erneuerung – und genau das soll das Projekt für die Innenstadt leisten: Ein lebendiges und offenes „Wohnzimmer für alle“.

Das NOVO wird als offenes Haus für Bildung, Kultur und Begegnung geplant. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie mit Bürgerbeteiligung sehen unterschiedliche Labore als Kreativflächen vor, in denen Besucherinnen und Besucher an Workshops teilnehmen, Medien ausleihen und miteinander in den Austausch gehen können. Geplant sind ein Musik-Labor, ein MINT-Labor, ein Kreativ- und DIY-Labor sowie ein Schreib-Labor. Diese Labore werden am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, und Freitag, dem 30. Oktober 2026, vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern weiterentwickelt.

„Uns ist wichtig, dass wir die Angebote und Services gemeinsam mit unseren Nutzerinnen und Nutzern entwickeln“, sagt Bibliotheksleiterin Paula Sophie Prüßner. Das Team der Stadtbibliothek bietet gemeinsam mit dem Amt für Jugend, Familie und Frauen an beiden Tagen Mitmach-Angebote, Workshops und Formate zur kreativen Beteiligung für unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen an. Ein besonderer Fokus liegt auf der Beteiligung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Kindern und Familien sowie zukünftigen Besucherinnen und Besuchern des NOVO.

„Das NOVO ist für die Menschen, die in dieser Stadt leben, und wird ganz neue Maßstäbe setzen“, ist Sara Appelhagen, Abteilungsleiterin der Jugend- und Frauenförderung, überzeugt. „Uns ist wichtig, gemeinsam mit der Stadtbibliothek konkrete Bedarfe zu erheben, diese auszuwerten und wenn möglich in den weiteren Planungsprozess einzubinden.“

„Ich finde es besonders wichtig, dass die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen bei der Entwicklung der neuen Stadtbibliothek von Anfang an ernst genommen und mit Leben gefüllt werden“, sagt Ole Biederbick, Kinder- und Jugendbeauftragter des Magistrats. „Die Stadtbibliothek zeigt hier, dass junge Menschen nicht erst gefragt werden, wenn bereits alles entschieden ist, sondern ihre Perspektiven tatsächlich in die weitere Planung einfließen können.“

Die beiden Vormittage am 29. und 30. Oktober sind für die Beteiligung von Schulklassen und Lehrkräften vorgesehen.

Am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, wird die Veranstaltung dann von 15.00 bis 19.00 Uhr für Jugendliche und junge Erwachsene von 12 bis 21 Jahren geöffnet.

Am Freitag, dem 30. Oktober 2026, sind alle Bürgerinnen und Bürger von 15.00 bis 19.00 Uhr dazu eingeladen, sich über die geplanten Angebote im NOVO zu informieren und diese aktiv mitzugestalten.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Quelle: Stadt BHV

Neuer Name für Dritten Ort in der Bremerhavener Innenstadt

Bremerhaven ist die Stadt, die sich nach jeder Krise neu erfindet. Auch in der Innenstadt soll ein ganz neues Projekt gewagt werden: Ein Gebäude, das gemeinsam mit der Stadtbibliothek und der Deutschen Jugendherberge ein „Wohnzimmer für alle“, ein so genannter Dritter Ort, werden soll.

„NOVO“ ist deshalb der Name, den das Projekt bekommen hat.

„NOVO bedeutet einzigartig, Neues schaffen – das passt hervorragend zu unserer Idee für die Innenstadt“, betont Oberbürgermeister Melf Grantz. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie mit ersten Ideen für die Innen- und Gebäudearchitektur waren bereits am 17. April 2025 öffentlich gezeigt worden. Beim Bürgerdialog am Donnerstag, den 24. April, wurde den Anwesenden nun der Name „NOVO“ präsentiert. „Es gab Szenenapplaus, der Name ist meines Erachtens gut angekommen“, so der Oberbürgermeister.

Julia Bergmann, die als Fachberaterin für Dritte Orte die Machbarkeitsstudie begleitet hat, erklärte die Herkunft des Namens. „Die Aufgabe war, eine Dachmarke zu schaffen, die alle bereits bestehenden Marken, wie die Stadtbibliothek, die Jugendherberge oder das Schirrmanns, die Gastronomie der Jugendherberge, vereint und mit ihnen harmoniert.“ Außerdem sei ein Begriff gesucht worden, der sich einfüge in vergleichbare Projekte wie das „Dokk1“ in Aarhus, das „KAP1“ in Düsseldorf oder das „OODI“ in Helsinki. NOVO kommt aus dem Lateinischen, bedeutet neu machen, erneuern, neu schaffen, einzigartig. „NOVO klingt in allen Sprachen gleich, auch das war uns sehr wichtig. Im Sprachgebrauch lässt es sich ebenfalls wunderbar nutzen. Künftig können Sie sich auf einen Kaffee im NOVO treffen oder im MINT-Labor im NOVO noch für das Referat lernen“, so Bergmann.

„Es ist gut, dass wir jetzt endlich nicht mehr von ,Ex-Karstadt‘ sprechen müssen, wenn wir über unsere Pläne berichten. Ich freue mich darauf, das NOVO gemeinsam mit den Planern und den Bürgerinnen und Bürgern mit Leben zu füllen“, so Grantz abschließend.